Gute Nachricht Bibel (GNB)
5

Der Retter kommt aus Betlehem

51Doch dir, Betlehem im Gebiet der Sippe Efrat, lässt der HERR sagen: »So klein du bist unter den Städten in Juda, aus dir wird der künftige Herrscher über mein Volk Israel kommen. Sein Ursprung liegt in ferner Vergangenheit, in den Tagen der Urzeit.«

5,1
1 Sam 16,1
Jes 11,1
Mt 2,4-6
Joh 7,42

2Der HERR gibt sein Volk den Feinden preis, bis eine Frau den erwarteten Sohn zur Welt bringt. Dann werden die Verschleppten, die noch am Leben sind, zu den anderen Israeliten zurückkehren.

5,2
Jes 7,14
3Im höchsten Auftrag des HERRN, seines Gottes, und mit der Kraft, die der HERR ihm gibt, wird er die Leute von Israel schützen und leiten. Sie werden in Sicherheit leben können, weil alle Völker der Erde seine Macht anerkennen. 4-5Er wird Frieden bringen und uns vor den Assyrern retten, wenn sie herkommen und in unser Land einfallen.

Wenn die Assyrer in unser Land einfallen und unsere befestigten Städte in Besitz nehmen wollen, haben wir viele mächtige Bundesgenossen,5,4-5 viele mächtige ...: wörtlich sieben Hirten und acht Menschenfürsten. die wir gegen sie aufbieten. Sie werden Assyrien, das Land der Nachfahren Nimrods, erobern und alle seine Städte verwüsten.

5,4-5 (Nimrod)
Gen 10,8-12

Israels Rest unter den Völkern. Seine Reinigung

6Die Überlebenden aus den Nachkommen Jakobs sind inmitten der Völker wie der Tau, den der HERR schickt, wie der Regen, der auf die Pflanzen fällt. Sie warten nicht auf Menschenhilfe und setzen ihre Hoffnung nicht auf Menschen.

5,6
Hos 14,6
Jes 7,9

7Die Überlebenden aus den Nachkommen Jakobs sind inmitten der Völker wie der Löwe unter den Tieren des Waldes, wie ein junger Löwe mitten in einer Schafherde. Er wirft zu Boden und zerfleischt, was in seine Fänge kommt, und niemand kann ihm etwas entreißen.

8Ja, HERR, erhebe deine Hand gegen deine Feinde und vernichte sie!

9Der HERR sagt: »Der Tag wird kommen, da nehme ich eure Rosse weg und vernichte eure Streitwagen,

5,9-13
Jes 2,6-8
5,9
1,13
Jes 31,1
Sach 9,10
10ich zerstöre eure Städte und schleife eure Festungen, 11ich nehme euch die Zaubermittel und Wahrsager. 12Ich zerschlage eure Götzenbilder und eure heiligen Steine, damit ihr nicht mehr Dinge anbeten könnt, die ihr selbst geschaffen habt. 13Ich reiße eure geweihten Pfähle aus und zerstöre eure Städte. 14Aber auch die anderen Völker, die nicht auf mich hören wollen, werden meinen schrecklichen Zorn zu spüren bekommen.«

6

Was Gott von seinem Volk erwartet

61Hört, was der HERR mir befohlen hat: »Vertritt meine Sache gegen mein Volk! Berge und Hügel sollen die Zeugen sein.«

6,1-8
Ps 50,4-15

2Ihr uralten Berge, ihr Fundamente, auf denen die Erde ruht: Hört, was der HERR seinem Volk zu sagen hat! Denn er zieht Israel zur Rechenschaft.

3»Habe ich dir irgendetwas angetan, mein Volk?«, fragt der HERR. »Habe ich etwa zu viel von dir verlangt? Bring deine Klage vor! 4Ich habe dich aus der Sklaverei in Ägypten befreit. Ich habe dir Mose, Aaron und Mirjam als Führer gegeben.

6,4
Ex 20,2
4,13-16
15,20-21
5Denk daran, mein Volk, was der Moabiterkönig Balak gegen dich im Schilde führte und was ihm der Seher Bileam antworten musste! Denk an den Jordanübergang zwischen Schittim und Gilgal! Dann wirst du erkennen, wie viel Gutes ich für dich getan habe!«
6,5
Num 22,17-18
23,7-8
24,10
Jos 3,15-16
4,19

6Ihr fragt: »Womit soll ich vor den HERRN treten, diesen großen und erhabenen Gott? Was soll ich ihm bringen, wenn ich mich vor ihm niederwerfe? Soll ich einjährige Rinder als Opfer auf seinem Altar verbrennen?

6,6-8
Ps 15,1-5
Jes 1,10-20
7Kann ich ihn damit erfreuen, dass ich ihm Tausende von Schafböcken und Ströme von Olivenöl bringe? Soll ich meinen erstgeborenen Sohn opfern, damit er mir meine Schuld vergibt?«
6,7
Ex 22,28
Ez 20,25-26
8Der HERR hat dich wissen lassen, Mensch, was gut ist und was er von dir erwartet: Halte dich an das Recht, sei menschlich zu deinen Mitmenschen und lebe in steter Verbindung mit deinem Gott!
6,8
Dtn 10,12
Hos 12,7

Strafe für das Unrecht in Jerusalem

9Hört, was der HERR der Stadt zuruft!6,9 Es folgen noch die schwer deutbaren Worte Gelingen/Umsicht ist, wer deinen Namen sieht/respektiert. Lasst euch warnen durch den Stock, der euch schlägt, und durch den, der euch die Schläge geschickt hat!

10»Wie lange noch häufen Verbrecher in dieser Stadt Schätze in ihren Häusern auf, die sie durch Betrug an sich gebracht haben?«, sagt der HERR. »Wie lange beleidigen sie mich noch mit ihren gefälschten Messgefäßen, die unter meinem Fluch stehen?

6,10-11
Am 8,5
11Ich muss diese Stadt schuldig sprechen,6,11 So mit veränderten Vokalen; H Kann ich rein sein? weil ihre Händler falsche Gewichtssteine im Beutel haben, 12weil ihre Reichen brutale Ausbeuter sind, weil alle ihre Bewohner lügen und betrügen!
6,12
3,1-4

13Aber jetzt gehe ich daran,6,13 gehe ich daran: mit alten Übersetzungen; H habe ich krank gemacht (ohne stimmige Fortsetzung). euch zu schlagen, ich richte euch zugrunde wegen eurer schlimmen Taten. 14Ihr werdet nicht genug zu essen haben und ständig von Hunger gequält sein. Was ihr in Sicherheit zu bringen sucht, werdet ihr nicht retten können; und was ihr rettet, gebe ich dem Schwert eurer Feinde preis. 15Ihr werdet säen, aber keine Ernte einbringen; ihr werdet Oliven auspressen, aber euch mit dem Öl nicht salben; ihr werdet Wein keltern, aber ihn nicht trinken.

6,15
Am 5,11-12
Zef 1,13

16Voll Eifer seid ihr dem schlimmen Beispiel der Könige Omri und Ahab und der ganzen Ahabsfamilie gefolgt; alles habt ihr ihnen getreulich nachgemacht. Darum bringe ich Unglück über euch, über die Stadt und alle ihre Bewohner. Die anderen Völker werden mit Fingern auf euch zeigen und sich entsetzt von euch abwenden. Ihr als mein Volk werdet für sie zum Gespött.«

6,16
1 Kön 16,23-33
21,1-16
2 Kön 8,26-27
Zef 2,15

7

Klage des Propheten

71Weh mir! Es ist mir ergangen wie einem Hungernden, der im Spätherbst Weinstöcke und Feigenbäume absucht: Keine Traube mehr zu finden, keine Spur mehr von den köstlichen Feigen! 2Im ganzen Land gibt es keinen redlichen Menschen mehr, niemand, der Gott die Treue hält.

Sie schrecken nicht vor Mord und Totschlag zurück und stellen sich gegenseitig Fallen.

7,2-3
3,9-11
Jes 59,7-8
7,2
Ps 14,3
Jer 5,1
3Sie sind voll Eifer, wenn es gilt, Böses zu tun; darauf verstehen sie sich. Die Beamten schrauben die Abgaben in die Höhe; die Richter geben dem recht, der ihnen am meisten zahlt; die Mächtigen schalten nach ihrer Willkür. So drehen sie gemeinsam dem Volk einen Strick.7,3 So drehen ...: Deutung unsicher; wörtlich So haben sie es verflochten. 4Noch der Beste und Anständigste von ihnen ist schlimmer als eine Dornenhecke.

Aber der Tag der Abrechnung ist da, eure Warner haben ihn vorausgesagt. Dann werdet ihr nicht mehr aus noch ein wissen.

7,4b (Warner)
Ez 3,16-19
5Traut niemand, nicht dem Nachbarn, nicht dem besten Freund! Hütet eure Zunge, selbst vor der Frau, die ihr liebt!
7,5-6
Jer 9,3-4
Mk 13,12Mt 10,35-36
6Es ist so weit gekommen, dass der Sohn verächtlich auf den Vater herabsieht, die Tochter sich der Mutter widersetzt und die Schwiegertochter der Schwiegermutter. Ein Mann hat seine Feinde jetzt im eigenen Haus. 7Ich aber schaue aus nach dem HERRN, ich warte auf den Gott, der mir hilft. Mein Gott wird mein Rufen erhören.
7,7
Jes 8,17
Hab 2,1

Trost für das geschlagene Volk

8Jerusalem sagt:7,8 Verdeutlichender Zusatz. Die Verse 8-10 sind ein Vertrauenslied, das der Stadt in den Mund gelegt wird. Mit Feindin sind die umliegenden Völker gemeint. »Sei nicht so schadenfroh, du Feindin meines Volkes! Ich liege am Boden, aber ich stehe wieder auf; ich sitze im Dunkeln, aber der HERR ist mein Licht.

7,8
Obd 12-13
Ps 27,1
9Ich hatte gegen ihn gesündigt, deshalb bekam ich seinen Zorn zu spüren. Aber er wird mir auch wieder beistehen und mir zu meinem Recht verhelfen. Er wird mich aus dem Dunkel ins Licht führen; ich werde es erleben, dass er mich rettet. 10Meine Feindin wird es mit ansehen müssen und ihr Triumph wird zuschanden. Sie hat gehöhnt: ›Wo ist denn der HERR, dein Gott?‹ Aber nun werde ich mich an ihrem Unglück weiden. Sie wird zertreten wie Kot auf der Straße.«
7,10
Ps 115,1-2

11Ja, Jerusalem,7,11 Verdeutlichender Zusatz. der Tag kommt, an dem deine Mauern wieder aufgebaut und deine Grenzen ausgeweitet werden.

7,11-13
5,4-5
Jes 10,5-19
12Dann werden sie von überall her zu dir kommen: von Assyrien bis zu den Städten Ägyptens und von Ägypten bis zum Eufrat, von einem Meer bis zum andern und von einem Gebirge bis zum andern. 13Die Erde aber wird eine Wüste; das ist die Folge der schlimmen Taten, die ihre Bewohner begangen haben.

Gebet um die Wiederherstellung Israels

14Sorge für dein Volk, HERR, wie der Hirt für seine Herde! Wir sind doch dein Eigentum! Wir leben auf engem Raum und auf kargem Boden, und ringsum ist gutes Land. Führe uns, deine Herde, auf die fetten Weiden von Baschan und Gilead wie in alten Zeiten!

7,14
Ps 23,1
Jer 50,19
15Vollbringe7,15 Vermutlicher Text; H Ich werde vollbringen. Wundertaten wie damals, als du mit deinem Volk aus Ägypten zogst!
7,15
Ex 14,10-30
16Ohnmächtig sollen die Völker zuschauen müssen trotz all ihrer Macht, es soll ihnen die Sprache verschlagen, Hören und Sehen sollen ihnen vergehen, 17sie sollen sich auf dem Boden winden und Staub fressen wie die Schlange. Zitternd sollen sie aus ihren Schlupfwinkeln hervorkriechen und sich dir, HERR, unser Gott, voll Furcht und Schrecken unterwerfen.
7,17
Gen 3,14
Jes 2,1921

18HERR, wo sonst gibt es einen Gott wie dich? Allen, die von deinem Volk übrig geblieben sind, vergibst du ihre Schuld und gehst über ihre Verfehlungen hinweg. Du hältst nicht für immer an deinem Zorn fest; denn Güte und Liebe zu erweisen macht dir Freude.

7,18
Jer 50,20
Ps 103,8-12
Ex 34,6
19Du wirst mit uns Erbarmen haben und alle unsere Schuld wegschaffen; du wirst sie in das Meer werfen, dort, wo es am tiefsten ist.
7,19
Jes 38,17
20Den Nachkommen Abrahams und Jakobs wirst du mit Liebe und Treue begegnen, wie du es einst unseren Vorfahren mit einem Eid zugesagt hast.
7,20
Gen 22,16-18
28,13-15
Lk 1,5572-75