BasisBibel NT+Ps (BB)
16

Gott ist mein ganzes Glück

161EINE INSCHRIFT,

MIT DAVID16,1 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. VERBUNDEN.

Behüte mich, Gott!

Denn bei dir suche ich Zuflucht16,1 Zuflucht: Ein Ort, der Schutz bietet. Im alten Israel konnte man im Tempel von Jerusalem um Asyl bitten. .

2Ich sprach zum HERRN:

»Mein Herr, du bist mein ganzes Glück.

Nichts steht über dir.«

3Doch über die Scheinheiligen im Land,

über sie und die Mächtigen sagte ich:

»Nichts gefällt mir an ihrem Tun!«

4Zahlreich sind ihre Götterbilder16,4 Götterbild: Aus Stein, Ton, Holz oder Metall gefertigtes Standbild einer Gottheit. Seine Herstellung und Verehrung war in Israel verboten.,

sie umwerben einen anderen Gott.

Sie spenden Trankopfer von Blut16,4 Trankopfer von Blut: Vielleicht eine verbotene Opferart..

Doch ich will so etwas nicht darbringen.

Und die Namen der Spender sollen

nicht über meine Lippen kommen.

5Der HERR ist mein Erbteil16,5 Erbteil: Der Beter ist wahrscheinlich ein Nachkomme des Stammes Levi, dem kein Land, sondern der Dienst am Tempel zugewiesen wurde. Deshalb nennt er Gott seinen Erbteil. am Land

und mein Becher16,5 Becher: Vielleicht ist an einen Ritus zu denken, den der Beter bei seinem Eintritt in den Dienst am Tempel vollzogen hat (Deutung unsicher)., der mir bestimmt ist.

Du bist es, der mein Los festgelegt hat.

6Mein Los fiel auf ein schönes Land16,6 schönes Land: Bildwort für den Dienst am Heiligtum..

Ja, ein solcher Erbteil gefällt mir gut.

7Ich preise den HERRN, der mich beraten hat.

Selbst in den Nächten erinnert mich

mein Gewissen16,7 Gewissen: Hebräisch »meine Nieren«, Sitz des menschlichen Gewissens. an seine Weisungen.

8Der HERR steht mir immer vor Augen.

Mit ihm an meiner Seite falle ich nicht.

9Darum ist mein Herz so fröhlich

und meine Seele16,9 Seele: Biblischer Ausdruck für die Empfindsamkeit, Sehnsucht und Lebendigkeit des Menschen. jubelt vor Freude.

Selbst meinem Leib geht es gut.

10Ja, du gibst mich nicht dem Totenreich16,10 Totenreich: Aufenthaltsort aller Verstorbenen, der unter der Erde liegt. preis.

Du lässt mich das Grab noch nicht sehen.

Denn ich gehöre zu denen, die dir dienen.

11So zeigst du mir den Weg zum Leben.

Viel Freude finde ich in deiner Gegenwart

und immerwährendes Glück an deiner Seite.

17

Im Schatten deiner Flügel

171EIN GEBET,

MIT DAVID17,1 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. VERBUNDEN.

Höre doch, HERR,

ich bitte um Gerechtigkeit17,1 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach den Vorstellungen Gottes.!

Gib acht auf mein Klagen!

Öffne dein Ohr für mein Gebet17,1 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.!

Es kommt doch von Lippen,

die keine Lüge kennen.

2Wenn ich vor dein Angesicht trete17,2 vor Gottes Angesicht treten: Bei einem Besuch im Tempel sein Anliegen vor Gott bringen.,

wirst du mich gerecht beurteilen.

Deine Augen sehen, was recht ist.

3Du hast mein Herz durchleuchtet,

nachts meine Gedanken erforscht.

Du hast mich wie Metall17,3 wie Metall: Gott prüft den Menschen so wie man beim Münzgeld durch Schmelzen die Reinheit des Silbergehalts feststellt, vgl. Psalm 66,10. geprüft.

Doch du wirst nichts Unreines17,3 nichts Unreines: Sinngemäße Ergänzung, stellt den Bezug zum Schmelzvorgang her. finden!

Ich bin mir keiner Schuld17,3 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. bewusst.

4Schau auf das Treiben der Menschen! –

Ich habe mich an das Wort gehalten,

das von deinen Lippen kommt.

Schau auf die Wege der Räuber! –

5Meine Schritte sind deiner Bahn gefolgt.

Nichts konnte mich aus dem Tritt bringen.

6Ich habe zu dir gerufen, Gott,

damit du mir Antwort gibst.

Hab ein offenes Ohr für mich!

Höre, was ich zu sagen habe!

7Wie wunderbar ist doch deine Güte.

Mit deiner starken Hand hilfst du denen,

die Schutz suchen vor den Widersachern.

8Behüte mich wie die Pupille im Augapfel!

Im Schatten deiner Flügel17,8 Flügel: Fabelwesen mit Flügeln umgeben den Thron Gottes, der im Allerheiligsten des Tempels steht. Ihre ausgebreiteten Schwingen sind ein Sinnbild für den heilsamen Schutz in Gottes Nähe. verstecke mich –

9vor den Frevlern17,9 Frevler: Menschen, die sich über Gottes Gebote hinwegsetzen und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen., die mir Gewalt antun,

vor den Todfeinden, die mich umringen!

10Sie haben ihr Herz fest17,10 fest: Nach dem hebräischen Text haben sie ihr Herz »mit Fett« verschlossen, sodass sie kein Mitleid mehr haben. verschlossen

und schwingen überhebliche Reden.

11Sie sind mir dicht auf den Fersen.

Ja, sie haben mich gleich umzingelt.

Ihre Augen verlangen danach,

mich zur Strecke zu bringen.

12Sie gleichen einem Löwen:

Gierig sucht er nach fetter Beute.

Sie sind wie ein junger Löwe:

Sprungbereit liegt er im Versteck.

13Steh auf17,13 steh auf: Charakteristischer Ausdruck in den Psalmen. Die Aufforderung soll Gott zum Eingreifen bewegen., HERR!

Tritt ihm entgegen, strecke ihn nieder!

Rette mein Leben vor dem Frevler17,13 Frevler: Menschen, die sich über Gottes Gebote hinwegsetzen und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen.!

14Dein Schwert rette mich vor solchen Leuten!

Deine Hand, Herr, rette mich vor solchen Leuten!

Ihr Anteil am Leben soll nicht von Dauer sein.

Darum gib ihnen, was sie verdient haben:

Füll ihnen nur den Bauch, mach ihre Kinder satt!

Denn alles, was sie im Überfluss haben,

müssen sie ihren Nachkommen hinterlassen.

15Ich aber darf dein Angesicht schauen17,15 Angesicht schauen/suchen: Bei der Redewendung »das Angesicht Gottes schauen« und »das Angesicht Gottes suchen« geht es darum, die Gegenwart Gottes als seine liebevolle Zuwendung zu erfahren. ,

weil mir Gerechtigkeit17,15 Gerechtigkeit: Stichwortverbindung mit Psalm 17,1. Der Beter wurde in einem Gerichtsverfahren freigesprochen und wieder zum Tempelbesuch zugelassen. zuteilgeworden ist.

Wenn ich aus dem Schlaf17,15 Schlaf: Nach seinem Freispruch schläft der Beter die Nacht über im Tempel, um am nächsten Morgen mit seinem Dankopfer vor Gott zu treten. aufwache,

will ich mich sattsehen an deinem Anblick.

18

Mein Fels und mein Retter

Ähnlich überliefert in 2. Samuel 22

181FÜR DEN CHORLEITER.

MIT DEM KNECHT DES HERRN18,1 Knecht Gottes (David): Ehrenvolle Bezeichnung für David, den von Gott erwählten König. VERBUNDEN,

DAS IST DAVID18,1 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. . MIT DEN WORTEN DIESES LIEDS

BETETE18,1 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. ER ZUM HERRN.

DAMALS, ALS IHN DER HERR AUS DER ÜBERMACHT

ALLER SEINER FEINDE GERETTET HATTE –

UND EBENSO AUS DER GEWALT SAULS18,1 Saul: Erster König Israels, der David verfolgte und ihn gefangen nehmen wollte, vgl. 1. Samuel 21–26..

2Und so betete18,2 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. er:

Ich will dich lieben, HERR, du meine Stärke!

3Der HERR ist mein Fels, meine Burg, mein Retter.

Mein Gott ist die Festung, die mich schützt.

Er ist mein Schild18,3 Schild: Der Schild dient als Abwehrwaffe im Gefecht und kann auch als Sinnbild für Gottes Schutz verwendet werden. und das Horn am Altar18,3 Hörneraltar: Typische Bauweise eines Steinaltars. Die vier Ecken (Hörner) sind höher als die Opferfläche. Verfolgte bekamen Asyl im Heiligtum, wenn sie die Hörner des Altars ergriffen.,

das meine Rettung und meine Zuflucht18,3 Zuflucht: Ein Ort, der Schutz bietet. Im alten Israel konnte man im Tempel von Jerusalem um Asyl bitten. ist.

4»Gelobt sei der HERR!«, rufe ich aus.

Ich bin in Sicherheit vor meinen Feinden.

5Stricke, die den Tod bedeuten,

haben mich umschlungen.

Fluten, die Verderben bringen,

ließen mich vor Schreck erstarren.

6Mit Stricken der Unterwelt18,6 Stricke der Unterwelt: Bildwort für die Nähe des Todes. Dahinter steht die Vorstellung, dass die Menschen im Totenreich wie Gefangene gefesselt in einem Kerker sitzen. war ich gefesselt.

In Fangnetze18,6 Netz: Ein Jagdgerät, mit dem Tiere gefangen werden. des Todes bin ich geraten.

7In meiner höchsten Not rief ich den HERRN.

Ja, ich schrie um Hilfe zu meinem Gott.

In seinem Palast18,7 Palast: Gemeint ist der himmlische Wohnsitz Gottes. Die folgende Schilderung setzt sein Thronen über den Wolken voraus. hörte er mein Rufen.

Mein Hilfeschrei drang bis an sein Ohr.

8Da schwankte und wankte18,8 schwankte und wankte: Wie im Hebräischen zwei ähnlich klingende Verben. Sie bringen die Erschütterung der Welt durch Gottes Gericht zum Ausdruck. die Erde.

Es bebten die Fundamente18,8 Fundamente: Nach biblischem Weltbild ruht die Erdscheibe auf Pfeilern, die im unterirdischen Meer verankert sind. der Berge –

sie schwankten, so heftig war sein Zorn.

9Rauch drang aus seiner Nase hervor,

verzehrendes Feuer aus seinem Mund.

Hitze ging von ihm aus wie von glühenden Kohlen.

10Er bog den Himmel18,10 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. nieder und stieg herab.

Dunkle Wolken lagen unter seinen Füßen.

11Er ritt auf einem Kerub18,11 Keruben: Engelwesen mit einem Löwenkörper und zwei Flügeln. Im Allerheiligsten des Tempels von Salomon standen zwei Keruben, deren Flügel den Thron Gottes bildeten. Vor ihnen stand die Bundeslade, die zugleich als Fußschemel für Gott diente. und flog daher.

Er jagte dahin auf Schwingen des Sturms.

12In Finsternis hüllte er sich ein.

Eine dunkle Wolkendecke umgab ihn

wie eine Hütte von dichtem Laub.

13Gewitterwolken zogen vorüber,

durchflutet von strahlendem Glanz.

Es fielen Hagelkörner und Feuerblitze.

14Donner ließ der HERR im Himmel dröhnen,

der Höchste18,14 Höchster: Alter Gottestitel aus dem Jerusalemer Tempelkult, vgl. 1. Mose/Genesis 14,18-20. ließ seine Stimme ertönen.

Es fielen Hagelkörner und Feuerblitze.

15Er schoss seine Pfeile hinab –

so zerstreute er seine Feinde.

Blitz um Blitz schleuderte er herab –

so jagte er sie auseinander.

16Der Meeresgrund wurde sichtbar,

die Fundamente der Erde18,16 Weltbild: Vorstellung, wie die Welt als Ganze beschaffen ist. In biblischer Zeit geht man zumeist davon aus, dass die Welt aus drei Bereichen besteht: Himmel, Erde und Unterwelt. lagen frei.

Dein Donnerwetter18,16 Donnerwetter: Gott erscheint im Gewittersturm, um seine Herrschaft in der Welt anzutreten (Psalm 18,10). hat das bewirkt, HERR.

So heftig tobte der Sturm deiner Entrüstung.

17Aus der Höhe streckte er mir die Hand entgegen.

Er packte mich und zog mich aus dem Wasser.

18Er rettete mich vor dem übermächtigen Feind,

vor all denen, die mich mit Hass verfolgten.

Denn sie waren zu stark für mich!

19Sie überfielen mich an meinem Unglückstag.

Doch der Herr stand fest an meiner Seite.

20Er führte mich hinaus in die Weite,

befreite mich aus ihrer Umklammerung.

Denn er hatte mich lieb!

21Der Herr hat mir Gutes getan,

wie es meinem rechten Handeln entspricht.

Meine Hände waren frei von Schuld18,21 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet..

Das hat er zu meinen Gunsten angerechnet.

22Ja, ich bin den Wegen des HERRN gefolgt

und nicht von meinem Gott abgefallen.

23Ja, ich hatte alle seine Gebote18,23 Gebote: Die Zehn Gebote und weitere biblische Anweisungen, die ein gerechtes und gottgewolltes Leben ermöglichen. vor Augen

und ließ keines seiner Gesetze18,23 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. beiseite.

24Ich richtete mich ganz nach seinem Willen,

um keine Schuld18,24 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. auf mich zu laden.

25So hat der HERR mich belohnt,

wie es meinem rechten Handeln entspricht.

Meine Hände waren frei von Schuld18,25 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet..

Das hat er sich vor Augen gehalten.

26Dem Treuen gegenüber zeigst du dich treu.

Dem Aufrichtigen begegnest du aufrichtig.

27Dem Makellosen erweist du dich makellos.

Wer aber einen krummen Weg geht,

den lässt du im Kreis laufen.

28Ja, du selbst hilfst dem bedrückten Volk.

Aber die Augen, die sich stolz erheben,

lässt du in den Staub am Boden blicken.

29Ja, du selbst, HERR, bringst Licht18,29 Licht: Das Licht ist das erste Werk in Gottes Schöpfung. Im übertragenen Sinn bedeutet das Licht Leben, während Dunkelheit für den Tod steht. Im Neuen Testament wird Jesus als Licht der Welt bezeichnet, weil die Menschen durch ihn das ewige Leben erhalten. in mein Leben.

Mein Gott, du machst alles Dunkle um mich hell.

30Ja, mit dir kann ich Festungen erstürmen.

Mit meinem Gott überspringe ich Mauern.

31So ist Gott: Sein Weg ist vollkommen!

Das Wort des HERRN hat sich bewährt18,31 bewährt: Wie Metall, das auf seine Echtheit geprüft ist (vgl. Psalm 66,10), hat sich das Wort Gottes als rein und wertvoll erwiesen..

Er ist ein Schild18,31 Schild: Der Schild dient als Abwehrwaffe im Gefecht und kann auch als Sinnbild für Gottes Schutz verwendet werden., der alle schützt,

die bei ihm Zuflucht18,31 Zuflucht: Ein Ort, der Schutz bietet. Im alten Israel konnte man im Tempel von Jerusalem um Asyl bitten. suchen.

32Ja, wer ist Gott, wenn nicht der HERR?

Wer ist ein Fels18,32 Fels: Ehrenvolle Bezeichnung für den Gott Israels und Sinnbild seiner Macht., wenn nicht unser Gott?

33So ist Gott: Er schenkt mir Kraft

und lässt meinen Weg vollkommen sein.

34Meine Füße macht er flink wie Hirschkühe

und meine Tritte sicher auf Bergeshöhen.

35Meine Hände lehrt er, wie man kämpft,

und meine Arme, wie man den Bogen spannt.

36Du gabst mir den Schild18,36 Schild: Der Schild dient als Abwehrwaffe im Gefecht und kann auch als Sinnbild für Gottes Schutz verwendet werden. zum Zeichen deiner Hilfe.

So wird deine rechte Hand mich stützen

und dein Zuspruch mich stärken.

37Weiten Raum verschaffst du meinen Schritten,

sodass ich mir die Knöchel nicht verstauche.

38Meinen Feinden jage ich nach und hole sie ein.

Ich kehre nicht um, bis sie vernichtet sind.

39Ich will sie zu Boden schlagen,

dass sie nicht mehr aufstehen können.

Schon stürzen sie nieder vor meine Füße.

40So gabst du mir Kraft, den Kampf zu bestehen.

Meine Gegner hast du in die Knie gezwungen.

41Mit dem Rücken zu mir liefen meine Feinde davon.

Und alle, die mich hassen, konnte ich vernichten.

42Sie schrien, doch es kam ihnen keiner zu Hilfe.

Sie schrien zum Herrn, doch der antwortete nicht.

43Ich zerrieb sie wie Staub vor dem Wind.

Wie Dreck schüttete ich sie auf die Straße.

44Vor Streitigkeiten im Volk bewahrst du mich.

Du machst mich zum Herrscher über Völker.

Völker, die ich nicht kenne, dienen mir.

45Wenn sie mich hören, gehorchen sie.

Wildfremde Leute heucheln mir Ergebenheit vor.

46Fremde, getrieben von drückender Not,

kommen aus ihren Schlupfwinkeln hervor.

47Der HERR lebt! Mein Fels! Ihn will ich preisen!

Meinen Gott, der mir hilft, will ich hoch loben!

48So ist Gott: Er gibt mir Gelegenheit zur Vergeltung.

Völker hat er unter meine Herrschaft gezwungen.

49Von meinen Feinden hat er mich befreit.

Ja, du lässt mich über meine Widersacher triumphieren,

rettest mich vor der Gewalt grausamer Menschen.

50Darum will ich dir danken unter den Völkern, Herr.

Deinen Namen18,50 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart im Tempel. will ich preisen mit einem Lied.

51Seinem König18,51 König: Der König ist nach dem Verständnis des Alten Testaments ein von Gott eingesetzter Herrscher, der im Staat für Gerechtigkeit und Ordnung zu sorgen hat. »König« kann auch als Ehrenbezeichnung für Gott selbst verwendet werden. verschafft er Sieg um Sieg

und seinem Gesalbten18,51 Gesalbter: Hebräisch »Messias«, bezeichnet den im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, später auch den zum Herrscher der Welt bestimmten Retter. hält er die Treue:

David18,51 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. und seinen Nachkommen alle Zeit.