Lutherbibel 2017 (LU17)
4

Jesu Versuchung

(Mk 1,12-13; Lk 4,1-13)

41Da wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er von dem Teufel

4,1
Hebr 4,15
versucht würde. 2Und da er
4,2
2. Mose 34,28
5. Mose 9,9
1. Kön 19,8
vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. 3Und der Versucher trat herzu und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so sprich, dass diese Steine Brot werden. 4Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben (5. Mose 8,3): »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.«

5Da führte ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellte ihn auf die Zinne des Tempels 6und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben (Ps 91,11-12): »Er wird seinen Engeln für dich Befehl geben; und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.« 7Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum steht auch geschrieben (5. Mose 6,16): »Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.«

8Wiederum führte ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit 9und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest. 10Da sprach Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! Denn es steht geschrieben (5. Mose 6,13): »Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott, und ihm allein dienen.« 11Da verließ ihn der Teufel. Und siehe, da

4,11
Joh 1,51
Hebr 1,613-14
traten Engel herzu und dienten ihm.

Der Beginn des Wirkens Jesu in Galiläa

(Mk 1,14-15; Lk 4,14-15)

12Da nun Jesus hörte, dass

4,12
Kap
Johannes gefangen gesetzt worden war, zog er sich nach Galiläa zurück. 13Und er verließ Nazareth, kam und wohnte in Kapernaum, das am Galiläischen Meer liegt im Gebiet von Sebulon und Naftali, 14auf dass erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht (Jes 8,23; 9,1): 15»Das Land Sebulon und das Land Naftali, das Land am Meer, das Land jenseits des Jordans, das Galiläa der Heiden, 16das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen; und denen, die saßen im Land und Schatten des Todes, ist ein Licht aufgegangen.«
4,16
Lk 1,79
Joh 8,12

17Seit der Zeit fing Jesus an zu predigen und zu sagen:

4,17
Kap
Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!

Die Berufung der ersten Jünger

(Mk 1,16-20; Lk 5,1-11; Joh 1,35-51)

18Als nun Jesus am Galiläischen Meer entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, der Petrus genannt wird, und Andreas, seinen Bruder; die warfen ihre Netze ins Meer; denn sie waren Fischer. 19Und er sprach zu ihnen: Kommt, folgt mir nach!

4,19
Kap
Ich will euch zu Menschenfischern machen. 20Sogleich verließen sie ihre Netze und folgten ihm nach.

21Und als er von dort weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, im Boot mit ihrem Vater Zebedäus, wie sie ihre Netze flickten. Und er rief sie. 22Sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten ihm nach.

23

4,23
Kap
Und er zog umher in ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk. 24Und die Kunde von ihm erscholl durch ganz Syrien. Und sie brachten zu ihm alle Kranken, mit mancherlei Leiden und Qualen behaftet, Besessene, Mondsüchtige und Gelähmte; und er machte sie gesund. 25Und es folgte ihm eine große Menge aus Galiläa, aus den Zehn Städten, aus Jerusalem, aus Judäa und von jenseits des Jordans.

5

Die Bergpredigt

Kapitel 5,1–7,29

Die Seligpreisungen

(Lk 6,20-49)

51Als er aber das Volk sah, ging er auf einen

5,1
2. Mose 19,311
Berg. Und er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. 2Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach:

3Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.

5,3
Jes 57,15

4Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.

5,4
Ps 126,5
Jes 61,1-2
Offb 7,17

5Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen5,5 Andere Übersetzung: »das Land erben« (vgl. Ps 37,11)..

5,5
Kap

6Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.

5,6
Ps 17,15
Joh 6,35

7Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.

5,7
Kap

8Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.

5,8
Ps 24,3-4
51,12-13
1. Joh 3,2-3
1. Kor 13,12
Offb 22,4

9Selig sind, die Frieden stiften5,9 Luther übersetzte: »die Friedfertigen«, und erklärte: »nämlich, die den Frieden machen«.; denn sie werden Gottes Kinder heißen.

5,9
Jak 3,18

10Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich.

5,10
1. Petr 3,14

11Selig seid ihr, wenn euch die Menschen

5,11
Kap
um meinetwillen schmähen und verfolgen und allerlei Böses gegen euch reden und dabei lügen. 12Seid fröhlich und jubelt; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden. Denn ebenso haben sie
5,12
2. Chr 36,15-16
Hebr 11,33-38
Apg 7,52
verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind.

Salz und Licht

13Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt5,13 Luther übersetzte: »wenn nun das Salz dumm wird«., womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als dass man es wegschüttet und lässt es von den Leuten zertreten.

5,13
Mk 9,50

14Ihr seid

5,14
Joh 8,12
das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. 15Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind.
5,15
Lk 8,16
16So lasst
5,16
Eph 5,8-9
Phil 2,14-15
euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie
5,16
Joh 15,8
1. Petr 2,12
eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Jesu Stellung zum Gesetz

17Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.

5,17
Kap
18Denn wahrlich, ich sage euch:
5,18
Kap
Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein
5,18
Lk 16,17
Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht. 19Wer nun
5,19
Jak 2,10
eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich.

20Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.

5,20
Kap

Vom Töten

21Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist (2. Mose 20,13; 21,12): »Du sollst nicht töten«; wer aber tötet, der soll des Gerichts schuldig sein. 22Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnt, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Du Nichtsnutz!, der ist des Hohen Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr!, der ist des höllischen Feuers schuldig.

5,22
1. Joh 3,15

23Darum, wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst und dort kommt dir in den Sinn, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, 24so lass dort vor dem Altar deine Gabe und geh zuerst hin und

5,24
Mk 11,25
versöhne dich mit deinem Bruder, und dann komm und opfere deine Gabe.

25

5,25
Lk 12,58-59
Vertrage dich mit deinem Widersacher sogleich, solange du noch mit ihm auf dem Weg bist, auf dass dich der Widersacher nicht dem Richter überantworte und der Richter dem Gerichtsdiener und du ins Gefängnis geworfen werdest.
5,25
Kap
26Wahrlich, ich sage dir: Du wirst nicht von dort herauskommen, bis du auch den letzten Heller bezahlt hast.

Vom Ehebrechen

27Ihr habt gehört, dass gesagt ist (2. Mose 20,14): »Du sollst nicht ehebrechen.« 28Ich aber sage euch:

5,28
Hiob 31,1
Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.

29

5,29
Kap
Wenn dich aber dein rechtes Auge verführt, so reiß es aus und wirf’s von dir. Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde. 30Wenn dich deine rechte Hand verführt, so hau sie ab und wirf sie von dir. Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle fahre.

31Es ist auch gesagt (5. Mose 24,1): »Wer sich von seiner Frau scheidet, der soll ihr einen Scheidebrief geben.«

5,31
Kap
32Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau scheidet, es sei denn wegen Unzucht, der macht, dass sie die Ehe bricht; und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe.
5,32
Lk 16,18
1. Kor 7,10-11

Vom Schwören

33Ihr habt weiter gehört, dass zu den Alten gesagt ist (3. Mose 19,12; 4. Mose 30,3): »Du sollst keinen falschen Eid schwören und sollst dem Herrn deine Eide halten.« 34

5,34
Kap
Ich aber sage euch, dass ihr überhaupt nicht schwören sollt, weder bei dem
5,34
Jes 66,1
Himmel, denn er ist Gottes Thron; 35noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel seiner Füße; noch bei Jerusalem, denn sie ist die Stadt des großen Königs. 36Auch sollst du nicht bei deinem Haupt schwören; denn du vermagst nicht ein einziges Haar weiß oder schwarz zu machen. 37Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Bösen.

Vom Vergelten

38Ihr habt gehört, dass gesagt ist (2. Mose 21,24): »Auge um Auge, Zahn um Zahn.« 39Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Bösen, sondern: Wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar.

5,39
Klgl 3,30
Joh 18,22
Röm 12,14-21
1. Petr 2,20-23
40Und
5,40
1. Kor 6,7
wenn jemand mit dir rechten will und dir deinen Rock nehmen, dem lass auch den Mantel.
5,40
Hebr 10,34
41Und wenn dich jemand eine Meile nötigt5,41 Das bedeutet: zum Dienst zwingt., so geh mit ihm zwei. 42Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht ab von dem, der etwas von dir borgen will.
5,42
5. Mose 15,7-8

Von der Feindesliebe

43Ihr habt gehört, dass gesagt ist:

5,43
Kap
»Du sollst deinen Nächsten lieben« (3. Mose 19,18) und deinen Feind hassen.5,43 Den Feind zu hassen, wird im Alten Testament nirgends geboten. 44Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und
5,44
Lk 23,34
Apg 7,60
bittet für die, die euch verfolgen,5,44 In der späteren Überlieferung wird der Text nach Lk 6,27-28 erweitert. 45auf dass ihr
5,45
Eph 5,1
Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.

46Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, was werdet ihr für Lohn haben? Tun nicht dasselbe auch die Zöllner? 47Und wenn ihr nur zu euren Brüdern freundlich seid, was tut ihr Besonderes? Tun nicht dasselbe auch die Heiden? 48Darum sollt ihr

5,48
3. Mose 19,2
vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.

6

Vom Almosengeben

61Habt aber acht, dass ihr eure Gerechtigkeit nicht übt vor den Leuten,

6,1
Kap
um von ihnen gesehen zu werden; ihr habt sonst keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel.

2Wenn du nun Almosen gibst, sollst du es nicht vor dir ausposaunen, wie es die Heuchler tun in den Synagogen und auf den Gassen, damit sie von den Leuten gepriesen werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt. 3Wenn du aber Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut,

6,3
Röm 12,8
4auf dass dein Almosen verborgen bleibe; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten.

Vom Beten. Das Vaterunser

5Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler, die gern in den Synagogen und an den Straßenecken stehen und beten, um sich vor den Leuten zu zeigen. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt. 6Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten.

7Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn

6,7
Jes 1,15
sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen. 8Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet. 9
6,9
Lk 11,2-4
Darum sollt ihr so beten:

Unser Vater im Himmel!

Dein Name werde geheiligt.

6,9
Kap

10Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe

wie im Himmel so auf Erden.

6,10
Kap

11Unser tägliches Brot6,11 Wörtlich: »das Brot für morgen«. gib uns heute.

6,11
2. Mose 16,4
Ps 145,15

12Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.6,12 Wörtlich: »Und erlass uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben haben unsern Schuldigern«.

6,12
Kap

13Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

6,13
1. Kor 10,13

[Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.]6,13 Dieser Abschluss ist in den ältesten Handschriften nicht enthalten.

14Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben.
6,14
Mk 11,25
15Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

Vom Fasten

16Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht sauer dreinsehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Gesicht, um sich vor den Leuten zu zeigen mit ihrem Fasten. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt.

6,16
Jes 58,5-6
17Wenn du aber fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht, 18damit du dich nicht vor den Leuten zeigst mit deinem Fasten, sondern vor deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten.

Vom Schätzesammeln und Sorgen

19

6,19
Lk 12,33-34
Kol 3,1-2
Jak 5,2-3
Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo Motten und Rost sie fressen und wo Diebe einbrechen und stehlen. 20Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motten noch Rost sie fressen und wo Diebe nicht einbrechen und stehlen. 21Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.

22

6,22
Lk 11,34-36
Das Auge ist das Licht des Leibes. Wenn dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein. 23Wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis sein!
6,23
Joh 11,10

24Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.

6,24
Lk 16,13
Jak 4,4

25

6,25
Lk 12,22-31
Darum sage ich euch:
6,25
Ps 145,15-16
Phil 4,6
1. Petr 5,7
Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? 26Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel kostbarer als sie?
6,26
Kap
27Wer ist aber unter euch, der seiner Länge6,27 Das griechische Wort kann »Lebenslänge« oder »Körpergröße« bedeuten. eine Elle zusetzen könnte, wie sehr er sich auch darum sorgt?

28Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. 29Ich sage euch, dass auch

6,29
1. Kön 10,1-29
Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. 30Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: Sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen? 31Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden?
6,31
Phil 4,6
1. Petr 5,7
32Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft.

33Trachtet zuerst nach dem

6,33
Röm 14,17
Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit,
6,33
1. Kön 3,13-14
Ps 37,425
so wird euch das alles zufallen. 34Darum sorgt nicht für morgen, denn
6,34
2. Mose 16,16-19
der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat.