BasisBibel NT+Ps (BB)
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Jesus vergibt Schuld und heilt

Matthäus 9,1-8; Lukas 5,17-26
21Ein paar Tage später kam Jesus nach Kafarnaum2,1 Kafarnaum: Stadt am Nordufer des Sees Gennesaret und Ort, an dem Jesus vermutlich wohnte. zurück.Es sprach sich herum,dass er wieder zu Hause2,1 Haus von Jesus: Es handelt sich vermutlich um das Haus von Simon und Andreas (vgl. Markus 1,29). Es befand sich in der Stadt Kafarnaum und diente Jesus und seinen Jüngern immer wieder als Ausgangspunkt (vgl. Markus 9,33). war.2Und es strömten so viele Menschen herbei,dass der Platz nicht ausreichte,nicht einmal draußen vor der Tür.Und Jesus erzählte ihnen von Gott.

3Da brachten Leute einen Gelähmten zu Jesus.Er wurde von vier Männern getragen.4Aber wegen der Volksmengekonnten sie nicht bis zu ihm vordringen.Deshalb öffneten sie das Dach2,4 Dach: Dächer bestanden zur Zeit des Neuen Testaments aus mehreren Lagen Reisig und Putz. genau über der Stelle,wo Jesus war.Sie machten ein Loch hineinund ließen den Gelähmten auf seiner Matte2,4 Matte: Zur Zeit von Jesus schliefen die meisten Menschen lediglich auf einer geflochtenen Strohmatte. herunter.5Jesus sah, wie groß ihr Glaube2,5 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. war,und sagte zu dem Gelähmten:»Mein Kind,deine Schuld2,5 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. ist dir vergeben.«

6Es saßen aber auch einige Schriftgelehrte2,6 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. dabei.Die dachten:7»Wie kann der so etwas sagen?Das ist Gotteslästerung2,7 Gotteslästerung: Meint das verächtliche Verhöhnen oder sogar Verfluchen des Gottesnamens..Nur Gott allein kann Schuld2,7 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. vergeben.«

8Doch Jesus wusste sofort,was sie dachten,und sagte zu ihnen:»Warum habt ihr solche Gedanken?9Was ist einfacher?Dem Gelähmten zu sagen:›Deine Schuld2,9 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. ist dir vergeben‹,oder zu sagen:›Steh auf,nimm deine Matte2,9 Matte: Zur Zeit von Jesus schliefen die meisten Menschen lediglich auf einer geflochtenen Strohmatte.und geh umher‹?10Aber ihr sollt sehen,dass der Menschensohn2,10 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck.von Gott die Vollmacht hat,hier auf der Erdeden Menschen ihre Schuld2,10 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. zu vergeben.«Deshalb sagte er zu dem Gelähmten:11»Ich sage dir:Steh auf,nimm deine Matte2,11 Matte: Zur Zeit von Jesus schliefen die meisten Menschen lediglich auf einer geflochtenen Strohmatte.und geh nach Hause.«

12Und er stand auf,nahm rasch seine Matte2,12 Matte: Zur Zeit von Jesus schliefen die meisten Menschen lediglich auf einer geflochtenen Strohmatte.und ging weg.Alle sahen es.Sie gerieten außer sich,lobten Gott und sagten:»So etwas haben wir noch nie erlebt.«

Drei Streitgespräche

2,13-28

Jesus beruft Levi und isst mit den Zolleinnehmern

Matthäus 9,9-13; Lukas 5,27-32
13Jesus ging wieder hinaus zum See2,13 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret..Die ganze Volksmenge kam zu ihmund er lehrte sie.

14Und als er weiterging,sah er Levi, den Sohn des Alphäus.Der saß an seiner Zollstation2,14 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. .Jesus sagte zu ihm:»Komm, folge2,14 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. mir!«Da stand Levi aufund folgte2,14 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. ihm.

15Später war er bei ihm zu Hause2,15 zu Hause: Es ist nicht zu entscheiden, wessen Haus gemeint ist: das von Levi oder das von Simon und Andreas, das Jesus in Kafarnaum als Standquartier diente. zum Essen.Viele Zolleinnehmer2,15 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. und anderemit Schuld2,15 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. beladene Menschenaßen mit Jesus und seinen Jüngern2,15 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. .Es waren inzwischen viele,die Jesus folgten2,15 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen..16Und die Schriftgelehrten2,16 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. unter den Pharisäern2,16 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. sahen,dass Jesus mit schuldbeladenen2,16 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. Menschen und Zolleinnehmern2,16 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. aß.Da sagten sie zu seinen Jüngern2,16 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Wie kann er mit Zolleinnehmern2,16 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. und solchen Menschen essen?«17Jesus hörte dasund gab ihnen zur Antwort:»Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt,sondern die Kranken.Ich bin nicht gekommen,um die Gerechten2,17 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote halten und seinen Willen erfüllen. zur Umkehr zu rufen,sondern die Menschen,die voller Schuld2,17 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. sind.«

Es ist nicht die Zeit, zu fasten

Matthäus 9,14-17; Lukas 5,33-39
18Die Jünger2,18 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. von Johannes2,18 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. und die Pharisäer2,18 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. fasteten2,18 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken. regelmäßig.Deshalb kamen Leute zu Jesus und fragten ihn:»Warum fasten2,18 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken. die Jünger2,18 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. von Johannes2,18 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. und die Jünger2,18 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. der Pharisäer2,18 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.,aber deine Jünger2,18 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. nicht?«19Und Jesus antwortete ihnen:»Sollen die Hochzeitsgäste etwa fasten2,19 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken.,wenn der Bräutigam2,19 Bräutigam: Der Bräutigam ist hier ein Bild für Jesus. Schon jetzt blickt Jesus auf seine Leidenszeit voraus. bei ihnen ist?Solange der Bräutigam2,19 Bräutigam: Der Bräutigam ist hier ein Bild für Jesus. Schon jetzt blickt Jesus auf seine Leidenszeit voraus. bei ihnen ist,werden sie nicht fasten2,19 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken..20Aber es wird eine Zeit kommen,da wird der Bräutigam2,20 Bräutigam: Der Bräutigam ist hier ein Bild für Jesus. Schon jetzt blickt Jesus auf seine Leidenszeit voraus. aus ihrer Mitte gerissen.An diesem Tag werden sie fasten2,20 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken..

21Niemand näht ein neues Stück Stoff auf einen alten Mantel2,21 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt.,sonst wird der neue Stoff von dem alten abreißenund der Riss wird größer als vorher.22Und niemand füllt neuen Wein2,22 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. in alte Weinschläuche2,22 Weinschlauch: In aus Tierhäuten zusammengenähten Schläuchen transportierte man im Altertum Flüssigkeiten wie Wasser und Wein. .Sonst bringt der neue Wein2,22 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. die alten Schläuche2,22 Weinschlauch: In aus Tierhäuten zusammengenähten Schläuchen transportierte man im Altertum Flüssigkeiten wie Wasser und Wein. zum Platzenund der Wein2,22 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. geht verloren mitsamt den Schläuchen2,22 Weinschlauch: In aus Tierhäuten zusammengenähten Schläuchen transportierte man im Altertum Flüssigkeiten wie Wasser und Wein. .Nein: Neuer Wein2,22 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. gehört in neue Schläuche2,22 Weinschlauch: In aus Tierhäuten zusammengenähten Schläuchen transportierte man im Altertum Flüssigkeiten wie Wasser und Wein.

Hunger stillen – auch am Sabbat

Matthäus 12,1-8; Lukas 6,1-5
23An einem Sabbat2,23 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. ging Jesus durch die Felder.Unterwegs rissen2,23 Ähren abreißen: Das Abreißen der Ähren gilt als Erntearbeit. Diese ist an einem Sabbat nach dem jüdischen Gesetz verboten. seine Jünger2,23 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. Ähren2,23 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut. von den Halmen.

24Da sagten die Pharisäer2,24 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. zu ihm:»Sieh nur, was sie tun.Das ist am Sabbat2,24 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. verboten.«25Er antwortete ihnen:»Habt ihr denn nicht gelesen,was David2,25 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. getan hat,als er und seine Männer in Not warenund Hunger hatten?26Der Oberste Priester2,26 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. war damals Abjatar.David2,26 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. ging in das Haus Gottes2,26 Haus Gottes: Hier ist nicht der Tempel in Jerusalem gemeint, sondern ein anderes Heiligtum in einer kleinen Ortschaft mit Namen Nob südlich von Jerusalem.und aß von den Broten2,26 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel auf dem Altar2,26 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, an dem einer Gottheit die für sie bestimmten Gaben übereignet bzw. verbrannt wurden. .Dabei durften eigentlichnur die Priester2,26 Priester: Er hatte den Gottesdienst zu leiten, Opfer darzubringen und den Willen Gottes zu deuten. davon essen2,26 essen: In 1. Samuel 21,1-7 wird berichtet, wie der alttestamentliche König David in einer Notsituation von einem Priester Brot gereicht bekam, das Gott geweiht war. Eigentlich war es nur den Priestern vorbehalten, von diesem Brot zu essen. Trotzdem nahm David es an und teilte es sogar unter seinen Soldaten auf..Aber David2,26 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. gab sogar seinen Männern von den Broten.«

27Und Jesus sagte zu den Pharisäern2,27 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.:»Gott hat den Sabbat2,27 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. für den Menschen gemacht,nicht den Menschen für den Sabbat2,27 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet..28Also kann der Menschensohn2,28 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. auch bestimmen,was am Sabbat2,28 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. erlaubt ist.«
3

Jesus heilt am Sabbat einen Mann mit einer gelähmten Hand

Matthäus 12,9-14; Lukas 6,6-11
31Wieder ging Jesus in die Synagoge3,1 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden..Dort war ein Mann mit einer gelähmten Hand.2Sie3,2 sie: Die Gegner von Jesus, hier vermutlich aus den Kreisen der Pharisäer. Mit ihnen hatte Jesus schon vorher Auseinandersetzungen. lauerten darauf,dass Jesus ihn an einem Sabbat3,2 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. heilte,damit sie ihn anklagen konnten.

3Und Jesus sagte zu dem Mann mit der gelähmten Hand:»Steh auf und tritt in die Mitte.«4Und er fragte sie3,4 sie: Die Gegner von Jesus, hier vermutlich aus den Kreisen der Pharisäer. Mit ihnen hatte Jesus schon vorher Auseinandersetzungen.:»Was ist am Sabbat3,4 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. erlaubt?Gutes tun oder Böses?Soll man einem Menschen das Leben rettenoder ihn umkommen lassen?«Keiner sagte etwas.5Jesus blickte sie zornig an.Er war traurig, dass sie so unbarmherzig waren.Zu dem Mann sagte er:»Strecke deine Hand aus!«Er streckte seine Hand ausund sie wurde geheilt.

6Die Pharisäer3,6 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. gingen hinaus.Sie trafen sich sofort mit den Anhängern des Herodes3,6 Herodes – Anhänger des Herodes: Innerhalb der Juden gab es eine kleine Gruppe, die die Herrschaft des Königs Herodes Antipas unterstützte.und fassten gemeinsam den Beschluss:Jesus muss sterben.

Viele Menschen kommen zu Jesus an den See Gennesaret

Matthäus 4,23-25; Matthäus 12,15-21; Lukas 6,17-19
7Jesus ging mit seinen Jüngern3,7 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zurück zum See3,7 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret..Viele Menschen folgten ihm:Leute aus Galiläa3,7 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene.,aus Judäa3,7 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. ,8aus Jerusalem3,8 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. ,aus Idumäa3,8 Idumäa: Region südlich von Jerusalem. ,aus dem Gebiet jenseits des Jordans3,8 Jordan: Der Jordan ist der wichtigste Fluss im Land der Bibel. ,aus der Gegend von Tyrus3,8 Tyrus: Hauptstadt der Phönizier am Mittelmeer, nördlich von Israel (Libanon). und Sidon3,8 Sidon: Eine alte und bedeutende Hafenstadt in Phönizien..Sie hatten gehört,was Jesus tat.Deshalb kamen sie zu ihm.

9Jesus sagte zu seinen Jüngern3,9 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Haltet ein Boot bereit,falls mich die Volksmenge zu sehr bedrängt.«10Denn Jesus heilte viele Kranke.Deshalb drängten sich alle um ihn,die ein Leiden hatten,und wollten ihn berühren.11Menschen, die von bösen Geistern3,11 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. besessen waren,warfen sich vor ihm nieder,sobald sie ihn sahen.Sie schrien:»Du bist Gottes Sohn3,11 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.12Aber Jesus schärfte ihnen ein,es niemandem zu erzählen,wer er war.

Jesus lehrt und vollbringt Wunder

3,13–6,52

Jesus und die Menschen, die zu ihm gehören: Freunde und Verwandte

3,13-35

Jesus beruft zwölf Jünger zu Aposteln

Matthäus 10,1-4; Lukas 6,12-16
13Und Jesus stieg auf einen Berg.Er rief die zu sich,die er ausgewählt hatte.Und sie kamen zu ihm.14Dann bestimmte er zwölf,die er auch Apostel3,14 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. nannte.Sie sollten ständig bei ihm sein.Er wollte sie aber auch aussenden,um die Gute Nachricht3,14 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. zu verkünden.15Und sie sollten die Vollmacht haben,Dämonen3,15 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. auszutreiben.

16Das waren die zwölf,die er einsetzte:Simon, ihm gab er den Namen Petrus3,16 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon..17Jakobus, der Sohn des Zebedäus,und Johannes, der Bruder des Jakobus.Ihnen gab er den Namen »Donnersöhne3,17 Donnersöhne: Wörtlich lautet der Vers: Er gab ihnen den Beinamen Boanerges, das bedeutet Donnersöhne.«.18Dazu Andreas,Philippus,Bartholomäus,Matthäus,Thomas,Jakobus, der Sohn von Alphäus,Thaddäus,Simon, der Kananäer3,18 Kananäer: Kommt von aramäisch »kananja« = Eiferer/Zelot.,19und Judas Iskariot –er war es, der Jesus später verriet3,19 verriet: In Markus 14,10-11 wird berichtet, wie Judas Jesus verriet..

Gefährliche Vorwürfe gegen Jesus

Matthäus 12,22-32; Lukas 11,14-23; Lukas 12,10
20Dann ging Jesus nach Hause3,20 Haus von Jesus: Es handelt sich vermutlich um das Haus von Simon und Andreas (vgl. Markus 1,29). Es befand sich in der Stadt Kafarnaum und diente Jesus und seinen Jüngern immer wieder als Ausgangspunkt (vgl. Markus 9,33)..Und wieder strömte die Volksmenge zusammen,sodass Jesus und seine Jünger3,20 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. noch nicht einmal zum Essen kamen.

21Als seine Verwandten das hörten,machten sie sich auf den Weg,um ihn mit Gewalt dort wegzuholen.Denn sie sagten:»Er ist verrückt geworden.«

22Aber die Schriftgelehrten3,22 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.,die aus Jerusalem3,22 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. gekommen waren,sagten:»Er ist von Beelzebul3,22 Beelzebul: Im Judentum eine Bezeichnung für den obersten der bösen Geister. besessen.«Und:»Der Höchste der Dämonen3,22 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. hilft ihm,andere Dämonen3,22 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. auszutreiben.«23Jesus rief sie zu sich.Er redete zu ihnenund gebrauchte dabei Vergleiche:»Wie kann der Satan3,23 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. den Satan austreiben?24Wenn die Machthaber eines Staatesmiteinander im Streit liegen,kann dieser Staat nicht bestehen.25Und wenn eine Familie miteinander im Streit liegt,kann diese Familie nicht bestehen.26Wenn sich also der Satan3,26 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. gegen sich selbst erhebtund mit sich im Streit liegt,kann er nicht bestehenund es ist aus mit ihm.27Ebenso kann kein Einbrechereinem kräftigen Mann seinen Besitz rauben,wenn er ihn nicht vorher fesselt.Dann kann er ihm das ganze Haus3,27 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. ausrauben3,27 ausrauben: Wörtlich lautet der Vers: Ebenso kann niemand in das Haus eines Starken eindringen, und ihm seinen Besitz rauben, wenn er ihn nicht vorher gefesselt hat. Dann kann er ihm das ganze Haus ausrauben..

28Amen3,28 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Alles kann den Menschen vergeben werden –jede Schuld3,28 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. und jede Gotteslästerung3,28 Gotteslästerung: Meint das verächtliche Verhöhnen oder sogar Verfluchen des Gottesnamens.,wie viel auch immer sie lästern.29Wenn aber jemand den Heiligen Geist3,29 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. lästert,dem kann in Ewigkeit nicht vergeben werden.Er ist für ewig schuldig3,29 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. geworden.«

30Das sagte Jesus,weil sie behauptet hatten:»Er ist von einem bösen Geist3,30 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. besessen.«

Wer zur Familie von Jesus gehört

Matthäus 12,46-50; Lukas 8,19-21
31Inzwischen waren die Mutter3,31 Mutter: In Markus 6,3 wird beschrieben, wer die Eltern und Geschwister von Jesus waren.und die Brüder3,31 Brüder: In Markus 6,3 wird beschrieben, wer die Eltern und Geschwister von Jesus waren. von Jesus gekommen.Sie blieben draußen stehenund schickten jemand,der ihn rufen sollte.32Aber die Volksmenge saß um Jesus.Und sie sagten zu ihm:»Sieh doch: Deine Mutter, deine Brüderund deine Schwestern stehen draußen.«33Aber Jesus antwortete ihnen:»Wer ist meine Mutterund wer sind meine Brüder?«34Und er blickte die Leute an,die rings um ihn saßen,und sagte:»Das sind meine Mutter und meine Brüder!35Wer tut, was Gott will,der ist mein Bruder, meine Schwester und meine Mutter.«
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Jesus lehrt in Gleichnissen

4,1-34

Jesus spricht zu dem Volk in Gleichnissen

Matthäus 13,1-3; Lukas 8,4
41Wieder einmal war Jesus am See4,1 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret.und wollte zu den Menschen sprechen.Es versammelte sich eine so große Volksmenge um ihn,dass er in ein Boot stieg.Dort setzte er sich hin.Er war auf dem See4,1 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret.und die Volksmenge blieb am Ufer4,1 Ufer: Auf dem See hatte Jesus den Wind im Rücken, der seine Worte ans Ufer trug. So konnten die Leute ihn besser verstehen..2Jesus erklärte ihnen vieles durch Gleichnisse4,2 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.und lehrte sie.

Das Gleichnis vom Säen auf verschiedenen Böden

Matthäus 13,3-9; Lukas 8,5-8
3Jesus sagte zu den Menschen:»Hört mir zu!Seht doch:Ein Bauer ging aufs Feld,um zu säen4,3 Säen: Im Unterschied zu heute wurde im Altertum zuerst gesät und dann der Boden umgebrochen..4Während er die Körner auswarf,fiel ein Teil davon auf den Weg.Da kamen die Vögelund pickten sie auf.5Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden,wo es nicht viel Erde gab.Die Körner gingen schnell auf,weil sie nicht tief im Boden lagen.6Aber als die Sonne hoch stand,wurden die Pflanzen verbrannt.Sie vertrockneten,weil sie keine tiefen Wurzeln hatten.7Ein weiterer Teil fiel zwischen die Disteln4,7 Distel: Disteln sind im Land der Bibel sehr häufig. Sie wachsen in dichten Streifen auf kultivierten oder brachliegenden Böden. .Die Disteln4,7 Distel: Disteln sind im Land der Bibel sehr häufig. Sie wachsen in dichten Streifen auf kultivierten oder brachliegenden Böden. schossen hochund erstickten die junge Saat.Deshalb brachten sie keine Frucht.8Aber ein anderer Teil fiel auf guten Boden.Sie gingen aufund wuchsen heranund brachten Frucht4,8 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut.:Manche Pflanzen brachten dreißig,andere sechzig,andere sogar hundert Körner Frucht4,8 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut.

9Und Jesus sagte:»Wer Ohren zum Hören hat,soll gut zuhören.«

Warum Jesus in Gleichnissen redet

Matthäus 13,10-17; Lukas 8,9-10
10Als Jesus allein war,fragten die Zwölf4,10 Zwölf: Gemeint sind die zwölf Jünger, die während seiner Wirkungszeit immer bei Jesus waren.und seine anderen Begleiter:»Warum erzählst du Gleichnisse4,10 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.

11Er antwortete ihnen:»Euch ist das Geheimnis4,11 Messiasgeheimnis: Nach Markus lässt sich das Wirken von Jesus erst von seinem Tod am Kreuz her richtig verstehen – vorher wird es nur auf verborgene (geheime) Weise sichtbar. vom Reich Gottes4,11 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. enthüllt.Aber die anderen Menschenerfahren das alles nur in Gleichnissen4,11 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen..12Denn sie sollenmit offenen Augen sehenund nichts erkennen.Und sie sollen mit offenen Ohren hörenund nichts verstehen.Sie sollen nicht zu Gott umkehren4,12 Verstockung: Der Begriff beschreibt den Zustand eines Menschen, der gegenüber Gott und seinem Willen verschlossen ist. ,damit er ihnen ihre Schuld4,12 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. nicht vergibt4,12 vergibt: Jesus bezieht sich an dieser Stelle auf eine Aussage aus dem Buch des Propheten Jesaja (vgl. Jesaja 6,10).

Jesus erklärt das Gleichnis vom Säen auf verschiedenen Böden

Matthäus 13,18-23; Lukas 8,11-15
13Und Jesus sagte zu seinen Jüngern4,13 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Wenn ihr dieses Gleichnis4,13 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen. schon nicht versteht,wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse4,13 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen. verstehen?

14Der Bauer sät4,14 Säen: Im Unterschied zu heute wurde im Altertum zuerst gesät und dann der Boden umgebrochen. das Wort4,14 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. aus.15Was auf den Weg fällt,steht für die Menschen,die das Wort4,15 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. hören,wenn es gesät wird.Aber sofort kommt der Satan4,15 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen.und nimmt das Wort4,15 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. wieder weg,das in sie hineingesät4,15 Säen: Im Unterschied zu heute wurde im Altertum zuerst gesät und dann der Boden umgebrochen. wurde.16Was auf felsigen Boden fällt,steht für die Menschen,die das Wort4,16 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. hörenund es sofort mit Freude annehmen.17Aber es schlägt keine Wurzeln in ihnen,weil sie ihre Meinung schnell wieder ändern.Wenn ihnen das Wort4,17 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. Schwierigkeitenoder Verfolgung bringt,lassen sie sich sofort davon abbringen.18Für wieder andere steht das,was zwischen die Disteln4,18 Distel: Disteln sind im Land der Bibel sehr häufig. Sie wachsen in dichten Streifen auf kultivierten oder brachliegenden Böden. fällt:Es sind Menschen,die das Wort4,18 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. hören,19aber dann kommen die Alltagssorgen,der Reiz des Geldesoder die Gier nach irgendetwas anderem.Die Disteln4,19 Distel: Disteln sind im Land der Bibel sehr häufig. Sie wachsen in dichten Streifen auf kultivierten oder brachliegenden Böden. überwuchernund ersticken das Wort4,19 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt.und es bringt keine Frucht.20Aber was auf guten Boden gesät ist,steht für die Menschen,die das Wort4,20 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. hörenund aufnehmen.Und bei ihnen bringt es reiche Frucht4,20 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut.:Manche Pflanzen bringen dreißig,andere sechzig,andere sogar hundert Körner Frucht4,20 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut.

Ein weiteres Gleichnis: Von der Lampe

Lukas 8,16-18
21Und Jesus sagte zu seinen Jüngern4,21 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Bringt man etwa eine Öllampe4,21 Öllampe: Um im Haushalt nach Sonnenuntergang noch ein wenig Licht zu haben, verwendete man kleine Öllämpchen aus Ton. in einen Raum,um sie dann unter einen Topf zu stellen?Natürlich nicht,sondern man stellt sie auf einen Ständer.22Es gibt nichts Verborgenes,das nicht zutage kommen soll.Nichts geschieht im Geheimen,das nicht ans Licht kommen soll.23Wer Ohren zum Hören hat,soll gut zuhören.«

24Weiter sagte er zu ihnen:»Beachtet das, was ihr hört.Derselbe Maßstab,den ihr an andere anlegt,gilt auch für euch.Wenn ihr großzügig messt,bekommt ihr noch dazu.25Wer viel hat,dem wird noch mehr gegeben.Wer nichts hat,dem wird auch das noch weggenommen, was er hat.«

Das Gleichnis von der Saat, die ganz von selbst wächst

26Und Jesus sagte:»Mit dem Reich Gottes4,26 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. ist es wie bei einem Bauern:Er streut4,26 Säen: Im Unterschied zu heute wurde im Altertum zuerst gesät und dann der Boden umgebrochen. die Körner auf das Land,27dann legt er sich schlafenund steht wieder auf –tagaus, tagein.Und die Saat geht aufund wächst –der Bauer weiß nicht wie.28Ganz von selbst bringt die Erde die Frucht hervor.Zuerst den Halm,dann die Ähre4,28 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut.,zuletzt den reifen Weizen in der Ähre4,28 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut..29Wenn die Frucht4,29 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut. reif ist,schickt er sofort die Erntearbeiter4,29 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet. los,denn die Erntezeit4,29 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet. ist da.«

Das Gleichnis vom Senfkorn

Matthäus 13,31-32.34-35; Lukas 13,18-19
30Und Jesus fragte:»Womit sollen wir das Reich Gottes4,30 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. vergleichen?Mit welchem Gleichnis4,30 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen. können wir es darstellen?31Das Reich Gottes4,31 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. gleicht einem Senfkorn4,31 Senf: Die Senfpflanze ist im Land der Bibel weit verbreitet..Wenn es in die Erde gesät wird,ist es das kleinste von allen Körnern,die ausgesät werden.32Aber wenn es ausgesät ist,geht es aufund wird größer als alle Sträucher.Es bringt so große Zweige hervor,dass die Vögel des Himmelsin seinem Schatten ihr Nest bauen können.«

33In vielen solchen Gleichnissen4,33 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.verkündete Jesus seine Botschaft,damit die Menschen sie verstehen konnten.34Ohne Gleichnisse4,34 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen. redete er nicht zu ihnen.Aber wenn er mit seinen Jüngern4,34 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. alleine war,erklärte er ihnen alles.

Jesus vollbringt Wunder

4,35–5,43

Im Sturm auf die Probe gestellt

Matthäus 8,18.23-27; Lukas 8,22-25
35Am Abend dieses Tagessagte Jesus zu seinen Jüngern4,35 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Wir wollen ans andere Ufer fahren.«36Sie ließen die Volksmenge zurück.Dann fuhren sie mit dem Boot los,in dem er saß4,36 saß: Siehe Markus 4,1. Jesus hatte sich in ein Boot gesetzt, weil er von dort aus besser zu den Menschen sprechen konnte..Auch andere Boote fuhren mit.

37Da kam ein starker Sturm auf.Die Wellen schlugen ins Boot hinein,sodass es schon volllief.38Jesus schlief hinten im Boot auf einem Kissen.Seine Jünger weckten ihnund riefen:»Lehrer4,38 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde.! Macht es dir nichts aus,dass wir untergehen?«39Jesus stand auf,bedrohte den Windund sagte zu dem See4,39 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret.:»Werde ruhig! Sei still!«Da legte sich der Windund es wurde ganz still.40Und Jesus fragte die Jünger4,40 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Warum habt ihr solche Angst?Wo ist euer Glaube4,40 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.41Aber die Jünger4,41 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. überkam große Furcht.Sie fragten sich:»Wer ist er eigentlich?Sogar der Wind und die Wellengehorchen ihm.«