BasisBibel NT+Ps (BB)
121

Gott wacht über Israel

1211EIN LIED FÜR DIE PILGERREISE.

Ich schaue hoch zu den Bergen.

Woher kommt Hilfe für mich?

2Hilfe für mich, die kommt vom HERRN!

Er hat Himmel und Erde gemacht.

3Er lässt deinen Fuß nicht straucheln.

Der über dich wacht, schläft nicht.

4Sieh doch, der über Israel121,4 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. wacht:

Der schläft und schlummert nicht.

5Der HERR wacht über dich.

Der HERR ist dein Schutz,

er spendet Schatten121,5 Schatten: Im alten Orient Sinnbild für den Schutz durch den König. an deiner Seite.

6Am Tag wird dir die Sonne nicht schaden

und der Mond nicht in der Nacht.

7Der HERR behütet dich vor allem Bösen.

Er wacht gewiss über dein Leben.

8Der HERR behütet dein Gehen und Kommen121,8 Gehen und Kommen: Am Morgen geht der Landwirt durch das Tor zur Arbeit, am Abend kommt er in die Stadt zurück.

von heute an bis in alle Zukunft.

122

Frieden für Jerusalem

1221EIN LIED FÜR DIE PILGERREISE.

MIT DAVID122,1 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. VERBUNDEN.

Wie habe ich mich gefreut, als man zu mir sagte:

»Wir wollen zum Haus des HERRN122,1 Haus des HERRN: Bezeichnung für den Tempel. pilgern!«

2Und jetzt stehen unsere Füße

tatsächlich in deinen Toren122,2 Stadttor: Torgebäude in der Stadtmauer, durch das man Zugang zur Stadt erhält. Das Torgebäude und der Platz vor dem Tor dienen auch als Marktplatz und Versammlungsort für Gerichtsverhandlungen., Jerusalem122,2 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. .

3Jerusalem122,3 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. , als sichere Stadt bist du gebaut.

Dicht beieinander stehen deine Häuser.

4Zu dir zogen die Stämme122,4 Stämme Israels: Israel versteht sich als Verband von zwölf Stämmen, die auf die Nachkommen der Söhne Jakobs zurückgehen. in festlicher Schar –

die Stämme122,4 Stämme Israels: Israel versteht sich als Verband von zwölf Stämmen, die auf die Nachkommen der Söhne Jakobs zurückgehen., die zum Herrn gehören.

Denn es gibt ein Gebot für Israel122,4 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. ,

den Namen des HERRN dort zu preisen.

5Ja, dort standen einst die Throne für das Gericht122,5 Throne für das Gericht: Im alten Orient trägt der König die Verantwortung für die Durchsetzung von Recht und Gerechtigkeit.,

die Throne für die Könige122,5 König: Der König ist nach dem Verständnis des Alten Testaments ein von Gott eingesetzter Herrscher, der im Staat für Gerechtigkeit und Ordnung zu sorgen hat. »König« kann auch als Ehrenbezeichnung für Gott selbst verwendet werden. aus Davids Haus122,5 Haus David: Bezeichnung für Davids Familie und alle seine Nachkommen. Alle israelitischen Könige in Jerusalem stammten von David ab..

6Wünscht Frieden der Stadt Jerusalem122,6 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. :

»Alle, die dich lieben, sollen friedlich leben!

7Es herrsche Frieden in deinen Mauern,

es herrsche Zufriedenheit in deinen Palästen!«

8Ich denke an meine Brüder und meine Freunde

und spreche zum Abschied122,8 zum Abschied: »Zum Abschied« ist sinngemäße Ergänzung. Die Wünsche für Jerusalem verstehen sich am besten beim Abschied von Jerusalem, wenn der Pilger seine Heimreise antritt.: »Friede sei mit dir!«

9Ich denke an das Haus des HERRN122,9 Haus des HERRN: Bezeichnung für den Tempel., unseres Gottes

und bitte für die Zukunft: »Alles Gute für dich!«

123

Sprechende Blicke

1231EIN LIED FÜR DIE PILGERREISE.

Meine Augen sehen auf zu dir,

der du im Himmel123,1 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. thronst.

2Siehe, auch Sklaven123,2 Sklave, Sklavin: Sklaverei gab es in der ganzen Alten Welt in mannigfachen Formen und unter den verschiedensten Bedingungen. sehen auf zu ihrem Herrn,

wenn sie auf ein Handzeichen warten.

Auch die Sklavin sieht auf zu ihrer Gebieterin,

wenn sie auf wohlwollende Behandlung hofft.

Genauso sehen wir auf zum HERRN, unserem Gott,

bis er sich uns gegenüber barmherzig zeigt.

3Sei doch barmherzig, HERR, hab Erbarmen mit uns!

Denn wir haben es satt, so verachtet zu werden.

4Es tut uns in der Seele weh! Wir haben es so satt,

dass uns die Sorglosen mit Spott überschütten –

dass uns die Hochmütigen wie Dreck behandeln.