Gute Nachricht Bibel (GNB)
10

Die endgültige Sündenvergebung

101Im Gesetz zeigt sich nur ein Schatten von dem, was Gott künftig schenken will – ein Schatten, nicht die eigentliche Gestalt. Deshalb kann das Gesetz die Menschen, die im irdischen Heiligtum vor Gott treten, auch niemals zur Vollendung führen – obwohl nach Anordnung des Gesetzes Jahr für Jahr immer wieder die gleichen Opfer für sie dargebracht werden.

10,1
7,19
8,5
2Wenn die Menschen durch das Gesetz und die von ihm vorgeschriebenen Opfer ein für alle Mal von ihren Sünden gereinigt werden könnten, dann hätten sie doch einmal mit dem Opfern aufhören müssen, weil sie sich nicht mehr schuldig gefühlt hätten. 3Doch durch diese Opfer werden sie nur Jahr für Jahr aufs Neue an ihre Sünden erinnert!
10,3
9,7
4Denn das Blut von Stieren und Böcken kann niemals die Schuld beseitigen.

5Darum sagte Christus, als er in die Welt kam, zu Gott:

»Opfer und Gaben hast du nicht verlangt;

aber du hast mir einen Leib gegeben.

10,5-7
nach

6Über Brandopfer und Sühneopfer freust du dich nicht.

7Da habe ich gesagt: ›Hier bin ich, Gott!

Ich will tun, was du von mir verlangst,

wie es in den Heiligen Schriften über mich vorausgesagt ist!‹«

8Zuerst sagte er: »Opfer und Gaben hast du nicht verlangt, über Brandopfer und Sühneopfer freust du dich nicht«, obwohl alle diese Opfer vom Gesetz vorgeschrieben sind. 9Dann aber hat er gesagt: »Hier bin ich, Gott! Ich will tun, was du von mir verlangst.«

So hebt Christus die alte Ordnung auf und setzt die neue in Kraft. 10Durch das, was Gott »verlangt« hat, nämlich dadurch, dass Jesus Christus seinen eigenen »Leib« zum Opfer brachte, sind wir nun ein für alle Mal von jeder Schuld gereinigt und zu Gottes Eigentum geworden.

10,10
7,27

11Jeder Priester verrichtet Tag für Tag seinen Dienst und bringt wieder und wieder die gleichen Opfer, die doch niemals die Sünden wegschaffen können.

10,11
Ex 29,38
12Christus dagegen hat nur ein einziges Opfer für die Sünden gebracht und dann für immer den Platz an Gottes rechter Seite eingenommen.
10,12
8,1
13Dort wartet er nur noch darauf, dass Gott ihm seine Feinde als Schemel unter die Füße legt.
10,13
Ps 110,1
1 Kor 15,25
14Denn mit einem einzigen Opfer hat er alle, die Gottes Eigentum werden sollen, für immer zur Vollendung geführt.

15Auch der Heilige Geist bezeugt uns das in den Heiligen Schriften. Nachdem der Herr zunächst gesagt hat:

16»Der Bund, den ich dann mit ihnen schließen werde, wird völlig anders sein«,

fährt er fort:

»Ich werde ihnen meine Gesetze nicht auf Steintafeln, sondern in Herz und Gewissen schreiben,

10,16-17
nach
17und ich will nie mehr an ihre Sünden und an ihre bösen Taten denken.«

18Wenn aber die Sünden vergeben sind, ist ein Opfer nicht mehr nötig.

DAS GOTTESVOLK AUF DEM WEG DES GLAUBENS

(10,19–13,17)

Die Hoffnung nicht aufgeben und Gemeinschaft halten!

19Liebe Brüder und Schwestern!10,19 Siehe Anmerkung zu 2,17. Wir haben also freien Zutritt zum Allerheiligsten! Jesus hat sein Blut geopfert

10,19
4,16
9,8
Röm 5,2
Eph 3,12
20und uns den Weg durch den Vorhang hindurch frei gemacht, diesen neuen Weg, der zum Leben führt. Der »Vorhang« aber, das ist er selbst, so wie er in einem irdischen Leib gelebt hat.
10,20 (Vorhang)
9,3
Mt 27,51
21Wir haben also einen ganz unvergleichlichen Obersten Priester, der über das Haus Gottes gesetzt ist.
10,21
4,14

22Darum wollen wir vor Gott hintreten mit offenem Herzen und in festem Glauben; unser Gewissen wurde ja von aller Schuld gereinigt und unser Leib in reinem Wasser gewaschen.

10,22
4,16
Ez 36,25
Eph 5,26

23Wir wollen an der Hoffnung festhalten, zu der wir uns bekennen, und wollen nicht schwanken; denn Gott, der die Zusagen gegeben hat, steht zu seinem Wort.

10,23
4,14

24Und wir wollen aufeinander acht geben und uns gegenseitig zur Liebe und zu guten Taten anspornen.

10,24
13,1

25Einige haben sich angewöhnt, den Gemeindeversammlungen fernzubleiben. Das ist nicht gut; vielmehr sollt ihr einander Mut machen. Und das umso mehr, als ihr doch merken müsst, dass der Tag näher rückt, an dem der Herr kommt!

10,25
Phil 4,5

Warnung vor der Abkehr von der erkannten Wahrheit

26Wir haben die Wahrheit kennengelernt. Wenn wir jetzt vorsätzlich weiterhin sündigen, gibt es kein Opfer mehr, um unsere Sünden gutzumachen.

10,26-29
6,4-6
27Wir müssen dann ein schreckliches Gericht fürchten; denn wie ein Feuer wird Gottes Zorn alle vernichten, die sich gegen ihn auflehnen.
10,27
Jes 26,11

28Wer gegen das Gesetz Moses verstößt, wird ohne Mitleid getötet, wenn seine Schuld durch zwei oder drei Zeugenaussagen festgestellt ist.

10,28
Dtn 19,15
29Um wie viel schlimmer wird dann bestraft werden, wer den Sohn Gottes mit Füßen tritt und das Blut des Bundes, das ihn rein und heilig gemacht hat, wie eine gewöhnliche Sache abtut und den Geist beleidigt, dem er die Gnade verdankt!
10,29 (Blut)
9,12

30Wir kennen doch den, der gesagt hat: »Ich werde Vergeltung üben und sie für alle Bosheit hart bestrafen.« Es heißt an derselben Stelle auch:10,30 an derselben Stelle: verdeutlichender Zusatz. Die hier angeführte Aussage von Dtn 32,36 meint im ursprünglichen Zusammenhang: »Der Herr wird sein Volk richten = richtend für es eintreten«; sie wird hier im gegenteiligen Sinn verstanden: »richtend gegen sein Volk auftreten«. »Der Herr wird seinem Volk das Urteil sprechen.«

10,30
zit
31Dem lebendigen Gott in die Hände zu fallen ist schrecklich!

Beispiele tapferen Vertrauens aus der Anfangsgeschichte der eigenen Gemeinde

32Erinnert euch doch an die Zeiten, als ihr gerade mit dem göttlichen Licht erleuchtet worden wart und dann sogleich einen harten, leidvollen Kampf durchstehen musstet! 33Die einen wurden öffentlich beleidigt und misshandelt, die andern standen denen treu zur Seite, die dies ertragen mussten. 34Ihr habt mit den Gefangenen gelitten, und wenn euch euer Eigentum weggenommen wurde, habt ihr das mit Freude ertragen; denn ihr wusstet, dass ihr einen viel besseren Besitz habt, der euch nicht genommen werden kann.

10,34
11,26
13,14

35Werft nur jetzt eure Zuversicht nicht weg, die doch so reich belohnt werden soll!

10,35-36
3,14
6,11-12
36Ihr braucht Kraft zum Durchhalten, damit ihr weiterhin tut, was Gott von euch will, und so auch bekommt, was er versprochen hat. 37Es heißt ja in den Heiligen Schriften:

»Noch eine kurze, ganz kurze Zeit, dann kommt der, den Gott angekündigt hat. Er wird sich nicht verspäten.

10,37-38
nach
38Wer mir im Glauben vertraut und das Rechte tut, wird durch sein Vertrauen am Leben bleiben. Wer aber mutlos aufgibt, mit dem will ich nichts zu tun haben.«
10,38
Röm 1,17
Gal 3,11

39Wir gehören doch nicht zu den Menschen, die den Mut verlieren und deshalb zugrunde gehen! Vielmehr gehören wir zu denen, die Gott im Glauben vertrauen und das Leben gewinnen.
10,39
1 Petr 1,9
11

Beispiele vorbildlichen Vertrauens aus der Geschichte des Gottesvolkes

111Glauben heißt Vertrauen, und im Vertrauen bezeugt sich die Wirklichkeit dessen, worauf wir hoffen. Das, was wir jetzt noch nicht sehen: im Vertrauen beweist es sich selbst.11,1 Wörtlich Der Glaube ist ein Festsein des Erhofften und ein Beweis der unsichtbaren Dinge. Die verbreitete Deutung Der Glaube ist eine feste Zuversicht (auf das Erhoffte) und ein Überzeugtsein (von den unsichtbaren Dingen) scheint zwar vom Zusammenhang her passender, ist jedoch von den griechischen Wortbedeutungen her nicht zu rechtfertigen. Der Verfasser will offenbar den festen Grund benennen, der den Glauben trägt und der sich im unerschütterlichen Vertrauen der Glaubenden als dieser tragende Grund bezeugt.

11,1
Röm 8,24-25
2 Kor 4,18
5,7
2In diesem Vertrauen haben unsere Vorfahren gelebt und dafür bei Gott Anerkennung gefunden.

3Durch solches Vertrauen gelangen wir zu der Einsicht, dass die ganze Welt durch das Wort Gottes geschaffen wurde und alle sichtbaren Dinge aus Unsichtbarem entstanden sind.

11,3
Gen 1,1
Ps 33,69
2 Makk 7,28
Röm 4,17

4Aus solchem Vertrauen brachte Abel Gott ein besseres Opfer als sein Bruder Kain. Denn weil Abel Gott vertraute, nahm Gott sein Opfer an und bestätigte damit, dass Abel vor ihm als gerecht bestehen konnte. Durch sein Vertrauen spricht er noch heute zu uns, obwohl er doch längst gestorben ist.

11,4
Gen 4,3-10

5In solchem Vertrauen lebte Henoch; deshalb wurde er zu Gott entrückt und musste nicht sterben. In den Heiligen Schriften heißt es von ihm: »Niemand konnte ihn finden, weil Gott ihn weggeholt hatte.« Und bevor dies berichtet wird, wird ihm das Zeugnis ausgestellt, dass Gott an ihm Gefallen hatte.

11,5
Gen 5,21-24
Sir 44,16
Weish 4,10
6Es ist aber unmöglich, dass Gott an jemand Gefallen hat, der ihm nicht vertraut. Wer zu Gott kommen will, muss ja fest damit rechnen, dass es ihn gibt und dass er die Menschen belohnt, die ihn suchen.

7In solchem Vertrauen befolgte Noach die Anweisungen Gottes, obwohl von der angekündigten Katastrophe noch nichts zu sehen war. Er gehorchte Gott und baute die Arche, in der er mit seiner ganzen Familie gerettet wurde. Durch sein Vertrauen sprach er der Welt und ihrem Unglauben das Urteil und erhielt dafür von Gott den Lohn, der den Gerechten für ihr Vertrauen zugesagt ist.

11,7
Gen 6,13-22
1 Petr 3,20

8In solchem Vertrauen gehorchte Abraham, als Gott ihn rief. Er brach auf in das Land, das er als Erbbesitz bekommen sollte, und verließ seine Heimat, ohne zu wissen, wohin er kommen würde.

11,8
Gen 12,1-5
9Und in solchem Vertrauen lebte er in dem Land, das Gott ihm zugesagt hatte, als ein Fremder und in Zelten, zusammen mit Isaak und Jakob, die dieselbe Zusage bekommen hatten.
11,9
Gen 35,27
10Denn er wartete auf die Stadt mit festen Grundmauern, die Gott selbst entworfen und gebaut hat.
11,10
13,14

11In solchem Vertrauen bekam Abraham die Kraft, mit Sara, seiner unfruchtbaren Frau, einen Nachkommen zu zeugen, obwohl beide schon sehr alt waren. Er hielt Gott, der ihm einen Sohn versprochen hatte, für vertrauenswürdig.11,11 Weniger wahrscheinliche Deutung von Vers 11: Weil auch sie solches Vertrauen hatte, bekam Sara trotz ihrer Unfruchtbarkeit die Kraft, einen Nachkommen zur Welt zu bringen, und dies noch in ihrem Alter. Denn sie hielt ...

11,11
Gen 17,19
18,11-14
21,2
Röm 4,19-20
12So bekam dieser eine Mann, der fast schon tot war, so viele Nachkommen, wie es Sterne am Himmel oder Sandkörner am Meeresstrand gibt.
11,12
Gen 12,2
Sir 44,21
2 Kor 1,9

13In solchem Vertrauen sind sie alle gestorben – Abraham, Isaak und Jakob.11,13 sie alle ...: wörtlich diese alle. Sie haben zu Lebzeiten nicht bekommen, was Gott ihnen versprochen hatte. Doch sie sahen es aus der Ferne und freuten sich darauf. Sie bekannten sich offen dazu, dass sie Gäste und Fremde auf der Erde waren.

11,13
Gen 23,4
47,9
Ps 39,13

14Wenn sie so etwas sagen, bringen sie damit zum Ausdruck, dass sie ihre wahre Heimat erst noch suchen. 15Wenn sie nämlich unter »Heimat« das Land verstanden hätten, aus dem sie weggezogen waren, dann hätten sie Gelegenheit gehabt, dorthin zurückzukehren. 16Doch sie sehnten sich nach einer besseren Heimat, nach der himmlischen, und deshalb schämt Gott sich auch nicht, ihr Gott – der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs11,16 der Gott Abrahams ...: verdeutlichender Zusatz. – zu heißen. Er hatte ja auch schon eine Stadt für sie gebaut.

11,16
13,14

17In solchem Vertrauen brachte Abraham, als Gott ihn auf die Probe stellte, seinen Sohn Isaak zum Opfer. Er war bereit, Gott seinen einzigen Sohn zu geben, obwohl ihm Gott doch die Zusage gemacht

11,17
Gen 22,1-18
Jak 2,21
18und gesagt hatte: »Durch Isaak wirst du Nachkommen haben.«
11,18
zit
19Denn Abraham rechnete fest damit, dass Gott auch Tote zum Leben erwecken kann. Darum bekam er auch seinen Sohn lebendig zurück – als bildhaften Hinweis auf die künftige Auferweckung.11,19 als bildhaften Hinweis ...: wörtlich als Gleichnis.
11,19
2 Kor 1,9

20In solchem Vertrauen segnete Isaak seine Söhne Jakob und Esau. Er rechnete fest damit, dass die Segensworte einst in Erfüllung gehen würden.11,20 Er rechnete ...: wörtlich im Blick auf die kommenden Dinge.

11,20
Gen 27,27-2939-40

21In solchem Vertrauen segnete Jakob vor seinem Tod die beiden Söhne Josefs und gab jedem seinen besonderen Segen. Gestützt auf seinen Wanderstab neigte er sich vor Gott und betete ihn an.

11,21
Gen 47,31–48,20

22In solchem Vertrauen erinnerte Josef vor seinem Tod an den von Gott angekündigten Auszug der Israeliten aus Ägypten und gab Anweisungen, was dann mit seinen Gebeinen geschehen sollte.

11,22
Gen 50,24-25
Ex 13,19

23In solchem Vertrauen hielten die Eltern von Mose ihr Kind nach dessen Geburt drei Monate lang versteckt. Sie sahen seine Schönheit und ahnten, dass Gott Großes mit ihm vorhatte.11,23 Sie sahen ...: wörtlich Sie sahen, dass es ein schönes Kind war (vgl. Ex 2,2). Schönheit ist hier als Kennzeichen des Erwähltseins durch Gott verstanden (vgl. 1 Sam 9,2; 16,12). So hatten sie keine Angst, dem Befehl des Königs zu trotzen.

11,23
Ex 2,2
1,22

24In solchem Vertrauen wehrte sich Mose, als er erwachsen war, dagegen, dass die Leute ihn »Sohn der Königstochter« nannten.

11,24
Ex 2,10-12
25Er zog es vor, mit dem Volk Gottes misshandelt zu werden, anstatt für kurze Zeit gut zu leben und dabei Schuld auf sich zu laden. 26Er war sicher, dass alle Schätze Ägyptens nicht so viel wert waren wie die Schande, die wir zusammen mit Christus ertragen. Denn er blickte auf die künftige Belohnung.
11,26
12,2
13,13

27In solchem Vertrauen verließ Mose Ägypten11,27 Dass Mose Ägypten verließ (vgl. Ex 2,15), wird von der hier herangezogenen frühjüdischen Tradition positiv gesehen: als erster Schritt zur Gottesbegegnung von Ex 3 und zur Befreiung des Volkes aus Ägypten. und fürchtete sich nicht vor dem Zorn des Königs. Er hatte den unsichtbaren Gott vor Augen, als ob er ihn wirklich sehen würde, und das gab ihm Mut und Ausdauer.

11,27
Ex 11,4-8
12,51
13,21-22

28In solchem Vertrauen führte Mose das Passafest ein und befahl, die Türpfosten und Türbalken mit Blut zu bestreichen, damit der Todesengel die erstgeborenen Söhne der Israeliten verschone.

11,28
Ex 12,1-14

29In solchem Vertrauen konnten die Israeliten das Rote Meer durchqueren wie trockenes Land. Als die Ägypter das auch versuchten, ertranken sie.

11,29
Ex 14,21-29

30Solches Vertrauen brachte die Mauern von Jericho zum Einsturz, nachdem die Israeliten sieben Tage lang um die Stadt gezogen waren.

11,30
Jos 6,12-21

31Solches Vertrauen rettete der Hure Rahab das Leben. Sie hatte die israelitischen Kundschafter freundlich aufgenommen; deshalb wurde sie nicht zusammen mit den anderen getötet, die sich Gott widersetzten.

11,31
Jos 6,23

32Soll ich noch mehr aufzählen? Die Zeit würde nicht ausreichen, um von Gideon und Barak und Simson und Jiftach, von David und Samuel und den Propheten zu erzählen.

11,32
Ri 6,11–8,32
4,4–5,31
13,2–16,31
11,1–12,7
1 Sam 16,1–1 Kön 2,11
1 Sam 1,1–25,1
33In solchem Vertrauen kämpften sie gegen Königreiche und trugen den Sieg davon. Sie sorgten für Recht und durften erleben, dass Gott seine Zusagen erfüllt. Sie verschlossen den Rachen von Löwen
11,33 (Löwen)
Ri 14,6-7
1 Sam 17,34-36
Dan 6,1-27
34und löschten glühendes Feuer. Sie entrannen dem Tod durch das Schwert. Sie waren schwach und wurden stark. Im Kampf wuchsen ihnen Heldenkräfte zu, sie trieben fremde Heere zurück.
11,34 (Feuer)
Dan 3,23-25

35In solchem Vertrauen bekamen Frauen ihre Toten als Auferstandene lebendig zurück. Doch andere in Israel ließen sich zu Tode foltern, sie weigerten sich, die angebotene Freilassung anzunehmen; denn sie wollten zu einer weit besseren Auferstehung gelangen.

11,35 (Frauen)
1 Kön 17,17-24
2 Kön 4,18-37

36Andere wiederum wurden verspottet und ausgepeitscht, gefesselt und ins Gefängnis geworfen.

11,36
Jer 20,2
37,15
37Sie wurden gesteinigt, zersägt und mit dem Schwert hingerichtet. Sie zogen in Schaf- und Ziegenfellen umher, Not leidend, bedrängt, misshandelt.
11,37
Jer 26,23
2 Chr 24,21
38Wie Flüchtlinge irrten sie durch Wüsten und Gebirge und lebten in Höhlen und Erdlöchern. Die Welt war es nicht wert, dass solche Menschen in ihr lebten.
11,38
1 Makk 2,29-31
2 Makk 6,11

39Diese alle fanden durch ihr Vertrauen bei Gott Anerkennung, und doch haben sie bis heute noch nicht bekommen, was Gott den Seinen versprochen hat. 40Gott hatte für uns noch etwas Besseres vorgesehen, deshalb sollten sie erst zusammen mit uns zur Vollendung gelangen.

12

Das Vertrauen auch im Leiden nicht aufgeben: Das Beispiel von Jesus

121Alle diese Zeugen, die uns wie eine Wolke umgeben, spornen uns an. Darum lasst uns durchhalten in dem Wettlauf, zu dem wir angetreten sind, und alles ablegen, was uns dabei hindert, vor allem die Sünde, die uns so leicht umgarnt!

12,1
1 Kor 4,16
9,24-25
2Wir wollen den Blick auf Jesus richten, der uns auf dem Weg vertrauenden Glaubens vorangegangen ist und uns auch ans Ziel bringt. Er hat das Kreuz auf sich genommen und die Schande des Todes für nichts gehalten, weil eine so große Freude auf ihn wartete. Jetzt hat er den Platz an der rechten Seite Gottes eingenommen.
12,2
2,10
13,13
8,1

3Denkt daran, welche Anfeindung er von den sündigen Menschen erdulden musste! Das wird euch helfen, mutig zu bleiben und nicht aufzugeben.

Das Vertrauen auch im Leiden nicht aufgeben: Gott erzieht uns

4In eurem Kampf gegen die Sünde ist es bis jetzt noch nicht auf Leben und Tod gegangen. 5Und da habt ihr schon die ermutigenden Worte vergessen, die Gott an euch, seine Kinder, gerichtet hat:

»Nimm es an, mein Sohn, wenn der Herr dich hart anfasst! Verlier nicht den Mut, wenn er dich schlägt!

12,5-6
zit
6Denn wen der Herr liebt, den erzieht er mit Strenge; und wen er als seinen Sohn annimmt, dem gibt er auch Schläge.«
12,6
Offb 3,19

7Ertragt also die Schläge! Gott behandelt euch als seine Kinder! Gibt es einen Sohn, der von seinem Vater nicht mit Strenge erzogen wird?
12,7
Dtn 8,5
8Alle seine Kinder hat Gott so erzogen. Wenn es euch anders erginge, dann wärt ihr ja sozusagen unehelich geboren und nicht seine rechtmäßigen Kinder.

9Unsere leiblichen Väter erzogen uns mit Strafen, und wir hatten Respekt vor ihnen. Erst recht sollen wir uns unserem himmlischen Vater12,9 Wörtlich dem Vater der Geister (vgl. 1,14) im Gegensatz zu den Vätern unseres Fleisches (so wörtlich für Unsere leiblichen Väter). unterordnen, damit wir das ewige Leben gewinnen. 10Unsere leiblichen Väter straften uns eine Zeit lang, wie es ihnen gerade gut schien. Aber Gott handelt an uns zu unserem Besten, damit wir an seiner Heiligkeit Anteil bekommen.

12,10 (Anteil)
Mt 5,48
Jak 3,17
Röm 5,2

11In dem Augenblick, in dem wir gestraft werden, bereitet uns das nicht Freude, sondern Schmerz. Aber später bringt es denen, die durch diese Schule gegangen sind, als Frucht Frieden und die Annahme bei Gott.

Aufruf zu ernsthaftem Neubeginn

12Macht also die erschlafften Hände wieder stark, die zitternden Knie wieder fest!

12,12
Jes 35,3
13Geht auf rechten Wegen, damit die lahm gewordenen Füße nicht auch noch verrenkt, sondern wieder heil werden!
12,13
Spr 4,26-27
14Bemüht euch um Frieden mit allen in der Gemeinde12,14 in der Gemeinde: verdeutlichender Zusatz; vgl. Röm 14,19; 2 Tim 2,22. und darum, dass ihr heilig seid und euer ganzes Leben Gott gehört. Wer das versäumt, wird den Herrn nicht zu sehen bekommen.
12,14 (Frieden)
12,11
1 Kor 7,15
Ps 34,15
Mt 5,9

15Gebt aufeinander acht, dass niemand die Gnade Gottes verscherzt und keiner unter euch wie eine giftige Wurzel austreibt und viele vergiftet.

12,15
Dtn 29,17
Gal 1,6
16Keiner von euch soll ein ausschweifendes Leben führen wie Esau. Weil er Gott nicht ehrte, verkaufte er das Vorrecht des Erstgeborenen für eine einzige Mahlzeit.
12,16
Gen 25,29-34
17Und ihr wisst: Als er später den Segen seines Vaters und damit sein Erbe haben wollte, wurde er abgewiesen. Es war zu spät zur Umkehr, auch wenn er noch so sehr und unter Tränen nach einer Möglichkeit dazu suchte.
12,17
Gen 27,30-40

Noch einmal: Die Größe und der Ernst der Berufung

18Ihr seid nicht zu dem Berg Sinai gekommen, den man berühren konnte. Ihr seid nicht zum lodernden Feuer gekommen, zur Dunkelheit und schwarzen Nacht, zum Sturm,

12,18-19
Ex 19,16-22
20,18-21
19zum Schall der Posaune und zu der donnernden Stimme. Als das Volk Israel diese Stimme hörte, bat es darum, kein weiteres Wort hören zu müssen. 20Denn sie konnten den Befehl nicht ertragen, der lautete: »Auch kein Tier darf den Berg berühren, sonst muss es gesteinigt werden.«
12,20
nach
21Ja, so furchtbar war der Anblick, dass sogar Mose sagte: »Ich zittere vor Angst!«

22Ihr seid vielmehr zum Berg Zion gekommen und zur Stadt des lebendigen Gottes. Diese Stadt ist das himmlische Jerusalem mit seinen vielen Tausend Engeln.

12,22
13,14
Gal 4,26
23Ihr seid zu einer festlichen Versammlung gekommen, zur Gemeinde von Gottes erstgeborenen Söhnen und Töchtern,12,23 Söhnen und Töchtern: wörtlich Söhnen. deren Namen im Himmel aufgeschrieben sind. Ihr seid zu Gott gekommen, der alle Menschen richtet, und zu den seligen Geistern: den Menschen, die den Willen Gottes getan haben und schon vollendet sind.12,23 zu den seligen ...: wörtlich zu den Geistern der vollendeten Gerechten; siehe Sacherklärung »Seele«.
12,23 (Namen)
Offb 3,5
24Ihr seid zu Jesus gekommen, der als Mittler den neuen Bund in Kraft gesetzt hat, und zu dem reinigenden Blut, das – anders als Abels Blut – Vergebung zuspricht, nicht nach Vergeltung ruft.12,24 anders als ...: wörtlich besser (oder Besseres) redet als das Blut Abels.
12,24
8,6
9,12
Gen 4,10

25Gebt also acht und verweigert euch dem nicht, der jetzt spricht! Das Volk, das am Berg Sinai den nicht hören wollte, der auf der Erde sprach, ist der Strafe nicht entgangen. Wie viel weniger werden wir ungestraft davonkommen, wenn wir den zurückweisen, der vom Himmel spricht!

12,25
2,2
3,7-19
6,4-6
26Damals erschütterte seine Stimme die Erde, aber jetzt hat er angekündigt: »Noch einmal werde ich die Erde zum Beben bringen und den Himmel dazu!«
12,26
Ex 19,18

27Die Worte »noch einmal« weisen darauf hin, dass bei dieser Erschütterung die ganze Welt, die Gott geschaffen hat, umgewandelt werden soll. Nur das bleibt unverändert, was nicht erschüttert werden kann.

28Wir wollen dankbar sein, weil wir schon jetzt Anteil an jener neuen Welt12,28 neuen Welt: wörtlich Königsherrschaft. bekommen, die durch nichts erschüttert werden kann. Lasst uns Gott in heiliger Scheu und Ehrfurcht danken und ihm dienen, wie es ihm gefällt!

12,28
13,14
29Denn auch unser Gott ist ein verzehrendes Feuer!
12,29
Dtn 4,24