Lutherbibel 2017 (LU17)
3

Der Wiederaufbau der Stadtmauer

31Und

3,1
Kap
Eljaschib, der Hohepriester, machte sich auf mit seinen Brüdern, den Priestern, und sie bauten das Schaftor. Sie deckten es und setzten seine Türen ein. Sie bauten aber weiter bis an den Turm Mea, bis an den
3,1
Jer 31,38
Turm Hananel. 2Neben ihnen bauten die Männer von Jericho. Und daneben baute Sakkur, der Sohn Imris. 3Aber das Fischtor bauten die Söhne Senaa; sie deckten es und setzten seine Türen ein, seine Schlösser und Riegel. 4Neben ihnen baute Meremot, der Sohn Urias, des Sohnes des Hakkoz. Neben ihm baute Meschullam, der Sohn Berechjas, des Sohnes Meschesabels. Neben ihm baute Zadok, der Sohn Baanas. 5Neben ihm bauten die Leute von Tekoa, aber ihre Vornehmen beugten ihren Nacken nicht zum Dienst für ihre Herren.

6Das Jeschanator bauten Jojada, der Sohn Paseachs, und Meschullam, der Sohn Besodjas; sie deckten es und setzten seine Türen ein, seine Schlösser und Riegel. 7Neben ihnen bauten Melatja von Gibeon und Jadon von Meronot und die Männer von Gibeon und von Mizpa, dort wo der Statthalter jenseits des Euphrat seinen Sitz hatte. 8Daneben baute Usiël, der Sohn Harhajas, einer von den Goldschmieden. Neben ihm baute Hananja, der zu den Salbenbereitern gehörte. Sie bauten in Jerusalem bis an die breite Mauer. 9Neben ihnen baute Refaja, der Sohn Hurs, der Oberste über den halben Bezirk von Jerusalem. 10Neben ihm baute Jedaja, der Sohn Harumafs, gegenüber seinem Hause. Neben ihm baute Hattusch, der Sohn Haschabnejas. 11Aber Malkija, der Sohn Harims, und Haschub, der Sohn Pahat-Moabs, bauten ein weiteres Stück und den Ofenturm. 12Daneben baute Schallum, der Sohn des Lohesch, der Oberste über den andern halben Bezirk von Jerusalem, er und seine Töchter.

13Das Taltor bauten Hanun und die Bewohner von Sanoach; sie bauten es und setzten seine Türen ein, seine Schlösser und Riegel – und tausend Ellen an der Mauer bis an das Misttor. 14Das Misttor aber baute Malkija, der Sohn Rechabs, der Oberste des Bezirkes von Bet-Kerem; er baute es und setzte seine Türen ein, seine Schlösser und Riegel. 15Aber das

3,15
Kap
Quelltor baute Schallun, der Sohn Kolhoses, der Oberste des Bezirkes von Mizpa; er baute es und deckte es und setzte seine Türen ein, seine Schlösser und Riegel, dazu die Mauer am
3,15
2. Kön 20,20
Teich der Wasserleitung bei dem Garten des Königs bis an die Stufen, die von der Stadt Davids hinabführen. 16Neben ihm baute Nehemja, der Sohn Asbuks, der Oberste über den halben Bezirk von Bet-Zur, bis gegenüber den Gräbern Davids und bis an den Teich, den man angelegt hatte, und bis an das Haus der Kriegsleute.

17Neben ihm bauten die Leviten: Rehum, der Sohn Banis. Neben ihm baute Haschabja, der Oberste über den halben Bezirk von Keïla, für seinen Bezirk. 18Neben ihm bauten ihre Brüder unter Binnui, dem Sohn Henadads, dem Obersten über den andern halben Bezirk von Keïla. 19An seiner Seite baute Eser, der Sohn Jeschuas, der Oberste zu Mizpa, ein weiteres Stück gegenüber dem Aufgang zum Zeughaus am Winkel. 20Neben ihm zum Berge hin baute Baruch, der Sohn Sabbais, ein weiteres Stück vom Winkel bis an die Haustür

3,20
Eljaschibs, des Hohenpriesters. 21Neben ihm baute
3,21
Esra 8,33
Meremot, der Sohn Urias, des Sohnes des Hakkoz, ein weiteres Stück von der Haustür Eljaschibs bis an das Ende des Hauses Eljaschibs. 22Neben ihm bauten die Priester, die Männer aus dem Umkreis. 23Neben ihnen bauten Benjamin und Haschub gegenüber ihrem Hause. Neben ihnen baute Asarja, der Sohn Maasejas, des Sohnes Ananjas, neben seinem Hause. 24Neben ihm baute Binnui, der Sohn Henadads, ein weiteres Stück vom Hause Asarjas bis an den Winkel und bis an die Ecke. 25Palal, der Sohn Usais, baute gegenüber dem Winkel und dem oberen Turm, der vom Königshause vorspringt bei dem Wachthof. Neben ihm baute Pedaja, der Sohn des Parosch, 26b3,26 Der Zusammenhang erfordert die Umstellung der Verse.bis gegenüber dem Wassertor im Osten, wo der Turm vorspringt. 27Neben ihm bauten die Leute von Tekoa ein weiteres Stück gegenüber dem großen Turm, der vorspringt, und bis an die Mauer des Ofel. 26aAm Ofel wohnten die Tempeldiener.

28Oberhalb des Rosstors bauten die Priester, ein jeder gegenüber seinem Hause. 29Daneben baute Zadok, der Sohn Immers, gegenüber seinem Hause. Neben ihm baute Schemaja, der Sohn Schechanjas, der Torhüter des Osttors. 30Neben ihm bauten Hananja, der Sohn Schelemjas, und Hanun, der sechste Sohn Zalafs, ein weiteres Stück. Neben ihnen baute Meschullam, der Sohn Berechjas, gegenüber seiner Kammer. 31Neben ihm baute Malkija, der zu den Goldschmieden gehört, bis an das Haus der Tempeldiener und der Händler gegenüber dem Wachttor und bis an das Obergemach an der Mauerecke. 32Und zwischen dem Obergemach an der Ecke und dem Schaftor bauten die Goldschmiede und die Händler.

Nehemia sichert den Bau der Mauer

33Als aber

3,33
Kap
Sanballat hörte, dass wir die Mauer bauten, wurde er zornig und sehr entrüstet und spottete über die Juden 34und sprach vor seinen Brüdern und dem Heer in Samaria: Was machen diese ohnmächtigen Juden da? Soll man sie gewähren lassen? Werden sie opfern? Werden sie es in diesen Tagen schon vollenden? Werden sie die Steine, die doch verbrannt sind, aus den Aschehaufen lebendig machen? 35Aber Tobija, der Ammoniter, stand neben ihm und sprach: Lass sie nur bauen; wenn ein Fuchs auf ihre steinerne Mauer springt, reißt er sie ein.

36Höre, unser Gott, wie verachtet sind wir! Lass ihren Hohn auf ihren Kopf kommen, dass du sie der Plünderung preisgibst in einem Land, in das man sie gefangen führt! 37Decke ihre Missetat nicht zu, und ihre Sünde tilge nicht vor dir; denn sie haben dich vor den Bauleuten gelästert!

38Aber wir bauten die Mauer und schlossen sie bis zur halben Höhe. Und das Volk gewann neuen Mut zu arbeiten.

4

41Als aber Sanballat und Tobija und die Araber und Ammoniter und Aschdoditer hörten, dass die

4,1
Jer 30,17
Wunden der Mauern Jerusalems heilten, weil die Lücken angefangen hatten sich zu schließen, wurden sie sehr zornig 2und verschworen sich alle miteinander hinzuziehen, um gegen Jerusalem zu kämpfen und dort Verwirrung zu stiften. 3Wir aber beteten zu unserm Gott und stellten gegen sie Tag und Nacht Wachen auf zum Schutz vor ihnen. 4Und das Volk von Juda sprach: Die Kraft der Träger ist zu schwach, und da ist zu viel Schutt; wir schaffen es nicht, an der Mauer zu bauen. 5Unsere Widersacher aber dachten: Sie sollen’s nicht erfahren noch sehen, bis wir mitten unter sie kommen und sie töten und dem Werk ein Ende machen.

6Als nun die Juden, die nahe bei ihnen wohnten, kamen und uns wohl zehnmal sagten von all den Plänen, die sie gegen uns ersannen, 7da stellte ich unten an die Orte hinter der Mauer an den offenen Stellen das Volk auf nach seinen Geschlechtern mit Schwertern, Spießen und Bogen. 8Und als ich sie besah, machte ich mich auf und sprach zu den Vornehmen und Vorstehern und dem übrigen Volk: Fürchtet euch nicht vor ihnen; gedenkt an den Herrn,

4,8
Kap
der groß und schrecklich ist, und streitet für eure Brüder, Söhne, Töchter, Frauen und Häuser!

9Als aber unsere Feinde hörten, dass es uns kundgeworden war und Gott ihren Rat zunichtegemacht hatte, kehrten wir alle zur Mauer zurück, ein jeder zu seiner Arbeit. 10Und es geschah hinfort, dass die Hälfte meiner Leute am Bau arbeitete, die andere Hälfte aber hielt Spieße, Schilde, Bogen und Panzer bereit, und die Obersten standen hinter dem ganzen Haus Juda, 11das an der Mauer baute. Und die da Lasten trugen, arbeiteten so: Mit der einen Hand taten sie die Arbeit und mit der andern hielten sie die Waffe. 12Und ein jeder, der baute, hatte sein Schwert um die Lenden gegürtet und baute so; und der die Posaune zu blasen hatte, stand neben mir.

13Und ich sprach zu den Vornehmen und Vorstehern und zum übrigen Volk: Das Werk ist groß und weit, und wir sind auf der Mauer weit verstreut und fern voneinander. 14Wo ihr nun die Posaune tönen hört, dort sammelt euch zu uns.

4,14
2. Mose 14,14
Unser Gott wird für uns streiten. 15So arbeiteten wir am Bau, während die Hälfte die Spieße bereithielt, vom Aufgang der Morgenröte, bis die Sterne hervorkamen.

16Auch sprach ich zu der Zeit zum Volk: Ein jeder bleibe mit seinen Leuten über Nacht in Jerusalem, dass sie uns des Nachts als Wache dienen und am Tage für die Arbeit. 17Aber ich und meine Brüder und meine Leute und die Wache, die mir folgte, wir zogen unsere Kleider nicht aus; ein jeder hatte seinen Spieß zur Rechten.

5

Der Schuldenerlass

51Und es erhob sich ein großes Geschrei des Volks und ihrer Frauen gegen ihre jüdischen Brüder. 2Die einen sprachen: Unsere Söhne und Töchter sind viele, wir müssen Getreide kaufen, damit wir essen und leben können. 3Die andern sprachen: Unsere Äcker, Weinberge und Häuser müssen wir verpfänden, damit wir Getreide kaufen können in der Hungerzeit. 4Wieder andere sprachen: Wir haben auf unsere Äcker und Weinberge Geld aufnehmen müssen für die Steuern des Königs. 5Nun sind wir doch von gleichem Fleisch und Blut wie unsere Brüder, und unsere Kinder sind wie ihre Kinder; und siehe, wir müssen unsere Söhne und Töchter als Sklaven dienen lassen, und schon sind einige unserer Töchter erniedrigt worden, und wir können nichts dagegen tun, und unsere Äcker und Weinberge gehören andern.

5,5
3. Mose 25,39
2. Kön 4,1
Jes 50,1
Am 2,6
Mt 18,25

6Da ich aber ihr Schreien und diese Worte hörte, wurde ich sehr zornig. 7Und ich hielt Rat mit mir selbst und schalt die Vornehmen und die Vorsteher und sprach zu ihnen: Ihr treibt

5,7
2. Mose 22,24
Wucher, einer gegen den andern! Und ich brachte eine große Versammlung gegen sie zusammen 8und sprach zu ihnen: Wir haben unsere jüdischen Brüder losgekauft,
5,8
3. Mose 25,47-49
die den Heiden verkauft waren, soweit es uns möglich war; ihr aber wollt eure Brüder verkaufen, damit wir sie wieder zurückkaufen müssen? Da schwiegen sie und fanden nichts zu antworten.

9Und ich sprach: Es ist nicht gut, was ihr tut. Solltet ihr nicht in der Furcht Gottes wandeln um des Hohnes der Heiden willen, die ja unsere Feinde sind? 10Ich und meine Brüder und meine Leute haben unsern Brüdern auch Geld geliehen und Getreide.

5,10
5. Mose 15,1-11
Erlassen wir ihnen doch diese Schuld! 11Gebt ihnen noch heute ihre Äcker, Weinberge, Ölgärten und Häuser zurück und erlasst ihnen die Schuld an Geld, Getreide, Wein und Öl, die ihr von ihnen zu fordern habt. 12Da sprachen sie: Wir wollen es zurückgeben und wollen nichts von ihnen fordern und wollen tun, wie du gesagt hast. Und ich rief die Priester und nahm einen Eid von ihnen, dass sie so tun sollten. 13Auch schüttelte ich den Bausch meines Gewandes aus und sprach: So schüttle Gott einen jeden aus seinem Hause und aus seinem Besitz, der dies Wort nicht hält: So sei er ausgeschüttelt und leer! Und die ganze Gemeinde sprach »Amen« und lobte den HERRN. Und das Volk tat so.

Nehemia im Dienst seines Volkes

14Und von der Zeit an, da mir befohlen wurde, Statthalter zu sein im Lande Juda, nämlich vom zwanzigsten Jahr an bis in das zweiunddreißigste Jahr des Königs Artaxerxes, das sind zwölf Jahre, verzichtete ich für mich und meine Brüder auf meine Einkünfte als Statthalter. 15Denn die früheren Statthalter, die vor mir gewesen waren, hatten das Volk schwer belastet und hatten für Brot und Wein täglich vierzig Schekel Silber von ihnen genommen; auch ihre Leute waren gewaltsam verfahren mit dem Volk. Ich aber tat nicht so um der Furcht Gottes willen. 16Auch bei der Arbeit an der Mauer legte ich Hand an, und wir kauften keinen Acker; und alle meine Leute mussten sich dort zur Arbeit versammeln. 17Dazu waren von den Juden und den Vorstehern hundertfünfzig Mann an meinem Tisch und die, die zu uns kamen aus den Völkern, die um uns her wohnten. 18Und man brauchte dafür täglich einen Ochsen und sechs auserlesene Schafe und Geflügel und je für zehn Tage allerlei Wein in Menge. Dennoch forderte ich nicht die Einkünfte eines Statthalters; denn der Dienst lag schwer auf diesem Volk.

19Gedenke, mein Gott, zu meinem Besten an alles, was ich für dies Volk getan habe!

5,19
Kap