BasisBibel (BB)
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Das Wirken von Jesus

Markus 1,1–8,26

Der Beginn des Wirkens von Jesus

Markus 1,1-45

Der Anfang der Guten Nachricht

11Die Gute Nachricht1,1 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. Mehr … von Jesus Christus1,1 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. Mehr …,dem Sohn Gottes1,1 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet. Mehr …: Anfang und Grundlage.

Johannes der Täufer

Matthäus 3,1-12; Lukas 3,1-18; Johannes 1,19-27
2Schon im Buch des Propheten Jesaja1,2 Buch des Propheten Jesaja: Das Zitat setzt sich zusammen aus 2. Mose/Exodus 23,20; Jesaja 40,3 und Maleachi 3,1. steht:»Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her.Der wird dir den Weg bereiten.3Eine Stimme ruft in der Wüste:Macht den Weg bereit für den Herrn,ebnet ihm die Straße.«4Johannes der Täufer1,4 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. Mehr … trat in der Wüste1,4 Wüste: Trockenes und steiniges Gebiet, in dem nur wenige Tiere und Pflanzen überleben können. Mehr … aufund verkündete den Menschen:»Lasst euch taufen1,4 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Religiöse Handlung, die den Willen zum Ausdruck bringt, sein Leben ganz auf Gott auszurichten. und ändert euer Leben!Gott will euch eure Schuld1,4 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … vergeben.«

5Die Menschen strömten zu ihmaus ganz Judäa1,5 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum. und Jerusalem1,5 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Mehr ….Sie ließen sich von ihm im Fluss Jordan1,5 Jordan: Wichtigster Fluss in der Region, der vom Hermongebirge durch den See Gennesaret ins Tote Meer fließt. Mehr … taufenund bekannten ihre Sünden1,5 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr ….6Johannes1,6 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. Mehr … trug einen Mantel aus Kamelhaar1,6 Mantel aus Kamelhaar: Die Kleidung von Johannes erinnert an die Kleidung des Propheten Elija, der am Ende seines Lebens direkt von Gott in den Himmel geholt wurde. Sein Wiederkommen wird als Zeichen für das beginnende Gericht Gottes erwartet, vgl. Maleachi 3,23.und um seine Hüfte einen Ledergürtel.Er aß Heuschrecken und Honig von Wildbienen.7Er verkündete:»Nach mir kommt einer, der ist mächtiger als ich.Ich bin nicht einmal wert, mich zu bückenund ihm die Riemen seiner Sandalen aufzuschnüren.8Ich habe euch mit Wasser getauft1,8 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Religiöse Handlung, die den Willen zum Ausdruck bringt, sein Leben ganz auf Gott auszurichten..Aber er wird euch mit Heiligem Geist1,8 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. Mehr … taufen.«

Jesus wird getauft und auf die Probe gestellt

Matthäus 3,13–4,11; Lukas 3,21-22; 4,1-13; Johannes 1,32-34
9Zu dieser Zeit kam Jesus1,9 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … aus Nazaret1,9 Nazaret: Ortschaft 30 km westlich des See Gennesaret. Hier wuchs Jesus auf. in Galiläazu Johannes1,9 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. Mehr ….Er ließ sich von ihm im Jordan1,9 Jordan: Wichtigster Fluss in der Region, der vom Hermongebirge durch den See Gennesaret ins Tote Meer fließt. Mehr … taufen1,9 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Religiöse Handlung, die den Willen zum Ausdruck bringt, sein Leben ganz auf Gott auszurichten..10Dann stieg Jesus aus dem Wasser.In diesem Moment sah er, wie der Himmel aufriss.Der Geist Gottes1,10 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. Mehr … kam auf ihn herab wie eine Taube.11Dazu erklang eine Stimme aus dem Himmel:»Du bist mein geliebter Sohn1,11 mein geliebter Sohn: Im Titel »Sohn Gottes« kommt das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck. Im Neuen Testament wird der Titel nur für Jesus verwendet.,an dir habe ich Freude.«12Gleich danach trieb der Geist Jesus in die Wüste1,12 Wüste: Trockenes und steiniges Gebiet, in dem nur wenige Tiere und Pflanzen überleben können. Mehr ….13Dort wurde er 40 Tage1,13 40 Tage: Die Zahl erinnert an die 40 Jahre, die Israel auf dem Weg in das von Gott verheißene Land durch die Wüste zog, und an die 40 Tage und Nächte, die Mose auf dem Berg Sinai war, als er die Zehn Gebote erhielt; vgl. 2. Mose/Exodus 34,28.vom Satan1,13 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht. Mehr … auf die Probe gestellt.Jesus lebte mit den wilden Tieren zusammen,und Engel1,13 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. Mehr … sorgten für ihn.

Jesus verkündet die Gute Nachricht und beruft die ersten Jünger

Matthäus 4,12-22; Lukas 4,14-15; 5,1-11
14Johannes der Täufer1,14 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. Mehr … wurde ins Gefängnis geworfen1,14 ins Gefängnis geworfen: Markus 6,17-18 erzählt davon, dass Johannes der Täufer gefangen genommen und hingerichtet wurde..Danach kam Jesus1,14 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … nach Galiläa1,14 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene. Mehr …und verkündete die Gute Nachricht1,14 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen. Mehr … von Gott:15»Die von Gott bestimmte Zeit ist da.Sein Reich1,15 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr … kommt jetzt den Menschen nahe.Ändert euer Leben und glaubt dieser Guten Nachricht!«

16Als Jesus1,16 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … am See Gennesaret entlangging,sah er Simon1,16 Simon: Anderer Name für Petrus, der ein Jünger von Jesus wird. und dessen Bruder Andreas.Sie warfen gerade ihre Netze im See aus,denn sie waren Fischer.17Jesus sagte zu ihnen: »Kommt, folgt1,17 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. Mehr … mir!Ich mache euch zu Menschenfischern!«18Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.

19Ein kleines Stück weitersah er Jakobus, den Sohn von Zebedäus,und seinen Bruder Johannes.Sie saßen in ihrem Boot und besserten ihre Netze aus.20Sofort rief er sie.Da ließen sie ihren Vater Zebedäus mit seinen Gehilfenim Boot zurück und folgten1,20 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. Mehr … ihm.

Jesus zeigt seine Vollmacht in Kapernaum

Matthäus 8,14-15; Lukas 4,31-39
21Jesus1,21 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … und seine Jünger1,21 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … kamen nach Kapernaum1,21 Kapernaum: Stadt am Nordufer des See Gennesaret..Gleich am Sabbat1,21 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. Mehr … ging Jesus in die Synagoge1,21 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. Mehr … und lehrte.22Die Zuhörer waren von seiner Lehre tief beeindruckt.Denn an seiner Lehre erkannten sie,dass Gott ihm die Vollmacht dazu gegeben hatte –ganz anders als bei den Schriftgelehrten1,22 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Mehr ….

23In der Synagoge1,23 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. Mehr … war ein Mann,der von einem bösen Geist1,23 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. Mehr … beherrscht wurde.Der schrie auf:24»Was willst du von uns, Jesus1,24 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … aus Nazaret?Bist du gekommen, um uns zu vernichten?Ich weiß, wer du bist: Du bist der Heilige Gottes1,24 Heiliger Gottes: Durch diese Anrede zeigt der böse Geist, dass er Gottes Wirken in und durch Jesus Christus erkennt.25Jesus befahl dem bösen Geist streng:»Sei still und gib den Mann frei!«26Da schüttelte der Geist den Manndurch heftige Krämpfeund gab ihn frei mit lautem Geschrei.27Alle erschraken und fragten sich gegenseitig:»Was ist das für eine neue Lehre?In ihr zeigt sich Gottes Macht.Er gibt den bösen Geistern Befehle,und sie gehorchen ihm.«28Schnell breiteten sich die Berichte über Jesusin ganz Galiläa1,28 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene. Mehr … aus.

29Von der Synagoge1,29 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. Mehr … gingen sie direktin das Haus von Simon1,29 Simon: Anderer Name für Petrus, der ein Jünger von Jesus wird. und Andreas.Auch Jakobus und Johannes waren dabei.30Aber Simons Schwiegermutter lag mit Fieber im Bett.Sofort erzählten sie Jesus von ihr.31Er ging zu ihr, nahm ihre Hand und richtete sie auf.Da verschwand das Fieber,und sie sorgte für Jesus1,31 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … und die Jünger1,31 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr ….

Jesus heilt viele Menschen und predigt an vielen Orten

Matthäus 8,16-17; Lukas 4,40-44
32Inzwischen war es Abend1,32 Abend: Nach jüdischem Verständnis beginnt einer neuer Tag mit dem Sonnenuntergang. Jesus heilt die Menschen in dieser Erzählung daher nicht mehr am Sabbat. geworden,und die Sonne war untergegangen.Da brachten die Leute alle Kranken zu Jesus1,32 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …und alle, die von Dämonen1,32 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. Mehr … besessen waren.33Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt.34Die Menschen litten an unterschiedlichsten Krankheiten.Jesus heilte viele Kranke und vertrieb viele Dämonen.Er ließ die Dämonen nicht zu Wort kommen.Denn sie wussten, wer er war.

35Am Morgen, als es noch dunkel war,verließ Jesus die Stadt.Er ging an einen einsamen Ort und betete1,35 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. Mehr … dort.36Simon1,36 Simon: Anderer Name für Petrus, der ein Jünger von Jesus wird. und die anderen suchten nach ihm.37Als sie ihn gefunden hatten, sagten sie zu ihm:»Alle suchen dich.«38Er sagten zu ihnen:»Lasst uns in andere Dörfer in dieser Gegend gehen.Ich will auch dort die Gute Nachricht1,38 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen. Mehr … verkünden,denn dazu bin ich gekommen.«39Jesus zog durch ganz Galiläa1,39 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene. Mehr ….Er verkündete die Gute Nachricht in den Synagogen1,39 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. Mehr …und vertrieb die Dämonen.

Jesus heilt einen Mann vom Aussatz

Matthäus 8,1-4; Lukas 5,12-16
40Einmal kam ein Mann zu Jesus1,40 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …,der an Aussatz1,40 Aussatz: Bezeichnet verschiedene Arten von Hautkrankheiten. Als Ursache galten nicht nur medizinische Gründe, sondern auch eine gestörte Beziehung zu Gott. erkrankt war.Er fiel vor ihm auf die Knie und flehte ihn an:»Wenn du willst, kannst du mich rein1,40 rein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. In der Bibel sind dabei bestimmte religiöse Vorschriften zu beachten. Mehr … machen.«41Jesus hatte Mitleid mit ihm.Er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte:»Ich will. Sei rein!«42Im selben Augenblick verschwand der Aussatz,und der Mann wurde geheilt und rein.43Sofort schickte Jesus ihn weg.Dabei schärfte er ihm ein:44»Pass auf, dass du niemandemirgendetwas davon erzählst.Geh, zeige dich dem Priester1,44 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … und bring die Opfer1,44 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. Mehr …,um deine Reinheit wiederherzustellen.So hat Mose es vorgeschrieben1,44 hat Mose vorgeschrieben: Die Anweisungen für die Opfer anlässlich einer Heilung von Aussatz finden sich in 3. Mose/Levitikus 14,1-32..Dadurch sollen alle erfahren,dass du geheilt worden bist.«45Aber der Mann ging weg und verkündete überall,was Jesus getan hatte.Bald konnte Jesus nicht mehr unerkanntin eine Stadt kommen.Deshalb blieb er an einsamen Orten.Trotzdem kamen die Leute von überall her zu ihm.
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Der Streit um die Vollmacht von Jesus

Markus 2,1–3,6

Jesus vergibt Sünden und heilt

Matthäus 9,1-8; Lukas 5,17-26
21Ein paar Tage später kam Jesus2,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … nach Kapernaum2,1 Kapernaum: Stadt am Nordufer des See Gennesaret. zurück.Es sprach sich herum,dass er wieder zu Hause2,1 zu Hause: Vermutlich das Haus von Simon Petrus und Andreas, in dem Jesus die Schwiegermutter von Petrus geheilt hat; vgl. Markus 1,29-31. war.2Daraufhin strömten so viele Menschen herbei,dass der Platz nicht ausreichte –nicht einmal draußen vor der Tür.Jesus verkündete ihnen das Wort Gottes2,2 Wort Gottes: Gemeint ist die Botschaft, die Gott den Menschen gibt..

3Da brachten Leute einen Gelähmten zu Jesus2,3 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr ….Er wurde von vier Männern getragen.4Aber wegen der Volksmengekonnten sie nicht bis zu ihm vordringen.Deshalb öffneten sie das Dach2,4 Dach: Dächer waren flach, bestanden aus mehreren Lagen Reisig und Putz und wurden als eine Art Terrasse genutzt.genau über der Stelle, wo Jesus war.Sie machten ein Loch hineinund ließen den Gelähmten auf seiner Matte2,4 Matte: Unterlage zum Schlafen, die aus einem stabilen Geflecht aus Stroh besteht. Mehr … herunter.5Jesus sah, wie groß ihr Glaube2,5 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr … war,und sagte zu dem Gelähmten:»Mein Kind, deine Sünden2,5 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … sind dir vergeben.«

6Es saßen aber auch einige Schriftgelehrte2,6 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Mehr … dabei.Die dachten:7»Wie kann er so etwas sagen?Das ist Gotteslästerung2,7 Gotteslästerung: Verächtliches Verhöhnen oder Verfluchen von Gott. Mehr …!Nur Gott allein kann Sünden2,7 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … vergeben.«8Doch Jesus wusste sofort, was sie dachten.Er sagte zu ihnen: »Warum habt ihr solche Gedanken?9Was ist einfacher? Dem Gelähmten zu sagen:›Deine Sünden sind dir vergeben‹,oder: ›Steh auf, nimm deine Matte2,9 Matte: Unterlage zum Schlafen, die aus einem stabilen Geflecht aus Stroh besteht. Mehr … und geh umher‹?10Aber ihr sollt sehen, dass der Menschensohn2,10 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr …von Gott Vollmacht bekommen hat.So kann er hier auf der Erdeden Menschen ihre Sünden vergeben.«Deshalb sagte er zu dem Gelähmten:11»Ich sage dir: Steh auf,nimm deine Matte und geh nach Hause.«12Da stand der Mann auf, nahm rasch seine Matteund ging weg – vor ihren Augen.Sie gerieten außer sich, lobten Gott und sagten:»So etwas haben wir noch nie erlebt.«

Jesus beruft Levi und isst mit Zolleinnehmern

Matthäus 9,9-13; Lukas 5,27-32
13Jesus2,13 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … ging wieder hinaus zum See2,13 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen..Die ganze Volksmenge kam zu ihm, und er lehrte sie.14Als er weiterging, sah er Levi, den Sohn des Alphäus.Der saß an seiner Zollstation2,14 Zollstation: Vor allem an Stadttoren eingerichtete Haltepunkte, an denen die Steuern auf transportierte Waren eingesammelt wurden. Mehr ….Jesus sagte zu ihm: »Komm, folge2,14 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. Mehr … mir!«Da stand er auf und folgte ihm.

15Später war Jesus2,15 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … bei ihm zu Hause zum Essen.Viele Zolleinnehmer und andere Leute,die als Sünder2,15 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten. galten,aßen mit Jesus und seinen Jüngern2,15 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr ….Es waren inzwischen viele, die Jesus folgten2,15 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen..16Die Schriftgelehrten2,16 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Mehr … unter den Pharisäern2,16 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr … sahen,dass Jesus mit Leuten, die als Sünder galten,und mit Zolleinnehmern2,16 Zolleinnehmer: Beamte, die im Namen des römischen Staats Zoll erhoben. Sie bekamen keinen Lohn vom Staat, sondern lebten von dem Geld, das sie auf die festgesetzten Steuern aufschlugen. Deshalb hatten sie ein schlechtes Ansehen. Mehr … aß.Da sagten sie zu seinen Jüngern:»Wie kann er mit Zolleinnehmern und Sündern essen?«17Jesus hörte das und gab ihnen zur Antwort:»Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt,sondern die Kranken.Ich bin nicht gekommen, um die Gerechten2,17 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt. zu rufen,sondern die Sünder2,17 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten.

Es ist nicht die Zeit zu fasten

Matthäus 9,14-17; Lukas 5,33-39
18Die Jünger2,18 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … von Johannes2,18 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. Mehr …und die Pharisäer2,18 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr … fasteten2,18 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken ist in der Bibel eine übliche religiöse Praxis. Mehr … regelmäßig.Deshalb kamen Leute zu Jesus2,18 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … und fragten ihn:»Warum fasten die Jünger von Johannesund die Jünger der Pharisäer,aber deine Jünger nicht?«19Jesus antwortete: »Sollen die Hochzeitsgäste etwa fasten,solange der Bräutigam2,19 Bräutigam: Bild für Jesus. Die Jünger sollen sich freuen, dass der Sohn Gottes bei ihnen ist. bei ihnen ist?Während der Bräutigam bei ihnen ist,können sie doch nicht fasten.20Aber es wird eine Zeit kommen,da wird ihnen der Bräutigam weggenommen.An diesem Tag werden sie fasten.

21Niemand näht neuen Stoff auf einen alten Mantel2,21 Mantel: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. Mehr ….Sonst wird der neue Stoff von dem alten abreißen,und der Riss wird größer als vorher.22Und niemand füllt neuen Wein2,22 Wein: Ein im Mittelmeerraum übliches Nahrungs- und Genussmittel. Wein ist zugleich Sinnbild für Lebensfreude und Wohlstand. Mehr … in alte Weinschläuche2,22 Weinschlauch: Aus Tierhäuten zusammengenähter Schlauch, der in der Antike zum Transport von Flüssigkeiten wie Wein diente. Mehr ….Sonst bringt der neue Weindie alten Schläuche zum Platzen.Dann geht der Wein verloren mitsamt den Schläuchen.Nein: Neuer Wein gehört in neue Schläuche.«

Hunger stillen auch am Sabbat

Matthäus 12,1-8; Lukas 6,1-5
23An einem Sabbat2,23 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. Mehr … ging Jesus2,23 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … durch die Felder.Unterwegs rissen seine Jünger2,23 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … Ähren2,23 Ähre: Oberer Teil des Getreidehalms, an dem die Körner sitzen. von den Halmen.24Da sagten die Pharisäer2,24 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr … zu ihm:»Sieh doch, was deine Jünger tun!Das ist am Sabbat verboten2,24 am Sabbat verboten: Die Pharisäer werten das Abreißen der Ähren als Arbeit, die am Sabbat verboten ist; vgl. 2. Mose/Exodus 20,8-11.25Er antwortete:»Habt ihr denn nicht gelesen, was David2,25 David: 1. Samuel 21,2-7 erzählt, dass König David auf der Flucht in einem Tempel Brot isst, das für die Priester bestimmt war. getan hat?Er und seine Männer waren in einer Notlageund hatten Hunger.26– Der Hohepriester2,26 Hohepriester: Hatte die Aufsicht über alles, was das Heiligtum, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. Mehr … war damals Abjatar. –Da ging David in das Haus Gottes2,26 Haus Gottes: Tempel in der Ortschaft Nob, nordöstlich von Jerusalem.und aß die Schaubrote2,26 Schaubrote: Zwölf Brote, die auf einen Tisch im Heiligtum gelegt wurden. An jedem Sabbat wurden sie durch frische Brote ersetzt., obwohl es verboten war.Nur die Priester2,26 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … durften davon essen.Aber er gab sogar seinen Männern von den Broten.«

27Jesus2,27 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … sagte zu den Pharisäern2,27 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr …:»Gott hat den Sabbat2,27 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. Mehr … für den Menschen gemacht,nicht den Menschen für den Sabbat.28Also kann der Menschensohn2,28 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr … bestimmen,was am Sabbat erlaubt ist.«
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Jesus heilt einen Mann am Sabbat

Matthäus 12,9-14; Lukas 6,6-11
31Wieder ging Jesus3,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … in die Synagoge3,1 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. Mehr ….Dort war ein Mann mit einer gelähmten Hand.2Die Gegner3,2 die Gegner: Markus 2,23-28 erzählt, dass Jesus einen Streit mit den Pharisäern hat, weil seine Jünger am Sabbat Getreide sammeln. von Jesus beobachteten genau,ob Jesus den Mann am Sabbat3,2 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. Mehr … heilen würde.Dann wollten sie ihn anklagen.3Jesus sagte zu dem Mann mit der gelähmten Hand:»Steh auf und stell dich in die Mitte.«4Dann fragte er sie: »Was ist am Sabbat erlaubt? –Gutes tun oder Böses?Soll man einem Menschen das Leben rettenoder ihn umkommen lassen?«Keiner sagte etwas.5Jesus blickte sie zornig an.Er war traurig, dass sie so unbarmherzig waren.Zu dem Mann sagte er: »Streck deine Hand aus!«Da streckte der Mann die Hand aus,und sie wurde geheilt.

6Die Pharisäer3,6 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr … gingen hinausund trafen sich sofort mit den Anhängern des Herodes3,6 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa (4 v. Chr.–39 n. Chr.). Mehr ….Gemeinsam überlegten sie,wie sie Jesus3,6 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … loswerden konnten.

Wer Jesus ist und wer zu ihm gehört

Markus 3,7-35

Viele Menschen kommen zu Jesus an den See Gennesaret

Lukas 6,17-19
7Jesus3,7 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … ging mit seinen Jüngern3,7 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … zurück zum See3,7 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen..Viele Menschen folgten ihm:Leute aus Galiläa3,7 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene. Mehr …, aus Judäa3,7 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum.,8aus Jerusalem3,8 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Mehr …, aus Idumäa3,8 Idumäa: Gebiet südlich von Jerusalem und westlich des Toten Meers.,aus dem Gebiet jenseits des Jordan3,8 Jordan: Wichtigster Fluss in der Region, der vom Hermongebirge durch den See Gennesaret ins Tote Meer fließt. Mehr …und aus der Gegend von Tyros und Sidon3,8 Tyros, Sidon: Bedeutende Hafenstädte, im heutigen Libanon gelegen. Zur Zeit von Jesus hatten sie einen großen nicht-jüdischen Bevölkerungsanteil..Sie hatten gehört, was Jesus tat.Deshalb kamen sie zu ihm.

9Jesus3,9 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … sagte zu seinen Jüngern3,9 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr …:»Haltet ein Boot bereit,falls mich die Volksmenge zu sehr bedrängt.«10Denn Jesus heilte viele Kranke.Deshalb drängten sich alle um ihn,die ein Leiden hatten, und wollten ihn berühren.11Menschen, die von bösen Geistern3,11 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. Mehr … besessen waren,warfen sich vor ihm nieder, sobald sie ihn sahen.Sie schrien: »Du bist der Sohn Gottes3,11 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet. Mehr …12Aber Jesus schärfte ihnen nachdrücklich ein,niemandem zu erzählen, wer er war.

Jesus beruft zwölf Jünger zu Aposteln

Matthäus 10,1-4; Lukas 6,12-16
13Dann stieg Jesus3,13 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … auf einen Berg.Dort rief er die zu sich, die er bei sich haben wollte.Sie kamen zu ihm, 14und er bestimmte zwölf,die er Apostel3,14 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. Mehr … nannte.Sie sollten ständig bei ihm sein.Er wollte sie aber auch aussenden,um die Gute Nachricht3,14 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen. Mehr … zu verkünden.15Außerdem gab er ihnen die Vollmacht,Dämonen3,15 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. Mehr … auszutreiben.

16Das waren die zwölf, die er einsetzte:Simon, dem er den Namen Petrus3,16 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. Mehr … gab;17Jakobus, der Sohn des Zebedäus,und Johannes, der Bruder des Jakobus,denen er den Namen »Donnersöhne« gab.18Dazu kamen Andreas, Philippus, Bartholomäus,Matthäus, Thomas,Jakobus, der Sohn von Alphäus;Thaddäus, Simon, der Kananäer3,18 Kananäer: Aramäischer Name für die Gruppe der Zeloten. Die Angehörigen dieser jüdischen Glaubensgruppe legten die biblischen Vorschriften sehr streng aus. Für ihre Durchsetzung setzten sie auch Gewalt ein.,19und Judas Iskariot –er war es, der Jesus später3,19 später: Markus 14,43-47 erzählt, wie Judas Jesus seinen Gegnern ausliefert. verriet.

Gefährliche Vorwürfe gegen Jesus

Matthäus 12,22-32; Lukas 11,14-23
20Dann ging Jesus3,20 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … nach Hause3,20 nach Hause: Vermutlich das Haus von Simon Petrus und Andreas in Kapernaum, in dem Jesus die Schwiegermutter von Petrus geheilt hat; vgl. Markus 1,29-31..Wieder strömte die Volksmenge zusammen,sodass Jesus und seine Jünger3,20 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr …noch nicht einmal zum Essen kamen.21Als seine Verwandten das hörten,machten sie sich auf den Weg zu ihm.Sie wollten ihn mit Gewalt dort wegzuholen,denn sie sagten: »Er ist verrückt geworden.«22Aus Jerusalem3,22 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Mehr … waren Schriftgelehrte3,22 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Mehr … gekommen.Sie sagten: »Er ist von Beelzebul3,22 Beelzebul: Bezeichnung für den Anführer der Dämonen und bösen Geister. besessen.«Und: »Der Oberste der Dämonen3,22 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. Mehr … hilft ihm,andere Dämonen auszutreiben.«23Jesus rief sie zu sichund redete zu ihnen in Form von Gleichnissen:»Wie kann der Satan3,23 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht. Mehr … den Satan austreiben?24Wenn die Machthaber eines Staatesmiteinander im Streit liegen,kann dieser Staat nicht bestehen.25Und wenn eine Familie miteinander im Streit liegt,kann diese Familie nicht bestehen.26Wenn sich also der Satan gegen sich selbst erhebtund mit sich im Streit liegt,kann er nicht bestehen. Es ist aus mit ihm.27Ebenso kann kein Einbrechereinem starken Mann seinen Besitz rauben,ohne ihn vorher zu fesseln.Dann kann er ihm das ganze Haus ausrauben.

28Amen3,28 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!« Mehr …, das sage ich euch:Alles kann den Menschen vergeben werden –jede Schuld3,28 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … und jede Gotteslästerung3,28 Gotteslästerung: Verächtliches Verhöhnen oder Verfluchen von Gott. Mehr …,wie viel auch immer sie lästern.29Wenn aber jemand den Heiligen Geist3,29 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. Mehr … lästert,dem kann in Ewigkeit nicht vergeben werden.Er ist für immer schuldig geworden.«30Das sagte Jesus, weil sie behauptet hatten:»Er ist von einem bösen Geist3,30 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. Mehr … besessen.«

Wer zur Familie von Jesus gehört

Matthäus 12,46-50; Lukas 8,19-21
31Inzwischen waren die Mutterund die Brüder von Jesus3,31 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … gekommen.Sie blieben draußen stehenund schickten jemand, der ihn rufen sollte.32Aber die Volksmenge saß um Jesus.Sie sagten zu ihm: »Sieh doch, deine Mutter,deine Brüder und deine Schwestern stehen draußen.Sie suchen nach dir.«33Aber Jesus antwortete:»Wer ist meine Mutter? Und wer sind meine Brüder?«34Er blickte die Leute an, die rings um ihn saßen,und sagte: »Das sind meine Mutter und meine Brüder!35Wer tut, was Gott will,der ist mein Bruder, meine Schwester und meine Mutter.«