Gute Nachricht Bibel (GNB)
4

GLAUBE UND LIEBE AUF DEM PRÜFSTAND

(4,1–5,12)

Unterscheidung der Geister

41Ihr Lieben, glaubt nicht allen, die vorgeben, Botschaften des Geistes zu verkünden!4,1 Wörtlich glaubt nicht jedem Geist; damit ist hier der Geist der Menschen gemeint, der vom Geist Gottes oder vom Teufel inspiriert sein kann. Prüft sie, ob der Geist Gottes aus ihnen redet. Denn diese Welt ist voll von falschen Propheten.

4,1
1 Thess 5,21
1 Joh 2,18
Mt 7,15

2An folgendem Merkmal könnt ihr erkennen, ob es sich um den Geist Gottes handelt: Wer bekennt, dass Jesus Christus ein Mensch von Fleisch und Blut wurde, hat den Geist Gottes.

4,2
1 Kor 12,3
Joh 1,14
3Wer das leugnet,4,3 Zu den im 1. Johannesbrief bekämpften Irrlehrern siehe Sacherklärung »Gnosis«. aus dem redet nicht der Geist Gottes, sondern der Geist des Antichrist. Ihr habt gehört, dass er in die Welt kommen soll, und er ist schon da.
4,3
2,18
2,22

4Aber ihr, meine Kinder, stammt von Gott und habt die falschen Propheten besiegt. Er, der in euch wirkt, ist mächtiger als der, der diese Welt regiert.

4,4
5,5
5Sie stammen aus der Welt und reden die Sprache der Welt. Deshalb hört die Welt auf sie. 6Aber wir stammen von Gott, und wer Gott kennt, hört auf uns. Wer nicht von Gott stammt, hört nicht auf uns. So können wir den Geist der Wahrheit vom Geist des Irrtums unterscheiden.
4,6
3,1
2,4

Gottes Liebe zu uns: Quelle der brüderlich-schwesterlichen Liebe

7Ihr Lieben, wir wollen einander lieben, denn die Liebe kommt von Gott! Wer liebt, hat Gott zum Vater und kennt ihn. 8Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe.

9Dadurch ist Gottes Liebe unter uns offenbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn4,9 Siehe Sacherklärung »eingeboren(er Sohn)«. in die Welt sandte. Durch ihn wollte er uns das neue Leben schenken.

4,9-10
Joh 3,16
10Das Einzigartige an dieser Liebe ist: Nicht wir haben Gott geliebt, sondern er hat uns geliebt. Er hat seinen Sohn gesandt, damit er durch seinen Tod Sühne leiste für unsere Schuld.4,10 Siehe Anmerkung zu 2,2.
4,10
2,2
3,5

11Ihr Lieben, wenn Gott uns so sehr geliebt hat, dann müssen auch wir einander lieben.

4,11
3,11
4,21
2 Joh 5
Joh 13,34
12Niemand hat Gott je gesehen. Aber wenn wir einander lieben, lebt Gott in uns. Dann hat seine Liebe bei uns ihr Ziel erreicht.
4,12
Joh 1,18
1 Joh 2,5
4,17
13Dass wir in Gott leben und er in uns, wissen wir, weil er uns Anteil an seinem Geist gegeben hat.
4,13
Joh 14,16
Röm 8,4-6914

14Wir haben es selbst gesehen und sind Zeugen dafür, dass der Vater seinen Sohn gesandt hat als den Retter der Welt.

4,14
Joh 15,27
Joh 4,25
15Wer sich zu Jesus als dem Sohn Gottes bekennt, in dem lebt Gott und er lebt in Gott.
4,15
2,23
16Wir jedenfalls haben erkannt und halten im Glauben daran fest, dass Gott uns liebt. Gott ist Liebe. Wer in der Liebe lebt, lebt in Gott und Gott lebt in ihm.
4,16
Joh 15,4-5

17Auch darin hat die Liebe Gottes bei uns ihr Ziel erreicht, dass wir dem Tag des Gerichts voller Zuversicht entgegensehen; denn so wie Christus mit dem Vater verbunden ist, so sind ja auch wir es in dieser Welt.

4,17
4,12
3,21
Joh 3,18
5,24-25
18Die Liebe kennt keine Angst. Wahre Liebe vertreibt die Angst. Wer Angst hat und vor der Strafe zittert, bei dem hat die Liebe ihr Ziel noch nicht erreicht.

19Wir lieben, weil Gott uns zuerst geliebt hat. 20Wenn jemand behauptet: »Ich liebe Gott«, und dabei seinen Bruder oder seine Schwester4,20 Wörtlich seinen Bruder, ebenso in den folgenden Sätzen; siehe Anmerkung zu 2,9. hasst, dann lügt er. Wenn er seine Glaubensgeschwister, die er sieht, nicht liebt, dann kann er Gott, den er nicht sieht, erst recht nicht lieben.

4,20
2,9
21Gott gab uns dieses Gebot: Wer ihn liebt, muss auch seinen Bruder und seine Schwester lieben.
4,21
Mk 12,29-311 Joh 4,11

5

Der Sieg des Glaubens über die Welt

51Wer glaubt, dass in Jesus der Sohn Gottes erschienen ist,5,1 dass in Jesus ...: wörtlich dass Jesus der Christus ist. Vgl. Anmerkung zu 2,22. hat Gott zum Vater. Und wer den Vater liebt, der ihn gezeugt hat, wird auch alle anderen lieben, die vom selben Vater stammen.

5,1
Joh 4,25

2Doch ob wir die Kinder Gottes auch wirklich lieben, das erkennen wir daran, dass wir Gott lieben, und das heißt: seine Gebote befolgen. 3Die Liebe zu Gott ist nur echt, wenn wir nach seinen Geboten leben. Und seine Gebote sind nicht schwer zu befolgen;

5,3
Mt 11,30
4denn alle, die Gott zum Vater haben, siegen über die Welt.

Der Sieg über die Welt ist schon errungen – unser Glaube ist dieser Sieg!

5,4
Joh 16,33
5Denn wer kann die Welt besiegen? Nur wer im Glauben daran festhält, dass Jesus der Sohn Gottes ist!
5,5
4,4
Röm 8,37-39

Drei Zeugen für Jesus Christus

6Jesus Christus kam zu uns mit dem Wasser seiner Taufe und mit dem Blut seines Todes. Er kam nicht allein mit dem Wasser, sondern mit Wasser und mit Blut.5,6 Im ersten Satz wörtlich kam durch Wasser und Blut. Die Aussage richtet sich gegen die in dem Brief bekämpften Irrlehrer. Nach ihnen war es für die Rettung der Menschen allein wichtig, dass der Sohn Gottes in die Welt kam und dort als solcher offenbar wurde (durch die Himmelsstimme bei der Jordantaufe: Wasser); der schmachvolle Tod am Kreuz (Blut) hatte für sie keinerlei Heilsbedeutung (vgl. Sacherklärung »Gnosis«). Der Geist bezeugt dies, und der Geist sagt die Wahrheit.

5,6
Joh 19,34
16,13

7Es gibt also drei Zeugen: 8den Geist, das Wasser und das Blut. Die Aussagen dieser drei Zeugen stimmen überein.

Gott selbst als Zeuge

9Wenn wir schon die Zeugenaussage von Menschen annehmen, dann hat die Zeugenaussage Gottes noch viel mehr Gewicht. Es ist die Aussage, mit der Gott für seinen Sohn eingetreten ist.

10Wer den Sohn Gottes anerkennt,5,10 Wörtlich Wer an den Sohn Gottes glaubt. trägt dieses Zeugnis in seinem Herzen. Wer Gott nicht glaubt, macht ihn zum Lügner; denn er verwirft die Aussage, die Gott über seinen Sohn gemacht hat.

5,10
Röm 8,16
Gal 4,6
11Diese besagt: Gott hat uns ewiges Leben gegeben, und wir erhalten dieses Leben durch seinen Sohn.
5,11-12
Joh 5,24
12Wer den Sohn Gottes hat, hat auch das Leben. Wer aber den Sohn nicht hat, hat auch das Leben nicht.

BRIEFSCHLUSS UND NACHTRAG

(5,13-21)

Briefschluss

13Ich habe euch diesen Brief geschrieben, damit euch aufs Neue bewusst wird: Ihr habt das ewige Leben, so gewiss ihr euch zu seinem Sohn Jesus Christus bekennt.5,13 zu seinem Sohn ...: wörtlich an den Namen seines Sohnes ... glaubt.

5,13
Joh 20,31

Nachtrag: Das Gebet um Sündenvergebung

14Wir sind Gott gegenüber voller Zuversicht, dass er uns hört, wenn wir ihn um etwas bitten, das seinem Willen entspricht.

5,14-15
Joh 15,16
15Und wenn wir wissen, dass er uns hört bei allem, was wir bitten, dann wissen wir auch, dass wir schon haben, worum wir ihn bitten.
5,15
Mk 11,24

16Wenn jemand sieht, dass sein Bruder oder seine Schwester5,16 Wörtlich sein Bruder, entsprechend in der Fortsetzung; siehe Anmerkung zu 2,9. eine Sünde tut, eine solche, die nicht zum Tod führt, dann soll er zu Gott beten, und Gott wird dem Bruder oder der Schwester das Leben geben. Das betrifft die, deren Sünden nicht zum Tod führen.

Es gibt eine Sünde, die den Tod bringt. In einem solchen Fall sage ich nicht, dass ihr beten sollt.

5,16
Mk 3,28-29Joh 16,9
17,6-9
1 Joh 3,14-15
Hebr 6,4-6
Offb 3,1-2
17Jedes Unrecht ist Sünde. Aber nicht jede Sünde führt zum Tod.

18Wir wissen: Wer Gott zum Vater hat, sündigt nicht; denn wer Gott zum Vater hat, nimmt sich in Acht, und der Teufel kann ihm nicht schaden.

5,18
3,6
19Wir wissen, dass wir von Gott stammen; doch die ganze Welt ist in der Gewalt des Teufels.
5,19
Joh 12,31
Gal 1,4

20Wir wissen aber: Der Sohn Gottes ist gekommen und hat uns die Augen geöffnet, damit wir den einzig wahren Gott erkennen. Wir sind mit dem einzig wahren Gott verbunden, so gewiss wir verbunden sind mit seinem Sohn Jesus Christus. Der ist der einzig wahre Gott, der ist das ewige Leben.

5,20
Joh 1,1418
17,3

21Meine Kinder, hütet euch vor den falschen Göttern!

5,21
1 Kor 10,14