Gute Nachricht Bibel (GNB)
1

HERKUNFT, GEBURT UND VORGESCHICHTE DES AUFTRETENS VON JESUS

(1,1–4,22)

Jesus – Ziel und Erfüllung der Geschichte Israels

(Lk 3,23-38)

11Dieses Buch berichtet über die Herkunft und Geschichte von Jesus Christus, dem Nachkommen Davids und Nachkommen Abrahams.1,1 Wörtlich Buch der Entstehung/Abstammung von Jesus Christus, dem Sohn Davids, dem Sohn Abrahams. Vers 1 bezieht sich zunächst auf den Abschnitt 1,2-25, dient aber zugleich als Überschrift für das ganze Buch »Die Gute Nachricht nach Matthäus«.

1,1
Apg 13,23
Röm 1,3-4
2 Tim 2,8
Mt 20,30-31

2Abraham zeugte Isaak.

Isaak zeugte Jakob.

Jakob zeugte Juda und seine Brüder.

1,2
Gen 21,2-3
25,26
29,32–30,24

3Juda zeugte Perez und Serach;

die Mutter war Tamar.

Perez zeugte Hezron.

Hezron zeugte Ram.

1,3-6a
Rut 4,18-22
1,3
Gen 38,29-30

4Ram zeugte Amminadab.

Amminadab zeugte Nachschon.

Nachschon zeugte Salmon.

5Salmon zeugte Boas;

die Mutter war Rahab.

Boas zeugte Obed;

die Mutter war Rut.

Obed zeugte Isai.

6Isai zeugte den König David.

David zeugte Salomo;

die Mutter war die Frau Urijas.

1,6b
2 Sam 12,24

7Salomo zeugte Rehabeam.

Rehabeam zeugte Abija.

Abija zeugte Asa.

1,7-12
1 Chr 3,10-19

8Asa zeugte Joschafat.

Joschafat zeugte Joram.

Joram zeugte Usija.

9Usija zeugte Jotam.

Jotam zeugte Ahas.

Ahas zeugte Hiskija.

10Hiskija zeugte Manasse.

Manasse zeugte Amon.

Amon zeugte Joschija.

11Joschija zeugte Jojachin und seine Brüder.

Das war zu der Zeit, als die Bevölkerung von Jerusalem und Juda nach Babylonien in die Verbannung weggeführt wurde.
1,11
2 Kön 24,8-16

12Nach der Wegführung zeugte Jojachin Schealtiël.

Schealtiël zeugte Serubbabel.

1,12
Hag 1,1

13Serubbabel zeugte Abihud.

Abihud zeugte Eljakim.

Eljakim zeugte Azor.

14Azor zeugte Zadok.

Zadok zeugte Achim.

Achim zeugte Eliud.

15Eliud zeugte Eleasar.

Eleasar zeugte Mattan.

Mattan zeugte Jakob.

16Jakob zeugte Josef, den Mann von Maria.

Sie wurde die Mutter von Jesus, der Christus genannt wird.

1,16
Lk 1,27

17Zusammengerechnet sind es vierzehn Generationen von Abraham bis David, vierzehn weitere von David bis zur Wegführung nach Babylonien und noch einmal vierzehn von dieser Zeit bis zu Christus.1,17 Dem Aufbau der Abstammungsliste liegt eine Zahlensymbolik zugrunde: Im Hebräischen hat jeder Buchstabe einen Zahlenwert. Zählt man die Zahlenwerte der Buchstaben zusammen, die den Namen David ausmachen, so erhält man die Zahl 14. Abmessung und Gliederung der Abstammungsliste (dreimal 14) sollen verkünden: In Jesus ist der verheißene Nachkomme Davids, der versprochene Retter Israels, erschienen.

Jesus – Gottessohn und Davidssohn

18Mit der Zeugung von Jesus Christus verhielt es sich so: Seine Mutter Maria war mit Josef schon rechtsgültig verheiratet,1,18 rechtsgültig verheiratet: wörtlich verlobt. aber sie hatten die Ehe noch nicht vollzogen. Da stellte sich heraus, dass Maria ein Kind erwartete – durch die Wirkung des Heiligen Geistes.

1,18
Lk 1,35
19Josef, ihr Mann, war großmütig1,19 Wörtlich gerecht. Der Begriff schließt Verantwortung für den Mitmenschen, Liebe und Barmherzigkeit ein; siehe Sacherklärung »Gerechtigkeit«. und wollte sie nicht vor Gericht bringen. Deshalb hatte er vor, sich stillschweigend von ihr zu trennen.

20Während er noch hin und her überlegte, erschien ihm im Traum der Engel des Herrn und sagte zu ihm: »Josef, du Nachkomme Davids, scheue dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen! Denn das Kind, das sie erwartet, kommt vom Geist Gottes. 21Sie wird einen Sohn zur Welt bringen; den sollst du Jesus nennen. Denn er wird sein Volk von aller Schuld befreien.«1,21 Zur Bedeutung des Namens Jesus siehe die Sacherklärung.

1,21
Lk 1,31
Apg 4,12
Ps 130,8

22Dies alles geschah, damit in Erfüllung ging, was der Herr durch den Propheten angekündigt hatte: 23»Die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen, den werden sie Immanuël nennen.« Der Name bedeutet: »Gott steht uns bei«.

1,23
nach

24Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. 25Er hatte aber keinen ehelichen Verkehr mit ihr, bis sie ihren Sohn geboren hatte. Und er gab ihm den Namen Jesus.

2

Jesus – von den Völkern erwartet und als König begrüßt

21Jesus wurde in Betlehem in Judäa geboren, zur Zeit, als König Herodes2,1 Siehe Sacherklärung »Herodes (1)«. das Land regierte. Bald nach seiner Geburt kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem

2,1
Lk 2,4-7
2und fragten: »Wo finden wir den neugeborenen König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um uns vor ihm niederzuwerfen.«
2,2
27,11

3Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. 4Er ließ alle führenden Priester und Gesetzeslehrer im Volk Gottes zu sich kommen und fragte sie: »Wo soll der versprochene Retter2,4 Wörtlich der Christus. geboren werden?«

5Sie antworteten: »In Betlehem in Judäa. Denn so hat der Prophet geschrieben: 6›Du Betlehem im Land Juda! Du bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten in Juda, denn aus dir wird der Herrscher kommen, der mein Volk Israel schützen und leiten soll.‹«

2,6
nach

7Daraufhin rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und fragte sie aus, wann sie den Stern zum ersten Mal gesehen hätten. 8Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: »Geht und erkundigt euch genau nach dem Kind, und wenn ihr es gefunden habt, gebt mir Nachricht! Dann will ich auch hingehen und mich vor ihm niederwerfen.«

9Nachdem sie vom König diesen Bescheid erhalten hatten, machten sich die Sterndeuter auf den Weg. Und der Stern, den sie schon bei seinem Aufgehen beobachtet hatten, ging ihnen voraus. Genau über der Stelle, wo das Kind war, blieb er stehen.

10Als sie den Stern sahen, kam eine große Freude über sie. 11Sie gingen in das Haus und fanden das Kind mit seiner Mutter Maria. Da warfen sie sich vor ihm zu Boden und ehrten es als König. Dann holten sie die Schätze hervor, die sie mitgebracht hatten, und legten sie vor ihm nieder: Gold, Weihrauch und Myrrhe.

2,11
Ps 72,1015
Jes 60,6

12In einem Traum befahl ihnen Gott, nicht wieder zu Herodes zu gehen. So zogen sie auf einem anderen Weg in ihr Land zurück.

Jesus – wie einst das Volk Israel Flüchtling in Ägypten

13Nachdem die Sterndeuter wieder gegangen waren, erschien dem Josef im Traum der Engel des Herrn und sagte: »Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und flieh nach Ägypten! Bleib dort, bis ich dir sage, dass du wieder zurückkommen kannst. Herodes wird nämlich das Kind suchen, weil er es umbringen will.«

2,13
Ex 2,15

14Da stand Josef auf, mitten in der Nacht, nahm das Kind und seine Mutter und floh mit ihnen nach Ägypten. 15Dort lebten sie bis zum Tod von Herodes.

So sollte in Erfüllung gehen, was der Herr durch den Propheten angekündigt hatte: »Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.«

2,15
nach

Jesus – wie Mose dem Kindermord entkommen2,16 Vgl. Ex 1,22–2,10.

16Als Herodes merkte, dass die Sterndeuter ihn hintergangen hatten, wurde er sehr zornig. Er befahl, in Betlehem und Umgebung alle kleinen Jungen zu töten, die zwei Jahre und jünger waren. Das entsprach der Zeitspanne, die er aus den Angaben der Sterndeuter entnommen hatte.

2,16
Ex 1,15-22

17So sollte in Erfüllung gehen, was Gott durch den Propheten Jeremia angekündigt hatte: 18»In Rama hört man Klagerufe und bitteres Weinen: Rahel weint um ihre Kinder und will sich nicht trösten lassen; denn sie sind nicht mehr da.«2,18 Siehe Sacherklärung »Rahelgrab«.

2,18
zit

Jesus – der Nazoräer

19Als Herodes gestorben war, erschien dem Josef in Ägypten der Engel des Herrn im Traum 20und sagte: »Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und kehre in das Land Israel zurück; denn alle, die das Kind umbringen wollten, sind gestorben.«

2,20
Ex 4,19

21Da stand Josef auf, nahm das Kind und seine Mutter und kehrte nach Israel zurück.

22Unterwegs erfuhr Josef, dass in Judäa Archelaus als Nachfolger seines Vaters Herodes König geworden war.2,22 Archelaus führte nicht den Königstitel; das Reich von Herodes war unter seine Söhne aufgeteilt worden; siehe Sacherklärung »Herodes (2) bis (4)«. Da bekam er Angst, dorthin zu ziehen. Im Traum erhielt er eine neue Weisung und zog daraufhin nach Galiläa. 23Er kam in die Stadt Nazaret und ließ sich dort nieder.

So sollte in Erfüllung gehen, was Gott durch die Propheten angekündigt hatte: Der versprochene Retter wird Nazoräer genannt werden.2,23 Ein Prophetenwort mit diesem Wortlaut ist nicht bekannt, siehe jedoch Sacherklärung »Nazoräer«.

3

Johannes der Täufer tritt auf

(Mk 1,2-6; Lk 3,1-6; Joh 1,19-23)

31Damals trat der Täufer Johannes in der Wüste von Judäa auf und verkündete: 2»Ändert euer Leben!3,2 Siehe Sacherklärung »Umkehr«. Gott wird jetzt seine Herrschaft aufrichten und sein Werk vollenden!«3,2 Gott wird jetzt ...: wörtlich Die Königsherrschaft der Himmel ist nahe herbeigekommen.

3,2
4,17
Lk 3,3

3Diesen Johannes hatte Gott schon durch den Propheten Jesaja angekündigt, der gesagt hat: »In der Wüste ruft einer: ›Macht den Weg bereit, auf dem der Herr kommt! Ebnet ihm die Straßen!‹«

3,3
nach

4Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und um die Hüften einen Ledergurt. Seine Nahrung bestand aus Heuschrecken und Honig von wilden Bienen.

3,4
2 Kön 1,8
5Die Leute aus Jerusalem, aus ganz Judäa und der ganzen Jordangegend kamen zu ihm, 6bekannten öffentlich ihre Sünden und ließen sich von ihm im Jordan taufen.

Der Täufer fordert zur Umkehr auf

(Lk 3,7-9)

7Auch viele Pharisäer und Sadduzäer kamen, um sich von Johannes taufen zu lassen. Zu ihnen sagte er: »Ihr Schlangenbrut, wer hat euch gesagt, dass ihr dem bevorstehenden Gericht Gottes entgeht?

3,7
12,34
23,33
8Zeigt durch euer Leben, dass ihr euch wirklich ändern wollt!3,8 ändern: siehe Sacherklärung »Umkehr«.

9Ihr bildet euch ein, dass euch nichts geschehen kann, weil Abraham euer Stammvater ist. Aber das sage ich euch: Gott kann Abraham aus diesen Steinen hier neue Nachkommen schaffen!

3,9 (Abraham)
Lk 1,54-55
Joh 8,3339
Röm 2,28-29
4,12
9,7

10Die Axt ist schon angelegt, um die Bäume an der Wurzel abzuschlagen. Jeder Baum, der keine guten Früchte bringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.«

3,10
7,19

Der Täufer weist auf Christus hin

(Mk 1,7-8; Lk 3,15-18; Joh 1,24-28)

11Johannes sagte auch: »Ich taufe euch mit Wasser, damit ihr euer Leben ändert.3,11 euer Leben ändert: siehe Sacherklärung »Umkehr«. Aber der, der nach mir kommt, ist mächtiger als ich. Ich bin nicht einmal gut genug, ihm die Schuhe auszuziehen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit dem Feuer des Gerichts taufen.

3,11-12
11,3
Dan 7,13-14
3,11
Lk 3,16
Ps 51,912-14

12Er hat die Worfschaufel in seiner Hand. Er wird die Spreu vom Weizen scheiden und seinen Weizen in die Scheune bringen. Die Spreu wird er in einem Feuer verbrennen, das nie mehr ausgeht.«

Jesus lässt sich von Johannes taufen

(Mk 1,9-11; Lk 3,21-22; Joh 1,32-34)

13Um diese Zeit kam Jesus von Galiläa her an den Jordan, um sich von Johannes taufen zu lassen. 14Johannes versuchte, ihn davon abzubringen, und sagte: »Ich müsste von dir getauft werden und du kommst zu mir?«

15Aber Jesus antwortete: »Zögere nicht, mich zu taufen! Das ist es, was wir jetzt tun müssen. So eröffnen wir den Weg, auf dem der Wille Gottes ohne Abstriche erfüllt wird.«3,15 Zögere nicht ...: wörtlich Lass es sofort geschehen; denn so ist es geziemend für uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Vgl. Sacherklärung »Taufe (2)«.

Da gab Johannes nach.

3,15
5,17
28,19

16Sobald Jesus getauft war, stieg er aus dem Wasser. Da öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen.

3,16 (Himmel geöffnet)
Jes 63,19
Ez 1,1-3
Joh 1,51
Apg 7,56
10,11
Offb 4,1
19,11
17Und eine Stimme aus dem Himmel sagte: »Dies ist mein Sohn, ihm gilt meine Liebe, ihn habe ich erwählt.«
3,17
Jes 42,1
Ps 2,7
Mt 12,18
17,521,37