BasisBibel (BB)
221Dieses Gebot2,1 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. richtet sich an euch, ihr Priester2,1 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes.:2Hört auf mich und seid darauf bedacht,meinen Namen2,2 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. zu verehren.Das sagt der Herr Zebaot2,2 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck..Sonst verfluche2,2 Fluch: Ein Unheil bringendes Wort, durch das die Lebenskraft oder das Wohlergehen des Verfluchten gemindert werden soll. ich euch und euren Segen!Ja, ich habe ihn schon verflucht,weil ihr euch mein Wort nicht zu Herzen genommen habt.3Wegen eures Verhaltens bedrohe ich eure Ernteund werfe euch Abfall ins Gesicht.Es ist der Abfall eurer Feste.Man trägt euch dorthin, wo man ihn entsorgt.4Dann werdet ihr erkennen,warum ich dieses Gebot für euch erlassen habe.Mein Bund mit Levi2,4 Bund mit Levi: Levi ist einer der zwölf Stämme Israels. Seine Mitglieder sind als Priester und Leviten für den Gottesdienst verantwortlich und stehen daher in besonders enger Beziehung zu Gott. soll bestehen bleiben,sagt der Herr Zebaot.5Ich habe meinen Bund mit Levi geschlossen.Ich gab ihm Leben und Frieden,und er brachte mir Ehrfurcht2,5 Ehrfurcht: Eine Haltung größter Hochachtung gegenüber Gott, die sowohl Bewunderung als auch Erschrecken zum Ausdruck bringt. entgegen.Er fürchtete sich vor meinem Namen.6Er verkündete zuverlässig die Weisung2,6 Weisung: Hebräisch Tora. Sie umfasst die schriftliche und mündliche Mitteilung von Gottes Willen.,kein Unrecht kam ihm über die Lippen.Friedlich und aufrichtig ging er seinen Weg mit mir.Er bewahrte viele davor, Schuld2,6 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. auf sich zu laden.7Ja, dem Priester kommt Weisung über die Lippen,und man fragt ihn um Rat.Denn er ist ein Bote des Herrn Zebaot.

8Ihr aber seid vom Weg abgewichenund habt durch falsche Weisung viele zu Fall gebracht.Dadurch habt ihr den Bund mit Levi gebrochen,sagt der Herr Zebaot2,8 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck..9Daher mache ich euch nun zu Menschen,die vom Volk verachtet und gering geschätzt werden.Das tue ich, weil ihr nicht auf meinem Weg bleibt.Ihr richtet euch bei eurer Weisung nach den Menschen.

Über die Männer und ihr treuloses Verhalten

10Haben wir nicht alle denselben Vater?Hat uns nicht derselbe Gott erschaffen?Warum betrügen wir uns dann gegenseitigund missachten so den Bund unserer Vorfahren2,10 Bund unserer Vorfahren: Vom Bund, den Gott mit den Israeliten schließt, erzählt 2. Mose/Exodus 19–24.?11Die Männer aus Juda2,11 Juda: Provinz im persischen Reich. Seit der Eroberung Jerusalems 586 v. Chr. gab es in Israel keine unabhängigen Königreiche mehr. haben Gott betrogenund in Israel und Jerusalem2,11 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Schandtaten begangen:Sie haben Frauen geheiratet, die fremde Götter2,11 Götter: Götter, die von anderen Völkern verehrt werden. Israel hat nur einen einzigen Gott. verehren.So hat Juda das verdorben,was dem Herrn2,11 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. heilig ist und was er liebt.12Der Herr soll die Nachkommen jedes Mannes ausrotten,der so etwas tut.Er soll sie aus den Nachkommen Jakobs2,12 Nachkommen Jakobs: Bezeichnung für das Volk Israel. Der Stammvater Jakob wird in 1. Mose/Genesis 32,29 in Israel umbenannt. entfernen,auch wenn der Mann dem Herrn Zebaot2,12 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck. Opfer2,12 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. darbringt.

13Noch etwas ist euch vorzuwerfen:Ihr bedeckt den Altar2,13 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. des Herrn mit Tränen.Ihr weint und stöhnt,denn der Herr wendet sich euren Opfergaben2,13 Opfergabe: Eine Gabe für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer wird auf dem Altar verbrannt und schafft Gemeinschaft mit Gott. nicht zu.Sie gefallen ihm nicht mehr.14Ihr aber fragt: »Warum ist das so?«Weil der Herr Zeuge dafür ist,dass ihr eure Frauen betrogen habt.Dabei seid ihr seit eurer Jugend mit ihnen zusammen.Es sind doch eure Partnerinnen,die Frauen, mit denen ihr einen Bund geschlossen habt.15So etwas macht keiner,der noch halbwegs bei Verstand ist.Und was macht jemand, der noch bei Verstand ist?Er bleibt den Nachkommen Gottes2,15 Nachkommen Gottes: Meint das Volk Israel. treu.Also bleibt vernünftig und betrügt die Frauen nicht,mit denen ihr seit eurer Jugend zusammen seid.16Der Herr, der Gott Israels, sagt:Wer hasst und sich scheiden lässt,der begeht ein Verbrechen.Das sagt der Herr Zebaot2,16 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck..Darum bleibt vernünftig und betrügt nicht!

Über das bevorstehende Gericht

17Ihr macht den Herrn2,17 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. mit euren Worten müde.Ihr aber fragt: »Wodurch machen wir ihn müde?«Ihr tut es, indem ihr sagt:»Der Herr findet jeden gut, der Böses tut.An ihm hat er Gefallen.«Oder: »Wo ist der Gott des Rechts?«