BasisBibel NT+Ps (BB)
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Briefanfang

1,1-4

Absender und Empfänger

11Paulus1,1 Paulus: Bedeutender Apostel, der die gute Nachricht von Jesus weit über das Land der Bibel hinaus bekannt machte.,Diener Gottes1,1 Diener Gottes: Bezeichnung für eine Person, die in enger Verbindung zu Gott steht. und zugleich Apostel1,1 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. von Jesus1,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. Christus1,1 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. in Übereinstimmung mit dem Glauben1,1 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. der Menschen,die Gott ausgewählt hat.Und in Übereinstimmung mit der Wahrheit1,1 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. ,die der Ausübung unseres Glaubens1,1 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. zugrunde liegt.2Was ich schreibe,ist getragen von der Hoffnung auf das ewige Leben1,2 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm..Gott, der nicht lügt,hat es schon vor ewigen Zeiten versprochen.3Jetzt aber hat er zur rechten Zeitsein Wort1,3 Wort (Gottes): Die Botschaft, dass Jesus der Christus ist. offenbart.Das geschieht in der Verkündigung,mit der Gott, unser Retter,mich beauftragt hat.

4An Titus,den ich zu meinem rechtmäßigen Kind1,4 rechtmäßiges Kind: Als rechtmäßiges Kind ist Titus zugleich Erbe und Nachfolger von Paulus.im gemeinsamen Glauben1,4 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. gemacht habe.

Ich wünsche dir Gnade1,4 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu. und Friede1,4 Friede: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft. von Gott,dem Vater,und Christus1,4 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. Jesus1,4 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ,unserem Retter.

Die Aufgaben des Titus

1,5-16

Gemeindeleiter einsetzen

5Ich habe dich nur zu einem Zweckauf Kreta zurückgelassen:Du solltest das auf den rechten Weg bringen,was noch ausstand.In jeder Stadt solltest du Gemeindeälteste1,5 Gemeindeältester: Bezeichnung für ein Leitungsamt in frühchristlichen Gemeinden, das stets von älteren Männern ausgeübt wurde. einsetzen –entsprechend den Anweisungen,die ich dir dazu gegeben habe:6Gegen einen Gemeindeältesten1,6 Gemeindeältester: Bezeichnung für ein Leitungsamt in frühchristlichen Gemeinden, das stets von älteren Männern ausgeübt wurde. darf nichts vorliegen.Er darf nur eine Frau haben.Seine Kinder sollen gläubig1,6 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. sein.Sie dürfen nicht in dem Ruf stehen,ein zügelloses Leben zu führenoder ungehorsam zu sein.7Gegen einen Gemeindeleiter1,7 Gemeindeleiter: Bezeichnung für den Leiter einer frühchristlichen Gemeinde. darf also nichts vorliegen,weil er ja das Haus Gottes verwaltet.Er darf nicht selbstherrlichoder jähzornig sein,kein Trinker,nicht gewalttätigund nicht auf Bereicherung aus.8Sondern er soll gastfreundlich seinund das Gute lieben.Er soll besonnen und gerecht sein,das Heilige ehrenund sich beherrschen können.9Er muss für das Wort eintreten,das zuverlässig istund der Lehre entspricht.Denn er muss genauso imstande sein,die unverfälschte Lehre einzuschärfenwie die Gegner zur Rechenschaft zu ziehen.

Irrlehrer zur Rechenschaft ziehen

10Denn es gibt viele,die ungehorsam sind:Schwätzer und Schwindler,darunter etliche von jüdischer Herkunft.1,10 jüdischer Herkunft: Hier Christen, die unter den Einfluss einer jüdisch geprägten Erkenntnislehre (»Gnosis«) geraten sind.11Man muss ihnen das Maul stopfen!Mit ihren verbotenen Lehrenbringen sie ganze Hausgemeinschaften1,11 Hausgemeinschaft: Alle Bewohner eines Hauses – sowohl die Familie des Hausherrn als auch die Diener.vom Glauben1,11 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. ab –und das,um sich auf schändliche Weise zu bereichern!12Einer von ihnen hat geradezu als Prophet1,12 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.über sie selbst gesagt:»Kreter sind von jeher Lügner,wilde Tiereund faule Säcke1,12 faule Säcke: Wörtlich heißt es in Vers 12: »faule Bäuche«.13Das ist die volle Wahrheit!Und deshalb musst du diese Leutemit aller Strenge zur Rechenschaft ziehen.Denn sie sollen jazum unverfälschten Glauben1,13 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. zurückfinden.14Sie sollen sich nichtum erfundene jüdische1,14 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Geschichten kümmern –und auch nicht um Vorschriften von Leuten,die sich von der Wahrheit1,14 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. abgewendet haben.15Wer rein1,15 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen. ist,für den ist alles rein1,15 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen..Wessen Glaube getrübt istoder sogar verloren ging,für den ist nichts rein1,15 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen..Sogar sein Verstand und sein Gewissen sind getrübt.16Solche Leute geben vor,Gott zu kennen.Aber durch ihr Handeln verraten sie ihn zugleich.Sie sind abscheulich,ungehorsam und unfähig,irgendetwas Gutes zu tun.
2

Anweisungen an die Gemeinde

2,1–3,7

Pflichten der Gemeindemitglieder

21Du aber verkünde die Botschaft,wie es der unverfälschten Lehre angemessen ist:2Die älteren Männer sollen nüchtern sein,würdig und besonnen.Sie sollen unbeirrbar am unverfälschten Glauben festhaltenund ebenso an der Liebe und Standhaftigkeit.

3Entsprechendes gilt für die älteren Frauen:Sie sollen sich ebenfalls würdevoll verhalten,andere nicht verleumdenund nicht dem Wein2,3 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. verfallen sein.Durch ihr gutes Vorbild4sollen sie die jungen Frauen anleiten,ihre Männer und Kinder zu lieben.5Sie sollen sie lehren,besonnen und tugendhaft zu lebenund ihren Haushalt ordentlich zu führen.Und sie sollen sie anweisen,sich ihren Männern unterzuordnen.Denn Gottes Wort2,5 Wort (Gottes): Die Botschaft, dass Jesus der Christus ist. soll nicht in Verruf kommen.

6Genauso sollst du die jüngeren Männer ermahnen,besonnen zu sein –7und das in jeder Hinsicht.Sei du selbst ihnen ein Vorbild im rechten Handelnund ein mustergültiger und würdiger Lehrer2,7 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde..8Was du sagst,soll der unverfälschten Lehre entsprechenund unanfechtbar sein.Dann müssen unsere Gegner sich schämenund können nichts Schlechtes über uns sagen.

9Unfreie Diener2,9 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. sollen sich ihren Herrenin jeder Hinsicht unterordnen.Sie sollen sie zufriedenstellen,ihnen nicht widersprechen10und nichts unterschlagen.Sie sollen sich vielmehr in jeder Hinsichtals treu und zuverlässig erweisen.Sie sollen in allem Ehre einlegenfür die Lehre,die von Gott, unserem Retter, kommt.

Die Gnade Gottes als Grund des rechten Verhaltens

11Denn die Gnade2,11 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu. Gottes ist erschienen,die allen Menschen Rettung bringt.12Sie bewegt uns dazu,uns von der Gottlosigkeitund den irdischen Begierden loszusagen.Dann können wir in der jetzigen Zeitals besonnene und gerechte Menschen lebenund unseren Glauben2,12 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. ausüben.13Gleichzeitig warten wir darauf,dass die Hoffnung in Erfüllung geht,die uns glückselig macht –und darauf,dass die Herrlichkeit2,13 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. unseres großen Gottesund Retters Jesus2,13 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. Christus2,13 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. erscheint.14Der hat sein Leben für uns gegeben.So hat er uns von allem erlöst,was aus der Gesetzlosigkeit entsteht.Und so wollte er sich ein reines2,14 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen. Volk erschaffen,das ihm gehört –ein Volk,das nur darauf aus ist,Gutes zu tun.

15Das ist es,was du verkünden sollst.Dazu sollst du die Menschendurch Ermahnung und Zurechtweisung anhalten.Tu das mit allem Nachdruck.Niemand soll dich geringschätzig behandeln.