BasisBibel (BB)
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Jerusalem steht eine herrliche Zukunft bevor

81Es kam das Wort des Herrn8,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. Zebaot8,1 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck.:2So spricht der Herr Zebaot:Ich will mich für den Zion8,2 Zion: Tempelberg von Jerusalem, aber auch Bezeichnung für die ganze Stadt. einsetzen,mit vollem Einsatz tue ich es.3So spricht der Herr:Ich wende mich dem Zion wieder zuund werde mitten in Jerusalem8,3 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. wohnen.Dann wird man Jerusalem die »Stadt der Wahrheit« nennen.Und der Berg8,3 Berg: Meint den Berg Zion mit dem Tempel in Jerusalem. des Herrn Zebaot wird »Tempelberg« heißen.4So spricht der Herr Zebaot:Auf den Plätzen Jerusalemswerden wieder alte Männer und Frauen sitzen.Sie haben Stöcke in ihrer Hand, so alt sind sie.5Die Stadt wird wieder voller Kinder sein,Jungen und Mädchen spielen auf ihren Plätzen.6So spricht der Herr Zebaot: Für den Rest dieses Volkeserscheint das heute wie ein Wunder.Doch sollte es für mich unmöglich sein,ein solches Wunder zu vollbringen?– So lautet der Ausspruch des Herrn Zebaot.

Das Volk Gottes kehrt nach Jerusalem zurück

7So spricht der Herr8,7 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. Zebaot8,7 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck.:Ja, ich werde mein Volk befreienaus dem Land des Ostens und aus dem Land des Westens.8Ich lasse sie heimkehren,sodass sie wieder mitten in Jerusalem8,8 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. wohnen.Sie werden mein Volk sein, und ich werde ihr Gott sein,verbunden in Treue und Gerechtigkeit.9So spricht der Herr Zebaot:Fasst Mut! Denkt in diesen Tagen an die Worte,die ihr aus dem Mund der Propheten8,9 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. gehört habt!Diese Worte wurden zu der Zeit gesprochen,als der Grundstein für den Tempel gelegt wurde.Man wollte das Haus des Herrn Zebaot wieder aufbauen.10Vor dieser Zeit war alle Mühe vergebens.Die Arbeit von Mensch und Tier brachte nichts ein.Wer aus der Stadt hinausging und wieder zurückkam,war vor Feinden nicht sicher.Denn ich brachte alle Menschen gegeneinander auf,den einen gegen den andern.11Jetzt aber sind diese Tage vorbei.Ich werde mich für den Rest dieses Volkes einsetzen.– So lautet der Ausspruch des Herrn Zebaot.

12Ja, ich lasse den Frieden aufgehen wie eine Saat:Der Weinstock wird Früchte tragen.Das Land wird wieder Erträge liefern,und der Himmel befeuchtet den Boden mit Tau8,12 Tau: Feuchtigkeit, die sich über Nacht in Form von Tröpfchen ablagert. So werden die Pflanzen im trockenen Sommer oder in der Wüste mit Wasser versorgt..Das alles gebe ich dem Rest dieses Volkes.13Früher seid ihr ein Fluch8,13 Fluch: Israels Ungehorsam wirkte unter den Völkern wie ein Fluchwort, das Unheil bringt. Hier ist an erfolglose Arbeit, Streit und die Bedrohung durch Feinde zu denken. unter den Völkern gewesen,ihr Leute vom Haus Juda und vom Haus Israel.Jetzt sollt ihr ein Segen8,13 Segen: Israels Gehorsam wirkt unter den Völkern wie Gottes Segen, durch den er Leben, Kraft und Wohlergehen schenkt. sein.Ich will für eure Rettung sorgen.Also fürchtet euch nicht, fasst wieder Mut!

14So spricht der Herr Zebaot8,14 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck.:Ich hatte Böses gegen euch im Sinn,als mich eure Vorfahren zum Zorn reizten.Das sagt der Herr Zebaot!Durch nichts ließ ich mich davon abbringen.15Doch jetzt habe ich mich anders entschieden.Ja, ich will Jerusalem und dem Haus Juda Gutes tun.Also fürchtet euch nicht!16Und das sind die Dinge, die ihr tun sollt:Sagt die Wahrheit, wenn ihr miteinander redet,der eine mit dem andern!Liebt die Wahrheit und haltet Frieden,wenn ihr in euren Toren8,16 Tor: Torgebäude in der Stadtmauer. Der Platz davor diente als Marktplatz und Versammlungsort für Gerichtsverhandlungen. zu Gericht sitzt.17Führt nichts Böses gegeneinander im Schilde,der eine gegen den andern!Schwört keinen Meineid8,17 Meineid: Eine Lüge, die mit einem Schwur bekräftigt wird., denkt nicht mal daran!Denn das alles hasse ich.– So lautet der Ausspruch des Herrn.

Die Völker pilgern zum Zion

18Das Wort des Herrn8,18 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. Zebaot8,18 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck. kam zu mir:19So spricht der Herr Zebaot:Haltet das Fasten ein im vierten und fünften Monatund an den Feiertagen im siebten und zehnten Monat!Das wird für das Haus Juda ein Grund zur Freude sein.Jubelt und seid fröhlich an diesen Festtagen!Liebt die Wahrheit und haltet Frieden!

20So spricht der Herr Zebaot:Völker werden sich auf den Weg machen,Einwohner großer Städte werden kommen.21Die einen werden zu den anderen sagen:»Auf, lasst uns nach Jerusalem pilgern8,21 pilgern: Die Völker unternehmen eine Wallfahrt in das an sich unbedeutende Jerusalem. Die von Gott erwählte Stadt erweist sich so als Mittelpunkt der Welt.!Wir wollen den Herrn durch Opfer8,21 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. gnädig stimmen.Lasst uns den Herrn Zebaot aufsuchen.Auch wir wollen hingehen.«22So werden viele Nationen kommenund Menschen aus zahlreichen fremden Völkern.Sie werden den Herrn Zebaot in Jerusalem aufsuchenund den Herrn durch Opfer gnädig stimmen.

23So spricht der Herr Zebaot:Zu dieser Zeit werden zehn Männer kommen,aus Völkern mit ganz verschiedenen Sprachen.Sie greifen nach dem Mantelzipfel eines Mannesaus dem jüdischen Volk.Sie halten ihn fest und sagen: »Wir wollen mit euch gehen!Denn wir haben gehört, dass Gott mit euch ist.«