Lutherbibel 1984 (LU84)
1

11Viele haben es schon unternommen, Bericht zu geben von den Geschichten, die unter uns geschehen sind, 2wie uns das überliefert haben, die es von Anfang an selbst gesehen haben und Diener des Worts gewesen sind.

1,2
1. Joh 1,1-4
3So habe auch ich’s für gut gehalten, nachdem ich alles von Anfang an sorgfältig erkundet habe,
1,3
Apg 1,1
Kol 4,14
es für dich, hochgeehrter Theophilus, in guter Ordnung aufzuschreiben, 4damit du den sicheren Grund der Lehre erfährst, in der du unterrichtet bist.

Die Ankündigung der Geburt Johannes des Täufers

5Zu der Zeit des Herodes, des Königs von Judäa, lebte ein Priester von der

1,5
1. Chr 24,1019
Ordnung Abija, mit Namen Zacharias, und seine Frau war aus dem Geschlecht Aaron und hieß Elisabeth. 6Sie waren aber alle beide fromm vor Gott und lebten in allen Geboten und Satzungen des Herrn untadelig. 7Und sie hatten kein Kind; denn Elisabeth war unfruchtbar und beide waren hochbetagt.

8Und es begab sich, als Zacharias den Priesterdienst vor Gott versah, da seine Ordnung an der Reihe war, 9dass ihn nach dem Brauch der Priesterschaft das Los traf, das

1,9
2. Mose 30,7
Räucheropfer darzubringen; und er ging in den Tempel des Herrn.

10Und die ganze Menge des Volkes stand draußen und betete zur Stunde des Räucheropfers. 11Da erschien ihm der Engel des Herrn und stand an der rechten Seite des Räucheraltars. 12Und als Zacharias ihn sah, erschrak er, und es kam Furcht über ihn. 13Aber der Engel sprach zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias, denn dein Gebet ist erhört, und deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Johannes geben. 14Und du wirst Freude und Wonne haben, und viele werden sich über seine Geburt freuen. 15Denn er wird groß sein vor dem Herrn;

1,15
Ri 13,4-5
Wein und starkes Getränk wird er nicht trinken und wird schon von Mutterleib an erfüllt werden mit dem Heiligen Geist. 16Und er wird vom Volk Israel viele zu dem Herrn, ihrem Gott, bekehren. 17Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft
1,17
Mal 3,123-24
Mt 17,11-13
Elias, zu bekehren die Herzen der Väter zu den Kindern und die Ungehorsamen zu der Klugheit der Gerechten, zuzurichten dem Herrn ein Volk, das wohl vorbereitet ist.

18Und Zacharias sprach zu dem Engel: Woran soll ich das erkennen? Denn

1,18
1. Mose 18,11
ich bin alt und meine Frau ist betagt. 19Der Engel antwortete und sprach zu ihm: Ich bin
1,19
Dan 8,16
Gabriel, der vor Gott steht, und bin gesandt, mit dir zu reden und dir dies zu verkündigen. 20Und siehe, du wirst stumm werden und nicht reden können bis zu dem Tag, an dem dies geschehen wird, weil du meinen Worten nicht geglaubt hast, die erfüllt werden sollen zu ihrer Zeit.

21Und das Volk wartete auf Zacharias und wunderte sich, dass er so lange im Tempel blieb. 22Als er aber herauskam, konnte er nicht mit ihnen reden; und sie merkten, dass er eine Erscheinung gehabt hatte im Tempel. Und er winkte ihnen und blieb stumm.

23Und es begab sich, als die Zeit seines Dienstes um war, da ging er heim in sein Haus. 24Nach diesen Tagen wurde seine Frau Elisabeth schwanger und hielt sich fünf Monate verborgen und sprach: 25So hat der Herr an mir getan in den Tagen, als er mich angesehen hat,

1,25
1. Mose 30,23
um meine Schmach unter den Menschen von mir zu nehmen.

Die Ankündigung der Geburt Jesu

26Und im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth, 27zu einer Jungfrau, die vertraut1,27 Siehe Sach- und Worterklärungen zu »Verlobung«. war

1,27
Mt 1,1618
einem Mann mit Namen Josef vom Hause David; und die Jungfrau hieß Maria. 28Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir! 29Sie aber erschrak über die Rede und dachte: Welch ein Gruß ist das? 30Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden. 31Siehe,
1,31
Jes 7,14
du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und
1,31
Mt 1,21-23
du sollst ihm den Namen Jesus geben. 32Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den
1,32
Jes 9,6
Thron seines Vaters David geben, 33und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.

34Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Mann weiß? 35Der Engel antwortete und sprach zu ihr:

1,35
Mt 1,1820
Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden. 36Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, ist auch schwanger mit einem Sohn, in ihrem Alter, und ist jetzt im sechsten Monat, von der man sagt, dass sie unfruchtbar sei. 37Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich.
1,37
1. Mose 18,14
38Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr.

Marias Besuch bei Elisabeth

39Maria aber machte sich auf in diesen Tagen und ging eilends in das Gebirge zu einer Stadt in Juda 40und kam in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth. 41Und es begab sich, als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leibe. Und Elisabeth wurde vom Heiligen Geist erfüllt 42und rief laut und sprach: Gepriesen bist du unter den Frauen, und gepriesen ist die Frucht deines Leibes! 43Und wie geschieht mir das, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? 44Denn siehe, als ich die Stimme deines Grußes hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leibe. 45Und

1,45
Kap
selig bist du, die du geglaubt hast! Denn es wird vollendet werden, was dir gesagt ist von dem Herrn.

Marias Lobgesang

46

1,46-55
1. Sam 2,1-10
Und Maria sprach:

Meine Seele erhebt den Herrn,

47und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes;

48denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen.

Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder.

49Denn er hat große Dinge an mir getan,

der da mächtig ist und dessen Name heilig ist.

50Und seine Barmherzigkeit währt von Geschlecht zu Geschlecht

bei denen, die ihn fürchten.

1,50
Ps 103,1317

51Er übt Gewalt mit seinem Arm

und

1,51
1. Mose 11,8
zerstreut, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn.

52Er stößt die Gewaltigen vom Thron

und erhebt die Niedrigen.

1,52
Ps 147,6

53Die Hungrigen füllt er mit Gütern

und lässt die Reichen leer ausgehen.

1,53
Ps 34,11
107,9

54Er gedenkt der Barmherzigkeit

und hilft seinem Diener Israel auf,

55wie er geredet hat zu unsern Vätern,

Abraham und seinen Kindern in Ewigkeit.

1,55
1. Mose 17,7
18,18

56Und Maria blieb bei ihr etwa drei Monate; danach kehrte sie wieder heim.

Die Geburt Johannes des Täufers

57Und für Elisabeth kam die Zeit, dass sie gebären sollte; und sie gebar einen Sohn. 58Und ihre Nachbarn und Verwandten hörten, dass der Herr große Barmherzigkeit an ihr getan hatte, und freuten sich mit ihr. 59Und es begab sich

1,59
1. Mose 17,12
am achten Tag, da kamen sie, das Kindlein zu beschneiden, und wollten es nach seinem Vater Zacharias nennen. 60Aber seine Mutter antwortete und sprach: Nein, sondern er soll Johannes heißen. 61Und sie sprachen zu ihr: Ist doch niemand in deiner Verwandtschaft, der so heißt. 62Und sie winkten seinem Vater, wie er ihn nennen lassen wollte. 63Und er forderte eine kleine Tafel und schrieb: Er heißt Johannes. Und sie wunderten sich alle. 64Und sogleich wurde sein Mund aufgetan und seine Zunge gelöst, und er redete und lobte Gott.

65Und es kam Furcht über alle Nachbarn; und diese ganze Geschichte wurde bekannt auf dem ganzen Gebirge Judäas. 66Und alle, die es hörten, nahmen’s zu Herzen und sprachen: Was, meinst du, will aus diesem Kindlein werden? Denn die Hand des Herrn war mit ihm.

Der Lobgesang des Zacharias

67Und sein Vater Zacharias wurde vom Heiligen Geist erfüllt, weissagte und sprach:

68Gelobt sei der Herr, der Gott Israels!

Denn

1,68
Kap
er hat besucht und erlöst sein Volk

69und hat uns aufgerichtet eine Macht des Heils

im Hause seines Dieners David

70– wie er vorzeiten geredet hat

durch den Mund seiner heiligen Propheten –,

71dass er uns errettete von unsern Feinden

und aus der Hand aller, die uns hassen,

72und Barmherzigkeit erzeigte unsern Vätern

und gedächte

1,72
1. Mose 17,7
an seinen heiligen Bund

73und an den

1,73
1. Mose 22,16-18
Mi 7,20
Eid, den er geschworen hat unserm Vater Abraham,

uns zu geben, 74dass wir, erlöst aus der Hand unsrer Feinde,

75ihm dienten ohne Furcht unser Leben lang

in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor seinen Augen.

1,75
Tit 2,1214

76Und du, Kindlein, wirst ein Prophet des Höchsten heißen.

Denn

1,76
Mal 3,1
du wirst dem Herrn vorangehen, dass du seinen Weg bereitest

77und Erkenntnis des Heils gebest seinem Volk

in der Vergebung ihrer Sünden,

1,77
Jer 31,34

78durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes,

durch die uns besuchen wird

1,78
Jes 60,1-2
das aufgehende Licht aus der Höhe,

79damit es erscheine denen, die

1,79
Jes 9,1
sitzen in Finsternis und Schatten des Todes,

und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.

80Und das Kindlein wuchs und wurde stark im Geist. Und er
1,80
Mt 3,1
war in der Wüste bis zu dem Tag, an dem er vor das Volk Israel treten sollte.
2

Jesu Geburt

21Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. 2Und diese Schätzung2,2 Siehe Sach- und Worterklärungen. war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. 3Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt.

4Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, 5damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe2,5 Siehe Sach- und Worterklärungen zu »Verlobung«.; die war schwanger. 6Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. 7Und

2,7
Mt 1,25
sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

8Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. 9Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. 10Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; 11denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. 12Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. 13Und alsbald war da bei dem Engel

2,13
Ps 103,20-21
die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: 14
2,14
Kap
Ehre sei Gott in der Höhe und
2,14
4. Mose 6,26
Eph 2,1417
Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.2,14 Luther übersetzte nach anderer Überlieferung: »... und den Menschen ein Wohlgefallen«.

15Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. 16Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. 17Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. 18Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten. 19Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. 20Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

21Und als acht Tage um waren und

2,21
Kap
man das Kind beschneiden musste,
2,21
Kap
gab man ihm den Namen Jesus, wie er genannt war von dem Engel, ehe er im Mutterleib empfangen war.

Jesu Darstellung im Tempel. Simeon und Hanna

22Und als die

2,22
3. Mose 12,1-4
Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz des Mose um waren, brachten sie ihn nach Jerusalem,
2,22
4. Mose 18,15
um ihn dem Herrn darzustellen, 23wie geschrieben steht im Gesetz des Herrn (2. Mose 13,2; 13,15): »Alles Männliche, das zuerst den Mutterschoß durchbricht, soll dem Herrn geheiligt heißen«, 24und um das Opfer darzubringen, wie es gesagt ist im Gesetz des Herrn: »ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben« (3. Mose 12,6-8).

25Und siehe, ein Mann war in Jerusalem, mit Namen Simeon; und dieser Mann war fromm und gottesfürchtig und

2,25
1. Mose 49,18
wartete auf den Trost Israels, und der Heilige Geist war mit ihm. 26Und ihm war ein Wort zuteilgeworden von dem Heiligen Geist, er solle den Tod nicht sehen, er habe denn zuvor den Christus des Herrn gesehen. 27Und er kam auf Anregen des Geistes in den Tempel. Und als die Eltern das Kind Jesus in den Tempel brachten, um mit ihm zu tun, wie es Brauch ist nach dem Gesetz, 28da nahm er ihn auf seine Arme und lobte Gott und sprach:

29Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren,

wie du gesagt hast;

30denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen,

31den du bereitet hast vor allen Völkern,

32ein

2,32
Jes 49,6
Licht, zu erleuchten die Heiden

und zum Preis deines Volkes Israel.

33Und sein Vater und seine Mutter wunderten sich über das, was von ihm gesagt wurde. 34Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser ist gesetzt zum Fall und zum Aufstehen für viele in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird
2,34
Kap
35– und
2,35
Joh 19,25
auch durch deine Seele wird ein Schwert dringen –, damit vieler Herzen Gedanken offenbar werden.

36Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuëls, aus dem Stamm Asser; die war hochbetagt. Sie hatte sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt, nachdem sie geheiratet hatte, 37und war nun eine Witwe an die vierundachtzig Jahre; die wich nicht vom Tempel und

2,37
1. Tim 5,5
diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht. 38Die trat auch hinzu zu derselben Stunde und pries Gott und redete von ihm zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten.

39Und als sie alles vollendet hatten nach dem Gesetz des Herrn, kehrten sie wieder zurück nach Galiläa in ihre Stadt Nazareth. 40Das Kind aber wuchs und wurde stark, voller Weisheit, und Gottes Gnade war bei ihm.

Der zwölfjährige Jesus im Tempel

41Und seine Eltern

2,41
5. Mose 16,1-8
gingen alle Jahre nach Jerusalem zum Passafest. 42Und als er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf nach dem Brauch des Festes. 43Und als
2,43
2. Mose 12,18
die Tage vorüber waren und sie wieder nach Hause gingen, blieb der Knabe Jesus in Jerusalem und seine Eltern wussten’s nicht. 44Sie meinten aber, er wäre unter den Gefährten, und kamen eine Tagereise weit und suchten ihn unter den Verwandten und Bekannten. 45Und da sie ihn nicht fanden, gingen sie wieder nach Jerusalem und suchten ihn.

46Und es begab sich nach drei Tagen, da fanden sie ihn im Tempel sitzen, mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhörte und sie fragte. 47Und alle, die ihm zuhörten, verwunderten sich über seinen Verstand und seine Antworten. 48Und als sie ihn sahen, entsetzten sie sich. Und seine Mutter sprach zu ihm: Mein Sohn, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht. 49Und er sprach zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wisst ihr nicht, dass ich sein muss in dem,

2,49
Joh 2,16
was meines Vaters ist? 50Und sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen sagte. 51Und er ging mit ihnen hinab und kam nach Nazareth und war ihnen untertan. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen. 52Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.
2,52
1. Sam 2,26

3

Johannes der Täufer

(Mt 3,1-12; Mk 1,1-8)

31Im fünfzehnten Jahr der Herrschaft des Kaisers Tiberius, als Pontius Pilatus Statthalter in Judäa war und Herodes Landesfürst von Galiläa und sein Bruder Philippus Landesfürst von Ituräa und der Landschaft Trachonitis und Lysanias Landesfürst von Abilene, 2als Hannas und Kaiphas Hohepriester waren, da

3,2
Hes 1,3
Hos 1,1
geschah das Wort Gottes zu Johannes, dem Sohn des Zacharias, in der Wüste. 3Und er kam in die ganze Gegend um den Jordan und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden, 4wie geschrieben steht im Buch der Reden des Propheten Jesaja (Jes 40,3-5): »Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn und macht seine Steige eben! 5Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden; und was krumm ist, soll gerade werden, und was uneben ist, soll ebener Weg werden. 6Und alle Menschen werden den Heiland Gottes sehen.«

7Da sprach Johannes zu der Menge, die hinausging, um sich von ihm taufen zu lassen: Ihr Schlangenbrut, wer hat denn euch gewiss gemacht, dass ihr dem künftigen Zorn entrinnen werdet? 8Seht zu, bringt rechtschaffene Früchte der Buße; und nehmt euch nicht vor zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann dem Abraham aus diesen Steinen Kinder erwecken. 9Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt; jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.

10Und die Menge fragte ihn und sprach: Was sollen wir denn tun? 11Er antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Hemden hat, der gebe dem, der keines hat; und wer zu essen hat, tue ebenso. 12Es kamen auch die Zöllner, um sich taufen zu lassen, und sprachen zu ihm: Meister, was sollen denn wir tun? 13Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, als euch vorgeschrieben ist! 14Da fragten ihn auch die Soldaten und sprachen: Was sollen denn wir tun? Und er sprach zu ihnen: Tut niemandem Gewalt oder Unrecht und lasst euch genügen an eurem Sold!

15Als aber das Volk voll Erwartung war und alle dachten in ihren Herzen von Johannes,

3,15
Joh 1,19-28
ob er vielleicht der Christus wäre, 16antwortete Johannes und sprach zu allen: Ich taufe euch mit Wasser; es kommt aber einer, der ist stärker als ich, und ich bin nicht wert, dass ich ihm die Riemen seiner Schuhe löse; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. 17In seiner Hand ist die Worfschaufel, und er wird seine Tenne fegen und wird den Weizen in seine Scheune sammeln, die Spreu aber wird er mit unauslöschlichem Feuer verbrennen. 18Und mit vielem andern mehr ermahnte er das Volk und verkündigte ihm das Heil.

19

3,19-20
Mt 14,3-4
Mk 6,17-18
Der Landesfürst Herodes aber, der von Johannes zurechtgewiesen wurde wegen der Herodias, der Frau seines Bruders, und wegen alles Bösen, das er getan hatte, 20fügte zu dem allen noch dies hinzu: er warf Johannes ins Gefängnis.

Jesu Taufe

(Mt 3,13-17; Mk 1,9-11)

21Und es begab sich, als alles Volk sich taufen ließ und Jesus auch getauft worden war und betete, da tat sich der Himmel auf, 22und

3,22
Joh 1,32
der Heilige Geist fuhr hernieder auf ihn in leiblicher Gestalt wie eine Taube, und eine Stimme kam aus dem Himmel:
3,22
Kap
Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.

Jesu Stammbaum

(Mt 1,1-17)

23Und Jesus war, als er auftrat, etwa dreißig Jahre alt und

3,23
Kap
wurde gehalten für einen Sohn Josefs, der war ein Sohn Elis, 24der war ein Sohn Mattats, der war ein Sohn Levis, der war ein Sohn Melchis, der war ein Sohn Jannais, der war ein Sohn Josefs, 25der war ein Sohn Mattitjas, der war ein Sohn des Amos, der war ein Sohn Nahums, der war ein Sohn Heslis, der war ein Sohn Naggais, 26der war ein Sohn Mahats, der war ein Sohn Mattitjas, der war ein Sohn Schimis, der war ein Sohn Josechs, der war ein Sohn Jodas, 27der war ein Sohn Johanans, der war ein Sohn Resas, der war ein Sohn Serubbabels, der war ein Sohn Schealtiëls, der war ein Sohn Neris, 28der war ein Sohn Melchis, der war ein Sohn Addis, der war ein Sohn Kosams, der war ein Sohn Elmadams, der war ein Sohn Ers, 29der war ein Sohn Joschuas, der war ein Sohn Eliësers, der war ein Sohn Jorims, der war ein Sohn Mattats, der war ein Sohn Levis, 30der war ein Sohn Simeons, der war ein Sohn Judas, der war ein Sohn Josefs, der war ein Sohn Jonams, der war ein Sohn Eljakims, 31der war ein Sohn Meleas, der war ein Sohn Mennas, der war ein Sohn Mattatas, der war ein Sohn
3,31
2. Sam 5,14
Nathans, der war ein Sohn Davids, 32der war ein Sohn
3,32
Rut 4,17-22
Isais, der war ein Sohn Obeds, der war ein Sohn des Boas, der war ein Sohn Salmons, der war ein Sohn Nachschons, 33
3,33-38
1. Mose 5,1-32
11,10-26
21,2-3
29,35
der war ein Sohn Amminadabs, der war ein Sohn Admins, der war ein Sohn Arnis, der war ein Sohn Hezrons, der war ein Sohn des Perez, der war ein Sohn Judas, 34der war ein Sohn Jakobs, der war ein Sohn Isaaks, der war ein Sohn Abrahams, der war ein Sohn Terachs, der war ein Sohn Nahors, 35der war ein Sohn Serugs, der war ein Sohn Regus, der war ein Sohn Pelegs, der war ein Sohn Ebers, der war ein Sohn Schelachs, 36der war ein Sohn Kenans, der war ein Sohn Arpachschads, der war ein Sohn Sems, der war ein Sohn Noahs, der war ein Sohn Lamechs, 37der war ein Sohn Metuschelachs, der war ein Sohn Henochs, der war ein Sohn Jereds, der war ein Sohn Mahalalels, der war ein Sohn Kenans, 38der war ein Sohn des Enosch, der war ein Sohn Sets, der war ein Sohn Adams, der war Gottes.