BasisBibel NT+Ps (BB)
1

Erstes Buch: Psalm 1–41

Die Freude an Gottes Wort

11Glücklich ist der Mensch,

der in dieser Weise lebt:

Er folgt nicht dem Vorbild der Frevler1,1 Frevler: Menschen, die sich über Gottes Gebote hinwegsetzen und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen.

und er betritt nicht den Weg der Sünder1,1 Sünde, Sünder: Das grundsätzliche Gestörtsein der Beziehung des Menschen zu Gott. Die Sünde kennzeichnet das gesamte irdische Leben und kommt in der Missachtung von Gottes Willen zum Ausdruck..

Mit Leuten, die über andere lästern,

setzt er sich nicht an einen Tisch.

2Vielmehr macht es ihm Freude,

in der Heiligen Schrift1,2 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. zu lesen.

Tag und Nacht denkt er darüber nach

und sagt Gottes Wort laut1,2 laut: Hebräisch »murmeln«. Im Altertum wird auch ohne Publikum laut gelesen, um sich das Gelesene besser einzuprägen. vor sich hin.

3Er gleicht einem Baum,

der am Wasser gepflanzt ist.

Seine Früchte trägt er zu seiner Zeit1,3 zu seiner Zeit: Biblischer Ausdruck dafür, dass der Baum Jahr für Jahr jeweils zur Erntezeit seine Früchte trägt.

und seine Blätter welken nicht.

Alles, was er tut, gelingt ihm gut.

4Ganz anders ist das bei den Frevlern1,4 Frevler: Menschen, die sich über Gottes Gebote hinwegsetzen und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen.:

Wirklich, sie gleichen der Spreu1,4 Spreu: Hülsen und Strohreste der gedroschenen Ähren, die beim Worfeln vom Wind davon getragen werden.,

die der Wind vom Dreschplatz1,4 Dreschen: Das Herauslösen der Getreidekörner aus den Ähren durch ein mit scharfkantigen Steinen besetztes Holzbrett, das von einem Ochsengespann gezogen wurde. fegt.

5Darum können die Gewalttätigen1,5 Gewalttätige: Frevler, die ihre Interessen mit Gewalt durchsetzen; vgl. Weisheit 2,10-11.

vor dem Gericht nicht bestehen.

Und für die Sünder1,5 Sünde, Sünder: Das grundsätzliche Gestörtsein der Beziehung des Menschen zu Gott. Die Sünde kennzeichnet das gesamte irdische Leben und kommt in der Missachtung von Gottes Willen zum Ausdruck. ist kein Platz

in der Gemeinde der Gerechten1,5 der Gerechte: Der Gerechte ist ein Mensch, der die Gebote Gottes befolgt und sich sozial verhält..

6Ja, der HERR achtet auf den Weg,

den die Gerechten1,6 der Gerechte: Der Gerechte ist ein Mensch, der die Gebote Gottes befolgt und sich sozial verhält. gehen.

Doch der Weg der Gewalttätigen1,6 Gewalttätige: Frevler, die ihre Interessen mit Gewalt durchsetzen; vgl. Weisheit 2,10-11.

führt direkt in den Untergang.

2

Gott und sein König

21Warum sind die Völker in Aufruhr geraten?

Wozu schmieden die Nationen sinnlose Pläne?

2Die Könige der Welt erheben sich.

Und die Fürsten tun sich zusammen

gegen den HERRN und seinen Gesalbten2,2 Gesalbter: Hebräisch »Messias«, bezeichnet den im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, später auch den zum Herrscher der Welt bestimmten Retter.:

3»Lasst uns ihre Fesseln zerreißen!

Lasst uns ihre Stricke durchtrennen,

dann können wir das Joch2,3 Joch: Ein Holzbalken, der Tieren über den Nacken gelegt wird, um einen Wagen oder Pflug zu ziehen. abwerfen!«

4Doch der im Himmel2,4 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. wohnt, lacht darüber.

Der Herr spottet über ihr Tun.

5Aber wenn die Zeit gekommen ist,

wird er voller Zorn mit ihnen reden.

Mit seiner Wut wird er sie erschrecken:

6»Ich selbst habe meinen König2,6 König: Der König ist nach dem Verständnis des Alten Testaments ein von Gott eingesetzter Herrscher, der im Staat für Gerechtigkeit und Ordnung zu sorgen hat. »König« kann auch als Ehrenbezeichnung für Gott selbst verwendet werden. eingesetzt –

auf dem Zion2,6 Zion/Zionsstadt: Ursprünglicher Name der von König David eroberten Jebusiterfestung. Später ging der Name auf den Tempelberg über und wurde schließlich zur Bezeichnung für ganz Jerusalem und seine Bewohner. , meinem heiligen Berg!«

7Und sein König2,7 sein König: Jetzt verkündet der zum König eingesetzte Messias, was ihm Gott zugesagt hat. Der hebräische Text formuliert in der Ich-Rede. wird bekannt geben,

was der HERR beschlossen hat:

»Er sprach zu mir: Du bist mein Sohn!

Heute habe ich dich geboren2,7 geboren: Die Thronbesteigung wird als Geburtstag des Königs gefeiert. Gott hat ihn als seinen Sohn angenommen.!

8Bitte mich nur darum!

So mache ich die fremden Völker zu deinem Besitz.

Sogar die fernsten Länder der Erde gebe ich dir zum Eigentum.

9Mit eisernem Herrscherstab2,9 Herrscherstab: Der Herrscherstab ist das Symbol für die königliche Herrschaft. sollst du sie zerschlagen.

Wie Tongefäße sollst du sie in Stücke schlagen.«

10Darum, ihr Könige, kommt zur Einsicht!

Lasst euch warnen, ihr Herrscher der Welt!

11Unterwerft euch dem HERRN mit Furcht2,11 Furcht, Ehrfurcht: Das Gefühl des Erschreckens und des Staunens, das die Menschen erfasst, wenn sie Gott unmittelbar begegnen.

12und küsst ihm die Füße2,12 Füße küssen: Geste der Unterwerfung gegenüber dem König (hebräischer Text korrigiert). mit Zittern!

Sonst könnte er zornig werden.

Und ihr würdet umkommen auf eurem Weg.

Denn nur zu leicht entflammt sein Zorn.

Glücklich2,12 glücklich: Stichwortverbindung zum Anfang von Psalm 1. sind alle, die bei ihm Zuflucht2,12 Zuflucht: Ein Ort, der Schutz bietet. Im alten Israel konnte man im Tempel von Jerusalem um Asyl bitten. suchen!

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