Lutherbibel 1984 (LU84)
3

Jesus und Nikodemus

31Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, einer von den Oberen der Juden.

3,1
Kap
2Der kam zu Jesus bei Nacht und sprach zu ihm: Meister, wir wissen, du bist ein Lehrer, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm. 3Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand
3,3
1. Petr 1,23
von Neuem geboren werde,3,3 d. h.: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird (ebenso V. 5). so kann er das Reich Gottes nicht sehen.

4Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden? 5Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand geboren werde

3,5
Hes 36,25-27
Mt 3,11
Tit 3,5
aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. 6Was
3,6
Kap
vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren ist, das ist Geist.
3,6
Röm 8,5-9
7Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von Neuem geboren werden. 8Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist.

9Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie kann dies geschehen? 10Jesus antwortete und sprach zu ihm: Bist du Israels Lehrer und weißt das nicht? 11Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben; ihr aber nehmt unser Zeugnis nicht an. 12Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sage? 13Und niemand ist gen Himmel aufgefahren außer dem, der vom Himmel herabgekommen ist, nämlich der Menschensohn.

14Und wie

3,14
4. Mose 21,8-9
Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, 15damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. 16Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
3,16
Röm 5,8
8,32
1. Joh 4,9
17Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern
3,17
Lk 19,10
dass die Welt durch ihn gerettet werde.

18Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.

3,18
Kap
19Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse.
3,19
Kap
20Wer Böses tut, der hasst das Licht und
3,20
Eph 5,13
kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. 21Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott getan sind.
3,21
1. Joh 1,6-7

Das letzte Zeugnis des Täufers von Jesus

22Danach kam Jesus mit seinen Jüngern in das Land Judäa und blieb dort eine Weile mit ihnen und

3,22
Kap
taufte. 23Johannes aber taufte auch noch in Änon, nahe bei Salim, denn es war da viel Wasser; und sie kamen und ließen sich taufen. 24Denn Johannes war noch nicht ins Gefängnis geworfen.
3,24
Mk 1,14

25Da erhob sich ein Streit zwischen den Jüngern des Johannes und einem Juden über die Reinigung. 26Und sie kamen zu Johannes und sprachen zu ihm: Meister, der bei dir war jenseits des Jordans,

3,26
Kap
von dem du Zeugnis gegeben hast, siehe, der tauft, und jedermann kommt zu ihm. 27Johannes antwortete und sprach: Ein Mensch kann nichts nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben ist.
3,27
Hebr 5,4
28Ihr selbst seid meine Zeugen, dass ich gesagt habe: Ich bin nicht der Christus, sondern vor ihm her gesandt.
3,28
Kap
29Wer die Braut hat, der ist der
3,29
Mt 9,15
Bräutigam; der Freund des Bräutigams aber, der dabeisteht und ihm zuhört, freut sich sehr über die Stimme des Bräutigams. Diese meine Freude ist nun erfüllt. 30Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.

31Der

3,31
Kap
von oben her kommt, ist über allen. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde und redet von der Erde. Der vom Himmel kommt, der ist über allen 32und bezeugt, was er gesehen und gehört hat; und sein Zeugnis nimmt niemand an. 33Wer es aber annimmt, der besiegelt, dass Gott wahrhaftig ist. 34Denn der, den Gott gesandt hat, redet Gottes Worte; denn
3,34
Kap
Gott gibt den Geist ohne Maß. 35
3,35
Kap
Der Vater hat den Sohn lieb und
3,35
Mt 11,27
hat ihm alles in seine Hand gegeben. 36Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.

4

Jesus und die Samariterin

41Als nun Jesus erfuhr, dass den Pharisäern zu Ohren gekommen war, dass er mehr zu Jüngern machte und

4,1
Kap
taufte als Johannes 2– obwohl Jesus nicht selber taufte, sondern seine Jünger –, 3verließ er Judäa und ging wieder nach Galiläa. 4Er musste aber durch Samarien reisen.

5Da kam er in eine Stadt Samariens, die heißt Sychar, nahe bei dem Feld, das

4,5
1. Mose 48,22
Jos 24,32
Jakob seinem Sohn Josef gab. 6Es war aber dort Jakobs Brunnen. Weil nun Jesus müde war von der Reise, setzte er sich am Brunnen nieder; es war um die sechste Stunde. 7Da kommt eine Frau aus Samarien, um Wasser zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken! 8Denn seine Jünger waren in die Stadt gegangen, um Essen zu kaufen. 9Da spricht die samaritische Frau zu ihm: Wie, du bittest mich um etwas zu trinken, der du ein Jude bist und ich eine samaritische Frau?
4,9
Lk 9,52-53
Denn die Juden haben keine Gemeinschaft mit den Samaritern. – 10Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du erkenntest die Gabe Gottes und wer der ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, du bätest ihn und er gäbe dir
4,10
Kap
lebendiges Wasser.

11Spricht zu ihm die Frau: Herr, hast du doch nichts, womit du schöpfen könntest, und der Brunnen ist tief; woher hast du dann lebendiges Wasser? 12Bist du mehr als unser Vater Jakob, der uns diesen Brunnen gegeben hat? Und er hat daraus getrunken und seine Kinder und sein Vieh. 13Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, den wird wieder dürsten;

4,13
Kap
14wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.
4,14
Kap

15Spricht die Frau zu ihm: Herr, gib mir solches Wasser, damit mich nicht dürstet und ich nicht herkommen muss, um zu schöpfen! 16Jesus spricht zu ihr: Geh hin, ruf deinen Mann und komm wieder her! 17Die Frau antwortete und sprach zu ihm: Ich habe keinen Mann. Jesus spricht zu ihr: Du hast recht geantwortet: Ich habe keinen Mann. 18Fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann; das hast du recht gesagt.

19Die Frau spricht zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist. 20Unsere Väter haben auf diesem Berge angebetet, und ihr sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten soll.

4,20
5. Mose 12,5
Ps 122,1-9
21Jesus spricht zu ihr: Glaube mir, Frau, es kommt die Zeit, dass ihr weder auf diesem Berge noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. 22Ihr
4,22
2. Kön 17,29-41
wisst nicht, was ihr anbetet; wir wissen aber, was wir anbeten; denn
4,22
Jes 2,3
das Heil kommt von den Juden. 23Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben. 24
4,24
2. Kor 3,17
Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die
4,24
Röm 12,1
müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. 25Spricht die Frau zu ihm: Ich weiß, dass der
4,25
Kap
Messias kommt, der da Christus heißt. Wenn dieser kommt, wird er uns alles verkündigen. 26Jesus spricht zu ihr: Ich bin’s, der mit dir redet.

27Unterdessen kamen seine Jünger, und sie wunderten sich, dass er mit einer Frau redete; doch sagte niemand: Was fragst du?, oder: Was redest du mit ihr? 28Da ließ die Frau ihren Krug stehen und ging in die Stadt und spricht zu den Leuten: 29Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe, ob er nicht der Christus sei! 30Da gingen sie aus der Stadt heraus und kamen zu ihm.

31Inzwischen mahnten ihn die Jünger und sprachen: Rabbi, iss! 32Er aber sprach zu ihnen: Ich habe eine Speise zu essen, von der ihr nicht wisst. 33Da sprachen die Jünger untereinander: Hat ihm jemand zu essen gebracht? 34Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist die, dass ich

4,34
Kap
tue den Willen dessen, der mich gesandt hat, und
4,34
Kap
vollende sein Werk. 35Sagt ihr nicht selber: Es sind noch vier Monate, dann kommt die Ernte? Siehe, ich sage euch: Hebt eure Augen auf und seht auf die Felder, denn
4,35
Mt 9,37
sie sind reif zur Ernte. 36Wer erntet, empfängt schon seinen Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, damit sich miteinander freuen, der da sät und der da erntet. 37Denn hier ist der Spruch wahr: Der eine sät, der andere erntet. 38Ich habe euch gesandt zu ernten, wo ihr nicht gearbeitet habt; andere haben gearbeitet, und euch ist ihre Arbeit zugutegekommen.

39Es glaubten aber an ihn viele der Samariter aus dieser Stadt um der Rede der Frau willen, die bezeugte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe. 40Als nun die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben; und er blieb zwei Tage da. 41Und noch viel mehr glaubten um seines Wortes willen 42und sprachen zu der Frau: Von nun an glauben wir nicht mehr um deiner Rede willen; denn

4,42
Apg 8,5-8
wir haben selber gehört und erkannt: Dieser ist wahrlich der Welt Heiland.

Heilung des Sohnes eines königlichen Beamten

(Mt 8,5-13; Lk 7,1-10)

43Aber nach zwei Tagen ging er von dort weiter

4,43
Mt 4,12
nach Galiläa. 44Denn er selber, Jesus, bezeugte, dass ein Prophet daheim nichts gilt.
4,44
Mt 13,57
45Als er nun nach Galiläa kam, nahmen ihn die Galiläer auf, die
4,45
Kap
alles gesehen hatten, was er in Jerusalem auf dem Fest getan hatte; denn sie waren auch zum Fest gekommen.

46Und Jesus kam abermals nach Kana in Galiläa,

4,46
Kap
wo er das Wasser zu Wein gemacht hatte. Und es war ein Mann im Dienst des Königs; dessen Sohn lag krank in Kapernaum. 47Dieser hörte, dass Jesus aus Judäa nach Galiläa kam, und ging hin zu ihm und bat ihn, herabzukommen und seinem Sohn zu helfen; denn der war todkrank. 48Und Jesus sprach zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so glaubt ihr nicht.
4,48
Kap

49Der Mann sprach zu ihm: Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt! 50Jesus spricht zu ihm: Geh hin, dein Sohn lebt! Der Mensch glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm sagte, und ging hin. 51Und während er hinabging, begegneten ihm seine Knechte und sagten: Dein Kind lebt. 52Da erforschte er von ihnen die Stunde, in der es besser mit ihm geworden war. Und sie antworteten ihm: Gestern um die siebente Stunde verließ ihn das Fieber. 53Da merkte der Vater, dass es die Stunde war, in der Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebt. Und er glaubte mit seinem ganzen Hause.

54Das ist nun

4,54
Kap
das zweite Zeichen, das Jesus tat, als er aus Judäa nach Galiläa kam.

5

Die Heilung eines Kranken am Teich Betesda

51Danach war ein Fest der Juden, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem.

5,1
Kap
2Es ist aber in Jerusalem beim
5,2
Neh 3,1
Schaftor ein Teich, der heißt auf Hebräisch Betesda. Dort sind fünf Hallen; 3in denen lagen viele Kranke, Blinde, Lahme, Ausgezehrte.5,3 Die Verse 3b und 4 finden sich erst in der späteren Überlieferung: »Sie warteten darauf, dass sich das Wasser bewegte. 4 Denn der Engel des Herrn fuhr von Zeit zu Zeit herab in den Teich und bewegte das Wasser. Wer nun zuerst hineinstieg, nachdem sich das Wasser bewegt hatte, der wurde gesund, an welcher Krankheit er auch litt.«

5Es war aber dort ein Mensch, der lag achtunddreißig Jahre krank. 6Als Jesus den liegen sah und vernahm, dass er schon so lange gelegen hatte, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden? 7Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser sich bewegt; wenn ich aber hinkomme, so steigt ein anderer vor mir hinein. 8Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm dein Bett und geh hin! 9Und sogleich wurde der Mensch gesund und nahm sein Bett und ging hin.

Es war aber an dem Tag Sabbat. 10Da sprachen die Juden zu dem, der gesund geworden war: Es ist heute Sabbat; du darfst dein Bett nicht tragen.

5,10
2. Mose 20,10
Jer 17,21-22
11Er antwortete ihnen: Der mich gesund gemacht hat, sprach zu mir: Nimm dein Bett und geh hin! 12Da fragten sie ihn: Wer ist der Mensch, der zu dir gesagt hat: Nimm dein Bett und geh hin? 13Der aber gesund geworden war, wusste nicht, wer es war; denn Jesus war entwichen, da so viel Volk an dem Ort war.

14Danach fand ihn Jesus im Tempel und sprach zu ihm: Siehe, du bist gesund geworden;

5,14
Kap
sündige hinfort nicht mehr, dass dir nicht etwas Schlimmeres widerfahre. 15Der Mensch ging hin und berichtete den Juden, es sei Jesus, der ihn gesund gemacht habe. 16Darum verfolgten die Juden Jesus, weil er dies am Sabbat getan hatte.
5,16
Mt 12,14
17Jesus aber antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis auf diesen Tag, und
5,17
Kap
ich wirke auch. 18Darum
5,18
Kap
trachteten die Juden noch viel mehr danach, ihn zu töten, weil er nicht allein den Sabbat brach, sondern auch sagte, Gott sei sein Vater, und machte sich selbst Gott gleich.

Die Vollmacht des Sohnes

19Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur,

5,19
Kap
was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn. 20Denn
5,20
Kap
der Vater hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was er tut, und wird ihm noch größere Werke zeigen, sodass ihr euch verwundern werdet. 21Denn wie der Vater die Toten auferweckt und macht sie lebendig, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will. 22
5,22-23
Dan 7,13-14
Denn der Vater richtet niemand, sondern
5,22
Apg 10,42
hat alles Gericht dem Sohn übergeben, 23damit sie
5,23
Phil 2,10-11
alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren.
5,23
1. Joh 2,23
Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.

24Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.

5,24
Kap
25Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde und
5,25
Eph 2,5-6
ist schon jetzt, dass die Toten hören werden die Stimme des Sohnes Gottes, und die sie hören werden, die werden leben. 26Denn wie der Vater das Leben hat in sich selber, so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben zu haben in sich selber;
5,26
Kap
27und er hat ihm Vollmacht gegeben, das Gericht zu halten, weil er
5,27
Dan 7,13-14
der Menschensohn ist. 28Wundert euch darüber nicht. Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden 29und werden hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts.
5,29
Dan 12,2
Mt 25,46
2. Kor 5,10

30Ich kann nichts von mir aus tun. Wie ich höre, so richte ich und mein Gericht ist gerecht; denn

5,30
Kap
ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.

Das Zeugnis für den Sohn

31Wenn ich von mir selbst zeuge, so ist mein Zeugnis nicht wahr. 32Ein anderer ist’s, der von mir zeugt; und ich weiß, dass das Zeugnis wahr ist, das er von mir gibt. 33Ihr habt zu Johannes geschickt, und er hat die Wahrheit bezeugt.

5,33
Kap
34Ich aber nehme nicht Zeugnis von einem Menschen; sondern ich sage das, damit ihr selig werdet. 35Er war ein brennendes und scheinendes Licht; ihr aber wolltet eine kleine Weile fröhlich sein in seinem Licht. 36Ich aber habe ein größeres Zeugnis als das des Johannes; denn
5,36
Kap
die Werke, die mir der Vater gegeben hat, damit ich sie vollende, eben diese Werke, die ich tue, bezeugen von mir, dass mich der Vater gesandt hat. 37Und der Vater, der mich gesandt hat, hat von mir Zeugnis gegeben.

Ihr habt niemals

5,37
Mt 3,17
seine Stimme gehört noch seine Gestalt gesehen 38und sein Wort habt ihr nicht in euch wohnen; denn ihr glaubt dem nicht, den er gesandt hat. 39Ihr sucht in der Schrift, denn ihr meint, ihr habt das ewige Leben darin; und sie ist’s, die von mir zeugt;
5,39
Lk 24,2744
2. Tim 3,15-17
40aber ihr wollt nicht zu mir kommen, dass ihr das Leben hättet.

41Ich nehme nicht Ehre von Menschen; 42aber ich kenne euch, dass ihr nicht Gottes Liebe in euch habt. 43Ich bin gekommen in meines Vaters Namen und ihr nehmt mich nicht an. Wenn ein anderer kommen wird in seinem eigenen Namen, den werdet ihr annehmen.

5,43
Mt 24,5
44Wie könnt ihr glauben,
5,44
Kap
die ihr Ehre voneinander annehmt, und die Ehre, die von dem alleinigen Gott ist, sucht ihr nicht?

45Ihr sollt nicht meinen, dass ich euch vor dem Vater verklagen werde;

5,45
5. Mose 31,24-27
es ist einer, der euch verklagt: Mose, auf den ihr hofft. 46Wenn ihr Mose glaubtet, so glaubtet ihr auch mir; denn
5,46
1. Mose 3,15
49,10
5. Mose 18,15
er hat von mir geschrieben. 47Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?
5,47
Lk 16,31

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