BasisBibel NT+Ps (BB)
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Jesus macht viertausend Menschen satt

Matthäus 15,32-39
81Zu dieser Zeit war wieder eine große Volksmenge bei Jesus zusammengekommen.

Da die Menschen nichts zu essen hatten,rief Jesus die Jünger8,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zu sich.Er sagte zu ihnen:2»Die Volksmenge tut mir leid.Sie sind nun schon drei Tage bei mirund haben nichts zu essen.3Wenn ich sie hungrig nach Hause schicke,werden sie unterwegs zusammenbrechen –denn einige sind von weit her gekommen.«4Seine Jünger8,4 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. antworteten ihm:»Wo soll in dieser einsamen Gegend das Brot8,4 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel herkommen,um diese Leute satt zu machen?«5Und er fragte sie:»Wie viele Brote8,5 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel habt ihr?«Sie antworteten:»Sieben.«

6Und er forderte die Volksmenge auf,sich auf dem Boden niederzulassen.Dann nahm er die sieben Brote8,6 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel .Er dankte Gott, brach sie in Stückeund gab sie seinen Jüngern8,6 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zum Verteilen.Und die Jünger8,6 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. teilten das Brot8,6 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel an die Volksmenge aus.7Sie hatten auch noch einige kleine Fische8,7 Fische: Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel..Jesus sprach das Segensgebet8,7 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt. über sieund ließ sie ebenfalls austeilen.8Die Menschen aßen und wurden satt.Danach sammelten sie die Resteund füllten damit sieben Körbe.9Es waren etwa viertausend Menschen.Jetzt schickte Jesus sie nach Hause.

10Gleich darauf stieg Jesus mit seinen Jüngern8,10 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. in ein Bootund fuhr in die Gegend von Dalmanuta8,10 Dalmanuta: Ein sonst unbekannter Ort, der vermutlich am westlichen Ufer des See Gennesaret lag. .

Die Pharisäer fordern von Jesus ein Wunderzeichen

Matthäus 16,1-4
11Da kamen die Pharisäer8,11 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm..Sie fingen an,mit ihm zu diskutieren,und forderten von ihm ein Zeichen8,11 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. seiner göttlichen Vollmacht.Damit wollten sie ihn auf die Probe stellen.

12Jesus seufzte tief und sagte:»Warum fordert diese ganze Generation8,12 Generation: Anspielung auf die Zeitgenossen Noahs, die für ihre Bosheit durch die Sintflut bestraft wurden (1. Mose/Genesis 6,9-12). Aber auch eine Anspielung auf die Zeitgenossen von Mose, die immer wieder gegen Gottes Gebote verstießen (Psalm 95,10). Zeichen8,12 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. ?Amen8,12 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Ich werde dieser Generation8,12 Generation: Anspielung auf die Zeitgenossen Noahs, die für ihre Bosheit durch die Sintflut bestraft wurden (1. Mose/Genesis 6,9-12). Aber auch eine Anspielung auf die Zeitgenossen von Mose, die immer wieder gegen Gottes Gebote verstießen (Psalm 95,10).ganz bestimmt kein Zeichen8,12 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. geben.«13Und er ließ sie stehen,stieg wieder ins Bootund fuhr ans andere Seeufer.

Die Jünger verstehen Jesus nicht

Matthäus 16,5-12
14Die Jünger8,14 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. hatten vergessen,Brote8,14 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel zu besorgen.Deshalb hatten sie nur ein einziges Brot8,14 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel bei sich im Boot.15Und Jesus schärfte ihnen ein:»Nehmt euch in Acht,hütet euch vor dem Sauerteig8,15 Sauerteig: Eine kleine Menge gegorener Teig, der beim Brotbacken nötig ist, damit der Teig zu einem großen Laib »aufgeht«. der Pharisäer8,15 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.und vor dem Sauerteig8,15 Sauerteig: Eine kleine Menge gegorener Teig, der beim Brotbacken nötig ist, damit der Teig zu einem großen Laib »aufgeht«. von Herodes8,15 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr.16Aber sie machten sich nur Gedanken darüber,dass sie kein Brot8,16 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel hatten.

17Jesus merkte dasund sagte zu ihnen:»Warum macht ihr euch Gedanken darüber,dass ihr kein Brot8,17 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel habt?Versteht ihr immer noch nicht?Begreift ihr denn gar nichts?Sind eure Herzen so fest verschlossen?18Ihr habt doch Augen – seht ihr denn nichts?Ihr habt doch Ohren – hört ihr denn nichts?Erinnert ihr euch noch daran,19wie ich fünf Brote8,19 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel unter fünftausend Menschen ausgeteilt habe?Wie viele Körbe habt ihr mit den Resten gefüllt?«Sie antworteten ihm:»Zwölf.«20»Und als ich sieben Brote8,20 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel unter viertausend ausgeteilt habe?Wie viele Körbe habt ihr da mit Resten gefüllt?«Sie antworteten ihm:»Sieben.«21Da sagte Jesus zu ihnen:»Begreift ihr denn immer noch nichts?«

Nachfolge auf dem Weg des Leidens

8,22–10,52

Das Kreuz wirft seinen Schatten voraus

8,22–9,29

Jesus heilt einen Blinden

22Und Jesus und seine Jünger8,22 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. kamen nach Betsaida8,22 Betsaida: Stadt nordöstlich des See Gennesaret und Heimatstadt der Jünger Petrus, Andreas und Philippus. .Dort brachten die Leute einen Blinden zu ihm.Sie baten Jesus:»Berühre ihn!«

23Und er nahm den Blinden bei der Handund führte ihn aus dem Dorf heraus.Dann spuckte8,23 Speichel: In bestimmten Situationen gebrauchte Jesus Speichel zu Heilungszwecken (vgl. Markus 7,33 bei einem Taubstummen; Markus 8,23; Johannes 9,6 bei einem Blinden). Jesus ihm auf die Augen,legte seine Hände daraufund fragte ihn:»Was siehst du?«24Er blickte auf und antwortete:»Ich sehe Menschen.Sie sehen aus wie Bäume,die herumgehen.«25Noch einmal legte Jesus ihmdie Hände auf seine Augen.Da konnte er klar sehen.Er war geheiltund konnte alles deutlich erkennen.

26Jesus schickte ihn nach Hause und sagte:»Geh aber nicht in das Dorf hinein.«

Petrus spricht aus, wer Jesus ist

Matthäus 16,13-20; Lukas 9,18-21
27Jesus zog mit seinen Jüngern8,27 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. weiterin die Dörfer bei Cäsarea Philippi8,27 Cäsarea Philippi: Stadt am südlichen Abhang des Hermongebirges, im Norden vom Land der Bibel. .Unterwegs fragte er sie:»Für wen halten mich eigentlich die Leute?«28Sie antworteten ihm:»Manche halten dich für Johannes8,28 Johannes der Täufer: Gemeint ist der wieder auferstandene Täufer; vgl. den Bericht von seiner Hinrichtung in Markus 6,17-29. den Täufer8,28 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. ,andere für Elija8,28 Elija: Prophet aus der Frühzeit des Volkes Israel. Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr.und wieder andere für einen8,28 einen: Gemeint ist einer der Propheten, wie sie im Alten Testament von Gott zu den Menschen gesandt wurden (vgl. Markus 6,15). der Propheten8,28 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.29Da fragte er sie:»Und für wen haltet ihr mich?«Petrus antwortete ihm:»Du bist der Christus8,29 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. 30Und er schärfte ihnen ein,mit niemandem darüber zu reden.

Jesus kündigt zum ersten Mal seinen Tod an

Matthäus 16,21-23; Lukas 9,22
31Danach erklärte Jesus seinen Jüngern8,31 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zum ersten Mal,was Gott mit ihm vorhatte:»Der Menschensohn8,31 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. wird viel leiden müssen.Die Ratsältesten8,31 Ratsälteste, Ratsmitglieder: Mitglieder des jüdischen Rates, die keine Priester oder Theologen waren.,die führenden Priester8,31 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte.und die Schriftgelehrten8,31 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.werden ihn als Verbrecher behandeln.Sie werden ihn hinrichten lassen,aber nach drei Tagen wird er vom Tod auferstehen8,31 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. 32Das sagte er ihnen ganz offen.

Da nahm Petrus ihn zur Seiteund fing an,ihm das auszureden.33Aber Jesus drehte sich um,sah seine Jünger8,33 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. anund wies Petrus streng zurecht:»Geh weg von mir, Satan8,33 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen.!Dir geht es nicht um das,was Gott will,sondern um das,was Menschen wollen.«

Jesus folgen heißt: das Kreuz auf sich nehmen

Matthäus 16,24-28; Lukas 9,23-27
34Dann rief Jesus das Volkund seine Jünger8,34 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zu sich.Er sagte:»Wer mir folgen8,34 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. will,darf nicht an seinem Leben hängen.Er muss sein Kreuz8,34 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. auf sich nehmenund mir auf meinem Weg folgen8,34 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen..35Wer sein Leben retten will,wird es verlieren.Wer aber sein Leben verliert,weil er an michund die Gute Nachricht8,35 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. glaubt,wird es retten.

36Was nützt es einem Menschen,wenn er die ganze Welt gewinnt,aber sein Leben dabei verliert?37Was kann ein Mensch einsetzen,um sein Leben dafür einzutauschen?

38Denn es gilt:Wer sich schämt,anstatt zu mir und meinen Worten zu stehenvor dieser treulosenund schuldbeladenen Generation8,38 Generation: Anspielung auf die Zeitgenossen Noahs, die für ihre Bosheit durch die Sintflut bestraft wurden (1. Mose/Genesis 6,9-12). Aber auch eine Anspielung auf die Zeitgenossen von Mose, die immer wieder gegen Gottes Gebote verstießen (Psalm 95,10).,soll wissen:Der Menschensohn8,38 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. wird sich auchfür ihn schämen,wenn er wiederkommtin der Herrlichkeit8,38 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. seines Vatersund mit den heiligen Engeln8,38 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes.
991Und er sagte zu ihnen:»Amen9,1 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Hier stehen einige,die werden nicht sterben,sondern erleben,wie das Reich Gottes9,1 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. machtvoll in diese Welt kommt.«

Die Jünger sehen Jesus in der Herrlichkeit Gottes

Matthäus 17,1-13; Lukas 9,28-36
2Sechs Tage später nahm JesusPetrus, Johannes und Jakobus mit sich.Er führte sie auf einen hohen Berg,wo sie ganz für sich waren.

Da veränderte sich sein Aussehen vor ihren Augen:3Seine Kleider wurden strahlend weiß –kein Tuchhersteller dieser Weltkann Stoff so hell machen.4Dazu erschienen vor ihnen Elija9,4 Elija: Prophet aus der Frühzeit des Volkes Israel. Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr. und Mose9,4 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament..Die redeten mit Jesus.5Und Petrus sagte zu Jesus:»Rabbi9,5 Rabbi: Aramäisch für »mein Herr/mein Meister«; zur Zeit von Jesus ein Titel für angesehene Lehrer., es ist gut,dass wir hier bei euch sind.Wir wollen drei Zelte aufschlagen:eins für dich,eins für Mose9,5 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament.und eins für Elija9,5 Elija: Prophet aus der Frühzeit des Volkes Israel. Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr.6Aber Petrus wusste nicht,was er sagte –so erschrocken waren sie9,6 sie: Gemeint sind Petrus, Johannes und Jakobus (s. Vers 2)..

7Dann zog eine Wolke aufund ihr Schatten legte sich über sie.Und eine Stimme erklang aus der Wolke:»Das ist mein Sohn9,7 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.,ihn habe ich lieb.Hört auf ihn!«

8Plötzlich waren sie mit Jesus allein.Als sie sich umsahen,konnten sie niemanden mehr erblicken.9Während sie vom Berg herabstiegen,schärfte Jesus ihnen ein:»Redet mit keinem über das,was ihr gesehen habt –so lange, bis der Menschensohn9,9 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. vom Tod auferstanden9,9 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. ist.«10Diese Worte beschäftigten sieund sie überlegten:Was bedeutet das,dass er von den Toten aufersteht?

Elija und Johannes der Täufer

Matthäus 17,10-13
11Die drei Jünger9,11 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. fragten Jesus:»Warum sagen die Schriftgelehrten9,11 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.,dass vor dem Ende9,11 Ende: Bezeichnet zugleich das Ende des Lebens und das Ende der Zeit. Elija9,11 Elija: Prophet aus der Frühzeit des Volkes Israel. Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr. wiederkommen muss9,11 muss: Die Jünger wollen nicht wahrhaben, dass Jesus sterben muss und suchen nach Argumenten, die dagegen sprechen, hier: Bevor Elija nicht wiedergekommen ist, kann nicht eintreten, was Jesus angekündigt hat (Maleachi 3,23 und Sirach 48,10).12Jesus antwortete:»Es stimmt zwar,dass Elija9,12 Elija: Prophet aus der Frühzeit des Volkes Israel. Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr. vor dem Ende9,12 Ende: Bezeichnet zugleich das Ende des Lebens und das Ende der Zeit. kommtund alles für Gott bereit macht.Aber wieso heißt es dann in den Heiligen Schriften9,12 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind.vom Menschensohn9,12 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck.:Er muss viel leidenund wird verachtet werden9,12 werden: In Jesaja 52,13–53,12 ist von dem sog. »Bevollmächtigten Gottes« die Rede. Er ist eine einzigartige Gestalt mit einer unvergleichlichen Nähe zu Gott. Im Buch des Propheten Jesaja wird beschrieben, wie Gott durch ihn seine Pläne verwirklicht – aber auch, wie dieser Mensch leiden und sterben muss.?13Aber ich sage euch:Elija9,13 Elija: Prophet aus der Frühzeit des Volkes Israel. Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr. ist schon gekommen9,13 gekommen: Jesus spricht hier von Johannes dem Täufer (vgl. Markus 1,2-8)..Und sie haben mit ihm gemacht,was sie wollten.So steht es auch in der Heiligen Schrift9,13 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind.

Jesus heilt ein Kind und fordert zum Vertrauen auf

Matthäus 17,14-20; Lukas 9,37-42
14Jesus kam mit den drei Jüngern9,14 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zu den anderen zurück.Er fand eine große Volksmenge um sie versammelt.Darunter waren auch einige Schriftgelehrte9,14 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.,die mit den Jüngern9,14 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. stritten.15Die Volksmenge sah ihn sofortund wurde ganz aufgeregt.Die Leute liefen zu ihm hinund begrüßten ihn.16Und er fragte sie:»Worüber hattet ihr Streit mit meinen Jüngern9,16 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. 17Ein Mann aus der Volksmenge antwortete:»Lehrer9,17 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., ich habe meinen Sohn zu dir gebracht.Er ist von einem bösen Geist9,17 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. besessen,der ihn stumm gemacht hat.18Wenn der Geist9,18 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. ihn packt,wirft er ihn zu Boden.Er bekommt Schaum vor den Mund,knirscht mit den Zähnenund sein ganzer Körper verkrampft sich.Ich habe deine Jünger9,18 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. gebeten,dass sie den Geist9,18 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. austreiben –aber sie konnten es nicht.«19Da antwortete er ihnen:»Was seid ihr nur für eine ungläubige Generation?Wie lange soll ich noch bei euch bleiben?Wie lange soll ich euch noch ertragen?Bringt ihn zu mir!«

20Und sie brachten den Jungen zu Jesus.Sobald der Geist9,20 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. Jesus sah,schüttelte er den Jungen durch heftige Krämpfe.Er fiel zu Boden,wälzte sich hin und herund bekam Schaum vor den Mund.21Da fragte Jesus den Vater:»Wie lange hat er das schon?«Er antwortete:»Von klein auf.22Der böse Geist9,22 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. hat ihn auch schon oft ins Feuer oder ins Wasser geworfen,um ihn umzubringen.Wenn du kannst,dann hilf uns!Hab doch Erbarmen mit uns!«23Jesus sagte:»Was heißt hier: ›Wenn du kannst‹?Wer glaubt9,23 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott., kann alles.«24Da schrie der Vater des Jungen auf:»Ich glaube9,24 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott., hilf meinem Unglauben9,24 Unglauben: Gemeint ist: Trotz aller Anstrengung reicht mein Glaube nicht aus. Hilf, dass mein Glaube so fest wird, wie es nötig ist.

25Immer mehr Menschen kamen zu der Volksmenge.Als Jesus das sah,gebot er dem unreinen9,25 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen. Geist9,25 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. :»Du stummer und tauber Geist9,25 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. ,ich befehle dir:Verlasse den Jungenund kehre nie wieder in ihn zurück!«26Da schrie der Geist9,26 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. aufund schüttelte den Jungen durch Krämpfe hin und her.Dann verließ er ihn.Der Junge lag da wie tot.Schon sagten viele:»Er ist tot.«27Aber Jesus nahm seine Handund zog den Jungen hoch.Da stand er auf.

28Dann gingen Jesus und seine Jünger9,28 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. nach Hause9,28 Haus von Jesus: Es handelt sich vermutlich um das Haus von Simon und Andreas (vgl. Markus 1,29). Es befand sich in der Stadt Kafarnaum und diente Jesus und seinen Jüngern immer wieder als Ausgangspunkt (vgl. Markus 9,33)..Als sie allein waren,fragten die Jünger9,28 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. ihn:»Warum konnten wir den bösen Geist9,28 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. nicht austreiben?«29Er antwortete ihnen:»Solche bösen Geister9,29 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. können nurdurch das Gebet9,29 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. ausgetrieben werden.«

Die Lehre von Jesus im Zeichen des Kreuzes

9,30–10,31

Die Botschaft vom Kreuz

9,30-32

Jesus kündigt zum zweiten Mal seinen Tod an

Matthäus 17,22-23; Lukas 9,43-45
30Von dort9,30 dort: Vermutlich die Gegend um Cäsarea Philippi (vgl. Markus 8,27). brachen sie aufund zogen durch Galiläa9,30 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene..Und Jesus wollte nicht,dass es jemand erfährt.31Denn Jesus wollte seine Jünger9,31 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. lehrenund ihnen sagen,was ihm bevorstand:»Der Menschensohn9,31 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. wird ausgeliefert werdenin die Hände der Menschen.Sie werden ihn töten.Aber nach drei Tagen wird er auferstehen9,31 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. 32Aber die Jünger9,32 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. verstanden nicht,was Jesus sagen wollte.Und sie scheuten sich,ihn danach zu fragen.

Verhaltensregeln für Menschen, die Jesus nachfolgen

9,33–10,12

Wer ist bei Gott wichtig?

Matthäus 18,1-5; Lukas 9,46-48
33Jesus und seine Jünger9,33 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. gingen nach Kafarnaum9,33 Kafarnaum: Stadt am Nordufer des Sees Gennesaret und Ort, an dem Jesus vermutlich wohnte..Als sie zu Hause9,33 Haus von Jesus: Es handelt sich vermutlich um das Haus von Simon und Andreas (vgl. Markus 1,29). Es befand sich in der Stadt Kafarnaum und diente Jesus und seinen Jüngern immer wieder als Ausgangspunkt (vgl. Markus 9,33). angekommen waren,fragte er sie:»Worüber habt ihr euch unterwegs gestritten?«34Die Jünger9,34 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. schwiegen.Sie hatten unterwegs darüber gestritten,wer von ihnen der Wichtigste ist.35Jesus setzte sich,rief die Zwölf9,35 Zwölf: Gemeint sind die zwölf Jünger, die während seiner Wirkungszeit immer bei Jesus waren. zu sichund sagte zu ihnen:»Wer der Erste sein will,muss der Letzte von allen werdenund allen anderen dienen.«

36Dann rief er ein Kind herbeiund stellte es in ihre Mitte.Er nahm es in den Armund sagte zu den Jüngern9,36 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :37»Wer ein Kind wie dieses aufnimmtund sich dabei auf mich beruft,der nimmt mich auf.Und wer mich aufnimmt,nimmt nicht nur mich auf,sondern auch den,der mich gesandt hat.«

Wer nicht gegen uns ist, ist für uns

Matthäus 10,42; Lukas 9,49-50
38Johannes sagte zu Jesus:»Lehrer9,38 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., wir haben gesehen,wie jemand deinen Namen dazu benutzt hat,Dämonen9,38 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. auszutreiben.Wir wollten ihn davon abhalten,denn er gehört nicht zu uns.«39Aber Jesus antwortete:»Hindert ihn nicht daran!Denn niemand benutzt meinen Namen dazu,Wunder9,39 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. zu tun,und redet kurz darauf schlecht über mich.40Denn wer nicht gegen uns ist,der ist für uns.41Wer euch auch nur einen Becher9,41 Becher: Zu jedem Haushalt gehörten neben Tellern und Krügen auch Becher, die meist aus Ton gearbeitet waren. Wasser zu trinken gibt,weil ihr zu Christus9,41 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. gehört –Amen9,41 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Ein solcher Mensch wird ganz bestimmtseine Belohnung dafür erhalten.«

Warnung vor jeder Art von Verführung

Matthäus 18,6-9; Lukas 17,1-2
42Jesus sagte:»Wer einen von diesen kleinen, unbedeutenden Menschen,die an mich glauben9,42 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,von mir abbringt,für den wird es schrecklich:Es wäre am besten für ihn,wenn man ihn mit einem Eselsmühlstein9,42 Eselsmühlstein: Der Eselsmühlstein ist der obere Mühlstein von größeren Mühlen. um den Hals ins Meer wirft.43Wenn dich deine Hand von mir abbringt:schlag sie ab.Es ist besser für dich,verstümmelt ewig bei Gott zu lebenals mit zwei Händen in der Hölle9,43 Hölle, Totenreich, Unterwelt: In der Antike Reich, in dem die Toten wohnen; auch Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht.in der das Feuer nie ausgeht.44[…]9,44 […]: Einige spätere Handschriften fügen hinzu: »Dort nehmen die Qualen kein Ende und das Feuer erlöscht nie.« (vgl. Vers 48)45Wenn dich dein Fuß von mir abbringt:schlag ihn ab.Es ist besser für dich,mit nur einem Fuß ewig bei Gott zu leben,als mit zwei Füßen in die Hölle9,45 Hölle, Totenreich, Unterwelt: In der Antike Reich, in dem die Toten wohnen; auch Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht. geworfen zu werden.46[…]9,46 […]: Einige spätere Handschriften fügen hinzu: »Dort nehmen die Qualen kein Ende und das Feuer erlöscht nie.« (vgl. Vers 48)47Wenn dich dein Auge von mir abbringt:reiß es aus.Es ist besser für dich,mit nur einem Auge in das Reich Gottes9,47 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. zu kommen,als mit zwei Augen in die Hölle9,47 Hölle, Totenreich, Unterwelt: In der Antike Reich, in dem die Toten wohnen; auch Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht. geworfen zu werden.48Dort nehmen die Qualen9,48 Qualen: Wörtlich »Wo ihr Wurm nicht verendet.« Dieses Zitat aus Jesaja 66,24 verdeutlicht unaufhörliche Qualen. Es wird ein Zustand der Verwesung beschrieben, der nicht aufhört (Wurm stirbt nicht). kein Endeund das Feuer erlöscht nie.«

Das Bildwort von der Kraft des Salzes

Matthäus 5,13; Lukas 14,34-35
49»Alles wird durch Salz9,49 Salz: Salz war im Land der Bibel nicht nur ein Würzmittel für Speisen, sondern diente auch zur Konservierung von Lebensmitteln. wie Feuer.50Salz9,50 Salz: Salz war im Land der Bibel nicht nur ein Würzmittel für Speisen, sondern diente auch zur Konservierung von Lebensmitteln. ist etwas Gutes:Aber wenn das Salz9,50 Salz: Salz war im Land der Bibel nicht nur ein Würzmittel für Speisen, sondern diente auch zur Konservierung von Lebensmitteln. seine Kraft verliert,wie kann man es wieder salzig machen?Bewahrt die Kraft vom Salz9,50 Salz: Salz war im Land der Bibel nicht nur ein Würzmittel für Speisen, sondern diente auch zur Konservierung von Lebensmitteln. in euch:Haltet Frieden untereinander.«
10

Jesus bricht auf nach Judäa

Matthäus 19,1-2
101Jesus brach von dort10,1 dort: Jesus befand sich mit seinen Jüngern vermutlich in Kafarnaum; vgl. Markus 9,33. auf.Er kam in das Gebiet von Judäa10,1 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. und auf die andere Jordanseite10,1 Jordan: Der Jordan ist der wichtigste Fluss im Land der Bibel. .Wieder versammelte sich eine große Volksmenge bei ihm,und wie immer sprach er zu den Menschen.

Über die Ehescheidung

Matthäus 19,3-12
2Da kamen Pharisäer10,2 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. und fragten ihn:»Darf sich ein Mann von seiner Frau scheiden lassen?«Damit wollten sie Jesus eine Falle stellen.3Jesus antwortete:»Was hat euch Mose10,3 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. vorgeschrieben?«4Da sagten die Pharisäer10,4 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.:»Mose10,4 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. hat erlaubt, dass ein Mann seiner Frau eine Scheidungsurkunde10,4 Scheidungsurkunde: Nach jüdischem Recht musste ein Mann seiner Frau eine sog. Scheidungsurkunde ausstellen, wenn er sich von ihr trennen wollte. ausstelltund sie dann wegschickt10,4 wegschickt: In 5. Mose/Deuteronomium 24,1-4 sind alttestamentliche Gebote für die Trennung von Ehepaaren nachzulesen.5Jesus sagte zu ihnen:»Nur weil ihr euer Herz gegen Gott verschlossen habt,hat Mose10,5 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. euch dieses Gesetz10,5 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. gegeben.6Aber vom Anfang der Welt10,6 Anfang der Welt: In 1. Mose/Genesis 1,1–2,4a und 1. Mose/Genesis 2,4b-25 wird berichtet, wie Gott die Welt und die Menschen geschaffen hat. anhat Gott die Menschen als Mann und Frau geschaffen.7Deshalb verlässt ein Mannseinen Vater und seine Mutterund lebt in Gemeinschaft mit seiner Frau.8Die zwei sind dann eins,mit Leib und Seele.Sie sind also nicht mehr zwei,sondern ganz eins10,8 eins: Jesus zitiert an dieser Stelle den Vers aus 1. Mose/Genesis 2,24..9Was Gott so verbunden hat,das soll der Mensch nicht trennen.«

10Zu Hause fragten ihn die Jünger10,10 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. noch einmal danach.11Und Jesus sagte zu ihnen:»Wer sich von seiner Frau scheiden10,11 Scheidungsurkunde: Nach jüdischem Recht musste ein Mann seiner Frau eine sog. Scheidungsurkunde ausstellen, wenn er sich von ihr trennen wollte. lässtund eine andere heiratet,der begeht Ehebruch10,11 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten. gegenüber der ersten.12Ebenso gilt:Wenn sich eine Frau von ihrem Mann scheiden10,12 Scheidungsurkunde: Nach jüdischem Recht musste ein Mann seiner Frau eine sog. Scheidungsurkunde ausstellen, wenn er sich von ihr trennen wollte. lässtund einen anderen heiratet,begeht sie Ehebruch10,12 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten.

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10,13-31

Jesus und die Kinder

Matthäus 19,13-15; Lukas 18,15-17
13Einige Leute brachten Kinder zu Jesus.Er sollte sie segnen10,13 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt..Aber die Jünger10,13 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. wiesen sie schroff zurück.

14Als Jesus das merkte,wurde er zornig und sagte zu ihnen:»Lasst doch die Kinder zu mir kommen,hindert sie nicht daran.Denn für Menschen wie sieist das Reich Gottes10,14 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. da.15Amen10,15 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Wer sich das Reich Gottes10,15 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. nicht wie ein Kind schenken lässt,wird nie hineinkommen.«16Und er nahm die Kinder in die Arme,legte ihnen die Hände aufund segnete10,16 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt. sie.

Die Gefahr des Reichtums

Matthäus 19,16-26; Lukas 18,18-27
17Jesus machte sich wieder auf den Weg.Da kam ein Mann angelaufen.Er fiel vor ihm auf die Knieund fragte ihn:»Guter Lehrer10,17 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde.,was soll ich tun,damit ich das ewige Leben bekomme?«18Jesus antwortete ihm:»Warum nennst du mich gut?Niemand ist gut außer einem: Gott.19Du kennst10,19 kennst: Diese Gebote stammen aus den sog. Zehn Geboten (vgl. 2. Mose/Exodus 20,1-12). Sie regeln das Zusammenleben zwischen den Menschen und beschreiben zugleich, wie das Verhältnis zwischen Mensch und Gott bestimmt sein soll. doch die Gebote10,19 Gebote: Diese Gebote stammen aus den Zehn Geboten, vgl. 2. Mose/Exodus 20,1-17. Sie regeln das Zusammenleben zwischen den Menschen und beschreiben, wie das Verhältnis zwischen Mensch und Gott sein soll.:›Du sollst nicht töten.Du sollst die Ehe nicht brechen10,19 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten..Du sollst nicht stehlen.Du sollst keine falschen Aussagen machen.Du sollst nicht betrügen.Ehre10,19 Eltern ehren: Gemeint ist auch das Sorgen für die Eltern, wenn sie alt geworden sind. deinen Vater und deine Mutter.‹«20Aber der Mann sagte:»Lehrer10,20 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., das alles befolge ichseit meiner Jugend.«

21Jesus sah ihn an.Er gewann ihn liebund sagte zu ihm:»Eins fehlt dir:Geh los.Verkaufe alles, was du hast,und gib das Geld den Armen.So wirst du unverlierbaren Reichtum im Himmel haben.Dann komm und folge10,21 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. mir!«22Der Mann war unglücklich über das,was Jesus sagte,und er ging traurig weg.Denn er hatte großen Grundbesitz.

23Jesus sah seine Jünger10,23 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. an und sagte:»Wie schwer ist es doch für die Menschen,die viel besitzen,in das Reich Gottes10,23 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. hineinzukommen.«24Die Jünger10,24 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. waren bestürzt über seine Worte.Aber Jesus sagte noch einmal zu ihnen:»Ja, Kinder, wie schwer ist es doch,in das Reich Gottes10,24 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. zu kommen.25Es ist leichter,dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht,als dass ein Reicher in das Reich Gottes10,25 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. hineinkommt.«26Da waren die Jünger10,26 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. völlig bestürztund sagten zueinander:»Wer kann dann überhaupt gerettet werden?«27Jesus sah sie an und sagte:»Für Menschen ist es unmöglich,aber nicht für Gott.Denn für Gott ist alles möglich.«

Der Lohn für die, die alles aufgegeben haben

Matthäus 19,27-30; Lukas 18,28-30
28Da sagte Petrus zu Jesus:»Sieh doch, wir haben alles zurückgelassenund sind dir gefolgt10,28 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen.29Jesus antwortete:»Amen10,29 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Jeder, der etwas zurückgelassen hat– Haus, Brüder, Schwestern,Mutter, Vater, Kinder oder Felder –,um mir zu folgen10,29 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen.und um die Gute Nachricht10,29 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. weiterzusagen,30wird das, was er zurückgelassen hat,hundertfach neu bekommen:Haus, Brüder, Schwestern,Mutter, Kinder und Felderschon jetzt in dieser Zeit– wenn auch unter Verfolgungen –und das ewige Lebendann, wenn Gottes Reich