BasisBibel NT+Ps (BB)
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Das Schicksal Israels

Das Versprechen Gottes gegenüber Israel

91Für das, was ich jetzt sage,berufe ich mich auf Christus9,1 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. .Es ist die Wahrheit,ich lüge nicht.Auch mein Gewissen bezeugt esund erhält dafür die Bestätigungdurch den Heiligen Geist9,1 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt.:2Ich bin wirklich sehr traurig,ja, mir schmerzt regelrecht das Herz9,2 Herz: Das Herz gilt als Sitz des Verstandes und des Willens und damit auch als Ort der Entscheidung über richtiges und falsches Handeln..3Denn es geht um meine Brüder und Schwestern.Ich wünschte nur,ich könnte an ihre Stelle tretenund selbst verflucht sein –ausgeschlossen aus der Gemeinschaft mit Christus9,3 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. .Es sind doch meine Landsleute,mein eigenes Fleisch und Blut.

4Sie sind doch Israeliten9,4 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. !Sie sind Kinder Gottesund haben Anteil an seiner Herrlichkeit9,4 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor..Mit ihnen hat Gott mehrfach einen Bund9,4 Bund: Eine gegenseitige Verpflichtung zwischen zwei Partnern, die durch einen förmlichen Vertrag geregelt sein kann. geschlossen.Er hat ihnen das Gesetz9,4 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. gegebenund sie gelehrt,ihn in rechter Weise zu verehren.Und er hat ihnen sein Versprechen gegeben.5Sie sind Nachkommen der Stammväter9,5 Stammväter: Abraham, Isaak und Jakob; die Israeliten verstehen sich als Nachkommen dieser drei »Stammväter«.,von denen auch Christus9,5 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. seiner irdischen Herkunft9,5 irdischen Herkunft: Wörtlich heißt es: »Fleisch«. Gemeint ist das Festhalten und Bauen auf die irdische Existenz des Menschen, die immer vergänglich ist. nach abstammt.Gott, der über allem steht,sei in Ewigkeit gelobt!Amen9,5 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« .

Gott trifft seine Wahl

6Es ist ja nicht so,dass Gottes Zusage hinfällig ist.Allerdings gehören nicht alle,die aus Israel9,6 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. stammen,auch wirklich zu Israel9,6 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. .7Genauso wenig sind alle Menschen,die von Abraham9,7 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. abstammen,auch wirklich seine Nachkommen.Sondern Gott hatte gesagt9,7 gesagt: Das Zitat stammt aus 1. Mose/Genesis 21,12.:»Die Nachkommen Isaaks9,7 Isaak: Einziger Sohn von Abraham und Sara. sollen als deine Nachkommen gelten.«8Das heißt:Die leiblichen Nachkommen9,8 leibliche Nachkommen: D. h. die Nachkommen von Isaak und Ismael. Abraham hatte zwei Söhne von zwei Frauen: Isaak von seiner Frau Sara und Ismael von seiner Dienerin Hagar. Vgl. 1. Mose/Genesis 16 und 1. Mose/Genesis 21. von Abraham9,8 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. sind nicht zwangsläufig Kinder Gottes.Vielmehr gelten nur diejenigenwirklich als seine Nachkommen9,8 seine Nachkommen: Nur die Nachkommen von Isaak gelten als die wirklichen Nachkommen von Abraham. Denn Isaak kam auf die Welt, weil Gott es Abraham versprochen hattte. Vgl. 1. Mose/Genesis 21,12. D. h. obwohl beide Kinder denselben Vater haben, trifft Gott eine Auswahl.,die auf die Welt kamen,weil Gott es versprochen hat.9Denn Gott gab Abraham9,9 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. das Versprechen9,9 Versprechen: Das Zitat stammt aus 1. Mose/Genesis 18,10. Vgl. auch 1. Mose/Genesis 18,14.:»Nächstes Jahr um diese Zeit werde ich wiederkommen.Dann wird Sara9,9 Sara: Frau von Abraham und Mutter von Isaak. Sie galt als unfruchtbar, bekam aber gemäß Gottes Versprechen noch im hohen Alter einen Sohn. einen Sohn haben.«

10Und das war nicht der einzige Fall,bei Rebekka war es ähnlich:Sie bekam nur von einem Mann Kinder,nämlich von unserem Vorfahren Isaak9,10 Isaak: Einziger Sohn von Abraham und Sara. .11Ihre Kinder9,11 Kinder: Die Zwillinge Jakob und Esau. waren noch nicht geborenund keines hatte irgendetwas Gutes oder Böses getan.Aber Gott hatte schon seine Wahl9,11 seine Wahl: D. h., obwohl beide Kinder denselben Vater und dieselbe Mutter haben, trifft Gott eine Auswahl. getroffenund bestimmt,was geschehen sollte –12und zwar unabhängig von irgendwelchen Taten,sondern allein aufgrund seiner eigenen Entscheidung.Da sagte9,12 sagte: Das Zitat stammt aus 1. Mose/Genesis 25,23. Gott zu Rebekka:»Der Ältere wird dem Jüngeren dienen.«13So steht9,13 steht: Das Zitat stammt aus Maleachi 1,2-3. es auch an einer anderen Stelle:»Jakob9,13 Jakob: Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme. habe ich geliebt,Esau dagegen habe ich nicht geliebt.«

Gott schenkt sein Erbarmen, wem er will

14Was sollen wir dazu sagen?Etwa:»Ist Gott nicht ungerecht!«?Auf keinen Fall!15Er sagt9,15 sagt: Das Zitat stammt aus 2. Mose/Exodus 33,19. ja zu Mose9,15 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament.:»Ich werde dem mein Erbarmen schenken,mit dem ich Erbarmen habe.Und ich werde dem mein Mitleid zeigen,mit dem ich Mitleid habe.«16Es kommt also nicht darauf an,ob der Mensch etwas willoder ob er sich abmüht.Sondern es kommt allein auf Gottes Erbarmen an.17Entsprechend steht9,17 steht: Das Zitat stammt aus 2. Mose/Exodus 9,16. über den Pharaoin der Heiligen Schrift9,17 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind.:»Ich habe dich nur deshalb zum Herrscher gemacht,um an dir meine Macht zu zeigen.Dadurch soll mein Name9,17 Name: Der Name steht in biblischer Zeit für den Träger des Namens selbst. Wer im Namen von jemandem handelt, handelt nicht nur in seinem Auftrag oder mit seiner Vollmacht. Durch ihn handelt vielmehr der Auftraggeber selbst.auf der ganzen Erde bekannt werden.«18Gott entscheidet also frei,wem er sein Erbarmen schenkt.Und ebenso, bei wem er dafür sorgt,dass er sich ihm gegenüber verschließt.

19Du könntest jetzt einwenden:»Wieso zieht Gott uns dann überhaupt zur Rechenschaft?Seinem Willen kann sich doch niemand widersetzen!«20Du Mensch, wer bist du eigentlich,dass du dir anmaßt,mit Gott zu streiten9,20 streiten: Das folgende Zitat stammt aus der griechischen Übersetzung von Jesaja 45,9.!»Sagt etwa ein Gefäß9,20 Schale: Schalen waren im Land der Bibel als Haushaltsgefäße für vielfältige Zwecke im Gebrauch. zu dem,der es geformt hat:›Warum hast du mich so gemacht?‹«

21Hat nicht der Töpfer alle Macht über den Ton?Er kann doch aus ein und demselben Tonklumpenverschiedene Gefäße9,21 Schale: Schalen waren im Land der Bibel als Haushaltsgefäße für vielfältige Zwecke im Gebrauch. herstellen:eine Schale9,21 Schale: Schalen waren im Land der Bibel als Haushaltsgefäße für vielfältige Zwecke im Gebrauch. für die Festtafel9,21 für die Festtafel: Wörtlich heißt es in Vers 21: »Eine Schale für Ehrenhaftes«. genausowie einen Nachttopf9,21 Nachttopf: Wörtlich heißt es in Vers 21: »eine Schale für Unansehnliches«..

22Jetzt stellt euch einmal vor:Gott will zwar seinen Zorn zeigenund seine Macht offenbaren.Aber dennoch hat er die Gefäße,die seinen Zorn erregen,mit großer Geduld ertragen –also Gefäße,die eigentlich zum Zerschlagen erschaffen wurden.23Und gleichzeitig will er seine ganze Herrlichkeit9,23 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor.an den Gefäßen offenbaren,denen sein Erbarmen gilt.Denn die hat er zuvorfür die Herrlichkeit9,23 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. bestimmt.24Solche »Gefäße« sind wir.Uns hat Gott berufen –und zwar nicht nur aus dem jüdischen9,24 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Volk,sondern auch aus den heidnischen9,24 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. Völkern.25So sagt9,25 sagt: Paulus zitiert hier frei nach Hosea 2,25 und Hosea 2,1. er auch bei Hosea9,25 Hosea: Wirkte um 750 v. Chr. als Prophet in Israel. Er übte Kritik am Unglauben Israels und an der Verehrung fremder Götter.:»Ich werde die Menschen ›mein Volk‹ nennen,die nicht mein Volk waren –und die Frau, die nicht geliebt war,›meine geliebte Frau‹.26Und an dem Ort,wo man ihnen gesagt hat:›Ihr seid nicht mein Volk‹ –dort wird man sie ›Kinder des lebendigen Gottes‹ nennen.«27Und Jesaja9,27 Jesaja: Er wirkte um 700 v. Chr. als Prophet und verkündete den Menschen den Willen Gottes. verkündet laut9,27 verkündet laut: Paulus zitiert hier frei nach Jesaja 10,22-23. über Israel9,27 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. :»Die Kinder Israels9,27 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. können so zahlreich seinwie der Sand am Meer.Dennoch wird nur ein kleiner Rest von ihnen gerettet.28Denn der Herr wird auf der Erdesein Wort in die Tat umsetzen:Er wird Israel9,28 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. retten9,28 retten: Wörtlich »Er wird vollenden und verkürzen.« Israel ist erklärender Zusatz. Die Vollendung Israels bedeutet Rettung, vgl. Römer 9,27 – allerdings nur für ein zurechtgestutztes, ein »verkürztes« Israel.,aber gleichzeitig wird er es zurechtstutzen9,28 zurechtstutzen: Wörtlich »Er wird vollenden und verkürzen.« Israel ist erklärender Zusatz. Die Vollendung Israels bedeutet Rettung, vgl. Römer 9,27 – allerdings nur für ein zurechtgestutztes, ein »verkürztes« Israel.29Es ist so, wie Jesaja9,29 Jesaja: Er wirkte um 700 v. Chr. als Prophet und verkündete den Menschen den Willen Gottes. es vorhergesagt9,29 vorhergesagt: Das Zitat stammt aus Jesaja 1,9. hat:»Hätte der Herr9,29 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist. Zebaot9,29 Zebaot: Hebräisch: »Heerscharen«. Gemeint sind sowohl himmlische als auch irdische Heere. »Herr Zebaot« wird in der griechischen Übersetzung des Alten Testaments meist als »Herr über die ganze Welt« übersetzt. keine Nachkommen von uns übrig gelassen,wäre es uns wie Sodom9,29 Sodom und Gomorra: Die Städte Sodom und Gomorra wurden vernichtet, weil ihre Bewohner sich ganz von Gott abgewandt hatten und alles taten, was gegen Gottes Gebote ging. ergangen.Wir hätten das Schicksal von Gomorra9,29 Sodom und Gomorra: Die Städte Sodom und Gomorra wurden vernichtet, weil ihre Bewohner sich ganz von Gott abgewandt hatten und alles taten, was gegen Gottes Gebote ging. geteilt.«

Die Heiden und Israel gehen verschiedene Wege

30Was sollen wir weiter dazu sagen?Es ist doch so:Die Heiden9,30 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. haben sich nicht darum bemüht,vor Gott als gerecht9,30 gerecht, als gerecht gelten: Durch Jesus Christus von ihrer Schuld befreit, können die Menschen vor Gottes Gericht als gerecht bestehen und in Gemeinschaft mit ihm leben. anerkannt zu werden.Dennoch gelten sie als gerecht9,30 gerecht, als gerecht gelten: Durch Jesus Christus von ihrer Schuld befreit, können die Menschen vor Gottes Gericht als gerecht bestehen und in Gemeinschaft mit ihm leben.und zwar als gerecht9,30 gerecht, als gerecht gelten: Durch Jesus Christus von ihrer Schuld befreit, können die Menschen vor Gottes Gericht als gerecht bestehen und in Gemeinschaft mit ihm leben. aufgrund des Glaubens9,30 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott..31Israel9,31 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. dagegen hat sich bemüht,das Gesetz9,31 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. zu befolgen.Dadurch wollte es vor Gott als gerecht9,31 gerecht, als gerecht gelten: Durch Jesus Christus von ihrer Schuld befreit, können die Menschen vor Gottes Gericht als gerecht bestehen und in Gemeinschaft mit ihm leben. gelten.Aber durch das Gesetz9,31 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. war dies nicht zu erreichen.32Warum nicht?Weil es nicht aus dem Glauben9,32 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. heraus geschah,sondern weil sie auf ihre eigenen Taten vertrauten.Dabei stolperten sie über den Stein des Anstoßes.33Über ihn steht9,33 steht: Das Zitat stammt aus Jesaja 28,16. Vgl auch Jesaja 8,14. schon in der Heiligen Schrift:»Seht doch:Auf den Berg Zion lege icheinen Stein, an dem man Anstoß nimmt –einen Fels, über den man sich ärgert.Wer an den glaubt9,33 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,wird nicht zugrunde gehen.«
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Die Rettung kommt durch den Glauben

101Brüder und Schwestern10,1 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. ,das ist mein Herzenswunschund meine große Bitte:Gott soll die Menschen retten,die zu meinem Volk gehören.2Ich kann bezeugen,dass sie sich wirklich für die Sache Gottes einsetzen.Nur haben sie nicht die rechte Erkenntnis.3Sie verstehen nicht,worum es bei der Gerechtigkeit10,3 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach den Vorstellungen Gottes. Gottes geht.Stattdessen streben sie nach dem,was sie selbst für Gerechtigkeit10,3 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach den Vorstellungen Gottes. halten.Deshalb haben sie sich nichtder Gerechtigkeit10,3 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach den Vorstellungen Gottes. untergeordnet,die Gott ihnen anbietet.4Denn mit Christus10,4 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. ist das Gesetz10,4 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.an sein Ziel gekommen.Jetzt gelten alle vor Gott als gerecht10,4 gerecht, als gerecht gelten: Durch Jesus Christus von ihrer Schuld befreit, können die Menschen vor Gottes Gericht als gerecht bestehen und in Gemeinschaft mit ihm leben.,die glauben10,4 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott..

5Mose10,5 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. schreibt10,5 schreibt: Das Zitat stammt aus 3. Mose/Levitikus 18,5. über die Gerechtigkeit10,5 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach den Vorstellungen Gottes.,die wir durch das Gesetz10,5 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. erlangen können:»Wer seine Vorschriften befolgt,wird durch sie das Leben bekommen.«6Dagegen heißt10,6 heißt: Paulus zitiert frei nach 5. Mose/Deuteronomium 30,12-14. es von der Gerechtigkeit10,6 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach den Vorstellungen Gottes.,die wir durch den Glauben10,6 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. erlangen:»Frage dich nicht10,6 Frage dich nicht: Wörtlich heißt es in Vers 10: »Sprich nicht in deinem Herzen«. Das Herz gilt als Sitz des Verstandes und des Willens und damit auch als Ort der Entscheidung über richtiges und falsches Handeln.:Wer wird in den Himmel10,6 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. hinaufsteigen?«– So als müsste man Christus10,6 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. von dort herabholen! –7»Auch nicht:Wer wird in die Unterwelt10,7 Unterwelt: Nach der damaligen Vorstellung ein Strafort, wo die Gegner Gottes gefangen gehalten werden. hinabsteigen?«– So als müsste man Christus10,7 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. aus dem Tod zurückholen! –8Sondern wie heißt10,8 heißt: Das Zitat stammt aus 5. Mose/Deuteronomium 30,14. es doch?»Das Wort Gottes ist dir ganz nahe.Es ist in deinem Mundund in deinem Herzen10,8 Herz: Das Herz gilt als Sitz des Verstandes und des Willens und damit auch als Ort der Entscheidung über richtiges und falsches Handeln.Es ist das Wort des Glaubens10,8 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,das wir verkünden.

9Wenn du also mit deinem Mund bekennst:»Jesus10,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ist der Herr10,9 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.Und wenn du aus ganzem Herzen10,9 Herz: Das Herz gilt als Sitz des Verstandes und des Willens und damit auch als Ort der Entscheidung über richtiges und falsches Handeln. glaubst:»Gott hat ihn vom Tod auferweckt10,9 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. Dann wirst du gerettet werden.10Denn aus dem Herzen10,10 Herz: Das Herz gilt als Sitz des Verstandes und des Willens und damit auch als Ort der Entscheidung über richtiges und falsches Handeln. kommt der Glaube10,10 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,der gerecht10,10 gerecht, als gerecht gelten: Durch Jesus Christus von ihrer Schuld befreit, können die Menschen vor Gottes Gericht als gerecht bestehen und in Gemeinschaft mit ihm leben. macht.Und aus dem Mund kommt das Bekenntnis10,10 Glaubensbekenntnis: Schon zu Lebzeiten von Jesus, aber v. a. in der Zeit nach Ostern gehört zum Glauben auch das »Glaubensbekenntnis«.,das zur Rettung führt.11So steht10,11 steht: Das Zitat stammt aus Jesaja 28,16. es ja in der Heiligen Schrift10,11 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind.:»Wer an ihn glaubt10,11 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,wird nicht zugrunde gehen.«12Das gilt ohne Unterschied für Juden10,12 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. und Griechen10,12 Grieche: Gemeint sind Menschen aus den Ländern rings um Israel, die keine Juden waren und Griechisch sprachen. Griechisch war im gesamten Osten des römischen Reichs gemeinsame Sprache..Alle haben ein und denselben Herrn10,12 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet..Und der lässt alle an seinem Reichtum teilhaben,die ihn anrufen.13Denn es heißt10,13 heißt: Das Zitat stammt aus Joel 3,5. ja auch:»Jeder, der den Namen10,13 Name: Der Name steht in biblischer Zeit für den Träger des Namens selbst. Wer im Namen von jemandem handelt, handelt nicht nur in seinem Auftrag oder mit seiner Vollmacht. Durch ihn handelt vielmehr der Auftraggeber selbst. des Herrn10,13 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. anruft,wird gerettet werden.«

Israel hat die Botschaft von Christus gehört und abgelehnt

14Aber wie kann man jemanden anrufen,an den man nicht glaubt10,14 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.?Oder wie kann man an jemand glauben10,14 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,von dem man nichts gehört hat?Und wie kann man von jemand hören,wenn es keine Verkündigung von ihm gibt?15Schließlich:Wie kann es eine Verkündigung geben,wenn niemand dazu ausgesandt wurde? –Doch gerade darüber steht10,15 steht: Das Zitat stammt aus Jesaja 52,7. in der Heiligen Schrift10,15 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind.:»Welche Freude macht es,die Schritte der Boten zu hören,die die Gute Nachricht10,15 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. bringen!«

16Aber nicht alle haben die Gute Nachricht10,16 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. angenommen.So fragt schon Jesaja10,16 Jesaja: Er wirkte um 700 v. Chr. als Prophet und verkündete den Menschen den Willen Gottes. :»Herr10,16 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist., wer hat unserer Botschaft geglaubt?«17Also:Der Glaube10,17 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. kommt vom Hören auf die Botschaft.Die Botschaft aber geht zurückauf den Auftrag von Christus10,17 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. .18Ich frage euch:Haben die Menschen aus meinem Volk etwadie Botschaft nicht gehört?Im Gegenteil!Es heißt10,18 heißt: Das Zitat stammt aus Psalm 19,5. ja:»Ihr Ruf geht hinaus in alle Länder.Ihre Kunde dringt bis an das Ende der Welt.«19Ich frage noch einmal:Hat Israel10,19 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. die Botschaft etwa nicht verstanden?O doch!Schließlich hat schon Mose10,19 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. als Erster gesagt10,19 gesagt: Das Zitat stammt aus 5. Mose/Deuteronomium 32,21.:»›Ich will euch eifersüchtig machen auf ein Volk,das gar keines ist‹,spricht Gott10,19 spricht Gott: »spricht Gott« ist erklärender Zusatz..›Auf ein Volk ohne jedes Verständnis10,19 ohne jedes Verständnis: Verständnis für Gott.will ich euch zornig machen.‹«20Und Jesaja wagt sogar zu sagen10,20 sagen: Das Zitat stammt aus Jesaja 65,1-2.:»›Ich habe mich von denen finden lassen,die mich gar nicht gesucht haben‹,spricht Gott10,20 spricht Gott: »spricht Gott« ist erklärender Zusatz..›Ich habe mich denen gezeigt,die gar nicht nach mir gefragt haben.‹«21Und zu Israel10,21 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. sagt10,21 sagt: Das Zitat stammt aus Jesaja 65,2. Gott:»Den ganzen Tag habe icheinladend meine Hände ausgestrecktnach einem Volk,das mir nicht gehorcht –nach einem Volk,das mir ständig widerspricht.«
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Gott hat Israel nicht verstoßen

111Nun frage ich:Hat Gott etwa sein Volk verstoßen?Auf keinen Fall!Ich selbst bin ja ein Israelit11,1 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. ,ein Nachkomme Abrahams11,1 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. aus dem Stamm Benjamin.2Gott hat sein Volk nicht verstoßen,das er zuvor ausgewählt hat.Oder wisst ihr nicht,was in der Heiligen Schrift11,2 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. über Elija11,2 Elija: Prophet aus der Frühzeit des Volkes Israel. Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr. berichtet wird?Er führte vor Gott Klage gegen Israel11,2 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. und sagte11,2 sagte: Das Zitat stammt aus 1. Könige 19,10 bzw. 1. Könige 19,14.:3»Herr, sie haben deine Propheten11,3 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. getötetund deine Altäre11,3 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, an dem einer Gottheit die für sie bestimmten Gaben übereignet bzw. verbrannt wurden. zerstört.Ich allein bin übrig geblieben,und jetzt wollen sie mich auch noch umbringen.«4Und wie lautete die Antwort11,4 Antwort: Das Zitat stammt aus 1. Könige 19,18. Gottes?»Ich habe mir 7000 Mann übrig behalten,die nicht vor Baal11,4 Baal: Ein palästinisch-syrischer Fruchtbarkeitsgott. Der Wortsinn ist eigentlich »Herr« oder »Besitzer«. auf die Knie gefallen11,4 Gebetshaltung: In biblischer Zeit gibt es verschiedene Haltungen, die Menschen beim Beten einnehmen (z. B. Liegen, Knien, Stehen). sind.«5Das Gleiche geschieht jetzt in diesem Augenblick:Aus Gnade11,5 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu. hat Gott einen Rest ausgewählt.6Wenn es aber aus Gnade11,6 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu. geschah,dann spielen die eigenen Taten dabei keine Rolle.Sonst wäre die Gnade11,6 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu. ja nicht wirklich Gnade11,6 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu..

7Was bedeutet das?Israel11,7 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. hat nicht erreicht,worum es sich so sehr bemüht hat.Nur diejenigen, die Gott ausgewählt hat,haben es erreicht.Bei den Übrigen hat er dafür gesorgt,dass sie sich vor ihm verschließen.8So steht11,8 steht: Paulus verbindet hier Zitate aus Jesaja 29,10 und 5. Mose/Deuteronomium 29,3. es ja auch in der Heiligen Schrift11,8 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind.:»Gott hat ihren Geist in tiefen Schlaf versetzt.Er hat ihnen Augen gegeben,die nichts sehen,und Ohren,die nichts hören –und das bis zum heutigen Tag.«9Und David11,9 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. sagt11,9 sagt: Paulus zitiert frei nach der griechischen Übersetzung von Psalm 69,23-24.:»Ihr Tisch11,9 Tisch/Tischtuch: Im Land der Bibel oft eine auf dem Boden gebreitete Matte oder ein Lederstück. Darauf stellte man Schalen und Becher für das Essen., den sie gedeckt haben,soll für sie zur Falle werden und zum Fangnetz –zum Fallstrick und zur Strafe für sie.10Vor ihren Augen soll es dunkel werden,damit sie nicht mehr sehen.Und lass ihren Rücken gebeugt sein für immer!«

Die Verfehlung Israels ermöglicht den Heiden die Rettung

11Ich frage also:Sind die Juden11,11 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. am Ende gestolpert,um in ihr Verderben zu stürzen?Auf keinen Fall!Es ist vielmehr so:Ihr Fehltritt11,11 Verfehlung: Dass sie Gottes Angebot zur Rettung ausgeschlagen haben. brachte den Heiden11,11 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. die Rettung.Das sollte sie eifersüchtig machen.12Wenn aber schon ihr Fehltritt11,12 Verfehlung: Dass sie Gottes Angebot zur Rettung ausgeschlagen haben.der Welt so reichen Gewinn gebracht hat,und ihr Versagen den Heiden11,12 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben.:Wie unermesslich wird der Reichtum erst sein,wenn sie wieder zu voller Zahl angewachsen sind?

13Euch aber, den Heiden11,13 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben., sage ich:Gerade weil ich Apostel11,13 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. für die Heiden bin,danke ich Gott für meinen Dienst.14Vielleicht trage ich ja gerade dadurch dazu bei,meine jüdischen11,14 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Mitmenschen eifersüchtig zu machen –und kann so wenigstens einige von ihnen retten.15Schon ihre Verwerfunghat der Welt die Versöhnung gebracht.Was wird dann erst sein,wenn Gott sie wieder annimmt?Nichts wenigerals neues Leben11,15 Leben, neues Leben: Das von Gott geschenkte, unvergängliche Leben. aus dem Tod!

Das Bild vom Ölbaum: Die Heiden wurden in Israel »eingepfropft«

16Ist nicht schon der erste Teigaus dem Getreide einer neuen Ernte11,16 aus dem Getreide einer neuen Ernte: »aus dem Getreide einer neuen Ernte« ist erklärender Zusatz. Wörtlich heißt es in Vers 16: »Wenn schon der Erstling heilig ist, dann ist es doch auch der ganze Teig.« Bei jeder Ernte musste ein Brot vom ersten Teig aus dem neuen Getreide Gott als Opfer dargebracht werden. Aus demselben Teig wurde dann auch der Sauerteig für alle weiteren Brote gewonnen. heilig11,16 heilig: Heilig ist in der Bibel alles, was zu Gott gehört und mit ihm in Verbindung steht.?Dann ist doch auch jeder weitere Teig daraus heilig.Und wenn die Wurzel heilig11,16 heilig: Heilig ist in der Bibel alles, was zu Gott gehört und mit ihm in Verbindung steht. ist,dann sind es auch die Zweige.17Vielleicht sind einige Zweige aus dem edlen Ölbaum11,17 Ölbaum: Olivenbäume, auch Ölbäume genannt, waren im Land der Bibel sehr verbreitet. Oliven waren einer der Hauptlieferanten für pflanzliche Öle – daher der Name. herausgebrochen worden.Und vielleicht hat man dich als Zweig vom wilden Ölbaum11,17 Ölbaum: Olivenbäume, auch Ölbäume genannt, waren im Land der Bibel sehr verbreitet. Oliven waren einer der Hauptlieferanten für pflanzliche Öle – daher der Name.in den edlen eingepfropft11,17 einpfropfen: Das Einsetzen eines fremden Triebes in eine Pflanze. Er stammt in der Regel aus einer besonders ertragreichen oder schön blühenden Mutterpflanze und überträgt deren Eigenschaften auf die bestehende Pflanze (Veredelung)..Dann wirst du jetzt vom Saft aus seiner Wurzel miternährt.18Aber denke nicht,dass du den anderen Zweigen überlegen bist!Wenn du es trotzdem tust,dann denke daran:Nicht du trägst die Wurzel,sondern die Wurzel trägt dich!

19Du wirst vielleicht einwenden:»Die Zweige wurden doch herausgebrochen,damit ich eingepfropft11,19 einpfropfen: Das Einsetzen eines fremden Triebes in eine Pflanze. Er stammt in der Regel aus einer besonders ertragreichen oder schön blühenden Mutterpflanze und überträgt deren Eigenschaften auf die bestehende Pflanze (Veredelung). werde.«20Ganz recht:Sie wurden herausgebrochen,weil sie nicht zum Glauben11,20 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. gekommen sind.Du hast ihren Platz eingenommen,weil du zum Glauben11,20 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. gekommen bist.Aber das darf für dich kein Grund zur Überheblichkeit sein.Sei vielmehr auf der Hut!21Gott hat schon die ursprünglichen Zweigenicht verschont.Dann wird er dich erst recht nicht verschonen.

22Sieh doch!So verhält es sich mit der Güte und der Strenge Gottes:Zu denen, die zu Fall gekommen sind,ist er streng.Zu dir ist er gütig,vorausgesetzt, du hältst an seiner Güte fest.Andernfalls wirst auch du wiederaus dem Ölbaum11,22 Ölbaum: Olivenbäume, auch Ölbäume genannt, waren im Land der Bibel sehr verbreitet. Oliven waren einer der Hauptlieferanten für pflanzliche Öle – daher der Name. herausgeschnitten.23Umgekehrt werden die anderen wieder eingepfropft,wenn sie nicht an ihrem Unglauben festhalten.Denn Gott hat sehr wohl die Macht dazu,sie wieder einzupfropfen.24Gott hat dich ja aus dem wilden Ölbaum11,24 Ölbaum: Olivenbäume, auch Ölbäume genannt, waren im Land der Bibel sehr verbreitet. Oliven waren einer der Hauptlieferanten für pflanzliche Öle – daher der Name. herausgeschnitten,auf dem du gewachsen bist.Dann hat er dich in den edlen Ölbaum11,24 Ölbaum: Olivenbäume, auch Ölbäume genannt, waren im Land der Bibel sehr verbreitet. Oliven waren einer der Hauptlieferanten für pflanzliche Öle – daher der Name. eingepfropft11,24 einpfropfen: Das Einsetzen eines fremden Triebes in eine Pflanze. Er stammt in der Regel aus einer besonders ertragreichen oder schön blühenden Mutterpflanze und überträgt deren Eigenschaften auf die bestehende Pflanze (Veredelung).,auf dem du nicht gewachsen bist.Also kann er erst rechtdie ursprünglichen Zweige wieder in ihren eigenen,edlen Ölbaum11,24 Ölbaum: Olivenbäume, auch Ölbäume genannt, waren im Land der Bibel sehr verbreitet. Oliven waren einer der Hauptlieferanten für pflanzliche Öle – daher der Name. einpfropfen11,24 einpfropfen: Das Einsetzen eines fremden Triebes in eine Pflanze. Er stammt in der Regel aus einer besonders ertragreichen oder schön blühenden Mutterpflanze und überträgt deren Eigenschaften auf die bestehende Pflanze (Veredelung)..

Zuletzt wird ganz Israel gerettet

25Brüder und Schwestern11,25 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. ,ich will euch über folgendes Geheimnisnicht in Unkenntnis lassen.Denn ihr sollt euch nicht selbsteinen Reim auf die Sache machen:Tatsächlich hat Gott dafür gesorgt,dass sich ein Teil von Israel11,25 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. vor ihm verschließt.Das soll aber nur so lange dauern,bis alle heidnischen11,25 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. Völkersich ihm zugewandt haben.26Und auf diese Weise wird schließlichganz Israel11,26 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. gerettet werden.In der Heiligen Schrift11,26 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. heißt11,26 heißt: Paulus zitiert frei nach der griechischen Übersetzung von Jesaja 59,20-21 und Jesaja 27,9. Vgl. auch Psalm 14,7 und Jeremia 31,33-34. es ja auch:»Vom Zion11,26 Zion/Zionsstadt: Ursprünglicher Name der von König David eroberten Jebusiterfestung. Später ging der Name auf den Tempelberg über und wurde schließlich zur Bezeichnung für ganz Jerusalem und seine Bewohner. her wird der Retter kommenund alle Gottlosigkeit von Jakob11,26 Jakob: Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme. nehmen.27Das ist der Bund11,27 Bund: Eine gegenseitige Verpflichtung zwischen zwei Partnern, die durch einen förmlichen Vertrag geregelt sein kann. ,den ich, der Herr11,27 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist., mit ihnen geschlossen habe.Er wird erfüllt,wenn ich ihre Schuld11,27 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. von ihnen nehme.«28Betrachtet man es von der Guten Nachricht11,28 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. her,dann sind sie Gottes Feinde geworden.Und das kommt euch zugute11,28 zugute: Weil dadurch für die Heiden der Weg zur Rettung geöffnet wurde..Betrachtet man es aber von daher,dass Gott sie erwählt hat,dann bleiben sie von Gott geliebt.Es waren ja ihre Vorfahren,die er einst erwählt hat.29Denn was Gott aus Gnade11,29 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu. geschenkt hat,das nimmt er nicht zurück.Und wen er einmal berufen hat, der bleibt es.30Früher habt ihr Heiden11,30 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. Gott nicht gehorcht.Aber weil die Juden11,30 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. ungehorsam waren,hat Gott jetzt euch sein Erbarmen geschenkt.31Und genauso gehorchen sie jetzt Gott nicht,weil er euch sein Erbarmen geschenkt hat.Und dadurch werden künftig auch siesein Erbarmen finden.32Denn Gott hat alle im Ungehorsam vereint,weil er allen sein Erbarmen schenken will.

Lobpreis der unermesslichen Weisheit Gottes

33Wie unerschöpflich ist doch der Reichtum Gottes,wie tief seine Weisheit und Erkenntnis!Wie unergründlich sind seine Entscheidungenund wie unerforschlich seine Wege!34Wer kennt die Gedanken des Herrn11,34 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist.?Wer ist sein Berater gewesen?35Wer hat ihm je etwas gegeben,sodass er es von ihm zurückfordern könnte?36Denn alles hat in ihm seinen Ursprung.Durch ihn besteht allesund in ihm hat alles sein Ziel.Denn er regiert in Herrlichkeit11,36 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor.für immer.Amen11,36 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« .