BasisBibel (BB)
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Die Sicherung der Stadt

71Nachdem die Mauer wieder aufgebaut war,ließ ich die Torflügel einsetzen.Der Dienst am Tempel7,1 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … wurde wieder aufgenommenvon den Torwächtern7,1 Torwächter: Leviten, die den Zugang zum Tempel und die Abgaben überwachten., Sängern und Leviten7,1 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. Mehr ….2Die Befehlsgewalt über Jerusalem7,2 Jerusalem: Mit dem Zweiten Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes.übertrug ich meinem Bruder Hananiund Hananja, dem Kommandanten der Burg.Hananja war ein zuverlässiger Mannund begegnete Gott ehrfürchtiger7,2 Ehrfurcht: Eine Haltung größter Hochachtung gegenüber Gott, die sowohl Bewunderung als auch Erschrecken zum Ausdruck bringt. Mehr … als viele andere.3Ich sagte zu ihnen:»Öffnet die Stadttore erst,wenn die Sonne hoch am Himmel steht.Noch vor Sonnenuntergangsollt ihr die Stadttore wieder schließen und verriegeln.Stellt aus den Bewohnern Jerusalemseinen Wachdienst zusammen.Ein Teil soll sich an den Wachposten aufstellen,die anderen sollen ihre Häuser bewachen.«

Die Liste der Heimkehrer

4Jerusalem7,4 Jerusalem: Mit dem Zweiten Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. war weiträumig und groß.Es lebten aber nur wenige Menschen dort,die Häuser waren noch nicht wieder aufgebaut.5Da brachte mich Gott auf diesen Gedanken:Ich sollte eine Versammlung der einflussreichen Leute,der führenden Männer und des Volkes einberufen.Sie alle sollten sich in Familienregister eintragen.In diesem Zusammenhang fand ich eine Schriftrolle7,5 Schriftrolle: Vorläufer des Buchs. Sie besteht aus aneinandergenähten Lederstücken, auf die der Text in Spalten nebeneinandergeschrieben wurde. Mehr ….Auf ihr waren die Leute verzeichnet,die als Erste aus der Verbannung7,5 Verbannung: Meint die Zeit zwischen 586 und 538 v. Chr., in der ein Teil des Volkes Israel gezwungen war, in Babylonien zu leben. Mehr … heimgekehrt waren.Darin hieß es:

6Das sind die Leute der Provinz Juda7,6 Juda: Provinz im persischen Reich. Seit der Eroberung Jerusalems 586 v. Chr. gab es in Israel keine unabhängigen Königreiche mehr. Mehr …,die aus der Gefangenschaft heimgekehrt sind.Nebukadnezzar7,6 Nebukadnezzar II.: König des babylonischen Reichs in Mesopotamien 605–562 v. Chr., der König von Babylonien7,6 Babylonien: Gebiet am Unterlauf der Flüsse Eufrat und Tigris, südöstlich des heutigen Bagdad. Mehr …,hatte sie einst dorthin in die Verbannung7,6 Verbannung: Meint die Zeit zwischen 586 und 538 v. Chr., in der ein Teil des Volkes Israel gezwungen war, in Babylonien zu leben. Mehr … geführt.Jetzt sind sie nach Jerusalem7,6 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr … und Juda zurückgekehrt,jeder in seinen Heimatort.7Sie wurden angeführt von Serubbabel7,7 Serubbabel: Nachkomme von König David und erster persischer Statthalter in Jerusalem nach der Rückkehr der Juden aus Babylonien um 520 v. Chr. Er ist mitverantwortlich für den Wiederaufbau des Tempels., Jeschua7,7 Jeschua: Erster Hohepriester am Tempel in Jerusalem nach der Rückkehr der Juden aus Babylonien um 520 v. Chr.,Nehemja, Asarja, Raamja, Nahamani, Mordochai,Bilschan, Misperet, Bigwai, Rehum und Baana.

Das Verzeichnis der zurückgekehrten Familien

Aus dem Volk Israel7,7 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. Mehr … kehrten zurück:82172 Nachkommen von Parosch,9372 Nachkommen von Schefatja,10652 Nachkommen von Arach,112818 Nachkommen von Pahat-Moab –die gehörten zur Familie von Jeschua und Joab,121254 Nachkommen von Elam,13845 Nachkommen von Sattu,14760 Nachkommen von Sakkai,15648 Nachkommen von Bani,16628 Nachkommen von Bebai,172322 Nachkommen von Asgad,18667 Nachkommen von Adonikam,192067 Nachkommen von Bigwai,20655 Nachkommen von Adin,2198 Nachkommen von Ater –die gehörten zur Familie des Hiskija,22328 Nachkommen von Haschum,23324 Nachkommen von Bezai,24112 Nachkommen von Harif.

25Die Menschen kamen aus diesen Orten:95 Leute aus Gibeon7,25 Gibeon: Stadt 8 km nordwestlich von Jerusalem.,26188 Leute aus Betlehem7,26 Betlehem: Ortschaft etwa 8 km südwestlich von Jerusalem. Mehr … und Netofa,27128 Leute aus Anatot7,27 Anatot: Stadt im Gebiet von Benjamin, 5 km nordöstlich von Jerusalem.,2842 Leute aus Bet-Asmawet,29743 Leute aus Kirjat-Jearim, Kefira und Beerot,30621 Leute aus Rama7,30 Rama: Ortschaft an der Grenze zwischen den Königreichen Juda und Israel, etwa 8 km nördlich von Jerusalem. und Geba,31122 Leute aus Michmas,32123 Leute aus Bet-El7,32 Bet-El: Ortschaft 16 km nördlich von Jerusalem. Der Name bedeutet übersetzt »Haus Gottes«. und Ai7,32 Ai: Stadt etwa 13 km nördlich von Jerusalem..33Dazu kamen noch:52 Nachkommen eines anderen Nebo,341254 Nachkommen eines anderen Elam,35320 Nachkommen von Harim,36345 Leute aus Jericho7,36 Jericho: Oasenstadt in der judäischen Wüste nördlich des Toten Meers. Mehr …,37721 Leute aus Lod, Hadid und Ono,383930 Nachkommen von Senaa.

Das Verzeichnis der Priester und Leviten

39Folgende Priester7,39 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … und Leviten7,39 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. Mehr … kehrten zurück:973 Priester aus der Familie von Jedaja –die waren Nachfahren von Jeschua,401052 Priester aus der Familie von Immer,411247 Priester aus der Familie von Paschhur,421017 Priester aus der Familie von Harim,4374 Leviten7,43 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. Mehr … aus der Familie von Jeschua –die waren Nachkommen von Kadmiel, Binnui und Hodawja,44148 Tempelsänger aus der Familie von Asaf7,44 Asaf: Sänger und Leiter einer Gruppe von Musikern am Tempel in Jerusalem. Mehr …45sowie 138 Torwächter7,45 Torwächter: Leviten, die den Zugang zum Tempel und die Abgaben überwachten. aus den Familienvon Schallum, Ater, Talmon, Akkub, Hatita und Schobai.

Das Verzeichnis der Tempeldiener

46Die Nachkommen folgender Tempeldiener7,46 Tempeldiener: Erfüllen Aufgaben am Tempel, die nicht von Priestern und Leviten erledigt wurden. kehrten zurück:Ziha, Hasufa, Tabbaot, 47Keros, Sia, Padon,48Lebana, Hagaba, Salmai, 49Hanan, Giddel, Gahar,50Reaja, Rezin, Nekoda, 51Gasam, Usa, Paseach,52Besai – das waren die Meuniter und Nefusiter,53Bakbuk, Hakufa, Harhur, 54Bazlut, Mehida, Harscha,55Barkos, Sisera, Temach, 56Neziach und Hatifa.

57Es kehrten auch Nachfahren von Dienern heim,die einst an Salomos7,57 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. Mehr … Hof arbeiteten.Sie waren Nachkommen von Sotai, Soferet, Peruda,58Jaala, Darkon, Giddel,59Schefatja, Hattil, Pocheret-Zebajim und Amon.60Alle Tempeldiener7,60 Tempeldiener: Erfüllen Aufgaben am Tempel, die nicht von Priestern und Leviten erledigt wurden. und Nachkommen der Diener von Salomoergaben zusammen 392 Personen.

Das Verzeichnis der Leute mit ungeklärter Herkunft

61Auch Leute aus Tel-Melach kehrten heimsowie aus Tel-Harscha, Kerub-Addon und Immer.Diese Leute wussten jedoch nicht,ob ihre Vorfahren zu Israel7,61 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. Mehr … gehörten.62Das betraf insgesamt 642 Nachkommenvon Delaja, Tobija und Nekoda.63Auch die Nachkommen einiger Priester7,63 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … wussten nicht,woher sie stammten.Das betraf die Nachkommen von Habaja, Koz und Barsillai.– Barsillai hatte eine der Töchtervon Barsillai aus Gilead7,63 Barsillai aus Gilead: Stand während der Verschwörung Abschaloms gegen König David auf der Seite Davids, vgl. 2. Samuel 19,32-41. geheiratet.Dessen Namen hatte er nach der Hochzeit angenommen. –64Alle Nachkommen wollten ihre Abstammung feststellenund durchsuchten die Familienregister.Doch sie fanden nichts.Deswegen wurden sie vom Priesterdienst ausgeschlossen7,64 vom Priesterdienst ausgeschlossen: Die Priester der Israeliten mussten alle von Aaron, dem Bruder des Mose, abstammen..65Der Provinzverwalter7,65 Provinzverwalter: Meint den von Kyros II. zum Provinzverwalter eingesetzten Scheschbazzar, vgl. Esra 1,8. verbot ihnen,von den heiligen Opfergaben7,65 heilige Opfergaben: Für Gott bestimmte Abgaben. Ein Teil wurde als Opfer dargebracht, ein anderer Teil stand den Priestern für ihren Lebensunterhalt zur Verfügung; vgl. 3. Mose/Levitikus 6,9-11. zu essen.Dieses Verbot sollte bis zur Einsetzung eines Priesters gelten,der durch das Los7,65 das Los: Wörtlich »Urim und Tummim«. Zwei Lossteine, mit denen der Hohepriester Gott um eine Entscheidung bittet; vgl. 2. Mose/Exodus 28,30. Entscheidungen verkünden konnte.

Die Gesamtzahl der Heimkehrer

66Insgesamt 42.360 Menschen kehrten heim.67Die Sklaven und Sklavinnen7,67 Sklaven: Sie gehörten zum Eigentum anderer Menschen, bekamen keinen Lohn für ihre Arbeit und konnten nicht frei über ihr Leben entscheiden. Mehr … wurden nicht mitgerechnet,das waren noch einmal 7337 Menschen.Dazu kamen 245 Tempelsänger und -sängerinnen.68Außerdem brachten die Rückkehrer ihre Tiere mit:736 Pferde, 245 Maultiere7,68 Maultier: Kreuzung aus Pferd und Esel. Maultiere waren die Reittiere der Königsfamilie, wurden aber auch als Lasttiere eingesetzt.,435 Kamele und 6720 Esel.

Die Spenden für den Wiederaufbau des Tempels

69Als die führenden Familien nach Jerusalem7,69 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr … kamen,gab ein Teil von ihnen Spenden für den Tempel7,69 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr ….Der Statthalter gab für die Schatzkammer1000 Goldmünzen7,69 Goldmünzen: Wörtlich »Golddrachmen«. Meint eine griechische Münze mit einem Gewicht von etwa 4 g., 50 Opferschalenund 530 Priestergewänder.70Die Familienoberhäupter gaben für die Schatzkammer20.000 Goldmünzen7,70 Goldmünzen: Wörtlich »Golddrachmen«. Meint eine griechische Münze mit einem Gewicht von etwa 4 g. und etwa 1300 Kilogramm7,70 1300 Kilogramm: Wörtlich »2200 Minen«. Eine Mine entspricht knapp 600 g. Silber.71Das übrige Volk spendete 20.000 Goldmünzen,etwa 1200 Kilogramm7,71 1200 Kilogramm: Wörtlich »2000 Minen«. Eine Mine entspricht knapp 600 g. Silber und 67 Priestergewänder.72So kehrten die Priester7,72 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … und die Leviten7,72 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. Mehr … zurückund wohnten wieder in ihren Heimatorten.Mit ihnen kam ein Teil des Volkes zurück,dazu die Tempelsänger, Torwächter7,72 Torwächter: Leviten, die den Zugang zum Tempel und die Abgaben an den Tempel überwachten. und Tempeldiener7,72 Tempeldiener: Erfüllen Aufgaben am Tempel, die nicht von Priestern und Leviten erledigt wurden..Als der siebte Monat7,72 siebter Monat: Festmonat, in dessen Verlauf das jüdische Neujahrsfest, der Versöhnungstag und das Laubhüttenfest gefeiert werden; vgl. 3. Mose/Levitikus 23,23-43. anbrach,wohnten die Israeliten7,72 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. Mehr … wieder in ihren Städten.
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Die Verpflichtung des Volkes auf das Gesetz

Nehemia 8,1–10,40

Esra liest aus dem Gesetzbuch vor

81Das ganze Volk versammelte sich geschlossenauf dem Platz vor dem Wassertor.Sie sagten zu dem Schriftgelehrten8,1 Schriftgelehrter: Mensch, dessen Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Esra8,1 Esra: Von Esras Wirken in Jerusalem erzählt Esra 7–10.:»Bring uns doch das Gesetzbuch des Mose8,1 Gesetzbuch des Mose: Verweis auf den Willen Gottes, wie er in den fünf Büchern Mose aufgeschrieben ist.,das der Herr Israel gegeben hat.«2Das war am ersten Tag des siebten Monats8,2 erster Tag des siebten Monats: Tag des Neujahrsfestes, vgl. 3. Mose/Levitikus 23,23-25..Da brachte der Priester8,2 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … Esradas Gesetzbuch vor die Versammlung.Sie bestand aus Männern, Frauen und allen,die mit Verstand zuhören konnten.3Vom Morgen bis zum Mittag las Esraauf dem Platz vor dem Wassertor daraus vor.Die Männer, Frauen und alle, die es verstehen konnten,hörten aufmerksam zu.Das ganze Volk folgte gespanntden Worten der Schrift.4Der Schriftgelehrte8,4 Schriftgelehrter: Mensch, dessen Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Esra stand auf einer Holztribüne,die man für diese Gelegenheit errichtet hatte.Rechts neben ihm standen Mattitja, Schema,Anaja, Urija, Hilkija und Maaseja.Links neben ihm standen Pedaja, Mischael,Malkija, Haschum, Haschbaddana, Secharja und Meschullam.

5Der Schriftgelehrte8,5 Schriftgelehrter: Mensch, dessen Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Esra öffnete das Buch.Weil er erhöht stand, konnten es alle gut sehen.Als er das Buch öffnete, stand das ganze Volk auf.6Esra8,6 Esra: Von Esras Wirken in Jerusalem erzählt Esra 7–10. pries den Herrn, den großen Gott,und das Volk rief mit erhobenen Händen:»Amen8,6 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!« Mehr …! Amen!«Sie knieten nieder und beteten den Herrn an,das Gesicht zur Erde geneigt.7Dann erklärten die Leviten8,7 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. Mehr … dem Volk die Weisung8,7 Weisung: Hebräisch Tora. Sie umfasst die schriftliche und mündliche Mitteilung von Gottes Willen. Mehr ….Das taten Jeschua, Bani, Scherebja, Jamin, Akkub,Schabbetai, Hodija, Maaseja, Kelita, Asarja,Josabad, Hanan und Pelaja.Dabei stand das Volk an seinem Platz.8Die Leviten lasen alsoaus dem Buch mit der Weisung Gottes8,8 Buch mit der Weisung Gottes: Verweis auf den Willen Gottes, wie er in den fünf Büchern Mose aufgeschrieben ist. vor.Das geschah Abschnitt für Abschnitt,dann folgte die Erklärung,sodass man das Vorgelesene verstand.

9Als das Volk die Worte der Weisung hörte,fingen die Menschen an zu weinen8,9 weinen: Zeichen der Bestürzung. Beim Vorlesen des Textes wird dem Volk bewusst, dass es gegen Gottes Gebote verstoßen und sich so schuldig gemacht hat..Da ermutigten sie der Statthalter Nehemiaund der Priester8,9 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … und Schriftgelehrte8,9 Schriftgelehrter: Mensch, dessen Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Esra8,9 Esra: Von Esras Wirken in Jerusalem erzählt Esra 7–10..Zusammen mit den Leviten8,9 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. Mehr …, die das Gelesene erklärten,sagten sie zum Volk:»Heute ist ein heiliger Tag für den Herrn, euren Gott!Seid nicht traurig und hört auf zu weinen!10Geht, esst fette Speisen und trinkt süße Getränke!Gebt auch denen etwas, die nichts haben.Denn dies ist ein heiliger Tag für unseren Herrn.Seid nicht traurig,denn die Freude am Herrn gibt euch Kraft!«11Auch die Leviten redeten dem Volk gut zu:»Beruhigt euch, denn dies ist ein heiliger Tag.Seid nicht traurig!«12Da ging das Volk los, um zu essen und zu trinken.Man gab auch denen etwas, die nichts hatten.Sie feierten ein großes Freudenfest,denn sie hatten die Worte verstanden,die man ihnen verkündet hatte.

Das Volk feiert das Laubhüttenfest

13Am zweiten Tag versammelten sichdie Familienoberhäupter des Volkes,die Priester8,13 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … und Leviten8,13 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. Mehr … beim Schriftgelehrten8,13 Schriftgelehrter: Mensch, dessen Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Esra8,13 Esra: Von Esras Wirken in Jerusalem erzählt Esra 7–10..Sie wollten die Schrift noch besser verstehen.14Dabei stießen sie auf folgende Bestimmung8,14 folgende Bestimmung: Die Bestimmung findet sich heute in 3. Mose/Levitikus 23,42. in der Weisung8,14 Weisung: Hebräisch Tora. Sie umfasst die schriftliche und mündliche Mitteilung von Gottes Willen. Mehr …,die der Herr ihnen durch Mose8,14 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … gegeben hatte:Während des Festes im siebten Monat8,14 Fest im siebten Monat: Meint das Laubhüttenfest, das zu den biblischen Erntefesten gehört, aber auch an die Zeit der Wüstenwanderung Israels erinnert.sollen die Israeliten in Laubhütten8,14 Laubhütten: Unterkünfte aus Zweigen und Laub. Nach der biblischen Überlieferung soll auch das Volk Israel nach dem Auszug aus Ägypten in Laubhütten gewohnt haben, vgl. 3. Mose/Levitikus 23,42-43. wohnen.15Daraufhin ließen sie öffentlich verkündenin allen Städten und in Jerusalem8,15 Jerusalem: Mit dem Zweiten Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes.:»Geht hinaus auf die Berge!Holt Zweige von edlen und wilden Olivenbäumen,von Myrte8,15 Myrte: Immergrüner, reich verzweigter Strauch von bis zu 5 m Höhe., Palmen und dicht belaubten Bäumen.Baut daraus Laubhütten –so wie es vorgeschrieben ist.«

16Das Volk ging hinaus und holte die Zweige.Alle bauten sich daraus Laubhütten8,16 Laubhütten: Unterkünfte aus Zweigen und Laub. Nach der biblischen Überlieferung soll auch das Volk Israel nach dem Auszug aus Ägypten in Laubhütten gewohnt haben, vgl. 3. Mose/Levitikus 23,42-43.:Einige bauten sie auf ihren Dächern,andere in ihren Höfen.Auch in den Vorhöfen zum Haus Gottes8,16 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem.wurden Laubhütten errichtet.Weitere Hütten baute manauf den Plätzen am Wassertor und am Efraim-Tor.17Die ganze Gemeinde der Heimkehrer8,17 Heimkehrer: Meint die Menschen, die aus der Verbannung nach Babylon zurückgekehrt sind. baute Laubhüttenund wohnte darin.Das hatten die Israeliten bis zu diesem Taglange nicht mehr so gemacht.Seit der Zeit von Josua8,17 Josua: Nachfolger von Mose. Nach dessen Tod führte er Israel in das verheißene Land. Mehr …, dem Sohn des Nun,hatten sie solche Hütten nicht gebaut.Entsprechend groß war ihre Freude.18Jeden Tag las Esra aus dem Buch mit der Weisung Gottes8,18 Buch mit der Weisung Gottes: Verweis auf den Willen Gottes, wie er in den fünf Büchern Mose aufgeschrieben ist. vor– vom ersten bis zum letzten Tag.Sieben Tage lang feierte man das Fest.Am achten Tag fand die Festversammlung statt,so wie es im Gesetz vorgeschrieben ist.
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Die Israeliten bekennen ihre Schuld

91Am 24. Tag des Monats9,1 Monat: Meint den siebten Monat, in dessen Verlauf das jüdische Neujahrsfest, der Versöhnungstag und das Laubhüttenfest gefeiert werden; vgl. 3. Mose/Levitikus 23,23-44.kamen die Israeliten zu einem Fastentag9,1 Fastentag: Ein Feiertag, an dem nichts gegessen wurde und der von Trauerbräuchen begleitet werden konnte. zusammen.Sie zogen Trauerkleider9,1 Trauergewand: Kleidungsstück aus rauem Leinen, das zum Zeichen von Trauer oder Buße auf bloßer Haut getragen wurde. Es wird auch »Sack« genannt. anund streuten sich Erde auf den Kopf9,1 Erde auf den Kopf streuen: Das Bedecken von Kopf und Körper mit Erde oder Asche gehört zu den Trauerbräuchen..2Diejenigen, die ihrer Abstammung nach Israeliten9,2 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. Mehr … waren,trennten sich jetzt von allen Fremden.Dann traten sie vor und bekannten ihre Sünden9,2 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr …und die Schuld ihrer Vorfahren.3Sie erhoben sich von ihren Plätzen.Drei Stunden9,3 drei Stunden: Wörtlich »ein Viertel des Tages«. Nach damaligem Verständnis dauerte der Tag von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang, etwa zwölf Stunden. lang las man ihnen voraus dem Buch mit der Weisung des Herrn9,3 Bucht mit der Weisung des HERRN: Verweis auf den Willen Gottes, wie er in den fünf Büchern Mose aufgeschrieben ist., ihres Gottes.Weitere drei Stunden lang bekannten sie ihre Schuldund knieten nieder vor dem Herrn, ihrem Gott.4Dann erhoben sich auf der Tribüne die Leviten9,4 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. Mehr …Jeschua, Bani, Kadmiel, Schebanja,Bunni, Scherebja, Bani und Kenani.Mit lauter Stimme riefen sie zum Herrn, ihrem Gott.5Die Leviten Jeschua, Kadmiel, Bani, Haschabneja,Scherebja, Hodija, Schebanja und Petachja sagten:»Steht auf! Preist den Herrn, euren Gott,von Anfang an bis in alle Zukunft!«

Die Leviten9,5 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. Mehr … beteten:»Dein herrlicher Name sei gepriesen.Sein Lob übersteigt allen Preis und Ruhm.6Du bist der Herr, du allein!Du hast den Himmel geschaffen9,6 den Himmel geschaffen: Von der Erschaffung der Welt erzählt 1. Mose/Genesis 1,1–2,4.und den Himmel darübermit all seinen Himmelsbewohnern.Auch die Erde hast du gemacht,mit allem, was darauf wohnt.Du hast das Meer gemacht,mit allem, was darin lebt.Allen Geschöpfen hast du das Leben geschenkt.Die himmlischen Heere beten dich an.7Du, Herr, bist der Gott Abrahams.Ihn hast du erwählt und herausgeführtaus seiner Heimatstadt Ur in Babylonien9,7 Ur in Babylonien: Wörtlich »Ur der Chaldäer«. Im Alten Testament ist Chaldäer eine übliche Bezeichnung für Babylonier. Die Stadt Ur liegt im Süden von Mesopotamien..Ihm hast du den Namen Abraham9,7 Abraham: 1. Mose/Genesis 17,1-8 erzählt von einer Umbennung. Vorher wurde Abraham »Abram« genannt. gegeben.8Du hast gesehen, dass er dir treu war.Du hast mit ihm einen Bund9,8 Bund: Vom Bund, den Gott mit Abraham schließt, erzählen 1. Mose/Genesis 15 und 1. Mose/Genesis 17. geschlossenund hast ihm dabei versprochen:›Deinen Nachkommen gebe ichdas Land der Kanaaniter, Hetiter9,8 Hetiter: Volksgruppe im südlichen Kanaan, bevor das Land durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde., Amoriter9,8 Amoriter: Volksgruppe, die im Gebiet östlich und westlich des Jordan lebte, bevor das Volk Israel das Land in Besitz nahm.,Perisiter, Jebusiter und Girgaschiter.‹Und du hast dein Wort gehalten,denn du bist gerecht!

9*9,9 Vers 9-15: Von den Ereignissen, auf die in den Versen 9-15 angespielt wird, erzählt 2. Mose/Exodus 1–20. Du hast die Not unserer Vorfahren in Ägypten9,9 Not unserer Vorfahren in Ägypten: Davon erzählt beispielsweise 2. Mose/Exodus 3,7-10. gesehenund ihre Hilfeschreie am Schilfmeer9,9 Hilfeschreie am Schilfmeer: Von der Flucht Israels vor den Ägyptern und der Rettung am Schilfmeer erzählt 2. Mose/Exodus 13,17–14,31. gehört.10Zeichen und Wunder hast du vollbrachtam Pharao, an seinem Hofstaat und seinem Volk.Denn du hattest erkannt,dass sie unsere Vorfahren überheblich behandelten.So hast du dir einen Namen gemacht,den man heute noch lobt.11Du hast das Meer vor unseren Vorfahren zerteilt,trockenen Fußes zogen sie mitten hindurch.Ihre Verfolger hast du in die Tiefe geworfen,sie gingen unter wie ein Stein im Wasser.12Am Tag hast du sie durch eine Wolkensäule9,12 Wolkensäule: Senkrecht stehende Wolke in Form einer Säule. Durch sie zeigte Gott seinem Volk tagsüber den Weg durch die Wüste. geführt.In der Nacht hast du ihnen durch eine Feuersäule9,12 Feuersäule: Erscheinung in Form einer hoch aufsteigenden Flamme. Durch sie zeigte Gott seinem Volk nachts den Weg durch die Wüste.den Weg erhellt, den sie gehen sollten.13Auf den Berg Sinai9,13 Berg Sinai: Gottesberg in der Wüste, auf dem Gott im Gewittersturm erscheint und Mose die Zehn Gebote erhält; vgl. 2. Mose/Exodus 19–20. Mehr … bist du herabgestiegen,vom Himmel her hast du mit unseren Vorfahren geredet.Du hast ihnen klare Gesetze gegeben,zuverlässige Weisungen9,13 Weisung: Hebräisch Tora. Sie umfasst die schriftliche und mündliche Mitteilung von Gottes Willen. Mehr …,gute Rechtsvorschriften und Gebote9,13 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. Mehr ….14Du hast sie gelehrt, den Sabbat9,14 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. Mehr … zu achten.Er ist dein heiliger Tag.Durch deinen Knecht Mose9,14 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … hast du ihnenGebote, Rechtsvorschriften und Weisung gegeben.15Wenn der Hunger sie plagte,hast du ihnen Brot vom Himmel9,15 Brot vom Himmel: Auch »Manna« genannt. Nahrung, die direkt vom Himmel kommt. Mit ihr versorgte Gott die Israeliten auf dem Weg durch die Wüste, vgl. 2. Mose/Exodus 16. gegeben.Um ihren Durst zu stillen,hast du für sie Wasser aus einem Felsen9,15 Wasser aus einem Felsen: Von diesem Wunder erzählt 2. Mose/Exodus 17,1-7. fließen lassen.Dann hast du ihnen befohlen:›Zieht in das Land, das ich euch versprochen habe,und nehmt es in Besitz‹.

16*9,16 Vers 16-21: Bereits während der Wüstenwanderung lehnte sich das Volk Israel gegen Gott auf, vgl. beispielsweise 2. Mose/Exodus 32–34. Aber unsere Vorfahren waren überheblich.Sie waren halsstarrigund hörten nicht auf deine Gebote.17Ja, sie weigerten sich zu hören.Auch erinnerten sie sich nicht an die Wunder,die du an ihnen vollbracht hattest.Sie waren halsstarrigund hatten sich in den Kopf gesetzt,nach Ägypten in die Sklaverei zurückzukehren.Du aber bist ein Gott der Vergebung9,17 Gott der Vergebung: So zeigt Gott sich, nachdem Israel von ihm abgefallen ist und das Standbild des goldenen Kalbs als Götterbild verehrt hat; vgl. 2. Mose/Exodus 34.:Du bist reich an Gnade9,17 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. Mehr … und Barmherzigkeit,unendlich geduldig und voller Güte.Daher hast du sie nicht im Stich gelassen.18Dabei haben sie sich sogar ein Kalb9,18 goldenes Kalb: Verächtliche Bezeichnung für das Standbild eines Stieres, das als Götterbild verehrt wurde. Mehr … gegossenund gesagt: ›Das ist dein Gott,der dich aus Ägypten herausgeführt hat.‹Damit haben sie dich schwer beleidigt!19Doch du bist voller Barmherzigkeit.In der Wüste hast du sie nicht verlassen.Tagsüber wich die Wolkensäule9,19 Wolkensäule: Senkrecht stehende Wolke in Form einer Säule. Durch sie zeigte Gott seinem Volk tagsüber den Weg durch die Wüste. nicht von ihnen,sondern führte sie auf ihrem Weg.Nachts erhellte die Feuersäule9,19 Feuersäule: Erscheinung in Form einer hoch aufsteigenden Flamme. Durch sie zeigte Gott seinem Volk nachts den Weg durch die Wüste. den Weg,den sie gehen sollten.20Deinen guten Geist hast du ihnen gegeben,um sie zur Einsicht zu bringen.Du hast ihnen auch weiterhin Manna9,20 Manna: Nahrung, die direkt vom Himmel kommt. Mit ihr versorgte Gott die Israeliten auf dem Weg durch die Wüste, vgl. 2. Mose/Exodus 16. Mehr … geschenktund Wasser gegen ihren Durst.2140 Jahre lang hast du sie in der Wüste versorgt9,21 in der Wüste versorgt: Davon, dass Gott sein Volk in der Wüste versorgt, erzählt beispielsweise 5. Mose/Deuteronomium 8,2-4.,es mangelte ihnen an nichts.Ihre Kleider waren nicht abgetragenund ihre Füße schwollen nicht an.

22Königreiche und Völker hast du in ihre Macht gegeben,ein Grenzgebiet nach dem anderen nahmen sie ein.Sie eroberten Heschbon, das Land von König Sihon9,22 König Sihon: Vom Sieg Israels über König Sihon erzählt 4. Mose/Numeri 21,21-32.,und Baschan, das Land von König Og9,22 König Og: Vom Sieg Israels über König Og erzählt 4. Mose/Numeri 21,33-35..23Ihre Kinder hast du zahlreich gemacht,so zahlreich wie die Sterne am Himmel.Du hast sie in das Land gebracht,das du ihren Vorfahren als Besitz versprochen hattest.24So kamen ihre Nachkommen in das Landund nahmen es in Besitz.Die Bewohner des Landes, die Kanaaniter9,24 Kanaaniter: Bewohner des Gebietes zwischen Jordantal und Mittelmeer, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. Mehr …,hast du in ihre Gewalt gegeben –sie mussten sich ihnen unterwerfen.Mit den Königen und Völkern des Landeskonnten sie machen, was sie wollten.25Sie eroberten befestigte Städteund nahmen fruchtbaren Boden in Besitz.Häuser mit ihrem ganzen Reichtum nahmen sie ein,dazu die vorhandenen Zisternen9,25 Zisterne: In den Boden geschlagene Kammer oder Beckenanlage zum Sammeln und Speichern von Regenwasser. Mehr …,Weinberge9,25 Weinberg: Ein mit einer Mauer umgebener Garten, in dem Wein angebaut wird. In Israel war das ein wertvoller Besitz. Mehr …, viele Olivenbäume9,25 Olivenbaum: Im östlichen Mittelmeerraum weitverbreiteter Baum, aus dessen Früchten Öl hergestellt wird. Es gehörte in der Antike zu den Grundnahrungsmitteln. Mehr … und Obstbäume.Sie aßen sich satt, wurden fettund ließen es sich gut gehenmit deinen reichen Gaben.

26Aber dann wurden sie widerspenstigund lehnten sich gegen dich auf.Sie verwarfen deine Weisungen9,26 Weisung: Hebräisch Tora. Sie umfasst die schriftliche und mündliche Mitteilung von Gottes Willen. Mehr ….Sie töteten deine Propheten9,26 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr …,die sie warnen und zu dir zurückführen wollten.So haben sie dich immer wieder schwer beleidigt.27Deshalb gabst du sie in die Gewalt ihrer Feinde.Die setzten ihnen hart zu.In dieser Zeit schrien unsere Vorfahrenlaut zu dir um Hilfe.Im Himmel hast du sie erhört.In deiner großen Barmherzigkeithast du ihnen Retter geschickt.Die haben sie aus der Gewalt ihrer Feinde befreit.28Doch sobald sie Ruhe vor ihnen hatten,lehnten sie sich wieder gegen dich auf.Da gabst du sie erneut in die Gewalt ihrer Feinde.Die unterdrückten sie.Da schrien unsere Vorfahren wieder zu dir um Hilfeund du hast sie im Himmel erhört.In deiner großen Barmherzigkeithast du sie viele Male gerettet.

29Du hast sie ermahnt, ihr Leben zu ändernund sich an deine Weisung9,29 Weisung: Hebräisch Tora. Sie umfasst die schriftliche und mündliche Mitteilung von Gottes Willen. Mehr … zu halten.Aber sie waren überheblichund hörten nicht auf deine Gebote9,29 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. Mehr ….Gegen deine Rechtsvorschriften haben sie verstoßen.Dabei gilt doch:Der Mensch, der sie befolgt, lebt durch sie.Störrisch kehrten sie dir den Rücken zu.Sie waren halsstarrig und gehorchten dir nicht.30Viele Jahre lang hattest du Geduld mit ihnen.Durch deinen Geist, der in deinen Propheten9,30 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … wirkt,hast du sie immer wieder ermahnt.Sie aber stellten sich taub.Da gabst du sie erneutin die Gewalt ihrer Nachbarvölker.31In deiner großen Barmherzigkeithast du sie nicht vernichtetund sie nicht verlassen.Denn du, Gott, bist reich an Gnade9,31 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. Mehr … und Barmherzigkeit!

32Nun, unser Gott,du großer, starker und furchterregender Gott!Du bewahrst den Bund9,32 Bund: Vertrag, mit dem zwei Partner eine gegenseitige Verpflichtung eingehen. Ist Gott einer der Partner, kann er sich auch einseitig zur Treue gegenüber seinem Volk oder einzelnen Menschen verpflichten. Mehr … und bleibst uns treu.Sieh doch, wie viel Leid über uns gekommen ist!Es hat alle getroffen:unsere Könige, Beamten, Priester9,32 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr …,Propheten9,32 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … und Vorfahren –ja, dein ganzes Volk!Sie alle haben bis heute schwer gelitten.Das begann schon zu der Zeit,als die Könige von Assyrien9,32 Könige von Assyrien: Das Nordreich Israel wurde 722 v. Chr. von den Assyrern erobert. über uns herrschten.33Du warst gerecht bei allem,was über uns gekommen ist.Denn du bist uns immer treu geblieben,wir aber haben Schuld auf uns geladen.34Unsere Könige, Beamten, Priester und Vorfahrenhaben deine Weisung9,34 Weisung: Hebräisch Tora. Sie umfasst die schriftliche und mündliche Mitteilung von Gottes Willen. Mehr … nicht befolgt.Sie beachteten weder deine Gebote9,34 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. Mehr …noch deine Vorschriften,durch die du sie ermahnt hast.35Du hast ihnen ein eigenes Königreich gegebenund sie mit deinen Gütern reich beschenkt.Du hast ihnen ein weites und fruchtbares Land gegeben.Aber sie haben dir nicht gedientund hörten nicht auf, Böses zu tun.36So sind wir heute Sklaven in dem Land,das du unseren Vorfahren gegeben hast.Von seinen Früchten sollten sie essenund seinen Reichtum genießen.Stattdessen leben wir als Sklaven in diesem Land.37Seine reiche Ernte geht an fremde Könige9,37 fremde Könige: Meint hier die Perserkönige, denen die Israeliten Steuern zahlen mussten..Du lässt sie über uns herrschen,weil wir uns gegen dich gestellt haben.Mit uns und unserem Viehkönnen sie machen, was sie wollen.Wir sind in großer Not!«