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Jung wie ein Adler

1031VON DAVID103,1 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr ….

Lobe den Herrn, meine Seele103,1 Seele: Ausdruck für die Empfindsamkeit, Sehnsucht und Lebendigkeit des Menschen. Mehr …!

Und alles in mir preise

seinen heiligen Namen103,1 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. Mehr …!

2Lobe den Herrn, meine Seele!

Und vergiss nicht das Gute,

das er für dich getan hat!

3Er vergibt dir alle deine Sünden103,3 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr ….

Er heilt alle deine Krankheiten.

4Er führt dein Leben aus der Todesnähe.

Er schmückt dich mit einer Krone103,4 Krone: Bild für die königliche Stellung des Menschen.

sie besteht aus Güte und Barmherzigkeit.

5Er versorgt dich mit Gutem dein Leben lang.

So fühlst du dich jung wie ein Adler103,5 Adler: Großer Greifvogel, der sich kraftvoll und frei in die Luft schwingt. Er steht sinnbildlich für Kraft und Stärke. Mehr ….

6Der Herr schafft Gerechtigkeit.

Allen Unterdrückten verhilft er zum Recht.

7Er hat Mose103,7 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … seine Wege offenbart

und den Israeliten103,7 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. Mehr … seine Taten.

8Reich an Barmherzigkeit und Gnade103,8 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. Mehr … ist der Herr,

unendlich geduldig und voller Güte.

9Er liegt nicht ewig mit uns im Streit

und ist nicht für immer böse mit uns.

10Er straft uns nicht, wie wir es verdienen,

und unsere Sünden103,10 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … zahlt er uns nicht heim.

11So hoch, wie der Himmel über der Erde steht,

so weit reicht seine Güte.

Sie umfasst alle, die zu ihm gehören.

12So fern, wie der Osten vom Westen ist,

so weit rückt er unsere Vergehen von uns weg.

13Wie ein Vater seinen Kindern mit Güte begegnet,

so barmherzig handelt der Herr an denen,

die zu ihm gehören.

14Denn er weiß, was für Geschöpfe wir sind.

Er denkt daran, dass wir nur aus Staub bestehen.

15Der Mensch ist so vergänglich wie das Gras,

er blüht wie eine Blume auf dem Feld.

16Wenn der Wind über sie hinwegfegt, ist sie dahin.

Wo sie gestanden hat, bleibt keine Spur von ihr.

17Doch die Güte des Herrn bleibt bestehen,

von Anfang an bis in alle Zukunft.

Sie bleibt bei denen, die zu ihm gehören,

und seine Gerechtigkeit bei den Kindern und Enkeln.

18Sie gilt denen, die an seinem Bund103,18 Bund: Vertrag, mit dem zwei Partner eine gegenseitige Verpflichtung eingehen. Ist Gott einer der Partner, kann er sich auch einseitig zur Treue gegenüber seinem Volk oder einzelnen Menschen verpflichten. Mehr … festhalten,

an seine Gebote103,18 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. Mehr … denken und danach handeln.

19Der Herr hat im Himmel103,19 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. Mehr … seinen Thron103,19 Thron: Bild für die Königsherrschaft Gottes. Mehr … aufgestellt.

Als König103,19 König: Ehrentitel für Gott, der als Herrscher der Welt verehrt wird und für Recht und Gerechtigkeit sorgt. herrscht er über die ganze Welt.

20Lobt den Herrn, ihr dienstbaren Engel103,20 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. Mehr …

ihr starken Helden, die sein Wort ausführen

und seine Befehle entgegennehmen!

21Lobt den Herrn, ihr himmlischen Heere103,21 himmlische Heere: Hebräisch Zebaot. Der Beiname bringt die ganze Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck. Mehr …

ihr treuen Diener, die seinen Willen tun!

22Lobt den Herrn, ihr alle, die er geschaffen hat –

an allen Orten, die seine Herrschaft umfasst!

Lobe den Herrn, meine Seele103,22 Seele: Ausdruck für die Empfindsamkeit, Sehnsucht und Lebendigkeit des Menschen. Mehr …!

104

Gottes wunderbare Welt

1041Lobe den Herrn, meine Seele104,1 Seele: Ausdruck für die Empfindsamkeit, Sehnsucht und Lebendigkeit des Menschen. Mehr …!

Herr, mein Gott, wie groß bist du!

In Pracht und Schönheit bist du gekleidet.

2Du hüllst dich in Licht wie in einen Mantel.

Du spannst den Himmel aus wie ein Zeltdach.

3Im himmlischen Ozean104,3 himmlischer Ozean: 1. Mose/Genesis 1,6-8 erzählt, dass Gott bei der Schöpfung das Urmeer in ein Meer über und ein Meer unter dem Himmel teilt. setzt du die Balken,

die das Obergeschoss deines Palastes tragen.

Du machst die Wolken zu deinem Wagen.

Flügel des Windes tragen dich überall hin.

4Du machst die Stürme zu deinen Boten.

Feuer und Flamme nimmst du in Dienst.

5Du hast die Erde auf ihre Pfeiler104,5 Pfeiler: Man stellte sich vor, dass die Erdscheibe auf Säulen ruht, die im unterirdischen Meer verankert sind. Sie bilden die Fundamente der Welt. gesetzt.

Sie wird niemals wanken – zu keiner Zeit.

6Die Fluten der Urzeit104,6 Fluten der Urzeit: Das Wasser, das vor der Schöpfung die gesamte Erde bedeckte; vgl. 1. Mose/Genesis 1,2. bedeckten sie wie ein Kleid.

Wassermassen standen hoch über den Bergen.

7Doch dein Drohen zwang sie zurückzuweichen.

Vor deinem Donnerwetter liefen sie davon.

8Sie strömten die Berge hoch und die Täler hinab –

bis zu dem Ort, den du für sie bestimmt hast.

9Du hast ihnen eine Grenze gesetzt,

die sie nicht mehr überschreiten dürfen.

Nie wieder dürfen sie die Erde bedecken.

10Quellwasser schickst du die Täler hinab.

In Bächen fließt es zwischen den Bergen dahin.

11Alle Tiere auf dem freien Feld trinken daraus,

auch die Wildesel104,11 Wildesel: Anspruchsloses Tier, das auch in trockenen Gebieten überlebt. löschen dort ihren Durst.

12Die Vögel des Himmels bauen Nester an ihren Ufern,

in den Zweigen trällern sie ihr Lied.

13Aus den Wolken um deinen Palast

lässt du Regen auf die Berge niedergehen.

Wind und Wetter, die du gemacht hast,

schenken der Erde ihre Fruchtbarkeit.

14Für das Vieh lässt du Gras wachsen

und Getreide für den Ackerbau des Menschen.

So kann die Erde Brot hervorbringen

15und Wein104,15 Wein: Ein im Mittelmeerraum übliches Nahrungs- und Genussmittel. Wein ist zugleich Sinnbild für Lebensfreude und Wohlstand. Mehr …, der das Menschenherz erfreut.

So gibt es Salböl104,15 Salböl: Ein mit wohlriechenden Zusätzen vermengtes, kostbares Öl. Es wird bei bestimmten religiösen Handlungen verwendet. Mehr … für ein glänzendes Gesicht

und Nahrung, die das Menschenherz stärkt.

16Die Bäume des Herrn erhalten Wasser genug,

die Zedern104,16 Zeder: Bis zu 30 m hoher Gebirgsbaum, der vor allem im Libanon wächst. Mehr … des Libanon104,16 Libanon: Gebirgszug nördlich von Israel mit bis zu 3000 m hohen, dicht bewaldeten Bergen. Mehr …, die er gepflanzt hat.

17Dort in ihren Zweigen nisten die Vögel,

der Storch ist auf den Zypressen104,17 Zypresse: Immergrüner Nadelbaum von säulenartiger Gestalt, der eine Höhe von 9–15 m erreicht. Mehr … zu Hause.

18Im Hochgebirge hat der Steinbock sein Revier.

Der Klippdachs104,18 Klippdachs: Mit einem gelbbraunen Pelz bedecktes kleines Säugetier, das in felsigem Gelände lebt. versteckt sich in den Felsen.

19Den Mond hast du für die Festzeiten104,19 Festzeiten: Der Zeitpunkt, zu dem die religiösen Feste gefeiert wurden, wurde nach dem Mondkalender bestimmt. gemacht.

Die Sonne weiß, wann sie untergehen soll.

20Schickst du Finsternis, dann wird es Nacht.

Nun regen sich alle Tiere in den Wäldern.

21Die jungen Löwen brüllen nach Beute,

sie fordern etwas zu fressen von Gott.

22Geht die Sonne auf, ziehen sie sich zurück

und ruhen sich aus in ihren Verstecken.

23Nun macht sich der Mensch ans Werk

und tut seine Arbeit bis zum Abend.

24Wie zahlreich sind deine Werke, Herr.

In Weisheit hast du sie alle gemacht.

Die Erde ist voll von deinen Gütern.

25Da ist das Meer, so groß und unermesslich weit.

Dort wimmelt es von Lebewesen ohne Zahl –

von kleinen und großen Meerestieren.

26Dort ziehen Schiffe ihre Bahn –

auch der Leviatan104,26 Leviatan: Chaoswesen, das im Meer lebt. Im Alten Testament ist es Sinnbild für die tobenden Wasserfluten, die die Welt bedrohen. Mehr …, den du geschaffen hast.

So kann er im Meer sein Spiel treiben.

27Mensch und Tier104,27 Mensch und Tier: Wörtlich »alle Augen«. Meint hier alle von Gott geschaffenen Lebewesen. halten Ausschau nach dir,

damit du ihnen Essen gibst zur richtigen Zeit.

28Du gibst es ihnen, sie sammeln es auf.

Du öffnest deine Hand, sie essen sich satt

an deinen guten Gaben.

29Wendest du dich ab, erschrecken sie.

Nimmst du ihnen den Lebensatem104,29 Lebensatem: Gott haucht dem Menschen Atem ein und macht ihn dadurch lebendig, vgl. 1. Mose/Genesis 2,7. Mehr …,

dann sterben sie und werden zu Staub.

30Schickst du deinen Lebensatem aus,

dann wird wieder neues Leben geboren.

So machst du das Gesicht der Erde neu.

31Die Herrlichkeit104,31 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. Mehr … des Herrn bleibe für immer.

Der Herr freue sich über seine Geschöpfe.

32Ein Blick von ihm genügt, dass die Erde bebt –

eine einzige Berührung, dass die Berge rauchen.

33Ich will den Herrn loben mein Leben lang!

Meinem Gott will ich singen, solange ich bin!

34Mein Lobgesang soll ihm gefallen.

Ich, ja ich freue mich über den Herrn.

35Mögen die Sünder104,35 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewandt haben und seinen Willen missachten. vom Erdboden verschwinden.

Keinen einzigen Frevler104,35 Frevler: Menschen, die Gottes Gebote missachten und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen. Mehr … soll es mehr geben.

Lobe den Herrn, meine Seele104,35 Seele: Ausdruck für die Empfindsamkeit, Sehnsucht und Lebendigkeit des Menschen. Mehr …! Halleluja104,35 Halleluja: Hebräisch für »Lobt den Herrn«. Im Gottesdienst wird die Gemeinde damit zum Gotteslob aufgefordert. Mehr …!

105

Gott sorgt für sein Volk

1051Dankt dem Herrn, ruft seinen Namen aus!

Verkündet seine Taten unter den Völkern!

2Singt für ihn, musiziert für ihn!

Sprecht über alle seine Wunder105,2 Zeichen, Wunder: Gottes Eingreifen in die Welt wird an seinen Wundertaten und Schöpfungswerken sichtbar. Mehr …!

3Rühmt seinen heiligen Namen105,3 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. Mehr …!

Von Herzen sollen sich alle freuen,

die den Herrn suchen.

4Fragt nach dem Herrn und seiner Macht,

kommt vor sein Angesicht105,4 Angesicht: Bezeichnet im übertragenen Sinn die Zuwendung Gottes zu den Menschen. Mehr … zu jeder Zeit!

5Denkt an seine Wunder, die er getan hat,

an seine Zeichen und Urteilssprüche!

6Denkt daran, ihr Nachkommen Abrahams105,6 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. Mehr …, seines Knechts105,6 Knecht, Knecht Gottes: Ehrenvolle Bezeichnung für Menschen, die Gott in seinen Dienst nimmt. Mehr …,

ihr Söhne Jakobs105,6 Jakob: Sohn von Isaak und Rebekka. Er ist der Vater von zwölf Söhnen, die für die Stämme Israels stehen; vgl. 1. Mose/Genesis 25,19–50,14. Mehr …, die er erwählt hat!

7Er, der Herr, ist unser Gott.

Seine Beschlüsse gelten im ganzen Land.

8Er denkt für immer an seinen Bund105,8 Bund: Gott verpflichtet sich, für sein Volk Israel zu sorgen. Die Menschen entsprechen seinem Bund dadurch, dass sie nach seinen Geboten leben..

Tausend Generationen gab er sein Wort.

9Diesen Bund hat er mit Abraham geschlossen105,9 mit Abraham geschlossen: Von Gottes Bund mit Abraham, dem Stammvater Israels, erzählen 1. Mose/Genesis 15 und 1. Mose/Genesis 17.

und gegenüber Isaak105,9 Isaak: Stammvater des Volkes Israel und einziger Sohn von Abraham und Sara, vgl. 1. Mose/Genesis 21–35. Mehr … durch einen Eid bekräftigt105,9 durch einen Eid bekräftigt: Von diesem Eid erzählt 1. Mose/Genesis 26,2-5..

10Für Jakob105,10 Jakob: Sohn von Isaak und Rebekka. Er ist der Vater von zwölf Söhnen, die für die Stämme Israels stehen; vgl. 1. Mose/Genesis 25,19–50,14. Mehr … hat er ihn als Verheißung festgesetzt

und für Israel105,10 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. Mehr … zum dauerhaften Bund erklärt:

11»Dir will ich das Land Kanaan105,11 Kanaan: Bezeichnung für das Gebiet zwischen Jordantal und Mittelmeer bis zur Stadt Sidon, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. Mehr … geben.

Als euer Erbbesitz105,11 Erbbesitz: Der Anteil der Israeliten an dem Land, das Gott ihnen gibt. Sie dürfen das Land für ihren Lebensunterhalt nutzen, der Eigentümer bleibt Gott. soll es euch zufallen.«

12Damals waren sie nur eine kleine Schar,

eine Handvoll Leute und Fremde im Land.

13Sie zogen von Volk zu Volk,

von einem Königreich zum andern.

14Doch er ließ nicht zu, dass man sie unterdrückte.

Zu ihrem Schutz warnte er sogar Könige:

15»Vergreift euch nicht an meinen Gesalbten,

tut meinen Propheten105,15 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … keine Gewalt an!«

16Dann ließ er eine Hungersnot kommen.

Landauf, landab zerbrach er jeden Stab105,16 Stab: Ein Holzstock, auf dem die im Orient üblichen ringförmigen Brote aufgereiht werden.,

auf dem noch ein Ring Brot als Vorrat lag.

17Zuvor hatte er ihnen jemanden vorausgeschickt:

Josef105,17 Josef: Einer der zwölf Söhne Jakobs, der von seinen Brüdern als Sklave verkauft worden war; vgl. 1. Mose/Genesis 37,12-36. wurde als Sklave105,17 Sklaven: Sie gehörten zum Eigentum anderer Menschen, bekamen keinen Lohn für ihre Arbeit und konnten nicht frei über ihr Leben entscheiden. Mehr … nach Ägypten105,17 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste. Mehr … verkauft.

18Sie fesselten seine Füße mit Ketten,

ein Eisen legte man ihm um den Hals.

19Doch bald sollte sich sein Wort erfüllen.

Die Deutung der Träume105,19 Deutung der Träume: Anspielung auf die Träume, die Josef in Ägypten mit Gottes Hilfe deutet; vgl. 1. Mose/Genesis 40,1–41,36. erwies sich als wahr.

Sie kam vom Herrn.

20Er schickte einen König, der kettete ihn los –

einen Befehlshaber der Völker, der ließ ihn frei.

21Er machte ihn zum Verwalter über sein Haus

und zum Befehlshaber über all seinen Besitz.

22So konnte Josef die Beamten an sich binden

und die Ältesten klug und weise unterrichten.

23Dann kam Israel105,23 Israel: Anderer Name für Jakob, den er von Gott in 1. Mose/Genesis 32,23-33 erhält. Mehr … mit seiner Familie nach Ägypten105,23 nach Ägypten: 1. Mose/Genesis 46 erzählt, dass Jakob wegen einer Hungersnot mit seiner ganzen Familie nach Ägypten zieht. Dort ist sein Sohn Josef zum Stellvertreter des Pharao geworden.,

und Jakob105,23 Jakob: Sohn von Isaak und Rebekka. Er ist der Vater von zwölf Söhnen, die für die Stämme Israels stehen; vgl. 1. Mose/Genesis 25,19–50,14. Mehr … wohnte als Fremder im Lande Hams105,23 Ham: Einer der drei Söhne Noahs und der Stammvater der Ägypter, vgl. 1. Mose/Genesis 10,6..

24Gott aber ließ sein Volk sehr zahlreich werden.

Er machte es mächtiger als seine Unterdrücker.

25Das änderte ihre Einstellung und sie begannen,

sein Volk zu hassen und hinterhältig zu täuschen.

26Also schickte er Mose105,26 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr …, seinen Knecht105,26 Knecht, Knecht Gottes: Ehrenvolle Bezeichnung für Menschen, die Gott in seinen Dienst nimmt. Mehr …,

und Aaron105,26 Aaron: Bruder von Mose und erster Hohepriester Israels. Er gilt in der Bibel als Stammvater der Priester. Mehr …, den er dazu erwählt hat.

27Sie taten bei ihnen die angekündigten Zeichen105,27 Zeichen: Meint die ägyptischen Plagen, mit denen Gott den Pharao dazu bewegt, die Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten zu entlassen; vgl. 2. Mose/Exodus 7,8–11,10.

und vollbrachten Wunder im Lande Hams.

28Er schickte eine Finsternis105,28 Finsternis: Von der neunten Plage erzählt 2. Mose/Exodus 10,21-29., da wurde es stockfinster.

Doch die Ägypter achteten nicht auf sein Wort.

29Er verwandelte ihre Gewässer in Blut105,29 Gewässer in Blut: Von der ersten Plage erzählt 2. Mose/Exodus 7,14-24.

und ließ die Fische in ihnen sterben.

30Es wimmelte von Fröschen105,30 Frösche: Von der zweiten Plage erzählt 2. Mose/Exodus 7,25–8,11. in ihrem Land,

sogar in den Zimmern des königlichen Palasts.

31Auf seinen Befehl kamen Schwärme von Fliegen,

Stechmücken105,31 Stechmücken: Von der dritten Plage erzählt 2. Mose/Exodus 8,12-15. bedeckten ihr gesamtes Gebiet.

32Er ließ Regen als Hagel105,32 Hagel: Von der siebten Plage erzählt 2. Mose/Exodus 9,13-35. niedergehen,

Blitz und Feuer verheerten ihr Land.

33Er zerschlug ihre Weinstöcke und Feigenbäume,

zerschmetterte die Bäume in ihrem Gebiet.

34Auf seinen Befehl kamen Heuschrecken105,34 Heuschrecken: Von der achten Plage erzählt 2. Mose/Exodus 10,1-20.

und Ungeziefer105,34 Ungeziefer: Von der vierten Plage erzählt 2. Mose/Exodus 8,16-28. in zahlloser Menge.

35Alles Grüne in ihrem Land fraßen sie kahl

und vertilgten die Früchte des Feldes.

36Er ließ alle Erstgeburt in ihrem Land sterben105,36 alle Erstgeburt ließ er sterben: Von der zehnten und letzten Plage erzählt 2. Mose/Exodus 12,29-42.,

die erstgeborenen Kinder, ihr ganzer Stolz.

37Beladen mit Gold und Silber, so führte er sie heraus.

Und keiner unter Israels Stämmen105,37 Stämme Israels: Israel versteht sich als Verband von zwölf Stämmen, die auf die Nachkommen der Söhne Jakobs zurückgehen. Mehr … zweifelte noch.

38Doch die Ägypter waren froh, dass sie wegzogen.

Denn sie hatten Angst vor ihnen bekommen.

39Er formte eine Wolke105,39 Wolke, Feuerschein: Beim Auszug aus Ägypten zeigte Gott seinem Volk den Weg durch die Wüste in einer Wolken- oder Feuersäule, vgl. 2. Mose/Exodus 13,21-22., um sein Volk zu bedecken –

und einen Feuerschein105,39 Feuerschein: Beim Auszug aus Ägypten zeigte Gott seinem Volk den Weg durch die Wüste in einer Wolken- oder Feuersäule, vgl. 2. Mose/Exodus 13,21-22., um die Nacht zu erhellen.

40Sie baten um Essen – da schickte er Wachteln105,40 Wachteln: Kleine, tief fliegende Vögel. Gott versorgte die Israeliten auf ihrem Weg durch die Wüste mit Wachteln, vgl. 2. Mose/Exodus 16.

und stillte ihren Hunger mit Brot vom Himmel105,40 Brot vom Himmel: Auch »Manna« genannt. Nahrung, die direkt vom Himmel kommt. Mit ihr versorgte Gott die Israeliten auf dem Weg durch die Wüste, vgl. 2. Mose/Exodus 16..

41Er spaltete Felsen105,41 er spaltete Felsen: 2. Mose/Exodus 17,1-7 erzählt, wie Gott durch Mose Wasser aus einem Felsen fließen lässt. – da sprudelte Wasser hervor,

es floss und wurde zum Bach in der Wüste.

42Denn er erinnerte sich an sein heiliges Wort105,42 heiliges Wort: Meint den Bund, den Gott mit Abraham, dem Stammvater Israels, geschlossen hat; vgl. 1. Mose/Genesis 15 und 1. Mose/Genesis 17.,

das er seinem Knecht105,42 Knecht, Knecht Gottes: Ehrenvolle Bezeichnung für Menschen, die Gott in seinen Dienst nimmt. Mehr … Abraham105,42 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. Mehr … gegeben hat.

43Er führte sein Volk voll Freude in die Freiheit,

unter dem Jubel seines erwählten Volks.

44Er gab ihnen die Länder von fremden Völkern.

So konnten sie die Güter in Besitz nehmen,

die sich die Nationen erworben hatten.

45Darum sollen sie nach seinen Gesetzen105,45 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. Mehr … leben

und seine Gebote105,45 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. Mehr … halten. Halleluja105,45 Halleluja: Hebräisch für »Lobt den Herrn«. Im Gottesdienst wird die Gemeinde damit zum Gotteslob aufgefordert. Mehr …!