Gute Nachricht Bibel (GNB)
4

Petrus und Johannes vor dem jüdischen Rat

41Während Petrus und Johannes noch zum Volk sprachen, traten ihnen die Priester mit dem Befehlshaber der Tempelwache und die Sadduzäer entgegen.

4,1-2 (Sadduzäer)
Lk 20,27
2Sie waren aufgebracht, weil die Apostel sich herausnahmen, das Volk zu lehren und am Beispiel von Jesus die Auferstehung der Toten zu verkünden.
4,2
23,6-9
3Darum nahmen sie die beiden fest und brachten sie bis zum nächsten Tag ins Gefängnis; es war nämlich schon Abend.

4Aber viele, die die Apostel gehört hatten, kamen zum Glauben, und die Gemeinde wuchs so stark an, dass allein die Zahl der Männer bei fünftausend lag.

4,4
2,41
Lk 9,14

5Am nächsten Tag kamen in Jerusalem die führenden Priester, die Ratsältesten und die Gesetzeslehrer zusammen, 6dazu der Oberste Priester Hannas mit Kajaphas, Johannes, Alexander und all den anderen, die zur Familie des Obersten Priesters gehörten.

7Sie ließen die Apostel vorführen und fragten sie: »Woher hattet ihr die Kraft, diesen Mann zu heilen? In wessen Namen habt ihr es getan?«

4,7
Lk 20,2

8Petrus antwortete ihnen, erfüllt vom Heiligen Geist: »Führer des Volkes und seine Ältesten!

4,8
2,4
9Wir werden hier vor Gericht gestellt, weil wir einem Kranken geholfen haben, und wir sollen Rechenschaft geben, wodurch er geheilt worden ist. 10Nun, ihr und das ganze Volk Israel sollt es wissen: Es geschah im Namen von Jesus Christus aus Nazaret,4,10 aus Nazaret: wörtlich dem Nazoräer. ebendem, den ihr gekreuzigt habt4,10 Vgl. 3,13-15. und den Gott vom Tod auferweckt hat! Durch die Kraft seines Namens steht der Mann hier gesund vor euch.
4,10
3,6
11Auf diesen Jesus bezieht sich das Wort in den Heiligen Schriften: ›Der Stein, den die Bauleute weggeworfen haben, weil sie ihn für unbrauchbar hielten, ist zum Eckstein geworden.‹
4,11
zit
12Jesus Christus und sonst niemand kann die Rettung bringen. Auf der ganzen Welt hat Gott keinen anderen Namen bekannt gemacht, durch den wir gerettet werden könnten.«
4,12
Mt 1,21
1 Kor 3,11

13Die Mitglieder des jüdischen Rates waren überrascht, mit welcher Sicherheit Petrus und Johannes sich verteidigten, obwohl sie offenkundig keine Gelehrten waren, sondern einfache Leute. Es war ihnen schnell klar, dass die beiden zur Gefolgschaft von Jesus gehörten,

4,13
Lk 21,15
14und den Mann, der geheilt worden war, sahen sie bei ihnen stehen. So konnten sie nichts gegen ihre Aussagen vorbringen.

15Sie schickten Petrus und Johannes aus dem Sitzungssaal, berieten sich

4,15
5,34-35
16und sagten zueinander: »Was sollen wir mit ihnen machen? Dass ein eindeutiges Wunder durch sie geschehen ist, können wir nicht leugnen. Ganz Jerusalem hat davon gehört.
4,16
Joh 11,47
17Aber damit nicht noch mehr Leute im Volk davon erfahren« – das war ihr Beschluss –, »wollen wir ihnen mit Nachdruck verbieten, zu irgendeinem Menschen unter Berufung auf diesen Namen zu sprechen.«

18Sie riefen also die beiden wieder herein und verboten ihnen streng, die Botschaft von Jesus noch weiter in der Öffentlichkeit zu verbreiten und unter Berufung auf seinen Namen vor dem Volk als Lehrer aufzutreten.

19Aber Petrus und Johannes erwiderten ihnen: »Entscheidet selbst, ob es vor Gott recht ist, euch mehr zu gehorchen als ihm! 20Wir können nicht verschweigen, was wir gesehen und gehört haben!«

21Da drohten sie ihnen noch einmal und ließen sie dann gehen. Mit Rücksicht auf das Volk wagten sie nicht, sie zu bestrafen; denn alle priesen Gott für das, was geschehen war. 22Der Mann, der auf so wunderbare Weise geheilt wurde, war nämlich von Geburt an über vierzig Jahre lang gelähmt gewesen.

Die Gemeinde betet um Kraft

23Nach ihrer Freilassung gingen Petrus und Johannes zu der versammelten Gemeinde und erzählten dort, was die führenden Priester und Ratsältesten zu ihnen gesagt hatten. 24Darauf beteten alle miteinander einmütig zu Gott:

»Herr, du hast Himmel, Erde und Meer geschaffen und alles, was lebt.

4,24
Ps 146,6
25Durch den Heiligen Geist hast du unseren Vater David, deinen Diener, sagen lassen:

›Was soll das Toben der Völker?

Wozu schmieden die Menschen im Land vergebliche Pläne?

4,25
zit

26Die Könige der Erde haben sich aufgelehnt,

die Machthaber haben sich verbündet

gegen den Herrn und seinen Christus.‹

27Tatsächlich haben sie sich hier in Jerusalem verbündet gegen Jesus, deinen heiligen Bevollmächtigten, den du zum Retter bestimmt hast:4,27 Wörtlich den du gesalbt hast; siehe Sacherklärung »Christus«. Herodes4,27 Siehe Sacherklärung »Herodes (3)«. und Pontius Pilatus, Menschen aus den fremden Völkern und Menschen aus dem Volk Israel.
4,27
Lk 23,6-12
28Aber sie konnten nur vollziehen, was du in deiner Macht schon längst geplant und vorherbestimmt hattest.
4,28
2,23

29Höre nun, Herr, wie sie uns drohen! Gib uns, deinen Dienern und Dienerinnen,4,29 Wörtlich deinen Dienern; doch vgl. die Verse 23-24 und 31 sowie 2,3-4.11.17-18. die Kraft, deine Botschaft mutig und offen zu verkünden! 30Hilf uns dabei! Strecke deine Hand aus und heile Kranke! Und lass staunenerregende Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Bevollmächtigten Jesus!«

31Als sie geendet hatten, bebte die Erde an ihrem Versammlungsort. Alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und verkündeten die Botschaft Gottes ohne Furcht.

4,31
2,4

Brüderliches Teilen in der Gemeinde

32All die vielen Menschen, die zum Glauben an Jesus gefunden hatten, waren ein Herz und eine Seele. Niemand von ihnen betrachtete etwas von seinem Besitz als persönliches Eigentum; alles, was sie besaßen, gehörte ihnen gemeinsam.

4,32-37
Lk 12,33
14,33

33Mit großer Kraft und bestätigt durch Wundertaten4,33 Wörtlich Mit großer Kraft. Das schließt das Zeugnis durch Taten ein; vgl. Vers 10; 3,12-16. bezeugten die Apostel Jesus als den auferstandenen Herrn, und für alle sichtbar lag großer Segen auf der ganzen Gemeinde.

4,33
1,8

34Es gab unter ihnen niemand, der Not leiden musste. Denn die in der Gemeinde, die Grundstücke oder Häuser besaßen, verkauften sie, wenn es an etwas fehlte,4,34 wenn es an etwas fehlte: verdeutlichender Zusatz. Dass der Verkauf jeweils von Fall zu Fall, bei bestehenden Notlagen, erfolgte, geht aus 2,44-45 und auch aus der Nennung der Einzelfälle in 4,36-37 und 5,1-11 hervor. brachten den Erlös herbei

4,34
Dtn 15,4
35und legten ihn vor den Füßen der Apostel nieder. Das wurde dann unter die Bedürftigen verteilt.

36So machte es auch Josef, ein Levit aus Zypern, den die Apostel Barnabas nannten, das heißt »der Mann, der anderen Mut macht«.

4,36-37
9,27
37Er verkaufte seinen Acker, brachte das Geld und legte es den Aposteln zu Füßen.

5

Hananias und Saphira belügen den Heiligen Geist

51Auch ein Mann namens Hananias und seine Frau Saphira verkauften ein Stück Land. 2Hananias behielt mit Wissen seiner Frau einen Teil des Geldes zurück; das Übrige brachte er und legte es den Aposteln zu Füßen.

5,2
4,35

3Doch Petrus sagte zu ihm: »Hananias, warum hast du dein Herz dem Satan geöffnet? Warum belügst du den Heiligen Geist und behältst einen Teil vom Erlös deines Feldes für dich?

5,3
Joh 13,2
4Du hättest ja das Land behalten können, und nachdem du es verkauft hattest, auch das Geld. Warum hast du dich auf dieses falsche Spiel eingelassen? Du hast nicht Menschen, sondern Gott belogen!«

5Als Hananias diese Worte hörte, brach er zusammen und starb. Ein gewaltiger Schrecken packte alle, die davon erfuhren. 6Ein paar junge Leute standen auf, wickelten den Toten in ein Tuch, trugen ihn hinaus und begruben ihn.

7Etwa drei Stunden später kam seine Frau. Sie wusste noch nicht, was geschehen war. 8Petrus fragte sie: »Sag mir, habt ihr das Feld zu diesem Preis verkauft?«

»Ja«, antwortete sie, »zu diesem Preis.«

9Da sagte Petrus: »Warum habt ihr euch verabredet, den Geist des Herrn herauszufordern? Ich sage dir: Vor der Tür stehen schon die Leute, die deinen Mann begraben haben. Sie werden auch dich hinaustragen!«

5,9
1 Kor 10,9

10Im selben Augenblick fiel sie vor seinen Füßen zu Boden und starb. Die jungen Leute kamen herein, sahen sie tot daliegen, trugen sie hinaus und begruben sie neben ihrem Mann.

11Ein gewaltiger Schrecken packte die ganze Gemeinde und alle, die davon hörten.

Das Ansehen der Gemeinde wächst

12Durch die Apostel geschahen viele staunenerregende Wunder unter dem Volk. Die ganze Gemeinde war Tag für Tag einmütig in der Salomohalle beisammen.

5,12
2,43
3,11
13Das Volk sprach voller Lob von ihnen, doch eine heilige Scheu hielt die Außenstehenden davon ab, sich zu ihnen zu gesellen. 14Umso mehr führte der Herr selbst ihnen Menschen zu, die zum Glauben gekommen waren, eine große Zahl von Männern und Frauen.
5,14
2,41

15Die Leute trugen die Kranken auf die Straße und legten sie dort auf Betten und Matten. Wenn Petrus vorbeiging, sollte wenigstens sein Schatten auf einige von ihnen fallen.

5,15-16
19,11-12
16Auch aus der Umgebung von Jerusalem brachten die Leute Kranke und solche, die von bösen Geistern besessen waren, und alle wurden gesund.

Die Apostel werden verhaftet und vor den Rat gestellt

17Der Oberste Priester und sein ganzer Anhang, die Partei der Sadduzäer, wurden neidisch und beschlossen einzugreifen.

5,17
Lk 20,27
18Sie ließen die Apostel verhaften und ins öffentliche Gefängnis werfen.

19Doch in der Nacht öffnete der Engel des Herrn die Gefängnistore, führte die Apostel heraus und sagte zu ihnen:

5,19
12,7-10
20»Geht in den Tempel und verkündet dem Volk die Botschaft von dem Leben, das Jesus gebracht hat!«

21Die Apostel gehorchten, gingen früh am Morgen in den Tempel, stellten sich hin und lehrten das Volk.

Der Oberste Priester und sein Anhang hatten inzwischen den jüdischen Rat samt allen Ältesten des Volkes Israel zu einer Sitzung zusammengerufen. Sie schickten in das Gefängnis, um die Apostel vorführen zu lassen. 22Aber die Diener, die sie hinschickten, konnten die Apostel dort nicht finden. Sie kamen zurück und berichteten:

5,22-24
12,18-19
23»Wir fanden das Gefängnis ordnungsgemäß verschlossen und vor allen Türen standen die Wachen. Aber als wir aufschlossen, war niemand darin.«

24Der Befehlshaber der Tempelwache und die führenden Priester waren ratlos und konnten sich das nicht erklären. 25Da kam einer und berichtete: »Die Männer, die ihr ins Gefängnis gesperrt habt, stehen im Tempel und lehren das Volk!« 26Der Befehlshaber ging mit der Tempelwache hin, um sie zu holen. Sie vermieden es aber, Gewalt anzuwenden; denn sie hatten Angst, das Volk würde sie steinigen.

5,26
Lk 20,19
22,2

27Sie brachten die Apostel vor den jüdischen Rat und der Oberste Priester verhörte sie. 28Er sagte: »Wir haben euch deutlich genug befohlen, nicht mehr unter Berufung auf diesen Namen vor dem Volk als Lehrer aufzutreten. Und was habt ihr getan? Ganz Jerusalem ist voll von dem, was ihr lehrt! Ihr macht uns für den Tod dieses Menschen verantwortlich und wollt die Strafe Gottes über uns bringen!«5,28 Ihr macht uns ...: wörtlich Ihr seid entschlossen, (die Strafe für) das (vergossene) Blut dieses Menschen über uns zu bringen (vgl. Anmerkung zu Lev 20,9).

5,28-29
4,17-19
5,28
Mt 27,25

29Aber Petrus und die anderen Apostel antworteten: »Gott muss man mehr gehorchen als den Menschen. 30Der Gott unserer Vorfahren hat Jesus vom Tod auferweckt, ebenden, den ihr ans Kreuz gebracht und damit zu einem von Gott Verfluchten erklärt habt.5,30 den ihr ans Kreuz ...: wörtlich den ihr ermordet habt, indem ihr ihn ans Holz hängtet. Damit wird auf das Verfluchtsein eines Gehängten nach Dtn 21,23 angespielt (vgl. auch Gal 3,13). 31Und er hat ihn als Bringer des Lebens5,31 Wörtlich als Anführer; vgl. 3,15. und Retter der Menschen auf den Ehrenplatz an seiner rechten Seite erhoben. Damit gibt er dem Volk Israel die Gelegenheit umzukehren, damit ihm seine Schuld vergeben wird.

5,31
Lk 2,11
Apg 2,33
32Das alles haben wir zu bezeugen und durch uns bezeugt es der Heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen.«
5,32
1,8

Der Pharisäer Gamaliël rät zum Zuwarten

33Als die Ratsmitglieder das hörten, wurden sie zornig und wollten die Apostel töten. 34Da meldete sich im Rat ein Pharisäer namens Gamaliël zu Wort, ein Gesetzeslehrer, der beim ganzen Volk in hohem Ansehen stand. Er verlangte, dass die Angeklagten vorübergehend aus dem Saal gebracht werden,

5,34
22,3
35und sagte dann zu dem versammelten Rat:

»Ihr Männer aus Israel, seid vorsichtig und überlegt euch gut, wie ihr mit diesen Leuten verfahren wollt. 36Vor einiger Zeit trat Theudas auf und behauptete, eine besondere Sendung zu haben. Etwa vierhundert Männer schlossen sich ihm an; aber dann fand er den Tod, seine Anhänger liefen auseinander und alles war zu Ende.

5,36
21,38
37Danach kam zur Zeit der Volkszählung der Galiläer Judas und rief zum Aufstand auf. Er brachte eine stattliche Schar von Anhängern zusammen; aber auch er kam um, und alle, die ihm gefolgt waren, wurden auseinandergetrieben.
5,37
Lk 2,2
13,1-2

38Darum rate ich euch: Geht nicht gegen diese Leute vor! Lasst sie laufen! Wenn das, was sie wollen und was sie da angefangen haben, nur von Menschen kommt, löst sich alles von selbst wieder auf. 39Kommt es aber von Gott, dann könnt ihr nichts gegen sie machen. Wollt ihr am Ende als Leute dastehen, die gegen Gott kämpfen?«

Die Ratsmitglieder gaben Gamaliël recht.

5,39
2 Makk 7,19
Weish 12,13-14
40Sie riefen die Apostel wieder herein, ließen sie auspeitschen und verboten ihnen, weiterhin von Jesus zu sprechen und unter Berufung auf seinen Namen öffentlich aufzutreten. Dann ließen sie sie frei.
5,40
4,18
5,28
Mt 10,17

41Die Apostel gingen aus dem Rat weg und waren voller Freude, weil Gott sie für wert gehalten hatte, für den Namen von Jesus zu leiden.

5,41
Lk 6,22-23
1 Petr 4,13
42Unbeirrt lehrten sie Tag für Tag im Tempel und in den Häusern und verkündeten die Gute Nachricht von Jesus, dem versprochenen Retter.5,42 Wörtlich dem Christus.
5,42 (Retter)
Lk 22,67
Apg 2,31
3,18
8,5
9,22
17,3
18,528
26,23

6

AUSBREITUNG DER GUTEN NACHRICHT IN JUDÄA UND SAMARIEN

(6,1–9,31)

Sieben Helfer für die Apostel

61Die Gemeinde wuchs und die Zahl der Jünger und Jüngerinnen6,1 Wörtlich ist nur von Jüngern die Rede. Lukas verwendet die Mehrzahl »Jünger« von dieser Stelle an wiederholt als Bezeichnung für die Christen insgesamt, die Gemeinde; dabei sind die Frauen mitgemeint bzw. Männer und Frauen gemeinsam im Blick (siehe Sacherklärung »Jünger«). wurde immer größer. Da kam es – um ebendiese Zeit – zu einem Streit zwischen den Griechisch sprechenden Juden in der Gemeinde und denen mit hebräischer Muttersprache.6,1 den Griechisch sprechenden ...: wörtlich den Hellenisten und den Hebräern; siehe Sacherklärung »Hellenisten«. Die griechische Gruppe beschwerte sich darüber, dass ihre Witwen bei der täglichen Verteilung von Lebensmitteln benachteiligt würden.

6,1
2,45
4,35

2Da riefen die Zwölf die ganze Gemeinde zusammen und sagten: »Es geht nicht an, dass wir die Verkündigung der Botschaft Gottes vernachlässigen und uns um die Verteilung der Lebensmittel kümmern. 3Darum, liebe Brüder, wählt aus eurer Mitte sieben Männer aus, die einen guten Ruf haben und vom Geist Gottes und von Weisheit erfüllt sind. Ihnen wollen wir diese Aufgabe übertragen.

6,3
1 Tim 3,8-13
4Wir selbst werden uns auch weiterhin mit ganzer Kraft dem Gebet und der Verkündigung der Botschaft Gottes widmen.«

5Alle waren mit dem Vorschlag einverstanden. Sie wählten Stephanus, einen Mann voll lebendigen Glaubens und erfüllt vom Heiligen Geist; außerdem Philippus, Prochorus, Nikanor, Timon, Parmenas und Nikolaus, einen Nichtjuden aus der Stadt Antiochia, der zum Judentum übergetreten war.6,5 einen Nichtjuden ...: wörtlich einen Proselyten. 6Diese sieben brachten sie zu den Aposteln. Die beteten für sie und legten ihnen die Hände auf.

6,6 (Hände auflegen)
9,17
13,2-3
14,23
1 Tim 4,14
5,22
2 Tim 1,6

7Die Botschaft Gottes aber breitete sich weiter aus. Die Zahl der Glaubenden6,7 Wörtlich der Jünger. in Jerusalem stieg von Tag zu Tag. Auch viele Priester folgten dem Aufruf zum Glauben.

6,7
2,41

Stephanus wird verhaftet

8In der Kraft, die Gott ihm schenkte, vollbrachte Stephanus große und staunenerregende Wunder. 9Da traten Leute aus verschiedenen jüdischen Gemeinden gegen ihn auf und verwickelten ihn in ein Streitgespräch. Es waren Männer aus der Synagoge der Freigelassenen6,9 Es handelt sich wahrscheinlich um freigelassene Nachkommen der Juden, die Pompeius 63 v.Chr. als Kriegsgefangene nach Rom mitgenommen hatte. und den Synagogen der Juden aus Kyrene und Alexandria sowie derer aus Kilikien und der Provinz Asien. 10Aber sie waren der Weisheit und dem Geist nicht gewachsen, die aus Stephanus sprachen.

6,10
6,3
Lk 21,15

11Darauf stifteten sie eine Anzahl Männer dazu an, dass sie überall verbreiten sollten: »Wir haben ihn Dinge sagen hören! Er hat Mose und Gott gelästert!«

6,11-13
Mk 14,55-59Apg 21,28
12Damit brachten sie das Volk, die Ratsältesten und die Gesetzeslehrer gegen ihn auf. Dann ergriffen sie Stephanus und schleppten ihn vor den jüdischen Rat.

13In der Ratsversammlung ließen sie falsche Zeugen auftreten, die behaupteten: »Dieser Mann hält ununterbrochen Reden gegen diese heilige Stätte und gegen das Gesetz. 14Wir haben selbst gehört, wie er sagte: ›Jesus von Nazaret6,14 von Nazaret: wörtlich der Nazoräer. wird diesen Tempel niederreißen und die Ordnungen ändern, die Mose uns im Auftrag Gottes übergeben hat.‹«

6,14
Joh 2,19

15Alle im Rat blickten gespannt auf Stephanus. Sie sahen, dass sein Gesicht leuchtete wie das eines Engels.