BasisBibel NT+Ps (BB)
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Einladung zum Danken

1001EIN PSALM.

FÜR DIE DANKFEIER.

Begrüßt den HERRN, alle Länder der Erde!

2Tut fröhlich euren Dienst für den HERRN!

Kommt voller Jubel in sein Heiligtum100,2 in sein Heiligtum: Wörtlich »vor sein Angesicht«.!

3Erkennt doch: Gott allein ist der HERR!

Er hat uns geschaffen und wir gehören ihm.

Wir sind sein Volk und die Schafe,

die er auf sein Weideland führt.

4Tretet ein durch seine Tore mit einem Dankopfer100,4 Dankopfer: Eine Opfergabe, die Gott zum Dank dargebracht wird. !

Kommt in seine Höfe100,4 Höfe: Der Tempel in Jerusalem ist von einem inneren und äußeren Vorhof umgeben. mit einem Lobgesang!

Dankt ihm dafür, preist seinen Namen100,4 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart im Tempel.!

5Der HERR ist gut! Für immer bleibt seine Güte –

und seine Treue von Generation zu Generation.

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Grundlagen einer guten Politik

1011MIT DAVID101,1 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. VERBUNDEN,

EIN PSALM.

Von Gnade101,1 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu. und Recht will ich singen!

Für dich, HERR, musiziere ich!

2Ich will einen vorbildlichen Weg gehen.

Wann kommst du zu mir?

Ich will mich so in meinem Haus101,2 Haus: Bezeichnet hier nicht nur das Gebäude, sondern auch die Familie des Königs und seine Regierungsbeamten. bewegen,

wie es mein ehrliches Herz verlangt.

3Ich fasse keine Vorhaben ins Auge,

die Verderben mit sich bringen.

Ich hasse es, wenn Gebote101,3 Gebote: Die Zehn Gebote und weitere biblische Anweisungen, die ein gerechtes und gottgewolltes Leben ermöglichen. übertreten werden.

Damit will ich nichts zu tun haben.

4Verkehrte Gedanken lasse ich nicht zu.

Böses kommt mir gar nicht in den Sinn.

5Wer seinen Freund heimlich verleumdet,

den bringe ich zum Schweigen.

Wer stolz dreinblickt und überheblich ist,

den kann ich wirklich nicht ertragen.

6Meine Augen suchen die Treuen101,6 Treue: Menschen, die sich zu Gott und zu seiner Gemeinschaft halten. Der König möchte sie in seiner Umgebung haben und in seinen Dienst stellen. im Land.

Sie sollen in meiner Nähe wohnen.

Wer einen vorbildlichen Weg einschlägt,

den will ich in meinen Dienst stellen.

7Doch wer betrügerisch handelt,

den dulde ich nicht in meinem Haus.

Und wer sich aufs Lügen verlegt,

darf mir nicht unter die Augen treten.

8Alle Frevler101,8 Frevler: Menschen, die sich über Gottes Gebote hinwegsetzen und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen., die es im Land noch gibt,

bringe ich jeden Morgen zum Schweigen.

So sollen alle Übeltäter entfernt werden –

aus der Stadt101,8 Stadt: Gemeint ist die Hauptstadt Jerusalem., die dem HERRN gehört.

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Wie ein Steinkauz in Ruinen

Der fünfte kirchliche Bußpsalm102,0 Bußpsalm: Seit frühester Zeit werden die Psalmen 6, 32, 38, 51, 102, 130 und 143 als persönliche Schuldbekenntnisse gebetet.

1021GEBET102,1 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. FÜR EINEN ARMEN,

WENN ER VERZWEIFELT IST

UND DEM HERRN SEIN HERZ AUSSCHÜTTET.

2HERR, höre doch mein Gebet102,2 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.!

Mein Hilfeschrei soll dich erreichen!

3Verbirg nicht dein Angesicht102,3 Angesicht verbergen: Redewendung im alten Orient. Wenn der König sein Gesicht zur Seite dreht, bekommt der Bittsteller keine Hilfe. vor mir,

wenn ich in Schwierigkeiten bin.

Hab doch ein offenes Ohr für mich!

Wenn ich rufe, antworte mir bald!

4Denn meine Lebenszeit löst sich auf in Rauch102,4 Rauch: Bildwort für etwas, das sich verflüchtigt; vgl. Psalm 37,20..

Meine Glieder sind entzündet wie ein Feuer.

5Ich fühle mich zerschlagen, matt wie verdorrtes Gras.

Ich mag nicht einmal mehr etwas essen.

6Die Stimme versagt mir vor lauter Stöhnen.

Nur noch Haut klebt an meinen Knochen.

7Ich fühle mich wie eine Eule in der Wüste102,7 Wüste: Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z. B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt. .

Ich gleiche einem Steinkauz102,7 Steinkauz: Eine Eulenart, die Wüsten und Trümmerstätten bewohnt. in Ruinen.

8Ich finde keinen Schlaf und klage

wie ein einsamer Vogel auf dem Dach.

9Den ganzen Tag verhöhnen mich meine Feinde.

Beim Fluchen nennen sie meinen Namen,

um mich zu verspotten.

10Was ich esse, schmeckt nach trockenem Staub.

Was ich trinke, ist mit meinen Tränen vermischt.

11Dein glühender Zorn102,11 Zorn: Gottes Wille, Gericht zu halten. macht mir Angst und Bange.

Du hebst mich hoch und wirfst mich wieder hin.

12Mein Leben ist nur noch ein langer Schatten.

Ja, ich fühle mich matt wie verdorrtes Gras.

13Du aber, HERR, sitzt für immer auf dem Thron102,13 Thron: Sinnbild für die Königsherrschaft Gottes..

Dein Name102,13 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart im Tempel. bleibt von Generation zu Generation.

14Du wirst aufstehen und für Zion102,14 Zion/Zionsstadt: Ursprünglicher Name der von König David eroberten Jebusiterfestung. Später ging der Name auf den Tempelberg über und wurde schließlich zur Bezeichnung für ganz Jerusalem und seine Bewohner. eintreten.

Denn es ist Zeit, die Stadt zu begnadigen –

ja, der Zeitpunkt dafür ist gekommen.

15Denn deine Knechte102,15 Knecht/Knecht Gottes: Ehrenvolle Bezeichnung für Menschen, die Gott in seinen Dienst stellt, und Selbstbezeichnung von Menschen, die sich in den Dienst Gottes stellen und ihn so als ihren Herrn anerkennen. lieben die Mauern Zions102,15 Zion/Zionsstadt: Ursprünglicher Name der von König David eroberten Jebusiterfestung. Später ging der Name auf den Tempelberg über und wurde schließlich zur Bezeichnung für ganz Jerusalem und seine Bewohner. .

Dass sie in Trümmern102,15 Trümmer: Die Stadt und der Tempel in Jerusalem wurden 587 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. liegen, tut ihnen weh.

16Doch in Zukunft werden die fremden Völker

den Namen des HERRN mit Ehrfurcht102,16 Furcht, Ehrfurcht: Das Gefühl des Erschreckens und des Staunens, das die Menschen erfasst, wenn sie Gott unmittelbar begegnen. nennen.

Und alle Könige102,16 König: Der König ist nach dem Verständnis des Alten Testaments ein von Gott eingesetzter Herrscher, der im Staat für Gerechtigkeit und Ordnung zu sorgen hat. »König« kann auch als Ehrenbezeichnung für Gott selbst verwendet werden. der Welt lassen sich

von deiner Herrlichkeit102,16 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. beeindrucken.

17Denn der Herr hat Zion102,17 Zion/Zionsstadt: Ursprünglicher Name der von König David eroberten Jebusiterfestung. Später ging der Name auf den Tempelberg über und wurde schließlich zur Bezeichnung für ganz Jerusalem und seine Bewohner. wieder aufgebaut

und sich dort in seiner Herrlichkeit102,17 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. gezeigt.

18Er hat das Gebet102,18 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. der verlassenen Stadt gehört.

Ihr Bittgebet hat er nicht gering geschätzt.

19So soll man es aufschreiben für die Späteren,

damit das neu erschaffene Volk den HERRN lobt.

20Von seiner heiligen Höhe schaute der HERR herab,

vom Himmel102,20 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. blickte er auf die Erde nieder.

21So kann er das Stöhnen der Gefangenen hören,

und diejenigen retten, die den Tod erwarten.

22So werden sie in der Stadt Zion102,22 Zion/Zionsstadt: Ursprünglicher Name der von König David eroberten Jebusiterfestung. Später ging der Name auf den Tempelberg über und wurde schließlich zur Bezeichnung für ganz Jerusalem und seine Bewohner.

den Namen des HERRN wieder verkünden.

Und in Jerusalem102,22 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. singen sie zu seinem Lob.

23Völker und Königreiche werden kommen,

um gemeinsam dem HERRN zu dienen.

24Mitten auf meinem Lebensweg

hat mir der HERR die Kraft genommen.

Er hat meine Lebenszeit verkürzt.

25Ich sagte: »Mein Gott, lass mich nicht sterben,

jetzt, in der Mitte meines Lebens!«

Deine Zeit überdauert die Generationen.

26Du hast am Anfang die Erde gegründet,

der Himmel ist das Werk deiner Hände.

27Eines Tages werden sie vergehen, du aber bleibst102,27 du aber bleibst: Die Aussage wird in Hebräer 1,10 auf Christus bezogen..

Alles Geschaffene wird zerfallen wie ein Kleid.

Du wechselst es wie ein Kleidungsstück,

so wird alles Geschaffene ausgewechselt.

28Du aber bleibst, deine Zeit geht nicht zu Ende.

29So lass die Kinder deiner Knechte102,29 Knecht/Knecht Gottes: Ehrenvolle Bezeichnung für Menschen, die Gott in seinen Dienst stellt, und Selbstbezeichnung von Menschen, die sich in den Dienst Gottes stellen und ihn so als ihren Herrn anerkennen. im Land wohnen.

Und ihre Nachkommen mögen vor dir bestehen.