Lutherbibel 2017 (LU17)
11

Vertrauen auf Gottes Gerechtigkeit

111Von David, vorzusingen.

Ich traue auf den HERRN. Wie sagt ihr denn zu mir:

»Flieh wie ein Vogel auf die Berge!

2Denn siehe, die Frevler spannen den Bogen /

und legen ihre Pfeile auf die Sehne,

damit heimlich zu schießen auf die Frommen.

3Ja, sie reißen die Grundfesten um;

was kann da der Gerechte ausrichten?«

4

11,4
Hab 2,20
Der HERR ist in seinem heiligen Tempel,

11,4
Jes 66,1
des HERRN Thron ist im Himmel.

11,4
Ps 33,13-14
Seine Augen sehen herab,

seine Blicke prüfen die Menschenkinder.

5Der HERR prüft den Gerechten,

aber den Frevler hasst er und den, der Gewalttat liebt.

6Er wird

11,6
1. Mose 19,24
regnen lassen über die Frevler Feuer und Schwefel

und Glutwind ihnen zum Lohne geben.

7Denn der HERR ist gerecht und hat Gerechtigkeit lieb.

11,7
Mt 5,8
Die Frommen werden schauen sein Angesicht.

12

Klage über die Macht der Bösen

121Ein Psalm Davids, vorzusingen, auf acht Saiten.

2Hilf, HERR! Die Heiligen haben abgenommen,

und treu sind wenige unter den Menschenkindern.

3Einer redet mit dem andern Lug und Trug,

sie heucheln und reden aus zwiespältigem Herzen.

4Der HERR wolle ausrotten alle Heuchelei

und die Zunge, die hoffärtig redet,

5die da sagen:

12,5
Ps 73,8-9
»Durch unsere Zunge sind wir mächtig,

uns gebührt zu reden!

12,5
Hiob 21,14-15
Wer ist unser Herr?«

6»Weil die Elenden Gewalt leiden

und die Armen seufzen,

will ich jetzt aufstehen«, spricht der HERR,

»ich will Hilfe schaffen dem, der sich danach sehnt.«

7Die Worte des HERRN sind lauter wie Silber,

im Tiegel geschmolzen, geläutert siebenmal.

8Du, HERR, wollest sie bewahren

und uns behüten vor diesem Geschlecht ewiglich!

9Denn Frevler gehen allenthalben einher,

wo Gemeinheit herrscht unter den Menschenkindern.

13

Hilferuf eines Angefochtenen

131Ein Psalm Davids, vorzusingen.

2HERR, wie lange willst du mich so ganz vergessen?

Wie lange verbirgst du dein Antlitz vor mir?

13,2
Ps 77,8
Hab 1,2

3Wie lange soll ich sorgen in meiner Seele /

und mich ängsten in meinem Herzen täglich?

Wie lange soll sich mein Feind über mich erheben?

4Schaue doch und erhöre mich, HERR, mein Gott!

Erleuchte meine Augen, dass ich nicht im Tode entschlafe,

5dass nicht mein Feind sich rühme, er sei meiner mächtig geworden,

und meine Widersacher sich freuen, dass ich wanke.

6Ich traue aber darauf, dass du so gnädig bist; /

mein Herz freut sich, dass du so gerne hilfst.

Ich will dem HERRN singen, dass er so wohl an mir tut.

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