Lutherbibel 2017 (LU17)
19

Zachäus

191Und er ging nach Jericho hinein und zog hindurch. 2Und siehe, da war ein Mann mit Namen Zachäus, der war ein Oberer der Zöllner und war reich. 3Und er begehrte, Jesus zu sehen, wer er wäre, und konnte es nicht wegen der Menge; denn er war klein von Gestalt. 4Und er lief voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, um ihn zu sehen; denn dort sollte er durchkommen. 5Und als Jesus an die Stelle kam, sah er auf und sprach zu ihm: Zachäus, steig eilend herunter; denn ich muss heute in deinem Haus einkehren. 6Und er stieg eilend herunter und nahm ihn auf mit Freuden.

7Da sie das sahen, murrten sie alle und sprachen: Bei einem Sünder ist er eingekehrt.

19,7
Kap
8Zachäus aber trat herzu und sprach zu dem Herrn: Siehe, Herr, die Hälfte von meinem Besitz gebe ich den Armen, und wenn ich jemanden betrogen habe, so gebe ich es vierfach zurück.
19,8
2. Mose 21,37
4. Mose 5,6-7
Hes 33,14-16
9Jesus aber sprach zu ihm: Heute ist diesem Hause Heil widerfahren, denn
19,9
Kap
auch er ist ein Sohn Abrahams. 10Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.
19,10
Kap

Von den anvertrauten Pfunden

(Mt 25,14-30)

11Als sie nun zuhörten, sagte er ein weiteres Gleichnis; denn er war nahe bei Jerusalem und sie meinten, das Reich Gottes werde sogleich offenbar werden. 12Und er sprach: Ein Mann von edler Herkunft zog in ein fernes Land, um ein Königtum zu erlangen und dann zurückzukommen. 13Der ließ zehn seiner Knechte rufen und gab ihnen zehn Pfund und sprach zu ihnen: Handelt damit, bis ich wiederkomme! 14Seine Bürger aber waren ihm feind und schickten eine Gesandtschaft hinter ihm her und ließen sagen: Wir wollen nicht, dass dieser über uns herrsche.

15Und es begab sich, als er wiederkam, nachdem er das Königtum erlangt hatte, da ließ er die Knechte zu sich rufen, denen er das Geld gegeben hatte, um zu erfahren, was sie erhandelt hätten. 16Da trat der erste herzu und sprach: Herr, dein Pfund hat zehn Pfund eingebracht. 17Und er sprach zu ihm: Recht so, du guter Knecht;

19,17
Kap
weil du im Geringsten treu gewesen bist, sollst du Macht haben über zehn Städte.

18Der zweite kam auch und sprach: Herr, dein Pfund hat fünf Pfund erbracht. 19Zu dem sprach er auch: Und du sollst über fünf Städte sein.

20Und der dritte kam und sprach: Herr, siehe da, hier ist dein Pfund, das ich in einem Tuch verwahrt habe; 21denn ich fürchtete mich vor dir, weil du ein harter Mann bist; du nimmst, was du nicht angelegt hast, und erntest, was du nicht gesät hast. 22Er sprach zu ihm: Mit deinen eigenen Worten richte ich dich, du böser Knecht. Wusstest du, dass ich ein harter Mann bin, nehme, was ich nicht angelegt habe, und ernte, was ich nicht gesät habe, 23warum hast du dann mein Geld nicht zur Bank gebracht? Und wenn ich zurückgekommen wäre, hätte ich’s mit Zinsen eingefordert. 24Und er sprach zu denen, die dabeistanden: Nehmt das Pfund von ihm und gebt’s dem, der zehn Pfund hat. 25Und sie sprachen zu ihm: Herr, er hat doch schon zehn Pfund. 26Ich sage euch aber: Wer da hat, dem wird gegeben werden; von dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat.

19,26
Kap
27Doch diese meine Feinde, die nicht wollten, dass ich über sie herrsche, bringt her und macht sie vor mir nieder.

Jesu Einzug in Jerusalem

(Mt 21,1-11; Mk 11,1-10; Joh 12,12-16)

28Und als er das gesagt hatte,

19,28
Kap
ging er voran und zog hinauf nach Jerusalem. 29Und es begab sich, als er nahe von Betfage und Betanien an den Berg kam, der Ölberg heißt, da sandte er zwei Jünger 30und sprach: Geht hin in das Dorf, das gegenüberliegt. Und wenn ihr hineinkommt, werdet ihr ein
19,30
Sach 9,9
Füllen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat; bindet es los und bringt’s her! 31Und wenn euch jemand fragt: Warum bindet ihr es los?, dann sagt so: Der Herr bedarf seiner. 32Und die er gesandt hatte, gingen hin und fanden’s, wie er ihnen gesagt hatte.
19,32
Kap
33Als sie aber das Füllen losbanden, sprachen seine Herren zu ihnen: Warum bindet ihr das Füllen los? 34Sie aber sprachen: Der Herr bedarf seiner.

35Und sie brachten’s zu Jesus und warfen ihre Kleider auf das Füllen und setzten Jesus darauf. 36Als er nun hinzog,

19,36
2. Kön 9,13
breiteten sie ihre Kleider auf den Weg. 37Und als er schon nahe am Abhang des Ölbergs war, fing die ganze Menge der Jünger an, mit Freuden
19,37
Kap
Gott zu loben mit lauter Stimme über alle Taten, die sie gesehen hatten, 38und sprachen:
19,38
Ps 118,26
Gelobt sei, der da kommt, der König, in dem Namen des Herrn!
19,38
Kap
Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe!

39Und einige von den Pharisäern in der Menge sprachen zu ihm: Meister, weise doch deine Jünger zurecht! 40Er antwortete und sprach: Ich sage euch: Wenn diese schweigen werden, so werden

19,40
Hab 2,11
die Steine schreien.

Jesus weint über Jerusalem

41Und als er nahe hinzukam und die Stadt sah, weinte er über sie 42und sprach: Wenn doch auch du erkenntest an diesem Tag, was zum Frieden dient!

19,42
Mt 13,13-14
Aber nun ist’s vor deinen Augen verborgen. 43Denn es wird eine Zeit über dich kommen, da
19,43
Kap
werden deine Feinde um dich einen Wall aufwerfen, dich belagern und von allen Seiten bedrängen 44und werden dich dem Erdboden gleichmachen samt deinen Kindern in dir und
19,44
Kap
keinen Stein auf dem andern lassen in dir, weil du die Zeit nicht erkannt hast, in der du
19,44
Kap
besucht worden bist.

Die Tempelreinigung

(Mt 21,12-16; Mk 11,15-18; Joh 2,13-16)

45Und er ging in den Tempel und fing an, die Händler hinauszutreiben, 46und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben (Jes 56,7): »Mein Haus wird ein Bethaus sein«; ihr aber habt es zur

19,46
Jer 7,11
Räuberhöhle gemacht. 47Und er lehrte täglich im Tempel. Aber die Hohenpriester und die Schriftgelehrten und die Angesehensten des Volkes trachteten danach, dass sie ihn umbrächten, 48und fanden nicht, wie sie es machen sollten; denn alles Volk hing ihm an und hörte ihn.

20

Die Frage nach Jesu Vollmacht

(Mt 21,23-27; Mk 11,27-33)

201Und es begab sich eines Tages, als er das Volk lehrte im Tempel und predigte das Evangelium, da traten zu ihm die Hohenpriester und die Schriftgelehrten mit den Ältesten 2und sprachen zu ihm: Sage uns, aus welcher

20,2
Kap
Vollmacht tust du das? Oder wer hat dir diese Macht gegeben? 3Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch eine Sache fragen; sagt mir: 4Die
20,4
Kap
Taufe des Johannes – war sie vom Himmel oder von Menschen?

5Sie aber bedachten’s bei sich selbst und sprachen: Sagen wir, vom Himmel, so wird er sagen: Warum habt ihr ihm nicht geglaubt?

20,5
Kap
6Sagen wir aber, von Menschen, so wird uns alles Volk steinigen; denn sie sind überzeugt, dass
20,6
Kap
Johannes ein Prophet war. 7Und sie antworteten, sie wüssten nicht, wo sie her wäre. 8Und Jesus sprach zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, aus welcher Vollmacht ich das tue.

Von den bösen Weingärtnern

(Mt 21,33-46; Mk 12,1-12)

9Er fing aber an, dem Volk dies Gleichnis zu sagen: Ein Mensch

20,9
Jes 5,1-2
pflanzte einen Weinberg und verpachtete ihn an Weingärtner und ging außer Landes für eine lange Zeit. 10
20,10
2. Chr 36,15-16
Und als die Zeit kam, sandte er einen Knecht zu den Weingärtnern, damit sie ihm seinen Anteil gäben an der Frucht des Weinbergs. Aber die Weingärtner schlugen ihn und schickten ihn mit leeren Händen fort. 11Und er sandte noch einen zweiten Knecht; sie aber schlugen den auch und schmähten ihn und schickten ihn mit leeren Händen fort. 12Und er sandte noch einen dritten; sie aber schlugen auch den blutig und stießen ihn hinaus.

13Da sprach der Herr des Weinbergs: Was soll ich tun? Ich will meinen lieben Sohn senden; vielleicht werden sie sich vor dem scheuen. 14Als aber die Weingärtner den Sohn sahen, dachten sie bei sich selbst und sprachen: Das ist der Erbe; lasst uns ihn töten, damit das Erbe unser sei! 15Und sie stießen ihn hinaus vor den Weinberg und töteten ihn. Was wird nun der Herr des Weinbergs mit ihnen tun? 16Er wird kommen und diese Weingärtner umbringen und seinen Weinberg andern geben.

Als sie das hörten, sprachen sie: Das sei ferne! 17Er aber sah sie an und sprach: Was bedeutet dann das, was geschrieben steht (Ps 118,22): »Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden«?

20,17
Apg 4,11
18Wer auf diesen Stein fällt, der wird zerschellen;
20,18
Jes 8,14-15
Dan 2,34-3544-45
auf wen er aber fällt, den wird er zermalmen.

19Und die Schriftgelehrten und die Hohenpriester trachteten danach, Hand an ihn zu legen noch in derselben Stunde, und fürchteten sich doch vor dem Volk; denn sie verstanden, dass er auf sie hin dies Gleichnis gesagt hatte.

20,19
Kap

Die Frage nach der Steuer (Der Zinsgroschen)

(Mt 22,15-22; Mk 12,13-17)

20Und sie beobachteten ihn und sandten Leute aus, die sich stellen sollten, als wären sie gerecht;

20,20
Kap
die sollten ihn fangen in seinen Worten, damit man ihn überantworten könnte der Obrigkeit und Gewalt des Statthalters. 21Und sie fragten ihn und sprachen: Meister, wir wissen, dass du aufrichtig redest und lehrst und
20,21
Apg 10,34
achtest nicht das Ansehen der Menschen, sondern du lehrst den
20,21
Apg 18,26
Weg Gottes wahrhaftig. 22Ist’s recht, dass wir dem Kaiser Steuern zahlen, oder nicht?

23Er aber merkte ihre List und sprach zu ihnen: 24Zeigt mir einen Silbergroschen! Wessen Bild und Aufschrift hat er? Sie sprachen: Des Kaisers. 25Er aber sprach zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!

20,25
Röm 13,17
26Und sie konnten ihn in seinen Worten nicht fangen vor dem Volk und wunderten sich über seine Antwort und schwiegen still.

Die Frage nach der Auferstehung

(Mt 22,23-33; 22,46; Mk 12,18-27; 12,32.34)

27Da traten zu ihm einige der

20,27
Apg 23,8
Sadduzäer, die sagen, es gebe keine Auferstehung, und fragten ihn 28und sprachen: Meister, Mose hat uns vorgeschrieben (5. Mose 25,5-6): »Wenn jemand stirbt, der eine Frau hat, aber keine Kinder, so soll sein Bruder sie zur Frau nehmen und seinem Bruder Nachkommen erwecken.«
20,28
1. Mose 38,6-8
29Nun waren sieben Brüder. Der erste nahm eine Frau und starb kinderlos. 30Und der zweite 31nahm sie zur Frau, dann der dritte, desgleichen alle sieben: Sie hinterließen keine Kinder und starben. 32Zuletzt starb auch die Frau. 33Die Frau nun: Wessen Frau wird sie in der Auferstehung sein? Denn alle sieben haben sie zur Frau gehabt.

34Und Jesus sprach zu ihnen: Die Kinder dieser Welt heiraten und lassen sich heiraten; 35welche aber gewürdigt werden, jene Welt zu erlangen und die Auferstehung von den Toten, die werden weder heiraten noch sich heiraten lassen. 36Denn sie können hinfort nicht sterben; denn sie sind den Engeln gleich und

20,36
1. Joh 3,1-2
Gottes Kinder, weil sie Kinder der Auferstehung sind. 37Dass aber die Toten auferstehen, darauf hat auch Mose hingedeutet beim Dornbusch, wo er den Herrn nennt Gott Abrahams und Gott Isaaks und Gott Jakobs (2. Mose 3,6). 38Gott aber ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden; denn
20,38
Röm 14,8
ihm leben sie alle.

39Da antworteten einige der Schriftgelehrten und sprachen: Meister, du hast recht geredet. 40Denn sie wagten nicht mehr, ihn etwas zu fragen.

Der Sohn Davids

(Mt 22,41-45; Mk 12,35-37)

41Er sprach aber zu ihnen: Wieso sagen sie, der Christus sei Davids Sohn?

20,41
Joh 7,42
42
20,42
Apg 2,34-35
Denn David selbst sagt im Buch der Psalmen (Ps 110,1): »Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, 43bis ich deine Feinde zum Schemel unter deine Füße lege.« 44David nennt ihn also »Herr«; wie ist er dann sein Sohn?

Warnung vor den Schriftgelehrten

(Mt 23,5-7; Mk 12,38-40)

45Als aber alles Volk zuhörte, sprach er zu seinen Jüngern: 46Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die gern in langen Gewändern umhergehen und es

20,46
Kap
lieben, sich auf dem Markt grüßen zu lassen und obenan in den Synagogen und beim Gastmahl zu sitzen; 47sie fressen die Häuser der Witwen und verrichten zum Schein lange Gebete. Die werden ein umso härteres Urteil empfangen.
20,47
Jes 5,8
10,2

21

Das Scherflein der Witwe

(Mk 12,41-44)

211Er blickte aber auf und sah, wie die Reichen ihre Gaben in den Gotteskasten21,1 Siehe Sach- und Worterklärungen. einlegten. 2Er sah aber eine arme Witwe, die legte dort zwei Scherflein ein. 3Und er sprach: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr als sie alle eingelegt. 4Denn diese alle haben etwas von ihrem Überfluss zu den Gaben eingelegt; sie aber hat von ihrer Armut alles eingelegt, was sie zum Leben hatte.

21,4
2. Kor 8,12

Jesu Rede über die Endzeit

Kapitel 21,5-36

(Mt 24,1-36; Mk 13,1-32)

Das Ende des Tempels

5Und als einige von dem Tempel sagten, dass er mit schönen Steinen und Weihegaben geschmückt sei, sprach er: 6Es wird die Zeit kommen, in der von dem allen, was ihr seht, nicht ein Stein auf dem andern gelassen wird, der nicht zerbrochen werde.

21,6
Kap

Die Vorzeichen

7Sie fragten ihn aber: Meister, wann wird das geschehen? Und was wird das Zeichen sein, wenn das geschehen wird? 8Er aber sprach: Seht zu, lasst euch nicht verführen. Denn viele werden kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin’s, und: Die Zeit ist herbeigekommen. – Lauft ihnen nicht nach! 9Wenn ihr aber hören werdet von Kriegen und Unruhen, so entsetzt euch nicht. Denn das muss zuvor geschehen; aber das Ende ist noch nicht so bald da. 10Dann sprach er zu ihnen: Ein Volk wird sich erheben gegen das andere und ein Reich gegen das andere,

21,10
Jes 19,2
11und es werden geschehen
21,11
Hes 38,19
große Erdbeben und hier und dort Hungersnöte und Seuchen; auch werden Schrecknisse und vom Himmel her große Zeichen geschehen.

Ankündigung von Verfolgungen

12

21,12
Mt 10,17-2230
Apg 4,3
Aber vor diesem allen werden sie Hand an euch legen und euch verfolgen und werden euch überantworten den Synagogen und Gefängnissen und euch vor Könige und Statthalter führen um meines Namens willen.
21,12
Joh 16,1-4
13Das wird euch widerfahren zu einem Zeugnis. 14So nehmt nun zu Herzen,
21,14
Kap
dass ihr euch nicht sorgt, wie ihr euch verteidigen sollt. 15Denn ich will euch Mund und Weisheit geben, der alle eure Widersacher nicht widerstehen noch widersprechen können.
21,15
Apg 6,10
16Ihr werdet aber verraten werden
21,16
Kap
von Eltern und Geschwistern, Verwandten und Freunden; und sie werden einige von euch zu Tode bringen. 17Und ihr werdet gehasst sein von jedermann um meines Namens willen.
21,17
Kap
18Und kein Haar von eurem Haupt soll verloren gehen.
21,18
Kap
19Seid standhaft, und ihr werdet euer Leben gewinnen.
21,19
Hebr 10,3639

Das Ende Jerusalems

20Wenn ihr aber sehen werdet, dass

21,20
Kap
Jerusalem von einem Heer belagert wird, dann erkennt, dass seine Verwüstung nahe herbeigekommen ist. 21Alsdann, wer in Judäa ist, der fliehe ins Gebirge, und wer in der Stadt ist, gehe hinaus, und wer auf dem Lande ist, komme nicht hinein. 22Denn das sind die
21,22
5. Mose 32,35
Tage der Vergeltung, dass
21,22
Kap
erfüllt werde alles, was geschrieben ist.

23

21,23
Kap
Wehe den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Denn es wird große Not auf Erden sein und Zorn über dies Volk kommen, 24und sie werden fallen durch die Schärfe des Schwertes und gefangen weggeführt unter alle Völker, und
21,24
Ps 79,1
Jes 63,18
Offb 11,2
Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden,
21,24
Röm 11,25
bis die Zeiten der Heiden erfüllt sind.

Das Kommen des Menschensohns

(Mt 24,29-31; Mk 13,24-27)

25

21,25
Joel 3,3-4
Offb 6,12-13
Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden wird den Völkern bange sein, und sie werden verzagen vor dem Brausen und Wogen des Meeres, 26und die Menschen werden vergehen vor Furcht und in Erwartung der Dinge, die kommen sollen über die ganze Erde; denn die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen.
21,26
Joel 2,10
2. Petr 3,10
27Und alsdann
21,27
Dan 7,13
Mk 14,62
Offb 1,7
werden sie sehen den Menschensohn kommen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit. 28Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf21,28 Wörtlich: »richtet euch auf«. und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.

Vom Feigenbaum

29Und er sagte ihnen ein Gleichnis: Seht den Feigenbaum und alle Bäume an: 30wenn sie jetzt ausschlagen und ihr seht es, so wisst ihr selber, dass der Sommer schon nahe ist. 31So auch ihr: Wenn ihr seht, dass dies alles geschieht, so wisst, dass das Reich Gottes nahe ist.

32Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis es alles geschieht.

21,32
Kap
33Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.
21,33
Ps 119,89
Jes 40,8

Ermahnung zur Wachsamkeit

34Hütet euch aber, dass

21,34
Kap
eure Herzen nicht beschwert werden durch Rausch und Saufen und mit täglichen Sorgen und dieser Tag nicht
21,34
1. Thess 5,3
plötzlich über euch komme 35wie ein Fallstrick. Denn er wird über alle kommen, die auf der ganzen Erde wohnen. 36Wachet aber allezeit und betet, dass ihr stark werdet, zu entfliehen diesem allen, was geschehen soll, und zu stehen vor dem Menschensohn.

37Er lehrte des Tags im Tempel;

21,37
Kap
des Nachts aber ging er hinaus und blieb an dem Berg, den man den Ölberg nennt. 38Und alles Volk machte sich früh auf zu ihm, ihn im Tempel zu hören.