BasisBibel (BB)
33

Gott sprach und es geschah

331Preist den Herrn, ihr Gerechten33,1 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt.!

Es ist Sache ehrlicher Menschen,

den Lobgesang anzustimmen.

2Dankt dem Herrn mit der Leier33,2 Leier: Musikinstrument mit bis zu 10 Saiten, die gezupft wurden. Mehr …!

Spielt auf der Bassleier33,2 Bassleier: Großes Musikinstrument mit tief klingenden Saiten. mit zehn Saiten!

3Singt für ihn ein neues Lied!

Greift voller Jubel in die Saiten!

4Denn das Wort des Herrn ist vollkommen.

Auf sein Tun ist ganz und gar Verlass.

5Er sorgt gerne für Recht und Ordnung.

Die Güte des Herrn erfüllt die Welt.

6Durch das Wort des Herrn

wurde der Himmel geschaffen33,6 der Himmel geschaffen: Von der Erschaffung der Welt durch Gott erzählt 1. Mose/Genesis 1,1–2,4..

Und durch den Hauch33,6 Hauch: Gott reicht schon der Hauch eines Befehls, um das Weltall ins Dasein zu rufen. seines Mundes

entstand das ganze Heer der Sterne.

7Er sammelte das Wasser des Ozeans

und hielt es zurück durch einen Damm.

Er verschloss die Fluten der Urzeit33,7 Fluten der Urzeit: Das Wasser, das vor der Schöpfung die gesamte Erde bedeckte; vgl. 1. Mose/Genesis 1,2.

in himmlischen Speichern.

8Die ganze Welt soll den Herrn fürchten.

Vor ihm sollen alle in Ehrfurcht33,8 Ehrfurcht: Eine Haltung größter Hochachtung gegenüber Gott, die sowohl Bewunderung als auch Erschrecken zum Ausdruck bringt. Mehr … leben,

die den Erdkreis bewohnen.

9Ja, wirklich: Er sprach und es geschah.

Er gab den Befehl und alles war da.

10Der Herr durchkreuzt den Plan der Völker.

Er vereitelt die Beschlüsse der Nationen.

11Aber der Plan des Herrn33,11 Plan des HERRN: Gott leitet und bestimmt das Leben des Einzelnen wie auch den Fortgang der Geschichte. gilt für immer.

Was er in seinem Herzen beschlossen hat,

besteht von Generation zu Generation.

12Glücklich das Volk, dessen Gott der Herr ist –

das Volk, das er als sein Eigentum33,12 Eigentum: Bezeichnung für das Volk Israel und Ausdruck des engen Verhältnisses zwischen Gott, dem Land und seinem Volk. erwählt hat!

13Der Herr schaut vom Himmel33,13 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. Mehr … herab

und blickt auf alle Menschenkinder33,13 Menschenkinder: Poetischer Ausdruck für die Menschheit..

14Von seinem Wohnsitz aus sieht er alle,

die auf der Erde wohnen.

15Er hat ihnen den Verstand gegeben.

Aufmerksam beobachtet er all ihr Tun.

16Ein König kann den Sieg nicht erzwingen,

auch nicht durch das stärkste Heer.

Ein Kämpfer kann sich nicht retten,

auch nicht durch die größte Kraft.

17Wer sich auf Schlachtrosse33,17 Schlachtrosse: Pferde, die vor allem im Krieg eingesetzt wurden. verlässt,

wiegt sich in falscher Sicherheit.

Durch ihre Schnelligkeit und Kraft

übersteht niemand die Schlacht.

18Seht, der Herr wacht über denen,

die ihm mit Ehrfurcht33,18 Ehrfurcht: Eine Haltung größter Hochachtung gegenüber Gott, die sowohl Bewunderung als auch Erschrecken zum Ausdruck bringt. Mehr … begegnen.

Zuversichtlich warten sie auf seine Güte.

19Er wird ihr Leben aus Todesgefahr erretten

und sie in Hungersnot am Leben erhalten.

20Mit ganzer Seele33,20 Seele: Ausdruck für die Empfindsamkeit, Sehnsucht und Lebendigkeit des Menschen. Mehr … warten wir auf den Herrn.

Er ist unsere Hilfe und unser Schild33,20 Schild: Abwehrwaffe in der Schlacht und Bild für Gottes Schutz. Mehr ….

21Ja, über ihn freuen wir uns von Herzen.

Wir vertrauen seinem heiligen Namen33,21 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. Mehr ….

22Deine Güte, Herr, soll über uns wachen,

genauso, wie wir auf dich warten.

34

Suche den Frieden

Alphabetpsalm34,0 Alphabetpsalm: Poetische Kunstform, bei der die Anfangsbuchstaben der Verse oder Abschnitte in ihrer Reihenfolge dem hebräischen Alphabet entsprechen. Mehr …

341VON DAVID34,1 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr …,

ALS ER SICH VOR ABIMELECH WAHNSINNIG STELLTE.

DESHALB HATTE IHN ABIMELECH VERTRIEBEN

UND ER WAR WEGGEGANGEN34,1 weggegangen: David floh vor Saul zum Philisterkönig Achisch von Gat, vgl. 1. Samuel 21,11-16. In der Überschrift wird dieser Philisterkönig vermutlich mit dem Philisterkönig Abimelech aus 1. Mose/Genesis 20 verwechselt..

א 2Ich will den Herrn preisen alle Zeit.

Sein Lob will ich stets in meinem Mund führen.

ב 3Mit ganzer Seele34,3 Seele: Ausdruck für die Empfindsamkeit, Sehnsucht und Lebendigkeit des Menschen. Mehr … will ich den Herrn rühmen.

Die Armen sollen es hören und sich freuen!

ג 4Preist mit mir die Größe des Herrn!

Lasst uns gemeinsam seinen Namen34,4 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. Mehr … ehren!

ד 5Als ich den Herrn suchte, antwortete er mir.

Er befreite mich von allen meinen Ängsten.

ה 6Wer auf ihn schaut, strahlt vor Freude.

Niemand wird vor Scham erröten.

ז 7Hier ist ein Armer, der um Hilfe rief.

Der Herr hat ihn gehört und aus aller Not befreit.

ח 8Der Engel des Herrn34,8 Engel des HERRN: Auf ihrem Weg durch die Wüste ging ein Engel Gottes vor den Israeliten her, der sie schützte; vgl. 2. Mose/Exodus 23,20-23. lässt sich nieder bei denen,

die dem Herrn mit Ehrfurcht34,8 Ehrfurcht: Eine Haltung größter Hochachtung gegenüber Gott, die sowohl Bewunderung als auch Erschrecken zum Ausdruck bringt. Mehr … begegnen.

Er schützt sie von allen Seiten und rettet sie.

ט 9Schmeckt und seht, wie gut der Herr ist!

Glücklich ist, wer bei ihm Zuflucht34,9 Zuflucht: Ort, der Schutz bietet. Oft werden Gott oder sein Tempel als Zufluchtsort genannt. Mehr … sucht.

י 10Verehrt den Herrn, ihr Heiligen34,10 Heilige: Bezeichnung für Menschen, die zu Gott gehören.!

Denn wer ihn verehrt, dem fehlt es an nichts.

כ 11Junge Löwen34,11 junge Löwen: Bild für die Mächtigen im Land, die ihr Hab und Gut verloren haben. haben nichts und müssen hungern.

Doch die den Herrn suchen,

haben alles, was sie zum Leben brauchen.

ל 12Kommt, ihr jungen Leute, und hört mir zu!

Ich will euch beibringen,

wie man in Ehrfurcht34,12 Ehrfurcht: Eine Haltung größter Hochachtung gegenüber Gott, die sowohl Bewunderung als auch Erschrecken zum Ausdruck bringt. Mehr … vor dem Herrn lebt.

מ 13Wer möchte sich nicht am Leben freuen

und seine Tage im Glück zubringen?

נ 14Dann hüte deine Zunge vor böser Nachrede

und deine Lippen vor verlogenen Worten.

ס 15Halte dich fern vom Bösen und tue Gutes!

Suche den Frieden34,15 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht. Mehr … und setze dich dafür ein!

ע 16Doch die Augen des Herrn schauen freundlich,

wenn sein Blick auf die Gerechten34,16 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt. fällt.

Seine Ohren sind offen für ihren Hilfeschrei.

פ 17Das Angesicht des Herrn verfinstert sich,

wenn er auf das Treiben der Übeltäter blickt.

Die Erinnerung an sie schafft er aus der Welt.

צ 18Die Gerechten schrien und der Herr hörte es.

Er befreite sie aus aller Not.

ק 19Der Herr ist nahe bei den Menschen,

die im Herzen verzweifelt sind.

Er hilft denen, die ihren Lebensmut verloren.

ר 20Der Gerechte34,20 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt. muss viel Böses erleiden.

Doch der Herr wird ihn von allem Übel befreien.

ש 21Er schützt alle Glieder seines Körpers.

Kein einziger Knochen wird ihm gebrochen.

ת 22Wer Böses tut, kommt durch seine Bosheit um,

und wer den Gerechten hasst, muss es büßen.

23Doch der Herr spricht seine Knechte34,23 Knechte: Selbstbezeichnung von Menschen, die sich in den Dienst Gottes stellen und ihn dadurch als ihren Herrn anerkennen. frei.

Wer bei ihm Zuflucht34,23 Zuflucht: Ort, der Schutz bietet. Oft werden Gott oder sein Tempel als Zufluchtsort genannt. Mehr … sucht, muss für nichts büßen.

35

Gott tritt für mich ein

351VON DAVID35,1 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr ….

Führe den Streit, Herr, mit denen,

die gegen mich streiten!

Führe den Kampf mit denen,

die gegen mich kämpfen!

2Nimm Rundschild und Langschild35,2 Rundschild, Langschild: Abwehrwaffen eines Soldaten im Krieg.!

Steh auf und komm mir zu Hilfe!

3Zücke Speer35,3 Speer: Waffe mit einer aufgesetzten zweischneidigen Spitze. Sie kann im Nahkampf eingesetzt, aber auch geworfen werden. und Streitaxt!

Richte sie gegen meine Verfolger!

Sag zu mir: »Ich bin deine Rettung!«

4In Grund und Boden sollen sich schämen,

die mich zur Strecke bringen wollen.

Rot vor Scham sollen zurückweichen,

die auf mein Unglück aus sind.

5Sie sollen sein wie die Spreu35,5 Spreu: Hülsen und Strohreste von Getreide. Nach dem Dreschen wird das Getreide in die Luft geworfen. Die leichte Spreu wird vom Wind davongetragen, die Körner dagegen fallen wieder auf den Boden. Mehr … im Wind,

wenn der Engel des Herrn35,5 Engel des HERRN: Auf ihrem Weg durch die Wüste ging ein Engel Gottes vor den Israeliten her, der sie schützte; vgl. 2. Mose/Exodus 23,20-23. sie vertreibt.

6Ihr Weg soll dunkel sein und spiegelglatt,

wenn der Engel des Herrn sie verfolgt.

7Denn grundlos legten sie ein Netz35,7 Netz: Wird bei der Jagd eingesetzt, um Tiere darin zu fangen. Mehr … für mich aus,

grundlos haben sie mir eine Grube gegraben.

8Verderben soll über den Übeltäter kommen,

ohne dass er es merkt.

In dem Netz, das er heimlich ausgelegt hat,

soll er sich selbst verfangen.

So wird er in sein Verderben stürzen.

9Ich aber jubele über den Herrn

und freue mich über seine Hilfe.

10Mit allen Gliedern meines Körpers bekenne ich:

»Herr, wer ist wie du35,10 wer ist wie du: Die Worte erinnern an das Danklied des Mose, das angestimmt wird, nachdem Gott die Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten befreit hat; vgl. 2. Mose/Exodus 15,11.

Du rettest den Armen vor dem,

der stärker ist als er.

Du schützt den Armen und Wehrlosen vor dem,

der ihn berauben will.

11Gewalttätige Zeugen treten gegen mich auf.

Sie fragen mich Dinge, die ich nicht weiß.

12Gutes vergelten sie mir mit Bösem.

Sie trachten mir nach dem Leben.

13Doch einst, als sie krank waren,

habe ich aus Mitleid Trauerkleider35,13 Trauergewand: Kleidungsstück aus rauem Leinen, das zum Zeichen von Trauer oder Buße auf bloßer Haut getragen wurde. Es wird auch »Sack« genannt. angezogen.

Mit Fasten35,13 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken ist in der Bibel eine übliche religiöse Praxis. Mehr … habe ich mich geplagt

und immer wieder für sie gebetet.

14Ich ging umher wie in Trauer

um einen Freund, um einen Bruder.

Ich beugte mich in den Staub,

wie man seine Mutter beklagt.

15Doch als ich selbst ins Unglück stürzte,

liefen sie voller Schadenfreude zusammen.

Ja, sie taten sich gegen mich zusammen!

Fremde, die ich überhaupt nicht kannte,

zerrissen vor Empörung ihre Kleider35,15 Kleider zerreißen: Ausdruck tiefer Betroffenheit, beispielsweise bei Trauer, Wut oder Verzweiflung..

Sie hörten nicht auf zu schimpfen.

16Als ich bedrückt davonhumpelte,

verspotteten sie mich als einen Krüppel.

Drohend zeigten sie mir die Zähne.

17Mein Herr, wie lange noch willst du zusehen?

Bring mich in Sicherheit vor ihrem Brüllen!

Führ mich weg von den jungen Löwen35,17 junge Löwen: Bild für die mächtigen Feinde, die den Beter zu verschlingen drohen.,

ich habe doch nur dieses einzige Leben!

18Dann will ich dir danken vor der Festgemeinde35,18 Festgemeinde: Bezeichnung für die Gemeinde, die zum Gottesdienst im Tempel zusammengekommen ist..

Vor dem versammelten Volk will ich dich loben.

19Aber meine Feinde, diese Lügner,

sollen sich nicht über mein Unglück freuen.

Und diejenigen, die mich grundlos hassen,

sollen sich nicht mit den Augen zublinzeln.

20Sie reden ja nicht, um Frieden zu stiften.

Sie erfinden falsche Anschuldigungen gegen die,

die im Land friedlich miteinander leben.

21Auch gegen mich rissen sie ihr Maul auf

und riefen: »Haha! Den hat’s erwischt!

Mit eigenen Augen haben wir es gesehen!«

22Du selbst hast es gesehen, Herr.

So schweig doch nicht, mein Herr,

und bleib nicht fern von mir!

23Wach auf, tritt ein für mein Recht!

Mein Gott und Herr, führe du den Streit!

24Verhilf mir zum Recht, Herr, mein Gott,

wie es deiner Gerechtigkeit entspricht!

Die Schadenfreude soll ihnen vergehen!

25Lass sie nicht aus vollem Herzen rufen:

»Haha! Ein gefundenes Fressen für uns!«

Sie sollen nicht sagen können:

»Schon haben wir ihn verschlungen!«

26Alle, die sich über mein Unglück freuen,

sollen sich in Grund und Boden schämen.

Und die das große Wort gegen mich führen,

sollen sich in Schimpf und Schande kleiden.

27Dagegen sollen alle jubeln und fröhlich sein,

die wünschen, dass ich recht bekomme.

Lass sie für immer bekennen: »Groß ist der Herr!

Er will, dass sein Knecht35,27 Knecht, Knecht Gottes: Ehrenvolle Bezeichnung für Menschen, die Gott in seinen Dienst nimmt. Mehr … in Frieden35,27 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht. Mehr … leben kann.«

28Dann soll meine Zunge davon erzählen,

dass du mir Gerechtigkeit verschafft hast.

Jeden Tag will ich dich dafür loben.