Gute Nachricht Bibel (GNB)
139

Mein Schöpfer kennt mich durch und durch

1391Ein Lied Davids.

Herr, du durchschaust mich,

du kennst mich bis auf den Grund.

139,1
7,10
17,3
44,22
Jer 11,20

2Ob ich sitze oder stehe, du weißt es,

du kennst meine Pläne von ferne.

3Ob ich tätig bin oder ausruhe,

du siehst mich;

jeder Schritt, den ich mache, ist dir bekannt.

4Noch ehe ein Wort auf meine Zunge kommt,

hast du, Herr, es schon gehört.

5Von allen Seiten umgibst du mich,

ich bin ganz in deiner Hand.

6Dass du mich so durch und durch kennst,

das übersteigt meinen Verstand;

es ist mir zu hoch, ich kann es nicht fassen.

7Wohin kann ich gehen, um dir zu entrinnen,

wohin fliehen, damit du mich nicht siehst?

139,7-12
Jer 23,23-24
Am 9,2-3
Ijob 26,6
34,22
Sir 16,17

8Steige ich hinauf in den Himmel –

du bist da.

Verstecke ich mich in der Totenwelt –

dort bist du auch.

9Fliege ich dorthin, wo die Sonne aufgeht,

oder zum Ende des Meeres, wo sie versinkt:

10auch dort wird deine Hand nach mir greifen,

auch dort lässt du mich nicht los.

11Sage ich: »Finsternis soll mich bedecken,

rings um mich werde es Nacht«,

12so hilft mir das nichts;139,12 Verdeutlichender Zusatz.

denn auch die Finsternis

ist für dich nicht dunkel

und die Nacht ist so hell wie der Tag.

13Du hast mich geschaffen mit Leib und Geist,

mich zusammengefügt im Schoß meiner Mutter.

139,13-14
Ijob 10,8-11

14Dafür danke ich dir,

es erfüllt mich mit Ehrfurcht.

An mir selber erkenne ich:

Alle deine Taten sind Wunder!

15Ich war dir nicht verborgen,

als ich im Dunkeln Gestalt annahm,

tief unten im Mutterschoß der Erde.

16Du sahst mich schon fertig,

als ich noch ungeformt war.

Im Voraus hast du alles aufgeschrieben;

jeder meiner Tage war schon vorgezeichnet,

noch ehe der erste begann.

139,16
Ijob 14,5
Jer 1,5
Koh 6,10

17Wie rätselhaft sind mir deine Gedanken, Gott,

und wie unermesslich ist ihre Fülle!

139,17-18
40,6
92,6
Sir 18,5-7

18Sie sind zahlreicher als der Sand am Meer.

Nächtelang denke ich über dich nach

und komme an kein Ende.

139,18
119,55

19Gott, bring sie doch alle um,

die dich und deine Gebote missachten!

Halte mir diese Mörder vom Leib!

20Sie reden Lästerworte gegen dich;

Herr, deine Feinde missbrauchen deinen Namen!

21Wie ich sie hasse, die dich hassen, Herr!

Wie ich sie verabscheue,

die gegen dich aufstehen!

22Deine Feinde sind auch meine Feinde,

ich hasse sie glühend.

23Durchforsche mich, Gott, sieh mir ins Herz,

prüfe meine Wünsche und Gedanken!

24Und wenn ich in Gefahr bin, mich von dir zu entfernen,

dann bring mich zurück auf den Weg zu dir!

139,24
25,4

140

Bitte um Hilfe gegen Verleumder

1401Ein Lied Davids.

2Herr, rette mich vor boshaften Menschen,

vor gewalttätigen Leuten beschütze mich!

3Ihr Kopf steckt voll von bösen Plänen,

ständig brechen sie Streit vom Zaun.

4Sie sind gefährlich wie züngelnde Schlangen,

ihre Worte sind tödlich wie Natterngift.

140,4
58,5
Röm 3,13

5Herr, bewahre mich vor Menschen,

die dich und deine Gebote missachten;

vor gewalttätigen Leuten beschütze mich,

vor denen, die mich zu Fall bringen wollen.

6Diese Vermessenen haben mir Fallen gestellt,

mir Schlingen und Netze in den Weg gelegt.

140,6
31,5

7Ich aber sage: Herr, du bist mein Gott!

Höre mich, wenn ich um Hilfe rufe!

8Gott, du mein Herr, mein starker Helfer,

du hast mich im Kampf geschützt wie ein Schild.

9Gib diesen Unheilstiftern nicht, was sie sich wünschen!

Lass ihre Machenschaften nicht gelingen;

sie würden sonst noch überheblicher!

10Die Lügen, die sie über mich verbreiten,

lass sie zurückfallen auf diese Verleumder!

140,10
34,22

11Lass glühende Kohlen auf sie regnen!

Stürze sie ins Feuer, in tiefe Schluchten,

aus denen sie nicht mehr herauskommen können!

12Für böse Zungen soll im Land kein Platz sein,

und wer Gewalttat liebt,

den soll das Unglück zu Tode hetzen!

13Ich weiß es, Herr:

Du trittst für die Unterdrückten ein,

du wirst den Wehrlosen Recht verschaffen.

140,13
9,13

14Alle, die dir die Treue halten

und nach deinem Willen fragen,

werden in deiner Nähe leben

und dich preisen.

141

Bitte um Bewahrung

1411Ein Lied Davids.

Herr, ich schreie zu dir,

komm doch und hilf mir schnell!

Höre mich, wenn ich dich rufe!

2Nimm mein Gebet als Weihrauch an,

der hinaufsteigt und zu dir gelangt!

Und meine ausgebreiteten Hände,

nimm sie an wie ein Abendopfer!

141,2
Offb 5,8
8,3-4

3Herr, wache über meine Zunge,

stell einen Posten ans Tor meiner Lippen!

141,3
34,14
39,2
Sir 22,27
Jak 3,2-10

4Hindere mich, meinen Neigungen nachzugeben,

damit ich nichts Übles rede

und keine Schandtat begehe,

zusammen mit anderen, die Unheil stiften.

Nimm mir die Lust an ihren Leckerbissen!

5Nur wer das Rechte tut, darf mich strafen.

Wenn er mich in Güte zurechtweist,

dann ist das eine Wohltat,

gegen die ich mich nicht sträube.141,5 dann ist das ...: wörtlich das ist bestes Öl, das mein Kopf nicht zurückweist.

Und wenn er selbst ins Unglück gerät,

höre ich nicht auf, für ihn zu beten.

6Wenn die bösen Richter vom Felsen hinabgestürzt werden,

dann wird sich erweisen,

wie milde mein Urteil über sie war.141,6 Vers 6 ist nicht sicher zu deuten.

7Wie ein zerschmetterter Mühlstein am Boden,141,7 Vermutlicher Text; H Wie wenn einer pflügt und aufreißt.

so liegen ihre Gebeine hingestreut141,7 ihre mit alten Übersetzungen; H unsere.

am Eingang zur Totenwelt.

8Meine Augen blicken zu dir,

mein Gott und Herr!

Bei dir suche ich Zuflucht,

lass mich nicht zugrunde gehen!

141,8
25,15

9Bewahre mich vor der Schlinge,

die sie mir ausgelegt haben,

vor den Fallen derer,

die mein Unglück wollen.

10Lass die Treulosen in ihr eigenes Netz geraten,

während ich sicher daran vorübergehe.

141,10
7,16-17