Lutherbibel 2017 (LU17)

Das warnende Beispiel Israels

101Ich will euch aber, Brüder und Schwestern, nicht in Unwissenheit darüber lassen, dass unsre Väter alle

10,1
2. Mose 13,21
unter der Wolke gewesen und alle
10,1
2. Mose 14,22
durchs Meer gegangen sind; 2und sind alle auf Mose getauft worden in der Wolke und im Meer, 3und haben alle dieselbe geistliche Speise gegessen
10,3
2. Mose 16,435
4und haben alle denselben geistlichen Trank getrunken; denn sie tranken von dem geistlichen
10,4
2. Mose 17,6
Felsen, der ihnen folgte; der Fels aber war Christus. 5Doch an den meisten von ihnen hatte Gott kein Wohlgefallen, denn sie sind in der Wüste umgekommen.
10,5
4. Mose 14,1622-32

6Das ist aber geschehen uns zum Vorbild, dass wir nicht am Bösen unsre Lust haben,

10,6
4. Mose 11,4
wie jene sie hatten. 7So werdet nicht Götzendiener, wie einige von ihnen es wurden, wie geschrieben steht (2. Mose 32,6): »Das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken, und sie standen auf, um zu spielen.« 8Auch lasst uns nicht Hurerei treiben,
10,8
4. Mose 25,19
wie etliche von ihnen Hurerei trieben: Und an einem einzigen Tag kamen dreiundzwanzigtausend um. 9Lasst uns auch nicht Christus versuchen, wie etliche von ihnen taten und
10,9
4. Mose 21,4-6
wurden von den Schlangen umgebracht. 10Murrt auch nicht, wie etliche von ihnen murrten und wurden umgebracht durch den Verderber.
10,10
4. Mose 14,235-36
Hebr 3,1117
11Dies widerfuhr ihnen als ein Vorbild. Es ist aber geschrieben uns zur Warnung, auf die
10,11
1. Petr 4,7
das Ende der Zeiten gekommen ist.

12Darum, wer meint, er stehe, soll zusehen, dass er nicht falle.

10,12
Röm 11,20
13Bisher hat euch nur menschliche Versuchung getroffen. Aber Gott ist treu,
10,13
Ps 68,20
2. Petr 2,9
2. Thess 3,3
der euch nicht versuchen lässt über eure Kraft, sondern macht, dass die Versuchung so ein Ende nimmt, dass ihr’s ertragen könnt.

Die Unvereinbarkeit von Abendmahl und Götzendienst

14Darum, meine Lieben, flieht den Götzendienst!

10,14
1. Joh 5,21
15Ich rede doch zu verständigen Menschen; beurteilt ihr, was ich sage. 16Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist der nicht die Gemeinschaft des Blutes Christi? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi?
10,16
1. Kor 11,23-26
Mt 26,26-27
Apg 2,42
17Denn ein Brot ist’s. So
10,17
1. Kor 12,27
Röm 12,5
sind wir, die vielen, ein Leib, weil wir alle an einem Brot teilhaben.

18Seht an das Israel nach dem Fleisch! Welche

10,18
3. Mose 7,6
die Opfer essen, stehen die nicht in der Gemeinschaft des Altars? 19Was will ich nun damit sagen? Dass das Götzenopfer etwas sei? Oder
10,19
1. Kor 8,4
dass der Götze etwas sei? 20Nein, sondern was man da opfert, das
10,20
5. Mose 32,17
opfert man den Dämonen und nicht Gott. Ich will aber nicht, dass ihr mit den Dämonen Gemeinschaft habt. 21Ihr könnt nicht zugleich den Kelch des Herrn trinken und den Kelch der Dämonen; ihr könnt nicht zugleich am Tisch des Herrn teilhaben und am Tisch der Dämonen.
10,21
Mt 6,24
2. Kor 6,15-16
22Oder wollen wir des Herrn Eifersucht wecken? Sind wir stärker als er?

Rücksicht auf das Gewissen

23Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf.

10,23
1. Kor 6,12
24Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient.
10,24
Röm 15,2
Phil 2,4
25Alles, was auf dem Fleischmarkt verkauft wird, das esst, und prüft es nicht um des Gewissens willen.
10,25
Röm 14,2-1022
26Denn »die Erde ist des Herrn und was darinnen ist« (Ps 24,1). 27Wenn euch einer von den Ungläubigen einlädt und ihr wollt hingehen, so esst alles, was euch vorgesetzt wird, und prüft es nicht um des Gewissens willen. 28Wenn aber jemand zu euch sagen würde: Das ist
10,28
1. Kor 8,7
Opferfleisch, so esst nicht davon, um desjenigen willen, der es gesagt hat, und um des Gewissens willen. 29Ich rede aber nicht von deinem eigenen Gewissen, sondern von dem des andern. Denn warum sollte ich meine Freiheit beurteilen lassen vom Gewissen eines andern? 30Wenn ich
10,30
1. Tim 4,4
mit Danksagung am Mahl teilnehme, warum sollte ich mich Lästerer nennen lassen wegen etwas, wofür ich danke?

31Ob ihr nun esst oder trinkt oder was ihr auch tut, das tut alles zu Gottes Ehre.

10,31
Kol 3,17
32
10,32
Röm 14,13
Erregt keinen Anstoß, weder bei den Juden noch bei den Griechen noch bei der Gemeinde Gottes, 33so wie
10,33
1. Kor 9,20-22
auch ich jedermann in allem zu Gefallen lebe und suche nicht, was mir, sondern was vielen dient, damit sie gerettet werden.