BasisBibel (BB)
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Das Land Kanaan wird erkundet

4. Mose/Numeri 13,1–14,45

Mose schickt zwölf Kundschafter aus

131Der Herr sagte zu Mose13,1 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr …:2»Schick Leute los!Sie sollen das Land Kanaan13,2 Kanaan: Bezeichnung für das Gebiet zwischen Jordantal und Mittelmeer bis zur Stadt Sidon, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. Mehr … erkunden,das ich den Israeliten geben will.Nimm dazu je einen Mann aus jedem der zwölf Stämme13,2 Stämme Israels: Israel versteht sich als Verband von zwölf Stämmen, die auf die Nachkommen der Söhne Jakobs zurückgehen. Mehr ….Es muss aber jemand Angesehenes sein.«

3Mose13,3 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … folgte dem Befehl des Herrnund schickte die Männer los aus der Wüste Paran13,3 Wüste Paran: Wüstengebiet auf der Sinaihalbinsel..Alle waren sie führende Männer unter den Israeliten.4Das sind ihre Namen:Schammua, der Sohn des Sakkur, vom Stamm Ruben13,4 Stamm Ruben: Ältester Sohn Jakobs und Stammvater des Stammes Ruben.;5Schafat, der Sohn des Hori, vom Stamm Simeon13,5 Simeon: Einer der zwölf Söhne Jakobs und Stammvater des Stammes Simeon.;6Kaleb, der Sohn des Jefunne, vom Stamm Juda13,6 Juda: Einer der zwölf Söhne Jakobs und Stammvater des Stammes Juda.;7Jigal, der Sohn des Josef, vom Stamm Issachar13,7 Issachar: Einer der zwölf Söhne Jakobs und Stammvater des Stammes Issachar.;8Hoschea, der Sohn des Nun, vom Stamm Efraim13,8 Efraim: Enkel Jakobs und Stammvater des Stammes Efraim.;9Palti, der Sohn des Rafu, vom Stamm Benjamin13,9 Benjamin: Einer der zwölf Söhne Jakobs und Stammvater des Stammes Benjamin.;10Gaddiel, der Sohn des Sodi, vom Stamm Sebulon13,10 Sebulon: Einer der zwölf Söhne Jakobs und Stammvater des Stammes Sebulon.;11Gaddi, der Sohn des Susi, vom Stamm Manasse13,11 Manasse: Enkel Jakobs und Stammvater des Stammes Manasse.,einem der beiden Teilstämme des Stammes Josef13,11 Josef: Einer der zwölf Söhne Jakobs. Er gilt als Stammvater der Stämme Efraim und Manasse.;12Ammiel, der Sohn des Gemalli, vom Stamm Dan13,12 Dan: Einer der zwölf Söhne Jakobs und Stammvater des Stammes Dan.;13Setur, der Sohn des Michael, vom Stamm Ascher13,13 Ascher: Einer der zwölf Söhne Jakobs und Stammvater des Stammes Ascher.;14Nachbi, der Sohn des Wofsi, vom Stamm Naftali13,14 Naftali: Einer der zwölf Söhne Jakobs und Stammvater des Stammes Naftali.15und Geuel, der Sohn des Machi, vom Stamm Gad13,15 Gad: Einer der zwölf Söhne Jakobs und Stammvater des Stammes Gad..16Das waren die Männer,die Mose zum Erkunden des Landes losschickte.Hoschea, den Sohn Nuns, nannte er Josua13,16 Josua: Im Hebräischen klingen beide Namen sehr ähnlich. Hoschea bedeutet »Rettung«, Josua bedeutet »der Herr ist Rettung«..

17Als er sie losschickte, um das Land Kanaan13,17 Kanaan: Bezeichnung für das Gebiet zwischen Jordantal und Mittelmeer bis zur Stadt Sidon, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. Mehr … zu erkunden,sagte Mose13,17 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … zu ihnen:»Zieht zunächst in den Süden,dann weiter hinauf ins Gebirge.18Schaut euch das Land an und findet heraus, wie es ist!Ist das Volk, das dort wohnt, stark oder schwach?Leben dort wenige oder viele Menschen?19Ist das Land, auf dem sie leben, gut oder schlecht?Was ist mit den Siedlungen, in denen es wohnt?Sind sie befestigt oder unbefestigt?20Ist der Boden fruchtbar oder nicht?Gibt es dort Bäume oder fehlt es an Holz?Nehmt all euren Mut zusammen!Bringt auch etwas von den Früchten des Landes mit.«Es war nämlich gerade die Zeit,in der die ersten Weintrauben reif sind.

21Die Männer zogen durch das Land.Sie erkundeten es von der Wüste Zin13,21 Zin: Wüstengebiet auf der Sinaihalbinsel, an der Grenze zu Israel gelegen.bis hinauf nach Rehob bei Lebo-Hamat13,21 Lebo-Hamat: Bedeutende Stadt am Fluss Orontes im heutigen Syrien..22Zunächst zogen sie durch den Südenund kamen nach Hebron13,22 Hebron: Stadt 35 km südlich von Jerusalem..Die Stadt war sieben Jahre früher erbaut wordenals Zoan13,22 Zoan: In der Bibel Name der ägyptischen Stadt Tanis im östlichen Nildelta. in Ägypten.In Hebron lebten Ahiman, Scheschai und Talmai,die Nachkommen von Anak13,22 Nachkommen von Anak: Volksgruppe aus der Nähe von Hebron, die für ihre außergewöhnliche Körpergröße bekannt war..23Dann kamen die Kundschafter in das Tal Eschkol,das heißt: Traubental.Hier schnitten sie einen Rebzweig13,23 Rebe: Einzelner Zweig, der aus dem Weinstock hervorgeht und an dem sich Blätter, Blüten und anschließend die Früchte bilden. Mehr … ab,an dem nur eine Traube hing.Die war so schwer,dass zwei Mann sie an einer Stange tragen mussten.Außerdem pflückten sie Granatäpfel13,23 Granatapfel: Apfelähnliche, orangerote Frucht des Granatapfelbaums, die eine Vielzahl saftig-glasiger Samenkörner enthält. und Feigen13,23 Feigen: Wichtiges Nahrungsmittel im östlichen Mittelmeerraum, das getrocknet als Vorrat für die obstlose Zeit diente. Mehr ….24Der Ort wird Tal Eschkol genanntwegen der Traube, die die Israeliten von dort holten.

Die Kundschafter berichten

25Nachdem die Männer das Land 40 Tage erkundet hatten,kehrten sie wieder zurück.26Sie kamen zu Mose13,26 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … und Aaron13,26 Aaron: Bruder von Mose und erster Hohepriester Israels. Er gilt in der Bibel als Stammvater der Priester. Mehr …und zur Gemeinde der Israeliten.Die hielten sich in der Wüste Paran13,26 Wüste Paran: Wüstengebiet auf der Sinaihalbinsel. bei Kadesch13,26 Kadesch: Oase auf der Sinaihalbinsel. auf.Sie erstatteten ihnen allen Berichtund zeigten die Früchte aus dem Land.27Sie berichteten:»Wir kamen in das Land, in das ihr uns geschickt habt.Es ist tatsächlich ein Land13,27 Land, in dem Milch und Honig fließen: Biblische Redewendung für ein fruchtbares Land, das landwirtschaftliche Güter im Überfluss hervorbringt.,in dem Milch und Honig fließen.Schau dir nur die Früchte an!28Allerdings sind die Bewohner dieses Landes starkund die Städte sehr groß und gut befestigt.Wir haben sogar Nachkommen von Anak13,28 Nachkommen von Anak: Volksgruppe aus der Nähe von Hebron, die für ihre außergewöhnliche Körpergröße bekannt war. dort gesehen.29Im Süden leben die Amalekiter13,29 Amalekiter: Räuberisches Nomadenvolk im Südwesten Israels und auf der Sinaihalbinsel. Sie werden als Sinnbild für die Feinde Israels genannt..Im Gebirge wohnen die Hetiter13,29 Hetiter: Volksgruppe im südlichen Kanaan, bevor das Land durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde., Jebusiter13,29 Jebusiter: Bevölkerungsgruppe, die vor den Israeliten in Jerusalem und dem umliegenden Gebiet lebte. und Amoriter13,29 Amoriter: Volksgruppe, die im Gebiet östlich und westlich des Jordan lebte, bevor das Volk Israel das Land in Besitz nahm..Am Meer und am Jordan13,29 Jordan: Wichtigster Fluss in der Region, der vom Hermongebirge durch den See Gennesaret ins Tote Meer fließt. Mehr … schließlichsind die Kanaaniter13,29 Kanaaniter: Bewohner des Gebietes zwischen Jordantal und Mittelmeer, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. Mehr … zu Hause.«

30Kaleb beruhigte das Volk, das sich bei Mose13,30 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … beklagte.Er sagte: »Wir werden auf jeden Fall losziehenund das Land in Besitz nehmen.Wir werden das ganz sicher schaffen!«31Aber die anderen Kundschafter,die mit ihm gegangen waren, erwiderten:»Wir können es mit diesem Volk nicht aufnehmen.Es ist doch viel stärker als wir.«32Dann verbreiteten sie unter den Israeliten Gerüchteüber das Land, das sie erkundet hatten.Sie sagten: »Wir sind ja durch das Land gezogen,um es zu erkunden.Und wir müssen euch sagen:Es ist ein Land, das seine Bewohner frisst.Wir haben dort nur Menschen gesehen,die unfassbar groß sind.33Es gibt dort sogar Anakiter –das sind Riesen, die von Riesen abstammen.In ihren Augen sind wir so klein wie Heuschrecken,und genauso haben wir uns auch gefühlt.«
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Das Volk erschrickt über den Bericht der Kundschafter

141Die ganze Gemeinde schrie laut aufund das Volk weinte in dieser Nacht.2Die Israeliten rebellierten gegen Mose14,2 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … und Aaron14,2 Aaron: Bruder von Mose und erster Hohepriester Israels. Er gilt in der Bibel als Stammvater der Priester. Mehr ….Die ganze Gemeinde beklagte sich bei ihnen:»Wir wären besser in Ägypten14,2 Ägypten: Bevor Gott die Israeliten befreite, lebten sie als Sklaven in Ägypten; vgl. 2. Mose/Exodus 1–15. gestorbenoder hier, in dieser Wüste!Wären wir doch nur tot!3Warum bringt uns der Herr in dieses Land?Sollen wir etwa durch das Schwert fallen?Und sollen unsere Frauen und Kinderden Feinden in die Hände fallen?Ist es nicht besser, nach Ägypten zurückzukehren?«4Und sie sagten zueinander:»Lasst uns einen Anführer wählenund nach Ägypten zurückkehren!«5Da warfen sich Mose und Aaronvor der versammelten Gemeinde der Israeliten zu Boden.

6Josua14,6 Josua: Nachfolger von Mose. Nach dessen Tod führte er Israel in das verheißene Land. Mehr …, der Sohn des Nun,und Kaleb, der Sohn des Jefunne,zerrissen ihre Kleider14,6 zerrissen ihre Kleider: Ausdruck des Entsetzens und der Trauer, weil sich das Volk gegen ihre Führung und damit gegen Gott auflehnt..Sie gehörten zu denen, die das Land erkundet hatten.7Sie sagten zur Gemeinde der Israeliten:»Wir sind durch das Land gezogen und haben es erkundet.Es ist ein überaus gutes Land!8Wenn der Herr es gut mit uns meint,wird er uns dorthin bringen und es uns geben.Es ist ein Land, in dem Milch und Honig fließen14,8 Land, in dem Milch und Honig fließen: Biblische Redewendung für ein fruchtbares Land, das landwirtschaftliche Güter im Überfluss hervorbringt..9Fallt nur nicht vom Herrn ab!Habt keine Angst vor den Bewohnern dieses Landes,denn sie sind leichte Beute für uns.Ihr Beistand14,9 Beistand: Gemeint ist der Beistand ihrer Götter. hat sie verlassen,der Herr aber ist mit uns!Ihr braucht also keine Angst vor ihnen zu haben.«10Aber die Gemeinde wollte sie steinigen14,10 Steinigung, steinigen: Hinrichtungsart, bei der ein Verurteilter öffentlich mit Steinen beworfen wird. Mehr ….Da erschien die Herrlichkeit14,10 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. Mehr … des Herrn im Zelt der Begegnung14,10 Zelt der Begegnung: Transportables Zeltheiligtum der Israeliten in der Zeit, als sie durch die Wüste ziehen und bis zum Bau des Tempels in Jerusalem. Mehr …,sodass alle Israeliten sie sehen konnten.

Mose bittet Gott um Vergebung für das Volk

11Der Herr sagte zu Mose14,11 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr …:»Wie lange noch will dieses Volkmich derart gering schätzen?Wie lange weigert es sich noch, mir zu vertrauen?Ich habe ihm doch oft genug Zeichen gegeben!12Ich werde ihm die Pest schicken und es vertreiben.Aber aus dir will ich ein Volk machen,das größer und stärker ist als dieses.«

13Mose14,13 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … entgegnete dem Herrn:»Wenn das die Ägypter erfahren!Du hast dieses Volk doch durch deine Kraftaus ihrem Land geführt14,13 aus ihrem Land geführt: Bevor Gott die Israeliten befreite, lebten sie als Sklaven in Ägypten; vgl. 2. Mose/Exodus 1–15..14Wenn sie es dann nochden Einwohnern von Kanaan14,14 Kanaan: Bezeichnung für das Gebiet zwischen Jordantal und Mittelmeer bis zur Stadt Sidon, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. Mehr … erzählen!Die haben gehört, dass du der Herr bist,mitten unter diesem Volk.Auge in Auge hast du, Herr, dich ihm gezeigtund deine Wolke14,14 Wolke: Damit zeigt Gott an, dass er bei seinem Volk ist. steht über ihm.Du gehst am Tag in einer Wolkensäule14,14 Wolkensäule: Senkrecht stehende Wolke in Form einer Säule. Durch sie zeigte Gott seinem Volk tagsüber den Weg durch die Wüste. vor ihm herund nachts in einer Feuersäule14,14 Feuersäule: Erscheinung in Form einer hoch aufsteigenden Flamme. Durch sie zeigte Gott seinem Volk nachts den Weg durch die Wüste..15Wenn du dieses Volk auf einen Schlag tötest,dann würden die anderen davon hören und sagen:16›Der Herr konnte sein Volk nicht in das Land bringen,das er ihm versprochen hatte.Deshalb hat er es in der Wüste vernichtet.‹

17Doch jetzt soll die Kraft meines Herrnihre volle Größe entfalten!Es soll so sein, wie du es gesagt hast14,17 wie du es gesagt hast: Mit den folgenden Worten hatte Gott den Israeliten die Sünde vergeben, dass sie sich ein goldenes Kalb gemacht und es angebetet hatten; vgl. 2. Mose/Exodus 34,5-7.:18›Der Herr ist unendlich geduldig und voller Güte.Er vergibt Schuld14,18 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … und Vergehen.Er lässt nichts ungestraft.Er verfolgt die Schuld der Väterbis in die dritte und vierte Generation.‹19Vergib doch diesem Volk seine Schuld,wie es deiner großen Güte entspricht!Du hast ihm ja bis heute immer wieder vergeben,seit es aus Ägypten14,19 Ägypten: Bevor Gott die Israeliten befreite, lebten sie als Sklaven in Ägypten; vgl. 2. Mose/Exodus 1–15. fortgezogen ist!«

20Der Herr antwortete:»Ich vergebe diesem Volk,weil du mich darum gebeten hast.21Bei meinem Leben und bei der Herrlichkeit14,21 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. Mehr … des Herrn,die die Erde erfüllt, versichere ich aber:22Diese Leute haben nicht auf mich gehört.Ja, sie haben mich zehnmal herausgefordert,obwohl sie meine Herrlichkeit gesehen haben –und obwohl sie meine Zeichen14,22 Zeichen: Meint die Zeichen und Wunder, die Gott tut, um Israel aus der Sklaverei in Ägypten zu befreien und durch die Wüste ins verheißene Land zu führen; vgl. 2. Mose/Exodus 7,8–17,7. gesehen haben,die ich in Ägypten14,22 Ägypten: Bevor Gott die Israeliten befreite, lebten sie als Sklaven in Ägypten; vgl. 2. Mose/Exodus 1–15. und in der Wüste14,22 Wüste: Meint die Zeit der Wüstenwanderung, als Israel aus Ägypten geflohen war; vgl. 2. Mose/Exodus 16–19 und 4. Mose/Numeri 10,11–21,35. getan habe.23Keiner von ihnen wird das Land14,23 Land: Meint das Land, das Gott Abraham, dem Stammvater der Israeliten, versprochen hat; vgl. beispielsweise 1. Mose/Genesis 13,14-18. sehen,das ich ihren Vätern versprochen habe.Keiner, der mich missachtet hat, wird es sehen!

24Nur mein Knecht14,24 Knecht, Knecht Gottes: Ehrenvolle Bezeichnung für Menschen, die Gott in seinen Dienst nimmt. Mehr … Kaleb soll es sehen.In ihm ist ein anderer Geist:Er ist mir treu ergeben.Ihn werde ich in das Land bringen, das er erkundet hat.Seine Nachkommen sollen das Land in Besitz nehmen.25Aber die Amalekiter14,25 Amalekiter: Räuberisches Nomadenvolk im Südwesten Israels und auf der Sinaihalbinsel. Sie werden als Sinnbild für die Feinde Israels genannt. und Kanaaniter14,25 Kanaaniter: Bewohner des Gebietes zwischen Jordantal und Mittelmeer, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. Mehr …bleiben in der Ebene wohnen.Morgen müsst ihr umdrehenund wieder zurück durch die Wüste ziehenin Richtung auf das Schilfmeer14,25 Schilfmeer: Beim Auszug aus Ägypten rettete Gott sein Volk, indem er es durch das Schilfmeer führte; vgl. 2. Mose/Exodus 13,17–15,21. Mehr …

Israel muss zur Strafe 40 Jahre durch die Wüste ziehen

26Weiter sagte der Herr zu Mose14,26 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … und Aaron14,26 Aaron: Bruder von Mose und erster Hohepriester Israels. Er gilt in der Bibel als Stammvater der Priester. Mehr …:27»Wie lange will diese böse Gemeindenoch gegen mich rebellieren?Ich habe die Unmutsäußerungen der Israeliten gehört!28Deshalb sollt ihr zu ihnen sagen:›Bei meinem Leben!‹, schwört der Herr:›Ich werde euch antun, was ihr gewünscht habt.29In dieser Wüste fallt ihr dem Tod zum Opfer!Das trifft alle kriegstüchtigen Männer,die 20 Jahre alt oder älter sind und rebelliert haben.30Keiner von euch wird in das Land14,30 Land: Meint das Land, das Gott Abraham, dem Stammvater der Israeliten, versprochen hat; vgl. beispielsweise 1. Mose/Genesis 13,14-18. kommen,das ich euch versprochen hatte.Niemand wird dort wohnenaußer Kaleb, dem Sohn des Jefunne,und Josua14,30 Josua: Nachfolger von Mose. Nach dessen Tod führte er Israel in das verheißene Land. Mehr …, dem Sohn des Nun.31Eure Kinder aber werde ich hineinbringen.Und ihr dachtet schon,dass sie den Feinden in die Hände fallen.Sie werden das Land kennenlernen,das ihr nicht haben wolltet.32Aber eure Leichen werden in dieser Wüste verwesen.33Eure Nachkommen müssen 40 Jahre langals Hirten in der Wüste leben.So tragen sie die Folgen für eure Treulosigkeit,bis eure Leichen in der Wüste verrottet sind.3440 Tage lang habt ihr dieses Land erkundet.Darum sollt ihr 40 Jahre langdie Folgen eurer Schuld14,34 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … tragen –ein Jahr für jeden Tag!Dann werdet ihr erkennen,dass ich mich von euch abgewandt habe.‹

35Ich bin der Herr, ich habe das gesagt.Ich werde diese ganze böse Gemeinde bestrafen,die sich gegen mich zusammengetan hat.In dieser Wüste wird sie zugrunde gehen.Hier werden sie alle sterben.«

36Die von Mose14,36 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … ausgesandten Kundschafterhatten nach ihrer RückkehrGerüchte über das Land verbreitet.So hatten sie die Gemeinde dazu gebracht,gegen Mose zu rebellieren.37Die Männer, die diese Gerüchte verbreitet hatten,starben vor dem Herrn an einer Plage.38Von den Männern, die das Land erkundet hatten,blieben nur zwei am Leben:Josua14,38 Josua: Nachfolger von Mose. Nach dessen Tod führte er Israel in das verheißene Land. Mehr …, der Sohn des Nun,und Kaleb, der Sohn des Jefunne.39Als Mose den Israeliten die Antwort mitgeteilt hatte,wurde das Volk sehr traurig.

Die Einsicht kommt zu spät

40Früh am nächsten Morgen brachen die Israeliten auf,um auf die Höhen des Berglandes hinaufzusteigen.Sie sagten:»Wir wollen jetzt doch an den Ort gehen,den der Herr uns genannt hat!Bisher haben wir uns ihm widersetzt.«41Mose14,41 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … entgegnete:»Warum wollt ihr den Befehl des Herrn missachten?Ihr werdet scheitern.42Steigt nicht hinauf,denn der Herr ist nicht bei euch.Ihr werdet sonst von euren Feinden besiegt.43Dort sind die Amalekiter14,43 Amalekiter: Räuberisches Nomadenvolk im Südwesten Israels und auf der Sinaihalbinsel. Sie werden als Sinnbild für die Feinde Israels genannt. und Kanaaniter14,43 Kanaaniter: Bewohner des Gebietes zwischen Jordantal und Mittelmeer, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. Mehr …,und ihr werdet durch das Schwert fallen.Der Herr steht euch nicht bei,weil ihr euch vom Herrn abgewandt habt.«

44Die Israeliten aber blieben dabei:Sie wollten auf die Höhen des Berglands hinaufsteigen.Die Bundeslade14,44 Lade: Eine an Stangen tragbare Truhe aus Holz mit goldener Deckplatte, die für die Gegenwart Gottes bei seinem Volk steht. 2. Mose/Exodus 25,16 zufolge werden in ihr die Tafeln mit den Zehn Geboten aufbewahrt. Mehr … des Herrn und Mose14,44 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … blieben im Lager.45Da kamen die Amalekiter14,45 Amalekiter: Räuberisches Nomadenvolk im Südwesten Israels und auf der Sinaihalbinsel. Sie werden als Sinnbild für die Feinde Israels genannt. und Kanaaniter14,45 Kanaaniter: Bewohner des Gebietes zwischen Jordantal und Mittelmeer, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. Mehr …den Israeliten aus dem Bergland entgegen.Sie besiegten die Israelitenund trieben sie bis nach Horma14,45 Horma: Der hebräische Ortsname klingt wie das hebräische Wort für »Vernichtung«. Israel wird dort von seinen Gegnern vernichtend geschlagen..
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Weitere Anweisungen

4. Mose/Numeri 15,1-41

Beigaben zu Tieropfern

151Der Herr gab Mose15,1 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … einen Auftrag.2Er sollte mit den Israeliten sprechenund ihnen sagen:»All das müssen die Israeliten befolgen,wenn sie in ihre Heimat kommen.Das ist das Land15,2 Land: Meint das Land Kanaan, das Gott den Israeliten versprochen hat; vgl. beispielsweise 1. Mose/Genesis 17,1-8., das ich euch geben werde.3Ihr sollt dem Herrn Opfergaben15,3 Opfergabe: Eine Gabe für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer wird auf dem Altar verbrannt und schafft Gemeinschaft mit Gott. Mehr … darbringen.Das kann ein Brand-15,3 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. Mehr … oder Schlachtopfer15,3 Schlachtopfer: Fett und Innereien wurden als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde. Mehr … sein,oder sie dienen zur Erfüllung eines Gelübdes15,3 Gelübde: Versprechen, das ein Mensch Gott gibt. Es muss in jedem Fall eingelöst werden. Mehr ….Es kann aber auch ein freiwilliges Opfer seinoder ein Opfer zu einem bestimmten Fest.Es soll den Herrn gnädig stimmen.Es spielt keine Rolle,ob es Rinder, Schafe oder Ziegen sind.

4Wer dem Herrn ein solches Opfer15,4 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. Mehr … darbringen will,soll auch Speiseopfer15,4 Speiseopfer: Besteht aus Getreide, Mehl, ungesäuerten Backwaren und Öl. Ein Teil wird auf dem Altar verbrannt. Mehr … dazugeben.Ein Kilogramm15,4 ein Kilogramm: Wörtlich »ein Zehntel«. Meint ein Zehntel Efa, also etwa 2 l. Zwei Liter Mehl wiegen etwa 1,2 kg. feines Mehl,gemischt mit einem halben Liter15,4 halber Liter: Wörtlich »ein Viertel Hin«. Ein Hin ist ein Gefäß zum Messen von Flüssigkeiten und fasst etwa 2 l. Öl15,4 Öl: Aus den Früchten des Olivenbaums gepresstes Öl, das zu den Grundnahrungsmitteln gehörte.,5und ein halber Liter15,5 halber Liter: Wörtlich »ein Viertel Hin«. Ein Hin ist ein Gefäß zum Messen von Flüssigkeiten und fasst etwa 2 l. Wein15,5 Wein: Ein im Mittelmeerraum übliches Nahrungs- und Genussmittel. Wein ist zugleich Sinnbild für Lebensfreude und Wohlstand. Mehr … als Trankopfer15,5 Trankopfer: Ausgießen von Wein, Wasser oder Öl an einem Altar. Mehr …kommen zu einem Lamm als Brand-15,5 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. Mehr … oder Schlachtopfer15,5 Schlachtopfer: Fett und Innereien wurden als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde. Mehr ….

6Zu einem Widder15,6 Widder: Ausgewachsenes männliches Schaf mit gebogenen Hörnern. Mehr … kommen als Speiseopferzweieinhalb Kilogramm15,6 zweieinhalb Kilogramm: Wörtlich »zwei Zehntel«. Meint zwei Zehntel Efa, also etwa 4 l. Ein Efa ist ein Gefäß zum Abmessen von Getreide und Mehl und fasst etwa 20–21 l. 4 l Mehl wiegen etwa 2,4 kg. feines Mehl,gemischt mit einem dreiviertel Liter15,6 dreiviertel Liter: Wörtlich »ein Drittel Hin«. Ein Hin ist ein Gefäß zum Messen von Flüssigkeiten und fasst etwa 2 l. Öl15,6 Öl: Aus den Früchten des Olivenbaums gepresstes Öl, das zu den Grundnahrungsmitteln gehörte.,7und ein dreiviertel Liter15,7 dreiviertel Liter: Wörtlich »ein Drittel Hin«. Ein Hin ist ein Gefäß zum Messen von Flüssigkeiten und fasst etwa 2 l. Wein15,7 Wein: Ein im Mittelmeerraum übliches Nahrungs- und Genussmittel. Wein ist zugleich Sinnbild für Lebensfreude und Wohlstand. Mehr … als Trankopfer15,7 Trankopfer: Ausgießen von Wein, Wasser oder Öl an einem Altar. Mehr ….Diese Opfergabe soll den Herrn gnädig stimmen.

8Es kann dem Herrn auch ein Kalbals Brand-15,8 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. Mehr … oder Schlachtopfer15,8 Schlachtopfer: Fett und Innereien wurden als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde. Mehr … dargebracht werden.Dieses kann zur Erfüllung eines Gelübdes15,8 Gelübde: Versprechen, das ein Mensch Gott gibt. Es muss in jedem Fall eingelöst werden. Mehr … dienenoder ein Opfer sein, das Gemeinschaft stiftet15,8 Gemeinschaft stiften: Das Schlachtopfer wird gemeinsam gegessen. Dadurch werden die Israeliten als Gemeinschaft verbunden..9Dann kommen zum Kalb zusätzlich als Speiseopfer15,9 Speiseopfer: Besteht aus Getreide, Mehl, ungesäuerten Backwaren und Öl. Ein Teil wird auf dem Altar verbrannt. Mehr …dreieinhalb Kilogramm15,9dreieinhalb Kilogramm: Wörtlich »drei Zehntel«. Meint drei Zehntel Efa, also etwa 6 l. Ein Efa ist ein Gefäß zum Abmessen von Getreide und Mehl und fasst etwa 20–21 l. 6 l Mehl wiegen etwa 3,6 kg. feines Mehl,gemischt mit einem Liter15,9 ein Liter: Wörtlich »ein halber Hin«. Ein Hin ist ein Gefäß zum Messen von Flüssigkeiten und fasst etwa 2 l. Öl15,9 Öl: Aus den Früchten des Olivenbaums gepresstes Öl, das zu den Grundnahrungsmitteln gehörte.,10und ein Liter15,10 ein Liter: Wörtlich »ein halber Hin«. Ein Hin ist ein Gefäß zum Messen von Flüssigkeiten und fasst etwa 2 l. Wein15,10 Wein: Ein im Mittelmeerraum übliches Nahrungs- und Genussmittel. Wein ist zugleich Sinnbild für Lebensfreude und Wohlstand. Mehr … als Trankopfer dazu.Diese Opfergabe soll den Herrn gnädig stimmen.

11Diese Anweisungen sind jedes Mal anzuwenden,wenn ein Stier oder Widder15,11 Widder: Ausgewachsenes männliches Schaf mit gebogenen Hörnern. Mehr … geopfert wird.Gleiches gilt bei Jungtieren von Schafen oder Ziegen.12Die Zahl der Speise-15,12 Speiseopfer: Besteht aus Getreide, Mehl, ungesäuerten Backwaren und Öl. Ein Teil wird auf dem Altar verbrannt. Mehr … und Trankopfer15,12 Trankopfer: Ausgießen von Wein, Wasser oder Öl an einem Altar. Mehr …muss der Zahl der geopferten Tiere entsprechen.13Jeder Einheimische soll genau so handeln,wenn er eine Opfergabe darbringt.Das wird den Herrn gnädig stimmen.

14Wenn ein Fremder15,14 Fremder: Person, die nicht zur Gemeinschaft Israels gehört und häufig wirtschaftlich schlechter gestellt war. Fremde sind durch das Gastrecht geschützt. Mehr … bei euch oder euren Nachkommen lebt,muss auch er seine Opfer15,14 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. Mehr … so darbringen.Auch sie sollen den Herrn gnädig stimmen.Er soll bei seinen Opfern genauso handeln wie ihr.15Es gilt ein und dieselbe Bestimmung für die Versammlungund für die Fremden, die bei euch leben.Sie gilt für immer, auch für eure Nachkommen.Für den Herrn gibt es keinen Unterschiedzwischen euch und dem Fremden.16Ein und dieselbe Weisung15,16 Weisung: Hebräisch Tora. Sie umfasst die schriftliche und mündliche Mitteilung von Gottes Willen. Mehr …,ein und dieselbe Vorschriftgelten für euch und die Fremden bei euch.«

Abgaben von jeder neuen Ernte

17Der Herr beauftragte Mose15,17 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr …,18den Israeliten folgende Anweisungen zu geben:»Dies gilt für das Land15,18 Land: Meint das Land, das Gott den Israeliten versprochen hat; vgl. beispielsweise 1. Mose/Genesis 17,1-8., in das ich euch bringen werde.19Wenn ihr in dem Land Brot esst,müsst ihr dem Herrn einen Anteil davon abgeben.20Nehmt die Abgabe von dem Teig,der aus dem ersten Korn15,20 erstes Korn: Wie bei der Erstgeburt sind der erste Teil der Ernte und daraus hergestellte Lebensmittel für Gott bestimmt. Als Dank für die Ernte werden sie als Opfer dargebracht. jeder Ernte gemacht wird.Verfahrt dabei genauso wie beim Anteil vom Getreide,wenn das Korn gedroschen15,20 dreschen: Das Lösen der Getreidekörner aus der Ähre mithilfe eines Stocks oder anderer Geräte bei der Ernte. Mehr … wird.21Auch eure Nachkommen müssendem Herrn diese Abgabe von ihrem Brotteig leisten.«

Opfer für unbeabsichtigte Vergehen

22Weiter sagte der Herr zu Mose15,22 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr …: »Es kann geschehen,dass ihr aus Versehen nicht alle Gebote15,22 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. Mehr … einhaltet.23Es geht um all das,was der Herr euch durch Mose befohlen hat.Es gilt für eure Nachkommen weiter von dem Tag an,an dem der Herr es befiehlt.

24Also folgender Fall15,24 folgender Fall: Die Regeln zum Verhalten bei unabsichtlichen Gebotsübertretungen finden sich ausführlich in 3. Mose/Levitikus 4.:Übertritt die Gemeinde versehentlich ein Gebot15,24 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. Mehr …aus Unachtsamkeit,soll sie einen jungen Stier als Brandopfer15,24 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. Mehr … darbringen.Das Opfer soll den Herrn gnädig stimmen.Dazu kommen das vorgeschriebene Speise-15,24 Speiseopfer: Besteht aus Getreide, Mehl, ungesäuerten Backwaren und Öl. Ein Teil wird auf dem Altar verbrannt. Mehr … und Trankopfer15,24 Trankopfer: Ausgießen von Wein, Wasser oder Öl an einem Altar. Mehr …und ein Ziegenbock als Sündopfer15,24 Sündopfer: Gott schenkt dem Sünder die Möglichkeit, die Beziehung zu ihm in Ordnung zu bringen. Der Wert des Sündopfers hängt von der Stellung der Person ab. Mehr ….25So sorgt der Priester15,25 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … für Versöhnungfür die ganze Gemeinde der Israeliten.Die Übertretung wird ihr vergeben,weil sie unbeabsichtigt geschah.Deshalb hat die Gemeinde ihre Opfergabe für den Herrnauf dem Altar15,25 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. Mehr … verbrannt.Dasselbe gilt für das Sündopfer,das sie dem Herrn für die Unachtsamkeit darbringt.26So wird nicht nur den Israeliten vergeben,sondern auch den Fremden15,26 Fremder: Person, die nicht zur Gemeinschaft Israels gehört und häufig wirtschaftlich schlechter gestellt war. Fremde sind durch das Gastrecht geschützt. Mehr …, die in der Gemeinde leben.Denn die versehentliche Übertretung des Gebotshat das ganze Volk betroffen.

27Ein anderer Fall15,27 ein anderer Fall: Die Regeln zum Verhalten bei unabsichtlichen Gebotsübertretungen finden sich ausführlich in 3. Mose/Levitikus 4.:Ein Einzelner verstößt unabsichtlich gegen ein Gebot15,27 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. Mehr ….Dann soll er eine einjährige weibliche Ziegeals Sündopfer15,27 Sündopfer: Gott schenkt dem Sünder die Möglichkeit, die Beziehung zu ihm in Ordnung zu bringen. Der Wert des Sündopfers hängt von der Stellung der Person ab. Mehr … darbringen.28So bittet der Priester15,28 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … um Versöhnung für den,der unabsichtlich ein Vergehen begangen hatvor dem Herrn.Dadurch wird für ihn für Versöhnung gesorgtund es wird ihm vergeben.29Dies gilt sowohl für die einheimischen Israelitenals auch für die Fremden15,29 Fremder: Person, die nicht zur Gemeinschaft Israels gehört und häufig wirtschaftlich schlechter gestellt war. Fremde sind durch das Gastrecht geschützt. Mehr …, die bei ihnen leben.Es gilt immer dieselbe Weisung15,29 Weisung: Hebräisch Tora. Sie umfasst die schriftliche und mündliche Mitteilung von Gottes Willen. Mehr …,wenn jemand unabsichtlich gegen ein Gebot verstößt.«

Strafen für absichtliche Vergehen

30Weiter sagte Gott:»Wer absichtlich gegen ein Gebot15,30 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. Mehr … verstößt,beleidigt den Herrn.Es spielt keine Rolle,ob er ein Einheimischer oder ein Fremder15,30 Fremder: Person, die nicht zur Gemeinschaft Israels gehört und häufig wirtschaftlich schlechter gestellt war. Fremde sind durch das Gastrecht geschützt. Mehr … ist.Er muss aus dem Volk ausgeschlossen werden.31Denn er hat das Wort des Herrn missachtetund sein Gebot übertreten.Er muss auf jeden Fall ausgeschlossen werden.Seine Schuld15,31 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … ist nicht wiedergutzumachen.«

32Es war in der Zeit,als die Israeliten durch die Wüste zogen.Da fiel ihnen ein Mann auf,der am Sabbat15,32 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. Mehr … Holz sammelte.33Die Leute, die den Mann entdeckt hatten,brachten ihn zu Mose15,33 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr …, Aaron15,33 Aaron: Bruder von Mose und erster Hohepriester Israels. Er gilt in der Bibel als Stammvater der Priester. Mehr …und der ganzen Gemeinde.34Sie stellten ihn unter Bewachung,weil es noch keine Entscheidung für so einen Fall gab.35Da sagte der Herr zu Mose:»Der Mann muss auf jeden Fall sterben!Die ganze Gemeinde soll ihn steinigen15,35 Steinigung, steinigen: Hinrichtungsart, bei der ein Verurteilter öffentlich mit Steinen beworfen wird. Mehr …,und zwar außerhalb des Lagers.«36Daraufhin brachte ihn die Gemeindeaus dem Lager hinaus und steinigte ihn.So starb er, wie der Herr es Mose befohlen hatte.

Erinnerungszeichen an der Kleidung

37Der Herr beauftragte Mose15,37 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … außerdem,38den Israeliten folgende Anweisungen zu geben:»Sie und ihre Nachkommen sollen Quasten15,38 Quaste: Fäden, die zu einem Bündel zusammengebunden wurden und als Schmuck für ein Kleidungsstück dienen konnten. Mehr …an den Zipfeln ihrer Kleidung15,38 Zipfel ihrer Kleidung: Gemeint sind die vier Ecken des Tuches, das als Oberbekleidung getragen wurde. anbringen.An jede Quaste sollen sie Schnüre knoten,die violett gefärbt sind.

39Wenn ihr die Quasten15,39 Quaste: Fäden, die zu einem Bündel zusammengebunden wurden und als Schmuck für ein Kleidungsstück dienen konnten. Mehr … seht,sollt ihr an die Gebote15,39 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. Mehr … des Herrn denkenund sie befolgen!Dann werden eure Wünsche und Begierdeneuch nicht zur Untreue verführen.40Vielmehr werdet ihr an all meine Gebote denkenund sie befolgen.So werdet ihr ein heiliges Volk für euren Gott sein.

41Ich bin der Herr, euer Gott!Ich habe euch aus Ägypten geführt15,41 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit.,um euer Gott zu werden.Ich bin der Herr, euer Gott.«