BasisBibel NT+Ps (BB)
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Anweisungen an die Gemeinde

2,1–3,7

Pflichten der Gemeindemitglieder

21Du aber verkünde die Botschaft,wie es der unverfälschten Lehre angemessen ist:2Die älteren Männer sollen nüchtern sein,würdig und besonnen.Sie sollen unbeirrbar am unverfälschten Glauben festhaltenund ebenso an der Liebe und Standhaftigkeit.

3Entsprechendes gilt für die älteren Frauen:Sie sollen sich ebenfalls würdevoll verhalten,andere nicht verleumdenund nicht dem Wein2,3 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. verfallen sein.Durch ihr gutes Vorbild4sollen sie die jungen Frauen anleiten,ihre Männer und Kinder zu lieben.5Sie sollen sie lehren,besonnen und tugendhaft zu lebenund ihren Haushalt ordentlich zu führen.Und sie sollen sie anweisen,sich ihren Männern unterzuordnen.Denn Gottes Wort2,5 Wort (Gottes): Die Botschaft, dass Jesus der Christus ist. soll nicht in Verruf kommen.

6Genauso sollst du die jüngeren Männer ermahnen,besonnen zu sein –7und das in jeder Hinsicht.Sei du selbst ihnen ein Vorbild im rechten Handelnund ein mustergültiger und würdiger Lehrer2,7 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde..8Was du sagst,soll der unverfälschten Lehre entsprechenund unanfechtbar sein.Dann müssen unsere Gegner sich schämenund können nichts Schlechtes über uns sagen.

9Unfreie Diener2,9 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. sollen sich ihren Herrenin jeder Hinsicht unterordnen.Sie sollen sie zufriedenstellen,ihnen nicht widersprechen10und nichts unterschlagen.Sie sollen sich vielmehr in jeder Hinsichtals treu und zuverlässig erweisen.Sie sollen in allem Ehre einlegenfür die Lehre,die von Gott, unserem Retter, kommt.

Die Gnade Gottes als Grund des rechten Verhaltens

11Denn die Gnade2,11 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu. Gottes ist erschienen,die allen Menschen Rettung bringt.12Sie bewegt uns dazu,uns von der Gottlosigkeitund den irdischen Begierden loszusagen.Dann können wir in der jetzigen Zeitals besonnene und gerechte Menschen lebenund unseren Glauben2,12 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. ausüben.13Gleichzeitig warten wir darauf,dass die Hoffnung in Erfüllung geht,die uns glückselig macht –und darauf,dass die Herrlichkeit2,13 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. unseres großen Gottesund Retters Jesus2,13 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. Christus2,13 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. erscheint.14Der hat sein Leben für uns gegeben.So hat er uns von allem erlöst,was aus der Gesetzlosigkeit entsteht.Und so wollte er sich ein reines2,14 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen. Volk erschaffen,das ihm gehört –ein Volk,das nur darauf aus ist,Gutes zu tun.

15Das ist es,was du verkünden sollst.Dazu sollst du die Menschendurch Ermahnung und Zurechtweisung anhalten.Tu das mit allem Nachdruck.Niemand soll dich geringschätzig behandeln.
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Die Einstellung der Gemeinde zur Welt

31Erinnere die Glaubenden3,1 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. immer wieder daran,dass sie sich den Machthabernund staatlichen Behörden unterzuordnen haben.Sie sollen ihnen gehorchenund stets bereit sein,Gutes zu tun.2Sie sollen niemanden verleumden,friedliebend und gütig sein.Allen Menschen sollen siemit Nachsicht begegnen.3Denn auch wir waren früher unverständigund ungehorsam.Wir waren auf einem Irrweg,wurden von allen möglichen Begierdenund dem Streben nach Genuss beherrscht.Wir führten ein Leben voller Bosheit und Neid,waren verhasstund hassten einander.

4Doch dann erschien die Güteund die Menschenfreundlichkeit Gottes,unseres Retters –5und zwar unabhängig von irgendwelchen Taten,die wir in unserer Gerechtigkeit vollbracht hätten.Sondern er hat uns seine Barmherzigkeit geschenkt:Er hat uns gerettetdurch das Bad3,5 Bad: Gemeint ist die Taufe.,aus dem wir neu geboren werden.Denn mit diesem Bad3,5 Bad: Gemeint ist die Taufe. erhalten wirdas neue Leben durch den Heiligen Geist3,5 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt..6Den hat er in reichem Maß über uns ausgegossendurch Jesus3,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. Christus3,6 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. , unseren Retter.7Durch diese Gnade3,7 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu.werden wir von Gott als gerecht3,7 gerecht, als gerecht gelten: Durch Jesus Christus von ihrer Schuld befreit, können die Menschen vor Gottes Gericht als gerecht bestehen und in Gemeinschaft mit ihm leben. angenommen.Und damit werden wir zu Erben des ewigen Lebens3,7 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm.so wie es unserer Hoffnung entspricht.

Briefschluss

3,8-15

Zusammenfassende Mahnung

8Dieses Wort ist zuverlässig.Und ich erwarte,dass du mit allem Nachdruck dafür eintrittst.Denn alle, die an Gott glauben3,8 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,sollen sich ernsthaft darum bemühen,Gutes zu tun.Das ist rechtund nützt den Menschen.9Vermeide dagegen dumme Gedankenspiele,Fragen zu Stammbäumen,Streit und Auseinandersetzungenüber die Auslegung des Gesetzes.Denn das ist sinnlosund nützt niemandem.10Einen Menschen,der falsche Lehren verbreitet,sollst du nach zweimaliger Ermahnungaus der Gemeinde ausschließen.11Du weißt ja:Ein solcher Mensch ist im Unrechtund hat sich schuldig3,11 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. gemacht.Damit hat er sich selbst das Urteil gesprochen.

Persönliche Anweisungen

12Sobald ich Artemas oder Tychikus zudir schicke,komm so schnell wie möglichzu mir nach Nikopolis3,12 Nikopolis: Stadt im Südwesten der Balkanhalbinsel im Grenzgebiet des heutigen Griechenlands und Albaniens..Denn ich habe beschlossen,dort den Winter zu verbringen.13Zenas, den Rechtsgelehrten, und Apollossollst du mit allem Nötigenfür die Weiterreise ausstatten.Es soll ihnen an nichts fehlen.14Aber auch unsere Leute sind aufgefordert,Gutes zu tun,wo immer es nötig ist.Denn ihr Leben soll nicht ohne Frucht bleiben.

Grüße und Segen

15Es grüßen dich alle,die bei mir sind.Grüße alle,die durch den Glauben3,15 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.in Liebe mit uns verbunden sind.Die Gnade3,15 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu. sei mit euch allen!