BasisBibel NT+Ps (BB)
146

Gott hilft den Menschen

1461Halleluja146,1 Halleluja: Das hebräische Wort bedeutet: »Lobt den HERRN!« Der Aufruf zum Gotteslob rahmt den Psalm..

Lobe den HERRN, meine Seele146,1 Seele: Biblischer Ausdruck für die Empfindsamkeit, Sehnsucht und Lebendigkeit des Menschen.!

2Ich will den HERRN loben mein Leben lang!

Meinem Gott will ich singen, solange ich bin!

3Verlasst euch nicht auf Fürsten!

Das sind nur Menschen! Die können nicht helfen!

4Wenn ihnen der Lebensatem146,4 Lebensatem: Der Atem, den Gott dem Menschen einhaucht und ihn dadurch lebendig macht; vgl. 1. Mose/Genesis 2,7. ausgeht,

dann kehren sie wieder zur Erde zurück.

Dann ist es vorbei mit ihren großen Plänen.

5Glücklich ist, wer den Gott Jakobs146,5 Gott Jakobs: Bezeichnung für den Gott Israels. Sie bringt das persönliche Treueverhältnis zwischen Gott und dem Stammvater seines Volkes zum Ausdruck. zum Helfer hat –

wer seine Hoffnung auf den HERRN setzt,

auf seinen Gott!

6Himmel und Erde hat er gemacht,

das Meer und alles, was sich darin bewegt.

Er hält fest an seiner Treue für alle Zeit.

7Er verhilft den Unterdrückten zum Recht.

Er teilt Brot146,7 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel aus an die Hungernden.

Der HERR macht die Gefangenen frei.

8Der HERR macht die Blinden sehend.

Der HERR richtet die Gebeugten auf.

Der HERR liebt die Gerechten146,8 der Gerechte: Der Gerechte ist ein Mensch, der die Gebote Gottes befolgt und sich sozial verhält..

9Der HERR beschützt die Fremden146,9 Fremde: Ausländer, die nicht zur Rechtsgemeinde Israels gehören, aber durch das Gastrecht geschützt sind..

Er unterstützt Witwen146,9 Witwe: Witwen gehören zur Zeit der Bibel zu den Personen, für die das Mose-Gesetz besonderen Schutz forderte. und Waisen,

aber die Frevler146,9 Frevler: Menschen, die sich über Gottes Gebote hinwegsetzen und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen. führt er in die Irre.

10Der HERR herrscht als König146,10 König: Der König ist nach dem Verständnis des Alten Testaments ein von Gott eingesetzter Herrscher, der im Staat für Gerechtigkeit und Ordnung zu sorgen hat. »König« kann auch als Ehrenbezeichnung für Gott selbst verwendet werden. für immer!

Er ist dein Gott, Zion146,10 Zion/Zionsstadt: Ursprünglicher Name der von König David eroberten Jebusiterfestung. Später ging der Name auf den Tempelberg über und wurde schließlich zur Bezeichnung für ganz Jerusalem und seine Bewohner. , und bleibt es

von Generation zu Generation!

Halleluja146,10 Halleluja: Hebräisch für »Lobt den HERRN«. Im Gottesdienst wird die Gemeinde durch diesen Ruf aufgefordert, ihr Lob vor Gott zu bringen.!

147

Gott wirkt in der Natur

1471Halleluja147,1 Halleluja: Hebräisch für »Lobt den HERRN«. Im Gottesdienst wird die Gemeinde durch diesen Ruf aufgefordert, ihr Lob vor Gott zu bringen..

Ja, gut ist es, für unseren Gott zu musizieren.

Wohltuend, ja schön klingt der Lobgesang:

2Der HERR baut Jerusalem147,2 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. wieder auf.

Er bringt die Israeliten147,2 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. wieder heim,

die in fremde Länder zerstreut sind.

3Er heilt die gebrochenen Herzen

und verbindet offene Wunden.

4Er setzt die Zahl der Sterne fest

und gibt ihnen allen einen Namen.

5Groß ist unser Herr, gewaltig ist seine Macht.

Und seine Weisheit147,5 Weisheit: Die Fähigkeit zu erkennen, wie die Welt und das Leben geordnet sind und wie der Mensch sich am besten in diese Ordnung einfügt. Die Weisheit hat ihren Ursprung bei Gott, der die Welt weise gegründet hat. ist unermesslich.

6Der HERR hilft den Gebeugten auf,

doch die Frevler147,6 Frevler: Menschen, die sich über Gottes Gebote hinwegsetzen und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen. drückt er zu Boden.

7Singt dem HERRN beim Dankopfer147,7 Dankopfer: Eine Opfergabe, die Gott zum Dank dargebracht wird. ein Lied!

Musiziert für unseren Gott mit der Leier147,7 Leier: Die Leier (Jochlaute) ist ein antikes Saiteninstrument aus dem 9. Jahrhundert v. Chr. Sie war das typische Instrument am Hof und im Tempel.!

8Er lässt die Wolken am Himmel147,8 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. aufziehen.

Er bestimmt, wann Regen auf die Erde fällt.

Auf den Bergen lässt er die Wiesen blühen.

9Den Tieren gibt er ausreichend zu fressen.

Krächzen die jungen Raben, füttert er sie.

10Die Stärke der Schlachtrosse147,10 Schlachtrosse: Vgl. Psalm 33,17-18. beeindruckt ihn nicht.

Die Muskelkraft der Kämpfer gefällt ihm nicht.

11Was dem HERRN gefällt, sind Menschen,

die ihm mit Ehrfurcht147,11 Furcht, Ehrfurcht: Das Gefühl des Erschreckens und des Staunens, das die Menschen erfasst, wenn sie Gott unmittelbar begegnen. begegnen

und auf seine Güte hoffen.

12Jerusalem147,12 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. , preise den HERRN!

Stadt Zion147,12 Zion/Zionsstadt: Ursprünglicher Name der von König David eroberten Jebusiterfestung. Später ging der Name auf den Tempelberg über und wurde schließlich zur Bezeichnung für ganz Jerusalem und seine Bewohner. , lobe deinen Gott!

13Denn er hat deine Torriegel stark gemacht,

deine Kinder gesegnet in deiner Mitte.

14Frieden147,14 Friede: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft. bringt er über dein Gebiet,

mit bestem Weizen147,14 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut. macht er dich satt.

15Er schickt sein Wort zur Erde hin.

Was es befiehlt, geschieht sogleich:

16Er lässt Schnee wie Wollflocken fallen.

Den Reif streut er wie weiße Asche aus.

17Eisbrocken lässt er im Hagel niedergehen.

Vor seinem Frost – wer kann da bestehen?

18Dann schickt er sein Wort und das Eis schmilzt.

Er lässt seinen Tauwind darüber wehen.

Dann beginnt das Wasser wieder zu fließen.

19Jakobs147,19 Jakob: Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme. Nachkommen verkündete er sein Wort.

Seine Gesetze147,19 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. und Gebote147,19 Gebote: Die Zehn Gebote und weitere biblische Anweisungen, die ein gerechtes und gottgewolltes Leben ermöglichen. schenkte er Israel147,19 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. .

20Allen anderen Völkern hat er sie nicht gegeben.

Darum kennen sie den Inhalt der Gebote147,20 Gebote: Die Zehn Gebote und weitere biblische Anweisungen, die ein gerechtes und gottgewolltes Leben ermöglichen. nicht.

Halleluja147,20 Halleluja: Hebräisch für »Lobt den HERRN«. Im Gottesdienst wird die Gemeinde durch diesen Ruf aufgefordert, ihr Lob vor Gott zu bringen.!

148

Himmel und Erde loben Gott

1481Halleluja148,1 Halleluja: Das hebräische Wort bedeutet: »Lobt den HERRN!« Der Aufruf zum Gotteslob rahmt den Psalm..

Vom Himmel148,1 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. her – lobt den HERRN:

Lobt ihn in himmlischen Höhen!

2Lobt ihn, alle seine Engel148,2 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes.!

Lobt ihn, alle seine Heere148,2 Heere: Die Gesamtheit der Himmelsmächte, die in seinem Dienst stehen.!

3Lobt ihn, Sonne und Mond!

Lobt ihn, alle funkelnden Sterne!

4Lobt ihn, ihr himmlischen Räume148,4 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.

und ihr Ozeane über dem Himmel148,4 himmlischer Ozean: Nach dem biblischen Weltbild befindet sich über dem Himmelsgewölbe der Himmelsozean und über ihm Gottes Palast..

5Sie sollen den Namen des HERRN148,5 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart im Tempel. loben.

Denn sein Befehl rief sie ins Dasein.

6Er stellte sie dauerhaft an ihren Platz.

Er gab den Gestirnen eine feste Ordnung,

ihre vorbestimmte Bahn verlassen sie nicht.

7Von der Erde her – lobt den HERRN:

ihr Seeungeheuer148,7 Seeungeheuer: Steht für das tobende Meer und damit für das Chaos, das die Welt bedroht. und Fluten der Urzeit148,7 Fluten der Urzeit: Das Wasser, das vor der Schöpfung die gesamte Erde bedeckte; vgl. 1. Mose/Genesis 1,2.,

8Blitz und Hagel, Schnee und Nebeldunst,

ihr Stürme, die seinen Befehl ausführen.

9Lobt ihn, ihr Berge und alle Hügel,

ihr Obstbäume und Zedernwälder148,9 Zeder: Großer und starker Gebirgsbaum, der im Libanon wächst.

10ihr Raubtiere und alles Vieh,

ihr Kriechtiere und gefiederten Vögel.

11Lobt ihn, ihr Könige der Welt und alle Völker,

ihr Herrscher und alle Richter dieser Welt –

12ihr jungen Männer, auch ihr jungen Frauen,

ihr alten und jungen Leute miteinander!

13Sie sollen den Namen des HERRN loben.

Denn hoch über allem steht sein Name.

Sein Glanz überstrahlt Erde und Himmel.

14Und seinem Volk hat er Macht verliehen.

Ist das nicht ein wundervoller Lobgesang

für alle seine Frommen148,14 Fromme: Menschen, die ihr ganzes Leben auf Gott ausrichten und sich für die Befolgung seiner Gebote einsetzen., für die Israeliten148,14 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. ?

Sie sind doch das Volk, das ihm nahesteht!

Halleluja148,14 Halleluja: Hebräisch für »Lobt den HERRN«. Im Gottesdienst wird die Gemeinde durch diesen Ruf aufgefordert, ihr Lob vor Gott zu bringen.!