Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
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Gottes Treue angesichts der Untreue des Menschen

31Aber was haben dann die Juden gegenüber den anderen Menschen noch für einen Vorteil? Und was ist der Nutzen der Beschneidung? 2Nun, die Juden haben den anderen Menschen in jeder Hinsicht viel voraus. Vor allem ist es das eine, dass Gott ihnen seine Worte3,2 seine Zusagen. anvertraut hat.

3Aber wie steht es damit, dass einige von ihnen Gott nicht geglaubt haben, sondern ihm untreu geworden sind? Hebt ihre Untreue3,3 Od ihr Unglaube. Gottes Treue auf? 4Niemals! Was vielmehr klar werden soll, ist dies: Gott ist zuverlässig, und was er sagt, ist wahr3,4 W Gott ist wahr/wahrhaftig., und jeder Mensch ist ´letztlich` ein Lügner, genau wie es in der Schrift heißt:

»Es soll deutlich werden, dass du, Gott, im Recht bist

und dass deine Worte wahr sind3,4 W »Damit du gerechtfertigt wirst in deinen Worten / durch deine Worte.;

du wirst dich siegreich behaupten,

wenn man über dich zu Gericht sitzt3,4 Od wenn du einen Rechtsstreit führst. Psalm 51,6.3,4 Psalm 51,6.

5Wenn nun aber unsere Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit erst richtig zur Geltung bringt, welchen Schluss sollen wir daraus ziehen? Etwa den, dass Gott ungerecht ist, wenn er seinen Zorn ´über uns` hereinbrechen lässt? (Ich rede ´bewusst einmal rein` menschlich.) 6Nein, niemals! Sonst wäre es ja undenkbar, dass Gott die Welt richten wird. 7Aber wenn ich doch nun ein Lügner bin, wird dann nicht gerade dadurch umso deutlicher, dass Gott zuverlässig ist und dass das, was er sagt, wahr ist3,7 W dass Gott wahr/wahrhaftig ist.? Ich trage also dazu bei, dass Gottes Ruhm noch größer wird. Wieso werde ich von ihm dann noch als Sünder verurteilt? 8Und überhaupt – warum nicht noch einen Schritt weiter gehen und sagen: »Tun wir doch Böses, damit Gutes dabei herauskommt!«? Einige, die schlecht über uns reden, behaupten ja sogar, das sei es, was wir lehren. Die, ´die uns so etwas unterstellen3,8 die tatsächlich so etwas lehren.,` trifft Gottes Gericht mit vollem Recht.

Das Urteil Gottes: Die ganze Welt ist schuldig

9Wie ist es denn nun? Sind wir ´als Juden den anderen Menschen gegenüber` im Vorteil, ´oder sind wir es nicht`?3,9 Od Versuchen wir (die Juden bzw. Paulus) uns etwa herauszureden? Sind wir ´als Juden` etwa schlechter daran? Wir sind es ganz und gar nicht!3,9 Od Wir sind es nicht unbedingt. Ich habe3,9 W Wir haben. ja jetzt den Beweis erbracht, dass alle schuldig sind, die Juden ebenso wie die anderen Menschen3,9 W wie die Griechen., und dass alle unter der Herrschaft der Sünde stehen, 10genau wie es in der Schrift heißt:

»Keiner ist gerecht, auch nicht einer.

11Keiner ist klug, keiner fragt nach Gott.

12Alle sind vom richtigen Weg abgewichen,

keinen Einzigen kann ´Gott` noch gebrauchen.

Keiner handelt so, wie es gut wäre3,12 handelt gütig., nicht ein Einziger.3,12 Prediger (Kohelet) 7,20; Psalm 14,1-3; 53,2-4.

13Ihr Rachen ist ein offenes Grab.

Ihre Zunge gebrauchen sie, um zu betrügen.3,13 Psalm 5,10.

Schlangengift verbirgt sich unter ihren Lippen.3,13 Psalm 140,4.

14Ihr Mund ist voller Flüche und gehässiger Worte3,14 W und Bitterkeit. Psalm 10,7..3,14 Psalm 10,7.

15Nichts hemmt ihre Schritte3,15 W Ihre Füße sind schnell., wenn es gilt, Blut zu vergießen.

16Verwüstung und Elend lassen sie auf ihren Wegen zurück,

17und vom Weg, der zum Frieden führt, wollen sie nichts wissen3,17 W und den Weg des Friedens haben sie nicht erkannt. Jesaja 59,7.8; Sprüche 1,16..3,17 Jesaja 59,7.8; Sprüche 1,16.

18Sich Gott in Ehrfurcht zu unterstellen, käme ihnen nie in den Sinn.3,18 Psalm 36,2.«

19So sagt es das Gesetz, und wir wissen: Alles, was das Gesetz sagt, richtet sich an die, denen es gegeben wurde3,19 W an die, die unter dem Gesetz sind.. Damit wird jeder Mund zum Schweigen gebracht; die ganze Welt ist vor Gott als schuldig erwiesen. 20Denn auch durch das Befolgen von Gesetzesvorschriften steht kein Mensch vor Gott gerecht da.3,20 Od 20 Denn niemand kann das Gesetz einhalten, und darum ist niemand vor Gott gerechtfertigt. W 20 Denn aufgrund von Gesetzeswerken wird kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden. Das Gesetz führt vielmehr dazu, dass man seine Sünde erkennt.

Der Opfertod Jesu: die Offenbarung der Gerechtigkeit Gottes

21Doch jetzt hat Gott – unabhängig vom Gesetz, aber in Übereinstimmung mit den Aussagen des Gesetzes und der Propheten – seine Gerechtigkeit3,21 Od die Gerechtigkeit, die von ihm gewirkt ist. die Gerechtigkeit, mit der man vor ihm bestehen kann. sichtbar werden lassen. 22Es ist eine Gerechtigkeit, deren Grundlage der Glaube an Jesus Christus3,22 die Treue Jesu Christi. ist und die allen zugute kommt, die glauben. Dabei macht es keinen Unterschied, ´ob jemand Jude oder Nichtjude ist,` 23denn alle haben gesündigt, und in ihrem Leben kommt Gottes Herrlichkeit nicht mehr zum Ausdruck3,23 Od haben gesündigt, sodass ihnen die Anerkennung vonseiten Gottes fehlt., 24und dass sie für gerecht erklärt werden, beruht auf seiner Gnade. Es ist sein freies Geschenk aufgrund der Erlösung durch Jesus Christus3,24 W aufgrund der Erlösung, die in/durch Christus Jesus ist..

25Ihn hat Gott vor den Augen aller Welt zum Sühneopfer für unsere Schuld gemacht. Durch sein Blut, das er vergossen hat, ist die Sühne geschehen, und durch den Glauben kommt sie uns zugute. Damit hat Gott unter Beweis gestellt, dass er gerecht gehandelt hatte, als er die bis dahin begangenen Verfehlungen der Menschen ungestraft ließ. 26Wenn er Nachsicht übte, geschah das im Hinblick auf das Sühneopfer Jesu. Durch dieses3,26 Od Damit hat Gott seine Gerechtigkeit unter Beweis gestellt. Es ging ihm darum, die bis dahin begangenen Verfehlungen der Menschen in seiner Nachsicht zu vergeben. 26 Ja, durch das Sühneopfer Jesu. hat er jetzt, in unserer Zeit, seine Gerechtigkeit unter Beweis gestellt; er hat gezeigt, dass er gerecht ist, wenn3,26 Od dass er selber gerecht ist und dass. er den für gerecht erklärt, der sein ganzes Vertrauen auf Jesus setzt.3,26 W 25 Ihn hat Gott öffentlich (od allen zugänglich) als Sühneort (od Sühneopfer; od Sühnemittel) hingestellt durch den Glauben (in seiner Treue) in seinem Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit wegen des Ungestraftlassens (od wegen des Vergebens) der vorher geschehenen Verfehlungen 26 in der (od in der Zeit der) Nachsicht Gottes, zum Erweis seiner Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit, dass er gerecht ist und den für gerecht erklärt, der aus dem Glauben an Jesus ist. – Mit dem Ausdruck Sühneort wird wahrscheinlich an den »Sühnedeckel« erinnert, die Deckplatte der alttestamentlichen Bundeslade. Auf sie sprengte der Hohepriester am Versöhnungstag das Blut des Opfertieres, das als Sühneopfer für die Sünden des Volkes bestimmt war; siehe 3. Mose 16; Hebräer 9,5. – Statt öffentlich … hingestellt übersetzen andere im Voraus … bestimmt. – Statt durch den Glauben in seinem Blut übersetzen andere durch den Glauben an sein Blut.

Zugang zu Gottes Gerechtigkeit: nicht durch eigene Leistungen, sondern durch den Glauben

27Hat da noch irgendjemand einen Grund, auf etwas stolz zu sein? Nein, das ist jetzt ausgeschlossen. Folgt das etwa aus dem Gesetz? Sofern das Gesetz zu Leistungen auffordert: nein; sofern das Gesetz jedoch zum Glauben auffordert: ja.3,27 Od ausgeschlossen. Aus welchem Grundsatz folgt das? Aus dem, dass Leistungen gefordert sind? Nein, sondern aus dem Grundsatz, dass es auf den Glauben ankommt. W ausgeschlossen. Durch was für ein Gesetz? Das der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens. 28Denn wir gehen davon aus, dass man aufgrund des Glaubens für gerecht erklärt wird, und zwar unabhängig von Leistungen, wie das Gesetz sie fordert3,28 W für gerecht erklärt wird ohne Werke des Gesetzes..

29Oder ist Gott etwa nur der Gott der Juden? Ist er nicht ebenso auch der Gott aller anderen Menschen3,29 Od Völker.? Natürlich ist er das, 30so wahr es nur einen Gott gibt – den Gott, der auf ein und derselben Grundlage des Glaubens Beschnittene und Unbeschnittene für gerecht erklärt3,30 W der den Beschnittenen aufgrund des Glaubens und den Unbeschnittenen durch den Glauben für gerecht erklären wird..

31Setzen wir nun dadurch, dass wir alles vom Glauben abhängig machen,3,31 W Setzen wir nun durch den Glauben. das Gesetz außer Kraft? Keineswegs! Das Gegenteil ist der Fall: Wir bringen das Gesetz dadurch erst richtig zur Geltung.3,31 Od 31 Widersprechen wir nun dadurch, dass wir alles vom Glauben abhängig machen, dem Gesetz? Keineswegs! Das Gegenteil ist der Fall: Wir zeigen, dass das Gesetz damit übereinstimmt.

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Das Beispiel Abrahams: Gerechtigkeit aufgrund des Glaubens und nicht aufgrund der Beschneidung

41Wie war es denn bei Abraham, unserem Stammvater? (Wir Juden sind ja seine leiblichen Nachkommen.) Was hat dazu geführt, 2dass er für gerecht erklärt wurde? Seine eigenen Leistungen? Dann4,2 W 1 Was hat denn, so wollen wir fragen, Abraham gefunden, unser Vorvater nach dem Fleisch (Abraham, unser Vorvater, nach dem Fleisch gefunden, d. h. durch eigenes Bemühen)? 2 Denn wenn Abraham aufgrund von Werken für gerecht erklärt worden ist, dann. hätte er allen Grund, stolz zu sein. Aber sie sind nicht das, was vor Gott zählt. 3Und warum nicht? Die Schrift sagt: »Abraham glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet.«4,3 1. Mose 15,6. 4Wenn jemand durch eigene Leistungen für gerecht erklärt werden will, ist er wie ein Arbeiter, dessen Lohn auf der Grundlage des Geleisteten berechnet wird. Was er bekommt, bekommt er nicht aus Gnade, sondern weil man es ihm schuldet. 5Wenn hingegen jemand, ohne irgendwelche Leistungen vorweisen zu können, sein Vertrauen auf Gott setzt, wird sein Glaube ihm als Gerechtigkeit angerechnet, denn er vertraut auf den, der uns trotz all unserer Gottlosigkeit für gerecht erklärt.4,5 W 4 Dem, der Werke tut, wird der Lohn nicht nach Gnade angerechnet, sondern nach Schuldigkeit. 5 Dem aber, der keine Werke tut, aber an den glaubt, der den Gottlosen für gerecht erklärt, wird sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet.

6Genauso nennt auch David den glücklich, dem Gott ohne irgendeine Gegenleistung Gerechtigkeit schenkt4,6 W den Menschen glücklich, dem Gott Gerechtigkeit ohne Werke anrechnet.. Er sagt:

7»Wie gut hat es der,

dem sein Ungehorsam gegen ´Gottes` Gesetz vergeben ist

und dessen Sünden zugedeckt sind!

8Wie gut hat es der,

dem der Herr die Sünde nicht anrechnet!«4,8 Psalm 32,1.2.

9Werden hier nur die glücklich genannt, die beschnitten sind, oder gilt das, ´was David sagt,` auch für die Unbeschnittenen?

Wir haben gesehen, dass der Glaube Abraham als Gerechtigkeit angerechnet wurde. 10In welche Zeit fiel das?4,10 W Wie nun wurde er ihm angerechnet? War er damals schon beschnitten, oder war er noch unbeschnitten? Er war noch unbeschnitten, 11und dass er dann beschnitten wurde, war ein äußeres Zeichen, eine Besiegelung der Tatsache, dass Gott ihm, als er noch unbeschnitten war, aufgrund seines Glaubens4,11 Od dass Gott ihm aufgrund des Glaubens, den er schon hatte, als er noch unbeschnitten war. Gerechtigkeit zugesprochen hatte. Denn Abraham sollte der Vater all derer werden4,11 Od So ist Abraham der Vater all derer geworden., die glauben, auch wenn sie nicht beschnitten sind, und denen darum genau wie ihm der Glaube als Gerechtigkeit angerechnet wird. 12´Durch seine Beschneidung` ist Abraham aber auch der Vater der Beschnittenen geworden, und zwar der Vater derer, die sich nicht damit begnügen, beschnitten zu sein, sondern die in seine Fußstapfen treten und dem Beispiel folgen, das er, unser Stammvater, uns durch seinen Glauben gab, noch bevor er beschnitten war.

Gottes Zusage an Abraham – nur an den Glauben gebunden

13Nicht anders ist es mit der Zusage Gottes an Abraham, ihm als Erben die ganze Welt zum Eigentum zu geben. Auch diese Zusage, die ihm und darüber hinaus seinen Nachkommen galt, war nicht an die Befolgung des Gesetzes gebunden. Sie wurde ihm vielmehr gegeben, weil er aufgrund des Glaubens in Gottes Augen gerecht war.4,13 W galt, wurde nicht durch (das) Gesetz gegeben, sondern durch die Gerechtigkeit des Glaubens. 14Wenn das Erbe denen in Aussicht gestellt wäre, denen das Gesetz gegeben ist4,14 Od die das Gesetz befolgen. W die vom Gesetz sind., wäre der Glaube überflüssig. Außerdem wäre die Zusage dann hinfällig, 15denn das Gesetz zieht Gottes Zorn nach sich, weil es übertreten wird4,15 W denn das Gesetz bewirkt Zorn.. Übertretungen gibt es nur dort nicht, wo es kein Gesetz gibt.

16Deshalb also ist die Zusage an den Glauben gebunden; ihre Erfüllung soll ein Geschenk der Gnade sein.4,16 W Deshalb geschieht es aufgrund des Glaubens, damit es entsprechend der Gnade geschieht. Damit ist sichergestellt, dass die Zusage für die gesamte Nachkommenschaft Abrahams Gültigkeit hat. Sie gilt nicht nur für die Nachkommen, denen das Gesetz gegeben wurde4,16 Od die das Gesetz befolgen. W die vom Gesetz sind., sondern auch für die, die – ohne das Gesetz zu haben – so glauben, wie Abraham glaubte4,16 W sondern auch für die vom Glauben Abrahams.. Denn er ist der Vater von uns allen, 17genau wie es in der Schrift heißt: »Ich habe dich zum Vater vieler Völker gemacht4,17 Od bestimmt. 1. Mose 17,5.4,17 1. Mose 17,5. Ja, in Gottes Augen ist er das, denn er vertraute auf ihn4,17 Od gemacht.« Er lebte in der Gegenwart Gottes und vertraute auf ihn (od glaubte an ihn)., den Gott, der die Toten lebendig macht und das, was nicht ist, ins Dasein ruft4,17 Od und von dem, was noch nicht ist, spricht, als wäre es schon da.. 18Da, wo es nichts zu hoffen gab, gab er die Hoffnung nicht auf, sondern glaubte, und so wurde er der Vater vieler Völker4,18 Od sondern glaubte, dass er der Vater vieler Völker werden würde.. Es war ihm ja vorausgesagt worden: »So zahlreich werden deine Nachkommen sein.«4,18 1. Mose 15,5.

19Abraham war damals fast hundert Jahre alt und konnte keine Kinder mehr zeugen; in dieser Hinsicht war sein Körper gewissermaßen schon tot. Nicht anders war es bei seiner Frau Sara, denn auch sie konnte keine Kinder mehr bekommen. Und obwohl Abraham seine Augen nicht vor dem allem verschloss, ließ er sich in seinem Glauben nicht entmutigen.4,19 AL(2) Aber weil Abraham sich in seinem Glauben nicht entmutigen ließ, schenkte er dem allem keine Beachtung. W 19 Und nicht schwach werdend im Glauben, betrachtete er (aL(2) betrachtete er nicht) seinen schon erstorbenen Körper – er war etwa hundertjährig – und das Erstorbensein des Mutterleibes der Sara. 20Statt die Zusage Gottes in Frage zu stellen, wie es der Unglaube tun würde, ehrte er Gott, ´indem er ihm vertraute,` und wurde dadurch in seinem Glauben gestärkt. 21Er war fest davon überzeugt, dass Gott die Macht hat, das, was er zugesagt hat, auch zu tun.

22Das ist also der Grund, weshalb ihm – ´wie es in der Schrift heißt` – der Glaube als Gerechtigkeit angerechnet wurde.

Abrahams Glaube: Vorbild für alle, die glauben

23Die Aussage, dass der Glaube Abraham angerechnet wurde, betrifft nicht nur ihn, 24sondern steht auch unseretwegen in der Schrift. Auch uns wird4,24 Od soll. der Glaube angerechnet werden. Denn der ´Gott`, auf den wir unser Vertrauen setzen4,24 Od an den wir glauben., hat Jesus, unseren Herrn, von den Toten auferweckt – 25ihn, der wegen unserer Verfehlungen dem Tod preisgegeben wurde und dessen Auferstehung uns den Freispruch bringt4,25 W und der wegen unseres Freispruchs / wegen unserer Rechtfertigung auferweckt worden ist..

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Die Hoffnung derer, die durch Jesus Christus mit Gott versöhnt sind

51Nachdem wir nun aufgrund des Glaubens für gerecht erklärt worden sind, haben wir Frieden5,1 AL(1) sind, wollen wir festhalten am Frieden. mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn. 2Durch ihn haben wir freien Zugang zu der Gnade bekommen, die jetzt die Grundlage unseres Lebens ist, und im Glauben nehmen wir das auch in Anspruch. Darüber hinaus haben wir eine Hoffnung, die uns mit Freude und Stolz erfüllt: Wir werden einmal an Gottes Herrlichkeit teilhaben. 3Doch nicht nur darüber freuen wir uns; wir freuen uns auch über die Nöte, die wir jetzt durchmachen.5,3 W 2 Durch ihn haben wir auch den Zugang bekommen durch den Glauben zu dieser Gnade, in der wir stehen. Und wir rühmen uns (od wollen uns rühmen) wegen der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes. 3 Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns (od wollen uns rühmen) auch der Nöte (mitten in den Nöten). Denn wir wissen, dass Not uns lehrt durchzuhalten, 4und wer gelernt hat durchzuhalten, ist bewährt, und bewährt zu sein festigt die Hoffnung. 5Und in unserer Hoffnung werden wir nicht enttäuscht. Denn Gott hat uns den Heiligen Geist gegeben und hat unser Herz durch ihn mit der Gewissheit erfüllt, dass er uns liebt5,5 mit Liebe zu ihm erfüllt. W Denn die Liebe Gottes (die Liebe zu Gott) ist ausgegossen in unseren Herzen durch den uns gegebenen Heiligen Geist..

6Christus starb ja für uns zu einer Zeit5,6 Od zu der ´von Gott festgesetzten` Zeit., als wir noch ohnmächtig ´der Sünde ausgeliefert` waren; er starb für Menschen, die Gott den Rücken gekehrt hatten. 7Nun ist es ja schon unwahrscheinlich genug, dass jemand sein Leben für einen unschuldigen Menschen5,7 W für einen Gerechten. opfert; eher noch würde man es vielleicht für einen besonders edlen Menschen5,7 Od für einen Wohltäter. Od für eine gute Sache. W für den Guten / das Gute. tun. 8Gott hingegen beweist uns seine Liebe dadurch, dass Christus für uns starb, als wir noch Sünder waren. 9Deshalb kann es jetzt, nachdem wir aufgrund seines Blutes für gerecht erklärt worden sind, keine Frage mehr sein, dass wir durch ihn vor dem ´kommenden` Zorn ´Gottes` gerettet werden. 10Wir sind ja mit Gott durch den Tod seines Sohnes versöhnt worden, als wir noch seine Feinde waren. Dann kann es doch gar nicht anders sein, als dass wir durch Christus jetzt auch Rettung finden werden – jetzt, wo wir versöhnt sind und wo Christus auferstanden ist und lebt.

11Aber es ist nicht nur diese Hoffnung, die uns mit Freude erfüllt; nein, es ist auch die Tatsache, dass wir durch Christus schon jetzt die Versöhnung empfangen haben. Und dafür preisen wir Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn.5,11 W 10 … als dass wir als Versöhnte gerettet werden durch sein Leben. 11 Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch Jesus Christus, unseren Herrn, durch den wir jetzt die Versöhnung empfangen haben.

Christus und Adam: ein Vergleich

12Wir können nun einen Vergleich ´zwischen Christus und Adam` ziehen.

Durch einen einzigen5,12 Od Durch den Einen. Entsprechend in den Versen 15, 17 und 19. Menschen – ´Adam` – hielt die Sünde in der Welt Einzug und durch die Sünde der Tod, und auf diese Weise ist der Tod zu allen Menschen gekommen, denn alle haben gesündigt5,12 denn ´in Adam` hatten alle gesündigt. woraufhin alle gesündigt haben.. 13Auch damals, als es das Gesetz noch nicht gab, war die Sünde schon in der Welt; nur wird sie dort, wo es kein Gesetz gibt, nicht ´als Schuld` angerechnet. 14Doch das ändert nichts daran, dass der Tod bereits in der Zeit von Adam bis Mose über die Menschen herrschte, selbst wenn sie kein ausdrückliches Gebot Gottes übertraten und somit nicht auf dieselbe Weise sündigten wie Adam5,14 W selbst wenn sie nicht in der Gleichheit der Übertretung Adams sündigten..

Adam nun steht dem, der kommen sollte, ´dem Messias,` als Gegenbild gegenüber. 15Dabei ist allerdings zu beachten, dass Adams Verfehlung und die Gnade, die uns in Christus geschenkt ist, nicht zu vergleichen sind5,15 W dass nicht wie die Verfehlung, so auch die Gnadengabe ist.. Denn wenn die Verfehlung eines Einzigen den Tod über die ganze Menschheit brachte, wird das durch Gottes Gnade weit mehr als aufgewogen – so reich ist die ganze Menschheit5,15 W den Tod über die Vielen brachte … so reich sind die Vielen. durch die Gnade eines einzigen Menschen, Jesus Christus, beschenkt worden. 16´Das, was` die Gabe Gottes ´bewirkt`, entspricht nicht einfach den Folgen, die die Sünde jenes Einen gehabt hat.5,16 Od Die Gabe Gottes entspricht nicht einfach der Sünde jenes Einen. Denn das Urteil Gottes, die Antwort auf eine einzige ´Verfehlung`5,16 Od auf ´die Verfehlung` eines Einzigen / des Einen., führte zur Verdammnis; seine Gnade5,16 W Gnadengabe. hingegen, die Antwort auf zahllose Verfehlungen5,16 Od auf die Verfehlungen von vielen., führt zum Freispruch5,16 Od zur Rechtfertigung. Entsprechend in Vers 18.. 17Wenn es durch die Verfehlung eines Einzigen dazu kam, dass der Tod5,17 W dass der Tod durch den Einen. seine Herrschaft ausübte, wird das wiederum durch einen Einzigen weit mehr als aufgewogen: Durch Jesus Christus werden jetzt die, die Gottes Gnade und das Geschenk der Gerechtigkeit in so reichem Maß empfangen, in der Kraft des neuen Lebens5,17 W im Leben. herrschen.

18Wir stellen also fest: Genauso, wie eine einzige Verfehlung allen Menschen die Verdammnis brachte, bringt eine einzige Tat5,18 Od wie die Verfehlung eines Einzigen / des Einen … bringt die Tat eines Einzigen / des Einen., die erfüllt hat, was Gottes Gerechtigkeit fordert, allen Menschen den Freispruch und damit das Leben. 19Genauso, wie durch den Ungehorsam eines Einzigen alle zu Sündern wurden5,19 W eines einzigen Menschen / des einen Menschen die Vielen zu Sündern wurden (od in die Stellung von Sündern versetzt wurden)., werden durch den Gehorsam eines Einzigen alle zu Gerechten5,19 W die Vielen zu Gerechten (od in die Stellung von Gerechten versetzt)..

20Und das Gesetz? Es kam erst nachträglich hinzu.5,20 Es erfüllte eine Nebenrolle. Seine Aufgabe war es, die ganze Tragweite der Verfehlung deutlich werden zu lassen. Und gerade dort, wo sich die Sünde in vollem Maß auswirkte5,20 W 20 Das Gesetz aber kam daneben hinein, damit die Verfehlung zunahm. Aber wo die Sünde zugenommen hat., ist die Gnade noch unendlich viel mächtiger geworden. 21Denn genauso, wie die Sünde geherrscht und ´den Menschen` den Tod gebracht hat5,21 Od wie die Sünde mit Hilfe des Todes (od im Bereich des Todes) geherrscht hat., soll die Gnade herrschen, indem sie Zugang zu Gottes Gerechtigkeit verschafft und zum ewigen Leben führt5,21 Od soll die Gnade auf der Grundlage von Gottes Gerechtigkeit herrschen und zum ewigen Leben führen. durch Jesus Christus, unseren Herrn.