Lutherbibel 2017 (LU17)
12

Klage über die Macht der Bösen

121Ein Psalm Davids, vorzusingen, auf acht Saiten.

2Hilf, HERR! Die Heiligen haben abgenommen,

und treu sind wenige unter den Menschenkindern.

3Einer redet mit dem andern Lug und Trug,

sie heucheln und reden aus zwiespältigem Herzen.

4Der HERR wolle ausrotten alle Heuchelei

und die Zunge, die hoffärtig redet,

5die da sagen:

12,5
Ps 73,8-9
»Durch unsere Zunge sind wir mächtig,

uns gebührt zu reden!

12,5
Hiob 21,14-15
Wer ist unser Herr?«

6»Weil die Elenden Gewalt leiden

und die Armen seufzen,

will ich jetzt aufstehen«, spricht der HERR,

»ich will Hilfe schaffen dem, der sich danach sehnt.«

7Die Worte des HERRN sind lauter wie Silber,

im Tiegel geschmolzen, geläutert siebenmal.

8Du, HERR, wollest sie bewahren

und uns behüten vor diesem Geschlecht ewiglich!

9Denn Frevler gehen allenthalben einher,

wo Gemeinheit herrscht unter den Menschenkindern.

13

Hilferuf eines Angefochtenen

131Ein Psalm Davids, vorzusingen.

2HERR, wie lange willst du mich so ganz vergessen?

Wie lange verbirgst du dein Antlitz vor mir?

13,2
Ps 77,8
Hab 1,2

3Wie lange soll ich sorgen in meiner Seele /

und mich ängsten in meinem Herzen täglich?

Wie lange soll sich mein Feind über mich erheben?

4Schaue doch und erhöre mich, HERR, mein Gott!

Erleuchte meine Augen, dass ich nicht im Tode entschlafe,

5dass nicht mein Feind sich rühme, er sei meiner mächtig geworden,

und meine Widersacher sich freuen, dass ich wanke.

6Ich traue aber darauf, dass du so gnädig bist; /

mein Herz freut sich, dass du so gerne hilfst.

Ich will dem HERRN singen, dass er so wohl an mir tut.

14

Die Torheit der Menschen

(vgl. Ps 53,1-7)

141Von David, vorzusingen.

Die Toren sprechen in ihrem Herzen:

»Es ist kein Gott.«

Sie taugen nichts; ihr Treiben ist ein Gräuel;

da ist keiner, der Gutes tut.

2Der HERR schaut vom Himmel auf die Menschenkinder,

dass er sehe, ob jemand klug sei und nach Gott frage.

3Aber sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben;

da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer.

14,3
1. Mose 6,12
Röm 3,10-12

4Will denn das keiner der Übeltäter begreifen, /

die

14,4
Mi 3,3
mein Volk fressen, dass sie sich nähren,

aber den HERRN rufen sie nicht an?

5Da erschrecken sie sehr;

denn Gott ist bei dem Geschlecht der Gerechten.

6Ihr lasst den Rat des Armen zuschanden werden;

aber der HERR ist seine Zuversicht.

14,6
Ps 12,6

7Ach dass die Hilfe aus Zion über Israel käme! /

Wenn

14,7
Ps 126,1
der HERR das Geschick seines Volkes wendet,

freue sich Jakob und sei Israel fröhlich!

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