BasisBibel (BB)
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Die vierte Vision: Ein Blick in die himmlische Ratsversammlung

31Der Herr ließ mich den Hohepriester3,1 Hohepriester: Hatte die Aufsicht über alles, was das Heiligtum, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. Mehr … Jeschua sehen3,1 sehen: Sacharja darf einen Blick in die himmlische Ratsversammlung werfen, in der sich die Engel um Gottes Thron scharen.,der vor dem Engel des Herrn stand.Rechts neben Jeschua stand der Satan3,1 Satan: Feind des Menschen, später auch im Sinn von »Teufel« der Gegenspieler Gottes. und wollte ihn anklagen.2Da sagte der Herr zum Satan:»Der Herr wird dich in die Schranken weisen, Satan!Ja, der Herr, der Jerusalem erwählt hat,wird dich in die Schranken weisen.Ist dieser Mann hier nicht wie ein Stück Holz,das man gerade noch aus dem Feuer gerettet hat?«3Jeschua aber hatte schmutzige Kleider an,als er vor dem Engel stand.4Da befahl der Herr den Engeln, die vor ihm standen:»Zieht ihm die schmutzigen Kleider aus!«Zu Jeschua sagte er:»Siehe, ich habe die Schuld von dir weggenommen!Ich sorge dafür, dass man dir Festkleider anlegt.«5Da sagte ich:»Man soll ihm auch einen Turban3,5 Turban: Kopfbedeckung, die als ein besonderes Würdezeichen des Hohepriesters gilt; vgl. 3. Mose/Levitikus 8,9. aufsetzen!«Daraufhin setzte man ihm einen Turban auf den Kopfund zog ihm festliche Kleider an.

6Dann gab der Engel des Herrn, der dabeigestanden hatte,Jeschua die feierliche Zusage:7»So spricht der Herr der himmlischen Heere:Es soll zu deinem Dienst gehören,meinen Wegen zu folgen und meine Anordnung zu beachten.Auch sollst du meinen Tempel rechtmäßig verwaltenund die Aufsicht über seine Höfe führen.Wenn du das tust, gebe ich dir Zutritt zu denen,die hier in der himmlischen Ratsversammlung3,7 himmlische Versammlung: Man stellte sich vor, dass die himmlischen Wesen bei Gott waren wie der Hofstaat bei einem König auf der Erde. stehen.

8Höre, Jeschua, du bist der Hohepriester!Und deine Priester hier, die vor dir sitzen,sind die Bürgen für meine Verheißung:Ich will meinen Knecht3,8 mein Knecht: Ehrentitel für König David, der hier auf seinen Nachkommen angewendet wird. kommen lassen,einen Nachkommen3,8 Nachkomme: Wörtlich »Spross«. Gemeint ist der von Gott eingesetzte König, der in der Nachfolge Davids das Volk Israel retten wird. aus dem Haus David.9Seht ihr den Stein,den ich vor Jeschua niedergelegt habe?Auf diesem einen Stein sind sieben Augen.Ich selbst ritze eine Inschrift in diesen Stein.– Ausspruch des Herrn der himmlischen Heere –Ich werde die Schuld dieses Landes tilgenan einem einzigen Tag.10Zu dieser Zeit wird einer den anderen einladen.– Ausspruch des Herrn der himmlischen Heere –Ihr werdet in Frieden beieinanderwohnenunter Weinstock und Feigenbaum3,10 Weinstock, Feigenbaum: Stehen hier für Wohlstand. Das Wohnen unter Feigenbaum und Weinstock bedeutet ein Leben in Frieden und Freiheit.
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Die fünfte Vision: Der Leuchter mit zwei Ölbäumen

41Der Engel4,1 Engel: Bei Visionen und Träumen tritt häufig ein Engel hinzu, der das Geschaute erklärt., der mit mir redete, kehrte zu mir zurück.Er rüttelte mich wach wie einen,den man aus dem Schlaf aufweckt.2Er fragte mich: »Was siehst du?«Ich antwortete: »Einen Leuchter4,2 Leuchter: Meint den siebenarmigen Leuchter. Sein Aussehen wird in 2. Mose/Exodus 25,31-40 beschrieben. ganz aus Gold!Er hat eine Schale für das Öl.Darüber befinden sich sieben Lampen.Sieben Röhren führen von der Schale zu den Lampen,die oben an dem Leuchter angebracht sind.3Daneben stehen zwei Ölbäume4,3 Ölbäume: Wörtlich »Olivenbäume«. Olivenöl wurde nicht nur als Nahrungsmittel verwendet, sondern auch als Öl für Lampen.,einer rechts von der Schaleund einer links von ihr.«4Daraufhin wandte ich mich an den Engel,der mit mir redete, und fragte ihn:»Was bedeuten diese Dinge, mein Herr?«5»Weißt du denn nicht, was sie bedeuten?«,sprach der Engel, der mit mir redete.Ich sagte: »Nein, mein Herr!«

6Da gab er mir die folgende Antwort:»Das ist das Wort des Herrn über Serubbabel4,6 Serubbabel: Nachkomme von König David und erster persischer Statthalter in Jerusalem nach der Rückkehr der Juden aus Babylonien um 520 v. Chr. Er ist mitverantwortlich für den Wiederaufbau des Tempels.:Durch Heeresmacht und Kriegsgewalt wird nichts erreicht,sondern nur durch meinen Geist.Das sagt der Herr der himmlischen Heere.7Wer bist du schon, du großer Berg4,7 großer Berg: Bildhafter Ausdruck für ein riesiges Hindernis oder für unüberwindbar erscheinende Schwierigkeiten.?Du kannst Serubbabel nicht am Bau des Tempels hindern.Er wird den Grundstein legen und den Bau fertigstellen.Dann ruft man: ›Wie schön ist er, wie schön!‹«

8Ein weiteres Wort des Herrn kam zu mir:9Die Hände Serubbabels haben dieses Haus gegründet,und seine Hände werden es auch fertigstellen.Daran sollt ihr erkennen,dass es der Herr der himmlischen Heere ist,der mich zu euch gesandt hat.10Viele haben den Tag gering geschätzt,an dem mit dem Tempelbau begonnen wurde.Doch sie werden sich freuen und es noch erleben,wenn Serubbabel den Schlussstein in seiner Hand hält.

Dann sagte der Engel4,10 sagte der Engel: Die Erklärung bezieht sich auf die in den Versen 1-5 geschilderte Vision.:»Die sieben Lampen sind die Augen des Herrn.Sie sehen alles, was auf der Erde geschieht.«11Da wandte ich mich an ihn und fragte:»Was bedeuten die beiden Ölbäume4,11 Ölbäume: Wörtlich »Olivenbäume«. Olivenöl wurde nicht nur als Nahrungsmittel verwendet, sondern auch als Öl für Lampen.rechts und links neben dem Leuchter?«12Und ich fragte noch einmal:»An den Ölbäumen sind zwei Zweige.Die lassen das Öl durch zwei goldene Rinnenin die Schale des Leuchters fließen.Was bedeuten diese Zweige?«13Da fragte er mich:»Weißt du denn nicht, was diese beiden bedeuten?«Ich sagte: »Nein, mein Herr!«14Er antwortete: »Das sind die beiden Gesalbten4,14 die beiden Gesalbten: Wörtlich »die beiden Ölsöhne«. Gemeint sind der Hohepriester und der König. Beide werden mit Öl gesalbt und so in ihr Amt eingesetzt..Sie stehen im Dienst des Herrn,der über die ganze Welt herrscht.«
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Die sechste Vision: Die Schriftrolle

51Als ich nochmals aufschaute,sah ich eine fliegende Schriftrolle5,1 fliegende Schriftrolle: Gedacht ist an eine zum Lesen entrollte, viel zu große Schriftrolle, die wie ein fliegender Teppich über dem Land schwebt..2Der Engel5,2 Engel: Bei Visionen und Träumen tritt häufig ein Engel hinzu, der das Geschaute erklärt. fragte mich: »Was siehst du?«Ich antwortete: »Eine fliegende Schriftrolle.Sie ist zehn Meter5,2 zehn Meter: Wörtlich »20 Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. lang und fünf Meter5,2 fünf Meter: Wörtlich »10 Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. breit.«3Da sagte er zu mir:»Das ist der Fluch5,3 Fluch: Ein Unheil bringendes Wort, das über dem Land ausgesprochen wird. Es schwebt drohend über dem Land wie die Schriftrolle, die der Prophet sieht., der über dem ganzen Land liegt.Er trifft jeden, der gestohlen hatund nicht bestraft worden ist.Und er trifft jeden, der einen Meineid5,3 Meineid: Eine Lüge, die mit einem Schwur bekräftigt wird. geschworen hatund nicht bestraft worden ist.«4So spricht der Herr der himmlischen Heere5,4 himmlische Heere: Hebräisch Zebaot. Der Beiname bringt die ganze Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck. Mehr …:Ich lasse die Schriftrolle mit dem Fluch fliegen.Er kommt in das Haus des Diebs.Und er kommt in das Haus dessen,der bei meinem Namen einen Meineid geschworen hat.Er bleibt dort über Nacht und zerstört das Hausmitsamt seinen Balken und seinen Steinen.

Die siebte Vision: Die Tonne

5Der Engel5,5 Engel: Bei Visionen und Träumen tritt häufig ein Engel hinzu, der das Geschaute erklärt., der mit mir redete, trat vor.Er sagte zu mir: »Schau auf und sieh, was da erscheint!«6»Was ist das?«, fragte ich.Er sagte: »Was da erscheint, ist eine Tonne5,6 Tonne: Wörtlich »ein Efa«. Ein Efa ist ein Gefäß zum Abmessen von Getreide und Mehl und fasst etwa 20–21 l.Und er fügte hinzu: »Darin steckt die Schuld,die das ganze Land auf sich geladen hat.«7Als der runde Bleideckel angehoben wurde,kam eine Frau zum Vorschein.Sie saß im Inneren der Tonne.8Der Engel sagte: »Das ist die Bosheit!«Daraufhin stieß er sie zurück in die Tonneund tat den Deckel aus Blei wieder darauf.9Dann schaute ich auf und sah zwei weibliche Wesen.Der Wind hob sie in die Lüfte,denn sie hatten Flügel wie Störche.Sie hoben die Tonne in die Höheund flogen zwischen Himmel und Erde davon.10Nun fragte ich den Engel, der mit mir redete:»Wohin bringen sie die Tonne?«11Er antwortete: »In das Land Schinar5,11 Schinar: Ein Name für Babylonien, das hier beispielhaft für das Land der Bosheit und Gottesfeindschaft steht..Dort soll für die Frau ein Tempel gebaut werden.Wenn er fertig ist, wird die Tonne dort aufgestellt.«