Lutherbibel 2017 (LU17)
4

Der Dienst der Leviten beim Aufbruch des Lagers

41Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach: 2Nimm die Summe der Söhne Kehat aus den Söhnen Levi auf nach ihren Geschlechtern und Sippen, 3von

4,3
Kap
dreißig Jahren an und darüber bis ins fünfzigste Jahr, alle, die zum Heeresdienst taugen, dass sie ihre Arbeit tun an der Stiftshütte. 4Dies soll aber das Amt der Söhne Kehat an der Stiftshütte sein: der Dienst am Hochheiligen. 5Wenn das Heer aufbricht, so sollen Aaron und seine Söhne hineingehen und den Vorhang abnehmen und die Lade des Gesetzes damit umhüllen 6und darauf eine Decke von Leder legen und oben darauf eine ganz blaue Decke breiten und ihre Tragstangen durchstecken 7und über den Tisch der Schaubrote auch eine blaue Decke breiten und darauflegen die Schüsseln und Löffel, die Schalen und Kannen des Trankopfers, und das
4,7
2. Mose 25,30
Schaubrot soll daraufliegen. 8Und sie sollen darüberbreiten eine karmesinrote Decke und sie mit einer Decke von Leder bedecken und seine Tragstangen durchstecken 9und sollen eine blaue Decke nehmen und damit umhüllen den
4,9
2. Mose 25,31
Leuchter und seine Lampen mit seinen Dochtscheren und Pfannen und allen Ölgefäßen, mit denen man ihn versorgt, 10und sollen um das alles eine Decke von Leder tun und sollen es auf Tragstangen legen. 11Ebenso sollen sie auch über den
4,11
2. Mose 40,26-27
goldenen Altar eine blaue Decke breiten und sie bedecken mit einer Decke von Leder und seine Tragstangen durchstecken. 12Alle Geräte, womit sie Dienst tun im Heiligtum, sollen sie nehmen und in eine blaue Decke tun und sie mit einer Decke von Leder bedecken und auf Tragstangen legen. 13Sie sollen auch die Asche vom Altar fegen und eine Decke von rotem Purpur über ihn breiten 14und alle seine Geräte darauflegen, womit sie an ihm Dienst tun: Kohlenpfannen, Gabeln, Schaufeln, Becken, alle Geräte des Altars; und sollen darüberbreiten eine Decke von Leder und seine Tragstangen durchstecken.

15Wenn nun Aaron und seine Söhne beim Aufbruch des Heeres dies alles ausgerichtet und das Heilige und all sein Gerät bedeckt haben, dann sollen die Söhne Kehat kommen,

4,15
Kap
um es zu tragen.
4,15
2. Sam 6,6-7
Sie sollen aber das Heilige selbst nicht anrühren, dass sie nicht sterben. Dies ist es, was die Söhne Kehat von der Stiftshütte zu tragen haben. 16Und Eleasar, dem Sohn Aarons, des Priesters, ist anvertraut das Öl zum Licht und die Spezerei zum Räucherwerk und das tägliche Speisopfer und das Salböl und die Aufsicht über die ganze Wohnung und alles, was darin ist an heiligem Gerät. 17Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach: 18Ihr sollt den Stamm der Geschlechter der Kehatiter nicht zugrunde gehen lassen unter den Leviten, 19sondern das sollt ihr mit ihnen tun, damit sie leben und nicht sterben, wenn sie dem Hochheiligen nahen: Aaron und seine Söhne sollen hineingehen und einen jeden anstellen zu seinem Dienst und seiner Traglast. 20Sie aber sollen nicht selbst hineingehen, auch nur einen Augenblick
4,20
1. Sam 6,19
das Heilige zu schauen, dass sie nicht sterben.

21Und der HERR redete mit Mose und sprach: 22Nimm auch die Summe der Söhne Gerschon auf nach ihren Sippen und Geschlechtern, 23von dreißig Jahren an und darüber bis ins fünfzigste Jahr, und stelle alle an, die zum Heer taugen, dass sie ihren Dienst versehen an der Stiftshütte. 24Dies soll aber der Dienst der Geschlechter der Gerschoniter sein, was sie tun und tragen sollen: 25Sie sollen die Teppiche der Wohnung, der Stiftshütte, tragen, ihre Decke und die Decke von Leder, die obendrüber ist, und den Vorhang in dem Eingang der Stiftshütte 26und die Umhänge des Vorhofs und den Vorhang in der Tür des Tors am Vorhof, der die Wohnung und den Altar umgibt, und ihre Seile und alle Geräte ihres Dienstes; und alles, was dafür zu tun ist, das sollen sie tun. 27Nach dem Wort Aarons und seiner Söhne soll aller Dienst der Gerschoniter geschehen, alles, was sie tragen und tun sollen, und ihr sollt zusehen, dass sie alles ausrichten, was sie zu tragen haben. 28Das soll der Dienst der Geschlechter der Gerschoniter sein an der Stiftshütte, und ihr Dienst soll geschehen

4,28
2. Mose 38,21
unter der Aufsicht Itamars, des Sohnes Aarons, des Priesters.

29Die Söhne Merari nach ihren Geschlechtern und Sippen sollst du auch bestellen, 30von dreißig Jahren an und darüber bis ins fünfzigste Jahr, alle, die zum Heer taugen, dass sie ihren Dienst versehen an der Stiftshütte. 31Dies alles soll ihr Dienst an der Stiftshütte sein, dass sie tragen die Bretter der Wohnung und ihre Riegel und Säulen und Füße, 32dazu die Säulen um den Vorhof und ihre Füße und Pflöcke und Seile mit allen ihren Geräten, ganz wie es ihr Dienst erfordert. Und ihr sollt ihnen die einzelnen Geräte zuweisen, die sie zu tragen haben. 33Das sei der Dienst der Geschlechter der Söhne Merari, alles, was sie ausrichten sollen an der Stiftshütte unter der Aufsicht Itamars, des Sohnes Aarons, des Priesters.

34Und Mose und Aaron samt den Fürsten der Gemeinde zählten die Kehatiter nach ihren Geschlechtern und Sippen, 35von dreißig Jahren an und darüber bis ins fünfzigste, alle, die zum Heer taugen, dass sie ihren Dienst versehen an der Stiftshütte. 36Und ihre Summe war 2750. 37Das ist die Summe der Geschlechter der Kehatiter, aller, die zu dienen hatten an der Stiftshütte und die Mose und Aaron zählten nach dem Wort des HERRN, das durch Mose ergangen war.

38Die Söhne Gerschon wurden auch gezählt nach ihren Geschlechtern und Sippen, 39von dreißig Jahren an und darüber bis ins fünfzigste, alle, die zum Heer taugen, dass sie ihren Dienst versehen an der Stiftshütte. 40Und ihre Summe war 2630. 41Das ist die Summe der Geschlechter der Söhne Gerschon, aller, die zu dienen hatten an der Stiftshütte und die Mose und Aaron zählten nach dem Wort des HERRN.

42Die Söhne Merari wurden auch gezählt nach ihren Geschlechtern und Sippen, 43von dreißig Jahren an und darüber bis ins fünfzigste, alle, die zum Heer taugen, dass sie ihren Dienst versehen an der Stiftshütte. 44Und ihre Summe war 3200. 45Das ist die Summe der Geschlechter der Söhne Merari, die Mose und Aaron zählten nach dem Wort des HERRN, das durch Mose ergangen war.

46Die Summe aller Leviten, die Mose und Aaron samt den Fürsten Israels zählten nach ihren Geschlechtern und Sippen, 47von dreißig Jahren an und darüber bis ins fünfzigste, aller, die den Dienst versehen an der Stiftshütte, nämlich Arbeit zu verrichten oder Last zu tragen, 48war 8580. 49Sie wurden bestellt nach dem Wort des HERRN, das durch Mose ergangen war, ein jeder zu seinem Dienst und seiner Traglast, wie der HERR es Mose geboten hatte.

5

Verfahren bei Unreinheit, bei Versündigung und bei Verdacht von Ehebruch

51Und der HERR redete mit Mose und sprach: 2Gebiete den Israeliten, dass sie

5,2
3. Mose 13,46
aus dem Lager schicken alle Aussätzigen und
5,2
3. Mose 15,2
alle, die Eiterfluss haben und
5,2
Kap
die an Toten unrein geworden sind. 3Männer wie Frauen sollt ihr
5,3
Kap
hinausschicken vor das Lager, dass sie nicht das Lager unrein machen, darin
5,3
2. Mose 25,8
ich unter euch wohne. 4Und die Israeliten taten so und schickten sie hinaus vor das Lager, wie der HERR zu Mose geredet hatte.

5Und der HERR redete mit Mose und sprach: 6

5,6
3. Mose 5,21-26
Sage den Israeliten: Wenn ein Mann oder eine Frau irgendeine Sünde gegen einen Menschen tut und sich damit an dem HERRN versündigt, so liegt eine Schuld auf ihnen. 7Und sie sollen ihre Sünde bekennen, die sie getan haben, und sollen ihre Schuld voll erstatten und darüber hinaus den fünften Teil dazutun und dem geben, an dem sie sich verschuldet haben. 8Ist aber niemand da, dem man’s erstatten kann, so soll man’s dem HERRN geben für den Priester zusammen mit dem Widder der Versöhnung, mit dem der Priester für ihn die Sühnung vollzieht. 9Desgleichen sollen alle Abgaben von allen heiligen Gaben der Israeliten, die sie dem Priester bringen, dem Priester gehören.
5,9
Kap
10Und was jemand heiligt, das soll ihm gehören; aber was jemand dem Priester gibt, das soll diesem gehören.

11Und der HERR redete mit Mose und sprach: 12Sage den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn irgendeines Mannes Frau ihm untreu wird und sich an ihm versündigt 13und jemand bei ihr liegt und es bliebe dem Mann verborgen und es würde nicht entdeckt, dass sie unrein geworden ist, und es ist kein Zeuge wider sie da, denn sie ist nicht dabei ergriffen worden, 14und der Geist der Eifersucht kommt über ihn, dass er auf seine Frau eifersüchtig wird, sie sei unrein oder nicht unrein: 15so soll der Mann sie zum Priester bringen und ein Opfer ihretwegen darbringen, ein zehntel Scheffel Gerstenmehl, und er soll kein Öl daraufgießen noch Weihrauch darauftun. Denn es ist ein Eifersuchtsopfer, ein Erinnerungsopfer, das Schuld ans Licht bringt.

16Und der Priester soll sie heranführen und vor den HERRN stellen 17und heiliges Wasser nehmen in ein irdenes Gefäß und Staub vom Boden der Stiftshütte ins Wasser tun. 18Und er soll die Frau vor den HERRN stellen und ihr Haupthaar lösen und das Erinnerungsopfer, das ein Eifersuchtsopfer ist, auf ihre Hand legen. Und der Priester soll in seiner Hand das bittere, fluchbringende Wasser haben 19und soll die Frau beschwören und zu ihr sagen: Hat kein Mann bei dir gelegen und bist du deinem Mann nicht untreu geworden, dass du dich unrein gemacht hast, so soll dir dies bittere, fluchbringende Wasser nicht schaden. 20Wenn du aber deinem Mann untreu geworden bist, dass du unrein wurdest, und hat jemand bei dir gelegen außer deinem Mann, – 21so soll der Priester mit einem Verwünschungsschwur die Frau beschwören und zu ihr sagen: Der HERR mache deinen Namen zum Fluch und zur Verwünschung unter deinem Volk, dadurch, dass der HERR deine Hüfte schwinden und deinen Bauch schwellen lässt. 22So gehe nun das fluchbringende Wasser in deinen Leib, dass dein Bauch schwelle und deine Hüfte schwinde! Und die Frau soll sagen: Amen! Amen!

23Dann soll der Priester diese Flüche auf einen Zettel schreiben und mit dem bitteren Wasser abwaschen 24und soll der Frau von dem

5,24
Ps 109,18
bitteren, fluchbringenden Wasser zu trinken geben. Und wenn das fluchbringende, bittere Wasser in sie gegangen ist, 25soll der Priester von ihrer Hand das Eifersuchtsopfer nehmen und als Speisopfer vor dem HERRN schwingen und auf dem Altar opfern, nämlich: 26er soll eine Handvoll vom Speisopfer nehmen als Gedenkopfer und es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen und danach der Frau das Wasser zu trinken geben.

27Und wenn sie das Wasser getrunken hat und unrein ist und sich an ihrem Mann versündigt hat, so wird das fluchbringende Wasser in sie gehen und ihr zum Verderben werden, dass ihr der Bauch schwellen und die Hüfte schwinden wird, und es wird die Frau zum Fluch werden unter ihrem Volk. 28Hat sich aber eine solche Frau nicht unrein gemacht, sondern ist sie rein, so wird’s ihr nicht schaden und sie kann schwanger werden.

29Das also ist die Ordnung bei Eifersucht: Wenn eine Frau ihrem Mann untreu ist und unrein wird 30oder wenn der Geist der Eifersucht über einen Mann kommt und er auf seine Frau eifersüchtig wird, so stelle er sie vor den HERRN und der Priester tue mit ihr alles nach diesem Gesetz. 31Und der Mann soll frei sein von Schuld; aber die Frau soll ihre Schuld tragen.

6

Die Ordnung für die Gottgeweihten

61Und der HERR redete mit Mose und sprach: 2Sage den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn jemand, Mann oder Frau, das besondere Gelübde tut, sich dem HERRN zu weihen,

6,2
1. Sam 1,11
Ri 13,5
3so soll er sich
6,3
Am 2,11-12
Lk 1,15
des Weins und starken Getränkes enthalten; Würzwein und starken Würztrank soll er auch nicht trinken, auch nichts, was aus Weinbeeren gemacht wird; er soll weder frische noch gedörrte Weinbeeren essen. 4Solange er geweiht ist, soll er nichts essen vom Ertrag des Weinstocks, von den unreifen bis zu den überreifen Trauben. 5Solange sein Gelübde währt, soll kein
6,5
Ri 13,5
Schermesser über sein Haupt fahren. Bis die Zeit um ist, für die er sich dem HERRN geweiht hat, ist er heilig und soll das Haar auf seinem Haupt frei wachsen lassen.

6Während der ganzen Zeit, für die er sich dem HERRN geweiht hat, soll er zu keinem Toten gehen. 7Er soll sich auch

6,7
3. Mose 21,11
nicht unrein machen beim Tode seines Vaters, seiner Mutter, seines Bruders oder seiner Schwester; denn die Weihe für seinen Gott ist auf seinem Haupt. 8Solange er geweiht ist, soll er dem HERRN heilig sein. 9Wenn aber jemand neben ihm plötzlich stirbt und dadurch sein geweihtes Haupt unrein wird, so soll er sein Haupt scheren an dem Tage, da er wieder rein wird, das ist
6,9
Kap
am siebenten Tage. 10Und am achten Tage soll er
6,10
3. Mose 5,7
zwei Turteltauben oder zwei andere Tauben zum Priester bringen vor den Eingang der Stiftshütte. 11Und der Priester soll die eine als Sündopfer und die andere als Brandopfer darbringen und ihn entsühnen, weil er sich an einem Toten verunreinigt und dadurch versündigt hat. Dann soll er sein Haupt an demselben Tage von Neuem heiligen, 12dass er sich dem HERRN weihe, solange sein Gelübde währt. Und er soll ein einjähriges Lamm bringen als Schuldopfer. Aber die vorigen Tage sollen umsonst gewesen sein, weil seine Weihe ungültig geworden war.

13Dies ist die Ordnung für den Gottgeweihten: Wenn die Zeit seines Gelübdes um ist, so soll man ihn vor den Eingang der Stiftshütte führen. 14Und er soll dem HERRN sein Opfer bringen, ein einjähriges Lamm ohne Fehler als Brandopfer und ein einjähriges Lamm ohne Fehler als Sündopfer und einen Widder ohne Fehler als Dankopfer 15und einen Korb mit ungesäuerten Kuchen von feinem Mehl, mit Öl vermengt, und ungesäuerte Fladen, mit Öl bestrichen, und was dazugehört an Speisopfern und Trankopfern. 16Und der Priester soll’s vor den HERRN bringen und soll sein Sündopfer und sein Brandopfer zurichten. 17Und den Widder soll er dem HERRN als Dankopfer zurichten samt dem Korbe mit dem ungesäuerten Brot und soll auch sein Speisopfer und sein Trankopfer darbringen. 18Und der Geweihte

6,18
Apg 18,18
soll sein geweihtes Haupt scheren vor dem Eingang der Stiftshütte und soll sein geweihtes Haupthaar nehmen und aufs Feuer werfen, das unter dem Dankopfer brennt. 19Und der Priester soll eine gekochte Vorderkeule von dem Widder nehmen und einen ungesäuerten Kuchen aus dem Korbe und einen ungesäuerten Fladen und soll’s dem Geweihten auf seine Hände legen, nachdem er sein geweihtes Haar abgeschoren hat. 20Und
6,20
2. Mose 29,23-2427
der Priester soll’s vor dem HERRN schwingen. Das ist der heilige Anteil für den Priester samt der Brust des Schwingopfers und der Keule des Hebopfers. Danach darf der Geweihte Wein trinken.

21Das ist die Ordnung für den Gottgeweihten, der sein Opfer dem HERRN gelobt hat, wegen seines Gelübdes, abgesehen von dem, was er sonst noch vermag. Wie er gelobt hat, soll er tun nach der Ordnung seines Gelübdes.

Der priesterliche Segen

22Und der HERR redete mit Mose und sprach: 23Sage Aaron und seinen Söhnen und sprich: So sollt ihr sagen zu den Israeliten, wenn ihr sie

6,23
3. Mose 9,22-23
5. Mose 10,8
segnet: 24Der HERR segne dich und behüte dich;
6,24
1. Mose 24,135
Ps 121,1-8
25der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;
6,25
2. Mose 34,6-7
Ps 80,4
26der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
6,26
Ps 69,17-18
85,9
Jes 57,19
27So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen, dass ich sie segne.

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