Lutherbibel 1984 (LU84)
4

41Diese

4,1
Sir 24,32-34
Ps 119,98
Weisheit ist das Buch von den Geboten Gottes und das Gesetz, das ewig ist. Alle, die fest an ihr halten, werden
4,1
3. Mose 18,5
leben; die sie aber verlassen, werden sterben. 2Kehre um, Jakob, und nimm sie an; geh in ihrem
4,2
Joh 8,12
Licht, das dir entgegenleuchtet! 3Überlass nicht deine Ehre einem andern und deinen Schatz einem fremden Volk! 4Selig sind wir, Israel, denn Gott hat uns seinen Willen offenbart!
4,4
5. Mose 4,8

Trost und Verheißung

5

4,5
Sei getrost, mein Volk: An Israel wird noch gedacht werden! 6Ihr seid an die Heiden verkauft, doch nicht ganz zum Verderben. Weil ihr Gott erzürnt habt, seid ihr euren Feinden übergeben. 7Denn ihr habt den, der euch erschaffen hat, dadurch zum Zorn gereizt, dass ihr nicht Gott, sondern den Teufeln geopfert habt.
4,7
5. Mose 32,15-18

8Ihr habt den ewigen Gott vergessen, der euch ernährt hat, und habt Jerusalem betrübt, das euch großgezogen hat. 9Denn es hat den Zorn Gottes gesehen, der über euch gekommen ist, und hat gesagt: Hört zu, ihr Nachbarn Zions! Gott hat mir großes Leid geschickt; 10denn ich habe die Gefangenschaft meiner Söhne und Töchter gesehen, die der Ewige über sie gebracht hat. 11Ich habe sie mit Freuden großgezogen; mit Weinen aber und Herzeleid musste ich sie ziehen lassen. 12Niemand mache sich lustig über mich, weil ich eine Witwe und von vielen verlassen bin; ich bin einsam geworden wegen der Sünden meiner Kinder. 13Denn sie sind vom Gesetz Gottes abgewichen und haben sich um seine Rechte nicht gekümmert; sie haben nicht nach Gottes Geboten gelebt und sind nicht auf den Pfaden der Zucht in seiner Gerechtigkeit gegangen.

14Kommt her, ihr Nachbarn Zions, und denkt an die Gefangenschaft meiner Söhne und Töchter, in die der Ewige sie gebracht hat! 15

4,15-16
5. Mose 28,49-50
Denn er hat ein Volk von fern her über sie gebracht, ein freches Volk mit einer unbekannten Sprache, 16die keine Rücksicht auf die Alten nehmen noch sich der Kinder erbarmen; die haben die geliebten Söhne der Witwe weggeführt und die Einsame ihrer Töchter beraubt.

17Aber wie kann ich euch helfen? 18Denn nur der dies Unglück über euch gebracht hat, wird euch aus der Hand eurer Feinde erretten.

4,18
Hos 6,1
19Zieht hin, liebe Kinder, zieht hin! Ich aber bin verlassen und einsam. 20Ich habe mein Freudenkleid ausgezogen und das Trauerkleid angezogen; ich will zu dem Ewigen schreien, solange ich lebe.

21Seid getrost, Kinder! Schreit zu Gott, so wird er euch aus der Gewalt und Hand der Feinde erlösen; 22denn ich hoffe doch, dass der Ewige euch helfen wird, und ich werde Freude von dem Heiligen empfangen wegen der Barmherzigkeit, die euch von unserm ewigen Helfer bald widerfahren wird. 23Ich habe euch ziehen lassen mit Trauern und Weinen; Gott aber wird euch mir wiedergeben mit Wonne und Freude für immer. 24Denn wie die Nachbarn Zions nun eure Gefangenschaft gesehen haben, so werden sie auch bald die Hilfe eures Gottes sehen, die über euch kommen wird mit großer Herrlichkeit und dem Glanz des Ewigen.

25Ihr Kinder, leidet geduldig den Zorn, der von Gott über euch kommt. Denn dein Feind hat dich verfolgt; aber du wirst in Kurzem sein Verderben sehen, und auf seinen Nacken wirst du treten. 26Meine zarten Kinder mussten auf rauem Wege gehen; sie sind wie eine Herde weggeführt, vom Feinde geraubt. 27Seid getrost, ihr Kinder, und schreit zu Gott! Denn der euch hat wegführen lassen, wird euch nicht vergessen.

4,27
Jes 54,7-8
28Denn wie ihr darauf aus wart, von Gott abzuweichen, so trachtet nun zehnmal mehr danach, ihn zu
4,28
5. Mose 4,29
suchen. 29Denn der diese Strafe hat über euch kommen lassen, der wird euch helfen und erfreuen für alle Zeit.

30Jerusalem, sei getrost! Der wird dich trösten, der dich

4,30
Jes 43,1
mit Namen genannt hat. 31Unglücklich sollen werden, die dir Leid angetan und sich über deinen Fall gefreut haben.
4,31
Ps 137,7
32Unglücklich sollen die Städte werden, denen deine Kinder gedient haben, und unglücklich die Stadt, die deine Kinder gefangen hält. 33Denn wie sie über deinen Fall gejauchzt und über dein Verderben sich gefreut hat, so soll sie betrübt sein, wenn sie selbst verwüstet wird. 34Und ich will die Menge ihres Volkes, auf die sie stolz ist, wegnehmen und ihre Prahlerei in Klage verwandeln. 35Denn ein Feuer wird von dem Ewigen über sie kommen viele Tage lang, und
4,35
Jes 34,12
Teufel werden ihre Wohnung in ihr haben lange Zeit.

36Sieh umher, Jerusalem, nach Osten, und schaue den Trost, der dir von Gott kommt! 37

4,37
Jes 49,1222
Siehe, deine Kinder kommen, die du hast ziehen lassen müssen! Ja, sie kommen versammelt vom Osten und vom Westen durch das Wort des Heiligen und freuen sich über Gottes Herrlichkeit.

5

51Zieh dein

5,1
Kap
Trauerkleid aus, Jerusalem, und zieh den herrlichen Schmuck von Gott an für immer! 2Zieh den
5,2
Jes 61,10
Mantel der Gerechtigkeit Gottes an, und setze die Krone der Herrlichkeit des Ewigen auf dein Haupt! 3Gott wird deinen Glanz unter dem ganzen Himmel offenbaren; 4denn dein Name wird von Gott genannt werden für alle Zeit: »Friede der Gerechtigkeit; Lobpreis der Frömmigkeit«.
5,4
Jes 61,3
5Mache dich auf, Jerusalem, und tritt auf die Höhe und sieh umher nach Osten und schaue deine Kinder, die vom Westen und vom Osten versammelt sind durch das Wort des Heiligen und sich freuen, dass
5,5
Kap
Gott wieder an sie gedacht hat! 6Sie zogen aus von dir zu Fuß, weggeführt von den Feinden; Gott aber bringt sie zu dir, in Ehren getragen wie auf einem Königsthron.

7Denn Gott will alle hohen Berge und die ewigen Hügel niedrig machen und die Täler auffüllen, damit das Land eben wird und Israel sicher heimziehen kann unter Gottes Herrlichkeit.

5,7
Jes 40,3-5
8Die Wälder aber und alle wohlriechenden Bäume werden Israel auf Gottes Befehl Schatten geben.
5,8
Jes 55,12-13
9Denn Gott wird Israel zurückbringen mit Freuden im Licht seiner Herrlichkeit, mit seiner Barmherzigkeit und Gerechtigkeit.

6

Der Brief des Jeremia

61Dies ist die Abschrift des Briefes, den Jeremia an die gesandt hat, die von dem König von Babel nach Babel gefangen weggeführt werden sollten, worin er ihnen verkündigte, wie es ihm Gott befohlen hatte.

2Wegen eurer Sünden, die ihr gegen Gott begangen habt, werdet ihr nach Babel gefangen weggeführt werden von Nebukadnezar, dem König von Babel. 3Und ihr werdet in Babel bleiben müssen viele Jahre und eine lange Zeit bis zum siebenten Geschlecht; danach will ich euch von dort wieder herausführen mit Frieden.

6,3
Jer 29,10

4Nun werdet ihr aber in Babel sehen, dass man auf den Schultern die silbernen, goldenen und hölzernen

6,4
Ps 115,4-8
Jes 40,18-20
44,6-20
46,1-7
Jer 10,1-16
Weish 13,1–15,19
St zu Dan 2,1-21
Götzen tragen wird, vor denen sich die Heiden fürchten. 5Darum seht euch vor, dass ihr ihnen das nicht nachtut und den Heiden nicht gleich werdet und Furcht vor den Götzen auch euch ergreift. 6Und wenn ihr seht, wie das Volk vor und hinter den Götzen hergeht und sie anbetet, so sprecht in eurem Herzen: Herr, dich soll man anbeten! 7Denn mein
6,7
2. Mose 23,20
Dan 3,28
12,1
Engel ist bei euch und will euer Leben erhalten.

8Ihre Zunge ist vom Künstler fein gemacht; sie selbst sind mit Gold und Silber überzogen; aber sie sind Truggebilde und können nicht reden. 9Sie schmücken sie mit Gold wie ein putzsüchtiges Mädchen und setzen ihnen Kronen aufs Haupt. 10Es kommt aber auch vor, dass die Priester das Gold und Silber von den Götzen stehlen und es für sich verwenden, ja sogar den Huren im Freudenhaus davon geben. 11Und sie schmücken die silbernen, goldenen und hölzernen Götzen mit Kleidern, als wären’s Menschen. 12Die Götzen können sich aber nicht vor Rost und Motten schützen. 13Und wenn man ihnen ein Purpurkleid anzieht, so muss man ihnen den Staub des Tempels vom Gesicht abwischen, der dick auf ihnen liegt. 14Und der Götze trägt ein Zepter in der Hand wie ein König und kann doch niemand bestrafen, der ihm ein Leid antut. 15Er hat auch ein Schwert und eine Axt in der Hand; er kann sich aber des Kriegsvolks und der Räuber nicht erwehren. Daran sieht man deutlich, dass sie nicht Götter sind. Darum fürchtet sie nicht!

6,15

16Wie ein Gefäß, das ein Mensch braucht, nutzlos ist, wenn es zerbrochen wird, so sind ihre Götzen, 17wenn man sie in ihre Tempel setzt. Ihre Augen werden voll Staub von den Füßen derer, die hineingehen. 18Die Priester verwahren die Tempel der Götzen mit Türen, Schlössern und Riegeln, damit sie von den Räubern nicht gestohlen werden, so wie man einen gefangen setzt und verwahrt, der sich am König vergriffen hat und zum Tode verurteilt ist. 19Sie zünden ihnen Lampen an, sogar mehr als für sich selbst, von denen sie keine einzige sehen können. 20Die Götzen sind wie die Balken im Hause, deren Inneres, wie man sagt, herausgefressen wird; von den Würmern, die auf der Erde kriechen und sie und ihre Kleider fressen, fühlen sie nichts. 21In ihrem Angesicht sind sie schwarz vom Rauch im Hause. 22Und die Fledermäuse, Schwalben und andere Vögel setzen sich auf ihre Leiber und auf ihre Köpfe, ebenso auch die Katzen. 23Daran könnt ihr merken, dass es nicht Götter sind. Darum fürchtet sie nicht!

24Das Gold, mit dem man sie behängt, um sie damit zu schmücken, glänzt nicht, wenn man den Rost nicht abwischt. Nicht einmal, als sie gegossen wurden, fühlten sie es. 25Für teures Geld hat man sie gekauft, und es ist doch kein Leben in ihnen. 26Weil sie nicht gehen können, muss man sie auf den Schultern tragen; daran können die Leute sehen, wie nichtig sie sind.

27Es müssen sich auch die schämen, die ihnen dienen. Denn wenn die Götter zu Boden fallen, müssen sie von ihnen wieder aufgerichtet werden; wenn man sie aufrecht hinsetzt, können sie sich nicht von selbst bewegen; wenn sie sich zur Seite geneigt haben, können sie sich nicht aufrichten. Und wie Toten setzt man ihnen die Gaben vor. 28Was ihnen aber geopfert wird, das verkaufen und verbrauchen ihre Priester; ähnlich handeln auch ihre Frauen: Sie salzen davon ein und geben weder dem Armen noch dem Kranken etwas davon. 29

6,29
3. Mose 12,2-5
Unreine Frauen und Wöchnerinnen rühren ihre Opfer an. Daran könnt ihr merken, dass es nicht Götter sind. Darum fürchtet sie nicht!

30Denn woher sollen sie Götter genannt werden? Denn Frauen setzen den silbernen, goldenen und hölzernen Götzen Speisen vor. 31Und die Priester sitzen in ihren Tempeln mit zerrissenen Gewändern,

6,31
3. Mose 21,5
scheren den Bart ab und tragen Glatzen, sitzen da mit bloßen Köpfen, 32heulen und schreien vor ihren Götzen, wie es bei einem Begräbnis Sitte ist.
6,32
1. Kön 18,28
33Die Priester stehlen ihnen die Kleider und kleiden ihre Frauen und Kinder damit. 34Ob man ihnen Böses oder Gutes tut, sie können es doch nicht vergelten. Sie können einen König weder einsetzen noch absetzen. 35Ebenso können sie weder Geld noch Gut geben.
6,35
Mal 1,14
Gelobt ihnen jemand etwas und hält es nicht, so werden sie es gewiss nicht einfordern. 36
6,36-37
5. Mose 32,37-39
Sie können einen Menschen vom Tod nicht erretten noch einen Schwächeren dem Starken entreißen; 37sie können keinen Blinden sehend machen; sie können einem Menschen in der Not nicht helfen; 38sie erbarmen sich der Witwen nicht und tun den Waisen nichts Gutes.
6,38
Ps 68,6
39Denn sie sind aus Holz, mit Gold und Silber überzogen, den Steinen gleich, die man aus dem Berg haut. Darum müssen, die ihnen dienen, zuschanden werden. 40Wie soll man sie denn für Götter halten oder so nennen?

Ja, selbst die Chaldäer halten nichts von ihnen. 41Wenn sie einen

6,41
Mk 7,32-37
Stummen sehen, der nicht reden kann, bringen sie den Bel herbei und fordern vom Stummen, er sollte zu ihm schreien, als ob Bel das vernehmen könnte. 42Und obwohl sie das wissen, vermögen sie nicht, die Götzen zu verlassen, die doch nichts vernehmen können. 43Die Jungfrauen aber sitzen an den Wegen, mit Stricken umgürtet, und räuchern Kleie. 44Und wenn jemand vorübergeht und eine von ihnen mitnimmt und bei ihr schläft, verspottet sie die andere, weil diese nicht so wert gewesen sei wie sie und ihr der Gürtel nicht gelöst wurde. 45Alles, was mit den Götzen geschieht, ist nichts als Betrug. Wie soll man sie denn für Götter halten oder so nennen?

46Von Künstlern und Goldschmieden sind sie gemacht; und was die Handwerker wollen, das muss daraus werden und nichts anderes. 47Und die sie gemacht haben, leben nicht lange. Wie sollten denn das Götter sein, die von ihnen gemacht worden sind? 48Sie hinterlassen ja den Nachkommen nichts als Betrug und Spott. 49Denn wenn Krieg oder sonst ein Unglück über sie kommt, beraten sich die Priester, wo sie sich zugleich mit den Götzen verbergen können. 50Wie sollte man da nicht merken, dass es keine Götter sind, wenn sie sich selber weder vor Krieg noch vor anderm Unglück schützen können? 51Denn da sie aus Holz und mit Gold und Silber überzogen sind, wird man zuletzt erkennen, dass es Truggebilde sind; allen Heiden und Königen wird offenbar werden, dass sie nicht Götter, sondern von Menschenhänden gemacht sind und dass keine Gotteskraft in ihnen ist. 52Darum kann jeder deutlich merken, dass es nicht Götter sind.

53Denn sie

6,53
1. Kön 14,14
erwecken keinen König über ein Land, sie
6,53
Jer 14,22
geben den Menschen nicht Regen 54und
6,54
Ps 103,6
schaffen ihnen kein Recht, noch retten sie den, dem Unrecht geschieht; sie sind auch gar nicht dazu imstande, so wenig wie die Krähen, die in der Luft hin und her fliegen. 55Wenn im Hause der hölzernen, vergoldeten und versilberten Götzen Feuer ausbricht, so laufen die Priester davon und retten sich; die Götzen aber verbrennen wie Balken. 56Sie können weder Königen noch Feinden widerstehen. Wie soll man sie denn für Götter halten oder so nennen?

57Die hölzernen, versilberten und vergoldeten Götzen können sich vor Dieben und Räubern nicht schützen. 58Denn die sie in ihre Gewalt bekommen, die ziehen ihnen das Gold und Silber ab und das Gewand, mit dem sie bekleidet sind, und gehen damit fort; so können sie sich selber nicht helfen. 59Darum ist’s viel besser, ein König zu sein, der seine Macht beweisen kann, oder ein nützlicher Hausrat zu sein, den der Besitzer gebrauchen kann, oder eine Tür, die das Haus verwahrt, oder eine hölzerne Säule in einem königlichen Saal, als solche ohnmächtigen Götzen.

60

6,60-63
Hiob 37,1-24
Sonne, Mond und Sterne, die hell scheinen und nützlich sein sollen, sind gehorsam. 61Ebenso ist auch der Blitz, wenn er aufleuchtet, herrlich anzusehen; ebenso weht der Wind in jedem Land; 62und die Wolken ziehen über die ganze Welt und tun, was Gott ihnen befiehlt. 63Auch das Feuer, das von oben her gesandt ist, um Berge und Wälder zu verzehren, tut, was ihm geboten ist. 64Die Götzen aber sind ihnen allen weder an Gestalt noch an Kräften zu vergleichen. Darum soll man sie nicht für Götter halten oder so nennen; denn sie können weder strafen noch den Menschen helfen.

65Weil ihr also wisst, dass es nicht Götter sind, so fürchtet euch nicht vor ihnen. 66Denn sie können Könige weder verfluchen noch segnen. 67Sie können auch keine

6,67
Jes 7,11
Am 8,9
Lk 21,25-26
Zeichen am Himmel den Heiden geben; sie können es nicht hell machen wie die Sonne noch einen Schein geben wie der Mond. 68Die unvernünftigen Tiere sind besser daran als sie; die können doch in eine Höhle fliehen und sich selber helfen. 69Darum ist uns auf jede Weise offenbar geworden, dass sie keine Götter sind. Darum fürchtet sie nicht!

70Denn wie eine Vogelscheuche, die im Garten nichts bewachen kann, so sind auch ihre hölzernen, vergoldeten und versilberten Götzen. 71Und wie eine Hecke im Garten ist, auf die sich mancherlei Vögel setzen, oder wie ein Toter, der im Grabe liegt, so sind ihre hölzernen, vergoldeten und versilberten Götzen.

72Auch daran kann man es merken, dass sie nicht Götter sind: Der Scharlach und die kostbare Leinwand, die sie umhaben, werden zerfallen und sie selbst endlich auch dazu, sodass alle über sie spotten. 73Wohl dem Menschen, der gerecht ist und keine Götzen hat! Der wird nicht zu Spott.