BasisBibel (BB)
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Gott und sein Volk

951Auf, wir wollen dem Herrn95,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. zujubeln!

Lasst uns den Fels95,1 Fels: Ehrenvolle Bezeichnung für Gott, in der seine Stärke zum Ausdruck kommt. unserer Rettung preisen!

2Wir wollen mit Dank vor sein Angesicht95,2 Angesicht schauen: Bei einem Besuch im Tempel die Gegenwart Gottes erfahren. treten.

Lasst ihn mit unseren Gesängen hochleben.

3Denn der Herr ist ein großer Gott

und ein großer König95,3 König: Ehrentitel für Gott, der als Herrscher der Welt verehrt wird und für Recht und Gerechtigkeit sorgt. über alle Götter.

4In seiner Hand sind die Tiefen95,4 Tiefen, Höhen: Gottes Herrschaft umfasst die Todesmächte unter der Erde und die Himmelsmächte über den Bergen. der Erde,

und die Höhen95,4 Tiefen, Höhen: Gottes Herrschaft umfasst die Todesmächte unter der Erde und die Himmelsmächte über den Bergen. der Berge gehören ihm.

5Ihm gehört das Meer – er selbst hat es gemacht,

und das Land – seine Hände haben es geformt.

6Kommt, wir wollen uns niederwerfen und beten!

Lasst uns vor dem Herrn niederknien,

vor unserem Schöpfer95,6 Schöpfer: 1. Mose/Genesis 1,1–2,4 erzählt von der Erschaffung der Welt durch Gott.!

7Denn er ist unser Gott und wir sind sein Volk –

die Schafe, die er auf sein Weideland führt.

Und wir sind es heute noch.

Ach, hört doch auf seine Stimme!

8Seid nicht so starrsinnig wie in Meriba95,8 Meriba, Massa: Orte auf der Wüstenwanderung Israels, an denen das Volk sich gegen Mose und Gott auflehnte; vgl. 2. Mose/Exodus 17,1-7.,

wie in Massa95,8 Meriba: Ort auf der Wüstenwanderung Israels, an denen das Volk sich gegen Mose und Gott auflehnte; vgl. 2. Mose/Exodus 17,1-7., als ihr in der Wüste gewesen seid.

9Damals widersetzten sich eure Vorfahren.

Damals stellten sie mich auf die Probe,

obwohl sie mein Tun gesehen hatten.

1040 Jahre95,10 40 Jahre: Die 40-jährige Wüstenwanderung ist Gottes Strafe dafür, dass das Volk Israel Gott nicht vertraute. Trotzdem beschützte Gott sein Volk in dieser Zeit. lang war ich angewidert

von dieser Generation, sodass ich sagte:

»In ihren Herzen sind sie ein irregeleitetes Volk,

und meine Wege haben sie nicht erkannt.

11So habe ich in meinem Zorn95,11 Zorn Gottes: Sein Wille, Gericht zu halten. geschworen:

Nie sollen sie zu meinem Ruheplatz95,11 Ruheplatz: Bezeichnung für den Tempelberg in Jerusalem. Dort steht der Tempel, der auch »Wohnung Gottes« genannt wird. kommen!«

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Ein neues Lied für den König der Welt

961Singt dem Herrn96,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. ein neues Lied!

Singt dem Herrn, alle Länder!

2Singt dem Herrn, preist seinen Namen96,2 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum.!

Verkündet seine Hilfe von Tag zu Tag!

3Erzählt den Völkern von seiner Herrlichkeit96,3 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor.,

allen Nationen von seinen Wundertaten!

4Ja, groß ist der Herr und hoch zu loben.

Man muss ihn mehr als alle Götter96,4 Götter: Götter, die von anderen Völkern verehrt werden. Israel hat nur einen einzigen Gott. fürchten.

5Denn die Götter der Völker sind nichts.

Aber der Herr hat den Himmel gemacht.

6Pracht und Schönheit gehen von ihm aus.

Macht und Glanz erfüllen sein Heiligtum.

7Gebt dem Herrn die Ehre, ihr Völkerscharen!

Gebt sie dem Herrn und erkennt seine Macht an!

8Gebt dem Herrn die Ehre, die seinem Namen96,8 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. gebührt!

Bringt Opfergaben96,8 Opfergabe: Eine Gabe für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer wird auf dem Altar verbrannt und schafft Gemeinschaft mit Gott. und kommt in sein Heiligtum96,8 Heiligtum: Bezeichnung für den Tempel in Jerusalem.!

9Fallt auf die Knie vor dem Herrn in heiliger Pracht!

Zittert bei seinem Anblick, ihr Länder!

10Sagt den Völkern: »Der Herr herrscht als König96,10 König: Ehrentitel für Gott, der als Herrscher der Welt verehrt wird und für Recht und Gerechtigkeit sorgt.

Die Erde ist fest gegründet, dass sie nicht wankt.

Er richtet die Nationen nach Recht und Ordnung.

11Der Himmel96,11 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. soll sich freuen und die Erde jauchzen.

Das Meer soll brausen und alles, was in ihm lebt.

12Das Feld sei fröhlich und alles, was auf ihm wächst.

Alle Bäume des Waldes sollen in Jubel ausbrechen –

13vor dem Angesicht96,13 Angesicht: Bezeichnet im übertragenen Sinn die Zuwendung Gottes zu den Menschen. des Herrn, wenn er kommt.

Denn er kommt, um Gericht96,13 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. zu halten auf der Erde.

Über den Erdkreis wird er ein gerechtes Urteil fällen

und die Völker nach seiner Wahrheit richten.

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Hoch über allen Göttern

971Der Herr97,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. herrscht als König97,1 König: Ehrentitel für Gott, der als Herrscher der Welt verehrt wird und für Recht und Gerechtigkeit sorgt.. Es juble die Erde!

Es sollen sich freuen die vielen Inseln97,1 Inseln: Bezeichnen den westlichen Rand der damals bekannten Welt.!

2Dichte und dunkle Wolken umgeben ihn.

Gerechtigkeit und Recht stützen seinen Thron.

3Verzehrendes Feuer zieht vor ihm her

und steckt seine Feinde ringsum in Brand.

4Seine Blitze erleuchten den Erdkreis.

Die Erde sieht es und bebt.

5Berge schmelzen wie Wachs vor dem Herrn,

vor dem Herrscher über die ganze Welt.

6Die Himmel erzählen von seiner Gerechtigkeit,

und alle Völker sehen seine Herrlichkeit97,6 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor..

7Alle, die Götterbilder97,7 Götterbild: Aus Stein, Ton, Holz oder Metall gefertigtes kleines Standbild einer Gottheit. Seine Herstellung und Verehrung waren in Israel verboten. anbeten, werden scheitern.

Sie prahlen doch nur mit machtlosen Göttern.

Denn vor dem Herrn beugen alle Götter die Knie.

8Die Stadt Zion97,8 Zion: Tempelberg von Jerusalem, aber auch Bezeichnung für die ganze Stadt. hört es und freut sich.

Die Töchter Judas97,8 Töchter Judas: Bild für die Städte Judas, die in der Umgebung von Jerusalem liegen. brechen in Jubel aus,

weil du ihnen zum Recht verholfen hast, Herr.

9Denn du, Herr, bist der Höchste97,9 der Höchste: Titel für Gott, der eng mit dem Tempel in Jerusalem verbunden ist..

Du herrschst über die ganze Welt.

Du stehst hoch über allen Göttern97,9 Götter: Götter, die von anderen Völkern verehrt werden. Israel hat nur einen einzigen Gott..

10Die ihr den Herrn liebt, hasst das Böse!

Er beschützt das Leben seiner Frommen97,10 Fromme: Menschen, die ihr ganzes Leben auf Gott ausrichten und sich für die Befolgung seiner Gebote einsetzen..

Aus der Gewalt der Frevler97,10 Frevler: Menschen, die Gottes Gebote missachten und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen. reißt er sie heraus.

11Ein Licht strahlt auf über den Gerechten97,11 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt..

Freude erfüllt die Herzen der Aufrechten.

12Freut euch, ihr Gerechten, über den Herrn

und preist seinen heiligen Namen.