BasisBibel (BB)
106

Gott hat Mitleid mit seinem Volk

1061Halleluja106,1 Halleluja: Hebräisch für »Lobt den Herrn«. Im Gottesdienst wird die Gemeinde damit zum Gotteslob aufgefordert. Mehr …!

Dankt dem Herrn, denn er ist gut!

Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

2Wer kann die Taten des Herrn in Worte fassen?

Wer kann ihn so loben, wie er es verdient?

3Glücklich ist, wer sich an das Recht hält,

wer zu jeder Zeit für Gerechtigkeit106,3 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. Mehr … eintritt.

4So denk auch an mich, Herr!

Tu es aus Liebe zu deinem Volk!

Schau nach mir! Du kannst mir helfen!

5Lass mich das Glück deiner Erwählten106,5 Erwählte: Menschen, die zum Volk Gottes gehören. erfahren!

Lass mich an der Freude deines Volkes teilhaben!

Dann werde ich mich glücklich preisen,

dass ich zu ihm gehöre, deinem Eigentum106,5 Eigentum: Bezeichnung für das Volk Israel und Ausdruck des engen Verhältnisses zwischen Gott, dem Land und seinem Volk..

6Wir haben Sünden106,6 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … begangen wie unsere Vorfahren.

Wir haben Unrecht getan und wie Frevler gehandelt.

7Als unsere Vorfahren in Ägypten waren,

haben sie nichts aus deinen Wundern106,7 Wunder: Meint die ägyptischen Plagen, mit denen Gott den Pharao dazu bewegt, die Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten zu entlassen; vgl. 2. Mose/Exodus 7,8–11,10. gelernt.

Keiner wollte sich an deine große Güte erinnern.

Als sie am Schilfmeer106,7 Schilfmeer: Beim Auszug aus Ägypten rettete Gott sein Volk, indem er es durch das Schilfmeer führte; vgl. 2. Mose/Exodus 13,17–15,21. Mehr … in Bedrängnis kamen,

haben sie sich sogar dem Höchsten106,7 der Höchste: Titel für Gott, der eng mit dem Tempel in Jerusalem verbunden ist. widersetzt.

8Dennoch half er ihnen! Er tat es für seinen Namen106,8 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. Mehr …!

Er wollte ihnen seine Macht vor Augen führen.

9Er drohte dem Schilfmeer – da trocknete es aus106,9 da trocknete es aus: 2. Mose/Exodus 14,21-31 erzählt, dass Gott sein Volk trockenen Fußes durch das Schilfmeer führte. Die ägyptischen Verfolger ließ er im Meer umkommen..

So konnte er sie durch die Fluten führen

wie durch eine Wüste.

10Er rettete sie vor dem Hass ihrer Verfolger

und befreite sie aus der Gewalt ihrer Gegner.

11Wasser bedeckte die nachdrängenden Feinde.

Kein Einziger von ihnen blieb am Leben.

12Da glaubten sie seinen Verheißungen,

sangen wieder Lieder zu seinem Lob106,12 Lieder zu seinem Lob: In 2. Mose/Exodus 15,1-21 finden sich die Lieder, die Mose und Mirjam nach der Rettung am Schilfmeer singen..

13Doch bald hatten sie seine Taten vergessen.

Sie hatten keine Geduld mit seinem Plan106,13 sein Plan: Man stellte sich vor, dass Gott für alle Ereignisse einen Zeitpunkt festgelegt hat..

14Als sie in der Wüste waren, packte sie die Gier.

In trockenem Land forderten sie Gott heraus.

15Dennoch gab er ihnen, wonach sie verlangten.

Mit Essen versorgte er ihre gierigen Kehlen.106,15 Mit Essen versorgte er ihre gierigen Kehlen.: 4. Mose/Numeri 11 erzählt, dass Gott die Israeliten auf der Wanderung durch die Wüste mit Wachteln und Manna versorgt.

16Danach erregte Mose106,16 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … im Lager ihre Eifersucht,

ebenso Aaron106,16 Aaron: Bruder von Mose und erster Hohepriester Israels. Er gilt in der Bibel als Stammvater der Priester. Mehr …, der Heilige106,16 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen. Mehr … des Herrn.

17Da öffnete sich die Erde und verschlang Datan106,17 Datan, Abiram: 4. Mose/Numeri 16–17 erzählt vom Aufstand gegen Mose und Aaron und von Gottes Strafe..

Auch die Schar um Abiram106,17 Datan, Abiram: 4. Mose/Numeri 16–17 erzählt vom Aufstand gegen Mose und Aaron und von Gottes Strafe. wurde verschüttet.

18Ein Feuer entflammte gegen die abtrünnige Schar,

eine Flamme vernichtete die Frevler106,18 Frevler: Menschen, die Gottes Gebote missachten und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen. Mehr ….

19Danach machten sie am Berg Horeb106,19 Horeb: Auch »Sinai« genannter Gottesberg in der Wüste, auf dem Gott im Gewittersturm erscheint und Mose die Zehn Gebote erhält; vgl. 2. Mose/Exodus 19–20. ein Kalb106,19 Kalb: Die Geschichte vom goldenen Kalb wird in 2. Mose/Exodus 32 erzählt..

Vor dem gegossenen Bild fielen sie auf die Knie.

20Sie tauschten die Herrlichkeit106,20 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. Mehr … ihres Gottes

gegen das Abbild eines grasfressenden Stiers.

21Wieder hatten sie Gott, ihren Retter, vergessen,

der große Dinge in Ägypten geschehen ließ:

22Wunderzeichen106,22 Wunderzeichen: Meint die ägyptischen Plagen, mit denen Gott den Pharao dazu bewegt, die Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten zu entlassen; vgl. 2. Mose/Exodus 7,8–11,10. im Lande Hams106,22 Ham: Einer der drei Söhne Noahs und der Stammvater der Ägypter, vgl. 1. Mose/Genesis 10,6.,

gewaltige Taten am Schilfmeer106,22 Schilfmeer: Beim Auszug aus Ägypten rettete Gott sein Volk, indem er es durch das Schilfmeer führte; vgl. 2. Mose/Exodus 13,17–15,21. Mehr ….

23Gott aber dachte daran, sie zu vernichten,

wäre nicht Mose gewesen106,23 wäre nicht Mose gewesen: 2. Mose/Exodus 32,30-35 und 2. Mose/Exodus 34,8-10 erzählen, wie Mose bei Gott um Gnade für die Israeliten bittet., den er erwählt hat.

Der sprang für das Volk in die Bresche,

um Gott von seinem Zorn106,23 Zorn Gottes: Sein Wille, Gericht zu halten. Mehr … abzubringen.

24Danach verschmähten sie das köstliche Land106,24 köstliches Land: Bezieht sich auf das verheißene Land, das Gott den Stämmen Israels zum Besitz gegeben hat..

Sie wollten seiner Verheißung nicht glauben.

25Vielmehr schimpften sie darüber in ihren Zelten106,25 Zelt: Transportable Wohnung von Nomaden, die nicht sesshaft sind und mit ihren Tieren durch das Land ziehen. Mehr ….

Keiner hörte mehr auf die Stimme des Herrn.

26Da streckte er seine Hand gegen sie aus,

um sie in der Wüste niederzuwerfen.

27So unterwarf er ihre Nachkommen den Völkern,

und zerstreute sie in aller Herren Länder.

28Danach wurden sie Anhänger des Baal-Pegor106,28 Anhänger des Baal-Pegor: 4. Mose/Numeri 25,1-5 erzählt, dass die Israeliten den Gott Baal-Pegor verehrten.

und hielten Opfermahlzeiten für die Toten.

29Durch ihr Treiben verärgerten sie Gott so sehr,

dass eine Plage über sie hereinbrach.

30Da trat Pinhas106,30 Pinhas: 4. Mose/Numeri 25,6-15 erzählt, dass der Priester Pinhas sich gegen die Ehe eines Israeliten mit einer midianitischen Frau stellt, da die Ehe mit Nicht-Israelitinnen verboten war. als Anwalt für sie ein.

So konnte er die Plage noch aufhalten.

31Sein Eintreten achtete man als gerecht,

über Generationen hinweg für alle Zeit.

32Danach reizten sie Gott am Wasser von Meriba106,32 Meriba: Ort auf der Wüstenwanderung Israels, an dem sich das Volk gegen Mose und Gott auflehnte; vgl. 2. Mose/Exodus 17,1-7..

Diesmal hatte Mose106,32 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … die Folgen zu tragen.

33Denn sie forderten seinen Zorn so lange heraus,

bis er sich zu unbedachten Worten hinreißen ließ.

34Sie hatten die Völker nicht vernichtet,

wie der Herr es ihnen aufgetragen hat.

35Vielmehr vermischten sie sich mit den Völkern

und übernahmen ihre Sitten und Gebräuche106,35 übernahmen ihre Sitten und Gebräuche: Richter 2,11-19 erzählt vom Verhalten der Israeliten, nachdem sie in das von Gott versprochene Land eingezogen sind..

36Sie verehrten ihre Götzenbilder106,36 Götzenbild: Abfällige Bezeichnung für ein aus Stein, Ton, Holz oder Metall gefertigtes Standbild einer Gottheit. Seine Herstellung und Verehrung waren in Israel verboten..

Dadurch liefen sie in die Falle.

37Sie brachten ihre Söhne und Töchter dar,

als Kinderopfer106,37 Kinderopfer: Darbringen von Kindern als Opfer für eine Gottheit. Für das Volk Israel war das verboten. für die Dämonen.

38Sie vergossen unschuldiges Blut,

das Blut ihrer eigenen Söhne und Töchter.

Die hatten sie den Göttern Kanaans106,38 Götter Kanaans: In Kanaan wurden Götter verehrt, denen in Notlagen auch Kinder geopfert wurden. geopfert

und durch ihr Blut das Land entweiht.

39So wurden sie unrein durch ihr Handeln

und treulos gegen Gott durch ihr Treiben.

40Da tobte der Herr vor Zorn106,40 Zorn Gottes: Sein Wille, Gericht zu halten. Mehr … gegen sein Volk.

Voller Abscheu sah er auf sein Eigentum106,40 Eigentum: Bezeichnung für das Volk Israel und Ausdruck des engen Verhältnisses zwischen Gott, dem Land und seinem Volk..

41Er gab sie in die Gewalt von fremden Völkern.

Die herrschten über sie voller Hass.

42Ihre Feinde bedrängten sie hart.

Sie mussten sich ihrer Gewalt beugen.

43Aus vielen Gefahren hat Gott sie gerettet.

Sie aber widersetzten sich hartnäckig seinem Plan106,43 sein Plan: Man stellte sich vor, dass Gott für alle Ereignisse einen Zeitpunkt festgelegt hat.

und verstrickten sich immer tiefer in ihre Schuld106,43 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr ….

44Dennoch schaute er nach ihnen in ihrer Not,

wann immer er ihr Klagegeschrei hörte.

45Aus Liebe zu ihnen dachte er an seinen Bund106,45 Bund: Vertrag, mit dem zwei Partner eine gegenseitige Verpflichtung eingehen. Ist Gott einer der Partner, kann er sich auch einseitig zur Treue gegenüber seinem Volk oder einzelnen Menschen verpflichten. Mehr ….

Ja, sein Mitleid war so groß wie seine Güte.

46Er zeigte ihnen seine Barmherzigkeit

vor den Augen aller, die sie gefangen hielten.

47Herr, unser Gott, befreie uns doch!

Bring uns aus den Völkern wieder heim!

Dann wollen wir deinen heiligen Namen106,47 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. Mehr … preisen

und uns rühmen, dass wir dich loben dürfen.

48Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels,

von Anfang an bis in alle Zukunft!

Das ganze Volk soll sagen: Amen106,48 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!« Mehr …!

Halleluja106,48 Halleluja: Hebräisch für »Lobt den Herrn«. Im Gottesdienst wird die Gemeinde damit zum Gotteslob aufgefordert. Mehr …!

107

Das fünfte Buch der Psalmen

Psalm 107–150

Viel Grund zum Danken

1071Dankt dem Herrn, denn er ist gut!

Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.

2So sollen die sprechen, die der Herr befreit hat.

Er befreite sie aus Gewalt und Unterdrückung.

3Er sammelte sie aus aller Herren Länder:

aus dem Osten und aus dem Westen,

aus dem Norden und den Gebieten am Meer107,3 Gebiete am Meer: Steht eigentlich für den Westen, obwohl man hier den Süden als Himmelsrichtung erwartet..

4Manche irrten in menschenleerer Wüste umher.

Sie suchten nach einer bewohnten Stadt,

konnten aber den Weg dorthin nicht finden.

5Sie waren hungrig und durstig,

ihre Lebenskraft schwand dahin.

6Da riefen sie zum Herrn in ihrer Not

und er riss sie aus ihrer Verzweiflung.

7Er führte sie auf den richtigen Weg,

sodass sie zu einer bewohnten Stadt kamen.

8Nun sollen sie dem Herrn danken für seine Güte

und für seine Wunder an den Menschen.

9Denn er hat sie erfrischt, als sie erschöpft waren,

und mit Gutem gestärkt, als sie Hunger hatten.

10Andere hockten in finsteren Kerkern.

Sie waren gefesselt und in Eisen gelegt.

11Denn sie hatten sich Gottes Anweisungen widersetzt

und wollten dem Plan107,11 Plan: Man stellte sich vor, dass Gott für alle Ereignisse einen Zeitpunkt festgelegt hat. des Höchsten107,11 der Höchste: Titel für Gott, der eng mit dem Tempel in Jerusalem verbunden ist. nicht folgen.

12Er aber brach ihren Widerstand in der Gefangenschaft.

Sie lagen am Boden und niemand half ihnen auf.

13Da schrien sie zum Herrn in ihrer Not

und er rettete sie aus ihrer Verzweiflung.

14Er befreite sie aus den finsteren Kerkern

und zerriss ihre Fesseln.

15Nun sollen sie dem Herrn danken für seine Güte

und für seine Wunder an den Menschen.

16Denn er hat die Bronzetüren aufgebrochen

und die eisernen Türriegel zerschlagen.

17Manche kamen aus Dummheit auf die schiefe Bahn

und litten schrecklich unter ihren Vergehen.

18Vor Ekel konnten sie nichts mehr essen

und klopften schon an die Tore des Todes107,18 Tore des Todes: Bild für den Eingang zum Totenreich..

19Da schrien sie zum Herrn in ihrer Not

und er rettete sie aus ihrer Verzweiflung.

20Er schickte ihnen sein Wort, um sie zu heilen

und sie vor dem sicheren Untergang zu retten.

21Nun sollen sie dem Herrn danken für seine Güte

und für seine Wunder an den Menschen.

22Sie sollen ihm Dankopfer107,22 Dankopfer: Eine Opfergabe, die Gott zum Dank für die erfahrene Rettung im Tempel dargebracht wird. Mehr … darbringen

und jubelnd von seinen Taten erzählen.

23Andere segelten mit Schiffen über das Meer.

Sie unternahmen Handelsreisen auf hoher See.

24Auch die haben die Werke des Herrn gesehen

und seine Wunder über dem Abgrund:

25Er rief einen Sturmwind in seinen Dienst,

der türmte die Wellen zu schwindelnden Höhen.

26Mit dem Schiff fuhren sie dem Himmel entgegen,

dann stürzten sie wieder in die Tiefe hinab.

Das Unwetter ließ sie verzagen.

27Sie tanzten und torkelten auf Deck wie Betrunkene.

Sie waren am Ende mit ihrer ganzen Seemannskunst.

28Da riefen sie zum Herrn in ihrer Not

und er führte sie aus ihrer Verzweiflung.

29Er brachte den Sturmwind zum Schweigen,

und die aufgepeitschte See beruhigte sich.

30Sie waren froh, dass sich die Wogen legten.

So führte er sie in den ersehnten Hafen.

31Nun sollen sie dem Herrn danken für seine Güte

und für seine Wunder an den Menschen.

32Sie sollen ihn ehren in der Versammlung des Volkes

und ihn loben im Kreis der Alten.

33Er kann Wasserströme zur Wüste machen

und Quellgebiete zu wasserlosem Land.

34Er kann fruchtbaren Boden zur Salzwüste machen,

weil seine Bewohner so voller Bosheit sind.

35Umgekehrt kann er die Wüste zur Oase machen

und das trockene Land zum Quellgebiet.

36Dort ließ er sein ausgehungertes Volk siedeln,

sie gründeten eine Stadt, wo sie wohnen konnten.

37Sie bestellten die Felder und pflanzten Weinberge107,37 Weinberg: Ein mit einer Mauer umgebener Garten, in dem Wein angebaut wird. In Israel war das ein wertvoller Besitz. Mehr ….

Mit den Früchten erzielten sie einen guten Ertrag.

38Er segnete107,38 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen. Mehr … sie, sodass sie viele Kinder bekamen.

Auch ihr Viehbesitz wurde nicht kleiner.

39Aber dann wurden sie weniger und mussten sich beugen

unter der Last von Unglück und Kummer.

40Da strafte er die Verantwortlichen mit Verachtung

und ließ sie ziellos in der Wüste umherirren.

41Die Besitzlosen aber beschützte er vor dem Elend

und ließ ihre Familien wachsen wie eine Herde.

42Die Aufrechten sollen es sehen und sich freuen.

Aber alle, die voller Bosheit sind, halten den Mund.

43Wer klug ist, wird sich diese Geschichte merken,

und begreifen, was die Güte des Herrn bewirkt.

108

Gottes Güte in Kriegszeiten

1081EIN LIED, EIN PSALM, VON DAVID108,1 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr ….

2Mein Vertrauen steht fest, Gott.

Darum will ich singen und musizieren

für dich, du herrlicher Glanz108,2 herrlicher Glanz: Der Aufgang der Sonne ist hier Bild für die kommende Gerechtigkeit Gottes.:

3Wach auf, du Harfe108,3 Harfe: Musikinstrument mit einer größeren Anzahl von Saiten, die gezupft wurden. und Leier108,3 Leier: Musikinstrument mit bis zu 10 Saiten, die gezupft wurden. Mehr …,

ich will das Morgenrot wecken.

4Dir will ich danken unter den Völkern, Herr,

und für dich musizieren vor den Nationen.

5Denn deine Güte reicht über den Himmel hinaus

und deine Treue bis zu den Wolken.

6Erhebe dich, Gott, über den Himmel108,6 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. Mehr …

und über die ganze Erde in deiner Herrlichkeit108,6 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. Mehr ….

7So werden deine Freunde gerettet.

Hilf mir mit deiner starken Hand

und antworte mir!

8In seinem Heiligtum108,8 Heiligtum: Meint den Tempel in Jerusalem. hat Gott gesagt:

»Ich werde jubeln über meinen Sieg!

Das Land von Sichem108,8 Sichem: Stadt 60 km nördlich von Jerusalem, zwischen den Bergen Garizim und Ebal gelegen. werde ich verteilen108,8 verteilen: Nach seinem Sieg ordnet Gott die Völkerwelt neu. Es gelten neue Machtverhältnisse.

und das Tal von Sukkot108,8 Sukkot: Ort im heutigen Jordanien, an der Mündung des Jabbok in den Jordan. Hier wohnte Israels Stammvater Jakob, vgl. 1. Mose/Genesis 33,17. ausmessen.

9Mir gehört Gilead108,9 Gilead: Landschaft im heutigen Jordanien, zwischen See Gennesaret und Totem Meer. und mir gehört Manasse108,9 Manasse: Stamm Israels, der nach einem der beiden Söhne Josefs benannt ist. Die eine Hälfte seines Siedlungsgebiets liegt zwischen Mittelmeer und Jordan, die andere erstreckt sich von dort aus weiter ins Ostjordanland..

Efraim108,9 Efraim: Stamm Israels, der nach einem der beiden Söhne Josefs benannt ist. Sein Siedlungsgebiet liegt im mittleren Westjordanland und erstreckt sich bis zum Mittelmeer. Mehr … ist mein Helm, Juda108,9 Juda: Einer der zwölf Stämme Israels. Sein Siedlungsgebiet lag im judäischen Bergland. mein Herrscherstab108,9 Herrscherstab: Bild für königliche Macht, ursprünglich ein Hirtenstab. Mehr ….

10Moab108,10 Moab: Nachbarstaat Israels im Ostjordanland. Mehr … soll mir als Waschbecken108,10 Waschbecken: Anspielung auf das Tote Meer, an dessen Ostseite der Staat Moab liegt. dienen.

Auf Edom108,10 Edom: Nachbarstaat Israels im Süden. will ich meinen Schuh werfen108,10 Schuh werfen: Die Redewendung bedeutet, dass man von etwas Besitz ergreift..

Über die Philister108,10 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … werde ich triumphieren.«

11Wer kann mich108,11 mich: Hier wendet sich der König an Gott. in die befestigte Stadt bringen?

Wer wird mich sicher bis nach Edom108,11 Edom: Nachbarstaat Israels im Süden. führen?

12Ach Gott, hast du uns wirklich verstoßen?

Ziehst du nicht mehr mit uns in den Krieg, Gott?

13Steh uns bei und rette uns vor dem Feind!

Hilfe von Menschen kann da nichts ausrichten.

14Doch mit Gott werden wir siegreich sein.

Er selbst wird unsere Feinde zertreten.