BasisBibel NT+Ps (BB)
111Die Gute Nachricht1,1 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. von Jesus Christus1,1 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. ,dem Sohn Gottes1,1 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.:Anfang und Grundlage1,1 Anfang und Grundlage: Gemeint ist: Die Gute Nachricht beginnt mit dem Auftreten von Johannes dem Täufer und wirkt bis heute fort..

Wie alles beginnt

1,1-39

Jesus, der Sohn Gottes

1,1-39

Johannes, Jesus und seine Jünger

1,1-31

Es beginnt mit Johannes dem Täufer

Matthäus 3,1-12; Lukas 3,1-18; Johannes 1,19-28
2Schon im Buch des Propheten1,2 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Jesaja1,2 Jesaja: Er wirkte um 700 v. Chr. als Prophet und verkündete den Menschen den Willen Gottes. steht1,2 steht: Obwohl hier ein Zitat aus dem Buch des Propheten Jesaja angekündigt wird (Jesaja 40,3), ist zunächst ein Zitat aus dem Buch des Propheten Maleachi (Maleachi 3,1) vorangestellt, dann folgt das Jesajazitat.:»›Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her.Der wird dir den Weg bereiten.‹3Eine Stimme ertönt in der Wüste1,3 Wüste: Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z. B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt. :›Macht den Weg bereit für den Herrn,ebnet ihm die Straße.‹«

4So ist es eingetroffen:Johannes der Täufer1,4 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. trat in der Wüste1,4 Wüste: Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z. B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt. aufund verkündete den Menschen:»Lasst euch taufen1,4 taufen: Untertauchen im Wasser als Zeichen für das Abwaschen von Schuld. Wer sich von Johannes taufen ließ, bekannte: Ich will von meinem falschen Weg umkehren und nach Gottes Geboten leben.!Ändert euer Leben!Gott will euch eure Schuld1,4 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. vergeben!«

5Und die Menschen strömten zu ihmaus ganz Judäa1,5 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. und Jerusalem1,5 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. .Sie ließen sich von ihm im Fluss Jordan1,5 Jordan: Der Jordan ist der wichtigste Fluss im Land der Bibel. taufen1,5 taufen: Untertauchen im Wasser als Zeichen für das Abwaschen von Schuld. Wer sich von Johannes taufen ließ, bekannte: Ich will von meinem falschen Weg umkehren und nach Gottes Geboten leben.und bekannten ihre Schuld1,5 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet..6Johannes1,6 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. trug einen Umhang1,6 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. aus Kamelhaarund um seine Hüfte einen Ledergürtel.Er aß Heuschrecken1,6 Heuschrecke: Bis heute stellen riesige Heuschreckenschwärme im Nahen Osten und in Nordafrika eine große Bedrohung für die Landwirte dar, da sie in kurzer Zeit das ganze Land kahlfressen. und Honig von Wildbienen.7Und er verkündete:»Nach mir kommt einer,der ist mächtiger als ich.Ich bin nicht einmal wert, mich zu bückenund ihm die Riemen seiner Sandalen1,7 Sandale: Im Altertum lief die einfache Bevölkerung innerhalb des Hauses und in der Ortschaft in der Regel barfuß. Für Reisen und bei der Arbeit auf dem Feld trug man jedoch Sandalen. aufzuschnüren.8Ich habe euch mit Wasser getauft1,8 taufen: Untertauchen im Wasser als Zeichen für das Abwaschen von Schuld. Wer sich von Johannes taufen ließ, bekannte: Ich will von meinem falschen Weg umkehren und nach Gottes Geboten leben..Aber seine Taufe1,8 Taufe: Taufen bedeutet vom Wortsinn her »in Wasser eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld. gibt euch den Heiligen Geist1,8 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt.

Jesus wird getauft und auf die Probe gestellt

Matthäus 3,13–4,11; Lukas 3,21-22; Lukas 4,1-13; Johannes 1,32-34
9Zu dieser Zeit kam Jesus aus Nazaret1,9 Nazaret: Der Ort, in dem Jesus vermutlich aufgewachsen ist. Zu seiner Zeit war Nazaret ein kleines und unbedeutendes Dorf. in Galiläa1,9 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene.und wurde von Johannes1,9 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. im Jordan1,9 Jordan: Der Jordan ist der wichtigste Fluss im Land der Bibel. getauft.10Und als Jesus aus dem Wasser stieg,sah er, wie der Himmel1,10 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. aufriss.Und der Geist Gottes1,10 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. kam auf ihn herabwie eine Taube.11Dazu erklang eine Stimme aus dem Himmel1,11 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.:»Du bist mein Sohn1,11 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.,dich habe ich lieb,an dir habe ich Freude.«

12Danach trieb der Geist1,12 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. Jesus hinaus in die Wüste1,12 Wüste: Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z. B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt. .13Dort wurde er vierzig Tage1,13 vierzig Tage: Heilige Zahl, die ausdrückt, dass es sich um einen von Gott bestimmten Zeitraum handelt.vom Satan1,13 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. auf die Probe gestellt.Jesus lebte bei den wilden Tierenund die Engel1,13 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. brachten ihm zu essen.

Jesus beginnt zu wirken

Matthäus 4,12-17; Lukas 4,14-15
14Johannes der Täufer1,14 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. wurde ins Gefängnis geworfen1,14 geworfen: In Markus 6,17-18 wird berichtet, wie Johannes der Täufer gefangen genommen und hingerichtet wurde..Danach kam Jesus nach Galiläa1,14 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene.und verkündete die Gute Nachricht1,14 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. von Gott:15»Die von Gott bestimmte Zeit ist da.Sein Reich1,15 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. wird sichtbar in der Welt.Ändert euer Lebenund glaubt dieser Guten Nachricht1,15 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«.

Die ersten Jünger

Matthäus 4,18-22; Lukas 5,1-11
16Jesus kam zum See Gennesaret1,16 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret.und ging am Ufer entlang.Dort sah er Simon und seinen Bruder Andreas.Sie warfen ihre Netze aus,denn sie waren Fischer1,16 Fischer: Der Beruf des Fischers war im Land der Bibel wegen des Fischreichtums sowohl an der Mittelmeerküste als auch in den Süßwassergebieten sehr verbreitet..17Jesus sagte zu ihnen:»Kommt, folgt1,17 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. mir!Ich mache euch zu Menschenfischern1,17 Menschenfischer: Gemeint ist: Früher habt ihr Fische gefangen. Ab heute sollt ihr euch dafür einsetzen, dass Menschen zu Gott finden.18Sofort ließen sie ihre Netze liegenund folgten1,18 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. ihm.

19Ein kleines Stück weitersah er Jakobus, den Sohn von Zebedäus,und seinen Bruder Johannesin ihrem Boot.Sie flickten gerade ihre Netze.20Sofort rief er sie.Sie ließen ihren Vater Zebedäusmit seinen Gehilfen im Boot zurückund folgten1,20 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. ihm.

Ein Sabbat in Kafarnaum

Matthäus 8,14-17; Lukas 4,31-39
21Jesus und seine Jünger1,21 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. kamen nach Kafarnaum1,21 Kafarnaum: Stadt am Nordufer des Sees Gennesaret und Ort, an dem Jesus vermutlich wohnte..Gleich am Sabbat1,21 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. ging Jesus in die Synagoge1,21 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden.und lehrte.22Die Zuhörer waren von seiner Lehre tief beeindruckt,denn in seinen Worten erkannten sie Gottes Macht –ganz anders als bei den Schriftgelehrten1,22 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst..

23In der Synagoge1,23 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden. war ein Mann,der von einem bösen Geist1,23 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. beherrscht wurde.Der schrie auf:24»Was willst du von uns, Jesus aus Nazaret1,24 Nazaret: Der Ort, in dem Jesus vermutlich aufgewachsen ist. Zu seiner Zeit war Nazaret ein kleines und unbedeutendes Dorf.?Du bist gekommen,um uns zu vernichten.Ich weiß, wer du bist:Du bist der Heilige1,24 heilig: Heilig ist in der Bibel alles, was zu Gott gehört und mit ihm in Verbindung steht. Gottes!«25Jesus befahl dem bösen Geist1,25 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. streng:»Sei still! Gib den Mann frei!«26Da schüttelte der Geist1,26 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. den Manndurch heftige Krämpfeund ließ ihn frei mit lautem Gekreische.

27Alle, die dabei waren, erschrakenund fragten sich gegenseitig:»Was geschieht hier?Seine Lehre ist neu.In ihr zeigt sich Gottes Macht.Er gibt den bösen Geistern1,27 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. Befehleund sie gehorchen ihm.«28Schnell breiteten sich die Berichte über Jesus in ganz Galiläa1,28 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. aus.

29Von der Synagoge1,29 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden. gingen sie direktin das Haus1,29 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. von Simon und Andreas.Auch Jakobus und Johannes waren dabei.30Aber Simons Schwiegermutter lag mit Fieber im Bett.Gleich erzählten sie Jesus von ihr.31Er ging zu ihr,nahm ihre Handund richtete sie auf.Da verließ sie das Fieber.Und sie brachte ihnen etwas zu essen.

Abschließender Sammelbericht

1,32-39

Jesus heilt viele Menschen

Matthäus 8,16-17; Lukas 4,40-41
32Am Abend1,32 Abend: Nach jüdischem Verständnis beginnt der neue Tag mit dem Sonnenuntergang., als die Sonne untergegangen war,brachten die Leute alle Krankenund die von Dämonen1,32 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. besessenen Menschen zu Jesus.33Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt.34Die Menschen litten an den unterschiedlichsten Krankheiten.Jesus heilte sie alleund vertrieb viele Dämonen1,34 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. .Er ließ die Dämonen1,34 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. nicht zu Wort kommen,denn sie wussten,wer er war.

Jesus predigt an vielen Orten

Lukas 4,42-44
35Am Morgen, als es noch dunkel war,verließ Jesus die Stadt.Er ging an einen einsamen Ortund betete1,35 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. dort.36Simon und die anderen kamen ihm nach.

37Als sie ihn gefunden hatten,sagten sie zu ihm:»Alle suchen dich.«38Er antwortete ihnen:»Wir gehen woanders hin,in die Dörfer hier in der Gegend.Ich will auch dort die Gute Nachricht1,38 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. verkünden,denn dazu habe ich mich auf den Weg gemacht.«39Jesus zog durch ganz Galiläa1,39 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene..Er verkündete die Gute Nachricht1,39 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. in den Synagogen1,39 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden.und er vertrieb die Dämonen1,39 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. .

Jesus wirkt in Galiläa

1,40–8,21

Die Feindschaft der jüdischen Anführer

1,40–3,12

Zwei Heilungen

1,40–2,12

Jesus heilt einen Mann vom Aussatz

Matthäus 8,1-4; Lukas 5,12-16
40Einmal kam ein Mann zu Jesus,der an Aussatz1,40 Aussatz: Bezeichnet verschiedene Arten von Hautkrankheiten. erkrankt war.Er fiel vor ihm auf die Knieund flehte ihn an:»Wenn du willst,kannst du mich rein1,40 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen. machen1,40 rein machen: Die Bitte des Mannes umfasst zweierlei: körperlich gesund und wieder in die (gottesdienstliche) Gemeinschaft aufgenommen zu werden.41Jesus hatte Mitleid mit ihm.Er streckte die Hand aus,berührte ihn und sagte:»Ich will! Sei rein1,41 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen.42Im selben Augenblick verschwand der Aussatz1,42 Aussatz: Bezeichnet verschiedene Arten von Hautkrankheiten. und der Mann wurde rein1,42 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen..

43Sofort schickte Jesus ihn weg.Er schärfte ihm ein:44»Pass auf, dass du niemandemirgendetwas davon erzählst.Geh, zeige dich dem Priester1,44 Priester: Er hatte den Gottesdienst zu leiten, Opfer darzubringen und den Willen Gottes zu deuten.und bring die Opfer1,44 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt.,die Mose1,44 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. vorgeschrieben hat,um deine Reinheit1,44 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen. wiederherzustellen.Das soll ihnen als Beweis dienen,dass ich das Gesetz1,44 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. achte.«45Aber der Mann ging wegund verkündete überall,was Jesus getan hatte.Bald konnte Jesus nicht mehr unerkannt in eine Stadt kommen.Deshalb blieb er an abgelegenen Orten.Trotzdem kamen die Leute von überall zu ihm.
2

Jesus vergibt Schuld und heilt

Matthäus 9,1-8; Lukas 5,17-26
21Ein paar Tage später kam Jesus nach Kafarnaum2,1 Kafarnaum: Stadt am Nordufer des Sees Gennesaret und Ort, an dem Jesus vermutlich wohnte. zurück.Es sprach sich herum,dass er wieder zu Hause2,1 Haus von Jesus: Es handelt sich vermutlich um das Haus von Simon und Andreas (vgl. Markus 1,29). Es befand sich in der Stadt Kafarnaum und diente Jesus und seinen Jüngern immer wieder als Ausgangspunkt (vgl. Markus 9,33). war.2Und es strömten so viele Menschen herbei,dass der Platz nicht ausreichte,nicht einmal draußen vor der Tür.Und Jesus erzählte ihnen von Gott.

3Da brachten Leute einen Gelähmten zu Jesus.Er wurde von vier Männern getragen.4Aber wegen der Volksmengekonnten sie nicht bis zu ihm vordringen.Deshalb öffneten sie das Dach2,4 Dach: Dächer bestanden zur Zeit des Neuen Testaments aus mehreren Lagen Reisig und Putz. genau über der Stelle,wo Jesus war.Sie machten ein Loch hineinund ließen den Gelähmten auf seiner Matte2,4 Matte: Zur Zeit von Jesus schliefen die meisten Menschen lediglich auf einer geflochtenen Strohmatte. herunter.5Jesus sah, wie groß ihr Glaube2,5 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. war,und sagte zu dem Gelähmten:»Mein Kind,deine Schuld2,5 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. ist dir vergeben.«

6Es saßen aber auch einige Schriftgelehrte2,6 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. dabei.Die dachten:7»Wie kann der so etwas sagen?Das ist Gotteslästerung2,7 Gotteslästerung: Meint das verächtliche Verhöhnen oder sogar Verfluchen des Gottesnamens..Nur Gott allein kann Schuld2,7 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. vergeben.«

8Doch Jesus wusste sofort,was sie dachten,und sagte zu ihnen:»Warum habt ihr solche Gedanken?9Was ist einfacher?Dem Gelähmten zu sagen:›Deine Schuld2,9 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. ist dir vergeben‹,oder zu sagen:›Steh auf,nimm deine Matte2,9 Matte: Zur Zeit von Jesus schliefen die meisten Menschen lediglich auf einer geflochtenen Strohmatte.und geh umher‹?10Aber ihr sollt sehen,dass der Menschensohn2,10 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck.von Gott die Vollmacht hat,hier auf der Erdeden Menschen ihre Schuld2,10 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. zu vergeben.«Deshalb sagte er zu dem Gelähmten:11»Ich sage dir:Steh auf,nimm deine Matte2,11 Matte: Zur Zeit von Jesus schliefen die meisten Menschen lediglich auf einer geflochtenen Strohmatte.und geh nach Hause.«

12Und er stand auf,nahm rasch seine Matte2,12 Matte: Zur Zeit von Jesus schliefen die meisten Menschen lediglich auf einer geflochtenen Strohmatte.und ging weg.Alle sahen es.Sie gerieten außer sich,lobten Gott und sagten:»So etwas haben wir noch nie erlebt.«

Drei Streitgespräche

2,13-28

Jesus beruft Levi und isst mit den Zolleinnehmern

Matthäus 9,9-13; Lukas 5,27-32
13Jesus ging wieder hinaus zum See2,13 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret..Die ganze Volksmenge kam zu ihmund er lehrte sie.

14Und als er weiterging,sah er Levi, den Sohn des Alphäus.Der saß an seiner Zollstation2,14 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. .Jesus sagte zu ihm:»Komm, folge2,14 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. mir!«Da stand Levi aufund folgte2,14 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. ihm.

15Später war er bei ihm zu Hause2,15 zu Hause: Es ist nicht zu entscheiden, wessen Haus gemeint ist: das von Levi oder das von Simon und Andreas, das Jesus in Kafarnaum als Standquartier diente. zum Essen.Viele Zolleinnehmer2,15 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. und anderemit Schuld2,15 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. beladene Menschenaßen mit Jesus und seinen Jüngern2,15 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. .Es waren inzwischen viele,die Jesus folgten2,15 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen..16Und die Schriftgelehrten2,16 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. unter den Pharisäern2,16 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. sahen,dass Jesus mit schuldbeladenen2,16 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. Menschen und Zolleinnehmern2,16 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. aß.Da sagten sie zu seinen Jüngern2,16 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Wie kann er mit Zolleinnehmern2,16 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. und solchen Menschen essen?«17Jesus hörte dasund gab ihnen zur Antwort:»Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt,sondern die Kranken.Ich bin nicht gekommen,um die Gerechten2,17 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote halten und seinen Willen erfüllen. zur Umkehr zu rufen,sondern die Menschen,die voller Schuld2,17 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. sind.«

Es ist nicht die Zeit, zu fasten

Matthäus 9,14-17; Lukas 5,33-39
18Die Jünger2,18 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. von Johannes2,18 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. und die Pharisäer2,18 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. fasteten2,18 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken. regelmäßig.Deshalb kamen Leute zu Jesus und fragten ihn:»Warum fasten2,18 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken. die Jünger2,18 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. von Johannes2,18 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. und die Jünger2,18 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. der Pharisäer2,18 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.,aber deine Jünger2,18 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. nicht?«19Und Jesus antwortete ihnen:»Sollen die Hochzeitsgäste etwa fasten2,19 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken.,wenn der Bräutigam2,19 Bräutigam: Der Bräutigam ist hier ein Bild für Jesus. Schon jetzt blickt Jesus auf seine Leidenszeit voraus. bei ihnen ist?Solange der Bräutigam2,19 Bräutigam: Der Bräutigam ist hier ein Bild für Jesus. Schon jetzt blickt Jesus auf seine Leidenszeit voraus. bei ihnen ist,werden sie nicht fasten2,19 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken..20Aber es wird eine Zeit kommen,da wird der Bräutigam2,20 Bräutigam: Der Bräutigam ist hier ein Bild für Jesus. Schon jetzt blickt Jesus auf seine Leidenszeit voraus. aus ihrer Mitte gerissen.An diesem Tag werden sie fasten2,20 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken..

21Niemand näht ein neues Stück Stoff auf einen alten Mantel2,21 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt.,sonst wird der neue Stoff von dem alten abreißenund der Riss wird größer als vorher.22Und niemand füllt neuen Wein2,22 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. in alte Weinschläuche2,22 Weinschlauch: In aus Tierhäuten zusammengenähten Schläuchen transportierte man im Altertum Flüssigkeiten wie Wasser und Wein. .Sonst bringt der neue Wein2,22 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. die alten Schläuche2,22 Weinschlauch: In aus Tierhäuten zusammengenähten Schläuchen transportierte man im Altertum Flüssigkeiten wie Wasser und Wein. zum Platzenund der Wein2,22 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. geht verloren mitsamt den Schläuchen2,22 Weinschlauch: In aus Tierhäuten zusammengenähten Schläuchen transportierte man im Altertum Flüssigkeiten wie Wasser und Wein. .Nein: Neuer Wein2,22 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. gehört in neue Schläuche2,22 Weinschlauch: In aus Tierhäuten zusammengenähten Schläuchen transportierte man im Altertum Flüssigkeiten wie Wasser und Wein.

Hunger stillen – auch am Sabbat

Matthäus 12,1-8; Lukas 6,1-5
23An einem Sabbat2,23 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. ging Jesus durch die Felder.Unterwegs rissen2,23 Ähren abreißen: Das Abreißen der Ähren gilt als Erntearbeit. Diese ist an einem Sabbat nach dem jüdischen Gesetz verboten. seine Jünger2,23 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. Ähren2,23 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut. von den Halmen.

24Da sagten die Pharisäer2,24 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. zu ihm:»Sieh nur, was sie tun.Das ist am Sabbat2,24 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. verboten.«25Er antwortete ihnen:»Habt ihr denn nicht gelesen,was David2,25 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. getan hat,als er und seine Männer in Not warenund Hunger hatten?26Der Oberste Priester2,26 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. war damals Abjatar.David2,26 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. ging in das Haus Gottes2,26 Haus Gottes: Hier ist nicht der Tempel in Jerusalem gemeint, sondern ein anderes Heiligtum in einer kleinen Ortschaft mit Namen Nob südlich von Jerusalem.und aß von den Broten2,26 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel auf dem Altar2,26 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, an dem einer Gottheit die für sie bestimmten Gaben übereignet bzw. verbrannt wurden. .Dabei durften eigentlichnur die Priester2,26 Priester: Er hatte den Gottesdienst zu leiten, Opfer darzubringen und den Willen Gottes zu deuten. davon essen2,26 essen: In 1. Samuel 21,1-7 wird berichtet, wie der alttestamentliche König David in einer Notsituation von einem Priester Brot gereicht bekam, das Gott geweiht war. Eigentlich war es nur den Priestern vorbehalten, von diesem Brot zu essen. Trotzdem nahm David es an und teilte es sogar unter seinen Soldaten auf..Aber David2,26 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. gab sogar seinen Männern von den Broten.«

27Und Jesus sagte zu den Pharisäern2,27 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.:»Gott hat den Sabbat2,27 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. für den Menschen gemacht,nicht den Menschen für den Sabbat2,27 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet..28Also kann der Menschensohn2,28 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. auch bestimmen,was am Sabbat2,28 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. erlaubt ist.«
3

Jesus heilt am Sabbat einen Mann mit einer gelähmten Hand

Matthäus 12,9-14; Lukas 6,6-11
31Wieder ging Jesus in die Synagoge3,1 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden..Dort war ein Mann mit einer gelähmten Hand.2Sie3,2 sie: Die Gegner von Jesus, hier vermutlich aus den Kreisen der Pharisäer. Mit ihnen hatte Jesus schon vorher Auseinandersetzungen. lauerten darauf,dass Jesus ihn an einem Sabbat3,2 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. heilte,damit sie ihn anklagen konnten.

3Und Jesus sagte zu dem Mann mit der gelähmten Hand:»Steh auf und tritt in die Mitte.«4Und er fragte sie3,4 sie: Die Gegner von Jesus, hier vermutlich aus den Kreisen der Pharisäer. Mit ihnen hatte Jesus schon vorher Auseinandersetzungen.:»Was ist am Sabbat3,4 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. erlaubt?Gutes tun oder Böses?Soll man einem Menschen das Leben rettenoder ihn umkommen lassen?«Keiner sagte etwas.5Jesus blickte sie zornig an.Er war traurig, dass sie so unbarmherzig waren.Zu dem Mann sagte er:»Strecke deine Hand aus!«Er streckte seine Hand ausund sie wurde geheilt.

6Die Pharisäer3,6 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. gingen hinaus.Sie trafen sich sofort mit den Anhängern des Herodes3,6 Herodes – Anhänger des Herodes: Innerhalb der Juden gab es eine kleine Gruppe, die die Herrschaft des Königs Herodes Antipas unterstützte.und fassten gemeinsam den Beschluss:Jesus muss sterben.

Viele Menschen kommen zu Jesus an den See Gennesaret

Matthäus 4,23-25; Matthäus 12,15-21; Lukas 6,17-19
7Jesus ging mit seinen Jüngern3,7 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zurück zum See3,7 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret..Viele Menschen folgten ihm:Leute aus Galiläa3,7 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene.,aus Judäa3,7 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. ,8aus Jerusalem3,8 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. ,aus Idumäa3,8 Idumäa: Region südlich von Jerusalem. ,aus dem Gebiet jenseits des Jordans3,8 Jordan: Der Jordan ist der wichtigste Fluss im Land der Bibel. ,aus der Gegend von Tyrus3,8 Tyrus: Hauptstadt der Phönizier am Mittelmeer, nördlich von Israel (Libanon). und Sidon3,8 Sidon: Eine alte und bedeutende Hafenstadt in Phönizien..Sie hatten gehört,was Jesus tat.Deshalb kamen sie zu ihm.

9Jesus sagte zu seinen Jüngern3,9 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Haltet ein Boot bereit,falls mich die Volksmenge zu sehr bedrängt.«10Denn Jesus heilte viele Kranke.Deshalb drängten sich alle um ihn,die ein Leiden hatten,und wollten ihn berühren.11Menschen, die von bösen Geistern3,11 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. besessen waren,warfen sich vor ihm nieder,sobald sie ihn sahen.Sie schrien:»Du bist Gottes Sohn3,11 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.12Aber Jesus schärfte ihnen ein,es niemandem zu erzählen,wer er war.

Jesus lehrt und vollbringt Wunder

3,13–6,52

Jesus und die Menschen, die zu ihm gehören: Freunde und Verwandte

3,13-35

Jesus beruft zwölf Jünger zu Aposteln

Matthäus 10,1-4; Lukas 6,12-16
13Und Jesus stieg auf einen Berg.Er rief die zu sich,die er ausgewählt hatte.Und sie kamen zu ihm.14Dann bestimmte er zwölf,die er auch Apostel3,14 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. nannte.Sie sollten ständig bei ihm sein.Er wollte sie aber auch aussenden,um die Gute Nachricht3,14 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. zu verkünden.15Und sie sollten die Vollmacht haben,Dämonen3,15 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. auszutreiben.

16Das waren die zwölf,die er einsetzte:Simon, ihm gab er den Namen Petrus3,16 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon..17Jakobus, der Sohn des Zebedäus,und Johannes, der Bruder des Jakobus.Ihnen gab er den Namen »Donnersöhne3,17 Donnersöhne: Wörtlich lautet der Vers: Er gab ihnen den Beinamen Boanerges, das bedeutet Donnersöhne.«.18Dazu Andreas,Philippus,Bartholomäus,Matthäus,Thomas,Jakobus, der Sohn von Alphäus,Thaddäus,Simon, der Kananäer3,18 Kananäer: Kommt von aramäisch »kananja« = Eiferer/Zelot.,19und Judas Iskariot –er war es, der Jesus später verriet3,19 verriet: In Markus 14,10-11 wird berichtet, wie Judas Jesus verriet..

Gefährliche Vorwürfe gegen Jesus

Matthäus 12,22-32; Lukas 11,14-23; Lukas 12,10
20Dann ging Jesus nach Hause3,20 Haus von Jesus: Es handelt sich vermutlich um das Haus von Simon und Andreas (vgl. Markus 1,29). Es befand sich in der Stadt Kafarnaum und diente Jesus und seinen Jüngern immer wieder als Ausgangspunkt (vgl. Markus 9,33)..Und wieder strömte die Volksmenge zusammen,sodass Jesus und seine Jünger3,20 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. noch nicht einmal zum Essen kamen.

21Als seine Verwandten das hörten,machten sie sich auf den Weg,um ihn mit Gewalt dort wegzuholen.Denn sie sagten:»Er ist verrückt geworden.«

22Aber die Schriftgelehrten3,22 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.,die aus Jerusalem3,22 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. gekommen waren,sagten:»Er ist von Beelzebul3,22 Beelzebul: Im Judentum eine Bezeichnung für den obersten der bösen Geister. besessen.«Und:»Der Höchste der Dämonen3,22 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. hilft ihm,andere Dämonen3,22 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. auszutreiben.«23Jesus rief sie zu sich.Er redete zu ihnenund gebrauchte dabei Vergleiche:»Wie kann der Satan3,23 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. den Satan austreiben?24Wenn die Machthaber eines Staatesmiteinander im Streit liegen,kann dieser Staat nicht bestehen.25Und wenn eine Familie miteinander im Streit liegt,kann diese Familie nicht bestehen.26Wenn sich also der Satan3,26 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. gegen sich selbst erhebtund mit sich im Streit liegt,kann er nicht bestehenund es ist aus mit ihm.27Ebenso kann kein Einbrechereinem kräftigen Mann seinen Besitz rauben,wenn er ihn nicht vorher fesselt.Dann kann er ihm das ganze Haus3,27 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. ausrauben3,27 ausrauben: Wörtlich lautet der Vers: Ebenso kann niemand in das Haus eines Starken eindringen, und ihm seinen Besitz rauben, wenn er ihn nicht vorher gefesselt hat. Dann kann er ihm das ganze Haus ausrauben..

28Amen3,28 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Alles kann den Menschen vergeben werden –jede Schuld3,28 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. und jede Gotteslästerung3,28 Gotteslästerung: Meint das verächtliche Verhöhnen oder sogar Verfluchen des Gottesnamens.,wie viel auch immer sie lästern.29Wenn aber jemand den Heiligen Geist3,29 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. lästert,dem kann in Ewigkeit nicht vergeben werden.Er ist für ewig schuldig3,29 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. geworden.«

30Das sagte Jesus,weil sie behauptet hatten:»Er ist von einem bösen Geist3,30 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. besessen.«

Wer zur Familie von Jesus gehört

Matthäus 12,46-50; Lukas 8,19-21
31Inzwischen waren die Mutter3,31 Mutter: In Markus 6,3 wird beschrieben, wer die Eltern und Geschwister von Jesus waren.und die Brüder3,31 Brüder: In Markus 6,3 wird beschrieben, wer die Eltern und Geschwister von Jesus waren. von Jesus gekommen.Sie blieben draußen stehenund schickten jemand,der ihn rufen sollte.32Aber die Volksmenge saß um Jesus.Und sie sagten zu ihm:»Sieh doch: Deine Mutter, deine Brüderund deine Schwestern stehen draußen.«33Aber Jesus antwortete ihnen:»Wer ist meine Mutterund wer sind meine Brüder?«34Und er blickte die Leute an,die rings um ihn saßen,und sagte:»Das sind meine Mutter und meine Brüder!35Wer tut, was Gott will,der ist mein Bruder, meine Schwester und meine Mutter.«
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