BasisBibel NT+Ps (BB)
991Und er sagte zu ihnen:»Amen9,1 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Hier stehen einige,die werden nicht sterben,sondern erleben,wie das Reich Gottes9,1 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. machtvoll in diese Welt kommt.«

Die Jünger sehen Jesus in der Herrlichkeit Gottes

Matthäus 17,1-13; Lukas 9,28-36
2Sechs Tage später nahm JesusPetrus, Johannes und Jakobus mit sich.Er führte sie auf einen hohen Berg,wo sie ganz für sich waren.

Da veränderte sich sein Aussehen vor ihren Augen:3Seine Kleider wurden strahlend weiß –kein Tuchhersteller dieser Weltkann Stoff so hell machen.4Dazu erschienen vor ihnen Elija9,4 Elija: Prophet aus der Frühzeit des Volkes Israel. Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr. und Mose9,4 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament..Die redeten mit Jesus.5Und Petrus sagte zu Jesus:»Rabbi9,5 Rabbi: Aramäisch für »mein Herr/mein Meister«; zur Zeit von Jesus ein Titel für angesehene Lehrer., es ist gut,dass wir hier bei euch sind.Wir wollen drei Zelte aufschlagen:eins für dich,eins für Mose9,5 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament.und eins für Elija9,5 Elija: Prophet aus der Frühzeit des Volkes Israel. Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr.6Aber Petrus wusste nicht,was er sagte –so erschrocken waren sie9,6 sie: Gemeint sind Petrus, Johannes und Jakobus (s. Vers 2)..

7Dann zog eine Wolke aufund ihr Schatten legte sich über sie.Und eine Stimme erklang aus der Wolke:»Das ist mein Sohn9,7 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.,ihn habe ich lieb.Hört auf ihn!«

8Plötzlich waren sie mit Jesus allein.Als sie sich umsahen,konnten sie niemanden mehr erblicken.9Während sie vom Berg herabstiegen,schärfte Jesus ihnen ein:»Redet mit keinem über das,was ihr gesehen habt –so lange, bis der Menschensohn9,9 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. vom Tod auferstanden9,9 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. ist.«10Diese Worte beschäftigten sieund sie überlegten:Was bedeutet das,dass er von den Toten aufersteht?

Elija und Johannes der Täufer

Matthäus 17,10-13
11Die drei Jünger9,11 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. fragten Jesus:»Warum sagen die Schriftgelehrten9,11 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.,dass vor dem Ende9,11 Ende: Bezeichnet zugleich das Ende des Lebens und das Ende der Zeit. Elija9,11 Elija: Prophet aus der Frühzeit des Volkes Israel. Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr. wiederkommen muss9,11 muss: Die Jünger wollen nicht wahrhaben, dass Jesus sterben muss und suchen nach Argumenten, die dagegen sprechen, hier: Bevor Elija nicht wiedergekommen ist, kann nicht eintreten, was Jesus angekündigt hat (Maleachi 3,23 und Sirach 48,10).12Jesus antwortete:»Es stimmt zwar,dass Elija9,12 Elija: Prophet aus der Frühzeit des Volkes Israel. Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr. vor dem Ende9,12 Ende: Bezeichnet zugleich das Ende des Lebens und das Ende der Zeit. kommtund alles für Gott bereit macht.Aber wieso heißt es dann in den Heiligen Schriften9,12 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind.vom Menschensohn9,12 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck.:Er muss viel leidenund wird verachtet werden9,12 werden: In Jesaja 52,13–53,12 ist von dem sog. »Bevollmächtigten Gottes« die Rede. Er ist eine einzigartige Gestalt mit einer unvergleichlichen Nähe zu Gott. Im Buch des Propheten Jesaja wird beschrieben, wie Gott durch ihn seine Pläne verwirklicht – aber auch, wie dieser Mensch leiden und sterben muss.?13Aber ich sage euch:Elija9,13 Elija: Prophet aus der Frühzeit des Volkes Israel. Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr. ist schon gekommen9,13 gekommen: Jesus spricht hier von Johannes dem Täufer (vgl. Markus 1,2-8)..Und sie haben mit ihm gemacht,was sie wollten.So steht es auch in der Heiligen Schrift9,13 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind.

Jesus heilt ein Kind und fordert zum Vertrauen auf

Matthäus 17,14-20; Lukas 9,37-42
14Jesus kam mit den drei Jüngern9,14 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zu den anderen zurück.Er fand eine große Volksmenge um sie versammelt.Darunter waren auch einige Schriftgelehrte9,14 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.,die mit den Jüngern9,14 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. stritten.15Die Volksmenge sah ihn sofortund wurde ganz aufgeregt.Die Leute liefen zu ihm hinund begrüßten ihn.16Und er fragte sie:»Worüber hattet ihr Streit mit meinen Jüngern9,16 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. 17Ein Mann aus der Volksmenge antwortete:»Lehrer9,17 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., ich habe meinen Sohn zu dir gebracht.Er ist von einem bösen Geist9,17 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. besessen,der ihn stumm gemacht hat.18Wenn der Geist9,18 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. ihn packt,wirft er ihn zu Boden.Er bekommt Schaum vor den Mund,knirscht mit den Zähnenund sein ganzer Körper verkrampft sich.Ich habe deine Jünger9,18 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. gebeten,dass sie den Geist9,18 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. austreiben –aber sie konnten es nicht.«19Da antwortete er ihnen:»Was seid ihr nur für eine ungläubige Generation?Wie lange soll ich noch bei euch bleiben?Wie lange soll ich euch noch ertragen?Bringt ihn zu mir!«

20Und sie brachten den Jungen zu Jesus.Sobald der Geist9,20 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. Jesus sah,schüttelte er den Jungen durch heftige Krämpfe.Er fiel zu Boden,wälzte sich hin und herund bekam Schaum vor den Mund.21Da fragte Jesus den Vater:»Wie lange hat er das schon?«Er antwortete:»Von klein auf.22Der böse Geist9,22 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. hat ihn auch schon oft ins Feuer oder ins Wasser geworfen,um ihn umzubringen.Wenn du kannst,dann hilf uns!Hab doch Erbarmen mit uns!«23Jesus sagte:»Was heißt hier: ›Wenn du kannst‹?Wer glaubt9,23 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott., kann alles.«24Da schrie der Vater des Jungen auf:»Ich glaube9,24 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott., hilf meinem Unglauben9,24 Unglauben: Gemeint ist: Trotz aller Anstrengung reicht mein Glaube nicht aus. Hilf, dass mein Glaube so fest wird, wie es nötig ist.

25Immer mehr Menschen kamen zu der Volksmenge.Als Jesus das sah,gebot er dem unreinen9,25 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen. Geist9,25 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. :»Du stummer und tauber Geist9,25 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. ,ich befehle dir:Verlasse den Jungenund kehre nie wieder in ihn zurück!«26Da schrie der Geist9,26 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. aufund schüttelte den Jungen durch Krämpfe hin und her.Dann verließ er ihn.Der Junge lag da wie tot.Schon sagten viele:»Er ist tot.«27Aber Jesus nahm seine Handund zog den Jungen hoch.Da stand er auf.

28Dann gingen Jesus und seine Jünger9,28 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. nach Hause9,28 Haus von Jesus: Es handelt sich vermutlich um das Haus von Simon und Andreas (vgl. Markus 1,29). Es befand sich in der Stadt Kafarnaum und diente Jesus und seinen Jüngern immer wieder als Ausgangspunkt (vgl. Markus 9,33)..Als sie allein waren,fragten die Jünger9,28 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. ihn:»Warum konnten wir den bösen Geist9,28 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. nicht austreiben?«29Er antwortete ihnen:»Solche bösen Geister9,29 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. können nurdurch das Gebet9,29 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. ausgetrieben werden.«

Die Lehre von Jesus im Zeichen des Kreuzes

9,30–10,31

Die Botschaft vom Kreuz

9,30-32

Jesus kündigt zum zweiten Mal seinen Tod an

Matthäus 17,22-23; Lukas 9,43-45
30Von dort9,30 dort: Vermutlich die Gegend um Cäsarea Philippi (vgl. Markus 8,27). brachen sie aufund zogen durch Galiläa9,30 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene..Und Jesus wollte nicht,dass es jemand erfährt.31Denn Jesus wollte seine Jünger9,31 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. lehrenund ihnen sagen,was ihm bevorstand:»Der Menschensohn9,31 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. wird ausgeliefert werdenin die Hände der Menschen.Sie werden ihn töten.Aber nach drei Tagen wird er auferstehen9,31 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. 32Aber die Jünger9,32 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. verstanden nicht,was Jesus sagen wollte.Und sie scheuten sich,ihn danach zu fragen.

Verhaltensregeln für Menschen, die Jesus nachfolgen

9,33–10,12

Wer ist bei Gott wichtig?

Matthäus 18,1-5; Lukas 9,46-48
33Jesus und seine Jünger9,33 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. gingen nach Kafarnaum9,33 Kafarnaum: Stadt am Nordufer des Sees Gennesaret und Ort, an dem Jesus vermutlich wohnte..Als sie zu Hause9,33 Haus von Jesus: Es handelt sich vermutlich um das Haus von Simon und Andreas (vgl. Markus 1,29). Es befand sich in der Stadt Kafarnaum und diente Jesus und seinen Jüngern immer wieder als Ausgangspunkt (vgl. Markus 9,33). angekommen waren,fragte er sie:»Worüber habt ihr euch unterwegs gestritten?«34Die Jünger9,34 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. schwiegen.Sie hatten unterwegs darüber gestritten,wer von ihnen der Wichtigste ist.35Jesus setzte sich,rief die Zwölf9,35 Zwölf: Gemeint sind die zwölf Jünger, die während seiner Wirkungszeit immer bei Jesus waren. zu sichund sagte zu ihnen:»Wer der Erste sein will,muss der Letzte von allen werdenund allen anderen dienen.«

36Dann rief er ein Kind herbeiund stellte es in ihre Mitte.Er nahm es in den Armund sagte zu den Jüngern9,36 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :37»Wer ein Kind wie dieses aufnimmtund sich dabei auf mich beruft,der nimmt mich auf.Und wer mich aufnimmt,nimmt nicht nur mich auf,sondern auch den,der mich gesandt hat.«

Wer nicht gegen uns ist, ist für uns

Matthäus 10,42; Lukas 9,49-50
38Johannes sagte zu Jesus:»Lehrer9,38 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., wir haben gesehen,wie jemand deinen Namen dazu benutzt hat,Dämonen9,38 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. auszutreiben.Wir wollten ihn davon abhalten,denn er gehört nicht zu uns.«39Aber Jesus antwortete:»Hindert ihn nicht daran!Denn niemand benutzt meinen Namen dazu,Wunder9,39 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. zu tun,und redet kurz darauf schlecht über mich.40Denn wer nicht gegen uns ist,der ist für uns.41Wer euch auch nur einen Becher9,41 Becher: Zu jedem Haushalt gehörten neben Tellern und Krügen auch Becher, die meist aus Ton gearbeitet waren. Wasser zu trinken gibt,weil ihr zu Christus9,41 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. gehört –Amen9,41 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Ein solcher Mensch wird ganz bestimmtseine Belohnung dafür erhalten.«

Warnung vor jeder Art von Verführung

Matthäus 18,6-9; Lukas 17,1-2
42Jesus sagte:»Wer einen von diesen kleinen, unbedeutenden Menschen,die an mich glauben9,42 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,von mir abbringt,für den wird es schrecklich:Es wäre am besten für ihn,wenn man ihn mit einem Eselsmühlstein9,42 Eselsmühlstein: Der Eselsmühlstein ist der obere Mühlstein von größeren Mühlen. um den Hals ins Meer wirft.43Wenn dich deine Hand von mir abbringt:schlag sie ab.Es ist besser für dich,verstümmelt ewig bei Gott zu lebenals mit zwei Händen in der Hölle9,43 Hölle, Totenreich, Unterwelt: In der Antike Reich, in dem die Toten wohnen; auch Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht.in der das Feuer nie ausgeht.44[…]9,44 […]: Einige spätere Handschriften fügen hinzu: »Dort nehmen die Qualen kein Ende und das Feuer erlöscht nie.« (vgl. Vers 48)45Wenn dich dein Fuß von mir abbringt:schlag ihn ab.Es ist besser für dich,mit nur einem Fuß ewig bei Gott zu leben,als mit zwei Füßen in die Hölle9,45 Hölle, Totenreich, Unterwelt: In der Antike Reich, in dem die Toten wohnen; auch Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht. geworfen zu werden.46[…]9,46 […]: Einige spätere Handschriften fügen hinzu: »Dort nehmen die Qualen kein Ende und das Feuer erlöscht nie.« (vgl. Vers 48)47Wenn dich dein Auge von mir abbringt:reiß es aus.Es ist besser für dich,mit nur einem Auge in das Reich Gottes9,47 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. zu kommen,als mit zwei Augen in die Hölle9,47 Hölle, Totenreich, Unterwelt: In der Antike Reich, in dem die Toten wohnen; auch Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht. geworfen zu werden.48Dort nehmen die Qualen9,48 Qualen: Wörtlich »Wo ihr Wurm nicht verendet.« Dieses Zitat aus Jesaja 66,24 verdeutlicht unaufhörliche Qualen. Es wird ein Zustand der Verwesung beschrieben, der nicht aufhört (Wurm stirbt nicht). kein Endeund das Feuer erlöscht nie.«

Das Bildwort von der Kraft des Salzes

Matthäus 5,13; Lukas 14,34-35
49»Alles wird durch Salz9,49 Salz: Salz war im Land der Bibel nicht nur ein Würzmittel für Speisen, sondern diente auch zur Konservierung von Lebensmitteln. wie Feuer.50Salz9,50 Salz: Salz war im Land der Bibel nicht nur ein Würzmittel für Speisen, sondern diente auch zur Konservierung von Lebensmitteln. ist etwas Gutes:Aber wenn das Salz9,50 Salz: Salz war im Land der Bibel nicht nur ein Würzmittel für Speisen, sondern diente auch zur Konservierung von Lebensmitteln. seine Kraft verliert,wie kann man es wieder salzig machen?Bewahrt die Kraft vom Salz9,50 Salz: Salz war im Land der Bibel nicht nur ein Würzmittel für Speisen, sondern diente auch zur Konservierung von Lebensmitteln. in euch:Haltet Frieden untereinander.«
10

Jesus bricht auf nach Judäa

Matthäus 19,1-2
101Jesus brach von dort10,1 dort: Jesus befand sich mit seinen Jüngern vermutlich in Kafarnaum; vgl. Markus 9,33. auf.Er kam in das Gebiet von Judäa10,1 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. und auf die andere Jordanseite10,1 Jordan: Der Jordan ist der wichtigste Fluss im Land der Bibel. .Wieder versammelte sich eine große Volksmenge bei ihm,und wie immer sprach er zu den Menschen.

Über die Ehescheidung

Matthäus 19,3-12
2Da kamen Pharisäer10,2 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. und fragten ihn:»Darf sich ein Mann von seiner Frau scheiden lassen?«Damit wollten sie Jesus eine Falle stellen.3Jesus antwortete:»Was hat euch Mose10,3 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. vorgeschrieben?«4Da sagten die Pharisäer10,4 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.:»Mose10,4 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. hat erlaubt, dass ein Mann seiner Frau eine Scheidungsurkunde10,4 Scheidungsurkunde: Nach jüdischem Recht musste ein Mann seiner Frau eine sog. Scheidungsurkunde ausstellen, wenn er sich von ihr trennen wollte. ausstelltund sie dann wegschickt10,4 wegschickt: In 5. Mose/Deuteronomium 24,1-4 sind alttestamentliche Gebote für die Trennung von Ehepaaren nachzulesen.5Jesus sagte zu ihnen:»Nur weil ihr euer Herz gegen Gott verschlossen habt,hat Mose10,5 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. euch dieses Gesetz10,5 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. gegeben.6Aber vom Anfang der Welt10,6 Anfang der Welt: In 1. Mose/Genesis 1,1–2,4a und 1. Mose/Genesis 2,4b-25 wird berichtet, wie Gott die Welt und die Menschen geschaffen hat. anhat Gott die Menschen als Mann und Frau geschaffen.7Deshalb verlässt ein Mannseinen Vater und seine Mutterund lebt in Gemeinschaft mit seiner Frau.8Die zwei sind dann eins,mit Leib und Seele.Sie sind also nicht mehr zwei,sondern ganz eins10,8 eins: Jesus zitiert an dieser Stelle den Vers aus 1. Mose/Genesis 2,24..9Was Gott so verbunden hat,das soll der Mensch nicht trennen.«

10Zu Hause fragten ihn die Jünger10,10 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. noch einmal danach.11Und Jesus sagte zu ihnen:»Wer sich von seiner Frau scheiden10,11 Scheidungsurkunde: Nach jüdischem Recht musste ein Mann seiner Frau eine sog. Scheidungsurkunde ausstellen, wenn er sich von ihr trennen wollte. lässtund eine andere heiratet,der begeht Ehebruch10,11 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten. gegenüber der ersten.12Ebenso gilt:Wenn sich eine Frau von ihrem Mann scheiden10,12 Scheidungsurkunde: Nach jüdischem Recht musste ein Mann seiner Frau eine sog. Scheidungsurkunde ausstellen, wenn er sich von ihr trennen wollte. lässtund einen anderen heiratet,begeht sie Ehebruch10,12 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten.

Sich-Beschenken-Lassen

10,13-31

Jesus und die Kinder

Matthäus 19,13-15; Lukas 18,15-17
13Einige Leute brachten Kinder zu Jesus.Er sollte sie segnen10,13 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt..Aber die Jünger10,13 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. wiesen sie schroff zurück.

14Als Jesus das merkte,wurde er zornig und sagte zu ihnen:»Lasst doch die Kinder zu mir kommen,hindert sie nicht daran.Denn für Menschen wie sieist das Reich Gottes10,14 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. da.15Amen10,15 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Wer sich das Reich Gottes10,15 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. nicht wie ein Kind schenken lässt,wird nie hineinkommen.«16Und er nahm die Kinder in die Arme,legte ihnen die Hände aufund segnete10,16 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt. sie.

Die Gefahr des Reichtums

Matthäus 19,16-26; Lukas 18,18-27
17Jesus machte sich wieder auf den Weg.Da kam ein Mann angelaufen.Er fiel vor ihm auf die Knieund fragte ihn:»Guter Lehrer10,17 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde.,was soll ich tun,damit ich das ewige Leben bekomme?«18Jesus antwortete ihm:»Warum nennst du mich gut?Niemand ist gut außer einem: Gott.19Du kennst10,19 kennst: Diese Gebote stammen aus den sog. Zehn Geboten (vgl. 2. Mose/Exodus 20,1-12). Sie regeln das Zusammenleben zwischen den Menschen und beschreiben zugleich, wie das Verhältnis zwischen Mensch und Gott bestimmt sein soll. doch die Gebote10,19 Gebote: Diese Gebote stammen aus den Zehn Geboten, vgl. 2. Mose/Exodus 20,1-17. Sie regeln das Zusammenleben zwischen den Menschen und beschreiben, wie das Verhältnis zwischen Mensch und Gott sein soll.:›Du sollst nicht töten.Du sollst die Ehe nicht brechen10,19 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten..Du sollst nicht stehlen.Du sollst keine falschen Aussagen machen.Du sollst nicht betrügen.Ehre10,19 Eltern ehren: Gemeint ist auch das Sorgen für die Eltern, wenn sie alt geworden sind. deinen Vater und deine Mutter.‹«20Aber der Mann sagte:»Lehrer10,20 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., das alles befolge ichseit meiner Jugend.«

21Jesus sah ihn an.Er gewann ihn liebund sagte zu ihm:»Eins fehlt dir:Geh los.Verkaufe alles, was du hast,und gib das Geld den Armen.So wirst du unverlierbaren Reichtum im Himmel haben.Dann komm und folge10,21 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. mir!«22Der Mann war unglücklich über das,was Jesus sagte,und er ging traurig weg.Denn er hatte großen Grundbesitz.

23Jesus sah seine Jünger10,23 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. an und sagte:»Wie schwer ist es doch für die Menschen,die viel besitzen,in das Reich Gottes10,23 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. hineinzukommen.«24Die Jünger10,24 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. waren bestürzt über seine Worte.Aber Jesus sagte noch einmal zu ihnen:»Ja, Kinder, wie schwer ist es doch,in das Reich Gottes10,24 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. zu kommen.25Es ist leichter,dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht,als dass ein Reicher in das Reich Gottes10,25 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. hineinkommt.«26Da waren die Jünger10,26 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. völlig bestürztund sagten zueinander:»Wer kann dann überhaupt gerettet werden?«27Jesus sah sie an und sagte:»Für Menschen ist es unmöglich,aber nicht für Gott.Denn für Gott ist alles möglich.«

Der Lohn für die, die alles aufgegeben haben

Matthäus 19,27-30; Lukas 18,28-30
28Da sagte Petrus zu Jesus:»Sieh doch, wir haben alles zurückgelassenund sind dir gefolgt10,28 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen.29Jesus antwortete:»Amen10,29 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Jeder, der etwas zurückgelassen hat– Haus, Brüder, Schwestern,Mutter, Vater, Kinder oder Felder –,um mir zu folgen10,29 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen.und um die Gute Nachricht10,29 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. weiterzusagen,30wird das, was er zurückgelassen hat,hundertfach neu bekommen:Haus, Brüder, Schwestern,Mutter, Kinder und Felderschon jetzt in dieser Zeit– wenn auch unter Verfolgungen –und das ewige Lebendann, wenn Gottes Reich10,30 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. kommt.31Viele, die jetzt bei den Ersten sind,werden dann die Letzten sein.Und viele, die jetzt bei den Letzten sind,werden dann die Ersten sein.«

Zum Dienen berufen

10,32-52

Jesus kündigt zum dritten Mal seinen Tod an

Matthäus 20,17-19; Lukas 18,31-34
32Auf dem Weg hinauf nach Jerusalem10,32 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. ging Jesus vor den anderen her.Alle, die dabei waren, wunderten sich.Aber die Jünger10,32 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. ,die ihm nachfolgten10,32 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen.,hatten Angst.Da nahm Jesus die Zwölf10,32 Zwölf: Gemeint sind die zwölf Jünger, die während seiner Wirkungszeit immer bei Jesus waren. noch einmal beiseite,und sagte ihnen,was nach dem Willen Gottes mit ihm geschehen sollte:33»Seht doch, wir ziehen jetzt hinauf nach Jerusalem10,33 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. .Dort wird der Menschensohn10,33 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck.den führenden Priestern10,33 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte. und Schriftgelehrten10,33 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. ausgeliefert.Sie werden ihn zum Tod verurteilenund ihn an die Heiden10,33 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. ausliefern,die unser Land besetzt haben10,33 haben: Wörtlich lautet der Vers: Seht doch, wir ziehen jetzt hinauf nach Jerusalem. Dort wird der Menschensohn den führenden Priestern und Schriftgelehrten ausgeliefert. Sie werden ihn zum Tod verurteilen und ihn an die Heiden ausliefern..34Die werden ihn verspotten und anspucken,ihn auspeitschen und töten.Aber nach drei Tagen wird er vom Tod auferstehen10,34 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich.

Nicht herrschen, sondern dienen

Matthäus 20,20-28; Lukas 22,24-27
35Jakobus und Johannes,die Söhne von Zebedäus,traten nahe an Jesus heranund sagten zu ihm:»Lehrer10,35 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., wir möchten,dass du uns eine Bitte erfüllst.«36Jesus fragte sie:»Was möchtet ihr denn?Was soll ich für euch tun?«37Sie antworteten ihm:»Lass uns rechts und links10,37 rechts und links: Die Plätze rechts und links neben dem Gastgeber galten als Ehrenplätze. neben dir sitzen,wenn du regieren wirstin deiner Herrlichkeit10,37 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor.38Aber Jesus sagte zu ihnen:»Ihr wisst nicht, um was ihr da bittet.Könnt ihr den Becher10,38 Becher: Der Becher steht für das Leiden, das Jesus bevorsteht (vgl. Markus 10,38 und Markus 14,36). austrinken,den ich austrinke?Oder könnt ihr die Taufe10,38 Taufe: Taufen bedeutet vom Wortsinn her »in Wasser eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld. auf euch nehmen,mit der ich getauft10,38 getauft: Die Taufe steht hier für das Leiden, das Jesus bevorsteht. werde?«39Sie antworteten ihm:»Das können wir.«Da sagte Jesus zu ihnen:»Ihr werdet tatsächlich den Becher10,39 Becher: Der Becher steht für das Leiden, das Jesus bevorsteht (vgl. Markus 10,38 und Markus 14,36). austrinken,den ich austrinke.Und ihr werdet die Taufe10,39 Taufe: Taufen bedeutet vom Wortsinn her »in Wasser eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld. auf euch nehmen,mit der ich getauft10,39 getauft: Die Taufe steht hier für das Leiden, das Jesus bevorsteht. werde.40Aber ich habe nicht zu entscheiden,wer rechts und links10,40 rechts und links: Die Plätze rechts und links neben dem Gastgeber galten als Ehrenplätze. von mir sitzt.Dort werden die sitzen,die Gott dafür bestimmt hat.«

41Die anderen zehn hörten das Gespräch mit anund ärgerten sich über Jakobus und Johannes.42Da rief Jesus auch sie näher herbeiund sagte zu ihnen:»Ihr wisst:Die Herrscher der Völker unterdrücken die Menschen,über die sie herrschen.Und die Machthaber missbrauchen ihre Macht.43Aber bei euch darf das nicht so sein:Sondern wer von euch groß sein will,soll den anderen dienen.44Und wer von euch der Erste sein will,soll der Sklave10,44 Sklave, Sklavin: Sklaverei gab es in der ganzen Alten Welt in mannigfachen Formen und unter den verschiedensten Bedingungen. von allen sein.45Denn auch der Menschensohn10,45 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck.ist nicht gekommen,um sich dienen zu lassen.Im Gegenteil:Er ist gekommen,um anderen zu dienenund sein Leben hinzugeben10,45 hingeben: Das Wort vom Hingeben des Lebens erinnert an Jesaja 53,10-12. Dort ist die Rede von einem schuldlosen Menschen, der sein Leben hingibt, um die Schuld aller Menschen zu tragen.als Lösegeld für die vielen Menschen.«

Jesus heilt einen Blinden

Matthäus 20,29-34; Lukas 18,35-43
46Dann kamen sie nach Jericho10,46 Jericho: Jericho, auch Palmenstadt genannt, ist eine Oase in der jüdäischen Wüste in der Jordansenke. Sie gilt als die älteste befestigte Stadt der Welt. .Als Jesus zusammen mit seinen Jüngern10,46 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. und einer großen Volksmenge Jericho10,46 Jericho: Jericho, auch Palmenstadt genannt, ist eine Oase in der jüdäischen Wüste in der Jordansenke. Sie gilt als die älteste befestigte Stadt der Welt. wieder verlassen wollte,saß da am Straßenrand ein blinder Bettler.Es war Bartimäus, der Sohn von Timäus.47Als er hörte,dass Jesus von Nazaret10,47 Nazaret: Der Ort, in dem Jesus vermutlich aufgewachsen ist. Zu seiner Zeit war Nazaret ein kleines und unbedeutendes Dorf. da war,fing er an, laut zu rufen:»Jesus, du Sohn Davids10,47 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. !Hab Erbarmen mit mir!«48Viele fuhren ihn an:»Sei still!«Aber der Blinde schrie noch viel lauter:»Sohn Davids10,48 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. !Hab Erbarmen mit mir!«

49Da blieb Jesus stehen und sagte:»Ruft ihn her.«Die Leute riefen den Blinden herbeiund sagten zu ihm:»Du kannst Hoffnung haben,steh auf, er ruft dich!«50Da warf der Blinde seinen Mantel10,50 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. ab,sprang auf und kam zu Jesus.51Jesus fragte ihn:»Was willst du?Was soll ich für dich tun?«Der Blinde sagte zu ihm:»Rabbuni10,51 Rabbuni: Eine Steigerung der einfachen Anrede »Rabbi« (Lehrer)., dass ich sehen kann!«52Und Jesus sagte zu ihm:»Geh nur, dein Glaube10,52 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. hat dich gerettet.«Sofort konnte er sehen,und er folgte10,52 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. Jesus auf seinem Weg.
11

Die Passionsgeschichte

11,1–16,20

Die Vorgeschichte der Passion

11,1–12,44

Jesus zieht in Jerusalem ein

Matthäus 21,1-11; Lukas 19,28-40; Johannes 12,12-19
111Kurz vor Jerusalem11,1 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. kamen Jesus und seine Jünger11,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. nach Betfage11,1 Betfage: Ortschaft östlich des Ölbergs vor der Stadtmauer von Jerusalem, Nachbarort von Betanien. Der hebräische Name der Ortschaft bedeutet »Haus der unreifen/grünen Feigen«. und Betanien11,1 Betanien: Betanien liegt drei Kilometer südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs. am Ölberg11,1 Ölberg: Ein Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem..Da schickte Jesus zwei seiner Jünger11,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. voraus2und sagte zu ihnen:»Geht in das Dorf, das vor euch liegt.Gleich, wenn ihr hineinkommt,findet ihr einen jungen Esel11,2 Esel: Der Esel ist in der Bibel das Last-, Zug- und Reittier schlechthin, da er selbst in schwierigem Gelände einsetzbar ist. angebunden.Auf ihm ist noch nie ein Mensch geritten.Bindet ihn losund bringt ihn her.3Und wenn jemand euch fragt:›Was macht ihr da?‹,dann sagt:›Der Herr braucht ihn,aber er wird ihn gleich wieder zurückschicken.‹«

4Die Jünger11,4 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. gingen in das Dorfund fanden den Esel11,4 Esel: Der Esel ist in der Bibel das Last-, Zug- und Reittier schlechthin, da er selbst in schwierigem Gelände einsetzbar ist..Er war an einem Hoftor draußen an der Straße angebunden.Sie machten ihn los.5Und einige von denen, die dort standen,fragten sie:»Was macht ihr?Wieso bindet ihr den Esel11,5 Esel: Der Esel ist in der Bibel das Last-, Zug- und Reittier schlechthin, da er selbst in schwierigem Gelände einsetzbar ist. los?«6Die zwei Jünger11,6 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. antworteten den Leuten,wie Jesus es gesagt hatte.Da ließen sie es zu.

7Sie brachten den Esel11,7 Esel: Der Esel ist in der Bibel das Last-, Zug- und Reittier schlechthin, da er selbst in schwierigem Gelände einsetzbar ist. zu Jesusund legten ihre Mäntel11,7 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. auf seinen Rücken.Und Jesus setzte sich darauf.8Viele Leute breiteten ihre Mäntel11,8 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. als Teppich auf der Straße aus.Andere aber legten Zweige11,8 Palme, Dattelpalme: Wenn in der Bibel von Palmen die Rede ist, sind meist Dattelpalmen gemeint. hin,die sie am Feldrand abschnitten.9Und die Leute, die vor Jesus hergingenund die nach ihm kamen,riefen immer wieder:»Hosanna11,9 Hosanna: Gebetsruf; wörtlich »Hilf doch!« oder »Gib Heil!«.!Stimmt ein in unser Loblied auf den,der im Namen des Herrn kommt!10Stimmt ein in unser Lobliedauf die Herrschaft unseres Vaters David11,10 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. ,die jetzt neu beginnt.Hosanna11,10 Hosanna: Gebetsruf; wörtlich »Hilf doch!« oder »Gib Heil!«. in himmlischer Höhe!«

11So zog Jesus in Jerusalem11,11 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. ein.Er ging in den Tempel11,11 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes..Dort sah er sich alles an.Als es spät geworden war,ging er mit den Zwölfen11,11 Zwölf: Gemeint sind die zwölf Jünger, die während seiner Wirkungszeit immer bei Jesus waren. hinaus nach Betanien11,11 Betanien: Betanien liegt drei Kilometer südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs. .

Der Konflikt mit den jüdischen Autoritäten spitzt sich zu

11,12–12,12

Der Feigenbaum ohne Früchte

Matthäus 21,18-19
12Als sie Betanien11,12 Betanien: Betanien liegt drei Kilometer südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs. am nächsten Morgen verließen,bekam Jesus Hunger.13Von Weitem sah er einen Feigenbaum11,13 Feigen: Feigen gehörten für die Menschen im Land der Bibel zu den Grundnahrungsmitteln.,der schon Blätter hatte.Da ging er hin,um vielleicht auch Früchte an ihm zu finden.Aber als er hinkam, fand er nichts als Blätter.Denn es war nicht die Jahreszeit für Feigen11,13 Feigen: Feigen gehörten für die Menschen im Land der Bibel zu den Grundnahrungsmitteln..14Da sagte Jesus zu dem Feigenbaum11,14 Feigen: Feigen gehörten für die Menschen im Land der Bibel zu den Grundnahrungsmitteln.:»Nie mehr soll jemand eine Frucht von dir essen.«Und seine Jünger11,14 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. hörten es.

Jesus vertreibt die Händler aus dem Tempel

Matthäus 21,12-17; Lukas 19,45-48; Johannes 2,13-17
15Dann kamen sie nach Jerusalem11,15 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. .Jesus ging wieder in den Tempel11,15 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes..Sofort fing er an,die Leute hinauszujagen,die im Tempel11,15 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. etwas verkauften oder kauften.Die Tische der Geldwechsler11,15 Geldwechsler: Bei ihnen konnten die Pilger Geld in die Tempelwährung (Schekel) umtauschen – nur in dieser Währung durfte die Tempelsteuer bezahlt werden.und die Stände der Taubenverkäufer11,15 Tempelverkauf: In einem bestimmten Tempelbereich gab es Stände von Geldwechslern und Händlern, die Opfertiere zum Verkauf anboten.stieß er um.16Er ließ nicht zu,dass jemand irgendetwas durch den Tempel11,16 Tempel: