Gute Nachricht Bibel (GNB)
54

Gott verwandelt die Schande Jerusalems in Ehre

541»Freu dich, du Unfruchtbare, die keine Kinder zur Welt gebracht hat! Juble laut, obwohl du nie in Wehen gelegen hast! Denn die verlassene Frau wird mehr Kinder haben als die, die mit dem Mann zusammenlebt.« Das sagt der HERR zur Zionsstadt.

54,1-17 (Wende für Jerusalem)
62,1-12
66,7-14
Joel 4,17
Sach 1,13-17
2,5-9
8,1-8
Jes 49,16
60,1-22
54,1-3
49,20-21
54,1
Gal 4,27

2Mach dein Zelt größer! Spanne deine Zeltdecken aus, ohne zu sparen! Verlängere die Seile und schlag die Zeltpflöcke fest ein! 3Denn nach Süden und Norden wirst du dich ausbreiten. Deine Kinder werden das Gebiet fremder Völker in Besitz nehmen und die verwüsteten Städte besiedeln.

4Hab keine Angst! Du wirst nicht wieder enttäuscht, du brauchst dich nicht mehr zu schämen. An die Schande deiner Jugendzeit und die Schmach deiner Witwenschaft wirst du bald nicht mehr denken. 5Denn dein Schöpfer ist ja dein Ehemann – er heißt ›der HERR, der Herrscher der Welt‹.54,5 Wörtlich der HERR Zebaot. Der heilige Gott Israels ist dein Befreier – der Gott, dem die ganze Erde gehört!

54,5
Hos 2,21
Jes 41,14

6Jerusalem, du bist wie eine Frau, die von ihrem Mann verlassen wurde und tief bekümmert ist; aber jetzt ruft er dich zurück.

»Kann denn jemand seine Jugendliebe verstoßen?«, sagt der HERR.

54,6
50,1
7»Für eine kleine Weile habe ich dich verlassen, aber weil ich dich von Herzen liebe, hole ich dich wieder heim.
54,7-8
60,10
Ps 30,6
Klgl 3,31-32
8Als der Zorn in mir aufstieg, habe ich mich für einen Augenblick von dir abgewandt. Aber nun will ich dir für immer gut sein. Das sage ich, der HERR, der dich befreit.

9Zur Zeit Noachs schwor ich: ›Nie mehr soll das Wasser die Erde überfluten!‹ So schwöre ich jetzt: ›Nie mehr werde ich zornig auf dich sein und nie mehr dir drohen!

54,9
Gen 9,8-17
10Berge mögen von ihrer Stelle weichen und Hügel wanken, aber meine Liebe zu dir kann durch nichts erschüttert werden und meine Friedenszusage wird niemals hinfällig.‹ Das sage ich, der HERR, der dich liebt.«
54,10
Ez 34,25

Gott macht Jerusalem herrlich und unbesiegbar

11»Du heimgesuchte, verwüstete, preisgegebene Stadt! Ich gründe deine Mauern auf ein Fundament aus Lapislazuli,54,11 Lasurstein, ultramarinblaues Mineral. ich bette ihre Steine in kostbaren, unzerstörbaren Mörtel.

54,11-12
Tob 13,17
Offb 21,18-21
12Deine Mauerzinnen mache ich aus Rubin, deine Tore aus Karfunkelstein und die Mauern schmücke ich mit kostbaren Edelsteinen.

13Alle deine Bewohner werden meinen Willen kennen, ich selbst habe sie gelehrt, und sie werden in Glück und ungestörtem Frieden leben.

54,13
Jer 31,34
14Mein Beistand wird dein Schutz sein. Du brauchst keine Not zu fürchten, Angst und Schrecken dürfen sich dir nicht nahen. 15Wenn dich jemand angreifen will, handelt er auf keinen Fall in meinem Auftrag; du wirst ihm den Untergang bereiten.

16Der Schmied, der das Feuer anfacht, um eine Waffe zu schmieden, ist mein Geschöpf und genauso der Krieger, der mit dieser Waffe Tod und Verderben bringt. 17Deshalb werden keine Waffen etwas gegen dich ausrichten können, und jede Anklage, die gegen dich erhoben wird, kannst du entkräften. Dies garantiere ich dem Volk, das mir dient; dies ist das Vorrecht, das ich euch gewähre für alle Zeit.«

Das sagt der HERR.

55

Der Bund mit David ist nicht hinfällig

551»Her, wer Durst hat! Hier gibt es Wasser! Auch wer kein Geld hat, kann kommen! Kauft euch zu essen! Es kostet nichts! Kommt, Leute, kauft Wein und Milch! Zahlen braucht ihr nicht!

55,1
12,3
Joh 7,37
2Warum gebt ihr euer Geld aus für Brot, das nichts taugt, und euren sauer verdienten Lohn für Nahrung, die nicht satt macht? Hört doch auf mich, dann habt ihr es gut und könnt euch an den erlesensten Speisen satt essen! 3Hört doch, kommt zu mir! Hört auf mich, dann werdet ihr leben!

Ich will mit euch einen unauflöslichen Bund schließen. Die Zusagen, die ich David gegeben habe, sind nicht ungültig geworden: An euch werde ich sie erfüllen.

55,3b
61,8
2 Sam 7,8-16
Ps 89,31-38
Apg 13,34
4Ihn habe ich einst zum Herrscher über viele Völker gemacht, damit sie durch ihn meine Macht erkennen. 5Auch durch euch sollen jetzt fremde Völker mich kennenlernen: Ihr werdet Völker rufen, die ihr nicht kennt; und Völker, die euch nicht kennen, werden begierig zu euch kommen, wenn sie sehen, was ich an euch tue. Denn ich, der heilige Gott Israels, euer Gott, bringe euch zu hohen Ehren.«
55,5
43,10-13
44,5
45,14-17
49,722-23
52,10

Kann Gott seine Zusage wahr machen?

6Sucht den HERRN, jetzt ist er zu finden! Ruft ihn, jetzt ist er nahe!

55,6
Jer 29,13-14
7Wer seine eigenen Wege gegangen ist und sich gegen den HERRN aufgelehnt hat, der lasse von seinen bösen Gedanken und kehre um zum HERRN, damit er ihm vergibt! Denn unser Gott ist reich an Güte und Erbarmen.

8»Meine Gedanken – sagt der HERR – sind nicht zu messen an euren Gedanken und meine Möglichkeiten nicht an euren Möglichkeiten. 9So hoch der Himmel über der Erde ist, so weit reichen meine Gedanken hinaus über alles, was ihr euch ausdenkt, und so weit übertreffen meine Möglichkeiten alles, was ihr für möglich haltet.

10Wenn Regen oder Schnee vom Himmel fällt, kehrt er nicht wieder dorthin zurück, ohne dass er etwas bewirkt: Er durchfeuchtet die Erde und macht sie fruchtbar, sodass sie Korn für das tägliche Brot hervorbringt und Saatgut für eine neue Ernte. 11Genauso ist es mit dem Wort, das ich spreche: Es kehrt nicht unverrichteter Dinge zu mir zurück, sondern bewirkt, was ich will, und führt aus, was ich ihm auftrage.«

55,11
40,8
44,26
48,13
Ps 33,49

Der Jubel des befreiten Volkes

12Unter Jubel werdet ihr den Weg in die Freiheit antreten, mit sicherem Geleit werdet ihr heimkehren. Berge und Hügel werden in ein Freudengeschrei ausbrechen, wenn sie euch sehen, und die Bäume der Steppe werden in die Hände klatschen.

55,12
44,23
13Wo ihr durchzieht, wachsen statt Dornbüschen Zypressen und statt Brennnesseln Myrten. Dies alles geschieht, damit der HERR gerühmt und gepriesen wird. Er setzt sich damit ein Denkmal, das alle Zeiten überdauert.
55,13
35,1-2

56

AUSBLICK AUF DIE KOMMENDE HEILSZEIT

(Kapitel 56–66)

Gott nimmt sich der Ausgeschlossenen an

561Der HERR sagt: »Tut, was recht ist, und haltet euch an meine Ordnungen! Denn ich werde euch bald die Hilfe bringen, die ich euch zugesagt habe. 2Glück und Frieden werden alle erleben, die meine Gebote befolgen. Freuen darf sich, wer den Sabbat nicht durch Arbeit entweiht und seine Hand von allem Unrecht zurückhält!«

56,2
58,13-14
Jer 17,21-22

3Der Ausländer, der sich dem Volk des HERRN angeschlossen hat, soll nicht sagen: »Der HERR wird mich wieder aus seinem Volk ausstoßen!« Der Eunuch, der zeugungsunfähig gemacht worden ist, soll nicht sagen: »Ich bin ein abgestorbener Baum!«

56,3
14,1
Apg 8,27-28

4Der HERR sagt: »Wenn ein Kastrierter meinen heiligen Tag, den Sabbat, beachtet und mein Gesetz befolgt,

56,4-5
Weish 3,14
5dann bekommt er in meinem Haus einen Gedenkstein, auf dem sein Name steht. Das wird die Erinnerung an ihn besser bewahren als Söhne und Töchter. So sorge ich dafür, dass sein Name niemals in Vergessenheit gerät.

6Und wenn Ausländer sich meinem Volk anschließen, wenn sie mich lieben und mir gehorchen, den Sabbat nicht entweihen und das Gesetz des Bundes befolgen, den ich mit Israel geschlossen habe, 7dann dürfen sie in mein Heiligtum auf dem Zionsberg kommen und die Festfreude meines Volkes teilen. Sie dürfen Brandopfer und Mahlopfer auf meinem Altar darbringen und ich werde an ihren Opfern Freude haben. Mein Tempel soll eine Stätte sein, an der alle Völker zu mir beten können.«

56,7
1 Kön 8,41-43
Mk 11,17

8Der HERR, der mächtige Gott, der die zerstreuten Israeliten in ihr Land zurückgebracht hat, sagt: »Ich will noch mehr Menschen herbeibringen und mit euch vereinen!«

56,8
66,18-19

Gegen die gewissenlosen Führer des Volkes

9Der HERR sagt: »Ihr Völker, kommt und stürzt euch auf mein Volk wie Raubtiere auf ihre Beute! 10Seine Führer haben versagt; sie sehen nicht die Gefahr, die ihm droht. Sie sind wie blinde Wächter, die nichts merken, wie stumme Wachhunde, die nicht bellen können. Sie liegen da und dösen; ihre Ruhe geht ihnen über alles. 11Aber gierig sind sie wie Hunde, die nie satt werden. Das sind die rechten Hirten für meine Herde! Vom Aufpassen halten sie nichts. Sie sorgen nur für sich selbst und suchen ihren eigenen Vorteil.

56,11
Ez 34,2
12Sie grölen:

›Kommt und trinkt, vergesst die Sorgen!

Auf, schafft Bier und Wein ins Haus!

Schwingt die Becher heut und morgen,

gießt sie voll und trinkt sie aus!‹«

56,12
5,11-12