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Jesus wird von Pilatus verhört

Matthäus 27,1-2.11-14; Lukas 23,1-5; Johannes 18,28-38
151Früh am Morgen fiel die Entscheidung über Jesus.Die führenden Priester15,1 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte. trafen siezusammen mit den Ratsältesten15,1 Ratsälteste, Ratsmitglieder: Mitglieder des jüdischen Rates, die keine Priester oder Theologen waren. und den Schriftgelehrten15,1 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.– also der ganze jüdische Rat15,1 jüdischer Rat: Zur Zeit von Jesus die oberste Behörde des Judentums. .Sie ließen Jesus fesseln,führten ihn abund übergaben ihn Pilatus15,1 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr..

2Pilatus15,2 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. fragte ihn:»Bist du der König der Juden15,2 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Jesus antwortete ihm:»Du sagst es.«3Die führenden Priester15,3 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte. brachten viele Anklagepunkte gegen ihn vor.4Da wandte sich Pilatus15,4 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. noch einmal an Jesusund fragte ihn:»Hast du gar nichts dazu zu sagen?Sieh doch,was sie dir alles vorwerfen.«5Aber Jesus sagte kein einziges Wort.Pilatus15,5 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. wunderte sich sehr darüber.

Jesus wird zum Tod verurteilt

Matthäus 27,15-26; Lukas 23,13-25; Johannes 18,28-38
6Jedes Jahr zum Passafest15,6 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert.begnadigte Pilatus15,6 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. einen Gefangenen,den das Volk bestimmen durfte.7Damals saß ein gewisser Barabbas im Gefängnis zusammen mit anderen,die bei einem Aufstand einen Mord begangen hatten.8Die Volksmenge zog zu Pilatus15,8 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. hinaufund bat ihn um die übliche Begnadigung.

9Pilatus15,9 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. fragte sie:»Soll ich euch den König der Juden15,9 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. freigeben?«10Denn ihm war klar,dass die führenden Priester15,10 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte. ihm Jesusnur aus Neid übergeben hatten.11Aber die führenden Priester15,11 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte. hetzten die Volksmenge auf.Sie sollten von Pilatus15,11 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. fordern,doch lieber Barabbas freizulassen.

12Da wandte sich Pilatus15,12 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. noch einmal an die Volksmengeund fragte sie:»Was soll ich mit dem anderen machen,den ihr den ›König der Juden15,12 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. ‹ nennt?«13Da schrien sie:»Ans Kreuz15,13 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. mit ihm!«14Pilatus15,14 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. fragte sie:»Was hat er denn verbrochen?«Aber sie schrien nur noch lauter:»Ans Kreuz15,14 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. mit ihm!«

15Pilatus15,15 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. wollte die Volksmenge zufriedenstellen.Deshalb gab er ihnen Barabbas frei.Jesus ließ er auspeitschen.Dann übergab er ihn den Soldaten,damit sie ihn kreuzigten15,15 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde..

Die Soldaten verspotten Jesus

Matthäus 27,27-31; Johannes 19,2-3
16Die Soldaten brachten Jesus in den Innenhof des Palastes,das sogenannte Prätorium15,16 Prätorium: Das Prätorium war ein Palast im Zentrum von Jerusalem, der dem leitenden römischen Regierungsbeamten als Amtssitz diente..Dort versammelte sich die ganze Kohorte15,16 Kohorte: Etwa 500 bis 1000 Mann. um ihn.17Dann hängten sie Jesus einen purpurfarbenen Mantel15,17 Mantel: Gemeint ist wohl der rote römische Soldatenmantel. um.Sie flochten ihm eine Krone aus Dornenzweigen15,17 Dornenzweige: Ein dorniger Busch, der in Israel und dem Nachbarland Syrien weit verbreitet ist. Seinen Namen »Christusdorn« bekam er, weil aus seinen Zweigen vermutlich die Dornenkrone geflochten wurde, die man Jesus vor seiner Hinrichtung aufsetzte. und setzen sie ihm auf.18Sie jubelten ihm zuwie einem König:»Hoch lebe der König der Juden15,18 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. 19Dabei schlugen sie ihm mit einem Stock auf den Kopfund spuckten ihn an.Sie knieten niederund warfen sich vor ihm auf den Boden15,19 zu Boden werfen: Niederknien und sich zu Boden werfen sind Gesten, mit denen man in der Antike einen König begrüßte oder mit denen man sich Gott näherte..

20Nachdem sie ihn so verspottet hatten,nahmen sie ihm den Mantel15,20 Mantel: Gemeint ist wohl der rote römische Soldatenmantel. abund zogen ihm seine eigenen Kleider wieder an.Und sie führten Jesus aus der Stadt,um ihn zu kreuzigen15,20 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde..

Jesus am Kreuz

Matthäus 27,32-44; Lukas 23,26-43; Johannes 19,17-27
21Da kam ein Mann vorbei.Es war Simon von Zyrene15,21 Zyrene: Gegend in Nordafrika, benannt nach der gleichnamigen Stadt. ,der Vater von Alexander und Rufus.Er kam gerade vom Feld zurück.Den zwangen sie,für Jesus das Kreuz15,21 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. zu tragen.

22Und sie brachten ihn zu der Stelle,die Golgota15,22 Golgota: Hebräisch für »Schädel«. Bezeichnet eine Anhöhe bei der Stadt Jerusalem, deren Form möglicherweise an einen Schädel erinnerte. heißt,das bedeutet übersetzt »Schädelplatz«.23Sie wollten ihm Wein15,23 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. zu trinken geben,der mit Myrrhe15,23 Myrrhe: Duftendes Harz eines immergrünen Baums. versetzt war.Aber er nahm ihn nicht.

24Dann kreuzigten15,24 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. sie ihn.Sie verteilten seine Kleiderund losten aus,wer was bekommen sollte.25Es war die dritte Stunde15,25 dritte Stunde: 9:00 Uhr.,als sie ihn kreuzigten15,25 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde..26Auf einem Schild stand der Grund für seine Verurteilung:»Der König der Juden15,26 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. «.27Mit Jesus kreuzigten15,27 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. sie zwei Verbrecher.Den einen rechts, den anderen links von ihm.28[…]15,28 […]: Einige spätere Handschriften fügen aus Lukas 22,37 hinzu: »So erfüllte sich die Heilige Schrift, die sagt: Und er wurde zu den Verbrechern gezählt.« (vgl. Jesaja 53,12)

29Die Leute, die vorbeikamen,lästerten über ihn.Sie schüttelten ihre Köpfeund sagten:»Ha! Du wolltest doch den Tempel15,29 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. abreißenund in nur drei Tagen wieder aufbauen.30Rette dich selbst!Steig vom Kreuz15,30 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. herunter.«

31Genauso machten sich die führenden Priester15,31 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte.zusammen mit den Schriftgelehrten15,31 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.über ihn lustig.Sie sagten:»Andere hat er gerettet.Sich selbst kann er nicht retten.32Der Christus15,32 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. , der König von Israel15,32 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. ,soll jetzt vom Kreuz15,32 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. herabsteigen.Wenn wir das sehen,glauben15,32 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. wir an ihn.«Auch die beiden Verbrecher,die mit ihm gekreuzigt15,32 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. waren,verspotteten ihn.

Jesus stirbt

Matthäus 27,45-56; Lukas 23,44-49; Johannes 19,28-30
33Es war die sechste Stunde15,33 sechste Stunde: 12:00 Uhr.,da breitete sich im ganzen Land Finsternis aus.Das dauerte bis zur neunten Stunde15,33 neunte Stunde: 15:00 Uhr..

34In der neunten Stunde15,34 neunte Stunde: 15:00 Uhr.schrie Jesus laut15,34 Jesus schrie laut: Der Ruf von Jesus ist ein Zitat aus Psalm 22. Angeredet wird »mein Gott«. Auch in der äußersten Verlassenheit wendet Jesus sich an seinen Gott.:»Eloï, Eloï, lema sabachtani?«Das heißt übersetzt:»Mein Gott, mein Gott,warum hast du mich verlassen?«35Als sie das hörten,sagten einige von denen, die dabeistanden:»Habt ihr das gehört?Er ruft nach Elija15,35 Elija: Prophet aus der Frühzeit des Volkes Israel. Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr.36Einer lief hin,tauchte einen Schwamm in Essig15,36 Essig: Meint in der Bibel nicht ein Würzmittel, sondern einen billigen, sauren Wein.,steckte ihn auf eine Stangeund hielt ihn Jesus zum Trinken hin.Er sagte:»Lasst mich nur machen!Wir wollen mal sehen,ob Elija15,36 Elija: Prophet aus der Frühzeit des Volkes Israel. Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr. kommtund ihn herunterholt.«

37Aber Jesus schrie laut auf und starb.38Da zerriss der Vorhang15,38 Vorhang: Gemeint ist der Vorhang, der den innersten Raum (Allerheiligstes) von dem Bereich trennt, der für Menschen zugänglich ist. Das Zerreißen des Vorhangs macht deutlich: Der Weg zu Gott ist jetzt für alle frei. im Tempel15,38 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes.von oben bis unten in zwei Teile.

39Ein römischer15,39 Rom, Römer: Zur Zeit von Jesus stand der gesamte Mittelmeerraum und somit auch das Land der Bibel unter römischer Vorherrschaft. Hauptmann stand gegenüber vom Kreuz15,39 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde..Er sah genau,wie Jesus starb.Da sagte er:»Dieser Mensch war wirklich der Sohn Gottes15,39 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.

40Es waren auch Frauen da,die aus der Ferne alles mit ansahen.Unter ihnen war Maria aus Magdalaund Maria, die Mutter von Jakobus dem Jüngeren und von Joses,und Salome.41Schon als Jesus in Galiläa15,41 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. war,waren sie ihm gefolgtund hatten ihn unterstützt.Außer ihnen waren noch viele andere Frauen da,die mit Jesus nach Jerusalem15,41 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. gezogen waren.

Jesus wird ins Grab gelegt

Matthäus 27,57-61; Lukas 23,50-56; Johannes 19,38-42
42Es war sehr spät gewordenund außerdem war es Vorbereitungstag15,42 Vorbereitungstag: Da am Sabbat nicht gearbeitet werden durfte, wurde der Tag davor – der sog. Vorbereitungstag – dazu genutzt, alles für den Sabbat vorzubereiten.also der Tag vor dem Sabbat15,42 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet..43Deshalb wagte es Josef von Arimathäa,zu Pilatus15,43 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. zu gehenund ihn um den Leichnam von Jesus zu bitten.Josef war ein hoch angesehenes Mitglied des jüdischen Rates15,43 jüdischer Rat: Zur Zeit von Jesus die oberste Behörde des Judentums. .Er gehörte zu denen,die darauf warten,dass Gott sein Reich15,43 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. in der Welt anbrechen lässt.

44Pilatus15,44 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. war erstaunt zu hören,dass Jesus schon tot war.Er rief den Hauptmann herbeiund fragte ihn,ob Jesus wirklich schon tot war.45Als er vom Hauptmann die Bestätigung bekam,überließ er Josef den Leichnam.

46Und Josef kaufte ein Leinentuch,nahm Jesus vom Kreuz15,46 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. abund wickelte ihn in das Leinentuch.Dann legte er ihn in eine Grabkammer15,46 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren.,die in den Felsen gehauen war.Schließlich rollte er einen Steinvor den Eingang zur Grabkammer15,46 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren..

47Und Maria aus Magdalaund Maria, die Mutter von Joses,sahen mit an,wo der Leichnam hingelegt wurde.
16

Die Frauen am leeren Grab

Matthäus 28,1-8; Lukas 24,1-12; Johannes 20,1-13
161Als der Sabbat16,1 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. vorbei war,kauften Maria aus Magdala,Maria, die Mutter von Jakobus,und Salome duftende Öle.Sie wollten die Totensalbung16,1 Totensalbung: Mit der Totensalbung ist nicht eine Einbalsamierung gemeint, wie sie z. B. in Ägypten zur Konservierung eines Leichnams durchgeführt wurde. Im Land der Bibel diente sie lediglich dazu, den Verstorbenen (z. B. einen König) noch einmal zu ehren. vornehmen.

2Ganz früh am ersten Wochentagkamen sie zum Grab16,2 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren..Die Sonne ging gerade auf.3Unterwegs fragten sie sich:»Wer kann uns den Stein vom Grabeingang16,3 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren. wegrollen?«

4Doch als sie zum Grab16,4 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren. aufblickten, sahen sie,dass der große, schwere Stein schon weggerollt war.5Sie gingen in die Grabkammer16,5 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren. hinein.Dort sahen sie einen jungen Mannauf der rechten Seite sitzen,der ein weißes Gewand16,5 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. trug.Die Frauen erschraken sehr.

6Aber er sagte zu ihnen:»Ihr braucht nicht zu erschrecken.Ihr sucht Jesus aus Nazaret16,6 Nazaret: Der Ort, in dem Jesus vermutlich aufgewachsen ist. Zu seiner Zeit war Nazaret ein kleines und unbedeutendes Dorf.,der gekreuzigt16,6 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. worden ist.Gott hat ihn vom Tod auferweckt,er ist nicht hier.Seht, da ist die Stelle,wo sie ihn hingelegt hatten.7Macht euch auf!Sagt es seinen Jüngern16,7 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. und besonders Petrus:Jesus geht euch nach Galiläa16,7 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. voraus.Dort werdet ihr ihn sehen,wie er es euch gesagt hat16,7 hat: Bei ihrem letzten gemeinsamen Mahl, dem sog. Abendmahl, hat Jesus seinen Jüngern angekündigt, was passieren wird (vgl. Markus 14,28).

8Da flohen die Frauen aus dem Grab16,8 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren.und liefen davon.Sie zitterten vor Angstund sagten niemandem etwas,so sehr fürchteten sie sich.

Die Erscheinungen des Auferstandenen

9Früh am ersten Wochentag war Jesus vom Tod auferstanden.Zuerst zeigte er sich Maria aus Magdala,die er von sieben Dämonen16,9 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. befreit hatte.10Sie machte sich auf den Wegund erzählte es seinen Freunden,die mit ihm zusammen gewesen warenund jetzt trauerten und weinten.11Sie konnten nicht glauben,was sie von Maria hörten:»Jesus lebt!Ich habe ihn gesehen.«

12Danach zeigte sich Jesusin einer fremden Gestalt zwei von ihnen,als sie auf dem Land unterwegs waren.13Da kehrten sie umund erzählten es auch den anderen.Aber auch ihnen glaubten sie nicht.

14Schließlich zeigte Jesus sich den elf Jüngern16,14 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. ,als sie gerade zum Essen am Tisch lagen16,14 am Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen folgten die Juden zur Zeit von Jesus der griechisch-römischen Sitte und aßen im Liegen..Er warf ihnen vor,dass sie nicht geglaubt hattenund uneinsichtig gewesen waren:Sie wollten denen nicht glauben,die ihn nach seiner Auferstehung16,14 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. gesehen hatten.

15Und Jesus sagte zu den elf Jüngern16,15 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Geht in die ganze Welt hinaus.Verkündet allen Menschen die Gute Nachricht16,15 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«..16Wer glaubt16,16 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.und sich taufen16,16 Taufe: Taufen bedeutet vom Wortsinn her »in Wasser eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld. lässt,den wird Gott retten.Wer nicht glaubt16,16 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,den wird Gott verurteilen.

17An folgenden Zeichen sind die Menschen zu erkennen,die an mich glauben:Sie werden in meinem Namen Dämonen16,17 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. austreibenund in fremden Sprachen reden.18Wenn sie mit bloßen Händen Schlangen anfassenund tödliche Gifte trinken,wird ihnen nichts passieren.Kranken werden sie die Hände auflegenund sie werden gesund.«

19Nachdem Jesus, der Herr, das zu den elf Jüngern16,19 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. gesagt hatte,wurde er in den Himmel16,19 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. aufgenommen.Er setzte sich an die rechte Seite16,19 rechte Seite: Der Platz rechts neben einem Herrscher ist für seinen Stellvertreter bestimmt. Gottes.

20Und die elf Jünger16,20 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zogen losund verkündeten überall die Gute Nachricht16,20 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«..Der Herr war mit ihnen am Werkund bestätigte ihre Worte durch viele wunderbare Zeichen16,20 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. .