BasisBibel NT+Ps (BB)
67

Recht für die Völker

671FÜR DEN CHORLEITER.

ZU BEGLEITEN MIT SAITENINSTRUMENTEN.

EIN PSALM, EIN LIED.

2Gott schenke uns seine Gnade67,2 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu. und segne67,2 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt. uns.

Sein Angesicht soll67,2 Angesicht leuchten lassen: Die Redewendung, dass Gott sein Angesicht über jemandem leuchten lässt, bezeichnet Gottes liebevolle Zuwendung zu den Menschen. unter uns leuchten67,2 Angesicht leuchten lassen: Die Redewendung, dass Gott sein Angesicht über jemandem leuchten lässt, bezeichnet Gottes liebevolle Zuwendung zu den Menschen. . SELA67,2 SELA: Zeichen zum Atemholen.!

3So wird man auf der Erde deinen Weg erkennen

und bei allen Völkern deine heilvolle Zukunft.

4Dich, Gott, sollen die Völker preisen!

Alle Völker zusammen sollen dich preisen!

5Nationen sollen sich freuen und jubeln.

Denn du sorgst für ein umfassendes Recht67,5 umfassendes Recht: Im Hebräischen steht hier ein alter Rechtsbegriff, der die Gleichbehandlung der Völker vorsieht..

Du lenkst die Nationen auf der Erde! SELA67,5 SELA: Zeichen zum Atemholen.!

6Dich, Gott, sollen die Völker preisen!

Alle Völker zusammen sollen dich preisen!

7Das Land hat uns eine reiche Ernte beschert.

Gott, unser Gott, gab uns den Segen67,7 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt..

8So segne67,8 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt. uns Gott!

Menschen aus allen Teilen der Erde

sollen ihm mit Ehrfurcht67,8 Furcht, Ehrfurcht: Das Gefühl des Erschreckens und des Staunens, das die Menschen erfasst, wenn sie Gott unmittelbar begegnen. begegnen.

68

Gottes Einzug in Jerusalem

681FÜR DEN CHORLEITER.

MIT DAVID68,1 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. VERBUNDEN.

EIN PSALM, EIN LIED.

2Wenn Gott sich in seiner Macht erhebt,

laufen seine Feinde in alle Richtungen davon.

Menschen, die ihn hassen, fliehen vor ihm.

3Wie Rauch durch einen Windstoß verweht,

wie Wachs in der Nähe des Feuers schmilzt –

so müssen die Frevler68,3 Frevler: Menschen, die sich über Gottes Gebote hinwegsetzen und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen. vergehen vor Gott.

4Aber die Gerechten68,4 der Gerechte: Der Gerechte ist ein Mensch, der die Gebote Gottes befolgt und sich sozial verhält. werden sich freuen.

Sie jubeln vor Gott und jauchzen vor Freude.

5Singt ein Lied für Gott! Preist seinen Namen68,5 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart im Tempel.!

Rühmt den Wolkenfahrer68,5 Wolkenfahrer: Alter Beiname Gottes aus Kanaan. Dahinter steht die Vorstellung, dass Gott den Regen spendet, der für den Anbau von Feldfrüchten nötig ist. , wie man ihn nennt:

Herr ist sein Name! Empfangt ihn mit Jubel!

6Ein Vater der Waisen, ein Fürsprecher der Witwen:

Das ist unser Gott in seiner heiligen68,6 heilig: Heilig ist in der Bibel alles, was zu Gott gehört und mit ihm in Verbindung steht. Wohnung.

7Gott bringt die Einsamen in ein Zuhause

und die Gefangenen führt er in die Freiheit.

Nur die Aufrührer blieben im dürren Land.

8Gott, als du auszogst an der Spitze deines Volks,

als du durch die Wüste schrittest – SELA68,8 SELA: Zeichen zum Atemholen.:

9Da bebte die Erde. Es goss in Strömen vom Himmel,

vor dem Angesicht Gottes, der vom Sinai68,9 Sinai, Horeb: Gottesberg in der Wüste, auf dem Gott im Gewittersturm erscheint; vgl. 2. Mose/Exodus 19,16. kommt –

vor dem Angesicht Gottes, dem Gott Israels68,9 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. .

10Regen68,10 Regen: Die ersten Regenfälle im Herbst sind lebenswichtig, um den ausgetrockneten Boden wieder für die Aussaat aufzuweichen. im Überfluss hast du gespendet, Gott!

Dein erschöpftes Land hast du wiederhergestellt.

11Auch deine Tiere kehren nach der Trockenheit zurück.

Mit deinen Gaben, Gott, versorgst du den Armen.

12Der Herr gibt Nachricht von seinem Sieg.

Freudenbotinnen sind unterwegs in großer Schar:

13»Könige von Heeren fliehen geschwind, geschwind68,13 geschwind, geschwind: Auffällige Wortwiederholung im Hebräischen, betont die überstürzte Flucht.,

und daheim verteilen die Frauen die Beute.

14– Wollt ihr da noch bei den Herden bleiben? –

Die Flügel der Taube68,14 Taube: Wahrscheinlich eine Schmuckfigur, die hier als kostbarstes Stück aus der Kriegsbeute genannt wird. sind mit Silber überzogen,

ihre Schwingen schimmern in grünem Gold68,14 grünes Gold: Der grüne Schimmer von Gold entsteht durch einen hohen Silberanteil.

15So zerstreute der Gewaltige68,15 Gewaltiger: Hebräischer Gottesname »Schaddaj«. Wahrscheinlich steckt in dem Gottesnamen das Verb »Gewalt ausüben, stark sein«. die Könige.

Da fiel sogar Schnee auf dem Schwarzberg68,15 Schwarzberg: Hebräischer Name »Zalmon«, er bezieht sich auf den schwarzen Basalt der Bergregion im Südwesten Syriens. Da in dieser Region nur selten Schnee fällt, betont die Zusatzbemerkung das Außergewöhnliche an dem Tag, an dem Gott Gericht hält. Der Kontrast von weißem Schnee auf schwarzem Basalt unterstreicht das eindrucksvolle Bild..

16Du fremder Gottesberg68,16 Gottesberg, Götterberg: Altorientalische Vorstellung eines Berges als Wohnsitz Gottes., Gebirge Baschan!

Du Berg mit Gipfeln, Gebirge Baschan68,16 Baschan: Der Baschan ist eine fruchtbare Hochebene im nordöstlichen Kanaan. !

17Ihr Berge68,17 Berg: Berge gelten als Orte, wo die Menschen Gott besonders nahe sind und Gott zu ihnen spricht. , ihr Gipfel! Warum schaut ihr so neidisch –

zum Berg68,17 Berg: Gemeint ist der Berg Zion mit dem Tempel von Jerusalem., den Gott sich als Wohnsitz wünscht?

Ja, dort will der Herr für immer wohnen.

18Der Thronwagen Gottes steht bereit.

Zehntausendmal zehntausend umgeben ihn.

Der Herr kommt vom Sinai68,18 Sinai, Horeb: Gottesberg in der Wüste, auf dem Gott im Gewittersturm erscheint; vgl. 2. Mose/Exodus 19,16. in sein Heiligtum.

19So bist du in die Höhe gefahren.

Einen Zug von Gefangenen brachtest du heim.

Von Menschen hast du Tribut68,19 Tribut: Geld- oder Sachleistungen, die ein unterworfenes Volk an die Großmacht zahlen muss. genommen.

Sogar die Aufrührer kamen, um bei dir zu wohnen.

Ja, der HERR ist Gott!

20Gepriesen sei der Herr Tag für Tag!

Er trägt unsere Last! Gott ist unsere Hilfe. SELA68,20 SELA: Zeichen zum Atemholen.!

21Gott ist für uns. Er ist ein Gott, der uns hilft!

Ja, Gott, der Herr, kennt Auswege,

die sogar aus dem Tod herausführen.

22Doch das Haupt seiner Feinde zerschmettert er.

Wer schuldig ist, den packt er am Haarschopf.

23Der Herr hat gesagt: »Es gibt kein Entkommen!

Ich hole sie alle zurück aus dem Gebirge Baschan68,23 Baschan: Der Baschan ist eine fruchtbare Hochebene im nordöstlichen Kanaan. .

Aus den Tiefen des Meeres hole ich sie zurück!«

24Dann badest du deinen Fuß im Blut der Feinde,

während deine Hunde nach ihrem Anteil gieren.

25Menschen sahen deinen Einzug, Gott!

Sie sahen, wie mein Gott und mein König

in sein Heiligtum eingezogen ist:

26Voran gingen die Sänger, dann die Saitenspieler.

Mittendrin schlugen Frauen die Handpauke dazu.

27In Chören hießen sie Gott willkommen,

den Herrn, den Lebensquell68,27 Lebensquell: Sinnbild für Gott, der Israel geschaffen hat und am Leben erhält; vgl. 5. Mose/Deuteronomium 33,28. Israels68,27 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. :

28»Schau, dort ist Benjamin68,28 Benjamin, Juda: Stämme Israels im Süden., der Jüngste, an ihrer Spitze.

Es folgen die Fürsten aus Juda68,28 Benjamin, Juda: Stämme Israels im Süden. in festlichem Zug,

dahinter die aus Sebulon68,28 Sebulon, Naftali: Stämme Israels im Norden. und aus Naftali68,28 Sebulon, Naftali: Stämme Israels im Norden.

29Deine Macht, Gott, hast du zum Einsatz gebracht.

Zeig uns jetzt, wie stark du bist, Gott –

wie du es früher für uns getan hast.

30Lass deine Macht ausgehen

von deinem Tempel68,30 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. hoch über Jerusalem68,30 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. !

Könige sollen ihren Tribut68,30 Tribut: Geld- oder Sachleistungen, die ein unterworfenes Volk an die Großmacht zahlen muss. zu dir bringen.

31Bedrohe das Untier aus dem Schilf68,31 Untier aus dem Schilf: Deckname für die Großmacht Ägypten, der auf das Krokodil im Nil anspielt.!

Bedrohe die Horde der wilden Stiere68,31 Horde der wilden Stiere: Deckname für die anderen Großmächte, die über schwächere Völker (»Kälber«) herrschen.,

die unter den Kälbern herrschen!

Durch Gold und Silber lassen sie sich unterwerfen.

Bezahle damit Truppen, die gerne Krieg führen!

32Aus Ägypten68,32 Ägypten: Land am Nil, eine der ältesten Stätten menschlicher Kultur. kommt man mit kostbaren Stoffen.

Nubien68,32 Nubien: Gebiet am Nil, das von Oberägypten bis in den Sudan reicht. beeilt sich mit seinen Gaben für Gott.

33Ihr Königreiche der Erde, singt für Gott!

spielt eure Lieder vor dem Herrn. SELA68,33 SELA: Zeichen zum Atemholen.!

34Spielt für den, der über den Himmel68,34 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. fährt –

über den Himmel68,34 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt., der seit Urzeiten besteht!

Hört, er lässt seine Stimme erschallen –

eine gewaltige Donnerstimme.

35Erkennt die Herrschaft Gottes an!

In seiner Majestät regiert er über Israel,

und in seiner Macht lenkt er die Wolken.

36Furchtbar anzuschauen bist du, Gott,

wenn du von deinem Heiligtum ausgehst.

Du bist der Gott Israels68,36 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. ,

der dem Volk Stärke und Kraft schenkt.

Gepriesen sei Gott!

69

Gott zieht mich aus dem Schlamm

691FÜR DEN CHORLEITER.

NACH DER MELODIE: LOTUSBLÜTEN.

MIT DAVID69,1 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. VERBUNDEN.

2Rette mich, Gott!

Denn das Wasser steht mir bis zum Hals.

3Ich bin versunken in bodenlosem Schlamm

und finde keinen festen Grund.

In tiefes Wasser bin ich hineingeraten.

Eine Flutwelle spülte mich fort.

4Erschöpft bin ich von meinem Schreien.

Meine Kehle ist davon schon heiser.

Meine Augen sind ganz müde geworden,

als ich Ausschau hielt nach meinem Gott.

5Feinde, die mich ohne Grund hassen,

habe ich mehr als Haare auf dem Kopf.

Es sind starke Gegner, die mich verderben wollen.

Und was sie mir vorwerfen, ist gelogen:

Ich soll ihnen etwas zurückgeben,

was ich gar nicht gestohlen habe!

6Gott, du weißt, was ich falsch gemacht habe.

Meine Schuld69,6 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. ist vor dir nicht verborgen.

7Niemand, der auf dich hofft, mein Herr,

soll durch mich enttäuscht werden –

du Herr der himmlischen Heere69,7 himmlische Heere: Hebräische Gottesbezeichnung »Zebaot«. Der Beiname bringt die ganze Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck..

Niemand, der nach dir fragt, du Gott Israels,

soll durch mein Elend entmutigt werden.

8Denn deinetwegen ertrage ich die Schande,

steigt mir die Schamesröte ins Gesicht.

9Meine Brüder wollen mich nicht mehr kennen.

Und die Söhne meiner Mutter behandeln mich,

als sei ich ein Fremder.

10Ja, der Einsatz für dein Haus69,10 Haus: Bezeichnung für den Tempel. hat mich aufgerieben.

Und der Spott, mit dem man dich verspottet,

hat mich selbst getroffen.

11Als ich beim Fasten in Tränen ausbrach,

da hat man mich nur ausgelacht.

12Als ich zur Buße den Sack69,12 Sack: Ein Kleid aus rauem Sackleinen, das man zum Zeichen der Trauer oder Buße auf bloßer Haut trug. anlegte,

da reimten sie einen Spottvers auf mich.

13Sie sitzen im Stadttor69,13 Stadttor: Torgebäude in der Stadtmauer, durch das man Zugang zur Stadt erhält. Das Torgebäude und der Platz vor dem Tor dienen auch als Marktplatz und Versammlungsort für Gerichtsverhandlungen. und tuscheln über mich.

Sie singen Spottlieder und trinken Bier dazu.

14Ich aber schicke mein Gebet69,14 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. zu dir,

HERR, zu der Zeit, die dir gefällt:

Antworte mir, Gott, in deiner großen Güte!

Zeig mir deine Treue und rette mich!

15Zieh mich aus dem Schlamm!

Sonst muss ich noch darin versinken.

Rette mich aus dem Strudel des Hasses

und aus dem tiefen Wasser!

16Lass nicht zu, dass eine Flutwelle mich fortspült!

Lass nicht zu, dass mich der Abgrund69,16 Abgrund, Brunnenöffnung: Bezeichnungen für das Totenreich. verschlingt

und die Brunnenöffnung69,16 Abgrund, Brunnenöffnung: Bezeichnungen für das Totenreich. sich über mir schließt!

17Antworte mir, HERR! So wohltuend ist deine Güte!

Wende dich zu mir! So groß ist dein Mitleid!

18Verbirg nicht dein Angesicht69,18 Angesicht verbergen: Redewendung im alten Orient. Wenn der König sein Gesicht zur Seite dreht, bekommt der Bittsteller keine Hilfe. vor deinem Knecht69,18 Knecht/Knecht Gottes: Ehrenvolle Bezeichnung für Menschen, die Gott in seinen Dienst stellt, und Selbstbezeichnung von Menschen, die sich in den Dienst Gottes stellen und ihn so als ihren Herrn anerkennen.!

Denn ich bin in höchster Not! Antworte mir bald!

19Komm zu mir und erlöse mich aus der Gefahr.

Befreie mich – meinen Feinden zum Trotz!

20Du weißt, wie sehr sie mich beleidigten,

wie sie mich enttäuscht und gedemütigt haben.

Alle meine Verfolger stehen dir vor Augen.

21So beleidigt zu werden, brach mir das Herz.

Ich fühlte mich zutiefst verletzt.

Ich hoffte, dass jemand Mitleid hätte – vergebens.

Ich wartete, dass mich jemand trösten würde –

niemand war dazu bereit!

22Sie gaben mir Gift als Krankenkost

und Essig69,22 Essig: Als bitterer Trank wird Essig auch in der Leidensgeschichte Jesu erwähnt, vgl. Lukas 23,36. zu trinken gegen den Durst.

23Doch der Tisch, den sie gedeckt haben,

soll ihnen selbst zum Verhängnis werden.

Und die Opfermahlzeit, die sie feiern,

soll sich als eine Falle erweisen.

24Lass ihre Augen dunkel werden,

damit sie nichts mehr sehen können!

Lass ihre Hüften beben vor Angst,

damit diese Leute für immer wanken!

25Lass deine Wut über sie kommen!

Dein glühender Zorn69,25 Zorn: Gottes Wille, Gericht zu halten. soll sie treffen!

26Ihr Lagerplatz soll verlassen sein!

Niemand wohne mehr in ihren Zelten69,26 Zelt: Das Zelt ist eine transportable Unterkunft für Nomaden, in der Bibel auch Bild für den Tempel als Wohnort Gottes. !

27Denn sie verfolgten den, den du geschlagen hast.

Und denen, die von dir verwundet wurden,

haben sie noch mehr Schmerzen zugefügt69,27 zugefügt: Der hebräische Text wurde an dieser Stelle berichtigt..

28Sie sollen von einer Schuld69,28 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. in die andere geraten!

So werden sie niemals vor dir als gerecht69,28 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach den Vorstellungen Gottes. gelten.

29Aus dem Buch des Lebens69,29 Buch des Lebens: Nach biblischer Vorstellung führt Gott eine Liste über die Menschen, die gerettet werden; vgl. Daniel 12,1; Offenbarung 13,8. soll man sie streichen.

Ihre Namen soll man nicht in die Liste schreiben,

in der die Gerechten69,29 der Gerechte: Der Gerechte ist ein Mensch, der die Gebote Gottes befolgt und sich sozial verhält. aufgeführt sind.

30Ich aber fühle mich elend und leidend.

Deine Hilfe, Gott, wird mich aufbauen.

31Den Namen Gottes69,31 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart im Tempel. will ich preisen mit einem Lied.

Mit einem Dankgebet69,31 Dankgebet: In der jüdischen Familie eröffnet der Hausvater die Mahlzeit mit dem Dank an Gott. will ich ihn hoch loben.

32Denn das gefällt dem Herrn besser als Opfertiere,

als ein Stier mit Hörnern und Klauen.

33Schaut her, ihr Armen! Freut euch doch!

Ihr, die ihr Gott sucht, fasst neuen Mut!

34Denn der HERR hört auf die Armen.

Und die Gefangenen, die zu ihm gehören,

verachtet er nicht.

35Himmel und Erde sollen ihn dafür loben,

dazu die Meere und alles, was in ihnen lebt.

36Ja, Gott wird dem Zion69,36 Zion/Zionsstadt: Ursprünglicher Name der von König David eroberten Jebusiterfestung. Später ging der Name auf den Tempelberg über und wurde schließlich zur Bezeichnung für ganz Jerusalem und seine Bewohner. helfen

und die Töchter Judas69,36 Töchter Judas: Bildwort für die Städte Judas, die in der Umgebung von Jerusalem liegen. wieder aufrichten.

Dort wird man bleiben und das Land besitzen.

37Die Nachkommen seiner Knechte69,37 Knecht/Knecht Gottes: Ehrenvolle Bezeichnung für Menschen, die Gott in seinen Dienst stellt, und Selbstbezeichnung von Menschen, die sich in den Dienst Gottes stellen und ihn so als ihren Herrn anerkennen. werden es erben.

Und wer seinen Namen69,37 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart im Tempel. liebt, wird dort wohnen.