BasisBibel NT+Ps (BB)
4

Jesus lehrt in Gleichnissen

4,1-34

Jesus spricht zu dem Volk in Gleichnissen

Matthäus 13,1-3; Lukas 8,4
41Wieder einmal war Jesus am See4,1 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret.und wollte zu den Menschen sprechen.Es versammelte sich eine so große Volksmenge um ihn,dass er in ein Boot stieg.Dort setzte er sich hin.Er war auf dem See4,1 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret.und die Volksmenge blieb am Ufer4,1 Ufer: Auf dem See hatte Jesus den Wind im Rücken, der seine Worte ans Ufer trug. So konnten die Leute ihn besser verstehen..2Jesus erklärte ihnen vieles durch Gleichnisse4,2 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.und lehrte sie.

Das Gleichnis vom Säen auf verschiedenen Böden

Matthäus 13,3-9; Lukas 8,5-8
3Jesus sagte zu den Menschen:»Hört mir zu!Seht doch:Ein Bauer ging aufs Feld,um zu säen4,3 Säen: Im Unterschied zu heute wurde im Altertum zuerst gesät und dann der Boden umgebrochen..4Während er die Körner auswarf,fiel ein Teil davon auf den Weg.Da kamen die Vögelund pickten sie auf.5Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden,wo es nicht viel Erde gab.Die Körner gingen schnell auf,weil sie nicht tief im Boden lagen.6Aber als die Sonne hoch stand,wurden die Pflanzen verbrannt.Sie vertrockneten,weil sie keine tiefen Wurzeln hatten.7Ein weiterer Teil fiel zwischen die Disteln4,7 Distel: Disteln sind im Land der Bibel sehr häufig. Sie wachsen in dichten Streifen auf kultivierten oder brachliegenden Böden. .Die Disteln4,7 Distel: Disteln sind im Land der Bibel sehr häufig. Sie wachsen in dichten Streifen auf kultivierten oder brachliegenden Böden. schossen hochund erstickten die junge Saat.Deshalb brachten sie keine Frucht.8Aber ein anderer Teil fiel auf guten Boden.Sie gingen aufund wuchsen heranund brachten Frucht4,8 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut.:Manche Pflanzen brachten dreißig,andere sechzig,andere sogar hundert Körner Frucht4,8 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut.

9Und Jesus sagte:»Wer Ohren zum Hören hat,soll gut zuhören.«

Warum Jesus in Gleichnissen redet

Matthäus 13,10-17; Lukas 8,9-10
10Als Jesus allein war,fragten die Zwölf4,10 Zwölf: Gemeint sind die zwölf Jünger, die während seiner Wirkungszeit immer bei Jesus waren.und seine anderen Begleiter:»Warum erzählst du Gleichnisse4,10 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.

11Er antwortete ihnen:»Euch ist das Geheimnis4,11 Messiasgeheimnis: Nach Markus lässt sich das Wirken von Jesus erst von seinem Tod am Kreuz her richtig verstehen – vorher wird es nur auf verborgene (geheime) Weise sichtbar. vom Reich Gottes4,11 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. enthüllt.Aber die anderen Menschenerfahren das alles nur in Gleichnissen4,11 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen..12Denn sie sollenmit offenen Augen sehenund nichts erkennen.Und sie sollen mit offenen Ohren hörenund nichts verstehen.Sie sollen nicht zu Gott umkehren4,12 Verstockung: Der Begriff beschreibt den Zustand eines Menschen, der gegenüber Gott und seinem Willen verschlossen ist. ,damit er ihnen ihre Schuld4,12 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. nicht vergibt4,12 vergibt: Jesus bezieht sich an dieser Stelle auf eine Aussage aus dem Buch des Propheten Jesaja (vgl. Jesaja 6,10).

Jesus erklärt das Gleichnis vom Säen auf verschiedenen Böden

Matthäus 13,18-23; Lukas 8,11-15
13Und Jesus sagte zu seinen Jüngern4,13 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Wenn ihr dieses Gleichnis4,13 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen. schon nicht versteht,wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse4,13 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen. verstehen?

14Der Bauer sät4,14 Säen: Im Unterschied zu heute wurde im Altertum zuerst gesät und dann der Boden umgebrochen. das Wort4,14 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. aus.15Was auf den Weg fällt,steht für die Menschen,die das Wort4,15 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. hören,wenn es gesät wird.Aber sofort kommt der Satan4,15 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen.und nimmt das Wort4,15 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. wieder weg,das in sie hineingesät4,15 Säen: Im Unterschied zu heute wurde im Altertum zuerst gesät und dann der Boden umgebrochen. wurde.16Was auf felsigen Boden fällt,steht für die Menschen,die das Wort4,16 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. hörenund es sofort mit Freude annehmen.17Aber es schlägt keine Wurzeln in ihnen,weil sie ihre Meinung schnell wieder ändern.Wenn ihnen das Wort4,17 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. Schwierigkeitenoder Verfolgung bringt,lassen sie sich sofort davon abbringen.18Für wieder andere steht das,was zwischen die Disteln4,18 Distel: Disteln sind im Land der Bibel sehr häufig. Sie wachsen in dichten Streifen auf kultivierten oder brachliegenden Böden. fällt:Es sind Menschen,die das Wort4,18 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. hören,19aber dann kommen die Alltagssorgen,der Reiz des Geldesoder die Gier nach irgendetwas anderem.Die Disteln4,19 Distel: Disteln sind im Land der Bibel sehr häufig. Sie wachsen in dichten Streifen auf kultivierten oder brachliegenden Böden. überwuchernund ersticken das Wort4,19 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt.und es bringt keine Frucht.20Aber was auf guten Boden gesät ist,steht für die Menschen,die das Wort4,20 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. hörenund aufnehmen.Und bei ihnen bringt es reiche Frucht4,20 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut.:Manche Pflanzen bringen dreißig,andere sechzig,andere sogar hundert Körner Frucht4,20 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut.

Ein weiteres Gleichnis: Von der Lampe

Lukas 8,16-18
21Und Jesus sagte zu seinen Jüngern4,21 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Bringt man etwa eine Öllampe4,21 Öllampe: Um im Haushalt nach Sonnenuntergang noch ein wenig Licht zu haben, verwendete man kleine Öllämpchen aus Ton. in einen Raum,um sie dann unter einen Topf zu stellen?Natürlich nicht,sondern man stellt sie auf einen Ständer.22Es gibt nichts Verborgenes,das nicht zutage kommen soll.Nichts geschieht im Geheimen,das nicht ans Licht kommen soll.23Wer Ohren zum Hören hat,soll gut zuhören.«

24Weiter sagte er zu ihnen:»Beachtet das, was ihr hört.Derselbe Maßstab,den ihr an andere anlegt,gilt auch für euch.Wenn ihr großzügig messt,bekommt ihr noch dazu.25Wer viel hat,dem wird noch mehr gegeben.Wer nichts hat,dem wird auch das noch weggenommen, was er hat.«

Das Gleichnis von der Saat, die ganz von selbst wächst

26Und Jesus sagte:»Mit dem Reich Gottes4,26 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. ist es wie bei einem Bauern:Er streut4,26 Säen: Im Unterschied zu heute wurde im Altertum zuerst gesät und dann der Boden umgebrochen. die Körner auf das Land,27dann legt er sich schlafenund steht wieder auf –tagaus, tagein.Und die Saat geht aufund wächst –der Bauer weiß nicht wie.28Ganz von selbst bringt die Erde die Frucht hervor.Zuerst den Halm,dann die Ähre4,28 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut.,zuletzt den reifen Weizen in der Ähre4,28 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut..29Wenn die Frucht4,29 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut. reif ist,schickt er sofort die Erntearbeiter4,29 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet. los,denn die Erntezeit4,29 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet. ist da.«

Das Gleichnis vom Senfkorn

Matthäus 13,31-32.34-35; Lukas 13,18-19
30Und Jesus fragte:»Womit sollen wir das Reich Gottes4,30 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. vergleichen?Mit welchem Gleichnis4,30 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen. können wir es darstellen?31Das Reich Gottes4,31 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. gleicht einem Senfkorn4,31 Senf: Die Senfpflanze ist im Land der Bibel weit verbreitet..Wenn es in die Erde gesät wird,ist es das kleinste von allen Körnern,die ausgesät werden.32Aber wenn es ausgesät ist,geht es aufund wird größer als alle Sträucher.Es bringt so große Zweige hervor,dass die Vögel des Himmelsin seinem Schatten ihr Nest bauen können.«

33In vielen solchen Gleichnissen4,33 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.verkündete Jesus seine Botschaft,damit die Menschen sie verstehen konnten.34Ohne Gleichnisse4,34 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen. redete er nicht zu ihnen.Aber wenn er mit seinen Jüngern4,34 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. alleine war,erklärte er ihnen alles.

Jesus vollbringt Wunder

4,35–5,43

Im Sturm auf die Probe gestellt

Matthäus 8,18.23-27; Lukas 8,22-25
35Am Abend dieses Tagessagte Jesus zu seinen Jüngern4,35 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Wir wollen ans andere Ufer fahren.«36Sie ließen die Volksmenge zurück.Dann fuhren sie mit dem Boot los,in dem er saß4,36 saß: Siehe Markus 4,1. Jesus hatte sich in ein Boot gesetzt, weil er von dort aus besser zu den Menschen sprechen konnte..Auch andere Boote fuhren mit.

37Da kam ein starker Sturm auf.Die Wellen schlugen ins Boot hinein,sodass es schon volllief.38Jesus schlief hinten im Boot auf einem Kissen.Seine Jünger weckten ihnund riefen:»Lehrer4,38 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde.! Macht es dir nichts aus,dass wir untergehen?«39Jesus stand auf,bedrohte den Windund sagte zu dem See4,39 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret.:»Werde ruhig! Sei still!«Da legte sich der Windund es wurde ganz still.40Und Jesus fragte die Jünger4,40 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Warum habt ihr solche Angst?Wo ist euer Glaube4,40 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.41Aber die Jünger4,41 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. überkam große Furcht.Sie fragten sich:»Wer ist er eigentlich?Sogar der Wind und die Wellengehorchen ihm.«
5

Jesus befreit einen Mann, der von Dämonen beherrscht wird

Matthäus 8,28-34; Lukas 8,26-39
51Jesus und seine Jünger5,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. kamen auf die andere Seite des Sees5,1 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret.in das Gebiet der Gerasener5,1 Gerasa: Zur Zeit des Neuen Testaments blühende Stadt rund 60 km südöstlich vom See Gennesaret in nichtjüdischem Gebiet..

2Sofort als Jesus aus dem Boot stieg,kam ihm aus den Grabkammern5,2 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren. ein Mann entgegen.Der war von einem bösen Geist5,2 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. besessen.3Der Mann hatte sein Zuhause in den Grabkammern5,3 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren..Niemand konnte ihn bändigen,nicht einmal mit Ketten.4Schon oft hatte man ihm die Füße gefesseltund Ketten angelegt.Aber er hatte die Ketten zerrissenund die Fußfesseln durchgescheuert.Keiner wurde mit ihm fertig.5Tag und Nachtwar er ständig in den Gräbern5,5 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren.oder auf den Bergen.Er schrieund schlug mit Steinen auf sich ein.

6Als der Mann Jesus nun von Weitem sah,lief er herbeiund warf sich vor ihm nieder.7Mit lauter Stimme schrie er:»Was willst du von mir,Jesus, du Sohn5,7 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. des höchsten Gottes?Ich beschwöre dich bei Gott:Quäl mich nicht!«8Denn Jesus sagte zu ihm:»Du böser Geist5,8 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. :Gib diesen Menschen frei!«9Und Jesus fragte ihn:»Wie heißt du?«Er antwortete ihm:»Ich heiße Legion5,9 Legion: Größte Abteilung des römischen Heeres, 4000–6000 Mann. Ausdruck für eine sehr hohe Zahl.,denn wir5,9 wir: Die bösen Geister haben vom Menschen Besitz ergriffen und reden durch ihn mit Jesus. sind viele.«10Und er flehte Jesus an:»Vertreib uns nicht aus dieser Gegend.«11In der Nähe am Bergwar eine große Schweineherde5,11 Schwein: Schweine galten in der Bibel als unreine Tiere. auf der Weide.12Die bösen Geister5,12 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. baten Jesus:»Schick uns doch in die Schweine5,12 Schwein: Schweine galten in der Bibel als unreine Tiere.,damit wir in sie hineinfahren5,12 hineinfahren: Wörtlich »Schicke uns doch in die Schweine, damit wir in sie hineinkommen.« können.«13Und er erlaubte es ihnen.Da verließen die bösen Geister5,13 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. den Mannund fuhren in die Schweine5,13 Schwein: Schweine galten in der Bibel als unreine Tiere..Und die Herde stürzte sich den Abhang hinab in den Seeund ertrank.Es waren etwa zweitausend Tiere.

14Die Schweinehirten ergriffen die Fluchtund erzählten davon in der Stadtund in den Dörfern.Und die Leute kamen herbei,um selbst zu sehen,was geschehen war.15Als sie zu Jesus kamen,sahen sie den Mann,in dem die Legion5,15 Legion: Größte Abteilung des römischen Heeres, 4000–6000 Mann. Ausdruck für eine sehr hohe Zahl. böser Geister5,15 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. gewesen war.Er saß ruhig da,war angezogenund ganz vernünftig.Da fürchteten sich die Leute.16Und die es mit angesehen hatten,berichteten ihnen,was geschehen war:mit dem Mann,den die Dämonen5,16 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. beherrscht hatten,und auch mit den Schweinen5,16 Schwein: Schweine galten in der Bibel als unreine Tiere..17Da forderten sie Jesus auf,aus ihrer Gegend wegzugehen.

18Als Jesus in das Boot steigen wollte,bat ihn der Mann,den die Dämonen5,18 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. beherrscht hatten:»Ich möchte bei dir bleiben.«19Aber er erlaubte es ihm nicht,sondern sagte zu ihm:»Geh nach Hause zu deiner Familie.Erzähle ihnen,was Gott für dich getan hatund wie er dir seine Barmherzigkeit gezeigt hat.«20Da zog der Mann los.Er verkündete in dem Gebiet der Zehn Städte5,20 Zehn Städte: Zur Zeit des Neuen Testaments ein Verbund aus ursprünglich zehn Städten (Dekapolis). ,was Jesus für ihn getan hatte.Und alle staunten.

Jesus heilt eine Frau und weckt ein Mädchen vom Tod auf

Matthäus 9,18-26; Lukas 8,40-56
21Und Jesus fuhr in dem Bootzur anderen Seite des Sees5,21 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret. zurück.Dort versammelte sich eine große Volksmenge,als er noch am See5,21 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret. war.

22Da kam einer der Synagogenleiter5,22 Synagogenleiter: Er ist für die Ordnung in der Synagoge und den richtigen Ablauf des Gottesdienstes am Sabbat verantwortlich. Der Synagogenleiter ist ehrenamtlich tätig. dazu.Er hieß Jaïrus.Als er Jesus sah,warf er sich vor ihm nieder.23Er flehte ihn eindringlich an:»Meine kleine Tochter liegt im Sterben.Bitte komm!Leg ihr die Hände auf5,23 die Hand auflegen: Zeichen dafür, dass lebensspendende Kraft auf jemand übertragen wird.,damit sie gerettet wirdund am Leben bleibt.«24Da ging Jesus mit Jaïrus.Die ganze Volksmenge folgte ihmund umdrängte ihn.

25Es war auch eine Frau dabei,die seit zwölf Jahren an Blutungen5,25 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. litt.26Sie hatte bei vielen Ärzten viel durchgemachtund alles dafür ausgegeben,was sie besaß.Aber es hatte nichts genützt,sondern die Blutungen5,26 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. waren nur noch schlimmer geworden.27Die Frau hatte von Jesus gehört.Sie drängte sich in der Volksmengevon hinten an ihn heranund berührte seinen Mantel5,27 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt..28Sie sagte sich:»Wenn ich nur seinen Mantel5,28 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. berühre,werde ich gesund.«29Im selben Augenblick hörte die Blutung auf.Sie fühlte in sich,dass sie von ihrem Leiden geheilt war.

30Jesus merkte sofort,dass Kraft von ihm ausgegangen war.Er drehte sich in der Volksmenge umund fragte:»Wer hat meinen Mantel5,30 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. berührt?«31Seine Jünger5,31 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. antworteten ihm:»Du siehst doch,wie die Volksmenge sich um dich drängt.Und da fragst du:›Wer hat mich berührt?‹«32Doch Jesus sah umher,um festzustellen,wer es gewesen war.33Aber die Frau fürchtete sichund zitterte.Sie wusste ja,was mit ihr geschehen war.Sie trat vor,warf sich vor ihm niederund erzählte ihm alles.34Er aber sagte zu ihr:»Tochter, dein Glaube5,34 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. hat dich gerettet.Geh in Frieden.Du bist endgültig von deinem Leiden befreit.«

35Während er noch redete,kamen einige Leute aus dem Haus5,35 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. des Synagogenleiters5,35 Synagogenleiter: Er ist für die Ordnung in der Synagoge und den richtigen Ablauf des Gottesdienstes am Sabbat verantwortlich. Der Synagogenleiter ist ehrenamtlich tätig..Sie sagten:»Deine Tochter ist gestorben.Bemühe den Lehrer5,35 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde. nicht mehr.«36Aber Jesus hörte,was sie berichteten.Er sagte zu dem Synagogenleiter5,36 Synagogenleiter: Er ist für die Ordnung in der Synagoge und den richtigen Ablauf des Gottesdienstes am Sabbat verantwortlich. Der Synagogenleiter ist ehrenamtlich tätig.:»Hab keine Angst!Glaube5,36 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. nur.«37Jesus ließ sonst niemanden mitkommen,außer Petrus, Jakobus und Johannes,den Bruder von Jakobus.38Als sie zum Haus5,38 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. des Synagogenleiters5,38 Synagogenleiter: Er ist für die Ordnung in der Synagoge und den richtigen Ablauf des Gottesdienstes am Sabbat verantwortlich. Der Synagogenleiter ist ehrenamtlich tätig. kamen,sah Jesus die aufgeregten Menschen.Sie weinten und klagten laut.

39Jesus ging hineinund sagte zu ihnen:»Warum seid ihr so aufgeregt?Warum weint ihr?Das Kind ist nicht gestorben,sondern es schläft nur.«40Da lachten sie ihn aus.Aber er warf alle hinaus.Er nahm nur den Vater des Kindes,die Mutter und seine Jünger5,40 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. mit5,40 mit: Wörtlich »Da lachten sie ihn aus. Er aber warf alle hinaus. Er nahm nur den Vater des Kindes, die Mutter und die, die mit ihm waren, mit und ging in den Raum, in dem das Kind lag.«und ging in den Raum,in dem das Kind lag.41Und Jesus nahm die Hand des Kindesund sagte zu ihm:»Talita kum5,41 Talita kum: Während das Neue Testament in griechischer Sprache geschrieben ist, stammt dieses Zitat aus der Muttersprache von Jesus, dem Aramäischen.Das heißt übersetzt:»Mädchen, ich sage dir:Steh auf!«42Sofort stand das Mädchen aufund ging einige Schritte umher.Es war zwölf Jahre alt.Da gerieten alle vor Staunen außer sich.43Und Jesus schärfte ihnen ein:»Erzählt niemandem etwas davon.«Dann sagte er:»Gebt dem Mädchen etwas zu essen.«
6

Entscheidung für oder gegen Jesus

6,1-29

Jesus in Nazaret

Matthäus 13,53-58; Lukas 4,16-30
61Jesus ging vom Haus6,1 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. des Jaïrus6,1 Jaïrus: Jesus war im Haus des Jaïrus gewesen (Markus 5,21-43), und hatte dort die Tochter des Jaïrus vom Tod auferweckt. wegund kam in seine Heimatstadt Nazaret6,1 Nazaret: Der Ort, in dem Jesus vermutlich aufgewachsen ist. Zu seiner Zeit war Nazaret ein kleines und unbedeutendes Dorf..Seine Jünger6,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. begleiteten ihn.

2Am Sabbat6,2 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. lehrte Jesus in der Synagoge6,2 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden..Viele, die ihn hörten,waren tief beeindruckt.Sie fragten:»Wo hat er das her?Woher hat er solche Weisheit bekommen?Und wieso geschehendurch seine Hände solche Wunder6,2 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. ?3Ist das nicht der Zimmermann,der Sohn von Maria?Und ist das nicht der Bruder vonJakobus, Joses, Judas und Simon?Leben nicht auch seine Schwestern hier bei uns?«Deshalb lehnten sie ihn ab.

4Aber Jesus sagte zu ihnen:»Nirgendwo gilt ein Prophet6,4 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. so wenigwie in seiner Heimatstadt,bei seinen Verwandtenund bei seiner Familie.«5Deshalb konnte er dort auch keine Wunder6,5 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. tun.Er legte nur einigen Kranken die Hände aufund heilte sie.6aUnd Jesus wunderte sich über ihren Unglauben6,6a Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott..

Jesus sendet seine Jünger aus

Matthäus 10,1.5-14; Lukas 9,1-6
6bJesus zog durch die Dörfer in der Umgebungund lehrte.

7Und er rief die Zwölf6,7 Zwölf: Gemeint sind die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens immer bei Jesus waren. zu sich.Er sandte sie aus,immer zu zweit.Und er gab ihnen die Vollmachtüber die bösen Geister6,7 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. .8Und er ordnete an:»Außer einem Wanderstocksollt ihr auf dem Weg nichts mitnehmen:kein Brot6,8 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel , keine Tragetascheund auch kein Geld im Gürtel.9Ihr dürft Sandalen6,9 Sandale: Im Altertum lief die einfache Bevölkerung innerhalb des Hauses und in der Ortschaft in der Regel barfuß. Für Reisen und bei der Arbeit auf dem Feld trug man jedoch Sandalen. anziehen,aber kein Untergewand6,9 Hemd, Untergewand: Kurz- oder langärmeliges Hemdkleid, das unter dem Mantel getragen wurde. Wohlhabendere Menschen trugen oft ein zweites Hemd als Untergewand.10Außerdem sagte er:»Wenn ihr in einem Haus6,10 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. aufgenommen werdet,bleibt so lange dort,bis ihr von dort weiterzieht.11Wenn euch die Leute in einem Ort nicht aufnehmenund euch nicht zuhören wollen,dann zieht gleich weiter.Schüttelt den Staub6,11 Staub abschütteln: Eine zeichenhafte Handlung, die den Abbruch der Beziehungen und die Überantwortung an Gottes Gericht zum Ausdruck bringt. von dort ab,der an euren Füßen hängt.Dadurch sollen die Leute erkennen,worum es geht.«

12Und die Jünger6,12 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zogen los.Sie verkündeten den Menschen:»Ändert euer Leben!«13Und sie trieben viele Dämonen6,13 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. aus.Sie salbten viele Kranke mit Öl6,13 Öl: Galt zur Zeit von Jesus als universelles Heilmittel. Wenn die Jünger Kranke mit Öl salben, zeigt sich darin, wie sich Gott den Menschen zuwendet und ihnen helfen will.und heilten sie.

Was die Leute über Jesus denken

Matthäus 14,1-2; Lukas 9,7-9
14Der König Herodes6,14 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. hörte von Jesus.Denn sein Name war überall bekannt geworden.Die Leute sagten:»Er ist Johannes der Täufer6,14 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. ,der von den Toten auferstanden ist.Deshalb hat er solche Wunderkräfte6,14 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. 15Andere sagten:»Er ist Elija6,15 Elija: Prophet aus der Frühzeit des Volkes Israel. Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr.Wieder andere behaupteten:»Er ist ein Prophet6,15 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.wie einer der Propheten6,15 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. aus vergangener Zeit.«16Als Herodes6,16 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. das hörte,sagte er:»Es ist Johannes6,16 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. ,dem ich den Kopf abschlagen ließ.Er ist auferstanden.«

Der Tod von Johannes dem Täufer

Matthäus 14,3-12
17Herodes6,17 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. hatte Johannes6,17 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. festnehmenund ins Gefängnis werfen lassen.Der Grund war:Herodes6,17 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. hatte Herodias6,17 Herodias: Eine Nichte von Herodes dem Großen. Sie ließ Johannes den Täufer töten. geheiratet,die Frau seines Bruders Philippus6,17 Herodes Philippus: Ein Sohn von Herodes dem Großen, der von 4 v.–34 n. Chr. über Ituräa und Trachonitis herrschte..18Daraufhin hatte Johannes6,18 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. zu Herodes6,18 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. gesagt:»Du hast die Frau deines Bruders6,18 Frau deines Bruders: In 2. Mose/Exodus 20,17 und 3. Mose/Levitikus 20,21 sind alttestamentliche Gebote zum Thema »Ehe« zu finden. geheiratet.Das ist verboten!«19Deshalb war Herodias6,19 Herodias: Eine Nichte von Herodes dem Großen. Sie ließ Johannes den Täufer töten. voller Hass auf Johannes6,19 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. .Sie wollte ihn töten,hatte aber keine Möglichkeit dazu.20Denn Herodes6,20 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. scheute sich,Johannes6,20 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. etwas anzutun.Er wusste,dass Johannes6,20 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. ein frommerund heiliger Mann6,20 heilig: Heilig ist in der Bibel alles, was zu Gott gehört und mit ihm in Verbindung steht. war.Er hielt seine schützende Hand über ihn.Was er von Johannes6,20 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. zu hören bekam,brachte ihn oft in große Verlegenheit.Dennoch hörte er ihm gerne zu.

21Aber es kam der Tag,dass die Gelegenheit für Herodias6,21 Herodias: Eine Nichte von Herodes dem Großen. Sie ließ Johannes den Täufer töten. günstig war:Herodes6,21 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. hatte Geburtstagund veranstaltete ein Festessenfür seine hohen Regierungsbeamten,die höchsten Offiziereund die angesehensten Bürger von Galiläa6,21 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene..22Da kam die Tochter von Herodias6,22 Herodias: Eine Nichte von Herodes dem Großen. Sie ließ Johannes den Täufer töten. hereinund tanzte.Herodes6,22 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. und seine Gäste waren überwältigt.Der König sagte zu dem Mädchen:»Wünsche dir, was du willst –ich werde es dir geben.«23Er versprach ihr hoch und heilig,und zwar mehrfach:»Um was du mich auch bittest,ich werde es dir geben –und wenn es die Hälfte meines Königreichs ist.«

24Da ging das Mädchen hinausund fragte seine Mutter:»Was soll ich mir wünschen?«Die Mutter sagte:»Den Kopf von Johannes dem Täufer6,24 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. 25Eilig ging sie wieder zum Königund sagte ihm ihren Wunsch:»Ich will,dass du mir sofortden Kopf von Johannes dem Täufer6,25 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. auf einer Schale überreichst.«

26Der König war bestürzt.Aber weil er es vor seinen Gästenfeierlich versprochen hatte,wollte er ihr die Bitte nicht abschlagen.27Sofort schickte der König den Henker los.Er befahl ihm,den Kopf von Johannes6,27 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. zu bringen.Und er ging ins Gefängnisund schlug ihm den Kopf ab.28Und er brachte den Kopf von Johannes6,28 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. auf einer Schale.Und er gab ihn dem Mädchenund das Mädchen gab ihn seiner Mutter.

29Als die Jünger6,29 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. von Johannes6,29 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. davon erfuhren,kamen sie,holten seine Leicheund legten sie in eine Grabkammer6,29 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren..

Jesus vollbringt weitere Wunder

6,30-52

Die Rückkehr der Jünger

Lukas 9,10
30Die Apostel6,30 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. kamen zu Jesus zurück.Sie berichteten ihm alles,was sie getanund gelehrt hatten.31Und er sagte zu ihnen:»Kommt mit an einen ruhigen Ort,nur ihr allein,und ruht euch ein wenig aus.«Denn ständig kamenund gingen die Leuteund sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen.32So fuhren sie mit dem Bootan eine abgelegene Stelle,um für sich allein zu sein.

Jesus macht fünftausend Menschen satt

Matthäus 14,13-21; Lukas 9,11-17; Johannes 6,1-13
33Die Leute sahen,wie sie abfuhren,und viele erkannten,wo sie hinwollten.So strömten sie auf dem Landwegaus allen umliegenden Orten herbeiund kamen noch vor ihnen dorthin.34Als Jesus ausstieg,sah er die große Volksmengeund bekam Mitleid mit den Menschen.Sie waren wie Schafe,die keinen Hirten6,34 Hirt: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. Im alten Orient steht das Hirtenbild für den König oder für Gott. haben.Und er redete lange zu ihnen.

35So vergingen viele Stunden.Da kamen seine Jünger6,35 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zu ihmund sagten:»Es ist eine einsame Gegend hierund es ist sehr spät.36Lass doch die Leute gehen.Dann können sie zu den umliegenden Höfenund in die Dörfer ziehen,und sich etwas zu essen kaufen.«37Aber Jesus antwortete ihnen:»Gebt ihr ihnen etwas zu essen.«Da sagten sie zu ihm:»Sollen wir etwa losgehenund für zweihundert Silbermünzen6,37 Silbermünze, Silberstück: Zur Zeit des Neuen Testaments ist eine Silbermünze der übliche Tageslohn eines Lohnarbeiters. Brot6,37 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel kaufenund es ihnen zu essen geben?«38Jesus fragte sie:»Wie viele Brote6,38 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel habt ihr dabei?Geht und seht nach.«Als sie es herausgefunden hatten,sagten sie:»Fünf, und zwei Fische6,38 Fische: Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel.

39Und er ordnete an:»Alle sollen sich in Gruppenzum Essen im grünen Gras niederlassen.«40So lagerten sich die Leutein Gruppen zu hundert oder zu fünfzig.41Dann nahm Jesus die fünf Brote6,41 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel und die zwei Fische6,41 Fische: Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel..Er blickte zum Himmel6,41 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. aufund sprach das Dankgebet6,41 Dankgebet: In der jüdischen Familie eröffnet der Hausvater die Mahlzeit mit dem Dank an Gott. .Dann brach er die Brote6,41 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel in Stückeund gab sie seinen Jüngern6,41 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. ,die sie verteilen sollten.Auch die zwei Fische6,41 Fische: Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel.ließ er an alle austeilen.

42Alle aßen und wurden satt.43Sie sammelten noch zwölf Körbe voll mit den Brot-6,43 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel und Fischresten6,43 Fische: Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel..44Es waren fünftausend Männer6,44 Männer: Gezählt wurden offensichtlich nur die Männer. Es ist aber davon auszugehen, dass auch viele Frauen und Kinder anwesend waren.,die von den Broten6,44 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel gegessen hatten.

Jesus geht über das Wasser

Matthäus 14,22-33; Johannes 6,16-21
45Sofort danach drängte Jesus seine Jünger6,45 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. ,in das Boot zu steigen.Sie sollten an die andere Seite des Sees6,45 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret.nach Betsaida6,45 Betsaida: Stadt nordöstlich des See Gennesaret und Heimatstadt der Jünger Petrus, Andreas und Philippus. vorausfahren.Er selbst wollte inzwischendie Volksmenge verabschieden.46Nachdem er sich von der Menge getrennt hatte,