Lutherbibel 2017 (LU17)
10

Der Tod Nadabs und Abihus

101Und

10,1
2. Mose 6,23
28,1
Aarons Söhne Nadab und Abihu nahmen ein jeder seine Pfanne und taten Feuer hinein und legten Räucherwerk darauf und brachten so ein
10,1
2. Mose 30,9
fremdes Feuer vor den HERRN, das er ihnen nicht geboten hatte. 2
10,2
Jer 25,29
1. Petr 4,17
Da fuhr ein Feuer aus von dem HERRN und verzehrte sie, dass sie starben vor dem HERRN.
10,2
4. Mose 16,35
3Da sprach Mose zu Aaron: Das ist’s, was der HERR gesagt hat: Ich erzeige mich heilig an denen, die mir nahe sind, und vor allem Volk erweise ich mich herrlich. Und Aaron schwieg.

4Mose aber rief

10,4
2. Mose 6,22
Mischaël und Elizafan, die Söhne Usiëls, des Oheims Aarons, und sprach zu ihnen: Tretet hinzu und tragt eure Brüder von dem Heiligtum hinaus vor das Lager. 5Und sie traten hinzu und trugen sie hinaus mit ihren leinenen Gewändern vor das Lager, wie Mose gesagt hatte. 6Da sprach Mose zu Aaron und seinen Söhnen Eleasar und Itamar: Ihr sollt euer
10,6
Kap
Haupthaar nicht frei hängen lassen und eure Kleider nicht zerreißen, dass ihr nicht sterbt und der Zorn über die ganze Gemeinde komme. Lasst aber eure Brüder, das ganze Haus Israel, weinen über diesen Brand, den der HERR angerichtet hat. 7Ihr sollt auch nicht hinweggehen von dem Eingang der Stiftshütte, ihr würdet sonst sterben; denn das Salböl des HERRN ist auf euch. Und sie taten, wie Mose sagte.

8Der HERR aber redete mit Aaron und sprach: 9Du und deine Söhne,

10,9
Hes 44,21
Hos 4,11
Am 2,8
ihr sollt weder Wein noch Bier trinken, wenn ihr in die Stiftshütte geht, damit ihr nicht sterbt. Das sei eine ewige Ordnung für alle eure Nachkommen. 10Ihr sollt unterscheiden, was heilig und unheilig, was unrein und rein ist,
10,10
Hes 22,26
44,23
11und Israel lehren alle Ordnungen, die der HERR ihnen durch Mose verkündet hat.

12Und Mose redete mit Aaron und mit seinen Söhnen Eleasar und Itamar, die ihm noch geblieben waren: Nehmt das Speisopfer, das übrig geblieben ist von den Feueropfern des HERRN, und esst es ungesäuert bei dem Altar; denn es ist ein Hochheiliges.

10,12
Kap
13Ihr sollt es aber an heiliger Stätte essen;
10,13
Kap
denn das ist dein und deiner Söhne Anrecht an den Feueropfern des HERRN; denn so ist mir’s geboten. 14Auch die
10,14
Kap
Brust des Schwingopfers und die Keule des Hebopfers sollst du mit deinen Söhnen und deinen Töchtern essen an reiner Stätte; denn solches Anrecht an den Dankopfern Israels ist dir und deinen Kindern gegeben. 15Denn diese Keule und diese Brust soll man zu den Feueropfern des Fettes bringen, dass sie als Schwingopfer geschwungen werden vor dem HERRN; es gehört dir und deinen Söhnen als ewiges Anrecht, wie der HERR geboten hat.
10,15
Kap

16Und Mose suchte den

10,16
Kap
Bock des Sündopfers und fand ihn verbrannt. Und er wurde zornig über Eleasar und Itamar, Aarons Söhne, die ihm noch geblieben waren, und sprach: 17Warum habt ihr das Sündopfer nicht gegessen an heiliger Stätte? Denn es ist ein Hochheiliges, und der HERR hat es euch gegeben, dass ihr die Schuld der Gemeinde wegnehmen und sie vor ihm entsühnen sollt. 18Siehe, sein Blut ist nicht in das Heilige hineingebracht worden.
10,18
Kap
Ihr solltet das Opfer im Heiligen gegessen haben, wie ich geboten hatte. 19Aaron aber sprach zu Mose: Siehe, heute haben sie ihr Sündopfer und ihr Brandopfer vor dem HERRN geopfert, und es ist mir so ergangen, wie du siehst; und ich sollte heute essen vom Sündopfer? Sollte das dem HERRN gefallen? 20Als Mose das hörte, ließ er sich’s gefallen.

11

Reine und unreine Tiere

(vgl. 5. Mose 14,3-20)

111Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach zu ihnen: 2Redet mit den Israeliten und sprecht:

11,2
Apg 10,12-15
1. Tim 4,3-4
Dies sind die Tiere, die ihr essen dürft unter allen Tieren auf dem Lande. 3Alles, was gespaltene Klauen hat, ganz durchgespalten, und wiederkäut unter den Tieren, das dürft ihr essen. 4Nur diese dürft ihr nicht essen von dem, was wiederkäut oder gespaltene Klauen hat: das Kamel, denn es ist zwar ein Wiederkäuer, hat aber keine durchgespaltenen Klauen, darum soll es euch unrein sein; 5den Klippdachs, denn er ist zwar ein Wiederkäuer, hat aber keine durchgespaltenen Klauen; darum soll er euch unrein sein; 6den Hasen, denn er ist auch ein Wiederkäuer, hat aber keine durchgespaltenen Klauen; darum soll er euch unrein sein; 7das
11,7
Jes 65,4
66,17
Schwein, denn es hat wohl durchgespaltene Klauen, ist aber kein Wiederkäuer; darum soll es euch unrein sein. 8Von ihrem Fleisch dürft ihr weder essen noch ihr Aas anrühren; denn sie sind euch unrein.

9Dies dürft ihr essen von dem, was im Wasser lebt: Alles, was Flossen und Schuppen hat im Wasser, im Meer und in den Bächen, dürft ihr essen. 10Alles aber, was nicht Flossen und Schuppen hat im Meer und in den Bächen von allem, was sich regt im Wasser, und allem, was lebt im Wasser, soll euch ein Gräuel sein. 11Von ihrem Fleisch dürft ihr nicht essen und ihr Aas sollt ihr verabscheuen, denn sie sind ein Gräuel für euch. 12Alles, was nicht Flossen und Schuppen hat im Wasser, sollt ihr verabscheuen.

13Und diese sollt ihr verabscheuen unter den Vögeln, dass sie nicht gegessen werden, denn ein Gräuel sind sie: den Adler, den Lämmergeier, den Bartgeier, 14die Gabelweihe, alle Arten des Falken 15und alle Arten des Raben, 16den Strauß, die Nachteule, die Möwe, alle Arten des Habichts, 17das Käuzchen, die Fischeule, den Uhu, 18die Schleiereule, die Ohreule, den Aasgeier, 19den Storch, alle Arten des Reihers, den Wiedehopf und die Fledermaus.

20Auch alles kleine Getier, das Flügel hat und auf vier Füßen geht, soll euch ein Gräuel sein. 21Doch dies dürft ihr essen von allem kleinen Getier, das Flügel hat und auf vier Füßen geht: was oberhalb der Füße noch zwei Schenkel hat, womit es auf Erden hüpft. 22Von diesen dürft ihr essen alle Arten der Heuschrecke, alle Arten des Solam, alle Arten des Hargol und alle Arten des Hagab. 23Alles kleine Getier aber, was sonst Flügel und vier Füße hat, soll euch ein Gräuel sein.

24An diesen werdet ihr euch verunreinigen, wer ihr

11,24
Kap
Aas anrührt, der wird unrein sein bis zum Abend, 25und wer ihr Aas trägt, soll seine Kleider waschen und wird unrein sein bis zum Abend: 26an allem Getier, das gespaltene Klauen hat, aber nicht ganz durchgespaltene, und nicht wiederkäut. Unrein soll es euch sein, und wer es anrührt, wird unrein sein. 27Und alles, was auf Tatzen geht unter den Tieren, die auf vier Füßen gehen, soll euch unrein sein. Wer ihr Aas anrührt, wird unrein sein bis zum Abend. 28Und wer ihr Aas trägt, soll seine Kleider waschen und unrein sein bis zum Abend; denn sie sind euch unrein.

29Diese sollen euch auch unrein sein unter den Tieren, die auf der Erde wimmeln: der Maulwurf, die

11,29
Jes 66,17
Maus und alle Arten der Eidechse, 30der Gecko, die Koach-Eidechse, die Letaa-Eidechse, der Molch und das Chamäleon. 31Die sind euch unrein unter allem kleinen Getier. Wer ihr Aas anrührt, der wird unrein sein bis zum Abend. 32Und alles, worauf ihr Aas fällt, das wird unrein, jedes hölzerne Gefäß oder Kleider oder Fell oder Sack, jedes Gerät, mit dem man arbeitet. All das soll man ins Wasser legen, es ist unrein bis zum Abend und dann wieder rein. 33Ist es aber ein irdenes Gefäß, in das ein solches Aas hineinfällt, so wird alles unrein, was darin ist, und ihr sollt es zerbrechen. 34Alle Speise, die man isst, wird unrein, wenn jenes Wasser darankommt; und alles Getränk, das man trinkt, wird in solchen Gefäßen unrein. 35Und alles, worauf ein solches Aas fällt, wird unrein, es sei Ofen oder Herd; man soll es zerbrechen, denn es ist unrein und soll euch unrein sein. 36Nur die Brunnen und Zisternen, in denen sich Wasser sammelt, bleiben rein. Wer aber das Aas darin anrührt, ist unrein. 37Und wenn ein solches Aas auf Samen fällt, den man sät, so bleibt er doch rein. 38Wenn man aber Wasser über den Samen gegossen hat und es fällt danach ein solches Aas darauf, so wird er euch unrein.

39Wenn eins von den Tieren stirbt, die euch zur Speise dienen: Wer ihr Aas anrührt, wird unrein bis zum Abend. 40Wer von solchem Aas isst, der soll sein Kleid waschen; er wird unrein sein bis zum Abend. Auch wer ein solches Aas trägt, soll sein Kleid waschen; er wird unrein sein bis zum Abend.

41Alles kleine Getier, das auf der Erde kriecht, soll euch ein Gräuel sein, und man soll es nicht essen. 42Alles, was auf dem Bauch kriecht, und alles, was auf vier oder mehr Füßen geht, unter allem, was auf der Erde kriecht, dürft ihr nicht essen; denn es soll euch ein Gräuel sein. 43Macht euch selbst nicht zum Gräuel an allem kleinen Getier, das da wimmelt, und macht euch nicht unrein an ihm, sodass ihr dadurch unrein werdet. 44Denn ich bin der HERR, euer Gott. Darum sollt ihr euch heiligen, sodass ihr heilig werdet,

11,44
Kap
denn ich bin heilig; und ihr sollt euch nicht selbst unrein machen an irgendeinem Getier, das auf der Erde kriecht. 45Denn ich bin der HERR, der euch aus Ägyptenland geführt hat, dass ich euer Gott sei. Darum sollt ihr heilig sein, denn ich bin heilig.

46Das ist das Gesetz von dem Vieh und den Vögeln und von allen Tieren, die sich regen im Wasser, und von allen Tieren, die auf der Erde kriechen, 47auf dass ihr unterscheidet, was unrein und rein ist und welches Tier man essen und welches man nicht essen darf.

12

Bestimmungen für die Wöchnerinnen

121Und der HERR redete mit Mose und sprach: 2Rede mit den Israeliten und sprich: Wenn eine Frau empfängt und einen Knaben gebiert,

12,2
Kap
so soll sie sieben Tage unrein sein, wie wenn sie ihre Tage hat. 3Und am achten Tage soll man seine Vorhaut beschneiden.
12,3
1. Mose 17,10-12
Lk 2,21
Joh 7,22
4Und sie soll daheimbleiben dreiunddreißig Tage wegen des Blutes ihrer Reinigung. Kein Heiliges soll sie anrühren und zum Heiligtum soll sie nicht kommen, bis die Tage ihrer Reinigung um sind. 5Gebiert sie aber ein Mädchen, so soll sie zwei Wochen unrein sein, wie wenn sie ihre Tage hat, und soll sechsundsechzig Tage daheimbleiben wegen des Blutes ihrer Reinigung.

6Und wenn die Tage ihrer Reinigung für den Sohn oder für die Tochter um sind, soll sie dem Priester ein einjähriges Lamm bringen zum Brandopfer und eine Taube oder Turteltaube zum Sündopfer vor den Eingang der Stiftshütte. 7Der soll es opfern vor dem HERRN und sie entsühnen, so wird sie rein von ihrem Blutfluss. Das ist das Gesetz für die Frau, die einen Knaben oder ein Mädchen gebiert. 8Vermag sie aber nicht ein Lamm aufzubringen, so nehme sie

12,8
Kap
zwei Turteltauben oder zwei andere Tauben, eine zum Brandopfer, die andere zum Sündopfer; so soll sie der Priester entsühnen, dass sie rein werde.

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