BasisBibel NT+Ps (BB)
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Von Feinden bedroht

31EIN PSALM, MIT DAVID3,1 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. VERBUNDEN.

DAMALS3,1 damals: Abschalom rief zum Aufstand gegen seinen Vater und führte ein israelitisches Heer nach Jerusalem, vgl. 2. Samuel 15., ALS ER VOR SEINEM SOHN

ABSCHALOM FLIEHEN MUSSTE.

2HERR, ich kann meine Feinde nicht zählen!

So viele ziehen gegen mich zu Felde.

3Es sind so viele, die von mir sagen:

»Der wird keine Hilfe finden bei Gott!« SELA3,3 SELA: Zeichen zum Atemholen.!

4Doch du, HERR, bist der Schild3,4 Schild: Der Schild dient als Abwehrwaffe im Gefecht und kann auch als Sinnbild für Gottes Schutz verwendet werden., der mich schützt.

Du wirst meine Ehre3,4 Ehre: Im Hintergrund steht ein Gerichtsverfahren, in dem Gott einen Freispruch für den Beter erwirkt. wiederherstellen,

sodass ich meinen Kopf erheben kann.

5Mit lauter Stimme rief ich zum HERRN!

Da kam seine Antwort zu mir

von seinem heiligen Berg3,5 Berg des Herrn: Der Berg des Herrn ist der Berg Zion mit dem Jerusalemer Tempel. . SELA3,5 SELA: Zeichen zum Atemholen.!

6Ich legte mich nieder und schlief.

Als ich aufwachte, wusste ich:

Der HERR hält seine Hand über mich.

7So fürchte ich mich nicht vor dem Volk –

vor Zehntausenden, die mich umringen.

8Steh auf3,8 steh auf: Charakteristischer Ausdruck in den Psalmen. Die Aufforderung soll Gott zum Eingreifen bewegen., HERR! Hilf mir doch, mein Gott!

Ja, allen meinen Feinden zerschlägst du den Kiefer3,8 Kiefer, Zähne: Bildworte, die den Feind als Raubtier erscheinen lassen. Gott macht seine »Angriffswaffen« unschädlich.

und den Frevlern3,8 Frevler: Menschen, die sich über Gottes Gebote hinwegsetzen und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen. zertrümmerst du die Zähne3,8 Kiefer, Zähne: Bildworte, die den Feind als Raubtier erscheinen lassen. Gott macht seine »Angriffswaffen« unschädlich..

9Beim HERRN findet sich Hilfe.

Sprich deinen Segen3,9 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt. über dein Volk. SELA3,9 SELA: Zeichen zum Atemholen.!

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Von der Enge in die Weite

41FÜR DEN CHORLEITER.

ZUR MUSIK VON SAITENINSTRUMENTEN.

EIN PSALM, MIT DAVID4,1 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. VERBUNDEN.

2Wenn ich rufe, gib mir doch Antwort,

Gott, der du mir zum Recht verhilfst!

Als ich in die Enge getrieben war,

hast du mir weiten Raum verschafft.

Hab Erbarmen und höre mein Gebet4,2 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.!

3Wie lange noch, ihr einflussreichen Leute,

wollt ihr meine Ehre4,3 Ehre, ehren: Das Ansehen bzw. die Bedeutung Gottes oder eines Menschen. Jemanden ehren heißt, ihn so zu behandeln, wie es diesem Ansehen entspricht. in den Schmutz ziehen?

Ihr liebt doch nur haltloses Geschwätz!

Ihr sucht nach immer neuen Lügen! SELA4,3 SELA: Zeichen zum Atemholen.!

4Seht es doch ein:

Wer zum HERRN gehört4,4 zum Herrn gehören: Fromme, die sich zu Gott und zu seiner Gemeinschaft halten., dem hilft er wunderbar.

Wenn ich zu ihm rufe, hört mich der HERR!

5Euer Zorn soll jetzt nicht dazu führen,

dass ihr noch mehr Schuld4,5 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. auf euch ladet!

Denkt besser noch einmal darüber nach,

wenn ihr zu Bett geht, und schweigt! SELA!

6Bringt Opfergaben4,6 Opfergabe: Eine Gabe für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer, das auf dem Altar verbrannt wird, schafft Gemeinschaft mit Gott., die ehrlich gemeint sind!

Setzt euer Vertrauen doch auf den HERRN!

7Viele hört man klagen:

»Von wem können wir noch Gutes erfahren?

Ach, HERR, das Leuchten deines Angesichts4,7 Angesicht leuchten lassen: Die Redewendung, dass Gott sein Angesicht über jemandem leuchten lässt, bezeichnet Gottes liebevolle Zuwendung zu den Menschen. fehlt uns sehr4,7 fehlt uns sehr: Die Leute beklagen, dass sie die Gegenwart Gottes nicht mehr erfahren (hebräischer Text berichtigt).

8Doch mein Herz hast du mit Freude beschenkt.

Ich freue mich mehr als die Leute damals,

als sie Korn und Most noch in Fülle hatten.

9In Frieden4,9 Friede: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft. kann ich schlafen gehen.

Denn du allein, HERR, sorgst dafür,

dass ich hier sicher wohnen kann.

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Morgens im Tempel

51FÜR DEN CHORLEITER.

ZUR BEGLEITUNG MIT FLÖTEN5,1 Flöte: Musikinstrument aus Holz, Rohr oder Knochen mit einer Längsbohrung, das mit dem Mund geblasen wird..

EIN PSALM, MIT DAVID5,1 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. VERBUNDEN.

2Höre meine Worte, HERR!

Versteh, warum ich seufze!

3Gib acht auf meinen Hilfeschrei,

mein König5,3 König: Der König ist nach dem Verständnis des Alten Testaments ein von Gott eingesetzter Herrscher, der im Staat für Gerechtigkeit und Ordnung zu sorgen hat. »König« kann auch als Ehrenbezeichnung für Gott selbst verwendet werden. und mein Gott!

Wenn ich am Morgen zu dir bete,

4HERR, dann höre meine Stimme.

Früh am Morgen bereite ich im Tempel5,4 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes.

meine Opfergabe5,4 Opfergabe: Eine Gabe für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer, das auf dem Altar verbrannt wird, schafft Gemeinschaft mit Gott. für dich vor.

Dann halte ich Ausschau nach dir.

5Ja, du bist ein Gott, dem Unrecht missfällt.

Wer Böses im Sinn hat, ist nicht dein Gast5,5 Gast: Besucher im Tempel von Jerusalem..

6Heuchler kommen dir nicht unter die Augen.

Ausnahmslos sind Übeltäter dir verhasst.

7Wer die Unwahrheit sagt, den vernichtest du.

Mörder und Verräter verabscheut der HERR.

8Ich aber darf in dein Haus5,8 Haus: Bezeichnung für den Tempel. kommen.

Das verdanke ich deiner großen Güte.

Vor deinem heiligen Tempel5,8 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. falle ich auf die Knie – voller Ehrfurcht5,8 Furcht, Ehrfurcht: Das Gefühl des Erschreckens und des Staunens, das die Menschen erfasst, wenn sie Gott unmittelbar begegnen. vor dir.

9HERR, lass mich ein gerechtes5,9 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach den Vorstellungen Gottes. Leben führen!

Dann haben meine Verleumder das Nachsehen.

Ebne den Weg, damit ich dir folgen kann!

10Doch wenn diese Leute den Mund aufmachen,

dann kommt nichts Wahres heraus.

In ihrem Inneren tut sich ein Abgrund auf.

Ihr Rachen ist ein offenes Grab5,10 offenes Grab: Bildwort für den Rachen, der wie ein Raubtier seine Opfer verschlingt.,

ihre Zunge eine scharf geschliffene Waffe.

11Gott, lass sie doch für ihre Schuld5,11 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. büßen!

Bring sie durch ihre Anschläge zu Fall!

So viel Unrecht haben sie getan, jage sie davon!

Denn dir haben sie frech die Stirn geboten.

12Doch alle, die bei dir Zuflucht5,12 Zuflucht: Ein Ort, der Schutz bietet. Im alten Israel konnte man im Tempel von Jerusalem um Asyl bitten. suchen,

dürfen sich von Herzen freuen.

Unaufhörlich sollen sie darüber jubeln,

dass du sie unter deinen Schutz stellst.

Vor Freude sollen sie über dich jauchzen –

sie alle, die deinen Namen5,12 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart im Tempel. lieben.

13Denn du, HERR, segnest den Gerechten5,13 der Gerechte: Der Gerechte ist ein Mensch, der die Gebote Gottes befolgt und sich sozial verhält..

Du umgibst ihn mit Wohlgefallen

wie mit einem schützenden Schild5,13 Schild: Der Schild dient als Abwehrwaffe im Gefecht und kann auch als Sinnbild für Gottes Schutz verwendet werden..