Lutherbibel 2017 (LU17)
11

Jesu Einzug in Jerusalem

(Mt 21,1-11; Lk 19,28-38; Joh 12,12-14)

111

11,1
Kap
Und als sie in die Nähe von Jerusalem kamen, bei Betfage und Betanien am Ölberg, sandte er zwei seiner Jünger 2und sprach zu ihnen: Geht hin in das Dorf, das vor euch liegt. Und alsbald wenn ihr hineinkommt, werdet ihr ein
11,2
Sach 9,9
Füllen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat; bindet es los und führt es her! 3Und wenn jemand zu euch sagen wird: Was tut ihr da?, so sprecht: Der Herr bedarf seiner, und er sendet es alsbald wieder her. 4Und sie gingen hin und fanden das Füllen angebunden an einer Tür draußen am Weg und banden’s los. 5Und einige, die da standen, sprachen zu ihnen: Was tut ihr da, dass ihr das Füllen losbindet? 6Sie sagten aber zu ihnen, wie ihnen Jesus geboten hatte, und die ließen’s zu.

7Und sie führten das Füllen zu Jesus und legten ihre Kleider darauf, und er setzte sich darauf. 8Und viele breiteten ihre Kleider auf den Weg, andere aber grüne Zweige, die sie auf den Feldern abgehauen hatten. 9Und die vorangingen und die nachfolgten, schrien:

11,9
Ps 118,25-26
Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! 10Gelobt sei das
11,10
Lk 1,32-33
Reich unseres Vaters David, das da kommt! Hosianna in der Höhe!

11Und er ging hinein nach Jerusalem in den Tempel und er besah ringsum alles, und spät am Abend

11,11
Mt 21,17
Lk 21,37
ging er hinaus nach Betanien mit den Zwölfen.

Der verdorrte Feigenbaum. Jesus im Tempel

(Mt 21,12-22; Lk 19,45-48; Joh 2,13-16)

12Und am nächsten Tag, als sie von Betanien weggingen, hungerte ihn. 13Und er sah einen Feigenbaum von ferne, der Blätter hatte; da ging er hin, ob er etwas darauf fände. Und als er zu ihm kam, fand er nichts als Blätter; denn es war nicht die Zeit für Feigen. 14Da antwortete Jesus und sprach zu ihm: Nun esse niemand mehr eine Frucht von dir in Ewigkeit! Und seine Jünger hörten das.

15Und sie kamen nach Jerusalem. Und Jesus ging in den Tempel und fing an, hinauszutreiben die Verkäufer und Käufer im Tempel; und die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenhändler stieß er um 16und ließ nicht zu, dass jemand etwas durch den Tempel trüge. 17Und er lehrte und sprach zu ihnen: Steht nicht geschrieben (Jes 56,7): »Mein Haus wird ein Bethaus heißen für

11,17
Kap
alle Völker«? Ihr aber habt eine
11,17
Jer 7,11
Räuberhöhle daraus gemacht. 18Und es kam vor die Hohenpriester und Schriftgelehrten, und
11,18
Kap
sie trachteten danach, wie sie ihn umbrächten. Sie fürchteten sich nämlich vor ihm; denn alles Volk
11,18
Kap
verwunderte sich über seine Lehre. 19Und am Abend gingen sie hinaus vor die Stadt.

20Und als sie am Morgen an dem Feigenbaum vorbeigingen, sahen sie, dass er verdorrt war bis zur Wurzel. 21Und Petrus erinnerte sich und sprach zu ihm: Rabbi, sieh, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt. 22Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt Glauben an Gott! 23Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berge spräche: Heb dich und wirf dich ins Meer!, und

11,23
Jak 1,6
zweifelte nicht in seinem Herzen, sondern glaubte, dass geschehen würde, was er sagt, so wird’s ihm geschehen.
11,23
Kap
24Darum sage ich euch: Alles, was ihr betet und bittet, glaubt nur, dass ihr’s empfangt, so wird’s euch zuteilwerden.
11,24
Mt 7,7
Joh 14,13
1. Joh 5,14-15
25Und wenn ihr steht und betet, so vergebt, wenn ihr etwas gegen jemanden habt, damit auch euer Vater im Himmel euch vergebe eure Übertretungen.11,25 Vers 26 findet sich erst in der späteren Überlieferung: »Wenn ihr aber nicht vergebt, so wird euer Vater im Himmel eure Übertretungen auch nicht vergeben« (vgl. Mt 6,15).
11,25
Mt 5,23-24
6,14
Lk 6,37

Die Frage nach Jesu Vollmacht

(Mt 21,23-27; Lk 20,1-8)

27Und sie kamen wieder nach Jerusalem. Und als er im Tempel umherging, kamen zu ihm die Hohenpriester, Schriftgelehrten und Ältesten 28und sprachen zu ihm: Aus welcher Vollmacht tust du das? Oder wer hat dir diese Macht gegeben, dass du das tust? 29Jesus aber sprach zu ihnen: Ich will euch eine Sache fragen; antwortet mir, so will ich euch sagen, aus welcher Vollmacht ich das tue. 30Die

11,30
Kap
Taufe des Johannes – war sie vom Himmel oder von Menschen? Antwortet mir!

31Und sie bedachten es bei sich selbst und sprachen: Sagen wir, sie war vom Himmel, so wird er sagen:

11,31
Mt 21,32
Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt? 32Oder sollen wir sagen, sie war von Menschen? Doch sie fürchteten sich vor dem Volk; denn
11,32
Kap
sie meinten alle, dass Johannes wirklich ein Prophet sei. 33Und sie antworteten und sprachen zu Jesus: Wir wissen’s nicht. Und Jesus sprach zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, aus welcher Vollmacht ich das tue.

12

Von den bösen Weingärtnern

(Mt 21,33-46; Lk 20,9-19)

121Und er fing an, zu ihnen in Gleichnissen zu reden: Ein Mensch

12,1
Jes 5,1-2
pflanzte einen Weinberg und zog einen Zaun darum und grub eine Kelter und baute einen Turm und verpachtete ihn an Weingärtner und ging außer Landes. 2Und er sandte, als die Zeit kam, einen Knecht zu den Weingärtnern, damit er von den Weingärtnern seinen Anteil an den Früchten des Weinbergs nähme. 3Da nahmen sie ihn, schlugen ihn und schickten ihn mit leeren Händen fort. 4Abermals sandte er zu ihnen einen andern Knecht; dem schlugen sie auf den Kopf und schmähten ihn. 5Und er sandte einen andern, den töteten sie;
12,5
Neh 9,26-31
Jer 7,25-26
und viele andere: die einen schlugen sie, die andern töteten sie. 6Da hatte er noch einen, den
12,6
Kap
geliebten Sohn; den sandte er als Letzten zu ihnen und sagte sich: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen. 7Sie aber, die Weingärtner, sprachen untereinander: Dies ist der Erbe; kommt, lasst uns ihn töten, so wird das Erbe unser sein! 8Und sie nahmen ihn und töteten ihn und warfen ihn hinaus vor den Weinberg.

9Was wird nun der Herr des Weinbergs tun? Er wird kommen und die Weingärtner umbringen und den Weinberg andern geben. 10Habt ihr denn nicht dieses Schriftwort gelesen (Ps 118,22-23): »Der Stein, den die Bauleute

12,10
Kap
verworfen haben, der ist zum
12,10
1. Petr 2,6-7
Eckstein geworden. 11Vom Herrn ist das geschehen und ist ein Wunder vor unsern Augen12,11 Andere Übersetzung: »Vom Herrn ist er das geworden, und er ist wunderbar vor unsern Augen«.«? 12Und
12,12
Kap
sie trachteten danach, ihn zu ergreifen, und fürchteten sich doch vor dem Volk; denn sie verstanden, dass er auf sie hin dies Gleichnis gesagt hatte. Und sie ließen ihn und gingen davon.

Die Frage nach der Steuer (Der Zinsgroschen)

(Mt 22,15-22; Lk 20,20-26)

13Und sie sandten zu ihm einige von den Pharisäern und von den Anhängern des Herodes12,13 Siehe Sach- und Worterklärungen zu »Herodes«., dass sie ihn fingen in seinen Worten. 14Und sie kamen und sprachen zu ihm: Meister, wir wissen, dass du wahrhaftig bist und fragst nach niemand; denn du siehst nicht auf das Ansehen der Menschen, sondern du lehrst den Weg Gottes recht. Ist’s recht, dass man dem Kaiser Steuern zahlt, oder nicht? Sollen wir sie zahlen oder nicht zahlen?

15Er aber merkte ihre Heuchelei und sprach zu ihnen: Was

12,15
Kap
versucht ihr mich? Bringt mir einen Silbergroschen, dass ich ihn sehe! 16Und sie brachten einen. Da sprach er zu ihnen: Wessen Bild und Aufschrift ist das? Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. 17Da sprach Jesus zu ihnen:
12,17
Röm 13,7
Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! Und sie wunderten sich über ihn.

Die Frage nach der Auferstehung

(Mt 22,23-33; Lk 20,27-38)

18Da traten die Sadduzäer zu ihm, die sagen, es gebe keine Auferstehung; die fragten ihn und sprachen: 19Meister, Mose hat uns vorgeschrieben (5. Mose 25,5-6): »Wenn jemandes Bruder stirbt und hinterlässt eine Frau, aber keine Kinder, so soll sein Bruder sie zur Frau nehmen und seinem Bruder Nachkommen erwecken.« 20Nun waren sieben Brüder. Der erste nahm eine Frau; der starb und hinterließ keine Kinder. 21Und der zweite nahm sie und starb und hinterließ auch keine Kinder. Und ebenso der dritte. 22Und alle sieben hinterließen keine Kinder. Zuletzt nach allen starb die Frau auch. 23Nun in der Auferstehung, wenn sie auferstehen: Wessen Frau wird sie sein? Denn alle sieben haben sie zur Frau gehabt.

24Da sprach Jesus zu ihnen: Irrt ihr nicht darum, weil ihr weder die Schrift kennt noch die

12,24
1. Kor 6,14
Kraft Gottes? 25Denn wenn sie von den Toten auferstehen, so werden sie weder heiraten noch sich heiraten lassen, sondern sie sind wie die Engel im Himmel. 26Aber von den Toten, dass sie auferstehen, habt ihr nicht gelesen im Buch des Mose, bei dem Dornbusch, wie Gott zu ihm sagte und sprach (2. Mose 3,6): »Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs«? 27Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden. Ihr irrt sehr.

Die Frage nach dem höchsten Gebot

(Mt 22,35-40; Lk 10,25-28)

28Und es trat zu ihm einer der Schriftgelehrten, der ihnen zugehört hatte, wie sie miteinander stritten. Als er sah, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: Welches ist das höchste Gebot von allen? 29Jesus antwortete: Das höchste Gebot ist das: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, 30und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt12,30 Siehe Sach- und Worterklärungen. und mit all deiner Kraft« (5. Mose 6,4-5). 31Das andre ist dies:

12,31
Röm 13,9
Gal 5,14
Jak 2,8
»Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3. Mose 19,18). Es ist kein anderes Gebot größer als diese.

32

12,32
Lk 20,39-40
Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Ja, Meister, du hast recht geredet!
12,32
5. Mose 4,35
6,4
Er ist einer, und ist kein anderer außer ihm; 33und ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzem Gemüt und mit aller Kraft, und seinen Nächsten lieben wie sich selbst,
12,33
1. Sam 15,22
Hos 6,6
Mt 9,13
das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer. 34Da Jesus sah, dass er verständig antwortete, sprach er zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes.
12,34
Lk 20,40
Und niemand wagte mehr, ihn zu fragen.

Der Sohn Davids

(Mt 22,41-45; Lk 20,41-44)

35Und Jesus fing an und sprach, als er im Tempel lehrte: Wieso sagen die Schriftgelehrten,

12,35
Jes 9,5-6
Joh 7,42
Röm 1,3
der Christus sei
12,35
Kap
Davids Sohn? 36David selbst hat
12,36
2. Sam 23,2
durch den Heiligen Geist gesagt (Ps 110,1):
12,36
Apg 2,34
1. Kor 15,25
Hebr 1,13
»Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde unter deine Füße lege.« 37David selbst nennt ihn ja »Herr«. Woher ist er dann sein Sohn? Und die große Menge hörte ihn gern.

Warnung vor den Schriftgelehrten

(Mt 23,5-13; Lk 20,45-47)

38Und er lehrte sie und sprach: Seht euch vor vor den Schriftgelehrten, die gern in langen Gewändern umhergehen und sich auf dem Markt grüßen lassen 39und sitzen gern obenan in den Synagogen und beim Gastmahl; 40sie

12,40
Jes 10,1-2
fressen die Häuser der Witwen und verrichten zum Schein lange Gebete. Die werden ein umso
12,40
Jak 3,1
härteres Urteil empfangen.

Das Scherflein der Witwe

(Lk 21,1-4)

41Und Jesus setzte sich dem

12,41
2. Kön 12,10
Gotteskasten12,41 Siehe Sach- und Worterklärungen. gegenüber und sah zu, wie das Volk Geld einlegte in den Gotteskasten. Und viele Reiche legten viel ein. 42Und es kam eine arme Witwe und legte zwei Scherflein ein; das ist ein Heller. 43Und er rief seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt als alle, die etwas eingelegt haben. 44Denn sie haben alle von ihrem Überfluss eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut ihre ganze Habe eingelegt, alles, was sie zum Leben hatte.

13

Jesu Rede über die Endzeit

Kapitel 13,1-37

(Mt 24,1-44; Lk 21,5-36)

Das Ende des Tempels

131Und als er aus dem Tempel ging, sprach zu ihm einer seiner Jünger: Meister, siehe, was für Steine und was für Bauten! 2Und Jesus sprach zu ihm: Siehst du diese großen Bauten? Hier wird nicht ein Stein auf dem andern bleiben, der nicht zerbrochen werde.

Die Vorzeichen

3Und als er auf dem Ölberg saß gegenüber dem Tempel, fragten ihn

13,3
Mt 17,1
Petrus und Jakobus und Johannes und Andreas, als sie allein waren: 4Sage uns, wann wird das geschehen? Und was wird das Zeichen sein, wann das alles vollendet werden soll? 5Jesus fing an und sagte zu ihnen: Seht zu, dass euch nicht jemand verführe! 6Es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen:
13,6
Kap
Ich bin’s, und werden viele verführen. 7Wenn ihr aber hören werdet von Kriegen und Kriegsgeschrei, so erschreckt nicht: Es
13,7
Dan 2,28
Offb 1,1
muss geschehen. Aber das Ende ist noch nicht da. 8Denn es wird sich ein Volk gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; es werden Erdbeben geschehen hier und dort, es werden Hungersnöte sein: Das ist der Anfang der Wehen.

9

13,9
Mt 10,17-22
Ihr aber seht euch vor! Sie werden euch den Gerichten überantworten, und in den Synagogen werdet ihr geschlagen werden, und vor Statthalter und Könige werdet ihr geführt werden um meinetwillen, ihnen zum Zeugnis. 10Und das Evangelium muss zuvor gepredigt werden unter allen Völkern.
13,10
Kap
11Und wenn sie euch hinführen und überantworten werden, so sorgt euch nicht vorher, was ihr reden sollt; sondern was euch in jener Stunde gegeben wird, das redet. Denn ihr seid’s nicht, die da reden, sondern der Heilige Geist. 12Und es wird ein Bruder den andern zum Tod überantworten und der Vater das Kind, und die Kinder werden sich empören gegen die Eltern und werden sie zu Tode bringen.
13,12
Mi 7,6
13Und
13,13
Joh 15,1821
ihr werdet gehasst sein von jedermann um meines Namens willen. Wer aber beharrt bis an das Ende, der wird selig.

Die große Bedrängnis

14Wenn ihr aber sehen werdet den

13,14
Dan 9,27
11,31
Gräuel der Verwüstung stehen, wo er nicht soll – wer es liest, der merke auf! –, alsdann, wer in Judäa ist, der fliehe auf die Berge. 15
13,15
Lk 17,31
Wer auf dem Dach ist, der steige nicht hinunter und gehe nicht hinein, etwas aus seinem Hause zu holen. 16Und wer auf dem Feld ist, der wende sich nicht um, seinen Mantel zu holen. 17Weh aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! 18Bittet aber, dass es nicht im Winter geschehe. 19Denn in diesen Tagen wird
13,19
Dan 12,1
eine solche Bedrängnis sein, wie sie nie gewesen ist bis jetzt vom Anfang der Schöpfung, die Gott geschaffen hat, und auch nicht wieder werden wird. 20Und wenn der Herr diese Tage nicht verkürzt hätte, würde kein Mensch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen, die er auserwählt hat, hat er diese Tage verkürzt.

21Wenn dann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist der Christus; siehe, da ist er!, so glaubt es nicht.

13,21
Lk 17,23
22Denn es werden sich erheben falsche Christusse und falsche Propheten, die Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, die Auserwählten zu verführen. 23Ihr aber seht euch vor! Ich habe euch alles zuvor gesagt!

Das Kommen des Menschensohns

24

13,24
Jes 13,10
34,4
Offb 6,12-13
Aber in jenen Tagen, nach jener Bedrängnis, wird die Sonne sich verfinstern und der Mond seinen Schein verlieren, 25und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen. 26Und dann werden sie
13,26
Kap
sehen den Menschensohn kommen in den Wolken mit großer Kraft und Herrlichkeit. 27Und dann wird er die Engel senden und wird seine Auserwählten versammeln von den vier Winden, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels.

Vom Zeitpunkt des Endes

28An dem Feigenbaum aber lernt ein Gleichnis: Wenn seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, so wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. 29Ebenso auch, wenn ihr seht, dass dies geschieht, so wisst, dass er nahe vor der Tür ist. 30Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschieht.

13,30
Kap
31
13,31
Jes 51,6
Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen. 32Von jenem Tage aber oder der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.

Mahnung zur Wachsamkeit

33

13,33
Mt 25,13-15
Seht euch vor, wachet! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist.
13,33
Lk 12,40
34Es ist wie bei einem Menschen, der über Land zog und verließ sein Haus und gab seinen Knechten Vollmacht, einem jeden seine Arbeit, und gebot dem Türhüter, er sollte wachen: 35So wacht nun; denn ihr wisst nicht, wann der Herr des Hauses kommt, ob am Abend oder
13,35
Lk 12,38
zu Mitternacht oder um den Hahnenschrei oder am Morgen, 36damit er euch nicht
13,36
Mt 25,5
schlafend finde, wenn er plötzlich kommt. 37Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Wachet!