BasisBibel NT+Ps (BB)
147

Gott wirkt in der Natur

1471Halleluja147,1 Halleluja: Hebräisch für »Lobt den HERRN«. Im Gottesdienst wird die Gemeinde durch diesen Ruf aufgefordert, ihr Lob vor Gott zu bringen..

Ja, gut ist es, für unseren Gott zu musizieren.

Wohltuend, ja schön klingt der Lobgesang:

2Der HERR baut Jerusalem147,2 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. wieder auf.

Er bringt die Israeliten147,2 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. wieder heim,

die in fremde Länder zerstreut sind.

3Er heilt die gebrochenen Herzen

und verbindet offene Wunden.

4Er setzt die Zahl der Sterne fest

und gibt ihnen allen einen Namen.

5Groß ist unser Herr, gewaltig ist seine Macht.

Und seine Weisheit147,5 Weisheit: Die Fähigkeit zu erkennen, wie die Welt und das Leben geordnet sind und wie der Mensch sich am besten in diese Ordnung einfügt. Die Weisheit hat ihren Ursprung bei Gott, der die Welt weise gegründet hat. ist unermesslich.

6Der HERR hilft den Gebeugten auf,

doch die Frevler147,6 Frevler: Menschen, die sich über Gottes Gebote hinwegsetzen und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen. drückt er zu Boden.

7Singt dem HERRN beim Dankopfer147,7 Dankopfer: Eine Opfergabe, die Gott zum Dank dargebracht wird. ein Lied!

Musiziert für unseren Gott mit der Leier147,7 Leier: Die Leier (Jochlaute) ist ein antikes Saiteninstrument aus dem 9. Jahrhundert v. Chr. Sie war das typische Instrument am Hof und im Tempel.!

8Er lässt die Wolken am Himmel147,8 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. aufziehen.

Er bestimmt, wann Regen auf die Erde fällt.

Auf den Bergen lässt er die Wiesen blühen.

9Den Tieren gibt er ausreichend zu fressen.

Krächzen die jungen Raben, füttert er sie.

10Die Stärke der Schlachtrosse147,10 Schlachtrosse: Vgl. Psalm 33,17-18. beeindruckt ihn nicht.

Die Muskelkraft der Kämpfer gefällt ihm nicht.

11Was dem HERRN gefällt, sind Menschen,

die ihm mit Ehrfurcht147,11 Furcht, Ehrfurcht: Das Gefühl des Erschreckens und des Staunens, das die Menschen erfasst, wenn sie Gott unmittelbar begegnen. begegnen

und auf seine Güte hoffen.

12Jerusalem147,12 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. , preise den HERRN!

Stadt Zion147,12 Zion/Zionsstadt: Ursprünglicher Name der von König David eroberten Jebusiterfestung. Später ging der Name auf den Tempelberg über und wurde schließlich zur Bezeichnung für ganz Jerusalem und seine Bewohner. , lobe deinen Gott!

13Denn er hat deine Torriegel stark gemacht,

deine Kinder gesegnet in deiner Mitte.

14Frieden147,14 Friede: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft. bringt er über dein Gebiet,

mit bestem Weizen147,14 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut. macht er dich satt.

15Er schickt sein Wort zur Erde hin.

Was es befiehlt, geschieht sogleich:

16Er lässt Schnee wie Wollflocken fallen.

Den Reif streut er wie weiße Asche aus.

17Eisbrocken lässt er im Hagel niedergehen.

Vor seinem Frost – wer kann da bestehen?

18Dann schickt er sein Wort und das Eis schmilzt.

Er lässt seinen Tauwind darüber wehen.

Dann beginnt das Wasser wieder zu fließen.

19Jakobs147,19 Jakob: Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme. Nachkommen verkündete er sein Wort.

Seine Gesetze147,19 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. und Gebote147,19 Gebote: Die Zehn Gebote und weitere biblische Anweisungen, die ein gerechtes und gottgewolltes Leben ermöglichen. schenkte er Israel147,19 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. .

20Allen anderen Völkern hat er sie nicht gegeben.

Darum kennen sie den Inhalt der Gebote147,20 Gebote: Die Zehn Gebote und weitere biblische Anweisungen, die ein gerechtes und gottgewolltes Leben ermöglichen. nicht.

Halleluja147,20 Halleluja: Hebräisch für »Lobt den HERRN«. Im Gottesdienst wird die Gemeinde durch diesen Ruf aufgefordert, ihr Lob vor Gott zu bringen.!

148

Himmel und Erde loben Gott

1481Halleluja148,1 Halleluja: Das hebräische Wort bedeutet: »Lobt den HERRN!« Der Aufruf zum Gotteslob rahmt den Psalm..

Vom Himmel148,1 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. her – lobt den HERRN:

Lobt ihn in himmlischen Höhen!

2Lobt ihn, alle seine Engel148,2 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes.!

Lobt ihn, alle seine Heere148,2 Heere: Die Gesamtheit der Himmelsmächte, die in seinem Dienst stehen.!

3Lobt ihn, Sonne und Mond!

Lobt ihn, alle funkelnden Sterne!

4Lobt ihn, ihr himmlischen Räume148,4 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.

und ihr Ozeane über dem Himmel148,4 himmlischer Ozean: Nach dem biblischen Weltbild befindet sich über dem Himmelsgewölbe der Himmelsozean und über ihm Gottes Palast..

5Sie sollen den Namen des HERRN148,5 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart im Tempel. loben.

Denn sein Befehl rief sie ins Dasein.

6Er stellte sie dauerhaft an ihren Platz.

Er gab den Gestirnen eine feste Ordnung,

ihre vorbestimmte Bahn verlassen sie nicht.

7Von der Erde her – lobt den HERRN:

ihr Seeungeheuer148,7 Seeungeheuer: Steht für das tobende Meer und damit für das Chaos, das die Welt bedroht. und Fluten der Urzeit148,7 Fluten der Urzeit: Das Wasser, das vor der Schöpfung die gesamte Erde bedeckte; vgl. 1. Mose/Genesis 1,2.,

8Blitz und Hagel, Schnee und Nebeldunst,

ihr Stürme, die seinen Befehl ausführen.

9Lobt ihn, ihr Berge und alle Hügel,

ihr Obstbäume und Zedernwälder148,9 Zeder: Großer und starker Gebirgsbaum, der im Libanon wächst.

10ihr Raubtiere und alles Vieh,

ihr Kriechtiere und gefiederten Vögel.

11Lobt ihn, ihr Könige der Welt und alle Völker,

ihr Herrscher und alle Richter dieser Welt –

12ihr jungen Männer, auch ihr jungen Frauen,

ihr alten und jungen Leute miteinander!

13Sie sollen den Namen des HERRN loben.

Denn hoch über allem steht sein Name.

Sein Glanz überstrahlt Erde und Himmel.

14Und seinem Volk hat er Macht verliehen.

Ist das nicht ein wundervoller Lobgesang

für alle seine Frommen148,14 Fromme: Menschen, die ihr ganzes Leben auf Gott ausrichten und sich für die Befolgung seiner Gebote einsetzen., für die Israeliten148,14 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. ?

Sie sind doch das Volk, das ihm nahesteht!

Halleluja148,14 Halleluja: Hebräisch für »Lobt den HERRN«. Im Gottesdienst wird die Gemeinde durch diesen Ruf aufgefordert, ihr Lob vor Gott zu bringen.!

149

Gotteslob im Zeichen des Gerichts

1491Halleluja149,1 Halleluja: Das hebräische Wort bedeutet: »Lobt den HERRN!« Der Aufruf zum Gotteslob rahmt den Psalm..

Singt dem HERRN ein neues Lied –

einen Lobgesang in der Versammlung,

in der die Frommen149,1 Fromme: Menschen, die ihr ganzes Leben auf Gott ausrichten und sich für die Befolgung seiner Gebote einsetzen. zusammenkommen!

2Israel149,2 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. soll sich freuen über seinen Schöpfer149,2 Schöpfung/Schöpfer: Für die Bibel ist es Gott, der am Anfang die Welt geschaffen hat und der sie in der Gegenwart erhält.!

Zions149,2 Zion/Zionsstadt: Ursprünglicher Name der von König David eroberten Jebusiterfestung. Später ging der Name auf den Tempelberg über und wurde schließlich zur Bezeichnung für ganz Jerusalem und seine Bewohner. Kinder sollen jubeln über ihren König149,2 König: Der König ist nach dem Verständnis des Alten Testaments ein von Gott eingesetzter Herrscher, der im Staat für Gerechtigkeit und Ordnung zu sorgen hat. »König« kann auch als Ehrenbezeichnung für Gott selbst verwendet werden.!

3Tanzt im Kreis, lobt fröhlich seinen Namen149,3 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart im Tempel.!

Musiziert für ihn mit Handtrommel und Leier149,3 Leier: Die Leier (Jochlaute) ist ein antikes Saiteninstrument aus dem 9. Jahrhundert v. Chr. Sie war das typische Instrument am Hof und im Tempel.!

4Denn der HERR hat Gefallen an seinem Volk.

Er schmückt die Gebeugten mit einer Krone.

So stellt er seine Hilfe unter Beweis.

5Die Frommen149,5 Fromme: Menschen, die ihr ganzes Leben auf Gott ausrichten und sich für die Befolgung seiner Gebote einsetzen. sollen jubeln zu seiner Ehre149,5 Ehre, ehren: Das Ansehen bzw. die Bedeutung Gottes oder eines Menschen. Jemanden ehren heißt, ihn so zu behandeln, wie es diesem Ansehen entspricht..

Sie sollen jauchzen auf ihren Feldbetten149,5 Feldbetten: Wahrscheinlich wird dadurch gesagt, dass der Jubel bis in die Nacht anhält (Text unsicher). Die Pilger gehen nicht nach Hause, sondern bleiben über Nacht..

6Lobpreisungen für Gott führen sie in ihrem Mund

wie ein zweischneidiges Schwert in ihrer Hand:

7So werden sie die Völker zur Rechenschaft ziehen,

die Nationen werden sie angemessen bestrafen.

8Ihre Könige werden sie mit Stricken fesseln

und ihre Machthaber in eiserne Ketten legen.

9Das Urteil werden sie an ihnen vollstrecken,

wie es geschrieben steht.

So zeigt sich sein Glanz149,9 Glanz: Das Aufstrahlen der Sonne ist Sinnbild für die Gerechtigkeit Gottes. in der Welt.

Alle seine Frommen149,9 Fromme: Menschen, die ihr ganzes Leben auf Gott ausrichten und sich für die Befolgung seiner Gebote einsetzen. haben daran teil.

Halleluja149,9 Halleluja: Hebräisch für »Lobt den HERRN«. Im Gottesdienst wird die Gemeinde durch diesen Ruf aufgefordert, ihr Lob vor Gott zu bringen.!