BasisBibel NT+Ps (BB)
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Gott ist gerecht und treu

31Was haben dann die Juden3,1 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. Mehr …den anderen Völkern voraus?Und was nützt ihnen die Beschneidung3,1 Beschneidung: Das Abtrennen der Vorhaut am männlichen Glied ist für Israel Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk. Mehr …?2Viel – und zwar in jeder Hinsicht!Zunächst einmal:Ihnen hat Gott seine Botschaft anvertraut.3Was hat das für Folgen?Wenn einige von ihnendieser Botschaft untreu geworden sind,hebt dann ihre Treulosigkeit Gottes Treue auf?4Auf gar keinen Fall!Vielmehr wird sich zeigen, dass Gott wahrhaftig ist,während der Mensch sein Wort immer bricht.So steht es schon in der Heiligen Schrift3,4 in der Heiligen Schrift (Vers 4): Zitat aus der griechischen Übersetzung von Psalm 51,6.:»Du, Gott, sollst recht behalten mit deinen Wortenund als Sieger dastehen, wenn man dich anklagt.«5Wenn aber unsere UngerechtigkeitGottes Gerechtigkeit überhaupt erst beweist,was heißt das?Ist Gott etwa ungerecht,wenn er seinen Zorn über uns walten lässt?– Ich rede hier, wie Menschen eben reden. –6Auf gar keinen Fall!Denn wie könnte Gott dann nochüber die Welt Gericht3,6 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. Mehr … halten?7Aber kommt Gottes Wahrhaftigkeitnicht erst durch meine Wortbrüchigkeitvoll zur Geltung?Und wird dadurch seine Herrlichkeit3,7 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. Mehr … nicht umso größer?Warum werde ich dann noch wie ein Sünder3,7 Sünder: Mensch, der sich von Gott abgewendet hat und seinen Willen missachtet. verurteilt?8Warum sagen wir dann nicht gleich:»Lasst uns das Böse tun,damit das Gute dabei herauskommt!«?Einige, die uns schlechtmachen,behaupten ja, dass wir so reden!Aber wer einen solchen Standpunkt vertritt,den trifft zu Recht das Urteil Gottes.

Kein Mensch ist vor Gott gerecht

9Was heißt das?Sind wir dann im Vorteil? Keineswegs!Wir hatten doch zuvor die Anschuldigung vorgebracht:Juden3,9 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. Mehr … und Griechen3,9 Griechen: Menschen aus den Ländern im Mittelmeerraum, die keine Juden waren und Griechisch sprachen. Griechisch war im gesamten Osten des Römischen Reichs die gemeinsame Sprache. Mehr … befinden sich gleichermaßenin der Gewalt der Sünde3,9 Sünde: Die Trennung des Menschen von Gott, seinem Schöpfer. Sie führt dazu, dass der Mensch sein Leben nicht nach Gottes Willen ausrichten kann. Mehr ….10So steht es auch in der Heiligen Schrift3,10 in der Heiligen Schrift (Vers 10): Das Zitat in den Versen 10-18 setzt sich zusammen aus Psalm 5,10; Psalm 10,7; Psalm 14,2-3; Psalm 36,2; Psalm 140,4; Sprichwörter 1,16 und Jesaja 59,7-8.:»Keiner ist gerecht3,10 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. Mehr … – nicht ein Einziger.11*3,11 Vers 10-12: In den Versen 10-12 wird aus Psalm 14,2-3 zitiert. Keiner ist einsichtig, keiner fragt nach Gott.12Alle sind sie von ihm abgefallen,allesamt sind sie verdorben.Es gibt keinen, der etwas Gutes tut!Auch nicht einen Einzigen!13*3,13 Vers 13: In Vers 13 wird aus Psalm 5,10 und Psalm 140,4 zitiert. Ihr Rachen ist ein offenes Grab,ihre Zunge gebrauchen sie zum Betrug.Schlangengift steckt unter ihren Lippen.14*3,14 Vers 14: In Vers 14 wird aus Psalm 10,7 zitiert. Aus ihrem Mund kommen lauter Flüche und bittere Worte.15*3,15 Vers 15-17: In den Versen 15-17 wird aus Sprichwörter 1,16 und Jesaja 59,7-8 zitiert. Schnell sind sie dabei, Blut zu vergießen.16Verwüstung und Elend begleiten ihre Wege.17Und den Weg, der zum Frieden3,17 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht. Mehr … führt,kennen sie nicht.18*3,18 Vers 18: In Vers 18 wird aus Psalm 36,2 zitiert. Sie kennen kein Erschrecken vor Gott.«

19Wir aber wissen: Was im Gesetz3,19 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. Mehr … steht, das gilt für die,denen das Gesetz gegeben wurde3,19 denen das Gesetz gegeben wurde: Paulus meint Juden, die nach den Lebensvorschriften des Alten Testaments, vor allem der fünf Bücher Mose, leben..Damit soll jeder Einwand zum Schweigen gebracht werden.Denn die ganze Welt ist vor Gott schuldig.20Schließlich verhält es sich doch so:Kein Mensch ist vor Gott gerecht,weil er das Gesetz befolgt.Vielmehr erkennen wir erst durch das Gesetz,was Sünde ist.

Der Mensch wird gerecht durch den Glauben

Römer 3,21–5,21

Die Gerechtigkeit kommt durch den Glauben an Jesus Christus

21Aber jetzt ist Gottes Gerechtigkeit3,21 Gerechtigkeit Gottes: Gott nimmt die Menschen an und verurteilt sie nicht, obwohl sie seine Gebote übertreten. Darin zeigt sich Gottes Liebe zu den Menschen. Mehr … offenbar geworden,und zwar unabhängig vom Gesetz3,21 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. Mehr ….Das bezeugen das Gesetz und die Propheten3,21 Gesetz und Propheten: Im Neuen Testament eine gebräuchliche Bezeichnung für die Heilige Schrift..22Es ist der Glaube3,22 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr … an Jesus Christus3,22 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. Mehr …,der uns die Gerechtigkeit Gottes zugänglich macht.Der Weg zu ihr steht allen Glaubenden offen.Denn in dieser Hinsicht gibt es keinen Unterschied:23Alle sind schuldig3,23 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … gewordenund haben keinen Anteil mehran der Herrlichkeit3,23 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. Mehr … Gottes.24Sie verdanken es also allein seiner Gnade3,24 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. Mehr …,dass sie von Gott als gerecht angenommen werden.Er schenkt es ihnen aufgrund der Erlösung,die durch Christus Jesus geschehen ist.25Durch dessen Blut3,25 dessen Blut: Anspielung auf den Tod von Jesus Christus am Kreuz. Es steht für Gottes Zuwendung zu den Menschen, für die Jesus sein Leben am Kreuz opferte, um die Sünden der Menschen wegzunehmen. hat Gott ihnals Zeichen der endgültigen Versöhnung3,25 Zeichen der endgültigen Versöhnung: Der griechische Ausdruck bezeichnet ursprünglich die Deckplatte der Bundeslade, die im Allerheiligsten des Tempels stand. Beim Gottesdienst am Versöhnungstag wurde das Blut eines Opfertieres auf die Deckplatte gesprengt. Mit dieser religiösen Handlung wurden Sünde und Schuld aufgehoben und die Gemeinschaft zwischen Gott und Mensch wiederhergestellt, vgl. 3. Mose/Levitikus 16,11-22. Für Paulus bewirkt der Tod von Jesus am Kreuz dasselbe für alle, die an ihn glauben. eingesetzt.Und durch den Glauben erhalten wir Anteil daran.So hat Gott seine Gerechtigkeit unter Beweis gestellt.Lange hat er die Verfehlungen ungestraft gelassen,die früher begangen wurden.26Gott hat sie in Geduld ertragen.Doch jetzt, zu diesem besonderen Zeitpunkt,will er beweisen, dass er wirklich gerecht ist.Ja, er ist gerecht.Und er nimmt diejenigen als gerecht3,26 gerecht, als gerecht gelten: Gott nimmt die Menschen an und verurteilt sie nicht, obwohl sie seine Gebote übertreten. Darin zeigt sich Gottes Liebe zu den Menschen. Mehr … an,die aus dem Glauben an Jesus leben.

27Gibt es irgendeinen Grund, auf etwas stolz zu sein?Nein, das ist ausgeschlossen!Welches Gesetz schließt das aus?Etwa das Gesetz der Werke?Nein, sondern das Gesetz des Glaubens3,27 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr …!28Denn wir sind der Überzeugung,dass der Mensch allein aufgrund des Glaubensgerecht3,28 gerecht, als gerecht gelten: Gott nimmt die Menschen an und verurteilt sie nicht, obwohl sie seine Gebote übertreten. Darin zeigt sich Gottes Liebe zu den Menschen. Mehr … ist –unabhängig davon, ob er das Gesetz befolgt.29Oder ist Gott nur für die Juden3,29 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. Mehr … da?Und nicht auch für die anderen Völker?Natürlich ist er auch für die anderen Völker da!30Denn es ist ein und derselbe Gott,der beide als gerecht annehmen wird:die Juden aufgrund des Glaubensund genauso die anderen mithilfe des Glaubens.31Bedeutet das, dass wir durch den Glaubendas Gesetz außer Kraft setzen?Im Gegenteil!So bringen wir das Gesetz erst richtig zur Geltung.
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Das Beispiel Abrahams

41Wir fragen weiter:Wie verhielt es sich eigentlich bei Abraham4,1 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. Mehr …,unserem leiblichen Stammvater?Was hat er erreicht?2Gilt Abraham etwa aufgrund seiner eigenen Tatenals gerecht4,2 gerecht, als gerecht gelten: Gott nimmt die Menschen an und verurteilt sie nicht, obwohl sie seine Gebote übertreten. Darin zeigt sich Gottes Liebe zu den Menschen. Mehr …?Dann hätte er allen Grund, stolz zu sein.Aber vor Gott zählt das nicht.3Was steht denn in der Heiligen Schrift4,3 in der Heiligen Schrift (Vers 3): Zitat aus der griechischen Übersetzung von 1. Mose/Genesis 15,6.?»Abraham glaubte4,3 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr … Gott,und das rechnete ihm Gott als Gerechtigkeit4,3 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. Mehr … an.«4Wer eine Arbeit leistet,bekommt seinen Lohn nicht aus Gnade,sondern weil er ihm zusteht.5Anders ist es, wenn jemand bei Gottkeine eigenen Leistungen vorzuweisen hat:Glaubt er an den, der die Frevler4,5 Frevler: Menschen, die Gottes Gebote missachten und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen. Mehr … gerecht macht,wird ihm dieser Glaube als Gerechtigkeit angerechnet.6Davon redet ja auch schon David4,6 redet auch David: Zitat aus der griechischen Übersetzung von Psalm 32,1-2. David, ein bedeutender König Israels, gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete..Er nennt einen Menschen glücklich,dem Gott unabhängig von dessen Leistungenetwas als Gerechtigkeit anrechnet:7»Glückselig ist jeder,dessen Vergehen vergeben werdenund dessen Sünden4,7 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … zugedeckt sind.8Glückselig ist der Mensch,dem der Herr4,8 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Mehr … die Schuld nicht anrechnet.«

9Gilt dieser Zuspruch des Glücks nur für die Juden4,9 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. Mehr …,also die Beschnittenen4,9 Beschneidung: Das Abtrennen der Vorhaut am männlichen Glied ist für Israel Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk. Mehr …?Oder gilt er auch für die Unbeschnittenen?Wir sagen: Gott hat Abraham4,9 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. Mehr … den Glauben4,9 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr …als Gerechtigkeit4,9 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. Mehr … angerechnet.10Unter welchen Umständen geschah das?War er damals bereits beschnittenoder war er noch nicht beschnitten?Es geschah nicht, als er bereits beschnitten war,sondern als er noch nicht beschnitten war.11Abraham erhielt das Zeichen der Beschneidungals Siegel4,11 Siegel: Bringt die unbedingte Gültigkeit der Beschneidung als Zeichen des Bundes zwischen Abraham, seinen Nachkommen und Gott zum Ausdruck. für seine Gerechtigkeit.Diese Gerechtigkeit hatte Gott ihmaufgrund des Glaubens zuerkannt,den er vor seiner Beschneidung gezeigt hatte.Denn Abraham sollte auchzum Vater von allen Menschen werden,die glauben, ohne beschnitten zu sein.Und deshalb wird Gott auch diesen Menschenihren Glauben als Gerechtigkeit anrechnen.12Und natürlich bleibt Abraham der Vater der Juden,also der Beschnittenen.Allerdings nicht nur deshalb,weil sie beschnitten sind.Sie müssen auch in seine Fußstapfen treten.Das heißt: Sie müssen denselben Glauben zeigenwie unser Vater Abraham vor seiner Beschneidung.

Wegen seines Glaubens nahm Gott Abraham als gerecht an

13Gott hat Abraham4,13 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. Mehr … und seinen Nachkommen versprochen,dass sie die ganze Welt als Erbe4,13 Erbe: In 1. Mose/Genesis 22,17-18 verspricht Gott Abraham eine große Nachkommenschaft, die ein Segen für die ganze Welt sein wird. Paulus versteht dieses Versprechen als Zusage für ein Leben im Reich Gottes, in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott. erhalten.Er gibt ihnen dieses Versprechen aber nicht,weil sie das Gesetz4,13 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. Mehr … befolgen.Er gibt es ihnen,weil er sie aufgrund ihres Glaubens4,13 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr …als gerecht4,13 gerecht, als gerecht gelten: Gott nimmt die Menschen an und verurteilt sie nicht, obwohl sie seine Gebote übertreten. Darin zeigt sich Gottes Liebe zu den Menschen. Mehr … annimmt.14Wenn diejenigen, die das Gesetz befolgen,die Erben wären,dann hätte der Glaube keine Bedeutung.Außerdem wäre dann das Versprechen Gottes hinfällig.15Denn das Gesetz ruft unvermeidlichden Zorn Gottes4,15 Zorn Gottes: Sein Wille, Gericht zu halten. Mehr … hervor.Aber wo es kein Gesetz gibt,gibt es auch keine Übertretung des Gesetzes.

16Deshalb gilt für das Versprechen Gottes:Es ist an den Glauben4,16 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr … gebunden,damit es durch Gottes Gnade4,16 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. Mehr … in Erfüllung geht.Nur so bleibt das Versprechenfür alle Nachkommen gültig.Nicht nur für diejenigen, die das Gesetz4,16 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. Mehr … befolgen.Sondern auch für diejenigen,die aus demselben Glauben lebenwie Abraham, der Vater von uns allen.17So steht es ja in der Heiligen Schrift4,17 in der Heiligen Schrift: Zitat aus der griechischen Übersetzung von 1. Mose/Genesis 17,5.:»Ich habe dich dazu bestimmt,Vater von vielen Völkern zu sein.«

Abraham4,17 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. Mehr … hatte Gott vor Augen,denn er glaubte an den,der die Toten lebendig macht.Der ruft auch das ins Dasein, was nicht ist.18Wo es eigentlich keinen Grund zur Hoffnung gab,hat Abraham voller Hoffnung am Glauben festgehalten.Und so wurde er zum Vater von vielen Völkern –wie Gott es ihm versprochen4,18 versprochen: Zitat aus der griechischen Übersetzung von 1. Mose/Genesis 15,5. Die Zahl der Nachkommen wird dort mit der Zahl der Sterne am Himmel verglichen. hatte:»So zahlreich werden deine Nachkommen sein.«19Er wurde im Glauben nicht unsicher –auch dann nicht, als er merkte,dass er nicht mehr Vater werden konnte.Er war ja fast einhundert Jahre alt.Und auch Sara4,19 Sara: Frau von Abraham. Sie war ähnlich alt wie ihr Mann, als ihr Sohn Isaak geboren wurde. konnte nicht mehr Mutter werden.20Aber er stellte das Versprechen Gottesnicht ungläubig infrage.Im Gegenteil: Sein Glaube wurde umso stärker.Er gab Gott die Ehre4,20 Ehre, ehren: Einen Menschen oder Gott ehren heißt, ihn so zu behandeln, wie es seiner Stellung entspricht. Mehr …21und war fest überzeugt:Was Gott versprochen hat, das kann er auch halten.22Deshalb rechnete Gott Abrahamseinen Glauben4,22 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr … als Gerechtigkeit4,22 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. Mehr … an.

Abraham soll das Vorbild für alle Menschen sein

23Aber nicht nur seinetwegen steht in der Heiligen Schrift4,23 in der Heiligen Schrift: Verkürztes Zitat aus 1. Mose/Genesis 15,6. Damit knüpft Paulus – wie auch in Vers 22 – an Römer 4,3 an.:»Gott rechnete ihm diesen Glauben an.«24Sondern es geht dabei auch um uns.Auch uns soll der Glaube angerechnet werden.Denn wir glauben an den,der Jesus4,24 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …, unseren Herrn4,24 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. Mehr …, von den Toten auferweckt4,24 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. hat.25Gott hat Jesus wegen unserer Verfehlungenin den Tod gegeben.Und er hat ihn auferweckt,damit wir vor Gott gerecht4,25 gerecht, als gerecht gelten: Gott nimmt die Menschen an und verurteilt sie nicht, obwohl sie seine Gebote übertreten. Darin zeigt sich Gottes Liebe zu den Menschen. Mehr … sind.
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Mit Gott versöhnt aufgrund der Liebe Gottes

51Weil wir also aufgrund des Glaubens gerecht5,1 gerecht, als gerecht gelten: Gott nimmt die Menschen an und verurteilt sie nicht, obwohl sie seine Gebote übertreten. Darin zeigt sich Gottes Liebe zu den Menschen. Mehr … sind,haben wir Frieden5,1 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht. Mehr …, der auch bei Gott gilt.Das verdanken wir unserem Herrn5,1 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. Mehr … Jesus Christus5,1 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. Mehr ….2Durch den Glauben5,2 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr … hat er unsden Zugang zur Gnade5,2 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. Mehr … Gottes ermöglicht.Sie ist der Grund, auf dem wir stehen.Und wir dürfen stolz sein auf die sichere Hoffnung,zur Herrlichkeit5,2 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. Mehr … Gottes zu gelangen.3Aber nicht nur das.Wir dürfen auch auf das stolz sein,was wir gegenwärtig erleiden müssen.Denn wir wissen:Das Leid lehrt, standhaft zu bleiben.4Die Standhaftigkeit lehrt, sich zu bewähren.Die Bewährung lehrt zu hoffen.5Aber die Hoffnung macht uns nicht zum Gespött.Denn Gott hat seine Liebein unsere Herzen5,5 Herz: Sitz des Verstandes und des Willens. hineingegossen.Das ist durch den Heiligen Geist5,5 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. Mehr … geschehen,den Gott uns geschenkt hat.

6Christus5,6 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. Mehr … ist für uns gestorben,als wir noch schwach waren.Das heißt: Er starb für Menschen,die zu diesem Zeitpunkt noch ohne Gott lebten!7Dabei wird sich kaum jemand finden,der für einen gerechten5,7 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. Mehr … Menschen stirbt.Jemand ist vielleicht gerade noch bereit,sein Leben für einen Menschen herzugeben,der Gutes tut.8Aber Gott beweist seine Liebe zu uns dadurch,dass Christus für uns gestorben ist.Damals waren wir noch Sünder5,8 Sünder: Mensch, der sich von Gott abgewendet hat und seinen Willen missachtet..9Jetzt hat Gott uns als gerecht angenommen.Denn das Blut von Christus5,9 Blut von Christus: Bild für den Tod von Jesus Christus am Kreuz. wurde für uns vergossen.Umso gewisser können wir sein,dass wir dann auch vor Gottes Zorn5,9 Zorn Gottes: Sein Wille, Gericht zu halten. Mehr … gerettet werden.10Als wir noch Feinde waren,wurden wir mit Gott versöhntdurch den Tod seines Sohnes5,10 sein Sohn: Meint Jesus Christus, der im Neuen Testament der Einzige ist, der den Ehrentitel »Sohn Gottes« trägt..Wenn wir jetzt versöhnt sind, ist es umso gewisser:Wir werden dadurch gerettet werden,dass sein Sohn lebt.11Und nicht nur das.Wir dürfen regelrecht stolz darauf sein,dass wir zu Gott gehören.Das verdanken wir Jesus Christus5,11 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. Mehr …, unserem Herrn5,11 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. Mehr ….Durch ihn haben wir jetzt schon die Versöhnung erlangt.

Adam und Christus

12Darum gilt: Durch einen einzigen Menschenkam die Sünde5,12 Sünde: Die Trennung des Menschen von Gott, seinem Schöpfer. Sie führt dazu, dass der Mensch sein Leben nicht nach Gottes Willen ausrichten kann. Mehr … in die Welt.Und durch die Sünde kam der Tod.So verfielen alle Menschen dem Tod.Denn alle Menschen haben Schuld auf sich geladen.13Die Sünde war schon in der Welt,bevor es das Gesetz5,13 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. Mehr … gab.Aber solange es kein Gesetz gibt,wird sie nicht als Schuld angerechnet.14Trotzdem herrschte schon in der Zeitvon Adam bis Mose5,14 von Adam bis Mose: Bezeichnet den Zeitraum, bevor Gott den Menschen durch Mose das Gesetz gegeben hat. Als Gesetz gelten die Lebensvorschriften des Alten Testaments, vor allem die fünf Bücher Mose. der Tod über alle Menschen –auch wenn sie sich nicht in gleicher Weiseschuldig5,14 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … gemacht hatten wie Adam.

Schließlich ist Adam das Gegenbild zu dem,der kommen sollte5,14 der kommen sollte: Meint Jesus Christus..15Aber mit der Gnade5,15 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. Mehr … verhält es sichganz anders als mit der Verfehlung.Damals hat die Verfehlung eines Menschen5,15 eines Menschen: Meint Adam, den ersten Menschen.allen anderen den Tod gebracht.Das wird jetzt mehr als aufgewogendurch die Gnade, die Gott uns erwiesen hat.Und dieses Geschenk der Gnadehat der eine Mensch Jesus Christus5,15 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. Mehr …für alle anderen erwirkt.16Die Wirkung dieses Geschenksist völlig verschieden von dem,was sich aus der Schuld5,16 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … des einen ergab:Beim Gericht, das auf diesen einen Fall folgte,kam es zur Verurteilung.Aber die Gnade,die Gott für all die vielen Verfehlungen gewährte,führte zum Freispruch.17Durch die Verfehlung eines Einzigenhat der Tod die Herrschaft übernommen –eben durch diesen einen.Umso mehr gilt dann von denen,die Gottes überreiche Gnadeund sein Geschenk des Freispruchs empfangen haben:Sie werden im neuen Leben5,17 Leben, neues Leben: Durch den Glauben an Gott von ihm bereits in dieser Welt geschenktes Leben in Gemeinschaft mit ihm. Mehr … zur Herrschaft gelangen –eben durch den einen: Jesus Christus.18Daraus folgt: Durch die Verfehlung eines Einzigenkam es für alle Menschen zur Verurteilung.Genauso kommt esdurch die gerechte Tat eines Einzigen dazu,dass alle Menschen gerecht5,18 gerecht, als gerecht gelten: Gott nimmt die Menschen an und verurteilt sie nicht, obwohl sie seine Gebote übertreten. Darin zeigt sich Gottes Liebe zu den Menschen. Mehr … sind.Und dadurch steht ihnen das neue Leben offen.19Durch den Ungehorsam eines einzigen Menschengerieten alle in die Gewalt der Sünde5,19 Sünde: Die Trennung des Menschen von Gott, seinem Schöpfer. Sie führt dazu, dass der Mensch sein Leben nicht nach Gottes Willen ausrichten kann. Mehr ….Ebenso werden auch durch den Gehorsam eines Einzigenalle vor Gott gerecht sein.

20Das Gesetz5,20 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. Mehr … kam erst nachträglich hinzu,um die Verfehlungen schwerwiegender zu machen.Wo aber das Maß der Sünde5,20 Sünde: Die Trennung des Menschen von Gott, seinem Schöpfer. Sie führt dazu, dass der Mensch sein Leben nicht nach Gottes Willen ausrichten kann. Mehr … voll war,da ist die Gnade5,20 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. Mehr … über jedes Maß hinausgewachsen.21Die Sünde übte ihre Herrschaft mithilfe des Todes aus.Genauso wird die Gnade ihre Herrschaft entfalten,indem sie gerecht5,21 gerecht, als gerecht gelten: Gott nimmt die Menschen an und verurteilt sie nicht, obwohl sie seine Gebote übertreten. Darin zeigt sich Gottes Liebe zu den Menschen. Mehr … macht.So führt die Gnade zum ewigen Leben5,21 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. Mehr …durch Jesus Christus5,21 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. Mehr …, unseren Herrn5,21 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. Mehr ….