Gute Nachricht Bibel (GNB)
1

VOM LUKAS-EVANGELIUM ZUR APOSTELGESCHICHTE

(Kapitel 1)

Lukas schreibt die Fortsetzung

11Verehrter Theophilus, in meiner ersten Schrift1,1 Gemeint ist »Die Gute Nachricht nach Lukas« (Lukas-Evangelium), die in der Anordnung der biblischen Schriften durch »Die Gute Nachricht nach Johannes« von der Apostelgeschichte als ihrer Fortsetzung getrennt ist. habe ich alles berichtet, was Jesus tat und lehrte, von Anfang an

1,1
Lk 1,1-4
2bis zu dem Tag, an dem er in den Himmel aufgenommen wurde. Zuvor gab er den Aposteln Anweisungen für die Zukunft. Er hatte sie früher mit dem Beistand des Heiligen Geistes ausgewählt.
1,2
Lk 24,50-53
3Nach seinem Leiden und Sterben hatte er sich ihnen wiederholt gezeigt und ihnen die Gewissheit gegeben, dass er lebte. Während vierzig Tagen kam er damals zu ihnen und sprach mit ihnen darüber, wie Gott seine Herrschaft aufrichten und sein Werk vollenden werde.1,3 Wörtlich sprach über das, was mit der Königsherrschaft Gottes zusammenhängt.
1,3
Lk 24,13-52

Jesus nimmt Abschied von seinen Jüngern

(Lk 24,47-52)

4Als Jesus wieder einmal bei ihnen war und mit ihnen aß, schärfte er ihnen ein: »Bleibt in Jerusalem und wartet auf den Geist, den mein Vater versprochen hat. Ich habe euch sein Kommen angekündigt, als ich euch sagte:

1,4
11,16
Joh 14,16
5›Johannes hat mit Wasser getauft, aber ihr werdet schon bald mit dem Geist Gottes getauft werden.‹«
1,5
Lk 3,16

6Die Versammelten fragten Jesus: »Herr, wirst du dann die Herrschaft Gottes in Israel wieder aufrichten?«

1,6
Lk 11,2
24,21

7Jesus antwortete: »Mein Vater hat festgelegt, welche Zeiten bis dahin noch verstreichen müssen und wann es so weit ist. Ihr braucht das nicht zu wissen.

1,7
Mk 13,32
8Aber ihr werdet mit dem Heiligen Geist erfüllt werden, und dieser Geist wird euch die Kraft geben, überall als meine Zeugen aufzutreten: in Jerusalem, in ganz Judäa und Samarien und bis ans äußerste Ende der Erde.«
1,8
1,21-22
2,32
3,15
4,33
5,32
10,39
13,31
Lk 24,48
Joh 15,27

9Während er das sagte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben. Eine Wolke nahm ihn auf, sodass sie ihn nicht mehr sehen konnten.

1,9
Lk 24,51
Mk 16,19
1 Petr 3,22

10Als sie noch wie gebannt nach oben starrten und hinter ihm hersahen, standen plötzlich zwei weiß gekleidete Männer1,10 Vgl. Lk 24,4 und Anmerkung zu Mk 16,5. neben ihnen. 11»Ihr Galiläer«, sagten sie, »warum steht ihr hier und schaut nach oben? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen wurde, wird auf dieselbe Weise wiederkommen, wie ihr ihn habt weggehen sehen!«

1,11
Lk 21,27
Offb 1,7

Die Lücke im Apostelkreis wird geschlossen

12Darauf kehrten sie vom Ölberg nach Jerusalem zurück. Das ist ein Weg von etwa einer halben Stunde.1,12 Wörtlich ein Sabbatweg, d.h. die Strecke, die man am Sabbat gehen darf.

1,12
Lk 6,13
24,52
13Dort gingen sie in das Obergemach des Hauses, wo sie von nun an beisammenblieben.

Es waren: Petrus, Johannes, Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, der Sohn von Alphäus, und Simon, der zur Partei der Zeloten gehört hatte, und schließlich Judas, der Sohn von Jakobus.

1,13
Lk 6,14-16
14Auch die Frauen waren dabei und Maria, die Mutter von Jesus, sowie seine Brüder.

Sie alle waren einmütig beieinander und beteten beharrlich um das Kommen des Heiligen Geistes.1,14 beteten beharrlich ...: wörtlich harrten einmütig aus im Gebet. Zum Inhalt des Gebets vgl. Vers 8 sowie Lk 3,21-22; 11,13.

1,14
Lk 8,2-3

15Einmal während dieser Zeit stand Petrus auf und ergriff das Wort – es waren etwa hundertundzwanzig Menschen versammelt.

16»Liebe Brüder«,1,16 Wörtlich Männer, Brüder. sagte er, »was in den Heiligen Schriften über Judas vorausgesagt worden ist, musste eintreffen. Dort hat der Geist Gottes durch David von dem Verräter gesprochen, der den Männern den Weg wies, die Jesus verhaften sollten.

1,16
Ps 41,10
17Der Verräter gehörte zu uns Aposteln und hatte denselben Auftrag empfangen wie wir. 18Mit dem Geld, das er als Belohnung für seine böse Tat erhielt, kaufte er sich ein Landgut. Dort stürzte er so schlimm, dass sein Leib aufplatzte und die Eingeweide heraustraten.
1,18-19
Mt 27,3-8
2 Chr 21,15
19Alle Bewohner von Jerusalem hörten davon, und sie nannten das Grundstück in ihrer Sprache Hakeldamach, das bedeutet ›Blutacker‹.

20Im Buch der Psalmen steht es geschrieben: ›Sein Gehöft soll leer stehen; niemand soll es bewohnen.‹ Dort wird aber auch gesagt: ›Sein Amt soll ein anderer übernehmen.‹

1,20
nach
21Wir brauchen also einen Ersatz für ihn. Es muss einer von den Männern sein, die mit uns Aposteln zusammen waren während der ganzen Zeit, in der Jesus, der Herr, unter uns gelebt und gewirkt hat –
1,21-22
Lk 1,2
3,21
24,51
Joh 15,27
22angefangen von seiner Taufe durch Johannes bis zu dem Tag, an dem er in den Himmel aufgenommen wurde. Einer von denen, die das alles miterlebt haben, soll mit uns zusammen Zeuge dafür sein, dass Jesus vom Tod auferstanden ist.«

23Die Versammelten schlugen zwei Männer vor: Josef, der auch Barsabbas genannt wurde und den Beinamen Justus trug,1,23 Barsabbas bedeutet vermutlich »Sohn von Sabbas«; Justus = lateinisch »der Gerechte«. und Matthias. 24Dann beteten sie: »Herr, du kennst die Menschen durch und durch. Zeige uns, welchen von diesen beiden du ausgewählt hast! 25Judas hat uns verlassen, um dorthin zu gehen, wohin er gehört. Wer von ihnen soll an seiner Stelle das Apostelamt übernehmen?«

26Sie ließen das Los zwischen den beiden entscheiden und es fiel auf Matthias. Darauf wurde er als Zwölfter in den Kreis der Apostel aufgenommen.

1,26
Lk 1,9
Spr 16,33

2

DIE ANFANGSZEIT DER KIRCHE IN JERUSALEM: URGEMEINDE

(Kapitel 2–5)

An Pfingsten kommt der Heilige Geist

21Als das Pfingstfest kam, waren wieder alle, die zu Jesus hielten,2,1 Wörtlich alle. versammelt.

2,1
Ex 23,16
2Plötzlich gab es ein mächtiges Rauschen, wie wenn ein Sturm vom Himmel herabweht. Das Rauschen erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. 3Dann sahen sie etwas wie Feuer, das sich zerteilte, und auf jeden ließ sich eine Flammenzunge nieder.
2,3-4
Lk 3,16
4Alle wurden vom Geist Gottes erfüllt und begannen in anderen Sprachen2,4 Siehe Sacherklärung »Sprachen, unbekannte«. zu reden, jeder und jede, wie es ihnen der Geist Gottes eingab.
2,4 (Geist Gottes)
4,31
6,35
7,55
8,17
10,44
11,1524
15,8
19,26

5Nun lebten in Jerusalem fromme Juden2,5 fromme Juden: wörtlich Juden, fromme Männer. aus aller Welt, die sich hier niedergelassen hatten. 6Als sie das mächtige Rauschen hörten, strömten sie alle zusammen. Sie waren ganz verwirrt, denn jeder hörte die Versammelten, die Apostel und die anderen, in seiner eigenen Sprache reden.

7Außer sich vor Staunen riefen sie: »Die Leute, die da reden, sind doch alle aus Galiläa! 8Wie kommt es, dass jeder von uns sie in seiner Muttersprache reden hört? 9Wir kommen aus Persien, Medien und Elam, aus Mesopotamien, aus Judäa und Kappadokien, aus Pontus und aus der Provinz Asien, 10aus Phrygien und Pamphylien, aus Ägypten, aus der Gegend von Kyrene in Libyen und sogar aus Rom. 11Wir sind geborene Juden und Fremde, die sich der jüdischen Gemeinde angeschlossen haben,2,11 Fremde, die sich ...: wörtlich Proselyten. Insel- und Wüstenbewohner.2,11 Wörtlich Kreter und Araber. Und wir alle hören sie in unserer eigenen Sprache die großen Taten Gottes verkünden!«

12Erstaunt und ratlos fragten sie einander, was das bedeuten solle.

2,12-13
1 Kor 14,23
13Andere machten sich darüber lustig und meinten: »Die Leute sind doch betrunken!«
2,13
26,24-26

Die Pfingstpredigt des Apostels Petrus

14Da stand Petrus auf und die elf anderen Apostel mit ihm, und er rief laut: »Ihr Juden2,14 Wörtlich Männer, Juden. aus aller Welt und alle Bewohner Jerusalems! Lasst euch erklären, was hier vorgeht; hört mich an! 15Die Leute hier sind nicht betrunken, wie ihr meint; es ist ja erst neun Uhr früh. 16Nein, hier geschieht, was Gott durch den Propheten Joël angekündigt hat:

17›Wenn die letzte Zeit anbricht, sagt Gott, dann gieße ich über alle Menschen meinen Geist aus. Männer und Frauen in Israel werden dann zu Propheten. Junge Leute haben Visionen und die Alten prophetische Träume.

2,17-21
zit
18Über alle, die mir dienen, Männer und Frauen, gieße ich zu jener Zeit meinen Geist aus und sie werden als Propheten reden.

19Danach lasse ich erschreckende Zeichen erscheinen, unten auf der Erde und droben am Himmel: Menschen liegen erschlagen in ihrem Blut, Flammen und Rauchwolken steigen auf;

2,19-20
Lk 21,10-1125-26
20die Sonne verfinstert sich und der Mond wird blutrot. So kündigt sich der große Tag des Herrn an, dem niemand entrinnen kann. 21Wer sich dann zum Herrn bekennt und seinen Namen anruft, wird gerettet.‹
2,21
2,36
9,1421
22,16
Röm 10,13
Phil 2,11

22Ihr Männer von Israel, hört, was ich euch zu sagen habe! Jesus von Nazaret2,22 Wörtlich Jesus, der Nazoräer. wurde von Gott bestätigt durch die machtvollen und staunenerregenden Wunder, die Gott durch ihn unter euch vollbracht hat; ihr wisst es selbst.
2,22
Lk 24,19
Joh 2,11
23Den habt ihr durch Menschen, die das Gesetz Gottes nicht kennen, ans Kreuz schlagen und töten lassen. So hatte Gott es nach seinem Plan im Voraus bestimmt.
2,23
4,28
24Und genau den hat Gott aus der Gewalt des Todes befreit und zum Leben erweckt; denn der Tod konnte ihn unmöglich gefangen halten.
2,24
Lk 24,5-6
Apg 4,2

25Schon David hat von ihm gesprochen und ihn sagen lassen:

›Ich hatte den Herrn immer vor Augen.

Er steht mir zur Seite,

darum kann mich nichts erschüttern.

2,25-28
zit

26Das erfüllte mein Herz mit Freude

und ließ mich jubelnd singen.

Selbst im Grab ruht mein Leib voll Hoffnung.

27Ich bin gewiss:

Du, Herr, lässt mich nicht bei den Toten;

du gibst deinen treuen Diener nicht der Verwesung preis.

28Du hast mir den Weg zum Leben gezeigt;

in deiner Nähe werde ich froh und glücklich sein.‹

29Liebe Brüder,2,29 Wörtlich Männer, Brüder. ich darf ganz offen zu euch über unseren großen Vater David sprechen: Er starb und wurde begraben, und sein Grab ist noch heute bei uns zu sehen.
2,29
1 Kön 2,10
Apg 13,36
30Aber er war ein Prophet, und Gott hatte ihm feierlich zugesagt, einer seiner Nachkommen werde auf Gottes Thron sitzen.
2,30
nach
31David sah also voraus, was Gott vorhatte, und seine Worte beziehen sich auf die Auferstehung des versprochenen Retters.2,31 Wörtlich des Christus. Von diesem gilt, dass Gott ihn nicht bei den Toten ließ und sein Körper nicht der Verwesung anheimfiel.
2,31
Lk 22,67
Ps 16,10

32Diesen Jesus also hat Gott vom Tod auferweckt; wir alle sind dafür Zeugen.

2,32
1,8
33Er wurde zu dem Ehrenplatz an Gottes rechter Seite erhoben und erhielt von seinem Vater die versprochene Gabe, den Heiligen Geist, damit er ihn über uns ausgießt. Was ihr hier seht und hört, sind die Wirkungen dieses Geistes!
2,33 (rechte Seite)
5,31-32
7,55-56
Mk 12,36
14,6216,19
Röm 8,34
Eph 1,20
Kol 3,1

34Nicht David ist ja in den Himmel aufgenommen worden; vielmehr sagt er selbst:

›Gott, der Herr, sagte zu meinem Herrn:

Setze dich an meine rechte Seite!

2,34-35
zit

35Ich will dir deine Feinde unterwerfen,

sie als Schemel unter deine Füße legen.‹

36Alle Menschen in Israel sollen also an dem, was sie hier sehen und hören,2,36 an dem, was ...: verdeutlichender Zusatz. mit Gewissheit erkennen: Gott hat diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt,2,36 ihr: vgl. 3,13-15. zum Herrn und Christus gemacht.«

Die Wirkung der Predigt

37Dieses Wort traf die Zuhörer mitten ins Herz und sie fragten Petrus und die anderen Apostel: »Brüder, was sollen wir tun?«

2,37
16,30
Lk 3,101214

38Petrus antwortete: »Kehrt jetzt um2,38 Siehe Sacherklärung »Umkehr«. und lasst euch taufen auf Jesus Christus; lasst seinen Namen über euch ausrufen und bekennt euch zu ihm – jeder und jede im Volk!2,38 lasst euch taufen ...: wörtlich Und es lasse sich jeder von euch taufen auf den Namen von Jesus Christus (vgl. Sacherklärung »Taufe«). Der griechische Text enthält eine Anspielung auf Vers 21 (bekennen) und eine Beziehung zu Jak 2,7 (Namen ausrufen). – Angeredet sind die anwesenden Männer (Verse 22.29), doch ist hier zweifellos das ganze Volk im Blick. Dann wird Gott euch eure Schuld vergeben und euch seinen Heiligen Geist schenken.

2,38
3,19
Lk 3,3
Mt 28,19
39Denn was Gott versprochen hat, ist für euch und eure Kinder bestimmt und für alle, die jetzt noch fern sind und die der Herr, unser Gott, hinzurufen wird.«
2,39
Jes 57,19
Eph 2,17

40Noch mit vielen anderen Worten beschwor und ermahnte sie Petrus. Und er sagte zu ihnen: »Lasst euch retten vor dem Strafgericht, das über diese verdorbene Generation hereinbrechen wird!«

2,40
2,21
Dtn 32,5

41Viele nahmen seine Botschaft an und ließen sich taufen. Etwa dreitausend Menschen wurden an diesem Tag zur Gemeinde hinzugefügt.

2,41 (Gemeinde wächst)
2,47
4,4
5,14
6,7
11,2124
12,24
14,1
16,5
21,20

Das Leben der Gemeinde

42Sie alle widmeten sich eifrig dem, was für sie als Gemeinde wichtig war: Sie ließen sich von den Aposteln unterweisen, sie hielten in gegenseitiger Liebe zusammen, sie feierten das Mahl des Herrn,2,42 Für das Mahl des Herrn wird hier und in Vers 46 der Ausdruck Brotbrechen verwendet. Es handelt sich um eine der ältesten Bezeichnungen für die Feier des Abendmahls bzw. Eucharistischen Mahls in der Gemeinde. Die eröffnende Handlung des Brotbrechens (vgl. Mk 14,22par) steht hier für das ganze Mahl. und sie beteten gemeinsam.

43Alle Menschen in Jerusalem wurden von ehrfürchtiger Scheu ergriffen; denn Gott ließ durch die Apostel viele staunenerregende Wunder geschehen.

44Alle, die zum Glauben gekommen waren, bildeten eine enge Gemeinschaft und taten ihren ganzen Besitz zusammen.

2,44-45
Lk 12,33
45Von Fall zu Fall verkauften sie Grundstücke und Wertgegenstände und verteilten den Erlös unter die Bedürftigen in der Gemeinde.

46Tag für Tag versammelten sie sich einmütig im Tempel, und in ihren Häusern hielten sie das Mahl des Herrn und aßen gemeinsam, mit jubelnder Freude und reinem Herzen.

2,46
Lk 24,53
47Sie priesen Gott und wurden vom ganzen Volk geachtet.

Der Herr aber führte ihnen jeden Tag weitere Menschen zu, die gerettet werden sollten.

3

Ein Gelähmter wird geheilt

31Einmal gingen Petrus und Johannes in den Tempel. Es war drei Uhr, die Zeit für das Nachmittagsgebet.

3,1 (Petrus und Johannes)
4,1-23
8,14
Lk 22,8
Gal 2,9
2Am Schönen Tor des Tempelvorhofs saß ein Mann, der von Geburt an gelähmt war. Jeden Tag ließ er sich dorthin tragen und bettelte die Leute an, die in den Tempel gingen.
3,2
14,8

3Als er Petrus und Johannes sah, wie sie gerade durch das Tor gehen wollten, bat er sie um eine Gabe. 4Die beiden blickten ihn fest an und Petrus sagte: »Sieh uns an!«

5Der Gelähmte tat es und erwartete, dass sie ihm etwas geben würden. 6Aber Petrus sagte: »Gold und Silber habe ich nicht; doch was ich habe, will ich dir geben. Im Namen von Jesus Christus aus Nazaret:3,6 aus Nazaret: wörtlich dem Nazoräer. Steh auf und geh umher!«

3,6 (im Namen)
3,16
4,710
8,12
16,18
19,13
7Und er fasste den Gelähmten bei der rechten Hand und half ihm auf.

Im gleichen Augenblick erstarkten seine Füße und Knöchel; 8mit einem Sprung war er auf den Beinen und ging umher. Er folgte Petrus und Johannes in den Vorhof des Tempels, lief umher, sprang vor Freude und dankte Gott mit lauter Stimme.

3,8
14,10
Joh 5,9

9Das ganze Volk dort sah, wie er umherging und Gott dankte. 10Sie erkannten in ihm den Bettler, der sonst immer am Schönen Tor gesessen hatte. Und sie staunten und waren ganz außer sich über das, was mit ihm geschehen war.

Petrus spricht im Tempel

11Das ganze Volk im Tempel beobachtete, wie der Geheilte sich eng an Petrus und Johannes hielt, und alle folgten ihnen voll Staunen in die Salomohalle.

3,11
5,12
Joh 10,23

12Petrus aber sagte zu dem Volk, das dort zusammengeströmt war:

»Ihr Männer von Israel, warum staunt ihr? Was starrt ihr uns so an? Denkt nur nicht, wir hätten aus eigener Kraft oder durch unsere Frömmigkeit erreicht, dass der Mann hier gehen kann! 13Nein, der Gott unserer Vorfahren, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, hat Jesus, seinen Bevollmächtigten, durch dieses Wunder verherrlicht3,13 durch dieses Wunder: verdeutlichender Zusatz. Es könnte auch an die »Verherrlichung« von Jesus durch seine Erhöhung zu Gott gedacht sein (vgl. 2,36; Lk 24,26), die in jedem Fall die grundlegende Voraussetzung für das geschehene Heilungswunder darstellt. – denselben Jesus, den ihr an Pilatus ausgeliefert und vor seinem Richterstuhl preisgegeben habt, obwohl Pilatus ihn freilassen wollte.

3,13
7,32
Ex 3,15
14Den Heiligen und Gerechten habt ihr abgelehnt und lieber die Freigabe eines Mörders verlangt.
3,14 (Heiliger)
Lk 1,35
15So habt ihr den, der euch das Leben bringen sollte,3,15 Wörtlich den Anführer des Lebens. getötet. Doch Gott hat ihn vom Tod auferweckt; dafür sind wir Zeugen.
3,15
1,8
16Das Vertrauen auf diesen Jesus hat dem Mann, der hier steht und den ihr alle kennt, Kraft gegeben. Der Name von Jesus hat in ihm Glauben geweckt und ihm die volle Gesundheit geschenkt, die ihr an ihm seht.
3,16
Lk 7,50

17Ich weiß wohl, meine Brüder: Ihr habt so gehandelt, ihr und eure Führer, weil ihr es nicht besser gewusst habt.

3,17
Lk 23,34
1 Tim 1,13
18Aber Gott selbst hat gewollt, dass der versprochene Retter3,18 Wörtlich der Christus; entsprechend in Vers 20. leiden sollte. Durch alle Propheten hat er es im Voraus angekündigt, und auf diese Weise ließ er es jetzt in Erfüllung gehen.
3,18
Lk 22,67
24,44
19Geht also in euch und kehrt um, damit Gott eure Schuld auslöscht!
3,19
2,38
20Auch für euch will er die Heilszeit anbrechen lassen und den Retter senden, den er im Voraus für euch bestimmt hat. Jesus ist dieser Retter, 21doch muss er den Platz im Himmel einnehmen, bis wirklich auch alles eingetroffen ist, was Gott schon vor langer Zeit durch seine heiligen Propheten angekündigt hat.3,21 Aus der Fortsetzung geht hervor, was gemeint ist: Ganz Israel muss mit Jesus Christus bekannt gemacht und zur Entscheidung ihm gegenüber aufgerufen werden (Verse 22-24 und 26); aber auch zu allen nicht jüdischen Völkern muss die Botschaft hinausgetragen werden (Vers 25).
3,21
1 Kor 15,25

22Mose hat nämlich gesagt: ›Einen Propheten wie mich wird der Herr, euer Gott, aus euren Brüdern berufen. Auf ihn sollt ihr hören und alles befolgen, was er euch sagt.

3,22-23
nach
23Wer nicht auf diesen Propheten hört, wird aus dem Volk Gottes ausgestoßen.‹ 24Und auch alle Propheten – angefangen mit Samuel und dann der Reihe nach alle, die ihm folgten – haben von all dem gesprochen, was in unserer Zeit in Erfüllung gehen soll.

25Euch als den Nachkommen der Propheten gilt, was sie angekündigt haben; euch gilt auch der Bund, den Gott mit euren Vorfahren geschlossen hat, als er zu Abraham sagte: ›Durch deinen Nachkommen3,25 Vgl. Gal 3,16 und Anmerkung dort. werde ich alle Völker der Erde segnen.‹

3,25
nach
26Euch zuerst hat Gott nun seinen Bevollmächtigten gesandt, nachdem er ihn vom Tod auferweckt hat. Durch ihn sollt ihr gesegnet werden, wenn ihr euch von euren bösen Taten abkehrt – jeder und jede im Volk!«