Gute Nachricht Bibel (GNB)
2

Gott hat wie ein Feind gehandelt

21Ach, der Zorn des Herrn liegt auf der Zionsstadt2,1 Zionsstadt: wörtlich Tochter Zion; ebenso statt Jerusalem, Zionsgemeinde, Zionsstadt in den Versen 4.8.10.13.18.

wie eine schwere, dunkle Wolke.

Jerusalem, die Zierde Israels,

hat er vom Himmel auf die Erde gestürzt.

An seinem Gerichtstag nahm er keine Rücksicht darauf,

dass Zion der Fußschemel seines Thrones war.

2,1
1 Chr 28,2
Jes 60,13
66,1
Ez 43,7

2Die Dörfer und Felder Israels

hat er schonungslos vernichtet.

Alle befestigten Städte in Juda

hat er zornig niedergerissen.

Dem Königreich und seinen Fürsten

hat er ein schändliches Ende bereitet.

3In seinem Zorn hat er alles zerschlagen,

wodurch Israel stark und mächtig war.

Im Augenblick, als die Feinde kamen,

zog er die schützende Hand von uns zurück.

Er setzte Israel in Flammen

wie ein Feuer, das nach allen Seiten frisst.

4Wie ein Feind hielt er den Bogen gespannt,

seine rechte Hand bereit zum Schuss;

so tötete er unsere blühende Jugend,

die ganze Freude unserer Augen.

Er goss seinen Zorn wie einen Feuerstrom

über das Heiligtum der Zionsgemeinde.

2,4-5
Jes 63,10
Jer 21,5

5Der HERR hat uns behandelt wie ein Feind,

er hat Israel ganz vernichtet;

die schönen Paläste hat er zerstört,

die starken Burgen in Trümmer gelegt.

Nur noch seufzen und stöhnen kann das Volk von Juda.

6Er zertrat sein eigenes Land, den blühenden Garten,

seine Stadt, in der er wohnen wollte,

die Stätte, an der wir zu ihm kamen;

sein Volk ließ er Festtag und Sabbat vergessen.

In seinem schrecklichen, glühenden Zorn

verstieß er den König und die Priester.

2,6
Ps 76,3
Hos 2,13

7Von seinem Altar wollte er nichts wissen,

sein Heiligtum sah er mit Abscheu.

Die Mauern und Türme der Zionsstadt

übergab er in die Gewalt der Feinde.

In seinem Tempel jubelten die Fremden,

so wie wir es früher taten bei unseren Festen.

8Es war die erklärte Absicht des HERRN,

die Mauern Jerusalems niederzureißen.

Er wollte sie bis auf den Grund zertrümmern

und hörte nicht auf, bis alles zerstört war.

Wall und Mauer lässt er trauern,

denn beide sind zu Schutt geworden.

9Die Tore sind in die Erde versunken,

ihre festen Riegel schlug er in Stücke.

König und Fürsten sind in der Fremde,

von den Priestern kommt keine Weisung mehr;

auch die Propheten haben nichts zu sagen,

weil der HERR ihnen keine Botschaft mehr gibt.

2,9
Ps 74,9
Ez 7,26

10Die erfahrenen Männer der Zionsstadt

sitzen trauernd am Boden und schweigen;

sie haben sich Erde auf den Kopf gestreut

und den Sack um die Hüften gelegt.

Die jungen Mädchen von Jerusalem

lassen bekümmert die Köpfe hängen.

11Von Tränen sind meine Augen ganz blind,

es brennt und tobt in meinen Eingeweiden,

Schmerz und Verzweiflung brechen aus mir heraus;

denn ich sah, wie mein Volk zugrunde ging.

Kinder und Säuglinge sah ich verschmachten,

draußen auf den Straßen der Stadt.

12Gequält von Hunger und Durst

schrien sie laut nach ihren Müttern.

Wie Verwundete brachen sie zusammen,

draußen auf den Straßen der Stadt,

und in den Armen ihrer Mütter

taten sie den letzten Atemzug.

13Jerusalem, du geliebte Stadt,

ich weiß nicht, was ich dir sagen soll!

Mit welchem Schicksal soll ich deins vergleichen,

um dich zu trösten, du Jungfrau Zion!

Dein Schaden ist unermesslich wie das Meer!

Kann dich noch jemand heilen?

14Was deine Propheten dir als Zukunft ankündigten,

waren nur schöne, bunte Träume.

Deine Schuld haben sie nicht aufgedeckt,

sonst hätten sie noch alles zum Guten wenden können.

Mit ihren leeren Prophetensprüchen

haben sie dich betrogen und verführt.

2,14
Jer 14,13-15

15Alle, die an dir vorüberkommen,

klatschen schadenfroh in die Hände.

Sie spotten und schütteln ihre Köpfe

über die Trümmer Jerusalems:

»Ist das die Stadt, die viel gerühmte,

die Krone der Schönheit, die Freude der Welt?«

2,15
Jer 18,16
Ps 48,3
50,2

16Deine Feinde überschütteten dich mit Hohn,

weit rissen sie ihre Mäuler auf,

sie zischten und zeigten dir drohend die Zähne.

»Die haben wir erledigt!«, sagten sie.

»Endlich ist der Tag gekommen,

auf den wir so lange gewartet haben!«

2,16
1,7

17Der HERR hat seine Pläne ausgeführt,

er hat seine Drohungen wahr gemacht.

Seit Langem hatte er es angekündigt,

nun hat er dich schonungslos zertrümmert.

Er ließ die Macht der Feinde triumphieren,

sie durften sich über dein Unglück freuen.

2,17
Sach 1,6

18Jerusalem, lass deine Mauern schreien,

sie sollen zum Herrn um Erbarmen rufen!2,18 Jerusalem, lass ...: vermutlicher Text; H Ihre Herzen schrien zum Herrn, Mauer Jerusalems.

Lass deine Tränen fließen wie Bäche,

unaufhörlich, bei Tag und bei Nacht!

Gönne dir keine Ruhepause,

lass deine Augen nicht trocken werden!

19Steh immer wieder auf in der Nacht

und bring deine Klage vor den Herrn!

Geh und suche seine Nähe,

schütte dein ganzes Herz bei ihm aus!

Streck ihm deine Hände entgegen;

flehe ihn an für deine Kinder,

die vor Hunger zusammenbrechen,

draußen an allen Straßenecken!

20»Sieh doch, HERR, schau her zu mir!

Bedenke, wem du das alles antust!

Sollten Mütter ihre Kinder essen,

die Kleinen, die sie auf Händen trugen?

Durfte man Priester und Propheten töten,

sogar in deinem Heiligtum?

2,20
Lev 26,29

21Hingestreckt in den Staub der Gassen

liegen Kinder und alte Leute;

meine Mädchen und jungen Männer

sind dem Schwert zum Opfer gefallen.

Am Tag, an dem dein Zorn mich traf,

hast du sie mitleidslos hingeschlachtet.

22Alle Schrecken, die mich überfielen,

riefst du wie zu einem Fest zusammen.

An jenem Tag, HERR, als dein Zorn losbrach,

blieb niemand verschont, ist keiner entkommen.

Die Kinder, die ich aufzog und umsorgte –

der Feind hat sie alle ausgelöscht.«

3

Hoffnung trotz tiefster Not

31Ich bin der Mann, der viel gelitten hat

unter den zornigen Schlägen des HERRN.

2Ich bin es, den er vor sich hertrieb,

immer tiefer in die dunkelste Nacht.

3Immer nur mich traf seine Faust,

Tag für Tag, ohne einzuhalten.

4Er lässt meine Haut und mein Fleisch zerfallen

und zerbricht mir alle meine Knochen.

5Von allen Seiten schließt er mich ein,

er umstellt mich mit Bitterkeit und Qual.

6In Finsternis lässt er mich wohnen

wie die, die schon seit Langem tot sind.

3,6
Ps 88,12-13

7Er hat mich ummauert und in Ketten gelegt,

aus diesem Gefängnis gibt es keinen Ausweg.

3,7
Ijob 19,8

8Ich kann um Hilfe schreien, soviel ich will –

mein Rufen dringt nicht durch bis an sein Ohr.

3,8
Ps 22,3

9Er hat mir den Weg mit Steinen versperrt,

sodass ich ständig in die Irre gehe.

10Wie ein Bär hat er mir aufgelauert,

wie ein Löwe in seinem Hinterhalt.

3,10
Hos 13,7-8

11Er hat mich vom Weg heruntergezerrt,3,11 Deutung unsicher.

dann hat er mich zusammengeschlagen.

12Er hat den Bogen auf mich angelegt

und mich als Ziel für seine Pfeile benutzt.

3,12-13
Ijob 6,4

13Pfeil auf Pfeil hat er abgeschossen

und mir den Rücken damit durchbohrt.

14Die Leute meines Volkes lachen mich aus,

täglich singen sie ihr Spottlied über mich.

3,14
Ijob 30,9
Jer 20,7

15Er gab mir die bitterste Kost zu essen

und ließ mich bitteren Wermut trinken.

3,15
Jer 8,14

16Er hat mich in den Staub gedrückt

und mich gezwungen, Kies zu kauen.

17Das ruhige Leben hat er mir genommen;

ich weiß nicht mehr, was Glück bedeutet.

18Ich habe keine Zukunft mehr,

vom HERRN ist nichts mehr zu erhoffen!

19An all dieses rastlose Elend zu denken

ist Gift für mich und macht mich bitter.

20Doch immer wieder muss ich daran denken

und bin erfüllt von Verzweiflung und Schwermut.

21Ich will mich an etwas anderes erinnern,

damit meine Hoffnung wiederkommt:

22Von Gottes Güte kommt es, dass wir noch leben.

Sein Erbarmen ist noch nicht zu Ende,

3,22
Neh 9,31

23seine Liebe ist jeden Morgen neu

und seine Treue unfassbar groß.

24Ich sage: Der HERR ist mein Ein und Alles;

darum setze ich meine Hoffnung auf ihn.

25Der HERR ist gut zu denen, die nach ihm fragen,

zu allen, die seine Nähe suchen.

26Darum ist es das Beste, zu schweigen

und auf die Hilfe des HERRN zu warten.

3,26
Ps 62,2

27Für jeden Menschen ist es gut,

wenn er schon früh gelernt hat, Last zu tragen.

28Wenn der HERR ihm etwas auferlegt,

soll er für sich allein bleiben und schweigen.

29Er soll seinen Mund auf den Boden pressen –

vielleicht ist doch noch Hoffnung auf Hilfe!

30Dem, der ihn schlägt, soll er die Backe hinhalten

und alle Schmach und Schande auf sich nehmen.

3,30
Jes 50,6
Mt 5,39

31Der Herr verstößt uns nicht für immer.

3,31-32
Jer 3,12

32Auch wenn er uns Leiden schickt,

erbarmt er sich doch wieder über uns,

weil seine Liebe so reich und groß ist.

33Es macht ihm selbst keine Freude,

seinen Kindern Schmerz und Kummer zu bereiten.

34Alle Gefangenen in unserem Land

wurden getreten und misshandelt;

35unter den Augen des höchsten Gottes

wurden sie um ihr Recht gebracht;

36Unschuldige wurden verurteilt –

und das soll der Herr nicht gesehen haben?

37Wer sonst spricht ein Wort und es geschieht?

Geschieht nicht alles auf seinen Befehl?

3,37
Ps 33,9

38Wenn Glück oder Unglück über uns kommt,

hat nicht der Höchste es angeordnet?

3,38
Am 3,6

39Mit welchem Recht beklagt sich der Mensch bei Gott?

Gegen seine Sünde soll er Klage erheben!

40Lasst uns unser Leben überprüfen

und wieder umkehren zu dem HERRN!

41Lasst uns die Hände zum Himmel strecken

und Herz und Sinn zum HERRN hinwenden!

42Wir haben gesündigt und dir, HERR, getrotzt

und du hast uns die Schuld noch nicht vergeben.

3,42
1,18

43Du hast dich ganz in deinen Zorn gehüllt,

uns schonungslos gejagt und getötet.

44In einer Wolke hast du dich versteckt,

damit kein Gebet dich erreichen konnte.

45Wie Dreck hast du uns zusammengekehrt,

wie Abfall mitten unter den Völkern.

46Alle unsere Feinde spotten über uns,

höhnisch reißen sie ihre Mäuler auf.

3,46
1,7

47Schrecken und Entsetzen wurden unser Los,

Zusammenbruch und Untergang.

48Meine Augen zerfließen in Tränen,

weil mein Volk zugrunde gegangen ist.

3,48
Jer 8,23

49Wie ein Bach, der nie zur Ruhe kommt,

strömen meine Tränen, ohne zu versiegen,

50bis der HERR sich vom Himmel herabneigt

und seinen Blick wieder auf uns richtet.

3,50
Ps 102,20-21

51Es tut mir weh, wenn ich sehen muss,

wie es den Frauen in der Stadt ergeht.

52Sie haben mir nachgestellt wie einem Vogel,

obwohl ich niemandem Anlass gab, mein Feind zu sein.

3,52
Jer 17,18

53Sie haben mich lebend in die Grube gestürzt

und einen Stein auf die Öffnung gewälzt.

3,53
Jer 38,6

54Das Wasser stieg mir bis an die Kehle,

ich dachte schon, es sei aus mit mir.

3,54
Ps 69,2
Jona 2,6

55Da rief ich zu dir, HERR, um Hilfe;

aus der Tiefe der Grube schrie ich zu dir:

56»Verschließ dein Ohr nicht! Hör mein Flehen!«

Und du hast meinen Hilferuf gehört!

57Als ich zu dir schrie, bist du gekommen

und hast zu mir gesagt: »Hab keine Angst!«

58Du hast mich verteidigt und mir Recht verschafft;

das Leben hast du mir gerettet.

59Du weißt, was sie mir angetan haben.

Stell mein Recht doch völlig wieder her!

60Du hast ihren ganzen Hass gesehen

und ihre finsteren Pläne gegen mich.

61Du hast gehört, wie sie mich schmähten

und ihre Pläne gegen mich berieten.

62Alles, was sie reden und denken,

ist gegen mich gerichtet, Tag für Tag.

63Behalte ihr Tun und Lassen fest im Auge!

Noch immer singen sie ihr Spottlied auf mich.

64Alles, was sie mir angetan haben, HERR,

zahl es ihnen heim, vergilt es ihnen!

3,64
1,21
Ps 137,8
1 Petr 2,23

65Verblende sie, verwirre ihren Sinn,

schleudere deinen Fluch gegen sie!

66Verfolge sie mit deinem ganzen Zorn

und fege sie von der Erde weg!

4

Jerusalems Belagerung und Fall

41Ach, wie dunkel ist das Gold geworden,

das reine Gold hat seinen Glanz verloren,

die Edelsteine liegen auf der Straße:

4,1
Ps 79,1

2Die wertvollen Söhne der Zionsstadt,

die man in Gold hätte aufwiegen müssen,

man behandelt sie wie wertlose Krüge,

wie Tongeschirr aus der Töpferwerkstatt!

3Selbst Schakalmütter folgen ihrem Instinkt

und säugen ihre Jungen an der Brust;

doch die Frauen meines Volkes sind grausam,

gleichgültig wie Strauße in der Steppe.

4,3
Ijob 39,14-16

4Die Säuglinge leiden so großen Durst,

dass ihnen die Zunge am Gaumen klebt.

Die Kinder betteln um ein Stück Brot,

doch niemand ist da, ihren Hunger zu stillen.

5Sie, die früher nur Leckerbissen aßen,

verschmachten jetzt auf den Straßen der Stadt.

Früher legte man sie auf Purpurkissen,

jetzt wälzen sie sich in den Abfallhaufen.

6Die Schuld meines Volkes ist übergroß,

größer als die der Bewohner von Sodom,

deren Stadt ganz plötzlich unterging,

ohne dass eine Hand sich bewegte.

4,6
Gen 18,20
Ez 16,48

7Unsere Fürsten glänzten heller als der Schnee,

ihr Gesicht war reiner und weißer als Milch,

ihr Körper gesund und rot wie Korallen,

ihre Adern schimmerten blau wie Saphir.

8Jetzt sind sie schwärzer als Ruß geworden,

auf der Straße erkennt sie niemand mehr;

ihre Haut ist faltig und trocken wie Holz

und alle ihre Knochen kann man zählen.

9Die im Krieg Erschlagenen hatten es besser

als die anderen, die vor Hunger starben.

Vor Entkräftung brachen sie zusammen,

weil von den Feldern nichts mehr in die Stadt hereinkam.

10Frauen, die sonst voll Zärtlichkeit waren,

kochten ihre eigenen Kinder

und hielten ihre grauenvolle Mahlzeit

mitten im Untergang meines Volkes.

4,10
Lev 26,29

11Der HERR entfesselte seinen ganzen Zorn

und er ließ ihm freien Lauf.

Er zündete in der Zionsstadt ein Feuer an,

das alles niederbrannte bis auf den Grund.

12Keiner von den Königen der Erde,

kein Mensch in der Welt hätte je geglaubt,

dass eines Tages ein feindliches Heer

durch die Tore Jerusalems einziehen würde.

4,12
2 Sam 5,6

13Das Unheil kam durch die Schuld der Propheten,

durch das Unrecht, das die Priester begingen:

Sie sprachen das Todesurteil über Menschen,

die Gott gehorchten und schuldlos waren.

4,13
2,14
Jer 2,8

14Elend mussten sie4,14 Die Deutung der Verse 14 und 15 ist unsicher; es ist unklar, auf wen sich sie bezieht. durch die Straßen irren,

schwankend und mit Blut besudelt;

niemand durfte sie berühren,

weil ihre Gewänder so blutig waren.

15»Vorsicht! Er ist unrein!«, schrie man ihretwegen.

»Geht ihm aus dem Weg! Berührt ihn nicht!«

So flohen sie und wussten nicht wohin.

Darum sagte man bei den fremden Völkern:

»Für sie ist kein Platz mehr unter uns!«

4,15
Lev 13,45

16Der HERR selber hat sie weggetrieben,

weil er sie nicht mehr sehen wollte.

Auf die Priester nahm man keine Rücksicht,

nicht einmal Greise wurden verschont.

4,16
2,20
5,12

17Unsere Augen spähten nach Rettung aus –

vergeblich, denn keine Rettung kam.

Wir warteten auf Hilfe von einem Volk,

das uns gar nicht helfen konnte.

18Die Feinde bewachten uns auf Schritt und Tritt,

wir konnten uns nicht mehr nach draußen wagen.

Das Ende nahte, unsere Zeit war um –

ja, unser Ende war gekommen!

19Die Verfolger jagten hinter uns her,

sie waren schneller als die Adler.

Auf den Bergen jagten sie uns nach,

in der Steppe lauerten sie uns auf.

4,19
2 Kön 25,4-5

20Wir hatten gedacht, im Schutz unseres Königs

könnten wir unter den Völkern leben.

Doch er, von dem unser Leben abhing,

der Erwählte des HERRN, ist nun gefangen.

4,20
2 Kön 25,6-7

21Freut euch darüber, solange ihr könnt,

ihr Bewohner von Edom und von Uz!

Auch ihr müsst den Becher des Zornes trinken,

ihr werdet taumeln und euch entblößen!

4,21
Jer 25,15
49,12

22Dann ist deine Strafe vorbei, du Zionsstadt;

noch einmal wird der HERR dich nicht wegführen.

Aber Edom zieht er dann zur Rechenschaft

und bestraft es für alle seine Verbrechen.

4,22
Jes 40,2
Ez 35,14-15